Maria Verkündigung (Johannes Rothensteiner), Kenneth Rexroth

Bij de 4e zondag van de Advent

 

De Annunciatie door Mathieu Le Nain, ca. 1650

 

Maria Verkündigung

Das Mondlicht ruht wie Schnee so bleich
Auf Dach und First in stiller Stunde,
Und durch den weiten Traumbereich
Geht weihevoll geheime Kunde:
Mir ist, als stünde still die Zeit,
Und dort sei Nazareth am Hügel,
Und jenes Haus, mondglanzbeschneit,
Es lausche bang dem Klang der Flügel.

So kehrt im Sternenlauf zurück
Die ewig gnadenreiche Stunde,
Da Erdenleid und Himmelsglück
Versöhnt sich küßten Mund an Munde,
Die Stunde, da beim Engelsgruß
Des Vaters Wort ist Fleisch geworden,
Und Stern an Stern zum Friedensschluß
Rauschten in mächtigen Akkorden.

Mir ist, als stünde still die Zeit,
Versenkt in ihrer Andacht Schauer,
Als öffne sich der Himmel weit
Dem Sehnenden aus Angst und Trauer;
Wie einst im Kinderparadies
Vermeint das Auge durchzudringen,
Bis wo am Thron gebeugten Knies
Die Seraphim ihr Loblied singen.

Lebendig webt und wogt die Nacht
Von ungeahnten Heimlichkeiten;
Ein neues Leben ist erwacht;
Der Himmel ruht am Herz der Zeiten.
O wundervoll Mysterium
In dieses Lebens Nacht und Trauer;
Wie fühlt die Seele freudig stumm
Der Ewigkeit verhaltne Schauer!

Sternbilder zittern tief im Blau
Gleichwie der Harfen goldne Saiten;
Und, o! die wunderholde Frau,
Die Auserwählte aller Zeiten!
Es steigt ein süß-geheimes Graun
Aus meines Herzens tiefster Fülle;
Mir ist, als sei zum lichten Schaun
Erblüht des Glaubens Knospenhülle,

Als sei die Zeitlichkeit verrauscht
Und Erdenglück und -weh versunken;
Denn meine ganze Seele lauscht
Nur himmelan, vor Freude trunken.
Die Nacht der Schatten ist vorbei;
Es ruht beseligt das Verlangen,
Und was der Friede Gottes sei,
Ist leis dem Herzen aufgegangen.

 

Johannes Rothensteiner (21 januari 1860 – 26 september 1936)
Kerstsfeer in St. Louis (Missouri), de geboorteplaats van Johannes Rothensteiner

 

De Amerikaanse dichter Kenneth Rexroth werd geboren in South Bend (Indiana) op 22 december 1905. Zie ook alle tags voor Kenneth Rexroth op dit blog.

 

Ademtocht en engelen: Alleen deze nacht

Maanlicht nu boven Malibu
De winternacht de paar sterren
Ver weg miljoenen kilometers
De zee gaat maar door
Voor altijd over de hele aarde
Ver zo ver als je lippen dichtbij zijn
Gevuld met hetzelfde licht als je ogen
Liefje liefje liefje
De toekomst is allang voorbij
En het verleden zal nooit gebeuren
We hebben alleen dit
Ons ene voor eeuwig
Zo klein zo oneindig
Zo kortstondig zo onmetelijk
Onvergankelijk als onze handen die elkaar raken
Zo onsterfelijk als de door vuur verlichte wijn die we drinken
Almachtig als deze enkele kus
Die geen begin heeft
Die nooit
Nooit zal
Eindigen

 

Vertaald door Frans Roumen

 

Kenneth Rexroth (22 december 1905 – 6 juni 1982)

 

Zie voor de schrijvers van de 20e december ook mijn blog van 20 december 2018 en ook mijn blog van 20 december 2015 deel 2 en eveneens deel 3.

Astrid Lampe, Margit Schreiner, Hugo Loetscher, Jean Racine, Kenneth Rexroth, E. A. Robinson, Felicitas Hoppe

De Nederlandse dichteres en schrijfster Astrid Lampe werd geboren in Tilburg op 22 december 1955. Zie ook alle tags voor Astrid Lampe op dit blog.

 

dit boek spekt je
wie eine Großstadt

vol klinkers
het oude deel kras
één kras en je straat lag open wat een knoeiboel
dit nieuwe hart je fietskoerier
monstert het plan

dit plan spekt ons
wie ein Vorort

froh Ort ja harde banden

hard je banden olijk de boel en evenzo hopla de meisjes de
nieuwste tomtom ha kogellagers en vet het

zelfde plasje data van daarnet maar nu lopend
een lopend buffet (wel vaart houden!)
radijsroos / roos / spiegel – gespiegeld snelbuffet! – kon je keren be-
zin!
je stad een sonnet

 

Speeldoos van stofnaam

je tuimelde uit me als uit
sitspapier, veloursgevoerd de
uitgespaarde vormen der
geschenkverpakking, die droeg ik je
– ruimschoots
nog na

me

binnestebuiten in
lammetjesbaai en
aai aai kind je
moeder zo
moedertjesmoe

caoutchouc, caoutchouc of
het lied wat zij zong over
verende armpjes, wolkig
en warmpjes caoutchouc

– polentababy

eenvoud van lied
in tweevoud van woordjes
het dansende koord tot
de muziek

lammetjesbaai en
aai aai polentababy
– toe slaap diertje – je
moeder zo
moedertjesmoe

 

 
Astrid Lampe (Tilburg, 22 december 1955)

 

De Oostenrijkse schrijfster Margit Schreiner werd geboren op 22 december 1953 in Linz. Zie ook alle tags voor Margit Schreiner op dit blog.

Uit: Kein Platz mehr

„Allein die Dinge, die sich im Laufe eines Lebens ansammeln! Auch wenn man, so wie ich, ein paar Dutzend Mal umgezogen ist und dabei jeweils das meiste zurückgelassen hat. Es sammeln sich Bücher, Papiere, Unterlagen, Steuererklärungen, Kontoauszüge, Versicherungspolicen und so weiter an. Abgesehen natürlich von der Kleidung, dem Hausrat, den Bildern, Fotos, Schmuck, Kerzen, Zeitungsartikeln, Lampen, Möbeln et cetera. In Italien lebten eine alte russische Prinzessin und ein ehemaliger italienischer General in der Wohnung neben mir, deren sieben Zimmer mit so vielen Wertgegenständen und Ramsch vollgestellt waren, dass nur schmale Gänge blieben, durch die man sich vorsichtig tasten musste. Bei der Einladung »Nehmen Sie doch Platz« war ich ratlos. Uralte Samtsofas, mit verschlissenem Brokat bezogene Stühle, wackelige Thonet-Sessel, alles war vollgeräumt mit Zeitungen, Büchern, Kleidungsstücken. Ich trank den angebotenen Kaffee schließlich stehend. Wie die Prinzessin und der General auch. Damals schwor ich mir, jede Ansammlung von Gegenständen über das Notwendige hinaus für meinen Teil zu vermeiden. Als ich Italien verließ, nahm ich nicht mehr mit als in meinem vw-Kombi Platz hatte. Im ersten Jahr in Österreich wurde genau das zum Problem: Ich konnte nicht einmal einen Knopf annähen, weil das Zubehör fehlte. Alles fehlte. Bereits nach drei Jahren sah die Sache schon ganz anders aus. Keine Ahnung, wie uns all das nützliche Zeug zugewachsen ist und immer noch zuwächst, sodass es keinen Ort in unserer hundertzwölf Quadratmeter großen Wohnung mehr gibt, wo noch für irgendetwas Platz wäre. Jetzt muss ich hinzufügen, es handelt sich um eine Dachwohnung mit durch die Schrägen bedingtem Mangel an Plätzen, an denen man Schränke, Kommoden etc. aufstellen könnte. Dafür gibt es aber überall Spitzböden, Verschläge, Hohlräume unter den Dachschrägen, in die man praktisch hineinkriechen muss, um all die unentbehrlichen Dinge, die aber nicht täglich gebraucht werden —Schlafsäcke, Zelte, Boote, Rollerblades, Wolle, aufblasbare Gästematratzen, Koffer, Taschen und so weiter —, hineinzustopfen. Dadurch verliere ich naturgemäß den Überblick. Und weil ich bei Bedarf zu faul bin, auf allen Vieren in die Verschläge zu kriechen, um die zweckmäßigste Tasche oder den zweckmäßigsten Koffer für den jeweiligen Anlass unter all den Taschen und Koffern zu suchen, stellt sich schließlich heraus, dass ein Koffer und eine Tasche zur Not für alle Gelegenheiten ausreichen. Erstaunlich ist, dass auch nach dem Auszug unserer erwachsenen Tochter mit all ihren Kleidern, Büchern. Tischen, Sesseln, Zeichnungen, Skizzen, Objekten, Andenken, Bücherregalen nicht etwa mehr Platz gewonnen wurde. Im Gegenteil!”

 

 
Margit Schreiner (Linz, 22 december 1953)

 

De Zwitserse schrijver Hugo Loetscher werd geboren op 22 december 1929 in Zürich. Zie ook alle tags voor Hugo Loetscher op dit blog.

Uit:Unterwegs in meinem Brasilien

„An einen weiteren oder gar regelmäßigen Aufenthalt in Portugal war kaum mehr zu denken. Dies war umso ärgerlicher, als ich etwas Portugiesisch gelernt hatte. Aber anderseits: Gab es nicht eine lusitanische Welt? Und gehörte zu dieser lusitanischen Welt nicht Brasilien? Führte ein logischer Weg der Portugiesen nicht über den Südatlantik nach Südamerika? Meine Entdeckung Brasiliens verdanke ich einem Diktator und einem Fernsehredaktor, was nicht als Empfehlung gemeint ist.
Ohne es zu beabsichtigen, hatte ich mich literarisch auf Brasilien vorbereitet. Der erste Text, den ich auf Portugiesisch als Ganzes las, war die Predigt des heiligen Antonius an die Fische von António Vieira. In seiner Rollenpredigt übte dieser Jesuit aus dem 17. Jahrhundert schärfste Kritik an den portugiesischen Kolonialisten: »Dass ihr Fische einander fresst, ist ein Skandal. Der ist umso übler, als die großen die kleinen fressen. Umgekehrt wäre weniger schlimm. Da würde ein großer für sehr viele kleine genügen.«
Die Predigt gab ich auf Deutsch heraus und schrieb dazu eine längere Einleitung. Dies schien mir schon deswegen aktuell, weil sich in den sechziger Jahren wieder einmal die biedere Auf‌fassung breitmachte, edle Gefühle und anständige Gesinnung genügten für Literatur. Vieira bot ein Beispiel dafür, wie Moralität und stilistische Verantwortung eine gültige Verbindung eingehen. Das Vorwort erwies sich im Nachhinein als poetische Konfession.
Klar, dass ich beabsichtigte, die Orte aufzusuchen, an denen Vieira gewirkt hatte. Bahia, und hoch im Norden, in Maranhão, São Luís, wo er seine Predigt gehalten hatte.
Aber Brasilien begann in Rio. Und es begann atemberaubend, ohrenbetörend und augenbegeilend.
Der Abflug war kurzfristig entschieden worden, auch wenn es wie nach touristischer Planung aussah. Ich kam an einem Freitagmorgen an. Die erste Begrüßung mit einem cafézinho (Kaffeechen) und die Bekanntschaft mit Tropenfrüchten, deren Namen ich von nun an zu lernen hatte. Ein flüchtiges Flanieren durch die Renommierstraße Rio Branco. Ein koloniales Kloster als historische Reminiszenz und die Schattenschluchten zeitgenössischer Wolkenkratzer. Die erste cachaça (Zuckerrohrschnaps) an der Praça Mauá, damals noch mit Hafenkneipen und Matrosenbetrieb. Ein Tag des Jetlags, aufgekratzt und benommen unter einem feuchtheißen Himmel.
Und am andern Morgen Trommeln, die weckten. Samstag vor dem Karneval. Ich begab mich hinunter vors Hotel und folgte einer musizierenden Gruppe, ließ diese und zog einer anderen nach, hängte mich dort an und ließ mich hier treiben. Von Taumel zu Taumel und von einem Tag in den andern hinein. Der schwarze Junge, der mit einer Hühnerfeder im Kraushaar sich in einen Indio verwandelte.“

 


Hugo Loetscher (22 december 1929 – 18 augustus 2009)

 

De Franse dichter en schrijver Jean Racine werd geboren op 22 december 1639 in La Ferté-Milon. Zie ook alle tags voor Jean Racine op dit blog.

Uit: Phèdre

HIPPOLYTE
Cher Théramène, arrête, et respecte Thésée.
De ses jeunes erreurs désormais revenu,
Par un indigne obstacle il n’est point retenu;
Et fixant de ses vœux l’inconstance fatale,
Phèdre depuis longtemps ne craint plus de rivale.
Enfin en le cherchant je suivrai mon devoir,
Et je fuirai ces lieux que je n’ose plus voir.
THÉRAMÈNE
Hé ! depuis quand, Seigneur, craignez-vous la présence
De ces paisibles lieux si chers à votre enfance,
Et dont je vous ai vu préférer le séjour
Au tumulte pompeux d’Athène et de la cour ?
Quel péril, ou plutôt quel chagrin vous en chasse ?
HYPPOLYTE
Cet heureux temps n’est plus. Tout a changé de face
Depuis que sur ces bords les dieux ont envoyé
La fille de Minos et de Pasiphaé.
THÉRAMÈNE
J’entends. De vos douleurs la cause m’est connue.
Phèdre ici vous chagrine et blesse votre vue.
Dangereuse marâtre, à peine elle vous vit,
Que votre exil d’abord signala son crédit.
Mais sa haine sur vous autrefois attachée,
Ou s’est évanouie, ou s’est bien relâchée.
Et d’ailleurs quels périls vous peut faire courir
Une femme mourante, et qui cherche à mourir ?
Phèdre, atteinte d’un mal qu’elle s’obstine à taire,
Lasse enfin d’elle-même et du jour qui l’éclaire,
Peut-elle contre vous former quelques desseins ?

 


Jean Racine (22 december 1639 – Parijs, 21 april 1699)
Phèdre et Hippolyte door Pierre-Narcisse Guérin, ca, 1802

 

De Amerikaanse dichter Kenneth Rexroth werd geboren in South Bend (Indiana) op 22 december 1905. Zie ook alle tags voor Kenneth Rexroth op dit blog.

 

Discrimination

I don’t mind the human race.
I’ve got pretty used to them
In these past twenty-five years.
I don’t mind if they sit next
To me on streetcars, or eat
In the same restaurants, if
It’s not at the same table.
However, I don’t approve
Of a woman I respect
Dancing with one of them. I’ve
Tried asking them to my home
Without success. I shouldn’t
Care to see my own sister
Marry one. Even if she
Loved him, think of the children.
Their art is interesting,
But certainly barbarous.
I’m sure, if given a chance,
They’d kill us all in our beds.
And you must admit, they smell.

 

Dimanche bleu

Chestnut flowers are falling
In the empty street that smells
Of hospitals and cooking.
The radio is breaking
Somebody’s heart somewhere
In a dirty bedroom.
Nobody Is listening.
For ten miles In either direction
The houses are all empty.
Nobody lives in this city.
Outside the city limits
Are green and white cemeteries.
Nobody is in the graves.
At very long intervals
The broken cast iron fountain
In the courtyard sneezes and spurts.
In the dirty bedroom
Three young whores are shooting dice.
At very long intervals
One of them speaks to the dice.
Otherwise they are silent.
After the chestnut blossoms
Have all fallen the yellow
Sun will set and stars shine
Over the empty city
And papers blow down the street.

 

 
Kenneth Rexroth (22 december 1905 – 6 juni 1982)
Hier met Allen Ginsberg (midden) en James Laughlin (rechts)

 

De Amerikaanse dichter Edwin Arlington Robinson werd geboren op 22 december 1869 in Head Tide, Maine. Zie ook alle tags voor E. A. Robinson op dit blog.

 

Octaves

I
We thrill too strangely at the master’s touch;
We shrink too sadly from the larger self
Which for its own completeness agitates
And undetermines us; we do not feel—
We dare not feel it yet—the splendid shame
Of uncreated failure; we forget,
The while we groan, that God’s accomplishment
Is always and unfailingly at hand.
II
Tumultuously void of a clean scheme
Whereon to build, whereof to formulate,
The legion life that riots in mankind
Goes ever plunging upward, up and down,
Most like some crazy regiment at arms,
Undisciplined of aught but Ignorance,
And ever led resourcelessly along
To brainless carnage by drunk trumpeters.
III
To me the groaning of world-worshippers
Rings like a lonely music played in hell
By one with art enough to cleave the walls
Of heaven with his cadence, but without
The wisdom or the will to comprehend
The strangeness of his own perversity,
And all without the courage to deny
The profit and the pride of his defeat.

 

 
E. A. Robinson (22 december 1869 – 6 april 1935)
Portret door Lilla Cabot Perry, 1916

 

De Duitse schrijfster Felicitas Hoppe werd geboren op 22 december 1960 in Hameln. Zie ook alle tags voor Felicitas Hoppe op dit blog.

Uit: Hoppe

„Der faktische Vater des faktischen Einzelkindes dagegen verliert sich im Vagen: »Er mieteteHäuseran,dieerniemalsbewohnte.Ichsaßmutterseelenallein auf hohen Veranden in Schaukelstühlen, verhandelte mit Putzfrauen, Gärtnern und vorübergehenden Hauslehrern. Meinen Erfindervaterhabe ichnie gesehen.« Das dürfte, in Abgleichung mit dem Tagebuch ihres Vaters, kaum der Wahrheit entsprechen. Die Mittel des reisenden Patentagenten waren begrenzt und ließen eine Haushaltsführung oben beschriebener Art nicht zu. Hoppes Unterschlagung überprüfbarer Fakten dient einzig der literarischen Ausformung ausufernder Phantasien, wie sie ihr gesamtes Werk prägen. Während der wirkliche Vater schrumpft, wächst der Erbauer des ersten Kaspertheaters und neben ihm die Gastgeberkönigin, die Sahne über Fruchtschalen und Quarkspeisen schlägt: »Was immer sie auftischte, alles machte sieschmackhaft.« Über Hoppes leibliche Mutter wissen wir wenig, aber genug, um mit Sicherheit sagen zu können, dass sie, eine erzkatholischeundhochtalentierteKlavierlehrerinausBreslau, weder Sahne schlug noch jemals auf Tournee durch Niedersachsen gegangen sein dürfte, sondern sich nach der Trennung von Hoppes Vater in umgekehrter Richtung auf denWegdurchdieWeltmachteundbaldaufhörte,Briefezu schreiben. Die niedersächsische Welt der Felicitas Hoppe, ihre Kindheit in der katholischen Diaspora als drittes von fünf Kindern kleinbürgerlicher, aus Schlesien vertriebener Eltern, die sie immer wieder beharrlich gegen jene andere, unberechenbareWeltihrerwirklichenKindheitaufruft,entpuppt sich als Kulisse unaufhörlich neuorganisierter Fluchtennachinnen:»Sobaldesdunkelwurde,versammeltenwir uns vor dem Vorhang des ersten und einzigen Kaspertheaters in der Erwartung, dass er sich auftun würde, um uns endlich das Krokodil zu zeigen. Und um die warme Stimme unseres Vaters zu hören, die uns jeden Sonntag von vorne fragt, ob wir alle noch da sind, und die uns jeden Sonntag aufsNeue verrät,dass esdasKrokodil garnicht gibt.«
Hoppes kanadische Kinderjahre dagegen sind verbrieft, das Haus in Brantford (Ontario) »mein erster Iglu«, der Eispalast des einzigen Kindes eines »Erfindervaters«, der morgens gegen sieben das Haus verlässt und selten vor sieben zurückkommt, während Felicitas vormittags in die Schule undnachmittags,ohneWissendesVaters,aufsEisgeht:»Es war Wayne (gemeint ist vermutlich der kanadische Eishockeyspieler Wayne Gretzky /fh), der mich überredete mitzukommen. Er war klein, dünn wie Docht (nur eine von zahlreichen Anspielungen Hoppes auf ihr Lieblingsbuch, Carlo Collodis Pinocchio/fh), konnte ukrainische Lieder und war ein Genie, auf dem Eis auf Siege von hinten fixiert, hinterdem Torunberechenbar.«

 


Felicitas Hoppe (Hameln, 22 december 1960)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 22e december ook mijn vorige blog van vandaag.

Astrid Lampe, Margit Schreiner, Hugo Loetscher, Jean Racine, Kenneth Rexroth, E. A. Robinson, Felicitas Hoppe, Christoph Keller, Johan Sebastian Welhaven

De Nederlandse dichteres en schrijfster Astrid Lampe werd geboren in Tilburg op 22 december 1955. Zie ook alle tags voor Astrid Lampe op dit blog.

 

Één issue per tissue

één issue per tissue
mijn meester verstopt zich

postbode doe je ronde: is mijn liefde
bij u wel veilig

hij kwam me weer verrassen die hofleverancier
laarzen aan in bed, dát werk, mijn koninginnetje
slaap je wel goed, fluisterde hij
(hij die niet van cliché’s hield!)
op zo’n betraand bruggetje
is het goed kusjes plaatsen
denk lammetje lammetje en
temee snokt het lente onder je hemd, ai!
zong ik (dat hij welkom was was zeker)

…u bent los

 

Frisse dingen

Frisse dingen kloppend in hoge gebouwen
Rilden de biest door met lange lauwe pijn
‘The blues’, you said

Een kruid om in je oor te stoppen als je bang bent

Weldra nemen
De saatchi’s & sushi’s
Weer de overhand en
– na alles wat kelderde –
stijgt die behoefte alleen maar
ergens elders je teint op te doen

als de kogels dan fluiten hoor je swiep
maar schrik niet van je eigen rep.terende
wegwerpkameraadje

kleine gave pijnen sturen
de serie dwarse boertjes
dan linea recta op huis aan

dat thuis waar men massaal overging
tot de aankoop van een winterjas

 

 
Astrid Lampe (Tilburg, 22 december 1955)

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Astrid Lampe, Margit Schreiner, Hugo Loetscher, Jean Racine, Kenneth Rexroth, E. A. Robinson, Felicitas Hoppe, Christoph Keller, Johan Sebastian Welhaven

De Nederlandse dichteres en schrijfster Astrid Lampe werd geboren in Tilburg op 22 december 1955. Zie ook alle tags voor Astrid Lampe op dit blog.

 

strafgeschoeide babyvoetjes

strafgeschoeide babyvoetjes
maat doet er nu even niet toe
harde neus
hard contrefortje

heus, al wat dit brein aan roodharigs vermag
werkt de pols vrij
rolstoel precies in de loop

doe
doe

schenk dat vervloekt konijn wat liefde kutje
ik ga je niet verlinken
ik stop je in mijn molen heus
en prik je op mijn draaimatras kaninchen
ik

bingo

wou alleen nog maar
groot en anoniem door een groot al net zo anoniem museum slenteren
me hard afzetten op het maagdmariablauw van bollywood
mét snor – hoorspelacteur – conejo si te gusta mompelen of zoiets
in mezelf moederen

wil je amerika nog zien stampertje?
nee!

dit dwergkonijntje laat zich bibberend bekijken

dit dwergkonijntje laat zich bibberend bekijken
…waar zijn je handjes dan?
volk stuift op platte gympen uiteen

zo’n hoofd is een hard ding
-weg uit deze dimensie!
dit meisje poetst haar paardenstel
haar meester verstopt zich
ik kan al bijna een staart

hier zijn haar handjes
ze laat haar verse vrind heus niet buiten staan

(zeker en vast nie)

 

 
Astrid Lampe (Tilburg, 22 december 1955)

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Astrid Lampe, Margit Schreiner, Hugo Loetscher, Jean Racine, Kenneth Rexroth, E. A. Robinson, Felicitas Hoppe

De Nederlandse dichteres en schrijfster Astrid Lampe werd geboren in Tilburg op 22 december 1955. Zie ook alle tags voor Astrid Lampe op dit blog.

 

In elkaar verward gebladerte

in elkaar verward gebladerte
in een lege studio riemt de man van het heftige handschrift
zijn hond af
toe mijn trots mijn plebejische bruid sla maar kadetjes in

de zorgvuldig uitgekozen brokken barbecuehoutskool
glansden inderdaad als zwarte juwelen
allen grillig
allen anders van vorm

– ik gloei zo en ik hoor de wind…

tengels thuis
laat me su.su

nee raak me nu niet aan
laat me spreken.

 

Fremdkörper

drop deze hollandse kaasmeid bij de
bollen verslindende dagjestoerist
dump dit hollands welvaren op klompen
in de gare bus kleefklinkers met
brandende handjes

je bént moeders trots en dat zul je blijven ook, jij, kind met
je kanten kapoets, geappliceerde bumper
hoe ostentatief je je keurig gekapt koppie nu ook van haar
afdraait omdat ze kaas keurt, in geuren en kleuren jouw
godenspijs onder de prikker aanprijst
rok recht een plooi perst

ik spiegelde me éénmaal in de gepoetste ornamenten van je
kanten kapoets en liep de lucht kwijt
parkeerde mijn moeder in een klomp op de apenrots of apetrots
bij de recentst voltooide waterkering, nam van gods spijs en
hield het met een buitenlander tot
elke prijs

 

 
Astrid Lampe (Tilburg, 22 december 1955)

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Margit Schreiner, Hugo Loetscher, Jean Racine, Kenneth Rexroth, E. A. Robinson, Felicitas Hoppe

De Oostenrijkse schrijfster Margit Schreiner werd geboren op 22 december 1953 in Linz. Zie ook alle tags voor Margit Schreiner op dit blog.

Uit: Heißt lieben

„Sie selbst haben eine lebensbedrohende, ansteckende Krankheit, unsere Bedenken tun sie aber mit einem Lachen ab. Es sei doch verrückt anzunehmen, sagen sie, daß sie ihr eigenes Enkelkind anstecken würden. Auf diese Weise zwingen sie uns, sie anzulügen. Aus reinem Selbsterhaltungstrieb.
Unsere Tochter habe leider Scharlach bekommen, sagen wir unserer Mutter eine Woche vor Weihnachten am Telephon, weil wir nicht sagen wollen, daß wir mit einem Kleinkind niemanden besuchen, der sich nicht über die Gefährlichkeit und die Ansteckungsgefahr seiner Krankheit im klaren ist. Gegen Scharlach hat unsere Mutter keine Chance. Es gibt eine gesellschaftliche Übereinkunft, ein scharlachkrankes Kind nicht mit dem Zug weißgottwohin zu transportieren. Aber Schuldgefühle bleiben zurück. Weil wir die Mutter angelogen haben. Zu all den Lügen, mit deren Hilfe wir es am Ende doch noch geschafft haben, halbwegs erwachsen zu werden, ist eine weitere dazugekommen. Lügen haben immer Lügen zur Folge. Oder Anpassung. Da wir nicht jedes Jahr eine andere Kinderkrankheit erfinden können, die uns daran hindert, mit unseren Kindern und Müttern gemeinsam Weihnachten zu feiern, geben wir nach.
Zu Weihnachten fahre ich, obwohl ich krank bin, mit meiner Tochter zu meiner Mutter. Ich rufe die Mutter vorher mehrmals an und will den Besuch verschieben, da ich stark huste und Antibiotika nehmen muß. Seit dem Tod des Vaters huste ich jedes Jahr im Winter und muß dann Antibiotika nehmen. Jedenfalls will ich meine Mutter nicht anstecken und auch mich selbst will ich schonen. Die lange Anreise von der Stadt, in der ich mich angesiedelt habe, weil es mich immer schon möglichst weit von meiner Geburtsstadt weggezogen hat, mit einer siebenjährigen Tochter, ist anstrengend. Aber die Mutter reagiert, wie ich es ohnehin erwartet habe. Ich habe mich, sagt die Mutter, schon so auf das gemeinsame Weihnachtsfest gefreut und Kekse habe ich auch schon gekauft und den Weihnachtsbaum und eine tiefgefrorene Gans.“

 

 
Margit Schreiner (Linz, 22 december 1953)

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Margit Schreiner, Felicitas Hoppe, Hugo Loetscher, F.T. Marinetti, Jean Racine, Kenneth Rexroth

De Oostenrijkse schrijfster Margit Schreiner werd geboren op 22 december 1953 in Linz. Zie ook alle tags voor Margit Schreiner op dit blog.

Uit: Haus, Friedens, Bruch.

„Zurück bleibt ein süßer Geschmack auf der Zunge und Übelkeit. Es wird die allgemeine Sinnkrise sein, die alles so erschwert. Besonders natürlich das Schreiben. Alles schon tausendmal geschrieben, sagt sich der Schriftsteller in der Sinnkrise, was soll ich dem noch hinzufügen? Er verlegt sich dann auf die Form, weil da hat er noch die größere Hoffnung, etwas Neues bieten zu können. Aber was die meisten Schriftsteller für das Neueste halten, ist ja meistens auch schon ein alter Hut. Die Romantiker haben eigentlich schon alles ausgelotet. Bleibt nur die Verpackung. Das Rundherum. Die Werbung lehrt uns, wie man das macht: Es darf gar nicht um die Sache selbst gehen und auch nicht um ihre Form. Trotzdem muss irgendwie, nebenbei sozusagen, das Produkt durchschimmern, das jeder dann kaufen will. Aber wie ich vor dreißig Jahren schon dem Herrn von der Arbeiterkammer (mittlerweile ist er in Pension, ich nicht), der meinen Beitrag zum Literaturwettbewerb aus formalen Gründen nicht annehmen wollte, gesagt habe, stelle ich Literatur her und keine Klodeckel. Ich mache deshalb keine Produktwerbung. Und das ist bis heute meine Überzeugung. (Obwohl ja der Klodeckel im Gegensatz zur Literatur wenigstens noch zu etwas nütze ist, das muss auch einmal gesagt werden.) Jetzt muss man natürlich auch sagen, dass das schon immer so war. Denken Sie nur an die literarischen Salons und was für ein Kitsch und Quatsch da immer schon vorgetragen wurde. Oder die literarischen Zeitschriften, »Gartenlaube« und so weiter. Da darf man sich nicht wundern, dass es das auch heute noch gibt. Nur eben in anderer Form. Weil irgendwann haben die Deutschen und die Österreicher entdeckt, dass Schriftsteller anderer Länder weitaus witzigere und unterhaltsamere Bücher schreiben, und da haben sie sich gedacht: Heben wir die Trennung zwischen U und E auf und schreiben wir auch witzige und unterhaltsame Bücher. Nur: Das gelingt halt nicht immer. Was dem Engländer möglicherweise im Kolonialblut liegt, muss dem Deutschen noch immer nicht unbedingt aus der Blockwartmentalität herausspringen.“

 

 
Margit Schreiner (Linz, 22 december 1953)
Kerstmarkt in Linz

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Margit Schreiner, Felicitas Hoppe, Hugo Loetscher, F.T. Marinetti, Jean Racine, Kenneth Rexroth

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Uit: Heißt lieben

“Am Ende bringen wir unsere Mütter um, weil wir nicht mehr lügen wollen.
Es beginnt bereits im November. Wir fühlen uns nicht wohl und wissen nicht, warum wir uns nicht wohl fühlen. Wir schieben es auf den Nebel oder den Schneeregen. In Wirklichkeit haben wir Angst vor Weihnachten. Sobald wir die ersten Schokoladeweihnachtsmänner im Kaufhaus sehen, beginnt die Angst. Und steigert sich dann, Tag für Tag.
Wir fühlen uns immer schlechter, haben ständig kalte Füße und Kopfschmerzen, beginnen zu husten und versuchen, den Weihnachtsbesuch bei unseren Müttern abzusagen. Da unsere Mütter erfahrungsgemäß Krankheiten ignorieren, wenn sie ihnen nicht in den Kram passen, beginnen wir zu lügen. Wir sprechen von unaufschiebbaren beruflichen Terminen, und da auch das nichts nützt, schieben wir unsere Kinder vor. Wir erfinden ansteckende Kinderkrankheiten wie Masern oder Scharlach.
Am Ende bringen wir unsere Mütter um, weil wir nicht mehr lügen wollen. Unsere Bedenken, wir könnten sie zu Weihnachten anstecken, so daß sie dann geschwächt sind und womöglich hinfallen und dann später infolge des Sturzes ins Pflegeheim müssen und dort an einem Organzusammenbruch sterben werden, tun sie lachend ab.
Die Mütter tun unsere Bedenken ja immer mit einem Lachen ab. Einerseits haben sie selbst vor allem und jedem Angst und warnen uns ununterbrochen: vor dem Straßenverkehr, vor schlechter Gesellschaft, vor Drogen, dem anderen Geschlecht, verdorbenen Mahlzeiten, Hundekot auf den Straßen, den Folgen von Masern, dem Lesen bei schlechtem Licht, Mangel an Frischluft und so weiter und so fort, andererseits akzeptieren sie nicht die geringsten Einwände unsererseits. Wir sollen uns unseren Müttern mit Haut und Haar ausliefern. Darauf läuft alles hinaus”

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Margit Schreiner (Linz, 22 december 1953)

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Margit Schreiner, Felicitas Hoppe, Hugo Loetscher, F.T. Marinetti, Jean Racine, Kenneth Rexroth

De Oostenrijkse schrijfster Margit Schreiner werd geboren op 22 december 1953 in Linz. Zie ook mijn blog van 22 december 2008 en ook mijn blog van 22 december 2009.en ook mijn blog van 22 december 2010.

 

Uit: Nackte Väter

“Nachdem meine Mutter und ich einen Tag nach meiner Ankunft in Linz und einen Tag vor dem Begräbnis zum Friedhof gefahren waren, wo mein Vater aufgebahrt lag, und ein blasser Mensch mit ovalem Gesicht uns aus einer Ecke hinter dem Sarg heraus gefragt hatte, ob wir den Verstorbenen noch einmal sehen wollten und meine Mutter gleich »ja« gerufen und der blasse Mensch zuerst die Blumen und Kränze zur Seite geschafft und dann behutsam den Deckel des Sarges geöffnet hatte und wir auf die verkrümmte, aufgebäumte Leiche meines Vaters gesehen hatten – der Kopf nach hinten gestemmt, der Mund weit, die Augen halb geöffnet –, so daß ich einen schrecklichen Augenblick lang sicher war, die Augäpfel hätten sich unter den Lidern bewegt und mein Vater hätte von meiner Mutter zu mir geschaut, so wie er es all die Monate im Pflegeheim gemacht hatte –, nachdem meine Mutter und ich also meinen Vater, sich aufbäumend und dabei wie im Krampf erstarrt, daliegen sahen, so dünn und verzerrt, und seine Arme unter dem kurzärmeligen, beigen Hemd, das meine Mutter gleich nach der Todesnachricht mit der dunkelblauen Krawatte ins Pflegeheim gebracht hatte, sichtbar waren, knochig und übersät mit roten und braunen und blauen Flecken, und das Gesicht, das ich doch einmal, vor langer Zeit, bis in alle Falten und Furchen hinein so genau gekannt hatte, ganz fremd und ausgetrocknet schien – die sonst faltige Haut jetzt straff gespannt von Knochen zu Knochen, die Nase spitz –, nachdem der blasse Leichenbestatter mithin den Deckel vom Sarg gehoben hatte und wohl selbst erschrocken war über den sich aufbäumenden, mageren und verzerrten Körper, über den weit geöffneten Mund und die halb geöffneten Augen und ich gedacht hatte, daß er nun etwas sagen würde, etwas Tröstendes oder auch Erklärendes, er aber, nachdem meine Mutter plötzlich laut und mehrmals hintereinander gerufen hatte: »Genau so hat er ausgesehen zum Schluß, genau so«, nichts gesagt, sondern nur zur Seite gesehen hatte, zu den Blumen und Kränzen, die er auf eine Art Ablage gelegt hatte und wieder auf den Sarg legen würde, wenn er geschlossen wäre,…”

 

Margit Schreiner (Linz, 22 december 1953)

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Kenneth Rexroth, E. A.Robinson, Lulu Wang, Christoph Keller

De Amerikaanse dichter Kenneth Rexroth werd geboren in South Bend (Indiana) op 22 december 1905. Zie ook mijn blog van 22 december 2008 en ook mijn blog van 22 december 2009.

 

Gic to Har    

 

It is late at night, cold and damp

The air is filled with tobacco smoke.

My brain is worried and tired.

I pick up the encyclopedia,

The volume GIC to HAR,

It seems I have read everything in it,

So many other nights like this.

I sit staring empty-headed at the article Grosbeak,

Listening to the long rattle and pound

Of freight cars and switch engines in the distance.

Suddenly I remember

Coming home from swimming

In Ten Mile Creek,

Over the long moraine in the early summer evening,

My hair wet, smelling of waterweeds and mud.

I remember a sycamore in front of a ruined farmhouse,

And instantly and clearly the revelation

Of a song of incredible purity and joy,

My first rose-breasted grosbeak,

Facing the low sun, his body

Suffused with light.

I was motionless and cold in the hot evening

Until he flew away, and I went on knowing

In my twelfth year one of the great things

Of my life had happened.

Thirty factories empty their refuse in the creek.

On the parched lawns are starlings, alien and aggressive.

And I am on the other side of the continent

Ten years in an unfriendly city.

 

 

Kenneth Rexroth (22 december 1905 – 6 juni 1982)

 

 

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