Leena Lehtolainen, Karl Krolow, Douglas Adams, Ernst Wichert, Torquato Tasso, Willem Claassen, Patrick Beck

De Finse schrijfster Leena Lehtolainen werd geboren op 11 maart 1964 in Vesanto. Zie ook alle tags voor Leena Lehtolainen op dit blog.

Uit: Tijd om te sterven (Vertaald door Annemarie Raas)

“Nu was Irja dood. Ik haalde nog een cider aan de bar, hoewel ik de eerste al in mijn benen kon voelen. Hoofdinspecteur Mario Kailio had die middag gebeld en gevraagd in hoeverre ik op de hoogte was van het aanhoudende geweld binnen het gezin Ahola. Eén keer had Irja Ahola tegenover haar oudste dochter toegegeven dat de blauwe plekken op haar kaak niet waren ontstaan na een ongelukje met de fiets, maar na een woede-uitbarsting van papa. Pas tijdens het politieverhoor dat na de moord had plaats gevonden was het tot de dochter doorgedrongen dat de verwondingen die haar moeder permanent sierde niet het gevolg waren van mama’s neiging om overal tegenaan te botsen.
(…)

Bij thuiskomst controleerde ik Kalles brievenbus opnieuw. Die was nog verder volgepropt. Er scheen geen licht achter zijn ramen. Onder aan de trap kwam ik de buurvrouw van de verdieping onder de mijne tegen, die me eerst een gelukkig Nieuwjaar wenste en toen begon te roddelen. Iedereen wist dat Kalle was afgevoerd door de politie, maar niemand wist waarom. Ik vermoedde dat ze me wel eens in Kalles gezelschap had gezien en dat ze er nu via mij achter probeerde te komen wat de reden was voor zijn arrestatie. Maar ik zei dat ik geen idee had en sloeg haar aanbod om koffie te komen drinken af.”

 
Leena Lehtolainen (Vesanto, 11 maart 1964)

 

De Duitse dichter en schrijver Karl Krolow werd geboren op 11 maart 1915 in Hannover. Zie ook alle tags voor Karl Krolow op dit blog.

Von einem Land und vom anderen

Man glaubt’s nicht, besieht seine Hände,
im Spiegel sein Gesicht:
Deutschland am anderen Ende
und hier – denn man glaubt es nicht −
ÜBER ALLES, hieß es. Man fände
den Reim heute ohne Gewicht.
Es reimt sich doch alles nicht!

Von einem Land und vom andern
weiß man zu wenig, zu viel.
Mit bloßem Wissen und Wandern
verfehlt ein jeder das Ziel.
Und wenn er es schließlich fände: −
Deutschland am anderen Ende
hat anderes Gewicht.
Über alles ringt man die Hände
bloß. Reimen sollte man nicht:
es sei denn, man verschwände
in einem andern Gedicht,
das ruhig von beiden spricht −
vom anderen und dem einen
und fürchtet sich vor keinem.

 

Freier Fall

Logik ist einfach, fast wie Symmetrie.
Ganz anders ist es, wenn du Blumen hauchst
ans kalte Fenster oder wenn du etwas brauchst
wie Wunder. Du bekommst es nie.

Es ist wie Fehlen einer Melodie
in einem Lied, in dem du untertauchst.
Die Fensterblumen blühen und du rauchst
jetzt Stoff als Wunder: Phantasie

ist schön und du bist ohne Vorbehalt
ihr gegenüber. Dir wird kalt.
Mit einem Mal fühlst du nun überall

die kalte Fremde auf der eignen Haut
bis in die Poren und du ahnst, wie laut-
los etwas fehlt. Du spürst den freien Fall.

 
Karl Krolow (11 maart 1915 – 21 juni 1999)
Bronzen beeld door Thomas Duttenhöfer in Darmstadt

 

De Engelse schrijver Douglas Noel Adams werd geboren in Cambridge op 11 maart 1952. Zie ook alle tags voor Douglas Adams op dit blog.

Uit: The Hitchhikers Guide to the Galaxy

“The first part is easy. All it requires is simply the ability to throw yourself forward with all your weight, and the willingness not to mind that it’s going to hurt.
That is, it’s going to hurt if you fail to miss the ground. Most people fail to miss the ground, and if they are really trying properly, the likelihood is that they will fail to miss it fairly hard.
Clearly, it is the second part, the missing, which presents the difficulties.
One problem is that you have to miss the ground accidentally. It’s no good deliberately intending to miss the ground because you won’t. You have to have your attention suddenly distracted by something else when you’re halfway there, so that you are no longer thinking about falling, or about the ground, or about how much it’s going to hurt if you fail to miss it.
It is notoriously difficult to prize your attention away from these three things during the split second you have at your disposal. Hence most people’s failure, and their eventual disillusionment with this exhilarating and spectacular sport.
If, however, you are lucky enough to have your attention momentarily distracted at the crucial moment by, say, a gorgeous pair of legs (tentacles, pseudopodia, according to phyllum and/or personal inclination) or a bomb going off in your vicinty, or by suddenly spotting an extremely rare species of beetle crawling along a nearby twig, then in your astonishment you will miss the ground completely and remain bobbing just a few inches above it in what might seem to be a slightly foolish manner.
This is a moment for superb and delicate concentration. Bob and float, float and bob. Ignore all consideration of your own weight simply let yourself waft higher. Do not listen to what anybody says to you at this point because they are unlikely to say anything helpful. They are most likely to say something along the lines of “Good God, you can’t possibly be flying!” It is vitally important not to believe them or they will suddenly be right.”

 
Douglas Adams (11 maart 1952 – 11 mei 2001)

 

De Duitse schrijver Ernst Wichert werd geboren op 11 maart 1831 in Insterburg. Zie ook alle tags voor Ernst Wichert op dit blog.

Uit: Mutter und Tochter (Litauische Geschichten)

„In einem der ersten Kämpfe um den Besitz Böhmens im Sommer 1866 war mit vielen anderen auch der Landwehrmann Jakubs Endratis gefallen.
Er war ein angesehener Wirt in dem litauischen Dorfe Aßpurtellen gewesen und hatte eine Witwe und ein Töchterlein hinterlassen, das damals erst drei Jahre zählte.
Die Wirtschaft befand sich in ziemlich gutem Zustande. Endratis hatte, nicht lange nachdem er seiner Militärpflicht genügt, das elterliche Grundstück übernommen, seinen Geschwistern eine Abfindung, den beiden Alten aber ein reichliches Ausgedinge sichergestellt. Diese Lasten drückten anfangs nicht gerade schwer, weil man sich gut vertrug, die Altsitzer am Tisch der Kinder aßen und die Geschwister »für die Zinsen« und andererseits gegen die üblichen Dienstleistungen im Hause unterhalten wurden. Die Schwiegertochter hatte etwas eingebracht und noch mehr zu erwarten, deshalb war sie wohlangesehen in der Familie. Bei ihrer Jugend und Unerfahrenheit mochte sie auch wenig geraten finden, ihrer Machtbefugnisse wegen Streit zu beginnen, zumal Jakubs zu seiner Länge von mehr als sechs Fuß auch das Kraftgefühl eines mit soldatischer Derbheit befehlenden Menschen besaß. Selbst von der Schwiegermutter erhielt Urte das Lob, daß sie sich in die Hausordnung immer zu fügen wisse.
Daß Urte freilich nicht ganz das sanfte Täubchen war, für das man sie so lange halten durfte, zeigte sich, als sie – fast drei Jahre nach der Hochzeit erst – Mutter geworden war. Sie schien auf dieses Ereignis nur gewartet zu haben, um ganz unvermutet mit großer Entschiedenheit als die Wirtin aufzutreten. Sie hatte die Schlüssel nicht ohne heftigen, eine Zeitlang selbst erbitterten Kampf behauptet. Auch war die Folge gewesen, daß die Altsitzer nun die vertragsmäßigen Leistungen beanspruchten und zwei von den Geschwistern des Mannes abzogen.“

 
Ernst Wichert (11 maart 1831 – 21 januari 1902)
Pasteltekening van zijn woning in Berlijn, door Ernst Wichert 

 

De Italiaanse dichter Torquato Tasso werd geboren op 11 maart1544 in Sorrento bij Napels. Zie ook alle tags voor Torquato Tasso op dit blog.

Vorzeichen

Ein starrer Schleier hielt die Erd’ umwoben,
Und – Flock’ an Flocke fiel herab der Schnee
In Ihren Schoos, aus dem Apoll ihn eh’
In anderer Gestalt zu sich gehoben;

Da sieh! als Funken all’ die Tröpflein stoben
Umher; das Land ward rings ein Feuersee,
Und, wie am Licht ein Demant, funkelte
Der Himmel, schimmerten die Wolken droben! –

Weil solches Schauspiel meinem Blick sich bot,
Erfuhr ich’s an mir selbst und fühlte weichen
Das Eis und meines Zorns Gewölk zerrinnen.

“Die schöne Sonn’, ach!” rief ich, “die mich innen
Durchglüht, sie naht; es gehn vorher die Zeichen,
Wie vor der andern geht das Morgenroth!”

 

An die Luft

O Luft, die scherzend du durch’s frische Laub
Der Myrten schweifest und der Lorberhaine,
Die bunten Blumen weckst auf Wies’ und Raine
Und lieben Duft uns stiehlst mit süßem Raub,

Ach, bist dem Ruf des Mitleids du nicht taub,
So laß des Muthwills Bahn und richt’ alleine
Dahin die Flügel, wo die, welch’ ich meine,
Lustwandelnd Gras und Veilchen tritt in Staub!

Und trag in deinem weichen Schoos die Klage
Dahin, die sehnend aus der Tiefe ruft,
Wohin voraus längst die Gedanken gingen!

Dann dort von ihren Lippen Rose wage
Für mich zu stehlen einen werthen Duft,
Als Kost ihn meiner Sehnsucht heim zu bringen!

 

Vertaald door Karl Förster

 
Torquato Tasso (11 maart 1544 – 25 april 1595)
Torquato Tasso en Leonora d’Este door Felice Schiavoni, 1839

 

Onafhankelijk van geboortedata:

De Nederlandse schrijver Willem Claassen werd geboren in Beuningen in 1982. Zie ook alle tags voor Willem Claassen op dit blog.

Uit: Vriend

“Hij grijnsde. Ik weet niet of het echt onvriendelijk was. Op dat moment kwam het niet zo op me over, maar achteraf zou je dat lachje best als behoorlijk gemeen kunnen beschouwen.
‘Vrienden?’ vroeg hij.
Ik knikte en wachtte af. Hoe kwetsbaar kun je jezelf opstellen?
‘Dat kost een tientje,’ zei hij.
Hij keek naar de andere jongens, glimlachend, toen weer naar mij.
‘Dat is goed,’ zei ik. ‘Ik zorg ervoor.’
Ik liep weg. Ik kon daar niet langer blijven staan. Mijn vraag had me uitgeput. De rest van de dag bleef ik uit zijn buurt en probeerde aan andere dingen te denken. Maar ik was er nog altijd van overtuigd dat het goed zou komen, dat we misschien wel beste vrienden zouden worden.
De volgende dag had ik het tientje – zakgeld van zoveel weken helpen op de boerderij – los in mijn broekzak zitten. Tijdens de les controleerde ik om de paar minuten of het er nog zat. De bel ging voor het speelkwartier. Op het schoolplein leunde hij tegen een muur aan. Er stonden twee meisjes en een jongen bij hem. Ik stond een eind verderop bij de zandbak en draaide mijn rug naar hem toe. Ik viste het briefje van tien uit mijn broekzak en keek nog een keer of het wel klopte. Misschien had ik me vergist en stond ik daar met een heel ander biljet. Maar het was een blauw briefje, tien gulden.”

 
Willem Claassen (Beuningen, 1982)

 

De Duitse schrijver Patrick Beck (ook wel Patrick Gorre) werd geboren in 1975 in Zwickau. Zie ook alle tags voor Patrick Beck op dit blog.

DIE NACHT

Ich betrachte die Nacht. Sie sieht mich und schiebt den Mond hinter den Horizont. Wasser und Wald gibt sie dieselbe Farbe. Sie trennt die Felder und die Wiesen von den Hügeln, die Hügel vom Land. Sie zieht die Höhe aus den Stufen, aus dem Weg die Länge. Die Luft zer­bricht sie zwischen den Ästen, rückt die Stämme in eine Reihe. Dann nimmt sie die Bögen vom Himmel. Ich gehe ins Haus zurück, halte ein Licht, halte das Haus.

 
Patrick Beck (Zwickau, 1975)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 11e maart ook mijn blog van 11 maart 2012 en eveneens mijn blog van 11 maart 2013.