John Rechy, Joseph von Eichendorff, Friedrich Schlegel, Jakob Wassermann, Hilde Van Cauteren, Karel van de Woestijne

De Amerikaanse schrijver John Rechy werd geboren op 10 maart 1934 in El Paso, Texas. Zie ook alle tags voor John Rechy op dit blog.

Uit: The Life and Adventures of Lyle Clemens

“A grand hotel, aptly named the Texas Grand Hotel, continued to assert a stubborn pride in its Spanish terra cotta architecture and its ornate dining room. Bonnie and Clyde stayed there one night-“before their bloodiest raid.” So did Judy Garland and Clark Gable-“separately”-on their way to the mineral springs in the nearby City of Mineral Wells. The hotel remained almost guestless now, new travelers choosing to stay in one of several motels that border the main highway with sizzling electric signs.
During two occasions, the Texas Grand sprang to full life-when its chandeliered dining room was taken over for “big weddings” and when its rooms were occupied by evangelical preachers here for the twice-a-year Gathering of Souls, a loud, quivery orgy of sermons and healings held at the local Pentecostal Hall and later televised through a mega-network of stations headquartered at the Lord’s Headquarters in Anaheim, California.
(…)

Lyle Clemens’s journey to become the Mystery Cowboy who appeared naked on Hollywood Boulevard might be said to have begun years before his birth, perhaps during a certain time of the year when Eulah Love, Sylvia’s mother, prepared to speak in tongues at the Gathering of Souls. An isolated unhappy woman with no friends, often glowering at her daughter as if she did not recognize her but was nevertheless angry at her, Eulah left her small house only to attend religious meetings, and when otherwise necessary. As if to underscore her drab existence, dry vines drooped over her house-a cluster of feeble green here and there struggling out-only in summer-in contrast to the tidiness of other houses nearby.
Why her mother was so hostile to her was a mystery to Sylvia from as far back as she could remember. Even an ordinary child’s question would arouse her ire.
“Why did you name me Sylvia?”
“Because it’s a name.”
“Why is our last name Love?”
“Ha!” Eulah laughed without mirth.
Eulah’s revival meetings terrified Sylvia and had made her wonder, at a very early age, what kind of God would inspire such frightening shrieks and trembling.”

 

 
John Rechy (El Paso, 10 maart 1934)

 

De Duitse dichter en schrijver Joseph von Eichendorff werd op 10 maart 1788 op het slot Lubowitz in Ratibor geboren. Zie ook alle tags voor Joseph von Eichendorff op dit blog.

Uit: Aus dem Leben eines Taugenichts

„Indem, wie ich mich so umsehe, kömmt ein köstlicher Reisewagen ganz nahe an mich heran, der mochte wohl schon einige Zeit hinter mir drein gefahren sein, ohne daß ich es merkte, weil mein Herz so voller Klang war, denn es ging ganz langsam, und zwei vornehme Damen steckten die Köpfe aus dem Wagen und hörten mir zu. Die eine war besonders schön und jünger als die andere, aber eigentlich gefielen sie mir alle beide. Als ich nun aufhörte zu singen, ließ die ältere stillhalten und redete mich holdselig an: «Ei, lustiger Gesell, Er weiß ja recht hübsche Lieder zu singen.» Ich nicht zu faul dagegen: «Euer Gnaden aufzuwarten, wüßt ich noch viel schönere.» Darauf fragte sie mich wieder: «Wohin wandert Er denn schon so am frühen Morgen?» Da schämte ich mich, daß ich das selber nicht wußte, und sagte dreist: «Nach Wien»; nun sprachen beide miteinander in einer fremden Sprache, die ich nicht verstand. Die jüngere schüttelte einige Male mit dem Kopfe, die andere lachte aber in einem fort und rief mir endlich zu: «Spring Er nur hinten mit auf, wir fahren auch nach Wien.» Wer war froher als ich! Ich machte eine Reverenz und war mit einem Sprunge hinter dem Wagen, der Kutscher knallte, und wir flogen über die glänzende Straße fort, daß mir der Wind am Hute pfiff.
Hinter mir gingen nun Dorf, Gärten und Kirchtürme unter, vor mir neue Dörfer, Schlösser und Berge auf, unter mir Saaten, Büsche und Wiesen bunt vorüberfliegend, über mir unzählige Lerchen in der klaren blauen Luft – ich schämte mich, laut zu schreien, aber innerlichst jauchzte ich und strampelte und tanzte auf dem Wagentritt herum, daß ich bald meine Geige verloren hätte, die ich unterm Arme hielt.“

 

 
Joseph von Eichendorff (10 maart 1788 – 26 november 1857)
Cover

 

De Duitse dichter, vertaler en filosoof Karl Wilhelm Friedrich von Schlegel werd geboren op 10 maart 1772 in Hannover. Zie ook alle tags voor Friedrich Schlegel op dit blog.

 

Am Abend

Der schwarze Mantel will sich dichter falten,
die freundlichen Gespräche sind verschollen.
Wo allen Wesen tief Gesang entquollen,
da muß die stumme Einsamkeit nun walten.

Es darf den großen Flug das Herz entfalten
und Phantasie nicht mehr der Täuschung zollen.
Was farbig prangt, muß bald ins Dunkel rollen,
nur unsichtbares Licht kann nie veralten.

Willkommen, heilge Nacht, in deinen Schauern!
Es strahlt in dir des Lichtes Licht den Frommen,
führt ihn ins große All aus engen Mauern.

Er ist ins Innre der Natur gekommen
und kann um irdschen Glanz nun nicht mehr trauern,
weil schon die Binde ihm vom Haupt genommen.

 

An die Freundin

Mich traf, ich weiß nicht wie, ein süß Verlangen,
Sogleich mit dir zu sterben.
Es dünkte mich, wir gingen
Im Grün, die Stirn vom Morgenstrahl getroffen,
Weit, weit von Menschenspuren.
Im Steigen hören wir die Lerche singen,
Das Auge lächelt auf die stillen Fluren,
Des Berges Höh’ schon nah, wo froh wir wagen,
Die Freiheit zu erwerben.
Nun wirst den Freund du, Freudenreiche fragen:
»Warum willst du verderben?« –
Ich sah mich selbst, mein Wesen klar und offen;
Erreicht das Ziel, das alle Wünsche hoffen,
Wenn sie sich nicht beschränken.
Wie wenig alles, muß ich seitdem denken.

 


Friedrich von Schlegel (10 maart 1772 – 11 januari 1829)
Portret door von Franz Gareis, 1801

 

De Duitse schrijver Jakob Wassermann werd geboren op 10 maart 1873 in Fürth. Zie ook alle tags voor Jakob Wassermann op dit blog.

Uit: Alexander in Babylon

Einer von den Suchenden stieß ein mißtönendes Triumphgeschrei aus. Neben einer aufgewehten Düne hatte er eine Pfütze mit brackigem, stinkendem Wasser entdeckt; er lag schon bis zum Gürtel darin und trank nicht nur mit den Lippen, sondern mit dem ganzen Gesicht. Schwer atmend warfen sich andere neben ihn und tranken lautlos, bemüht, ihren Fund geheimzuhalten. Ihre Körper erstarrten vor Wollust.
Aber als hätten sie das Wasser in der Luft gerochen, erfuhren es die nahe lagernden Scharen der Messenier. Mit kraftlos wankenden Beinen stürzten sie herbei und verloren unterwegs Helme und Mützen. Nach wenigen Augenblicken bezeichnete ein Haufen von Gliedmaßen, Rümpfen und Köpfen die Stelle, wo vorher das elende Rinnsal gewesen, und Hunderte von Zuspätkommenden scharrten heulend im Sand.
Keine Schlafesruhe herrschte im weithin verstreuten Lager, sondern die bleierne Stille vollständiger Ermattung. Die Sterne brannten groß und rot, die Milchstraße lief als weißglühendes Band von einem Saume des Himmels zum andern. Da und dort hockten Söldner aufrecht und lauschten mit fiebernder Angst auf das ferne Gebrüll wilder Tiere.
Spät nachts schlich ein Fußsoldat zu einem Gepäckwagen, wo Pferde angebunden waren. Mit dem kurzen Schwert durchschnitt er einem der Tiere den Hals; er sank zu gleicher Zeit mit ihm nieder, als es zusammenstürzte, und ließ das herausschießende Blut in seinen verdorrten Rachen strömen.
Als der Morgen kam, lief der Arkader Amissos zu seinem Rottenführer. Ohne zu sprechen, das hohlwangige Gesicht von Freude gebläht, deutete er in die Ferne.
Viele sahen hinüber: Zypressen hoben ihre grünen Leiber über den Rand der Wüste, und dahinter war etwas wie ein schimmerndes Dach, auf Säulen gestützt. Einige begannen schon zu jauchzen, da, als hätte ein Sturm es fortgeblasen, war das entzückende Gebild hinweg.“

 

 
Jakob Wassermann (10 maart 1873 – 1 januari 1934)

 

De Vlaamse dichteres Hilde Van Cauteren werd geboren 10 maart 1967 in Hamme. Zie ook alle tags voor Hilde Van Cauteren op dit blog.

 

Schepping

In het begin was er hygiëne, een set
steriele naalden en een soort van god,
zot van eenzaamheid. De eerste dag
werd een volk genaaid als therapie.

In de boost van een soort goddelijke
fantasie werd op dag drie een zitbal
opgeblazen tot planeet. Dag twee
werd doorgebracht in kille isolatie.

In het duivelse plezier van dag vier
werden volk en planeet een soort
van oneindige gang ingeschopt.
De week was op, de dwangbuis lokte.

 

 
Hilde Van Cauteren (Hamme, 10 maart 1967)

 

De Vlaamse dichter en schrijver Karel van de Woestijne werd geboren te Gent op 10 maart 1878. Zie ook alle tags voor Karel van de Woestijne op dit blog.

 

Ziekte, oude troosteres

– Ziekte, oude Troosteres, wier woorden wégen…

– ‘O Gij, mijn zoon, die duldig leven mag
van ’t glooiënd denken aan een verre liefde-lach:
ik zie hoe in uw oog dromen als zwanen zegen.’

– Ja, ik ben goéd. Maar ‘k wilde vrédig zijn…

– ‘Mijn leéuwrik! Gij, die door de nachten heen-gedrongen,
de vreugd van de enig-eeuw’ge zonne hebt gezongen,
draagt ge de rúst niet meer van de een’ge zonneschijn?’

– Maar ik ben moé: ‘k wou in uw woorden slápen…

– ‘Mijn lome bloem in avond-water; o mijn kind;…
ik zal u sussen; gij zult rusten; gij zúlt slapen,
gij, die de Liefde draagt die niemand heeft bemind.’

 

Gelijk een arme, blinde hond

Geljk een arme, blinde hond
van alle troost verstoken,
dwaal ‘k door de zoele avond rond
en ruik de lente-roken.

Er waart – lijk om een vrouwe-kleed
waar oude driften in hangen –
er waart een geur van schamper leed
en van huilend-moe verlangen.

En ‘k dwaal, een blinde hond gelijk,
door dralige lente-roken,
mijn hart van alle liefden rijk,
mijn hart van liefde verstoken.

 

De luchten hangen vol dagen

De luchten hangen vol dagen, –
De dagen hangen vol smart…
Ik zal te zwak zijn, om te dragen
Wat mij de wereld tegen-sart;

Ik zal te ziek zijn, om te wezen
Wat uw wil star me tegen-slaat,
O mijne dade’ : allene wezen
Die door ’t gewoel bang henen gaat.

Ik, die te trots ben om te leven
In stalen palen enkle tijd:
Ik zal te moe zijn om te weven
Het pal werk van ene eeuwigheid…

En mijn lede armen moeten schragen
De buisende onmacht die me tart
Uit luchten, dreigend vol dagen,
Veel dagen hangend vol smart.

 

 
Karel van de Woestijne (10 maart 1878 – 24 augustus 1929)
Hier met zijn vrouw Mariette in Oostende

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 10e maart ook mijn drie blogs van 10 maart 2013.