Pol Hoste, Flannery O’Connor, Jaime Sabines, Peter Van Straaten, Toni Cade Bambara, Jacques Bens

De Vlaamse schrijver Pol Hoste werd geboren in Lokeren op 25 maart 1947. Zie ook alle tags voor Pol Hoste op dit blog.

 

Oranje

We gaan voorbij aan conjuncturen, genietend van
verfijnd textiel, lezen bedrukte stof uit verre
loonlanden en eten zandgebak. Soms komt een liedje
aangewaaid, een stem of pauk of gamelan. Dan verliezen
we de draad. De naald wijst naar het noorden.

 

Sepia

Een plantkundige snijdt een fluit van rozelaar,
meeldauw smaakt naar torren. Ter bestudering van de
biotoop tript in zijn spoor de cocaïnehoer. Zij spant
haar nylondraden. Mijn tongpunt glijdt langs feilloos
werk, het zuiverste gekoelde boren, een zilverpijn.
Ieder heeft zijn werktuigen.

 

 
Pol Hoste (Lokeren, 25 maart 1947)

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Menno van der Beek

De Nederlandse dichter en vertaler Menno van der Beek werd geboren op 25 maart 1967 in Rotterdam. Van der Beek werd opgeleid tot organisch chemicus. Hij is werkzaam als computerprogrammeur. Vanaf 2002 is hij medewerker aan een langlopend her-vertaalproject van alle Hebreeuwse psalmen. Van der Beek is sinds 2004 poëzieredacteur van het literaire tijdschrift Liter. Hij was medewerker aan o.a. Woordwerk, Zulma, Meander en Rottend Staal. In 1999 debuteerde hij met de bundel “Vergezocht”, in 2002 gevolgd door “Waterdicht”. Zijn meest recente dichtbundels zijn “Kaddisj”,uit 2006 en “Een Ziektegeschiedenis”,uit 2010.

Vergezocht

Er was een huis waar weinig kon gebeuren,
omdat aan bijna alles was gedacht
en iedereen een plaats had. Elke nacht
vergrendelden we ritueel de deuren.

Er kwamen brieven die ik moest verscheuren
want niemand had van buiten iets verwacht.
Wat nodig was werd achter langs gebracht,
er waren geen contacten met de buren.

Exact het midden was de boekenkast:
verzameling betrouwbare verhalen.
Herhaaldelijk vertelden we elkaar

de waarheid en daar hielden we aan vast:
wie niet vertrekt zal zeker niet verdwalen.
Ik ben op weg terug. Ik zie je daar.

 

SEÑOR

De oren van de paus zijn een herinnering
aan hoe de oren van mijn vader waren
vlak voor het eind. Hier geeft hij, op een foto

Bob Dylan een hand. Bedankt hem voor het zingen
van zijn gelovig repertoire, en Dylan knikt;
ik wist het niet, maar blijkbaar kenden zij elkaar.

En tussen hen is geen verschil van mening
of liefdeloosheid. Men kan veilig alles kwijt.

Wat zijn uw oren groot, heilige vader,
fluistert de kleine man met de gitaar,

jaren van kraakbeen groeien aan uw hoofd:
u moet niet alles wat u hoort geloven.

 

 
Menno van der Beek (Rotterdam, 25 maart 1967)

Am Feste Mariä Verkündigung (Annette von Droste-Hülshoff)

Bij Maria Boodschap

 

 adriaen-van-de-velde
De boodschap aan Maria door Adriaen van de Velde, 1667

 

Am Feste Mariä Verkündigung

Ja, seine Macht hat keine Grenzen,
Bei Gott unmöglich ist kein Ding!
Das soll mir wie mein Nordlicht glänzen,
Da meine Sonne unterging.
Und wie auf blauen Eisesküsten
Steh’ ich zu starrer Winterzeit:
Wie soll ich noch das Leben fristen!
Ach, keine Flamme weit und breit!
Und sieh, er winkt’ dem milden Lenzen,
Daß er die tote Erd’ umfing?
Ja, seine Macht ist ohne Grenzen,
Bei Gott unmöglich ist kein Ding!

O sehet, wie von warmen Zähren
Der Erde hartes Herz zerquillt,
Wie sie, die Blumen sein zu nähren,
Mit Tau die grauen Wimpern füllt!
Auch in die längst erstorbnen Äste
Gießt sich ein Leben wunderbar,
Und alle harren seiner Gäste,
Der Blätter lebensfroher Schar.
Was soll ich denn der Hoffnung wehren,
Daß meiner Zähren Flehn gestillt,
Da ja sogar von warmen Zähren
Der Erde hartes Herz zerquillt?

Kannst du die Millionen Blätter
Aus diesen todten Ästen ziehn
Und aus dem ausgebrannten Wetter
Der Lavafelsen frisches Grün:
Was soll mein Herz zu hart dir scheinen,
Wo doch der gute Wille brennt,
Das sich dir glühend möchte einen,
Wenn es sich starrend von dir trennt?
Und soll nicht, mein allmächt’ger Retter,
Auch mir ein farblos Kraut entblühn,
Da du die Millionen Blätter
Kannst aus den toten Ästen ziehn!

O, möchte nur die Demut keimen!
Vertrocknet ist die Herrlichkeit.
Wohl durft’ ich sonst mir Andres träumen;
Doch wie ein Blitz ist jene Zeit.
Zwar kann ich mich in Reue sehnen,
ich kann verwerfen meine Tat,
Doch nicht erfrischen meine Tränen,
Sie fallen sengend auf die Saat;
Und Frost und Hitze muß sich reimen,
Daß keine Blume mir gedeiht.
O, möchte nur die Demut keimen!
Vertrocknet ist die Herrlichkeit.

So ist doch von den Blumen allen
Marienblümlein milder Art;
Die Blätter erst, die Flocken fallen,
Doch freudig blüht es fort und zart.
Wenn sich des Winters Stürme brechen,
Gleich blickt es freundlich durch den Schnee,
Und naht der Lenz in Regenbächen,
Da steht es in dem kalten See.
O könnt’ ich gläubig niederfallen,
Bis mir das Blümlein offenbart!
Es ist ja von den Blumen allen
Marienblümlein milder Art.

Doch wie das Volk einst vor den Schranken
Um Horebs gottgeweihte Höhn,
So fliehen bebend die Gedanken,
Da sie dies reine Bild erspähn.
Was seh’ ich nur die Feuersäule,
Und nicht die Gnade Gottes drin,
Daß unermeßlich scheint die Steile
Und wie ein Abgrund, wo ich bin?
O Jesus, laß aus diesem Schwanken
Nur nicht das goldne Kalb entstehn,
Wie jenem Volke vor den Schranken
Um Horebs gottgeweihte Höhn!

Und kann ich denn kein Leben bluten,
So blut’ ich Funken wie ein Stein!
Ich weiß es, wo sie stille ruhten,
Ich scheuchte sie in Schlummer ein,
Da ich gesucht, was Leben kündet.
Doch hast du, Herr, mich ausersehn,
Daß ich soll starr, doch festgegründet
Wie deine Felsenmauern stehn:
So brenne mich in Tatengluten
Wie den Asbest des Felsen rein!
Und kann ich dann kein Leben bluten,
So blut’ ich Funken wie ein Stein.

 

 
Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)
Haus Rüschhaus, waar Annette vanaf 1826 woonde, voorjaar