De Nederlandse dichter en schrijver Bernard Wesseling werd geboren in Amsterdam op 27 december 1978. Zie ook mijn blog van 3 april 2006 en ook mijn blog van 27 december 2010.
Laatste natuurervaring
Het had even geleken of een vogel me vanochtend
toezong vanuit een plantsoen. Dus trok ik erop uit.
Nu sta ik naast een niervormig ven
voor een loofbos dat dienst doet als vluchtheuvel,
pech, telefoon dood, tot voor kort nog door de bomen
zwaaiend naar een tankstation.
Een en ander in overweging genomen,
kan ik zeggen dat mijn ongeluk, zoals dat gaat
bij kleine mensen, nooit meer was dan
een aangemeten verontwaardiging.
Maar hier in de ruis van de ring, afslag Amersfoort,
met een onbewegelijk luchtruim als mijn getuige,
is mijn schreeuw eenmalig subliem.
Mijn waanzin een verheffend feit.
Omstandigheden uit te breken
Neem een personage
geef dat personage een virus om zijn antivirus te redden
(bedenk iets – iets)
Ontwerp hem net zo intelligent nee véél intelligenter nee
morsig wiskundige
die zijn theorie op viltjes pent en opzichtig laat verdwijnen
in zijn binnenzak tot postuum aangezien
voor genie eigen
Nadat er niets onvoorziens meer gebeurde
toonde ik me een week lang bereidwillig lijk
Lag daarvoor stil op de bank onder afbakpizzakorsten
concentreerde me op het aanmoedigen van maden
mijn verborgen organen te proberen
Schoor me maandag boven de wasbak bloedeloos glad
Bernard Wesseling (Amsterdam, 27 december 1978)
De Franse dichter, schrijver, schilder en musicus Marc-Édouard Nabe (eig. Alain Zannini) werd geboren in Marseille op 27 december 1958. Zie ook alle tags voor Marc-Édouard Nabe op dit blog.
Uit: Zorro est arriviste
“Je me trouve toujours dans des situations scabreuses ou baroques, où les symboles abondent. Tout fait écho dans ma caisse de résonance (que j’écrirais bien « raisonnance » tant les sons qui s’y répondent ont un sens). Tout se recoupe toujours si violemment autour de moi que je suis tailladé par ce qui m’arrive. Chassés-croisés, quiproquos, coïncidences, doublons, retournements de situation : quand j’en ai pris conscience, j’ai décidé de tenir mon Journal, ma vie était trop rocambolesque pour faire autrement. C’est une tragédie hilarante de passions exaltées : je jouis, je pleure, j’écris, je ris, je suis en extase, puis anéanti, puis adoré, puis haï, puis trahi, puis sauvé… Si vous regardez bien, je suis le plus humilié de tous, j’ai l’index du destin pointé vers moi, et souvent sur moi, ça me fait mal quand on appuie sur ma vie ! Comment faire pour moins vivre ?
_N’oubliez pas que vos chères Muses, à vous l’artiste, sont les filles même de la Mémoire. Elles sont désignées comme « sources d’oubli » ! ça signifie au fond que l’art est hostile à ce qu’on se rappelle quoi que ce soit. Il permet juste de sortir de son seul être. Toutes les Muses sont là pour vider l’homme de sa mémoire, c’est à dire de ce qui le rattache à leur mère… Ah ! c’est bien foutu la Théogonie ! Oubliez donc ce que vous écrivez en le vivant, puisqu’en écrivant vous oubliez ce que vous vivez…”
Édouard Nabe (Marseille, 27 december 1958)
De Amerikaanse schrijfster Wendy Coakley-Thompson werd geboren op 27 december 1966 in Brooklyn, New York. Zie ook mijn blog van 27 december 2009 en ook mijn blog van 27 december 2010.
Uit: What You Won’t Do for Love
“After he’d left, she did the usual things she did at night. She shut down her computer system upstairs. She cleaned Tony’s ears, which, with him squirming and rebelling against a gloved finger in his ear canal, was a workout in itself. All the while, though, she ran the conversation she’d had in her kitchen over in her head on a constant loop. The more she thought about it, the angrier she got. This brothah’s trying to flip this thing onto me!
She stashed the videos and the ice cream that she’d taken out, then picked up the cordless. She speed-dialed his cell phone number. After two rings, he answered. “Where are you?” she asked.
“At my dad’s,” Devin answered.
“Stay there; I’m coming over to talk to you.”
Chaney put Tony and his water dish onto the deck, then, with just her wallet and keys, she got into the Altima and hit the road. She took the GW Parkway, instead of Rt. 1. and stepped on the gas. On the radio, Faith Evans was cussing some brothah out in her funky cut, “You Gets No Love,” and that functioned as Chaney’s angry soundtrack as she, oblivious to the monuments lit up like Roman candles, headed towards Arlington“.
Wendy Coakley-Thompson (New York, 27 december 1966)
De Duitse schrijfster Malin Schwerdtfeger werd geboren op 27 december 1972 in Bremen. Zie ook mijn blog van 27 december 2008. Zie ook mijn blog van 27 december 2010.
Uit: Café Saratoga
“Jane und ich hatten zwei Sorgenkinder: den Fiat Mirafiori und Lilka, meine Mutter. Beide hörten sich nicht gut an. Etwas im Fiat Mirafiori machte Geräusche, und etwas in meiner Mutter blockierte ihre Atemwege. Lilka gurgelte und keuchte, ohne ganz aufzuwachen. Ich sah im Rückspiegel, wie sie sich krümmte, in ihr Kleid verwickelt, den Kopf zurückgebogen und in die Kerbe zwischen Lehne und Sitzfläche gebohrt, das Gesicht aufwärts gedreht, die Lippen zusammengekniffen.
»Was, wenn sie hier stirbt?«, fragte ich.
Der Mirafiori fuhr gerade eben hundert, wenn ich ihn sehr quälte. »Das klingt nicht gut«, sagte Jane und kämmte sich mit allen zehn Fingern. Dann verteilte sie die Haare im Auto, indem sie die Hände über den Polstern ausschüttelte. Jane haarte wie eine Angorakatze. »Ich wäre eine schlechte heimliche Geliebte eines verheirateten Mannes«, sagte Jane. »Der Arme hätte einfach zu viel Arbeit mit den Haaren in seinem Auto.«
Lilka würde nicht in Bundes sterben wollen und erst recht nicht im anderen Deutschland. Tata und sein Freund Bocian hatten uns das andere Deutschland erklärt, jeden Tag im Café Saratoga. Auch wenn es dieses Land nicht mehr gab, so mussten wir doch hindurch, so wie es den Tod nicht gab, laut Tata, doch sterben musste man trotzdem.
Malin Schwerdtfeger (Bremen, 27 december 1972)
De Zwitserse schrijver Markus Werner werd geboren op 27 december 1944 in Eschlikon (Kanton Thurgau). Zie ook alle tags voor Markus Werner op dit blog.
Uit: Am Hang
“Ich muss um Nachsicht bitten, sagte ich, ich habe mich Ihnen aufgedrängt und Ihre Kreise gestört. Es fällt mir sehr leicht, Kontakte zu knüpfen, und als extravertierter Mensch laufe ich offenbar manchmal Gefahr, nicht zu merken, dass andere anders sind. Ich fühle mich wohl unter Leuten und bin ungern allein, für mich ist Menschenscheu ein Fremdwort. Wie es sich ohne Umgang lebt und leben lässt, ist mir ein Rätsel. Gut, Sie haben zum Glück noch die Schule, was aber geschieht in der Freizeit? Was tun Sie in den Ferien? Reisen Sie wenigstens manchmal? – Ich halte es mit Ovid, sagte Loos, bene qui latuit, bene vixit. – Das müssten Sie mir übersetzen, sagte ich, ich verstehe leider nur „bene“, Latein war nicht meine Stärke. – Wer gut verborgen war, hat gut gelebt, sagte Loos, aber von solcherlei Wahrheit ahnt das Rudeltier nichts. Im übrigen, so arg allein bin ich nun auch wieder nicht, ich bin ja innerlich vereint, aber lassen wir das. Also, was tue ich in meiner Freizeit? Sie werden staunen, ich tue das, was mir vorschwebt seit meiner Geburt, nämlich nichts. Das gelingt mir natürlich nicht immer, aber ich übe und übe und bin auf dem Weg. Der Klügere gibt nach, sage ich mir und überlasse es den Tätigen, sich gegen die Schwerkraft zu stemmen. – Wie sieht das Nichtstun denn aus, konkret, und wie kann man sich darin üben? fragte ich Loos. – Nun, sagte er, üben heißt hier wie überall: etwas immer von neuem versuchen, bis es gelingt. Nehmen Sie an, Sie liegen auf dem Sofa, am Samstagmittag, und setzen sich das Lernziel, zwei Stunden lang liegen zu bleiben, ruhig, aber ohne zu schlafen. Sie hören, wie eine Nachbarin staubsaugt oder jemand den Rasen mäht. Statt jetzt an Dinge zu denken, die zu erledigen wären, sollten Sie nur die Spinne betrachten, die reglos an der Zimmerdecke sitzt und dabei keinesfalls dem Wunsch nachgeben, sie aus dem Weg zu räumen. Jetzt läutet Ihr Telefon. Als Anfänger springen Sie auf und greifen zum Hörer. Das wäre nur dann bedenklich, wenn Sie aus Ihrem Versagen nichts lernten. Gehen Sie in sich, üben Sie weiter, bis Sie die Freiheit erlangen, auf Außenreize, die Sie zu einem Tun verleiten wollen, nicht mehr zu reagieren.Bei dem Gedanken an eine lange Fahrt durch das andere Deutschland bekam ich feuchte Hände und wollte das Lenkrad nicht mehr loslassen, bis wir die Grenze passiert hätten.”
Markus Werner (Eschlikon, 27 december 1944)
Zie voor nog meer schrijvers van de 27e december ook mijn vorige blog van vandaag en eveneens mijn eerste blog van vandaag.