Lieke Marsman, Sytze van der Zee, Elias Canetti, Max Dauthendey, Jovica Tasevski – Eternijan, Annette Pehnt, Ottokar Kernstock, Albert Knapp, Louise Boege

De Nederlandse dichteres Lieke Marsman werd op 25 juli 1990 geboren te Den Bosch. Zie ook alle tags voor Lieke Marsman op dit blog.

Uit:Het tegenovergestelde van een mens

„Als kind hield ik ervan om te fantaseren dat ik een komkommer was. ’s Avonds lag ik met mijn armen langs mijn lichaam onder mijn dinosaurussendekbed, soms kaarsrecht, soms met mijn benen licht kromgetrokken, en probeerde voor heel even de gestalte van mijn lievelingsgroente aan te nemen. Ben een komkommer, ben een komkommer, ben een komkommer, fluisterde ik tegen mijn achtjarige zelf, totdat ik bedacht dat komkommers niet kunnen fluisteren. Vervolgens zei ik mijn mantra op in mijn hoofd, totdat me te binnen schoot dat komkommers ook niet in zichzelf kunnen praten. Maar doorgaans was ik tegen die tijd al in een zoete, diepe slaap gevallen. Nota bene: dit was in de tijd dat mindfulness nog niet bestond en ook meditatie nog iets zo exotisch was dat de meeste mensen er alleen maar van in paniek raakten.
Ik woonde met mijn ouders en mijn broer Carl in een Vinexwijk aan de rand van een middelgrote provinciestad. De huizen in onze straat waren gemaakt van witte bakstenen met lichtgrijs cement ertussen. De meeste bewoners hadden hun kozijnen blauw, rood of geel geverfd: primaire kleuren die fel afstaken bij het wit van de stenen. Er woonden veel kinderen in de wijk en daarom mochten de auto’s niet harder dan 30 kilometer per uur. Als logge beesten bewogen de gezinswagens zich voort naar school en werk, grazende bizons op een steppe van rechte stoepranden en basketbalpleintjes. Alleen ’s avonds laat hoorde je wel eens een auto snel optrekken. Zo nu en dan zelfs een scooter.
Van hun vakantiegeld kochten de mensen uit de straat een nieuwe parasol of een nieuwe hogedrukspuit. Of een vakantie natuurlijk. De meeste buren gingen net als wij op vakantie in eigen land, naar een bungalowpark op de Veluwe of een camping aan de Noordzeekust, maar zo nu en dan reed er eind augustus een zongebruinde familie de straat in die met caravan en partytent drie weken lang op een Spaans grasveldje had gestaan. Zij zouden op de buurtbarbecue die ieder jaar in het eerste weekend van september gehouden werd hoge ogen gooien.”

 

 
Lieke Marsman (Den Bosch, 25 juli 1990)

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Elias Canetti, Ottokar Kernstock, Sytze van der Zee, Albert Knapp, Louise Boege

De Duitstalige schrijver Elias Canetti werd geboren op 25 juli 1905 in Russe in Bulgarije. Zie ook alle tags voor Elias Canetti op dit blog.

Uit: Masse und Macht

„Befehl ist Befehl“: der Charakter des Endgültigen und Indiskutablen, der dem Befehl anhaftet,mag auch bewirkt haben, daß man über ihn so wenig nachgedacht hat. Man nimmt ihn hin als etwas, das immer so da war, er erscheint so natürlich wie unentbehrlich. Von klein auf ist man an Befehle gewöhnt, aus ihnen besteht zum guten Teil, was man Erziehung nennt; auch das ganze erwachsene Leben ist von ihnen durchsetzt, ob es nun um die Sphären der Arbeit, des Kampfes oder des Glaubens geht. Man hat sich kaum gefragt, was denn ein Befehl eigentlich ist; ob er wirklich so einfach ist, wie er erscheint; ob er der Raschheit und Glätte zum Trotz, mit der er das Erwartete bewirkt, nicht andere, tiefere, vielleicht sogar feindliche Spuren im Menschen zurückläßt, der ihm gehorcht. Der Befehl ist älter als die Sprache, sonst könnten ihn Hunde nicht verstehen. Das Dressieren von Tieren beruht eben darauf, daß sie, ohne eine Sprache zu kennen, begreifen lernen, was man von ihnen will. In kurzen, sehr deutlichen Befehlen, die sich prinzipiell in nichts von denen an Menschen unterscheiden, wir ihnen der Wille des Dompteurs kundgegeben. Sie befolgen ihn, wie sie sich auch an Verbote halten. Man hat also alles Recht, nach sehr alten Wurzeln für den Befehl zu suchen; zumindest ist es klar, daß es ihn in irgendwelcher Form auch außerhalb der menschlichen Gesellschaft gibt. Die älteste Wirkungsform des Befehls ist die Flucht. Sie wird dem Tier von einem Stärkeren, einem Geschöpf außer ihm, diktiert. Die Flucht ist nur scheinbar spontan; immer hat die Gefahr eine Gestalt; und ohne diese zu vermuten, wird kein Tier fliehen. Der Befehl zur Flucht ist so stark und direkt wie der Blick.“

 

 
Elias Canetti (25 juli 1905 – 14 augustus 1994)

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Ottokar Kernstock, Sytze van der Zee, Albert Knapp, Kazim Ali, Louise Boege

De Oostenrijkse dichter, priester en Augustijner Koorheer Ottokar Kernstock werd geboren op 25 juli 1848 in Marburg an der Drau. Zie ook alle tags voor Ottckar Kernstock op dit blog.

 

Im Dichterheim

Es wanderten durch den rauschenden Tann
Drei Mädel, flink wie die Wiesel,
Den Bergpfad zur ragenden Feste hinan
Die Ilse, die Gretel, die Lisel.

Sie rasteten unter dem Lindengeäst,
Durchs Burgtor sind sie gezogen.
Sie fanden des Singvogels heimliches Nest,
Doch der Sänger war ausgeflogen.

Ihr lieblichen Wanderer macht euch nichts draus,
Weil heute im Hause ich fehle!
In meinen Liedern bin ich zu Haus,
Im Sange wohnt meine Seele.

Dort habt ihr manch trauliches Stündlein geweilt
Beim Dichter, dem Bringer des Schönen.
Habt Wonne und Wehmut mit mir geteilt,
Mein Lächeln und meine Tränen.

Ergründet habt ihr mein innerstes Sein
Und meine Sendung gesegnet –
So wurde ich euer, so wurdet ihr mein,
Obgleich wir uns niemals begegnet.

Und kommt jetzt das Herbsten und kommt das Verblüh’n,
Ich weiß doch, trotz Blättergeriesel
Bleibt mir ein herziges Kleeblatt grün:
Die Ilse, die Gretel, die Lisel.

 


Ottokar Kernstock (25 juli 1848 – 5 november 1928)
Bronzen medaille uit 1928

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Elias Canetti, Max Dauthendey, Jovica Tasevski – Eternijan, Annette Pehnt, Sytze van der Zee, Albert Knapp, Ottokar Kernstock, Louise Boege

De Duitstalige schrijver Elias Canetti werd geboren op 25 juli 1905 in Russe in Bulgarije. Zie ook mijn blog van 25 juli 2006. Zie ook mijn blog van 25 juli 2007 en ook mijn blog van 25 juli 2008 en ook mijn blog van 25 juli 2009.

Uit: Aufzeichnungen 1973-1984

“Ich bereue diese Buchorgien nicht. Ich fühle mich wie in der Zeit der Expansion für Masse und Macht. Auch damals geschah es alles durch Abenteuer mit Büchern. Als ich kein Geld hatte, in Wien, gab ich alles, was ich nicht hatte, für Bücher aus. In London, in der schlimmsten Zeit, gelang es mir irgendwie immer noch von Zeit zu Zeit Bücher zu kaufen. Ich habe nie systematisch etwas gelernt, wie andere Leute, sondern nur in plötzlichen Aufregungen. Sie begannen immer damit, daß mein Blick auf etwas fiel, das ich dann haben mußte. Die Geste des Ergreifens, die Freude am Hinauswerfen von Geld, das nach Hause oder in das nächste Lokal Tragen, das Betrachten, das Streicheln, das Blättern, das Wegstellen für Jahre, die Zeit neuer Entdeckung dann, wenn’s ernst wurde – alles das ist Teil eines schöpferischen Prozesses, dessen verborgene Einzelheiten ich nicht kenne. Aber anders geschieht bei mir nichts, und so werde ich bis zum letzten Augenblick meines Lebens Bücher kaufen müssen, besonders wenn ich ganz sicher weiß, daß ich sie nie mehr lesen werde.
Es ist, glaube ich, auch ein Teil des Trotzes gegen den Tod. Ich will wissen, welche dieser Bücher ungelesen bleiben werden. Bis zum Schluß kann es nicht bestimmt sein, welche es sind. Ich habe die Freiheit der Wahl, unter allen Büchern um mich herum kann ich jederzeit frei wählen und habe dadurch den Verlauf des Lebens in
meiner Hand.”

 canetti

 Elias Canetti (25 juli 1905 – 14 augustus 1994)  

 

De Duitse dichter en schilder Max Dauthendey werd geboren op 25 juli 1867 in Würzburg. Zie ook mijn blog van 25 juli 2007 en ook mijn blog van 25 juli 2008 en ook mijn blog van 25 juli 2009

Am Berg wärmt die Sonne das Maiengrün

Am Berg wärmt die Sonne das Maiengrün
Und selbst der alltägliche Himmel will blühn.
Er wird stündlich größer und tiefer und kühn,
Zieht Bäume und Menschen zu sich hinauf.
Aller Sehnsucht fällt wie ein Schuß aus dem Lauf,
Und Keiner hält mehr die Liebe auf.

 

Nun scheint der Sommer immergrün

Nun scheint der Sommer immergrün,
Das ist ein Staub und ein Bemühn,
Als müßt er wiederkäuend bleiben.
So ganz robust ist jetzt sein Treiben
Und alle Bäume sich beleiben.
Sie sind wie bürgerliche Wichte,
Denen das Dicksein eine Ehre.
Als ob man täglich sich verpflichte,
Daß sichs Unendliche vermehre.

Doch Gott sei dank, daß die Geschichte
Mit jedem Winter jäh sich wendet
Und sich das Dasein stolz verschwendet,
Und Leidenschaft nie satt verendet.
Daß Sonne wie Zigeunerblut
Alljährlich neue Torheit tut.
Und, in der Erde braunem Arm,
Die Engerlinge still und stumm
Schon träumen von dem Maigesumm,
Als nächster Maienkäferschwarm.

fauthendey

 Max Dauthendey (25 juli 1867 – 29 augustus 1918)

 

De Macedonische dichter Jovica Tasevski – Eternijan werd geboren op 25 juli 1976 in Skopje. Zie ook mijn blog van 25 juli 2009.

THE ABYSS EMBRACES US

In the brain furrows
lies the strange hound, ailing to the core
and growling

at curiosity, poor puppy!
The heavy tarnishes
on its paws stick…

We fall, endlessly we fall
and bring forth incensed wasps.

And the crystal lady,
there she goes!

 

Vertaald door Marija Girevska

 tasevski

 Jovica Tasevski – Eternijan (Skopje, 25 juli 1976)

 

De Duitse schrijfster Annette Pehnt werd geboren op 25 juli 1967 in Keulen. Zie ook mijn blog van 25 juli 2007  en ook mijn blog van 25 juli 2008 en ook mijn blog van 25 juli 2009.

Uit: Mobbing

 “Das ist nicht zu Ende. Das geht noch weiter. Ich stand am Spülbecken und hielt die Gläser unter heißes Wasser, der Sekt pulsierte in meinen Fingern und heißen Wangen, einmal feiern, dachte ich, einmal über die Stränge schlagen, warum kann er nicht wenigstens so tun, und ich nahm, ohne zu überlegen, ein Glas und schlug es gegen den Wasserhahn. Du Spielverderber. Jo schaute auf, sah die zarten Scherben im Spülbecken und kam mit einem Lappen. Verstehst du nicht. Spielverderber, zischte ich und fasste in die Scherben, damit er mir nicht zuvorkam, ich wollte mich schneiden und tat es auch und hielt die Hände hoch, damit das Blut in die Scherben tropfte und Jo alles sah. Du kannst nicht mehr feiern. Du bist vergiftet.
Du bist betrunken, sagte Jo, sag lieber nichts. Alle kommen, um mit uns zu feiern, aber du willst ja nicht raus aus dem Loch. Hör mal, so einfach ist das nicht, wir haben gewonnen, gut, aber sie werden in Berufung gehen, sie werden mich weiter in die Ecke treiben, das hört nicht einfach so auf. Doch, schrie ich und schlug ihm die blutigen Hände gegen das Hemd, damit es verschmierte, doch, das hört jetzt auf. Blut lässt sich ganz schlecht auswaschen. Da bleibt immer etwas zurück.”

 pehnt

Annette Pehnt (Keulen, 25 juli 1967)

 

De Nederlandse journalist en schrijver Sytze van der Zee werd geboren op 25 juli 1939 in Hilversum. Zie ook mijn blog van 25 juli 2009.

Uit: Vogelvrij

„Het begon met een telefoontje op donderdag 4 juli 2002. Een man die hakkelend vertelde dat zijn vader, Tonny Ahlers, Anne Frank en de andere onderduikers in het Achterhuis had verraden. Hij wilde me dringend spreken, zei hij, als schrijver van het boek over mijn jeugd, Potgieterlaan 7. Al een dag later zat ik tegenover hem en zijn vrouw in café De Smoeshaan, om de hoek van het Amsterdamse Leidseplein.

De ene sigaret na de andere rokend klaagde Ton Ahlers over de vloed van publiciteit die hij over zich heen had gekregen sinds de Engelse schrijfster Carol Ann Lee in een boek haar onthulling over zijn vader bracht en het NOS-Journaal en het NPS-programma Andere Tijden er op 12 maart ruimschoots aandacht aan hadden besteed. En dat terwijl hij die avond net naar een voetbalwedstrijd wilde kijken. Van mij hoopte hij te ervaren hoe ik hiermee zou omgaan. Als lotgenoot, in die zin dat mijn vader net als de zijne lid van de NSB was geweest, én als oud-hoofdredacteur van Het Parool die meer met dit bijltje moest hebben gehakt.

Hoewel ik met de ogenschijnlijk zwaar aangeslagen man had te doen, mocht ik deze kans niet laten glippen. Ik stelde voor dat ik samen met mijn zoon Olivier een documentaire over hem zou maken. Hij kon dan zijn levensverhaal vertellen, zijn jeugd als NSB-kind, en waarom hij haast onvoorwaardelijk geloofde dat zijn – in 2000 overleden – vader de onderduikers in het Achterhuis bij de Gestapo had aangebracht. Want ook al had de schrijfster vóór de publicatie van haar boek Het verborgen leven van Otto Frank met niemand van de familie Ahlers gesproken, volgens Ton Ahlers was haar onthulling een schot in de roos. Ze bevestigde alleen maar wat hij had vermoed.“

zee

Sytze van der Zee (Hilversum, 25 juli 1939)

 

De Duitse dominee en dichter Albert Knapp werd geboren op 25 juli 1798 in Tübingen. Zie ook mijn blog van 25 juli 2007 en ook mijn blog van 25 juli 2009.

Die Mutter im Sarge

Eingesargt zum letzten Schlummer
Blass, im weissen Sterbekleid,
Ohne Schmerzen, ohne Kummer,
Seh‘ ich dich mit stillem Leid,
Vielgetreue Mutter du!
Jetzo trägt man dich zur Ruh!
Schlummre süß im kühlen Grunde
Bis zur Auferstehungsstunde!

Auge, das mit Lied‘ und Sehnen
Oft die Seinen angeblickt,
Segnend, mit viel tausend Tränen
Haben wir dich zugedrückt.
Nie auf dieser Erde mehr
Blickst du zärtlich auf uns her;
Doch zu Wiedersehensgrüßen
Wirst du heller dich erschließen.

Hand, die treulich uns geleitet,
Die uns nichts als Liebe gab,
Freud‘ und Trost um uns verbreitet,
Ruhe nun im stillen Grab.
Unermüdet war dein Fleiß,
Und dein Tagewerk war heiß;
Wenn die Toten auferstehen,
Wird in dir die Palme wehen!

Edler Mund, zum Reinen, Großen
Und zu Lieb‘ und mildem Wort
Freundlich, lieblich aufgeschlossen, —
Nimmer tönest du hinfort;
Aber was die Lippe sprach,
Tönt in unserm Herzen nach,
Bis nach langer Grabesstille
Halleluja dir entquille.

Herz, das ohne Falsch geschlagen
Für den Gatten, für das Kind,
Das uns sterbend noch getragen,
O wie ruhest du so lind!
Weinend, dankend rufen wir:
Ew‘ger Segen folge dir!
Wenn die Grüfte sich bewegen,
Schlage wieder uns entgegen!

Dann wird froh die Träne fließen,
Wie sie jetzt in Trauer fließt;
Froh wird dich dein Kind begrüßen,
Das dich heut‘ in Tränen grüßt;
Dann, dann wird der schwere Stein
Weg von deinem Grabe sein;
Jesus war im Tod dein Leben,
Ewig darfst du vor ihm schweben!

knapp

Albert Knapp (25 juli 1798 – 18 juni 1864)

 

De Oostenrijkse dichter, priester en Augustijner Koorheer Ottokar Kernstock werd geboren op 25 juli 1848 in Marburg an der Drau. Zie ook mijn blog van 25 juli 2007 en ook mijn blog van 25 juli 2009.

 

 Ins Sonnenland des Glücks

Voll Huld soll dich bewachen
Der Lenker des Geschicks.
Mit Jubeln und mit Lachen
Sollst du die Reise machen
Ins Sonnenland des Glücks!

Und kommt ein Leid gegangen,
Dann küsse dir zur Stund’
Liebkosend von den Wangen
Die Tränlein, die dran hangen,
Ein vielgetreuer Mund.

 

Dichterworte

Was sinnend die Seele des Sängers erfindet
Und was ihm der Muse pythischer Spruch
Beglückendes oder Erschütterndes kündet –
Das schreib’ in dein Buch!

Doch triffst du ein Lied, das sich deiner bemeistert,
In Ketten dich schmiedet, fester als Erz,
Zu Tränen dich rührt, dich zum Jubeln begeistert –
Das schreib’ in dein Herz.

kernstock

 Ottokar Kernstock (25 juli 1848 – 5 november 1928)

 

 Onafhankelijk van geboortedata:

De Duitse dichteres Louise Boege werd geboren in 1985 in Würzburg. Zij studeerde sinds 2004 aan het Deutsche Literaturinstitut in Leipzig. Zij behaalde een eerste plaats bij de Wettbewerb des Leipziger Hörspielsommers en publiceerde in diverse tijdschriften en bloemlezingen.

wurst und wetter

im schatten lesen sie südfrüchte
aus der wochenzeitung
und essen sie wurst madame
mal mit fingern und senf am jackett

oder eine biene eine apfelblüte
eine blumenvase
ein reptil und ein glashäuschen
und ein fenster ins land

ein gewitter ist im anzug
die farben da draußen
sind schließlich ganz anders als sonst
vor lauter mittag und blau
der hunger ist derselbe
auch der gute geschmack

wählen sie ingwergelb
das werfe ich jetzt so
als beispiel in den steingarten hinein

hüten sie sich vor mahlzeiten auf postkarten
sie sehen die langen schatten auf dem tisch
ziehen sie sich wärmer an madame
hüten sie auf ihr augenlicht
gewittern wird es gegen abend
das leuchtet ein

 boege

 Louise Boege (Würzburg, 1985)

Elias Canetti, Max Dauthendey, Jovica Tasevski – Eternijan, Annette Pehnt, Sytze van der Zee, Albert Knapp, Ottokar Kernstock, Angela Kreuz

De Duitstalige schrijver Elias Canetti werd geboren op 25 juli 1905 in Russe in Bulgarije. Zie ook mijn blog van 25 juli 2006. Zie ook mijn blog van 25 juli 2007 en ook mijn blog van 25 juli 2008.

Uit: Party im Blitz

 

„Als der Blitzkrieg über London begann, einige Monate nach Dünkirchen, im gefährlichsten Zeitpunkt der englischen Geschichte, erlebte ich in seinem Hause eine Party, die mir vor Augen bliebe, auch wenn ich fünfhundert Jahre danach noch am Leben wäre. Sein Haus war höher als die meisten in Downshire Hill. Es hatte drei Stockwerke, die meisten andern nur zwei. Es war aber schmal wie die andern alle. In jedem Stock waren höchstens ein oder zwei Zimmer. Sie waren von Menschen erfüllt, die tranken und tanzten. Sie standen mit den Gläsern in der Hand da, wie es hier Sitte war, aber mit ausdrucksvollen Gesichtern, was hier gegen die Sitte ging. Es waren manche junge Offiziere in Uniform darunter, lebhaft, ja beinah lebenslustig, von lauten Sätzen überquellend, die man gehört hätte, wenn sie in der Musik nicht untergegangen wären. Die Tanzenden, besonders die Frauen, hatten etwas Aufgerissenes und genossen ihre Bewegungen wie die des Partners. Die Atmosphäre war dicht und heiß, und niemand kümmerte sich darum, daß man Bomben-Einschläge hörte, eine furchtlose und dabei sehr lebendige Gesellschaft. Ich hatte im obersten Stock begonnen, ich traute kaum meinen Augen und ich ging in den zweiten hinunter und traute ihnen noch weniger. Jeder Raum schien feuriger als der, in dem man sich vorher umgetan hatte. In den tieferen Räumen sonderte man sich etwas mehr ab, Pärchen saßen und hielten einander umarmt, die Musik durchdrang uns heiß von oben bis unten, man gab sich mit Umarmungen und Küssen zufrieden, nichts wirkte lasziv, im Basement, wie man hier das Untergeschoß nannte, geschah das Erstaunlichste. Die Türe nach außen wurde aufgerissen, Männer in Feuerwehrhelmen griffen nach Kübeln mit Sand, die sie im Schweiß ihres Angesichts in größter Geschwindigkeit hinaustrugen. Sie achteten auf nichts, das sie im Raum vor sich sahen, in ihrer Eile, die brennenden Häuser in der Nachbarschaft zu schützen, griffen sie wie blind nach den sandgefüllten Kübeln.”

 

Canetti

Elias Canetti (25 juli 1905 – 14 augustus 1994)

 

De Duitse dichter en schilder Max Dauthendey werd geboren op 25 juli 1867 in Würzburg. Zie ook mijn blog van 25 juli 2007 en ook mijn blog van 25 juli 2008.

 

 

Das Heu liegt tot am Wege

Das Heu liegt tot am Wege,
Wir gingen ohne zu sehen,
Und Amselsang im Gehege,
Wir hörten es kaum im Gehen.

Wir waren still wie Erde,
Wie zwei, die man begraben;
Unsere Seelen mit dunkler Gebärde
Durchzogen den Himmel wie Raben.

 

 

Die Luft ist voll Kommen und Gehen

Die blühenden blauen Kornraden,
Sie fielen mit den Ähren;
Das Korn liegt still in Schwaden
Im Sonnenschein, im schweren.

Kaum ein paar kurze Wochen
Sind die Felder glühend zu sehen;
Gleich muß die Sense dann pochen,
Und Stoppeln bleiben kalt stehen.

Wenn Augenblicke erwarmen,
Fühlt ihren Atem kaum wehen,
Da entsinken sie schon unsern Armen –
Die Luft ist voll Kommen und Gehen.

 

Die Mittagsstund’

Im Zimmer, im trägen und stummen,
Hör’ ich die Mittagsstund’ summen,
Als gurrt eine Taube im Kropfe,
Als kocht man den Sommer im Topfe.
Und ferner Sommer Gespenster
Besuchen Dich glühend am Fenster,
Und manch’ einer möchte gern bleiben
Und hängt sich verliebt an die Scheiben.
Von Sommer, die heiß hereinlugen,
Kracht’s Fensterbrett laut in den Fugen;
Und auch eine Fliege, die brummt,
Die alle Sommer schon summt,
Sie singt von der Wollust ohn’ Ruh’
Und von allen Sommern dazu.

dauthendey_max

Max Dauthendey (25 juli 1867 – 29 augustus 1918)

 

De Macedonische dichter Jovica Tasevski – Eternijan werd geboren op 25 juli 1976 in Skopje. In zijn geboortestad studeerde hij ook algemene en vergelijkende literatuurwetenschap. Tasevski – Eternijan werkt in de Nationale Universiteitsbibliotheek. Behalve gedichten schrijft hij ook kritieken en is hij als vertaler werkzaam.

 

 

HERE WE ARE

We crumble the night on a golden plate
and spatter the milky rhythm
of the spirit Shall we find it
Shall we remove
the root

The moon peers at us
The sticky strands tie
our frail arteries
in a knot

Bitter are the shadows of the barbarian key
when the sieve that bears us
decays This dark onrush will not settle
in our nucleus
We rage!

 

Vertaald door Marija Girevska

 

JovicaTasevski-Eternijan

Jovica Tasevski – Eternijan (Skopje, 25 juli 1976)

 

 

De Duitse schrijfster Annette Pehnt werd geboren op 25 juli 1967 in Keulen. Zie ook mijn blog van 25 juli 2007  en ook mijn blog van 25 juli 2008.

 

Uit: Insel 34

 

Zwischen den Bildbänden stieß ich auf einen abgestoßenen Lederrücken mit kaum leserlicher Goldschrift: Die Inseln damals und heute. Das Heute war lange her, auf den neueren Inselfotos hatten die Autos noch gerundete Kühlerhauben, und Eselskarren verstopften die schlammigen Dorfstraßen, aber vielleicht ist es ja dort immer noch so, dachte ich, blätterte zurück und kam zu den älteren Aufnahmen, bräunlichen, leicht verwischten Bildern,
auf denen sich Leute mit strengen Mienen zu ordentlichen Grüppchen aufgestellt hatten. Manche hielten feuchte Fische in die Kamera, andere hatten Ziegen oder Schafe neben sich in die Reihe gezerrt und legten ihre Hände besitzergreifend auf Tierhälse und Hörner. Einer hielt eine Art sperrigen Dudelsack mit krummen Pfeifen unter dem Ellbogen. Die Kinder waren glattgebürstet und hatten eckige Köpfe.
Ich wendete langsam die Seiten um, nicht ganz bei der Sache, weil gerade die Klimaanlage der Schule anfing zu brausen, wie immer um Viertel nach vier, als mich von einer halb herausgelösten Seite ein Kind direkt anschaute. Es hatte weit aufgerissene Augen, Grübchen in den Backen, obwohl es nicht lächelte, und geradegewachsene Augenbrauen, die sich über seiner Nase trafen, noch nie hatte ich bei einem Kind solche Augenbrauen gesehen. Die Augen schaute ich mir genauer an, beugte mich dicht über das wolkige Papier, bis sich der beharrliche, versunkene Blick auflöste in Kratzer und Punkte. So will ich auch aussehen, dachte ich und zog meine Augenbrauen zusammen, aber sie berührten sich nicht.
Der macht, was er will.”

 

Annette_Pehnt

Annette Pehnt (Keulen, 25 juli 1967)

 

De Nederlandse journalist en schrijver Sytze van der Zee werd geboren op 25 juli 1939 in Hilversum. Zie ook mijn blog van 25 juli 2008.

 

Uit: Potgieterlaan 7

 

‘Hoewel de POD en de BS ons met rust laten, er vindt zelfs geen huiszoeking plaats, duiken we zekerheidshalve in ons eigen huis onder. We mogen volgens ons angstige moeder geen slapende honden wakker maken en dus moet de indruk gewekt worden gewekt alsof Potgieterlaan 7 niet meer bewoond is. Slechts het hatelijke plakkaat op het voorkamerraam ontbreekt. ’s Avonds maken we geen licht, niet in de eetkamer laat staan in de voorkamer, niet in de gang, niet in de slaapkamers, en we lopen op kousenvoeten door het huis. Buiten spelen doen we al helemaal niet meer.
We leven, hokken met ons vieren wekenlang in de keuken, op een gerafelde, mossige mat van drie bij drie meter, tussen het aanrecht en de keukentafel, waaraan we eten en spelen. Op het aanrecht staan twee petroleumstellen die zo’n stinkende walm verspreiden dat je ogen gaan tranen, maar mijn moeder kookt sowieso nauwelijks. Een enkele keer warmt ze een blik
’meat and vegetables’ op, lekkere brokken vlees met aardappelen en groente, hetzelfde voedsel dat de bevrijders eten. Heel vaak moeten Henri en ik met een aluminium pan zonder handvatten, die zijn afgebroken, naar Ons Gebouw aan de Havenstraat, naar de gaarkeuken. We hoeven er niet meer in de rij te staan, zoals in de laatste weken van de oorlog. Wie nu nog naar de gaarkeuken komt, is arm en verdacht. Normale mensen koken, zo goed en zo kwaad als het gaat, hun eigen potje.

 

VanDerZee

Sytze van der Zee (Hilversum, 25 juli 1939)

 

 

De Duitse dominee en dichter Albert Knapp werd geboren op 25 juli 1798 in Tübingen. Zie ook mijn blog van 25 juli 2007.

 

Reichtum in Christo

Hättest du Licht und Heil
Mir nicht gegeben,
Hätt’ ich kein andres Teil,
Hätt’ ich kein Leben.

Wärst du blutend nicht
Für mich verschieden,
Käm’ in mein Angesicht
Ewig kein Frieden!

Aber du lebst und bist
Alles in allen:
Siehe mein Los, es ist
Lieblich gefallen.

Jesus, ich lebe dir,
Bis ich dir sterbe;
Rufst du von hinnen mir,
Bin ich dein Erbe.

Christus im Erdenthal,
Christus am Grabe,
Christus im Himmelssaal
Ist’s, was ich habe.

 

 

Knapp

Albert Knapp (25 juli 1798 – 18 juni 1864)

 

De Oostenrijkse dichter, priester en Augustijner Koorheer Ottokar Kernstock werd geboren op 25 juli 1848 in Marburg an der Drau. Zie ook mijn blog van 25 juli 2007.

 

 

In der Christnacht

 

Ein Bettelkind schleicht durch die Gassen-
Der Markt lässt seine Wunder sehn:
Lichtbäumchen, Spielzeug, bunte Massen.
Das Kind blieb traumverloren stehn.

 

Aufseufzt die Brust, die leidgepresste,
Die Wimpern sinken tränenschwer.
Ein freudlos Kind am Weihnachtsfeste-
Ich weiß kein Leid, das tiefer wär.

 

Im Prunksaal gleißt beim Kerzenscheine
Der Gaben köstliches Gemisch,
Und eine reichgeputzte Kleine
Streicht gähnend um den Weihnachtstisch.

 

Das Schönste hat sie längst, das Beste,
Ihr Herz ist satt und wünscht nichts mehr.
Ein freudlos Kind am Weihnachtsfeste-
Ich weiß kein Leid, das tiefer wär.

 

Doch gälts in Wahrheit zu entscheiden,
Wer des Erbarmens Preis verdient-
Ich spräch: Das ärmste von euch beiden
Bist du, du armes reiches Kind

 

Ottokar_Kernstock_Vorau

 

 

 

 

 

 

Ottokar Kernstock (25 juli 1848 – 5 november 1928)
Standbeeld in Vorau

 

Onafhankelijk van geboortedata:

 

De Duitse dichteres en schrijfster Angela Kreuz werd geboren  in Ingolstadt in 1969. Zij studeerde filosofie en psychologie in Dresden en Konstanz. Werk van haar verscheen in literaire tijdschriften en bloemlezingen. Zij schrijft gedichten, verhalen, short stories en romans. Zij debuteerde in 2003 met Der Engländer und weitere kurzgefasste Geschichten. In 2005 verscheen lyrische städtereisen, in 2007 haar debuutroman Warunee.

 

Scattery Island, Monastery of St. Senan

 

Längst hat die Klosterruine ihr Dach verworfen,

durch die Fenster bläst der irische Wind

Mauersteine von ockerbraunen Flechten überzogen –

vor dem Kirchenfenster

öden sich in der Ferne

zwei Fabrikschlote auf dem Festland an

 

 

Sherkin Island, Franziskanerabtei

 

Schwalben umschwirren das Abbey,

blicken in die offenen Räume

der Ruine

und zwitschern sich fröhlich zu –

der Restaurator sitzt mit einem Sandwich

auf der Dachterrasse,

schaut durch ein Fenster aufs offene Meer

 

AngelaKreuz

Angela Kreuz (Ingolstadt, 1969)

Elias Canetti, Max Dauthendey, Annette Pehnt, Sytze van der Zee, Albert Knapp, Ottokar Kernstock

De Duitstalige schrijver Elias Canetti werd geboren op 25 juli 1905 in Russe in Bulgarije. Zie ook mijn blog van 25 juli 2006. Zie ook mijn blog van 25 juli 2007.

Uit: Masse und Macht

 

Das Massensymbol der geeinten deutschen Nation, wie sie sich nach dem französischen Kriege von 1870 bildete, war und blieb das Heer Jeder Deutsche war stolz darauf; es gab nur vereinzelte, die sich dem überwältigenden Einfluß des Symbols zu entziehen vermochten. Ein Denker von der universalen Kultur Nietzsches empfing den Anstoß zu seinem Hauptwerk, dem »Willen zur Macht«, in jenem Krieg: es war der Anblick der Reiterschwadronen, den er nicht vergaß. Dieser Hinweis ist nicht müßig; er zeigt, wie allgemein die Bedeutung des Herres für den Deutschen war, die sich hochmütig gegen alles, was an Menge gemahnte, abzugrenzen verstanden. Bürger, Bauern, Arbeiter, Gelehrte, Katholiken, Protestanten, Bayern, Preußen, alle sahen in der Armee das Sinnbild der Nation. Die tieferen Wurzeln dieses Symbols, seine Herkunft aus dem Wald, sind an anderer Stelle aufgedeckt worden. Wald und Herr hängen für den Deutschen auf das innigste zusammen, und es läßt sich das eine so gut wie das andere als das Massensymbol der Nation bezeichnen; sie sind in dieser Hinsicht dassselbe.

 

Es ist von entscheidender Bedeutung, daß das Heer neben seiner symbolischen Wirksamkeit auch konkret bestand. Ein Symbol lebt in der Vorstellung und im Gefühl der Menschen; als solches war es das merkwürdige Gebilde Wald- Heer. Die wirkliche Armee dagegen, in der jeder junge Deutsche diente, hatte die Funktion einer geschlossenen Masse. Der Glaube an die allgemeine Wehrplicht, die Überzeugung von ihrem tiefen Sinn, die Ehrfurcht von ihr reichten weiter als die traditionellen Religionen, er erfaßte Katholiken so gut wie Protestanten. Wer sich ausschloß, war kein Deutscher. Es ist gesagt worden, daß man Armeen nur in recht eingeschränkten Sinne als Masse bezeichnen darf. Doch war das Im Falle der Deutschen anders: er erlebte die Armee als eine weitaus wichtigste geschlossene Masse. Sie war geschlossen, da nur bestimmte Jahrgänge von jungen Männern auf begrenzte Zeit in ihr dienten. Bei den übrigen war sie ein Beruf, also schon darum nicht allgemein. Aber jeder Mann ging einmal durch sie hindurch und blieb für sein Leben innerlich an sie gebunden.“

 

 

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Elias Canetti (25 juli 1905 – 14 augustus 1994)

 

De Duitse dichter en schilder Max Dauthendey werd geboren op 25 juli 1867 in Würzburg. Zie ook mijn blog van 25 juli 2007.

 

 

Der Jungrosen Dorn

 

Als ob von Freude ein Regen fiel,
Ist jetzt an grünen Dornen
Der wilden Rosen Spiel.

Sie hängen an allen Wegen
Mit Lachen und leichtem Drängen,
Als ob verschämte Gedanken
Mädchen verlegen machen.

Aber der Jungrosen Dorn
Ist weich noch. Will er Dein Blut,
Nimmt er’s im Übermut,
Und lachend ist sein Zorn.

 

 

 

Heut es kein Abend werden will

 

Heut es kein Abend werden will,
In alle Gassen hinein
Steht noch der Frühlingstag still.
Und der Laternen funkelnde Reih’n
Ziehen im letzten Tagesschein
Wie in die Halle des Himmels ein.

Seht auch, es glänzen im Grau
Die Steine der Straßen noch blau.
Der Tag will den Stein nicht verlassen;
Er will ihn als Edelstein fassen,
Weil die Menschen darüber gegangen,
Die Menschen zu zwein und mit glühenden Wangen.

 

 

 

Wenn dich meine Wiesen

 

Möchte Deinen Leib
Keinen Garten nennen,
Wo sich Blum’ und Mensch
Nur vom Sehen kennen.
Möchte Deinen Leib
Nennen meine Wiesen,
Wo Heilwurzeln würzig
Und Labkräutlein sprießen.

Winzig kleine Blüten,
Kaum sichtbar wie Sterne,
Hausen dort urwüchsig,
Wirken stark zur Ferne.
Darf mich dort zum Schlummer
In den Glücksklee legen,
Er vertreibt den Kummer.

Nie in einem Garten
Könnt’ ich in den Beeten
Ruhen in den harten.
Nenn Dich meine Wiesen,
Wo mit Kraft und Freude
Herzerquickend sprießen.

 

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Max Dauthendey (25 juli 1867 – 29 augustus 1918)

 

 

De Duitse schrijfster Annette Pehnt werd geboren op 25 juli 1967 in Keulen. Zie ook mijn blog van 25 juli 2007.

 

Uit: Mobbing

 

“Das war’s, sagte Jo, ich bin erledigt, aber es klang nicht so. Naja, sagte ich, so schlimm wird es wohl nicht sein. Wenn das Schlimmste passiert, muss man sich endlich nicht mehr davor fürchten, sagte Jo. Sehr weise, sagte ich, haben sie dich rausgeschmissen oder was. Genau, sagte Jo, du kannst es nachlesen, fristlos. – Ich bewegte mich in Jos Worten, als bewegten sie mich nur am Rande. Ein seltsam beschwingtes Gefühl der Leere hielt mich in meinem Lächeln.”

 

(…)

Als ich das Fahrrad abstelle, sehe ich durch das Fenster Jo am Herd, das Baby hockt auf seiner Hüfte und späht in die Töpfe. Ich sehe, wie es immer wieder den Kopf an Jos Schulter legt, sich vorbeugt. Ich freue mich an den aneinandergeschmiegten Gesichtern, dem Baby in Jos Obhut, an den sanften Bewegungen. Als ich lächelnd die Tür aufdrücke, dreht sich Jo zu mir um, er lächelt nicht. ‘Warum hast du das Fläschchen nicht ausgespült?’ sagt er. ‘Was willst du?’ sage ich. ‘In acht Wochen haben wir einen Termin beim Arbeitsgericht’, sagt er.”

 

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Annette Pehnt (Keulen, 25 juli 1967)

 

 

De Nederlandse journalist en schrijver Sytze van der Zee werd geboren op 25 juli 1939 in Hilversum. Van 1969 tot 1975 was hij correspondent van NRC-Handelsblad in Bonn, daarna correspondent van dezelfde krant in Brussel voor België, de Europese Gemeenschap en de NAVO. Van der Zees vader had zich voor WO II aangesloten  bij de NSB. Hij liep in het WA-uniform en stuurde zoon Wim naar de Jeugdstorm. Moeder  Van der Zee was er aanvankelijk helemaal niet voor, maar liet zich overtuigen. Zij ging collecteren voor de Winterhulp. Lang heeft het allemaal niet geduurd. Toen de jodenvervolging op gang kwam, bedankte Van der Zee voor de NSB. Het kwaad was toen echter al geschied. De familie stond in de buurt bekend als ‘fout’, ook al probeerde Van der Zee z’n verkeerde keuze goed te maken. Hij verzweeg het onderduikadres van Joodse kennissen en leverde een stencilmachine aan het verzet. Niet lang na de bevrijding werd op een avond Van der Zee van huis gehaald. Een jaar lang bleef hij weg; in afwachting van een proces verbleef hij in een werkkamp niet ver van Hilversum vandaan. Moeder Van der Zee bleef met de drie zoons en dochter Ietje achter.

 

Uit: Potgieterlaan 7

 

“Een heel enkele keer denk je dat iemand een lotgenoot zou kunnen zijn, en dan maak je voorzichtig een toespeling: ‘Jullie hebben het na de oorlog moeilijk gehad, niet?’ Dat is een soort code, niet in, maar na de oorlog. De ander trekt een verbaasd gezicht.
‘Je vader is toch pas begin 1948 thuisgekomen?’
‘Hij zat in een Duits concentratiekamp en daarna is hij heel lang ziek geweest, tbc,’ zegt de ander. ‘Eerst moest hij beter worden, voordat hij naar huis kon. De Amerikanen wilden dat.’
Bijna drie jaar lang ziek? Dat moet een heel hardnekkige en kwaadaardige vorm van tuberculose zijn geweest, de vliegende tering was het in ieder geval niet. Misschien is hij als Lazarus uit de dood opgestaan. Ik weet beter, mijn moeder heb ik het horen vertellen: de vader heeft als lid van een Duitse organisatie, Organisation Todt, de nazi’s hand- en spandiensten verleend. Na de oorlog heeft hij eerst bij de Amerikanen in Duitsland en vervolgens in Nederlands vastgezeten. Ook vertelde ze dat het gezin aan de andere kant van Hilversum heeft gewoon, over het spoor, maar naar onze buurt is verhuisd om een nieuw leven te kunnen beginnen.
Omdat de ander geen krimp geeft, doe ik er het zwijgen toe. Je weet het immers nooit, misschien is het toch niet waar, en dan loop je het gevaar jezelf bloot te geven.”

 

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Sytze van der Zee (Hilversum, 25 juli 1939)

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 25 juli 2007.

 

De Duitse dominee en dichter Albert Knapp werd geboren op 25 juli 1798 in Tübingen.

 

De Oostenrijkse dichter, priester en Augustijner Koorheer Ottokar Kernstock werd geboren op 25 juli 1848 in Marburg an der Drau.

 

 

Elias Canetti, Max Dauthendey, Albert Knapp, Ottokar Kernstock, Annette Pehnt

De Duitstalige schrijver Elias Canetti werd geboren op 25 juli 1905 in Russe in Bulgarije. Zie ook mijn blog van 25 juli 2006.

Uit: Aufzeichnungen für Marie-Louise

„Keiner will die Türe sein.
Drei- oder viermal im Tage schüttelte er sich selber herzlich die Hand, statt der Besuche, die nie kamen, und immer brachte er sich überraschende Neuigkeiten mit.
Sie kämpfen zwischen den Zehen, im Nabel, in den Nüstern, sie kämpfen im Hintern, unter den Achseln, in den Ohren und im Mund, es gibt keinen versteckten Ort, kein Zollbreit, keine Pore tief, wo sie nicht auf Leben und Tod miteinander kämpfen.
Die Nationen sind Freudenmädchen und Klageweiber.
Sie schneiden ihren Opfern erst Ohren und Namen ab ; dann hören die niemand rufen ; dann kann die niemand rufen ; und sind nur noch Hände.
Er kann nur noch unter Tieren lachen.
Er bemühte sich in der Hölle vernünftig zu bleiben.
»Zu Hause« war für ihn ein Haufen von vergilbten Bohnen.
Im letzten Kriegsjahr wurde auf jede Träne eine Buße von 10 Reichsmark gelegt. In die Herzen der Mütter wurden Mikrophone eingebaut.
Wüßte ich, wer aus ihm spricht, aus diesem, aus jenem, aus dem andern ! Soviel Tote suchen nach lebenden Stimmen und wie stoßen sie einander fort ! Härter noch als bei uns Lebenden ist ihr Kampf untereinander, sie kämpfen um viel mehr ; und der Geschlagene bei ihnen ist nie tot, nur vertrieben. Mögen sie nur dieser niedrigen Rauferei fähig sein, ich segne sie, ich segne sie für dieses letzte bißchen Leben ; und sie können mich besetzen, schütteln und quälen, wenn sie nur irgendetwas tun. Tote, o geliebte Tote, wie möchte ich euch kennen und erfreuen und beschenken, mit vollen schönen Stunden meines kurzen Lebens!“

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Elias Canetti (25 juli 1905 – 14 augustus 1994)

 

De Duitse dichter en schilder Max Dauthendey werd geboren op 25 juli 1867 in Würzburg. Dauthendey wilde oorspronkelijk al dichter worden, maar zijn vader verlangde van hem dat hij hem zou opvolgen in zijn fotoatelier. Het weerspannige gedrag van zijn zoon was zelfs aanleiding hem voor korte tijd te laten opnemen in een zenuwinrichting. In 1891 maakte Dauthendey zich definitief van zijn vader los en vertrok hij zonder middelen van bestaan naar Berlijn en later naar Parijs waar hij zijn brood probeerde te verdienen als zelfstandig schrijver en schilder. Dat lukte soms met moeite en nood, en soms ook helemaal niet. Over zijn gedichten zei echter niemand minder dan Stefan George: „Sie sind das einzige, was jetzt in der ganzen Literatur als vollständig Neues dasteht … eine eigenartige Kunst, die reicher genießen lässt als Musik und Malerei, da sie beides zusammen ist.”

 

 

Alleingelassen bei Erinnerungen

Jetzt sitzt der weiße Schlaf vor allen Wintertüren,
Die Fenster sind gleich blassen Eierschalen,
Dahinter leben Straßen voll Gespenster
Und Stimmen, die uns ferne Menschen malen.

Man kann die Welt nicht sehen und nur spüren.
Wie Blinde ahnt man dunkel das Geschehen,
Alleingelassen bei Erinnerungen,
Die an den Türen wie die Bettler stehen,

Die bei den Ofenflammen warm sich rühren,
Erregt mit nimmersatten Hungerzungen.
Sie können uns an magern Händen führen
Und haben in der Asche noch nicht ausgesungen.

Das Blut bleibt still mir stehen

Gesträubte Bäume stehen mit hagern Zweigen,
Bestäubte Berge lagern am pechschwarzen Fluß.
Wolken gehen und steigen
Wie Feuer, Rauch und Ruß.

Im Wind eine Silberpappel
Muß ihre Blätter drehen,
Daß sie wie weiße Augen
Blind in das Chaos sehen.

Das Blut bleibt still mir stehen,
Es scheint, daß die Himmel zerreißen,
Vor der Sehnsucht Wehen.

 

 

Der Regen scheint besessen

 

Ich hör’ den Regen dreschen
Und übers Pflaster fegen.
Der Regen scheint besessen
Und will die Welt auffressen.

Ich muß mich näher legen
Ins Bett zu meiner Frauen.
Wird sich ihr Äuglein regen,
Kann ich ins Blaue schauen.

 

Dauthendey

Max Dauthendey (25 juli 1867 – 29 augustus 1918)

 

De Duitse dominee en dichter Albert Knapp werd geboren op 25 juli 1798 in Tübingen. Hij was oprichter van de eerste vereniging voor dierenbescherming in Duitsland. Knapp schreef ongeveer 1200 wereldlijke en geestelijke gedichten en liederen. Ook schreef hij portretten van dichters en theologen. Veel van zijn geestelijke liederen zijn in gezangbundels opgenomen.

 

 

Himmel, Erde, Luft und Meer

Himmel, Erde, Luft und Meer
zeugen von des Schöpfers Ehr;
meine Seele, singe du,
bring auch jetzt dein Lob herzu.

Seht das große Sonnenlicht,
wie es durch die Wolken bricht;
auch der Mond, der Sterne Pracht
jauchzen Gott bei stiller Nacht.

Seht, wie Gott der Erde Ball
hat gezieret überall.
Wälder, Felder, jedes Tier
zeigen Gottes Finger hier.

Seht, wie fliegt der Vögel Schar
in den Lüften Paar bei Paar.
Blitz und Donner, Hagel, Wind
seines Willens Diener sind.

Seht der Wasserwellen Lauf,
wie sie steigen ab und auf;
von der Quelle bis zum Meer
rauschen sie des Schöpfers Ehr.

Ach mein Gott, wie wunderbar
stellst du dich der Seele dar!
Drücke stets in meinen Sinn,
was du bist und was ich bin.

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Albert Knapp (25 juli 1798 – 18 juni 1864)

 

De Oostenrijkse dichter, priester en Augustijner Koorheer Ottokar Kernstock werd geboren op 25 juli 1848 in Marburg an der Drau. Vanaf 1875 publiceerde Kernstock historische en literaire werken. Zijn gedichten verschenen vanaf 1878 in de Fliegende Blätter, een tijdschrift uit München. In 1923 schreef hij het zogenaamde „Hakenkreuzlied“ voor de Fürstenfelder Ortsgruppe van de DNSAP. Het lied werd ingezet tijdens de verkiezingsstrijd in de Sudetenduitse gebieden en veroorzaakte een storm van protest vanuit de Christelijk Sociale Partij en vanuit de katholieke kerk. Kernstock ontkende een Hakenkreuzler te zijn en verdedigde zich door te zeggen dat hij een gedicht geschreven had, dat „den idealen Zielen galt, die ursprünglich den Hakenkreuzlern vorschwebten und mit denen sich jeder brave Deutsche einverstanden erklären musste.“

 

Die gerettete Blume

Auf staubiger Ackerkrume
Stand frierend im kalten Wind
Eine schöne seltsame Blume,
Verwaist wie ein mutterlos Kind.

Du hülltest voller Erbarmen
In warme Liebe sie ein,
Du wurdest die Mutter der Armen,
Ihr Tau und ihr Sonnenschein.

Und täglich entfaltet freier
Sich ihre verborgene Zier,
Und täglich erblühte ein neuer
Bezaubernder Reiz an ihr…

So oft ich d
er Blume, der schlanken,
In die leuchtenden Augen schau’
Möcht’ tausendmal ich dir danken,
Du liebe, barmherzige Frau.

Kernstock1925

Ottokar Kernstock (25 juli 1848 – 5 november 1928)

 

De Duitse schrijfster Annette Pehnt werd geboren op 25 juli 1967 in Keulen. Zij studeerde Engels, keltologie en germanistiek in Keulen, Galway (Ierland), Berkley (Californië) en Freiburg im Breisgau. In die laatste plaats promoveerde zij ook in 1997. Sinds 1992 is zij zelfstandig schrijfster en literatuurcritica.

 

Uit: Insel 34

“In der Schulbibliothek fand ich einen Bildband mit historischen Aufnahmen aller vierunddreißig Inseln vor unserer Küste. Weil die anderen mich hänselten, na gehst du wieder pauken, traute ich mich selten in die Bibliothek und achtete darauf, daß mich niemand auf den mit grünem Teppich beklebten Stufen erwischte. Der Teppich, den sie nirgendwo anders im ganzen Gebäude verlegt hatten, war fleckig und aus Kunststoff, und wenn ich mit den Schuhen darüberschabte, lud ich mich elektrisch auf und knisterte an den Fingerspitzen. Weil ich das Gefühl mochte, schlurfte ich über die Stufen und entlud mich mit einem wohligen Schreck am Türgriff der Bibliothek. Vielleicht könnte ich Bibliothekarin werden, dachte ich und horchte in mich hinein, aber mein Herz schlug nicht schneller. Die Bibliothekarin hielt mich wohl für einen Bücherwurm, aber ich war genauso oft in der Turnhalle, wo ich an Tauen bis zur Decke kletterte, am Reck die Beine spreizte und Medizinbälle auf dem Kopf balancierte, oder im Musikraum, wo ich mich zwischen Flöten, Klavier und Bongos nicht entscheiden konnte und stundenlang herumzupfte und in die Tasten griff, bis man mich auf den Schulhof schickte, schön, daß du dich so interessierst, aber jetzt geh mal an die frische Luft zu deinen Freunden. Die Lehrer ermüdeten oft schneller als ich, sie hatten sich ja auch schon entschieden und mußten nicht alles gleichzeitig machen und dazu noch gemocht werden.”

AnnettePehnt

Annette Pehnt (Keulen, 25 juli 1967)