Siegfried Sassoon, Anthonie Donker, Clemens Brentano, Wilhelm Raabe, Eduard Mörike, Perikles Monioudis

De Engelse dichter Siegfried Sassoon werd geboren op 8 september 1886 in Brenchley, Kent. Zie ook mijn blog van 8 september 2010 en eveneens alle tags voor Siegfried Sassoon op dit blog.

Aftermath

Have you forgotten yet?…
For the world’s events have rumbled on since those gagged days,
Like traffic checked while at the crossing of city-ways:
And the haunted gap in your mind has filled with thoughts that flow
Like clouds in the lit heaven of life; and you’re a man reprieved to go,
Taking your peaceful share of Time, with joy to spare.
But the past is just the same–and War’s a bloody game…
Have you forgotten yet?…
Look down, and swear by the slain of the War that you’ll never forget.

Do you remember the dark months you held the sector at Mametz–
The nights you watched and wired and dug and piled sandbags on parapets?
Do you remember the rats; and the stench
Of corpses rotting in front of the front-line trench–
And dawn coming, dirty-white, and chill with a hopeless rain?
Do you ever stop and ask, ‘Is it all going to happen again?’

Do you remember that hour of din before the attack–
And the anger, the blind compassion that seized and shook you then
As you peered at the doomed and haggard faces of your men?
Do you remember the stretcher-cases lurching back
With dying eyes and lolling heads–those ashen-grey
Masks of the lads who once were keen and kind and gay?

Have you forgotten yet?…
Look up, and swear by the green of the spring that you’ll never forget.

 

Suicide In The Trenches

I knew a simple soldier boy
Who grinned at life in empty joy,
Slept soundly through the lonesome dark,
And whistled early with the lark.

In winter trenches, cowed and glum,
With crumps and lice and lack of rum,
He put a bullet through his brain.
No one spoke of him again.

You smug-faced crowds with kindling eye
Who cheer when soldier lads march by,
Sneak home and pray you’ll never know
The hell where youth and laughter go.

 

Thrushes

Tossed on the glittering air they soar and skim,
Whose voices make the emptiness of light
A windy palace. Quavering from the brim
Of dawn, and bold with song at edge of night,
They clutch their leafy pinnacles and sing
Scornful of man, and from his toils aloof
Whose heart’s a haunted woodland whispering;
Whose thoughts return on tempest-baffled wing;
Who hears the cry of God in everything,
And storms the gate of nothingness for proof.

 
Siegfried Sassoon (8 september 1886 – 1 september 1967)
James Wilby (l) als Sassoon en Stuart Bunce als Wilfried Owen in de film “Regeneration” uit 1997

Bewaren

 

De Nederlandse dichter, letterkundige, schrijver, essayist en literair vertaler Anthonie Donker (Nicolaas Anthonie Donkersloot ) werd geboren in Rotterdam op 8 september 1902. Zie ook alle tags voor Anthonie Donker op dit blog.

 

Verblijfpas

Gaandeweg wordt het mij duidlijk
dat ik een vreemdeling ben
in Jeruzalem, in Amsterdam,
overal waar ik kom
in een wereld onverlost,
uit een andere wereld gedrost‚
nergens geheel op mijn plaats
ga ik verbijsterd om,
en ik ben maar door blijven loopen
in den doffen slaapzwaren nacht
door de leege wakende straten
van de omgekeerde stad,
of ik iets in die desolate
woestijn nog te zoeken had.
Doch omdat ik geen adem kan scheppen
buiten dat waar ik op wacht,
alleen door het zinneloos hopen
dat ik plotseling vleugels zal reppen,
dwaal ik onophoudelijk om,
en mijn holle voetstap weerkaatst
hard tegen blinde muren,
maar mijn stem, mijn stem blijft stom.
O wereld niet te verduren,
toch kan ik hier niet vandaan
die losprijs heb ik bedongen
en ik vraag het nu voor het laatst –

 

De droom
 
Dit somber land is niet mijn vaderland,
De tuinen van den droom zijn altijd groen.
Hier welken wilde rozen, en mijn hand
Is moe van wat zij later nog zal doen.
 
Alles bevreemdt mij wat op aard geschiedt.
Er staat een jongen naar een zwaan te kijken,
Zóó onbekommerd en los van verdriet –
Een vrede die ik nooit meer kan bereiken.
 
Regen en sneeuw en zon en maan en wind.
Waarom hebben wij ons op weg begeven?
Het eindigt evengoed als het begint.
 
Er is zooveel voorbij, zooveel nog komend.
De dag moest zonder avond zijn gebleven
En ik hier eeuwig van Assisi droomend.

 
Anthonie Donker (8 september 1902 – 26 december 1965)

 

De Duitse dichter en schrijver Clemens Brentano werd geboren op 8 september 1778 in Ehrenbreitstein. Zie ook mijn blog van 8 september 2010 en eveneens alle tags voor Clemens Brentano op dit blog.

Hörst du wie die Brunnen rauschen

Hörst du wie die Brunnen rauschen,
Hörst du wie die Grille zirpt?
Stille, stille, lass uns lauschen,
Selig,  wer in Träumen stirbt.
Selig,  wen die Wolken wiegen,
Wem der Mond ein Schlaflied singt,
O wie selig kann der fliegen,
Dem der Traum den Flügel schwingt,
Dass an blauer Himmelsdecke
Sterne er wie Blumen pflückt:
Schlafe,  träume, flieg’,  ich wecke
Bald Dich auf und bin beglückt.

 

Was reif in diesen Zeilen steht…

Was reif in diesen Zeilen steht,
Was lächelnd winkt und sinnend fleht,
Das soll kein Kind betrüben,
Die Einfalt hat es ausgesäet,
Die Schwermut hat hindurchgeweht,
Die Sehnsucht hat’s getrieben;
Und ist das Feld einst abgemäht,
Die Armut durch die Stoppeln geht,
Sucht Ähren, die geblieben,
Sucht Lieb’,  die für sie untergeht,
Sucht Lieb’,  die mit ihr aufersteht,
Sucht Lieb’,  die sie kann lieben,
Und hat sie einsam und verschmäht
Die Nacht durch dankend in Gebet
Die Körner ausgerieben,
Liest sie, als früh der Hahn gekräht,
Was Lieb’  erhielt,  was Leid verweht,
Ans Feldkreuz angeschrieben,
O Stern und Blume,  Geist und Kleid,
Lieb’,  Leid und Zeit und Ewigkeit!

 
Clemens Brentano (8 september 1778 – 28 juli 1842)
Misel Maticevic als Clemens Brentano in de film “Das Gelübde” uit 2008

 

De Duitse schrijver Wilhelm Raabe werd op 8 september 1831 in Eschershausen geboren. Zie ook mijn blog van 8 september 2010 en eveneens alle tags voor Wilhelm Raabe op dit blog.

Uit: Fabian und Sebastian

“Und sich in die Konkursliste und an den Bettelstab. Ich bitte dich, Baumsteiger, ärgere du mich nicht auch jetzt noch mit dem Narren, dem Fabian! Dies Übel bin ich gewohnt, wie der Mensch ja auch ein hölzern Bein allgemach gewohnt wird, und es ist mir wenigstens gelungen, diese Imbezillität so unschädlich als möglich zu machen. Bleiben wir bei dem Lorenz oder vielmehr seiner Hinterlassenschaft. Bei allem, was sich –«
»Unter Debet und Kredit eintragen läßt, was soll ich mit dieser Hinterlassenschaft anfangen? Nicht wahr, so heißt die Klemme, in der wir festzusitzen glauben?« fragte Hofmedikus Baumsteiger mit einem höchst eigentümlichen und jedenfalls sehr klugen und vielsagenden Blick auf seinen Gast. »Hm, der Attrappenonkel – ”
»Eine Deutsch-Holländerin!« rief Herr Sebastian Pelzmann, auf nichts achtend ringsumher, nur mit sich selber und mit dem Anfang seiner Buße an diesem Abend des Tages Fabian und Sebastian, wo – der Saft wieder in die Bäume geht, beschäftigt.
»Gar nicht tot zu kriegen!« sagte Baumsteiger. »Fünfzehn wundervolle tropische, exotische Mädchenfrühlinge alt, alter Kenner!«
»Jawohl! Auf der Insel Sumatra geboren und wahrscheinlich annähernd so alt, wie du angibst. Jawohl, nette tropische Zustände wird die exotische Pflanze im Hause zur Blüte bringen!«
»Solltest du wirklich nicht dem Onkel Fabian, der sie sich, wie du sagst, heimtückischerweise von seinem Hinterhause aus hinter deinem Rücken verschrieben hat, einfach die Verantwortlichkeit für alles überlassen können?«
Der Onkel Sebastian wehrte mit beiden Händen die Möglichkeit hiervon in einer so energischen Weise ab, daß er fast das Gleichgewicht auf seinem Stuhle verlor.
»Was würde aus dem Hause Pelzmann und Kompanie werden, wenn ich dem nur für acht Tage die Verantwortlichkeit für etwas anderes als die Modellkammer allein überließe? Aus einem Narrenhause ein Tollhaus! O liebster Freund, wer verteilt diese Nerven in dieser nichtsnutzigen Welt? Du bist mein Schulgenosse, mein Hausarzt, und ich rede gegenwärtig zu dir wie zu einem Beichtvater, und es scheint dir in deiner philosophischen Gelassenheit nur ein Nachtischbehagen mehr zu sein, mir gleichfalls noch auf die Nerven zu fallen. So seid ihr aber allesamt, ihr gemütlichen Herren, die ihr es in eurem stoischen Behagen nie zugeben könnt, daß ihr euch wohl in eurer Haut fühlt auf diesem widerwärtigen, langweiligen, abstehenden Erdenball.«

 
Wilhelm Raabe (8 september 1831 – 15 november 1910)
 

 

De Duitse dichter en schrijver Eduard Mörike werd geboren op 8 september 1804 in Ludwigsberg. Zie ook mijn blog van 8 september 2010 en eveneens alle tags voor Eduard Mörike op dit blog.

Im Weinberg

Droben im Weinberg, unter dem blühenden Kirschbaum saß ich
Heut, einsam in Gedanken vertieft; es ruhte das Neue
Testament halboffen mir zwischen den Fingern im Schosse,
Klein und zierlich gebunden: (es kam vom treuesten Herzen
Ach! du ruhest nun auch, mir unvergessen im Grabe!)
Lang so saß ich und blickte nicht auf; mit einem da lässt sich
Mir ein Schmetterling nieder aufs Buch, er hebet und senket
Dunkele Flügel mit schillerndem Blau, er dreht sich und wandelt
Hin und her auf dem Rande. Was suchst du, reizender Sylphe?
Lockt die purpurne Decke dich an, der glänzende Goldschnitt?
Sahst du, getäuscht, im Büchlein die herrlichste Wunderblume?
Oder zogen geheim dich himmlische Kräfte hernieder
Des lebendigen Worts? Ich muss so glauben, denn immer
Weilest du noch, wie gebannt, und scheinst wie trunken, ich staune!
Aber von nun an bist du auf alle Tage gesegnet!
Unverletzlich dein Leib, und es altern dir nimmer die Schwingen.
Ja, wohin du künftig die zarten Füße wirst setzen
Tauet Segen von dir. Jetzt eile hinunter zum Garten,
Welchen das beste der Mädchen besucht am frühesten Morgen,
Eile zur Lilie du – alsbald wird die Knospe sich öffnen
Unter dir; dann küsse sie tief in den Busen: von Stund an
Göttlich befruchtet, atmet sie Geist und himmlisches Leben.
Wenn die Gute nun kommt, vor den hohen Stängel getreten,
Steht sie befangen, entzückt von paradiesischer Nähe,
Ahnungsvoll in den Kelch die liebliche Seele versenkend.

 
Eduard Mörike (8 september 1804 – 4 juni 1875)
Cover

 

De Zwitserse schrijver Perikles Monioudis werd geboren op 8 september 1966 in Glarus. Zie ook alle tags voor Peikles Monoudis op dit blog en ook mijn blog van 8 september 2010.

Uit: Die früheren Bemalungen

„Und dennoch muß es die griechische Sprache gewesen sein, die ich als erste gesprochen habe, als Kind von drei und vier Jahren. Die griechischen Wörter bezeichneten meine erste Welt. Meine Gefühle wurden, wenn von Ausdrücken, dann von griechischen erzeugt und umgekehrt – in meinem Kindchengriechisch – in ihnen gefaßt.
Ich spielte zwar mit anderen Kindern vor dem Haus, aber zu meiner lingua franca wurde Deutsch wohl spätestens im Kindergarten, mit sechs.
Seitdem lerne ich Griechisch, indem ich es an meinem Deutsch abgleiche. Ein Wort, das ich auf griechisch lerne, verstehe ich oft zunächst nur durch seine deutsche Entsprechung.
Ich betrete den Blumenladen. Der Besitzer kommt auf mich zu. Wir tauschen ein paar Sätze zu den Lilien da. Er hält mich für einen Landsmann, akzentfrei, wie ich rede. Er stutzt erst, als ich die Lilien auf griechisch nicht zu bezeichnen vermag.
An der Hand einmal meines Vaters, einmal meiner Mutter nahm ich den Weg zum Kindergarten unter die Füße. Noch bevor der Tag hell war, betrat ich das flache Gebäude am Rand des Dorfes. Eine Abneigung gegen den Kindergarten hatte ich schon am ersten Tag gefühlt. Obwohl die Beleuchtung im Innern mehr als ausreichend war, muteten mich die grünen Vorhänge, die kleinen Bänke und Tische, das Linoleum gelblich an. Klein und gedrungen erscheint mir das Mobiliar nicht nur in der Erinnerung. Für mich, den wohlgenährten Jungen von sechs Jahren, war der Tisch bald zu schmal, zu eng der Spielkreis.“


Perikles Monioudis (Glarus, 8 september 1966)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 8e september ook mijn vorige blog van vandaag en ook mijn blog van 8 september 2013 deel 2.

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