Walt Whitman, Frank Goosen, Gabriel Barylli, Gerd Hergen Lübben, Serge Brussolo, Konstantin Paustovski, Saint-John Perse, Georg Herwegh, Ludwig Tieck, Klabund

Prettige Pinksterdagen!

 

 

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Pinksteren door Titiaan, ca. 1545

 

 

Pfingsten

 

Schöne Zeit von Himmelfahrt

Bis zum nahen Pfingsten,

Wo der Geist sich offenbart

Groß auch im Geringsten.

 

Glockenklang erschallt vom Dom,

Und zur Lust des Maien

Wallt hinaus der Menschenstrom,

Alles will sich freuen!

 

Freue sich, wer Gutes tat,

Wer dafür gestritten,

Wer gestreut der Zukunft Saat,

Und auch wer gelitten!

 

Ja, ich weiß, es wird geschehn,

Was wir jetzt noch hoffen,

Daß zum Glück die Tore stehn

Allen einst noch offen.

 

Daß man nicht mehr sieht verirrt

Scharen Lebensmüder;

Keine Herde und kein Hirt,

Freie nur, nur Brüder!

 

Wenn kein Druck den Geist mehr dämpft,

Wenn ein zweites Eden,

Aber schöner, weil erkämpft,

Folgt auf unsre Fehden.

 

Eines Himmels Erdenfahrt

Und ein andres Pfingsten,

Wo der Geist sich offenbart,

Groß auch im Geringsten

 

 

Klabund

Klabund (4 november 1890 – 14 augustus 1928)

 

 

De Amerikaanse dichter Walt Whitman werd geboren op 31 mei 1819 in Westhills, Long Island, New York. Zie ook mijn blog van 31 mei 2008 en ook mijn blog van 31 mei 2006 en ook mijn blog van 31 mei 2007.

 

To a Stranger

  

Passing stranger! you do not know

How longingly I look upon you,

You must be he I was seeking,

Or she I was seeking

(It comes to me as a dream)

 

I have somewhere surely

Lived a life of joy with you,

All is recall’d as we flit by each other,

Fluid, affectionate, chaste, matured,

 

You grew up with me,

Were a boy with me or a girl with me,

I ate with you and slept with you, your body has become

not yours only nor left my body mine only,

 

You give me the pleasure of your eyes,

face, flesh as we pass,

You take of my beard, breast, hands,

in return,

 

I am not to speak to you, I am to think of you

when I sit alone or wake at night, alone

I am to wait, I do not doubt I am to meet you again

I am to see to it that I do not lose you.

 

 

Calamus Poems

 

8

 

Long I thought that knowledge alone would suffice me — O if I could but obtain knowledge!

Then my lands engrossed me — Lands of the prairies, Ohio’s land, the southern savannas, engrossed me — For them I would live — I would be their orator;

Then I met the examples of the old and new heroes — I heard of warriors, sailors, and all dauntless persons — And it seemed to me that I too had it in me to be as dauntless as any — and would be so;

And then, to enclose all, it came to me to strike up the songs of the New World — And then I believed my life must be spent singing;

But now take notice, land of the prairies, land of the south savannas, Ohio’s land,

Take notice, you Kanuck woods — and you Lake Huron — and all that with you roll toward Niagra — and you Niagra also,

And you, California mountains — That you each and all find somebody else to be your singer of songs,

For I can be your singer of songs no longer — One who loves me is jealous of me, and withdraws me from all but love,

With the rest I dispense — I sever from what I thought would suffice me, for it does not — it is now empty and tasteless to me,

I heed knowledge, and the grandeur of The States, and the example of heroes, no more,

I am indifferent to my own songs — I will go with him I love,

It is to be enough for us that we are together — We never separate again.

 

 

9

 

Hours continuing long, sore and heavy-hearted,

Hours of the duck, when I withdrew to a lonesome and unfrequented spot, seating myself, leaning my face in my hands;

Hours sleepless, deep in the night, when I go forth, speeding swiftly the country roads, or through the city streets, or pacing miles and miles, stifiling plaintive cries;

Hours discouraged, distracted — for the one I cannot content myself without, soon I saw him content himself without me;

Hours when I am forgotten, (O weeks and months are passing, but I believe I am never to forget!)

Sullen and suffering hours! (I am ashamed — but it is useless — I am what I am;)

Hours of my torment — I wonder if other men ever have the like, out of the like feelings?

Is there even one other like me — distracted — his friend, his lover, lost to him?

Is he too as I am now? Does he still rise in the morning, dejected, thinking who is lost to him? and at night, awaking, think who is lost?

Does he too harbor his friendship silent and endless? harbor his anguish and passion?

Does some stray reminder, or the casual mention of a name, bring the fit back upon him, taciturn and deprest?

Does he see himself reflected in me? In these hours, does he see the face of his hours reflected?

 

Whitman

Walt Whitman (31 mei 1819 – 26 maart 1893)

 

 

De Duitse schrijver en cabaretier Frank Goosen werd geboren op 31 mei 1966 in Bochum. Zie ook mijn blog van 31 mei 2007 en ook mijn blog van 31 mei 2008

Uit: Weil Samstag ist

“Als sich dann Jahre später herausstellte, dass unser Freund Hans Jürgen Spülberger, genannt “Spüli”, tatsächlich lieber auf der anderen Seite des Hügels graste, sah Mücke sich nachträglich bestätigt: “Wundert mich nicht! Wenn der am Ball war, hat der Ball geweint!” Irgendwann wechselten wir auf die Wiese vor der Schule am Springerplatz. Die Mannschaften wurden zusammengestellt, indem die beiden Jungs mit der größten Klappe ¿ also ich und ein anderer ¿ immer einen Fuß vor den anderen setzend aufeinander zugingen, wobei die Hacke die Spitze berühren musste. Der, dessen Fuß am Ende gerade noch in die Lücke passte, durfte den ersten Spieler auswählen. Das hieß “Pisspott”, und zwar, weil der eine bei jedem Schritt “Piss” sagte und der andere “Pott” antwortete. Bei der Aufstellung bevorzugt wurden technisch versierte “Fummler”, die zwar oft sehr eigensinnig, also wenig mannschaftsdienlich spielten, dafür aber Erfolg versprachen. Und da wir deutsche Jungs beim Fußball waren, stand Erfolg bei uns immer höher im Kurs als so etwas Mädchenhaftes wie “Spaß”. Am Ende blieben immer ein oder zwei Jungs übrig, mit denen schon auf dem Schulhof keiner spielen wollte. Solche Typen, die auch noch den obersten Hemdknopf zumachten und selbst im Sommer Pullunder trugen. Dummerweise gehörte meistens einem von denen der Ball.”

 

goosen

Frank Goosen (Bochum, 31 mei 1966)

 

 

De Oostenrijkse schrijver, toneelspeler en regisseur Gabriel Barylli werd geboren op 31 mei 1957 in Wenen. Zie ook mijn blog van 31 mei 2007 en ook mijn blog van 31 mei 2008

Uit: Wo beginnt der Himmel

 “Gefährlich wird es dann, wenn die Menschen in diesen Momenten dem Teufel die Türe öffnen. Es kann geschehen, dass die gewohnten Reize keine Wirkung mehr haben. Es ist ein ritualisiertes Spiel der Geschlechter, dass der Sex eine Form der spielerischen Gewaltanwendung ist. Das ist auch in Ordnung so, wenn es keinen Schaden anrichtet. Sowohl am Körper als auch an der Seele. Der Teufel bietet uns in dem Moment einen zweiten Weg an. Er zeigt uns die Abgründe der schwarzen Lust. Er lässt uns vor Erregung vibrieren, wenn aus dem Spiel des erotischen Kampfes ein Zustand des tatsächlichen Verwundens wird. Die Abartigkeit, den anderen Körper zu beschädigen, ist Teufelswerk. Darüber hinaus verlangt er auch noch in diesen Perversionen eine Steigerung, weil ein einfacher Schmerz bald nicht mehr genügt. Die Schmerzen müssen vielfältiger, erfindungsreicher und grausamer werden. Sonst erstirbt diese Variante der sexuellen Lust. Darüber hinaus bekommt eine zweite Dimension gefährliche Macht. Die Dimension der seelischen Demütigung bis hin zur seelischen Zerstörung. Das ist die wahre Absicht des Teufels. Das ist das Böse an der Abartigkeit von Sexualität. Den Menschen zu verwunden, abhängig zu machen und letzten Endes zu zerstören ist eine Möglichkeit der Sexualität. Diese Möglichkeit ist teuflisch.”

barylli_gabriel

Gabriel Barylli (Wenen, 31 mei 1957)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Gerd Hergen Lübben werd geboren op 31 mei 1937 in Sillenstede. Hij studeerde in Göttingen en Bonn filosofie, literatuur-en muziekwetenschap, dramaturgie, vergelijkende godsdienstwetenschap en antropologie. Gewerkt heeft hij o.a. als journalist en regisseur en in het onderwijs. In Bonn richtte hij in 1961 de “bühne für sinnliche wahrnehmung – KONZIL” op. Hij organiseerde en nam zelf deel aan verschillende literaire congressen, zoals b.v. KULTUR ’90” in Essen.

 

VOM ROLANDSYSTEM  (Fragment)

 

1

wo sind sie gefallen

und unter welchen

umständen fielen sie

wurden sie begraben

wir erreichen die

brain desert galaxy

sohle der schlucht asche

produktionsreif

industrie roland das

euromissile lenk

waffensystem sei

zu steuern optisch wie

durch radar wasserstoff

atom neutronen

im sprengkopf dröhnt der ruf

wider wieder wie der

hilferuf davon

singen lieder chansons

 

luebben2

Gerd Hergen Lübben (Sillenstede, 31 mei 1937)

 

 

De Franse schrijver Serge Brussolo werd geboren op 31 mei 1951 in Parijs. Na een moeilijke heigd studeerde hij psychologie. Ook begon hij al vroeg met schrijven. Uitgevers wezen hem vaak af, maar hij hield vol omdat hij zich een lev zonder schrijven niet voor kon stellen. H
ij vond zijn weg via tijdschriften. In 1972 verscheen zijn eerste boek L’Evadé. Hij begon met science fiction, maar ruilde het genre later in voor thrillers en historische romans.

Uit: Crache béton

“Sarah regardait s’approcher la serveuse déguisée en soubrette de comédie : robe noire, tablier blanc, coiffe amidonnée. C’était une fille jeune, probablement une débutante et qu’intimidaient encore un peu les clientes de ce quartier réputé «chic». Elle posa la théière sur la table et dit doucement : «lapsang-souchong…» quêtant une approbation de la part de Sarah. La jeune femme sourit. Elle aimait le rituel pompeux et niais des salons de thé, leurs chuchotis de confessionnal. Ces faux secrets qu’on échange entre deux bouchées de tarte à la myrtille, les roucoulements des dames aux cheveux teints. Il y avait dans tout cela une banalité qui la rassurait. C’était un monde doux et calme où ne se produisait jamais le moindre coup d’éclat, une enclave de paix sur le trajet du boulevard. »

 

Brussolo

Serge Brussolo (Parijs, 31 mei 1951)

 

 

De Russische schrijver Konstantin Paustovski werd geboren op 31 mei 1892 in Moskou. Paustovski’s bekendste werk (1945-1963) is een autobiografie in zes delen: Verre Jaren, Onrustige Jeugd, Begin van een onbekend tijdperk, De tijd van grote verwachtingen, De sprong naar het Zuiden, Boek der omzwervingen en De gouden roos. Daarnaast schreef hij onder meer de verhalenbundel Afscheid van de zomer, de roman De Romantici en enkele sprookjes en toneelstukken. In 1965 werd Paustovski genomineerd voor de Nobelprijs voor de Literatuur. Paustovski zette zich in voor de publicatie van het werk van onderdrukte schrijvers tijdens Stalins regime en was één van de 125 vooraanstaande figuren die een brief stuurde naar het drieëntwintigste Partijcongres tegen de ‘her-Stalinisering’

 

Uit: Verre Jaren (Vertaald door Wim Hartog)

 

‘’s Winters nam men mij mee naar het theater. (…) Ik begon te houden van het Solovtsov-theater met zijn blauwfluwelen wandbekleding en kleine loges. Na afloop van het stuk was ik de zaal niet uit te branden voordat alle lichten gedoofd waren. En zelfs de duisternis in de grote zaal met zijn waas van parfum, vermengd met de geur van sinaasappelschillen, deed zo verlokkend aan dat ik ervan droomde mij onder een fauteuil te verstoppen en de hele nacht in het lege theater te blijven.
Als kind was ik niet in staat de toneelwereld los te zien van de werkelijkheid en na iedere voorstelling was ik zo onder de indruk dat ik er soms ziek van was.
Door het toneel werd mijn leeshonger nog groter. Ik hoefde bijvoorbeeld maar
‘Madame sans Gêne’ te zien of ik begon al mijn boeken over Napoleon nog eens te verslinden. De personages en tijdperken die ik op het toneel had gezien, kwamen als bij toverslag tot leven en werden buitengewoon interessant en aantrekkelijk voor mij.
Ik hield niet alleen van de voorstelling zelf maar ook van de wandelgangen in het theater met de spiegels in hun matgouden lijsten, van de donkere garderobes waar het naar bontjassen rook, van de parelmoeren toneelkijkers, van het getrappel van de ongeduldig wordende paarden voor de theateringang.”

 

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Konstantin Paustovski (31 mei 1892 – 14 juli 1968)

 

 

De Franse dichter en diplomaat Saint-John Perse (eigenlijk Marie-René-Alexis Saint-Léger) werd geboren op 31 mei 1887 in Saint-Léger-les-Feuilles op Guadeloupe. Zie ook mijn blog van 31 mei 2007 en ook mijn blog van 31 mei 2008

 

Chanson

 

Mon cheval arrêté sous l’arbre plein de

tourterelles, je siffle un sifflement si pur, qu’il

n’est promesses à leurs rives que tiennent tous

ces fleuves. Feuilles vivantes au matin sont à

l’image de la gloire)…

 

Et ce n’est point qu’un homme ne soit triste,

mais se levant avant le jour et se tenant avec

prudence dans le commerce d’un vieil arbre,

appuyé du menton à la dernière étoile,

il voit au fond du ciel de grandes choses pures

qui tournent au plaisir.

 

Mon cheval arrêté sous l’arbre qui roucoule, je

siffle un sifflement plus pur…

Et paix à ceux qui vont mourir, qui n’ont point

vu ce jour.

Mais de mon frère le poète, on a eu des

nouvelles. Il a écrit encore une chose très

douce. Et quelques-uns en eurent

connaissance.

 

john_perse

Saint-John Perse (31 mei 1887 – 20 september 1975)
Brons van András Beck

 

 

De Duitse dichter Georg Herwegh werd geboren in Stuttgart op 31 mei 1817. Zie ook mijn blog van 31 mei 2007 en ook mijn blog van 31 mei 2008

Ich möchte hingehn wie das Abendrot

Ich möchte hingehn wie das Abendrot
Und wie der Tag mit seinen letzten Gluten –
O leichter, sanfter, ungefühlter Tod –
Mich in den Schoß des Ewigen verbluten!

Ich möchte hingehn wie der heitre Stern
Im vollsten Glanz, in ungeschwächtem Blinken,
So still und schmerzlos möchte gern
Ich in des Himmels blaue Tiefe sinken!

Ich möchte hingehn wie der Blume Duft,
Die freudig sich dem schönen Kelch entringet,
Und auf dem Fittig blütenschwangrer Luft
Als Weihrauch auf des Herrn Altar sich schwinget.

Ich möchte hingehn wie der Tau im Tal,
Wenn durstig ihm des Morgens Feuer winken –
O, wollte Gott, wie ihn der Sonnenstrahl,
Auch meine lebensmüde Seele trinken!

Ich möchte hingehn wie der bange Ton,
Der aus den Saiten einer Harfe dringet,
Und, kaum dem irdischen Metall entflohn,
Ein Wohllaut in des Schöpfers Brust verklinget.

Du wirst nicht hingehn wie das Abendrot,
Du wirst nicht hingehn wie der Stern versinken,
Du stirbst nicht einer Blume leichten Tod,
Kein Morgenstrahl wird deine Seele trinken!

Wohl wirst du hingehn, hingehn ohne Spur,
Doch wird das Elend deine Kraft erst schwächen,
Sanft stirbt es einzig sich in der Natur,
Das arme Menschenherz muß stückweis brechen!

herwegh

Georg Herwegh (31 mei 1817 – 7 april 1875)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Tieck werd op 31 mei 1773 geboren in Berlijn. Zie ook mijn blog van 28 april 2006 en ook mijn blog van 31 mei 2007 en ook mijn blog van 31 mei 2008.

 

Sind es Schmerzen, sind es Freuden

 

Sind es Schmerzen, sind es Freuden,

Die durch meinen Busen ziehn?

Alle alten Wünsche scheiden,

Tausend neue Blumen blühn.

 

Durch die Dämmerung der Tränen

Seh’ ich ferne Sonnen stehn, –

Welches Schmachten? welches Sehnen!

Wag’ ich’s? soll ich näher gehn?

 

Ach, und fällt die Träne nieder,

Ist es dunkel um mich her;

Dennoch köm
mt kein Wunsch mir wieder,

Zukunft ist von Hoffnung leer.

 

So schlage denn, strebendes Herz,

So fließet denn, Tränen, herab,

Ach, Lust ist nur tieferer Schmerz,

Leben ist dunkles Grab, –

 

Ohne Verschulden

Soll ich erdulden?

Wie ist’s, daß mir im Traum

Alle Gedanken

Auf und nieder schwanken!

Ich kenne mich noch kaum.

 

O, hört mich, ihr gütigen Sterne,

O höre mich, grünende Flur,

Du, Liebe, den heiligen Schwur:

Bleib’ ich ihr ferne,

Sterb’ ich gerne.

Ach, nur im Licht von ihrem Blick

Wohn Leben und Hoffnung und Glück!

 

tieck

Ludwig Tieck (31 mei 1773 – 28 april 1853)
Portret door Robert Schneider, rond 1833

 

Walt Whitman, Saint-John Perse, Georg Herwegh, Frank Goosen, Ludwig Tieck, Gabriel Barylli

De Amerikaanse dichter Walt Whitman werd geboren op 31 mei 1819 in Westhills, Long Island, New York. Zie ook mijn blog van 31 mei 2006 en ook mijn blog van 31 mei 2007.

 

Sometimes with one I love

 

Sometimes with one I love I fill myself with rage for fear I

             effuse unreturn’d love,

But now I think there is no unreturn’d love, the pay is

             certain one way or another,

(I loved a certain person ardently and my love was not

             return’d,

Yet out of that I have written these songs.)

 

 

Song of Myself

 

I Celebrate myself, and sing myself,

And what I assume you shall assume,
For every atom belonging to me as good belongs to you.


I loafe and invite my soul,
I lean and loafe at my ease observing a spear of summer grass.


My tongue, every atom of my blood, form’d from this soil,

            this air,

Born here of parents born here from parents the same, and

            their parents the same,

I, now thirty-seven years old in perfect health begin,

Hoping to cease not till death.

Creeds and schools in abeyance,

Retiring back a while sufficed at what they are, but never

            forgotten,

I harbor for good or bad, I permit to speak at every hazard,

Nature without check with original energy.

 


II

 

Houses and rooms are full of perfumes…. the shelves

    are crowded with perfumes,

I breathe the fragrance myself, and know it and like it,

The distillation would intoxicate me also, but I shall not let it.


The atmosphere is not a perfume…. it has no taste

    of the distillation…. it is odorless,

It is for my mouth forever…. I am in love with it,

I will go to the bank by the wood and become undisguised and naked,

I am mad for it to be in contact with me.


The smoke of my own breath,

Echoes, ripples, and buzzed whispers…. loveroot, silkthread,

    crotch and vine,

My            respiration and inspiration…. the beating of my heart….

    the passing of blood and air through my lungs,

The sniff of green leaves and dry leaves, and of the shore

    and darkcolored sea-rocks, and of hay in the barn,

The sound of the belched words of my voice…. words loosed

    to the eddies of the wind,


A few light kisses…. a few embraces…. reaching around of arms,

The play of shine and shade on the trees as the supple boughs wag,

The delight alone or in the rush of the streets, or along

    the fields and hill-sides,

The feeling of health…. the full-noon trill…. the song of me

    rising from bed and meeting the sun.


Have you reckoned a thousand acres much? Have you reckoned

    the earth much?

Have you practiced so long to learn to read?

Have you felt so proud to get at the meaning of poems?


Stop     this day and night with me and you shall possess the origin

    of all poems,

You shall possess the good of the earth and sun…. there are

    millions of suns left,

You shall no longer take things at second or third hand…. nor

    look through the eyes of the dead. nor feed on the spectres

     in books,

You shall not look through my eyes either, nor take things from me,

You shall listen to all sides and filter them from yourself.

 

walt_whitman[1]

Walt Whitman (31 mei 1819 – 26 maart 1893)

 

De Franse dichter en diplomaat Saint-John Perse (eigenlijk Marie-René-Alexis Saint-Léger) werd geboren op 31 mei 1887 in Saint-Léger-les-Feuilles op Guadeloupe. Zie ook mijn blog van 31 mei 2007.

Berceuse

 

Première-Née – temps de l’oriole,
Première-Née – le mil en fleurs,
Et tant de flûtes aux cuisines…
Mais le chagrin au coeur des Grands
Qui n’ont que filles à leur arc.

S’assembleront les gens de guerre,
Et tant de sciences aux terrasses…
Première-Née, chagrin du peuple,
Les dieux murmurent aux citernes,
Se taisent les femmes aux cuisines.

Gênait les prêtres et leurs filles,
Gênait les gens de chancellerie
Et les calculs de l’astronome:
“Dérangerez-vous l’ordre et le rang?”
Telle est l’erreur à corriger.

Du lait de Reine tôt sevrée,
Au lait d’euphorbe tot vouée,
Ne ferez plus la moue des Grands
Sur le miel et sur le mil,
Sur la sébile des vivants…

L’ânier pleurait sous les lambris,
Oriole en main, cigale en l’autre:
“Mes jolies cages, mes jolies cages,
Et l’eau de neige de mes outres,
Ah! pour qui donc, fille des Grands?”

Fut embaumée, fut lavée d’or,
Mise au tombeau dans les pierres noires:
En lieu d’agaves, de beau temps,
Avec ses cages à grillons
Et le soleil d’ennui des Rois.

S’en fut l’ânier, s’en vint le Roi!
“Qu’on peigne la chambre d’un ton vif
Et la fleur mâle au front des Reines…”
J’ai fait ce rêve, dit l’oriole,
D’un cent de reines en bas âge.

Pleurez, l’ânier, chantez l’oriole,
Les filles closes dans les jarres
Comme cigales dans le miel,
Les flûtes mortes aux cuisines
Et tant de sciences aux terrasses.

N’avait qu’un songe et qu’un chevreau
– Fille et chevreau de même lait –
N’avait l’amour que d’une Vieille.
Ses caleçons d’or furent au Clergé,
Ses guimpes blanches à la Vieille…

Très vieille femme de balcon
Sur sa berceuse de rotin,
Et qui mourra de grand beau temps
Dans le faubourg d’argile verte…
“Chantez, ô Rois, les fils à naître!”

Aux salles blanches comme semoule
Le Scribe range ses pains de terre.
L’ordre reprend dans les grands Livres.
Pour l’oriole et le chevreau,
Voyez le Maître des cuisines.

 

Perse

Saint-John Perse (31 mei 1887 – 20 september 1975)

 

De Duitse dichter Georg Herwegh werd geboren in Stuttgart op 31 mei 1817. Zie ook mijn blog van 31 mei 2007.

 

Aus der Schweiz

 

Ich habe nun ein freies Land gefunden;

Doch nirgends wird auf Rosen uns gebettet,

Und ist der Leib nicht eben angekettet,

Bleibt ewig uns die Seele doch gebunden.

 

Ich fühl es heiß in meinen schönsten Stunden:

Es hat mein grollend Herz zu viel verwettet,

Ich habe nur die Liebe mir gerettet,

Der Haß ist an der Grenze längst entschwunden.

 

O tretet ein in diesen kleinen Erker,

Ihr alle, die noch unversöhnt geblieben,

Und lernet wieder eure Heimat lieben.

 

Hier schmacht ich wie Kolumbus in dem Kerker,

Ich habe hundert Segel vor den Blicken

Und muß die Lust zum Steuern wohl ersticken !

 

 

 

Tod Napoleons II.

 

Könnt ich an eines Königs Grabe weinen,

Hier flösse endlos meiner Tränen Zoll,

Ich rief den Lüften, flehte zu den Steinen

Und bät die Erde, daß sie weinen soll.

 

Nicht weinen, weil sie dich so früh begraben,

Begraben, ehe eine Welt noch dein;

Nicht darum – größer ist es, nichts zu haben,

Noch größer, als ein Herr der Welt zu sein!

 

Ich weinte nicht, weil etwa du gewaget

Und dann verloren ein gewaltig Spiel,

Ich habe niemals noch den Stern beklaget,

Der nächtlich aus dem dunkeln Äther fiel.

 

Wozu? ist doch der Wünsche Ziel hienieden

Zu sagen: Seht, ich leuchtete einmal!

Man läßt sich willig an den Felsen schmieden,

Wenn man das Feuer erst vom Himmel stahl.

 

Doch Schwingen haben und nicht fliegen können,

Weil schon ein andrer flog zu hoch hinan;

In eignen Gluten tatenlos verbrennen,

Weil schon ein anderer zu viel getan –

 

Das ist’s, was dir mein Mitleid zugewendet;

O tief, o tief beklagenswerter Fluch,

Daß, weil der Vater schon als Held geendet,

Deckt einen Frühling hier das Leichentuch!

 

Allein – ihr seid ja beide nicht die Meinen;

Mein ist das Herz, das in der Hütte bricht;

Um einen Bettler darf die Muse weinen,

Du warst ein Kaiserssohn ich weine nicht.

 

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Georg Herwegh (31 mei 1817 – 7 april 1875)

 

De Duitse schrijver en cabaretier Frank Goosen werd geboren op 31 mei 1966 in Bochum. Zie ook mijn blog van 31 mei 2007.

Uit: Pokorny lacht

 

Jetzt wäre Zeit für die Post gewesen, aber ihm ging nun die Stille im Haus ein wenig an die Nerven. Das passierte meistens eine bis anderthalb Stunden, nachdem er von einer Reise zurückgekommen war. Er legte A Man Alone von 1969 in den CD-Player, die Platte, die Rod McKuen eigens für Sinatra komponiert hatte. Wahre Fans hielten nicht viel von dieser Schaffensphase des Meisters. Zu viele sentimentale Balladen, kein Biss, kein Swing. Friedrich fand, es war die richtige Musik für einen einsamen Mann, der gern heimlich in Selbstmitleid versank.

Er wollte gerade in die Küche gehen und sich endlich der Post zuwenden, als das Telefon klingelte. Es war sein Vater.
“Bist du wieder zu Hause?”
Sag bloß nicht Guten Tag, alter Mann, dir könnte die Zunge im Maul verdorren.
“Hallo Papa, wie geht es dir?”
“Ach, wie soll es mir gehen …” Pause.
So war das immer. Sein Vater rief an, beklagte sich und wartete darauf, dass sein Sohn das Gespräch bestritt. Friedrich tat ihm den Gefallen.
“Was macht der Rücken?”
“Ach, was soll mein Rücken schon machen …”
“Soll ich heute Abend mal vorbeikommen?”
“Tja, wenn du meinst…”
Möchtest du, dass ich vorbeikomme?”
“Also, wenn es dein Terminplan erlaubt…”
“Er erlaubt es.”
“Tja, wenn du einen Teil deiner kostbaren Freizeit mit deinem alten Vater verbringen möchtest…”
Friedrich atmete hörbar aus. Konnte sein Vater überhaupt noch einen Satz sagen, der nicht in drei Punkten endete?
“Also, wenn dir das alles zu viel wird”, sagte der alte Pokorny, “dann bleib lieber zu Hause.”
“Ich komme am frühen Abend vorbei.”
“Sehr genaue Zeitangabe!”
“Gegen sieben.”
“Gegen
sieben? Na ja, dein alter Vater hat ja nichts mehr vor. Der sitzt nur blöd rum und wartet darauf, dass der Herr Sohn mal vorbeikommt.”
“Ich bin um Punkt sieben bei dir. Zufrieden?”
“Ich weiß nicht. Hört sich an, als wäre es eine enorme Überwindung für dich.” “Das stimmt nicht. Also um sieben?” “Tja, wenn du meinst…”
Sie legten auf.”

 

Frank_Goosen03

Frank Goosen (Bochum,  31 mei 1966)

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Tieck werd op 31 mei 1773 geboren in Berlijn. Zie ook mijn blog van 28 april 2006 en ook mijn blog van 31 mei 2007.

Uit: Die Freunde

 

“Vielgeliebter Freund!

Ich weiß nicht, warum Du mich so ganz vergessen hast, daß ich gar keine Nachrichten von Dir erhalte. Darüber verwunderte ich mich nicht, daß die Menschen mich verlassen, aber das betrübt mich inniglich, daß auch Du Dich gar nicht um mich kümmerst. Ich bin gefährlich krank, ein Fieber erschöpft alle meine Kräfte; wenn Du noch länger zögerst, mich zu besuchen, so kann ich Dir nicht versprechen, ob Du mich noch wiedersiehst. Die ganze Natur lebt auf und fühlt sich frisch und kräftig, nur ich sinke ermattet zurück; mich erquickt die neue Wärme nicht, ich sehe die grüne Flur nicht, nur den Baum, der vor meinem Fenster rauscht und meinen Gedanken lauter Totenlieder singt. Meine Brust ist enge, der Atem wird mir schwer, und manchmal scheint es mir, als würden die Wände meines Zimmers immer dichter zusammenrücken und mich so erdrücken. Ihr übrigen in der Welt feiert jetzt die schönste Zeit des Lebens, und ich muß hier in der Krankenbehausung verschmachten. Ich wollte gern den Frühling aufgeben, wenn ich nur Dein liebes Angesicht noch einmal wiedersehn könnte; aber ihr Gesunden denkt nie ernsthaft daran, was es eigentlich zu sagen habe, wenn man krank ist, wie teuer uns dann in der Hülflosigkeit der Besuch des Freundes ist; ihr wißt die kostbaren Minuten des Trostes nicht zu schätzen, weil euch die ganze Welt mit warmer, inniger Freundschaft umfängt. Ach wenn ihr den schrecklichen Tod und das noch schrecklichere Kranksein so kenntet, wie ich! O Ludwig, wie würdest Du dann eilen, um diese zerbrechliche Form schnell noch einmal wiederzuerkennen, die Du bisher Deinen Freund nanntest und die nachher so unbarmherzig in Stücke geschlagen wird. Wenn ich gesund wäre, würd ich Dir entgegeneilen und mir einbilden, Du könntest in diesem Augenblicke vielleicht krank liegen. Wenn ich Dich nicht wiedersehn sollte, so lebe wohl. –.“

tieck

Ludwig Tieck (31 mei 1773 – 28 april 1853)

 

 

De Oostenrijkse schrijver, toneelspeler en regisseur Gabriel Barylli werd geboren op 31 mei 1957 in Wenen. Zie ook mijn blog van 31 mei 2007.

Uit: Wer liebt, dem wachsen Flügel

 

Und ist es nicht so, daß jede Blume einen Boden hat, aus dem sie erwächst? Es ist so. Und ist es nicht so, daß die Liebe als eine geistig-seelische Pflanze abhängig ist von dem Nährboden des kulturellen Umfeldes, auf dem sie steht? Auch das wird Ihre Zustimmung finden, hoffe ich.
Nun ist es doch also so, daß für die Formen der Liebe, die wir heutzutage als die unsrigen bezeichnen, unsere Welt, in der wir leben, die Formgebung vollzieht. Etwas einfacher gesagt, in einer Welt voller Vielfalt erlebt auch die Liebe eine Formenvielfalt. So weit, so gut. Was mich nur wundert, ist, daß Sie mir noch nicht ins Wort gefallen sind. Darf ich uns beide zu großer Wachsamkeit aufrufen!
Wir haben soeben stillschweigend akzeptiert, daß es eine Frage der Welt ist, in der eine Liebe blüht, um zu erkennen, welche Formen die Liebe in dieser Welt annehmen kann … Ja, was heist denn das? Heißt das nicht, daß wir stillschweigend akzeptieren, daß die Liebe abhängig ist? Abhängig von der Region, in der sie blüht … Abhängig von der Musik, die sie prägt … Abhängig von den Gottesbildern, den Menschenbildern, den Männerbildern, den Frauenbildern, die in der Welt, in der sie blüht, beherrschend sind? Abhängig von der Landestracht – und glauben Sie mir, es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man bei sommerlichen Temperaturen alle Straßen von blitzkurzen Miniröcken leuchten sieht oder auf dem Bazar in Assuan Frauen nur daran erkennt, daß diese langen, schwarzen, dicken Striche in der Menge einen Korb auf dem Kopf balancieren.
Sehen Sie, worauf ich mit unserem Weckruf hinauswill? Wir gehen immer noch stillschweigend davon aus, daß die Liebe zwischen einer Frau und einem Mann nichts Absolutes ist … Nichts Absolutes. Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz wiederholen soll, um auch mir selbst seine Tragweite bewußt zu machen. Die Liebe ist nichts Absolutes. Nichts Absolutes. Sie ist nichts Absolutes, zumindest in der Art, wie wir mit ihr umgehen.
Ich glaube, unser Hauptproblem liegt in der Tatsache, daß wir in unserem Leben zwei Dinge vermischen. Wir wissen alle aus den heiligsten Tiefen unserer wortlosen Seele, daß die Liebe etwas Absolutes ist. Die Sonne ist absolut. Der Wind ist absolut. Wasser ist absolut. Feuer und Erde sind absolut.”

 

Barylli

Gabriel Barylli (Wenen, 31 mei 1957)

Saint-John Perse, Walt Whitman, Georg Herwegh, Frank Goosen, Ludwig Tieck, Gabriel Barylli

De Franse dichter en diplomaat Saint-John Perse (eigenlijk Marie-René-Alexis Saint-Léger) werd geboren op 31 mei 1887 in Saint-Léger-les-Feuilles op Guadeloupe. Zijn jeugd bracht hij door op de Franse Antillen. Hij kerde met zijn familie naar Frankrijk terug in 1898 en ging politieke wetenschappen en rechten studeren in Bordaux. In 1914 trad hij in de diplomatieke dienst. Hij maakte reizen naar Korea, China, Japan en Mongolië. Na WO I werd hij adviseur van minister van Buitenlandse Zaken Aristide Briand. In 1929 werd hij benoemd tot Directeur des Affaires politiques. Wegens zijn afwijzende houding tegenover de verzoenende politiek ten opzichte van Duitsland werd hij in 1940 uit zijn functies ontheven. Hij verloor het Franse staatsburgerschap en raakte zijn totale vermogen kwijt. Hij emigreerde naar de VS en werkte daar als adviseur van de Library of Congress. Na WO II werd hij gerehabiliteerd, maar pas in 1959 keerde hij naar Frankrijk terug. In 1960 ontving Saint-John Perse de Nobelprijs voor literatuur.

 

Chant pour un équinoxe


L’autre soir, il tonnait, et sur la terre aux tombes j’écoutais retentir
cette réponse à l’homme, qui fut brève, et ne fut que fracas.
Amie, l’averse du ciel fut avec nous, la nuit de Dieu fut notre intempérie,
et l’amour, en tous lieux, remontait vers ses sources.
Je sais, j’ai vu, la vie remonte vers ses sources, la foudre ramasse ses outils dans les carrières désertées,
le pollen jaune des pins s’assemble aux angles des terrasses,
et la semence de Dieu s’en va rejoindre en mer les nappes mauves du plancton.
Dieu l’épars nous rejoint dans la diversité.
*
Sire, maître du vol, voyez qu’il neige, et le ciel est sans heurt, la terre franche de tout bât :
terre de Seth et de Saül, de Che Houang-ti et de Cheops.
La voix des hommes est dans les hommes, la voix du bronze dans le bronze, et quelque part au monde
où le ciel fut sans voix et le siècle n’eût garde,
un enfant naît au monde dont on ne sait la race ni le rang,
et le génie frappe à coups sûrs aux lobes d’un front pur.
Ô Terre, notre Mère, n’ayez souci de cette engeance : le siècle est prompt, le siècle est foule, et la vie va son cours.
Un chant se lève en nous qui n’a connu sa source et qui n’aura d’estuaire dans la mort :
équinoxe d’une heure entre la Terre et l’homme.

 

perse

Saint-John Perse (31 mei 1887 – 20 september 1975)

 

De Amerikaanse dichter Walt Whitman werd geboren op 31 mei 1819 in Westhills, Long Island, New York. Hij geldt als een van de grondleggers van de moderne Amerikaanse poëzie. Zie ook mijn blog van 31 mei 2006.

For You, O Democracy

Come, I will make the continent indissoluble,

I will make the most splendid race the sun ever shone upon,

I will make divine magnetic lands,

With the love of comrades,

With the life-long love of comrades.

 

I will plant companionship thick as trees along all the rivers of America,

and along the shores of the great lakes, and all over the prairies,

I will make inseparable cities with their arms about each other’s necks,

By the love of comrades,

By the manly love of comrades.

 

For you these from me, O Democracy, to serve you ma femme!

For you, for you I am trilling these songs.

 

 

When I Heard at the Close of the Day

When I heard at the close of the day how my name had been receiv’d
with plaudits in the capitol, still it was not a happy night for
me that follow’d,
And else when I carous’d, or when my plans were accomplish’d, still
I was not happy,
But the day when I rose at dawn from the bed of perfect health,
refresh’d, singing, inhaling the ripe breath of autumn,
When I saw the full moon in the west grow pale and disappear in the
morning light,
When I wander’d alone over the beach, and undressing bathed,
laughing with the cool waters, and saw the sun rise,
And when I thought how my dear friend my lover was on his way
coming, O then I was happy,
O then each breath tasted sweeter, and all that day my food
nourish’d me more, and the beautiful day pass’d well,
And the next came with equal joy, and with the next at evening came
my friend,
And that night while all was still I heard the waters roll slowly
continually up the shores,
I heard the hissing rustle of the liquid and sands as directed to me
whispering to congratulate me,
For the one I love most lay sleeping by me under the same cover in
the cool night,
In the stillness in the autumn moonbeams his face was inclined toward me,
And his arm lay lightly around my breast–and that night I was happy.

 

Whitman

Walt Whitman (31 mei 1819 – 26 maart 1893)

 

De Duitse dichter Georg Herwegh werd geboren in Stuttgart op 31 mei 1817. Herwegh was een radicaal-democraat: in 1839 beledigde hij, als tegenstander van de dienstplicht, een officier en moest naar Zwitserland vluchten, waar hij in Emmishofen belandde. Aldaar schreef hij verhandelingen voor de Deutsche Volkshalle, en hij kwam in contact met werkliedenverenigingen. De publicatie, in 1841, van zijn politieke gedichtenbundel Gedichte eines Lebendigen was een nooit gezien succes: In 1848 greep in Frankfurt een liberale revolutie plaats; Herwegh trad op als voorzitter van het comité van de Duitse revolutionairen en leidde een mars op Baden. De revolte mislukte echter en Herwegh moest naar Zwitserland vluchten. Tijdens zijn ballingschap in Zürich kwam hij in contact met Ferdinand Lasalle; hij schreef het beroemd geworden Bundeslied für den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein en steunde de Sozialdemokratische Arbeiterpartei. In 1866 werd hem amnestie verleend: hij vestigde zich te Baden-Baden en werkte in zijn latere leven nog voor de Volksstaat, een sociaal-democratische krant. Deze latere periode werd gekenmerkt door zware kritiek op Bismarck, die in 1870 en 1871 de Elzas en Lotharingen annexeerde. Van alle dichters uit de Vormärz was hij wellicht de meest politieke.

 

Protest

1841

 

Solang ich noch ein Protestant,

Will ich auch protestieren,

Und jeder deutsche Musikant

Soll’s weiter musizieren!

Singt alle Welt: Der freie Rhein!

So sing doch ich. Ihr Herren, nein!

Der Rhein, der Rhein könnt freier sein

So will ich protestieren.

Kaum war die Taufe abgetan,

Ich kroch noch auf den Vieren,

Da fing ich schon voll Glaubens an,

Mit Macht zu protestieren,

Und protestiere fort und fort,

O Wort, o Wind, o Wind, o Wort,

O selig sind, die hier und dort,

Die
ewig protestieren.

Nur eins ist not, dran halt ich fest

Und will es nit verlieren,

Das ist mein christlicher Protest,

Mein christlich Protestieren.

Was geht mich all das Wasser an

Vom Rheine bis zum Ozean?

Sind keine freien Männer dran,

So will ich protestieren.

Von nun an bis in Ewigkeit

Soll euch der Name zieren:

Solang ihr Protestanten seid,

Müßt ihr auch protestieren.

Und singt die Welt: Der freie Rhein!

So singet: Ach! Ihr Herren, nein!

Der Rhein, der Rhein könnt freier sein,

Wir müssen protestieren.

 

 

Das Lied vom Hasse
1841

Wohlauf, wohlauf, über Berg und Fluß

Dein Morgenrot entgegen,

Dem treuen Weib den letzten Kuß,

Und dann zum treuen Degen!

Bis unsre Hand in Asche stiebt,

Soll sie vom Schwert nicht lassen;

Wir haben lang genug geliebt

Und wollen endlich hassen!

Die Liebe kann uns helfen nicht,

Die Liebe nicht erretten;

Halt du, o Haß, dein Jüngst Gericht,

Brich du, o Haß, die Ketten!

Und wo es noch Tyrannen gibt,

Die laßt uns keck erfassen;

Wir haben lang genug geliebt

Und wollen endlich hassen!

Wer noch ein Herz besitzt, dem soll’s

Im Hasse nur sich rühren;

Allüberall ist dürres Holz,

Um unsre Glut zu schüren.

Die ihr der Freiheit noch verbliebt,

Singt durch die deutschen Straßen:

“Ihr habet lang genug geliebt,

O lernet endlich hassen!”

Bekämpfet sie ohn Unterlaß,

Die Tyrannei auf Erden,

Und heiliger wird unser Haß

Als unsre Liebe werden.

Bis unsre Hand in Asche stiebt,

Soll sie vom Schwert nicht lassen;

Wir haben lang genug geliebt

Und wollen endlich hassen!

 

Herwegh

Georg Herwegh (31 mei 1817 – 7 april 1875)

 

De Duitse schrijver en cabaretier Frank Goosen werd geboren op 31 mei 1966 in Bochum. Daar studeerde hij ook geschiedenis, politicologie en germanistiek. Van 1992 toto 2000 trad hij samen met Jochen Malmsheimer met groot succes op als duo Tresenlesen. Zij wonnen verschillende prijzen. Sinds de opheffing van het duo is Goosen succesvol als schrijver. Zijn roman Liegen lernen werd in 2003 verfilmd.

 

Werk o.a. : Pokorny lacht (2003), Mein Ich und sein Leben (2004), Pink Moon (2005)

 

Uit: Liegen lernen (2000)

 

“Im September 1998 stürzte ein Mann frühmorgens vornüber aus einer im Souterrain gelegenen Kreuzberger Kneipe in eine Pfütze brackigen Regenwassers und fühlte sich nun bereit für einen abschließenden Döner. Sein Leben als verantwortungsloses, bindungsunfähiges, triebhaftes Arschloch war definitiv an einem Tiefpunkt angekommen. Gegenüber war eine Plakatwand, auf der stand: »Wir werden nicht alles anders, aber vieles besser machen!« Der Mann war knapp über dreißig, ungewaschen und unrasiert und hatte seit einigen Tagen nicht mehr richtig geschlafen. Fast schien es, als wolle er liegenbleiben, da in der Pfütze. Einfach liegenbleiben, ging ihm durch den Kopf. Aber der große breite Wirt mit der hohen Stimme und die fünf stummen Biker würden sicher etwas dagegen haben. Und ob das häßliche, magere Mädchen, das seit Stunden im Schneidersitz in ein Mineralwasser hineinmeditiert hatte, sich für ihn verwenden würde, war mehr als fraglich. Aus der Kneipe kam chinesische Musik.”

 

goosen

Frank Goosen (Bochum,  31 mei 1966)

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Tieck werd op 31 mei 1773 geboren in Berlijn. Zie ook mijn blog van 28 april 2006.

 

War es dir, dem diese Lippen bebten

War es dir, dem diese Lippen bebten,
Dir der dargebotne süße Kuß?
Gibt ein irdisch Leben so Genuß?
Ha! wie Licht und Glanz vor meinen Augen schwebten,
Alle Sinne nach den Lippen strebten!

In den klaren Augen blickte
Sehnsucht, die mir zärtlich winkte,
Alles klang im Herzen wieder,
Meine Blicke sanken nieder,
Und die Lüfte tönten Liebeslieder.

Wie ein Sternenpaar
Glänzten die Augen, die Wangen
Wiegten das goldene Haar,
Blick und Lächeln schwangen
Flügel, und die süßen Worte gar
Weckten das tiefste Verlangen;
O Kuß, wie war dein Mund so brennend rot!
Da starb ich, fand ein Leben erst im schönsten Tod.

 

Tieck

Ludwig Tieck (31 mei 1773 – 28 april 1853)

 

De Oostenrijkse schrijver, toneelspeler en regisseur Gabriel Barylli werd geboren op 31 mei 1957 in Wenen. In 1979 kreeg hij een aanstelling aan het Weense Burgtheater. Daarna volgden het Berlijnse Schillertheater, de Salzburger Festspielen en het Theater in der Josefstadt, Wenen. In 1990 debuieerde Barylli als filmacteur in Der Schüler Gerber van Wolfgang Glück, naar een roman van Friedrich Torberg. Sinds het midden van de jaren tachtig is hij ook als schrijver werkzaam.

 

Werk o.a.: Folge dem gelben Steinweg (1991), Nachmittag am Meer (1997), Wer liebt, dem wachsen Flügel (1999), Wo beginnt der Himmel (2004)

 

Uit: Butterbrot (1989)

 

„Frauen alles zu verzeihen, nur weil man mit ihnen ins Bett gehen möchte, ist Selbstmord.
Ich kenne keine einzige, die nicht genau wüsste, dass sie mit den Männern alles machen kann, was sie will – nur weil die begonnen haben, sich auf das Spiel einzulassen – und dieses Spiel der Spiele nennt man Liebe. Die Karten sind ungerecht verteilt, und das weiß jeder, der sich an den Tisch setzt, denn auch das gehört zu dieser Partie. Einer hat die Hände voller Asse, der andere hat nur Kreuz-Sieben.
Mein Gott, was soll´s – ich habe aufgehört – ich will nicht mehr – der Jackpot ist geleert – ich geh nach Haus.
Nach Haus…
Ein schönes Wort – es stimmt nicht mehr, weil alles nicht mehr stimmt, wenn man anfängt, die Augen aufzumachen und der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Besser gesagt – wenn die Wahrheit einem die Augen öffnet, und man nicht mehr anders kann, als hinzusehen und zu erkennen, dass die Erde keine Scheibe ist.
Durchschaubar!“

 

Barylli

Gabriel Barylli (Wenen, 31 mei 1957)