Carl Spitteler, Marcus Clarke, Anthony Trollope, Carl Immermann

De Zwitser dichter, schrijver, essayist en criticus Carl Friedrich Georg Spitteler (eig. Carl Felix Tandem) werd geboren op 24 april 1845 in Liestal bij Basel. Zie ook alle tags voor Carl Spitteler op dit blog.

 

Pfauenauge

Ein kühles Schloß, ein schattiger Palast von Nesseln. –

Dicke Marienkäferchen mit rundem Schild

Reisen geschäftig trippelnd durch die Jalousien.

Zuoberst unterm Dache, am Mansardenfenster

Sitzt äsend eine schwarze, blaugeperlte Raupe.

Plötzlich ein dunkler Tulpenschein verdeckt die Aussicht –

Und schlüpfend in die Nesseln durch das schmale Fenster

Ein Pfauenauge zieht in seine Jugendheimat.

Flatternd durcheilt es die geliebten Säle, rot

Mit blut’gem Flammenlicht erhellend den Palast.

Plötzlich entspringt es durch die Tür. Ein Blitz. Verschwunden.

Aber die Raupe, ob dem Purpurflammenspiel

Jählings erfaßt von unnennbarer Seelensehnsucht,

Steigt auf das Dach und klettert an der steilen Mauer

Empor zum Sims. Daselbst, hangend in freier Luft,

Spinnt sie sich ab von aller Welt und träumt und dichtet.

Ob ihrem Träumen färbt und schildert sich ihr Wesen;

Ob ihrem Dichten füllt sie sich mit rotem Herzblut;

Während die Wintersonne, glitzernd überm Eis,

Schmückt ihr den Helm mit Gold und stählt den Schild und Panzer.

Bis daß nach langer Zeit an einem Mai und Morgen

Die Grille zirpt und schreit die Lerche überm Saatfeld:

Da zwängt und drängt sie sich ans Licht nach heft’gen Krämpfen

Und weint fünf Tropfen zähen Blutes. Plötzlich – ha! –

Bin ich es selbst? Mich dünkt, ich spüre Geist und Flügel!

Es hebt und trägt mich! Auf! empor zum hohen Himmel!

Gefahr zu suchen und die weite Welt zu messen.

Das höchste Los und Glück auf Erden nenn’ ich mein:

Leibhaft zu wissen meinen besten Seelenschein

Und was ich vormals stumm bewundert selbst zu sein.

 

Carl Spitteler (24 april 1845 – 29 december 1924)

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Otto Leixner von Grünberg, L. J. M. Feber, Karl Lappe, Gaston Martens

De Duitse dichter, schrijver, criticus en historicus Otto Leixner von Grünberg werd geboren op 24 april 1847 in Schloß Saar, Mähren.Zie ook alle tags voor Otto Leixner von Grünberg op dit blog.

 

Das verlassene Mädchen

Ich sitze manchen langen Tag

Mit meinem Kind am grünen Hag,

Wo ich an seinem Herzen lag,

Am Herzen lag.

Da nahm er mich in seinen Arm

Und küßte mich so warm, so warm –

Davon mir wurde bittrer Harm,

Ja bittrer Harm.

Sie stießen aus dem Elternhaus

In Nacht und Nebel mich hinaus –

Da ging mir wohl das Lachen aus,

Das Lachen aus.

Ich wäre tot schon sicherlich,

Mein armes Kind, du dauerst mich,

Möcht’ fluchen dir und küsse dich,

Und küsse dich.

 


Otto Leixner von Grünberg (24 april 1847 – 12 april 1907)

Schloß Saar, Mähren

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William Shakespeare, Andrey Kurkov, Pascal Quignard, Peter Horst Neumann

De Engelse dichter en schrijver William Shakespeare werd geboren in Stradford-upon-Avon op, vermoedelijk, 23 april 1564. Zie ook alle tags voor William Shakespeare op dit blog.

Uit: King Lear

„Enter KING LEAR and Fool
KING LEAR
Blow, winds, and crack your cheeks! rage! blow!
You cataracts and hurricanoes, spout
Till you have drench’d our steeples, drown’d the cocks!
You sulphurous and thought-executing fires,
Vaunt-couriers to oak-cleaving thunderbolts,
Singe my white head! And thou, all-shaking thunder,
Smite flat the thick rotundity o’ the world!
Crack nature’s moulds, an germens spill at once,
That make ingrateful man!

Fool
O nuncle, court holy-water in a dry
house is better than this rain-water out o’ door.
Good nuncle, in, and ask thy daughters’ blessing:
here’s a night pities neither wise man nor fool.

KING LEAR
Rumble thy bellyful! Spit, fire! spout, rain!
Nor rain, wind, thunder, fire, are my daughters:
I tax not you, you elements, with unkindness;
I never gave you kingdom, call’d you children,
You owe me no subscription: then let fall
Your horrible pleasure: here I stand, your slave,
A poor, infirm, weak, and despised old man:
But yet I call you servile ministers,
That have with two pernicious daughters join’d
Your high engender’d battles ‘gainst a head
So old and white as this. O! O! ’tis foul!

Fool
He that has a house to put’s head in has a good
head-piece.
The cod-piece that will house
Before the head has any,
The head and he shall louse;
So beggars marry many.
The man that makes his toe
What he his heart should make
Shall of a corn cry woe,
And turn his sleep to wake.
For there was never yet fair woman but she made
mouths in a glass.

KING LEAR
No, I will be the pattern of all patience;
I will say nothing“.

William Shakespeare (23 april 1564 – 23 april 1616)

“King Lear and the Fool in the Storm” door William Dyce (1806-1864)

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Christine Busta, Adelheid Duvanel, Marion Titze, Halldór Laxness, Egon Hostovský

De Oostenrijkse dichteres Christine Busta werd geboren op 23 april 1915 in Wenen. Zie ook alle tags voor Christine Busta op dit blog.

 

Baum im Winter

Seltsame Früchte hat er heut getragen:
im Morgenfrost den roten Sonnenapfel,
am Abend eine Silberschote Mond.

 

Muttersprache

Nicht, was die Mutter sagt,
beruhigt und tröstet die Kinder.
Sie verstehen´s zunächst noch gar nicht.

Wie sie es sagt,
der Tonfall, der Rhythmus,
die Monotonie der Liebe
in den wechselnden Lauten
öffnet die Sinne dem Sinn der Worte,
bringt uns ein in die Muttersprache.

Ein Gleiches
geschieht auch
im Gedicht.

 


Christine Busta (23 april 1915 – 3 december 1987)

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Richard Huelsenbeck, Friedrich von Hagedorn, Max Bolliger, J. P. Donleavy, Maurice Druon

De Duitse dichter, schrijver, essayist en psychoanaliticus Richard Huelsenbeck (Hülsenbeck) werd geboren op 23 april 1892 in Frankenau. Zie ook alle tags voor Richard Huelsenbeck op dit blog.

 

New York ist am Abend wie eine Wiese

New York ist am Abend wie eine Wiese

umsponnen vom Glanz vielfacher Wünsche,

Straßen und Stunden verschwinden im Wirrsal

der Menge. Der Abend ist schwer von Süße.

Hier und da ist noch ein Reiter verspätet

im Park, wo die Rufe der Liebenden hallen.

Seen liegen, von Fischen entgrätet

wie Tote, flach und verlassen von allen.

Das Karusell, wo die Kinder sich drehten und lachten

am Tag ist nun ein Gespenst, dem Schatten entglitten

und da, wo die Matrosen um Wein und Wette geritten

warten Figuren in hölzernen Trachten.

Irgendwo in New York schlägt die Uhr der Nacht,

an der Battery vielleicht, wo die Dampfer passieren.

Vater und Mutter haben gewacht

bei offenen Türen.

Glücklich die Reichen, die in ihren Betten

vom Sommer träumen, aber auch sie drehen sich

schlaflos, wenn des Morgens neue Schwüle

ödes Gleichmaß verspricht.

 

Richard Huelsenbeck (23 april 1892 – 20 april 1974)

Hans Richter, Marcel Duchamp, en Richard Huelsenbeck

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Vladimir Nabokov, Jan de Hartog, Björn Kern, Chetan Bhagat, Peter Weber, Jos de Haes

De Rüssisch-Amerikaanse schrijver Vladimir Vladimirovic Nabokov werd geboren in St. Petersbürg, op 22 april 1899. Zie ook alle tags voor Vladimir Nabokov op dit blog.

Üit: Lolita

“I was extremely fond of her, despite the rigidity–the fatal rigidity–of some of her rules. Perhaps she wanted to make of me, in the fullness of time, a better widower than my father. Aunt Sybil had pink-rimmed azure eyes and a waxen complexion. She wrote poetry. She was poetically superstitious. She said she knew she would die soon after my sixteenth birthday, and did. Her husband, a great traveler in perfumes, spent most of his time in America, where eventually he founded a firm and acquired a bit of real estate.

I grew, a happy, healthy child in a bright world of illustrated books, clean sand, orange trees, friendly dogs, sea vistas and smiling faces. Around me the splendid Hotel Mirana revolved as a kind of private universe, a whitewashed cosmos within the blue greater one that blazed outside. From the aproned pot-scrubber to the flanneled potentate, everybody liked me, everybody petted me. Elderly American ladies leaning on their canes listed toward me like towers of Pisa. Ruined Russian princesses who could not pay my father, bought me expensive bonbons. He, mon cher petit papa, took me out boating and biking, taught me to swim and dive and water-ski, read to me Don Quixote and Les Misérables, and I adored and respected him and felt glad for him whenever I overheard the servants discuss his various lady-friends, beautiful and kind beings who made much of me and cooed and shed precious tears over my cheerful motherlessness.”

 


Vladimir Nabokov (22 april 1899 – 2 jüli 1977)

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Thommie Bayer, Ana María Shua, Louise Glück, Robert Choquette, James Philip Bailey

De Duitse schrijver, musicus en schilder Thommie Bayer werd geboren op 22 april 1953 in Esslingen am Neckar. Zie ook alle tags voor Thommie Bayer op dit blog.

Uit: Das Aquarium

“Aber auf dem untersten Absatz wurde ich langsamer. Wie sollte ich an dem Kerl im Auto vorbeikommen? Und wie an dem vor der Hauswartswohnung? Nachdenken. Ich blieb stehen.
Vielleicht lag auch darin meine Chance: Ich gehe ins Haus, der Mann im Auto ruft die anderen mit seinem Handy an, und sie brechen die Aktion ab. Ich riss die Tür auf und ging stur, ohne auf das Auto zu achten über die Strasse.
Atmen. Die Tür fiel hinter mir zu.
Der vor der Hauswartswohnung tat so, als habe er sich in der Tür geirrt und wolle gerade wieder gehen, als er mich sah. Ich musste weitergehen. Atmen. Der konnte mir jetzt einfach in den Rücken fallen und mich niederschlagen oder abstechen, aber er schlenderte Richtung Ausgang. Ich ging die Treppe hoch.
Sie kamen mir schon vom dritten Stock entgegen. Der eine hatte ihren Laptop unterm Arm, und die Sporttaschen, die sie beide, inzwischen nicht mehr über den Schultern, sondern in den Händen trugen, wirkten gut gefüllt. Sie nickten mir zu, ich nickte zurück und ging weiter nach oben.
Auf dem Absatz machte ich halt. Meine Knie waren wie aus Watte, ich hielt mich am Geländer fest, bis ich die Haustür unten zufallen hörte.
Ich rannte runter und raus, sah den Transporter schon in die Kreuzung einbiegen und hörte eine Polizeisirene. Na toll. So schlau. Mit Sirene ankommen, damit der Einbrecher auch schön gewarnt ist. Ich ging schnell über die Strasse und zurück in meine Wohnung. Ich hetzte so, dass ich kaum noch Luft bekam, als ich endlich wieder oben war und zum Fenster ging.“

 

Thommie Bayer (Esslingen am Neckar, 22 april 1953)

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Madame de Staël, Henry Fielding, Michael Schulte, Cabrera Infante, Ludwig Renn

De Franse schrijfster Madame de Staël werd in Parijs geboren op 22 april 1766. Zie ook alle tags voor Madame de Staël op dit blog.

Uit: De l’Allemagne

Il y a dans les poèmes épiques, et dans les tragédies des Anciens, un genre de simplicité qui tient à ce que les hommes étaient identifiés à cette époque avec la nature, et croyaient dépendre du destin comme elle dépend de la nécessité. L’homme, réfléchissant peu, portait toujours l’action de son âme au-dehors; la conscience elle-même était figurée par des objets extérieurs, et les flambeaux des Furies secouaient les remords sur la tête des coupables. L’événement était tout dans l’antiquité, le caractère tient plus de place dans les temps modernes; et cette réflexion inquiète, qui nous dévore souvent comme le vautour de Prométhée, n’eût semblé que de la folie au milieu des rapports clairs et prononcés qui existaient dans l’état civil et social des Anciens.
On ne faisait en Grèce, dans le commencement de l’art, que des statues isolées; les groupes ont été composés plus tard. On pourrait dire de même, avec vérité, que dans tous les arts il n’y avait point de groupes; les objets représentés se succédaient comme dans les bas-reliefs, sans combinaison, sans complication d’aucun genre. L’homme personnifiait la nature; des nymphes habitaient les eaux, des hamadryades les forêts : mais la nature à son tour s’emparait de l’homme, et l’on eût dit qu’il ressemblait au torrent, à la foudre, au volcan, tant il agissait par une impulsion involontaire, et sans que la réflexion pût en rien altérer les motifs ni les suites de ses actions. Les Anciens avaient pour ainsi dire une âme corporelle, dont tous les mouvements étaient forts, directs et conséquents, il n’en est pas de même du cœur humain développé par le christianisme : les modernes ont puisé, dans le repentir chrétien, l’habitude de se replier continuellement sur eux-mêmes.”

 

Madame de Staël (22 april 1766 – Parijs, 14 juli 1817)
Portret doorLouis-Ami Arlaud-Jurine, ca 1805

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Gert W. Knop

De Duitse dichter, graficus en  illustrator Gert W. Knop werd geboren op 22 April 1943 in Darmstadt. Hij studeerde tropische landbouw in Duitsland en Schotland. Knop nam deel aan tentoonstellingen in Chili, Mannheim, Praag, en Vanuatu en ontving verschillende internationale prijzen. Hij verbleef voor langere tijd in Chili, Israël, Sri Lanka, Papoea-Nieuw-Guinea en Vanuatu om er te werken. Knop schrijft poëzie en korte verhalen in het Duits, Nederlands en Spaans en publiceert eveneens onder het pseudoniem André Steinbach. Werk van hem verscheen in tijdschriften, bloemlezingen en op websites.

Wenn die Zeit gekommen ist…

Wenn dann die Zeit gekommen ist
von dieser Welt zu geh’n
dann lasst mich ruh’n unter Zypressen
und nahe einem Feld mit Roggen
wo noch der Mohn und auch Kornblumen steh’n.
Und lasst dem weißen Totenhemd so fein
selbst in der tiefsten Nacht noch seinen Schein.
Doch keine Rosen sollt ihr legen,
denn Blüten welken viel zu schnell
und lasst den roten Mond
hoch oben sich bewegen
für alle sichtbar hell

Gert W. Knop (Darmstadt, 22 April 1943)

Charlotte Brontë, Patrick Rambaud, John Mortimer, Peter Schneider, María Elena Cruz Varela

De Britse schrijfster Charlotte Brontë werd geboren in Thornton op 21 april 1816. Zie ook alle tags voor Charlotte Brontë op dit blog.

 

Uit: Jane Eyre

„This was a demoniac laugh-low, suppressed, and deep-uttered, as it seemed, at the very keyhole of my chamber door. The head of my bed was near the door, and I thought at first the goblin-laugher stood at my bedside- or rather, crouched by my pillow: but I rose, looked round, and could see nothing; while, as I still gazed, the unnatural sound was reiterated: and I knew it came from behind the panels. My first impulse was to rise and fasten the bolt; mynext, again to cry out, ‘Who is there?’ Something gurgled andmoaned. Ere long, steps retreated up the gallery towards the third- storey staircase: a door had lately been made to shut in that staircase; I heard it open and close, and all was still.
‘Was that Grace Poole? and is she possessed with a devil?’ thought I. Impossible now to remain longer by myself: I must go to Mrs.Fairfax. I hurried on my frock and a shawl; I withdrew the bolt and opened the door with a trembling hand. There was a candle burning just outside, and on the matting in the gallery. I was surprised at this circumstance: but still more was I amazed to perceive the air quite dim, as if filled with smoke; and, while looking to the right hand and left, to find whence these blue wreaths issued, I became further aware of a strong smell of burning.
Something creaked: it was a door ajar; and that door was Mr.Rochester’s, and the smoke rushed in a cloud from thence. I thought no more of Mrs. Fairfax; I thought no more of Grace Poole,or the laugh: in an instant, I was within the chamber. Tongues of flame darted round the bed: the curtains were on fire. In the midst of blaze and vapour, Mr. Rochester lay stretched motionless, in deep sleep.“

 

Charlotte Brontë (21 april 1816 – 31 maart 1855)

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