François Cheng, Adam Kuckhoff, Jiří Orten, Libuše Moníková, Mary Wollstonecraft Shelley

De Chinees-Franse dichter, schrijver en vertaler François Cheng werd geboren op 30 augustus 1929 in Nanchang in China. Hij schrijft gedichten, essays, romans en boeken over beeldende kunst. Ook vertaalde hij enkele Franse schrijvers in het Chinees. In 1973 kreeg hij het Franse staatsburgerschap en in 2002 werd hij als eerste Aziaat lid van de Académie française. Voor Le Dit de Tianyi kreeg hijin 1998 de Prix Femina.

 

Uit : LE DIT DE TIANYI

 

” Rien qu’à me le demander, je ressens combien nous sommes différents, combien aussi nous sommes complémentaires. Haolang aura toujours été cet être qui s’arrache à la terre la plus charnelle, qui va droit de l’avant ou qui s’efforce de s’élever vers l’air libre des hauteurs coûte que coûte, vaille que vaille, fût-ce au prix d’atroces blessures infligées à lui-même et aux autres. Tandis que moi, j’aurai été cet être qui vient d’ailleurs et qui sera perpétuellement choqué par ce qu’offre cette terre. Si en dépit de tout je garde intacte en moi cette capacité d’étonnement et d’émerveillement, c’est que sans cesse je suis porté par les échos d’une très lointaine nostalgie dont j’ignore l’origine. Cette voix prenante qui à présent nous enveloppe tous deux ne peut provenir, bien entendu, que de Yumei, elle qui nous avait totalement aimés l’un et l’autre et qui avait reconnu justement cette différence et cette complémentarité dont elle n’avait pu se passer. “


“Au sortir de la famine, Haolang et moi, pareils à tant d’autres, nous nous découvrons vieillis mais vivants. La trop longue faim a miné les organes ; le trop long froid a glacé la moelle et érodé les os. La peau, pendante et flasque, a noirci. Et pas un mouvement de notre corps qui n’avive les douleurs accumulées. Pas un mouvement de notre corps, cependant, qui n’aspire au fou désir d’être à nouveau. Nous sommes devenus des demi-sauvages, à l’image de cette terre à laquelle nous demeurons fatalement liés. Nous ne nous imaginons plus vivant dans une autre région soumise à l’emprise d’une dictature plus forte encore. Cloués sur ce sol du Grand Nord, sans attache ailleurs, ne finissons-nous pas, mentalement par consentir à cet espace dont la dureté minérale devient, à nos yeux l’emblème de la grandeur et de la pureté ? Les dirigeants des camps, éprouvés eux-mêmes, ne se hasardent pas à revenir à la discipline de fer d’avant la famine. Notre camp porte maintenant le nom anodin de « ferme collective ». Nous partageons une chambre. La porcherie est incorporée à une structure d’ensemble. Nous n’avons plus à nous occuper, à part la participation ponctuelle à des travaux collectifs, que des potagers… et toujours, hélas ! des latrines, certes passablement améliorées. Notre indépendance est à ce prix. En dehors du travail obligatoire, chacun, disposant d’un temps à lui, peut exercer une activité jugée « correcte ». Non loin des camps et autour des bourgs, des villages commencent à se former, habités par des familles d’anciens militaires et d’artisans et par de nouveaux venus dans la région. Celle-ci ayant été fertilisée par la sueur et le sang des pionniers est devenue plus exploitable, en dépit de son climat hostile »

 

Cheng

François Cheng (Nanchang, 30 augustus 1929)

 

De Duitse dichter, schrijver en verzetsstrijder Adam Kuckhoff werd geboren op 30 augustus 1887 in Aken. Hij studeerde rechten, germanistiek, geschiedenis en filosofie aan de universiteiten van Freiburg/Breisgau, München, Heidelberg, Berlijn en Halle (Saale). Met een werk over Friedrich Schiller promoveerde hij in 1912 tot doctor in de filosofie. In 1913 sloot hij in Düsseldorf ook nog een opleiding tot acteur en regie-assistent af. Hij werkte daarna o.a. als dramaturg en als lector bij een uitgeverij. Al vanaf het begin van het Derde Rijk had  Kuckhoff contact met linkse verzetskringen. Nadat zijn eigen groep ontdekt was werd hij op 12 september 1942 door de Gestapo in Praag opgepakt. Hij werd in februari 1943 ter dood veroordeeld en een half jaar later werd het vonnis in Berlijn voltrokken. Na 1945 kreeg hij in de DDR erkenning als verzetsheld. Veel van zijn werk, onstaan tijdens de republiek van Weimar, werd pas na zijn dood uitgegeven.

 

Der Tod ist nicht schwer-

Schwimme hinaus, Schwimmer,
hafte nicht an der Küste.
Das Wasser ist schon die andre.
Wer an der hängt, die er verließ,
ist kein Schwimmer, er hat nie geschwommen.

Daß ihn der Tod erwarte,
schrecke ihn nicht:
Auch der ist Küste.
Der Aufbruch gilt,
der ohne Rückkehr ist.

 

Ich fürchtete den Tod,
bevor ich ihn sah.
Aber dann sah ich den Sterbenden
und den Toten.

 

Es ist schwer zu sterben,
aber der Tod ist nicht schwer.
Möchte ich denken,
daß es nicht schwer ist,
wenn ich ihn sterben soll,
ob er mich von innen befällt,
ob er eine Kugel ist
in den Hinterkopf.

 

Der Vater starb,
er war alt, aber noch rüstig.
Ich fand ihn vollendet.
Ein Freund starb
in der Mitte des Lebens.
Er hatte geschaffen, was er vermochte.
Ich fand ihn vollendet.
Ein Flieger fiel herunter,
er hatte alles Glück erfahren,
aber das Unglück wartete sichtbar auf ihn.
Ich fand ihn vollendet.

 

So brich denn auf
und denke nicht, was dich erwartet.
Einmal ist es immer der Tod,
darum fürchte ihn nicht.

 

 

Zwiegespräch

Du, wach auf! Ich will dich etwas fragen.
„Ich bin wach, mein anderes Ich, nur sprich.“
Kannst du dich, daß es so ist, beklagen?
„Mich beklagen? Oder meinst du dich?“

 

Mich denn: ja, den Bessern von uns beiden.
Mich, der alles schuf, was du vollbracht.
„Lieber Freund, du bist nicht sehr bescheiden,
Was hast du getan? Geformt? Gedacht?“

 

Ja, geformt: in bleibenden Gestalten!
Ja, gedacht: das dauernde Gesetz.
War was andere von mir gehalten,
was du selbst, nur blinkendes Geschwätz?

 

„Nein, du Lieber, du hast Recht zur Klage.
Ewig schade, was mit dir vergeht.
Was als Antwort auf so manche Frage
noch in deinen dunklen Blicken steht.

 

Aber— “ Aber? Zürne nicht wieder.
Sieh, ich tat nicht halb soviel wie du.
Dennoch beugt’s die Stirne mir nicht nieder,
dennoch presst es nicht das Herz mir zu.

 

Fühlst du unter uns dich auserlesen,
sag mir doch: wo kam es mit dir hin,
wäre ich nicht grade der gewesen,
der ich – und für dich! – geworden bin.

 

Sind wir nicht untrennbar ineinander,
meins so Deines wie das Deine mein?
Im Gedröhn der Zeitenwende kann der
Dichter nur ein Hauch von ihrem Sturme sein!

 

kuckhoff1

Adam Kuckhoff (30 augustus 1887 –  5 augustus 1943)

 

 

De Tsjechische dichter Jiří Orten (eig. Jiří Ohrenstein) werd geboren op 30 augustus 1919 bij Kutná Hora. Zie ook mijn blog van 30 augustus 2007.

 

 

A Small Elegy

My friends have left. Far away, my darling is asleep.
Outside, it’s as dark as pitch.
I’m saying words to myself, words that are white
in the lamplight and when I’m half-asleep I begin
to think about my mother. Autumnal recollection.
Really, under the cover of winter, it’s as if I know
everything – even what my mother is doing now.
She’s at home, in the kitchen. She has a small child’s stove
toward which the wooden rocking horse can trot,
she has a small child’s stove, the sort nobody uses today, but
she basks in its heat. Mother. My diminutive mom.
She sits quietly, hands folded, and thinks about
my father , who died years ago.
And then she is skinning fruit for me. I am in
the room. Sitting right next to her. You’ve got to see us,
God, you bully, who took so much. How
dark it is outside! What was I going to say?
Oh, yes, now I remember. Because
of all those hours I slept soundly, through calm
nights, because of all the loved ones who are deep
in dreams – Now, when everything’s running short,
I can’t stand being here by myself. The lamplight’s too strong.
I will not live long.

 

Vertaald door Lyn Coffin

 

Orten

Jiří Orten (30 augustus 1919 – 1 september 1941)

 

 

De Duitstalige, Tsjechische schrijfster Libuše Moníková werd geboren op 30 augustus 1945 in Praag. Zie ook mijn blog van 30 augustus 2007.

 

Uit: Der Taumel

 

Eine Bahnfahrt nach S., in die kleine Stadt, wo er eine Klasse junger Restaurateure ausbildete. Zweimal Umsteigen. Das Schwindelgefühl hatte in der letzten Zeit zugenommen, dazu Magenschmerzen, Flirren vor Augen, Kribbeln in Arm und Bein, beide kalt und starr vor mangelnder Durchblutung. Die Tasche von Station zu Station schwerer geworden als bei seinem Aufbruch von zu Hause. Dabei hatte er sie mehrmals in der Hand gewogen, überlegt, was noch zurückbleiben sollte. Er hatte den Inhalt aufs Minimum reduziert, die Bücher, aus denen er lesen wollte, die Malerutensilien. Die Pyjamahose, die er nie trug, ließ er zu Hause liegen, auch die Handtasche, so daß er die Bücher für den Vortrag in einer Plastiktüte tragen würde, was provinziell aussah. Darüber hatte er nie nachgedacht, die Leute sollten ihn so nehmen, wie er war, wie die Barnabasschen den Landvermesser. Eine Frau auf dem Sitz über den Gang nieste dreimal, laut, ohne Taschentuch, jedesmal fuhr er zusammen, erschrocken. So weit war es also schon mit ihm gekommen. Der Personalwechsel bot den Kontrolleuren Gelegenheit, ihn wieder zu wecken, nach den Fahrscheinen zu fragen, ihn suchen zu lassen. Bei jeder Fahrscheinkontrolle, in der Straßenbahn, in der Metro, im Bus, zuckte er zusammen, wie ertappt, und suchte nach dem Fahrschein, den er jedesmal sorgfältig aufbewahrte und dann doch nicht finden konnte. In den unmöglichsten, unwahrscheinlichsten Ecken und Taschen, in den mitgeführten Büchern suchte er vergeblich, in den Außen- und Innentaschen des Mantels und der Reise- und Handtasche, dann war er im Portemonnaie, wohin er ihn sorgfältig gesteckt hatte, neben dem Geld für die Strafgebühr, die er schon bereit war zu zahlen, froh darüber, daß er genügend bei sich hatte. Der Kontrolleur, der schon seinen Strafzettel gezückt und bereits angefangen hatte, ihn auszufüllen, war enttäuscht wie die Mitfahrenden, auch gereizt wegen der verlorenen Zeit, in der sich die übrigen Schwarzfahrer bereits in einen anderen Wagen zurückziehen konnten, weit genug, die nächste Station ohne Kontrolle zu erreichen, oder auf die Toiletten zu gehen und sich dort noch andere Tricks und Ausreden zu überlegen. Notfalls gar nicht zu öffnen und einen Ohnmachtsanfall vorzutäuschen. Brandls Ohnmachtsanfälle ließen die Kontrolleure völlig kalt, sie bemerkten sie gar nicht. Er versuchte sie auch zu vertuschen. Lächelte zur Entschuldigung, wenn er geschlafen hatte und von ihnen grob geweckt wurde. Nicht sie, er entschuldigte sich. Sie schlugen bestenfalls einen jo
vialen Ton an, wie um seine Schwäche, als wäre es sein Fehler, zu überspielen. Nicht sie, er war an der Verzögerung schuld, er war der Sand im Getriebe, in dem sie das Öl waren, mit ihrem jovialen Ton, ihren Schmerbäuchen und Plattfüßen.“

 

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Libuše Moníková (30 augustus 1945 – 12 januari 1998)

 

Zie voor onderstaande schrijfster ook mijn blog van 30 augustus 2007.

 

De Engelse schrijfster Mary Wollstonecraft Shelley werd geboren op 30 augustus 1797. Zie ook mijn blog van 30 augustus 2006.