Leon de Winter, Keto von Waberer, August Derleth, Alain Mabanckou, Yüksel Pazarkaya

De Nederlandse schrijver Leon de Winter werd geboren in ’s-Hertogenbosch op 24 februari 1954. Zie ook alle tags voor Leon de Winter op dit blog.

 

Uit: Malibu (Vertaald door Hanni Ehlers)

„Joop buckte sich und zog den rosa Rucksack zu sich heran. Auf dem erleuchteten Display des Handys sah er den Namen seiner Tochter. Er druckte auf die Gesprachstaste.

“Hi, Schatz”, sagte er.

Aber aus dem Apparat kam eine unbekannte Stimme.

“Hier Dr. Hemmings, Cedars-Sinai Medical Center. Spreche ich mit Mr. Koopman?”

Er sagte Kuhpm’n, mit langgezogenem u: und verschlucktem e, wie alle hier.

“Ja, mit dem sprechen Sie”, antwortete Joop verwundert.

“Ich dachte, meine Tochter riefe an. Telefonieren Sie mit deren Handy?”

“Tut mir leid, das ich Sie storen mus”, sagte die Stimme,

“aber sind Sie der Vater von Mirjam Helen Koopman?”

“Ja, der bin ich, wieso fragen Sie… wie war noch Ihr Name?”

“Dr. Hemmings. Ich bin leitender Arzt der Notaufnahme hier im Krankenhaus. Ihre Tochter wurde vor einer halben Stunde eingeliefert. Sie liegt jetzt auf der Intensivstation.

Ich mus Sie bitten… konnen Sie sofort ins Krankenhaus kommen?”

Der Mann faselte wirres Zeug. Ein Irrer, der irgendeine Nummer wahlte und den Leuten einen Mordsschrecken einjagte.

“Wovon reden Sie? Mir ist ja vollig unklar, wovon Sie reden.”

“Ich verstehe Ihre Emp⁄ndungen, aber ein Irrtum ist leider ausgeschlossen. Ihre Tochter Mirjam Koopman ist hier eingeliefert worden. Nach einem schweren Unfall. Es ist wirklich wichtig, das Sie herkommen.”

“Meine Tochter, wie kann denn das sein? Woher wollen Sie wissen, das es meine Tochter ist? Und ich weis ja gar nicht, wer Sie sind, das ist ein befremdliches Gesprach, mus ich sagen.”

 

Leon de Winter (’s-Hertogenbosch, 24 februari 1954)

Lees verder “Leon de Winter, Keto von Waberer, August Derleth, Alain Mabanckou, Yüksel Pazarkaya”

Erich Loest, Jacques Presser, Friedrich Spielhagen, Erich Pawlu, Luc Verbeke, Wilhelm Grimm

De Duitse schrijver Erich Loest werd geboren op 24 februari 1926 in Mittweida. Zie ook alle tags voor Erich Loest op dit blog.

 

Uit: Prozesskosten

Erzählt soll werden von politischen Umwälzungen in der Sowjetunion, in Polen und Ungarn und von Gerichtsverfahren in der tiefen DDR, in die ein Schriftsteller verwickelt war, Erich Loest, hier meist L. genannt, auch “Mark” in der Sprache des Ministeriums für Staatssicherheit, oder 23/59, so meldete er sich gegenüber dem Anstaltspersonal in seiner Zuchthauszeit. Dieses Wort erinnert an Fritz Reuters “Ut mine Festungstid”; nach Todesurteil und Begnadigung hatte er sieben verlorene Jahre zu beklagen. Karl May, L.s Landsmann, verfügte ebenfalls über sieben Jahre diesbezüglicher Erfahrung. Aus dem Bericht in der dritten Person wird nach zwei Jahrzehnten und einigen Buchkapiteln ein Zusammenfließen möglich sein: Der Chronist und sein Objekt vereinen sich zum schlichten ich. Von flankierenden Prozessen ist die Rede, von einer Phase, “Tauwetter” genannt nach einem schwachen Roman von Ilja Ehrenburg. Sie dauerte neun Monate und wurde von demselben Mann beendet, der sie ausgelöst hatte. Ein Bericht also aus einem Abstand von fünfzig Jahren – diese Spanne scheint nötig, um zu werten durch Vergessen. Andererseits wird es Zeit, denn allmählich geben die Letzten von damals den Löffel ab.
Am 24. Februar 1956 feierte L. seinen 30. Geburtstag. Er war verheiratet mit Annelies, die wie er aus Mittweida stammte, um sie waren ihre Kinder Thomas und Brigitta. Sie wohnten in Leipzig in der Oststraße auf 126 Quadratmetern mit Kachelöfen und hohen Türen, mit Parkett in den Zimmern zur Straße hin. Die Fenster hatten durch den Luftdruck von Kriegsbomben gelitten und schlossen miserabel. An der Rückfront bröckelte Putz ab, Nässe drang ein, Sturzwasser aus einer defekten Regenrinne spülte Ziegel frei. L. durfte sich Schriftsteller nennen mit zwei Romanen und drei Erzählungsbänden. Er hatte sich breitschlagen lassen, dem soeben gegründeten Literaturinstitut in Leipzig als namhafter Student ein Stück Fassade zur Verfügung zu stellen.”

 

Erich Loest (Mittweida, 24 februari 1926)

Lees verder “Erich Loest, Jacques Presser, Friedrich Spielhagen, Erich Pawlu, Luc Verbeke, Wilhelm Grimm”