Ascension day (Michael Symmons Roberts), Maxwell Bodenheim

 

Bij Hemelvaartsdag

 

De Hemelvaart van Christus. Glas-in-loodraam in de Saint Joseph Catholic Church in Somerset, Ohio

 

Ascension day

In the Blue Lobster Café backyard,
the head chef – arms outstretched –
bears what looks like a body,

but conjures six cook’s shirts,
hot-laundered, pegged out,
dripping in a drench of sun.

As they dry, their half-hearted
semaphore becomes
more urgent, untranslatable.

Sex and death are in the air
this May morning: pollen and spent
blossom on an aimless breeze;

crab-backs, prawn skins, clams,
black-violet mussel shells,
all reek in sun-baked bin-sacks.

 

Michael Symmons Roberts (Preston, 13 oktober 1963)
De St Walburgiskerk in Preston, Lancashire

 

De Amerikaanse dichter en schrijver Maxwell Bodenheim werd geboren op 26 mei 1892 in Hermanville, Mississippi. Zie ook alle tags voor Maxwell Bodenheim op dit blog.

 

Merkteken van je stem

Merkteken van je stem, een dageraad
Die kleine gebaren op mijn voorhoofd laat vallen,
Terwijl sluimergedachten in mijn hoofd opkomen
En koddig en verward terugzwaaien.
Pijn heeft geschertst met de wervelende nacht
En beide verdwijnen als een onuitsprekelijk gebed,
Dus, maak van je stem een dageraad
Die kleine gebaren op mijn voorhoofd laat vallen.

 

Vertaald door Frans Roumen

 

Maxwell Bodenheim (26 mei 1892 – 6 februari 1954)
Hier met zijn tweede echtgenote Ruth Fagin rond 1952

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 26e mei ook mijn blog van 26 mei 2021 en ook mijn blog van 26 mei 2020 en eveneens mijn blog van 26 mei 2019 en ook  mijn blog van 26 mei 2018.

Christi Himmelfahrt (Annette von Droste-Hülshoff)

Bij Hemelvaart

 

garofalo

‘L’Ascensione di Cristo’ door Il Garofalo, 1510-1520

 

Christi Himmelfahrt

Er war ihr eigen drei und dreißig Jahr.
Die Zeit ist hin, ist hin!
Wie ist sie doch nun alles Glanzes bar,
Die öde Erd’, auf der ich atm’ und bin!
Warum durft’ ich nicht leben, als sein Hauch
Die Luft versüßte, als sein reines Aug’
Gesegnet jedes Kraut und jeden Stein?
Warum nicht mich? Warum nicht mich allein
O Herr, du hättest mich gesegnet auch!
Dir nachgeschlichen wär’ ich überall
Und hätte ganz von fern,
Verborgen von gebüschesgrünem Wall,
Geheim betrachtet meinen liebsten Herrn.
Zu Martha hätt’ ich bittend mich gewandt
Um einen kleinen Dienst für meine Hand:
Vielleicht den Herd zu schüren dir zum Mahl,
Zum Quell zu gehn, zu lüften dir den Saal –
Du hättest meine Liebe wohl erkannt.
Und draußen in des Volkes dichtem Schwarm
Hätt’ ich versteckt gelauscht,
Und deine Worte, lebensreich und warm,
So gern um jede andre Lust getauscht;
Mit Magdalena hätt’ ich wollen knien,
Auch meine Träne hätte sollen glühn
Auf deinem Fuß; vielleicht dann, ach, vielleicht
Wohl hätte mich dein selig Wort erreicht:
Geh hin, auch deine Sünden sind verziehn!
Umsonst! Und zwei Jahrtausende nun fast
Sind ihrem Schlusse nah’,
Seitdem die Erde ihren süßen Gast
Zuletzt getragen in Bethania.
Schon längst sind deine Märtyrer erhöht,
Und lange Unkraut hat der Feind gesät;
Gespalten längst ist deiner Kirche Reich,
Und trauernd hängt der mühbeladne Zweig
An deinem Baume; doch die Wurzel steht.
Geboren bin ich in bedrängter Zeit;
Nach langer Glaubensrast
Hat nun verschollner Frevel sich erneut;
Wir tragen wieder fast vergeßne Last,
Und wieder deine Opfer stehn geweiht.
Ach, ist nicht Lieben seliger im Leid?
Bist du nicht näher, wenn die Trauer weint.
Wo Drei in deinem Namen sind vereint,
Als Tausenden in Schmuck und Feierkleid?
‘S ist sichtbar, wie die Glaubensflamme reich
Empor im Sturme schlägt,
Wie Mancher, der zuvor Nachtwandlern gleich,
Jetzt frisch und kräftig seine Glieder regt.
Gesundet sind die Kranken; wer da lag
Und träumte, ward vom Stundenschlage wach;
Was sonst zerstreut, verflattert in der Welt,
Das hat um deine Fahne sich gestellt,
Und jeder alte, zähe Firnis brach.
Was will ich mehr? Ist es vergönnt dem Knecht,
Die Gabe seines Herrn
Zu meistern? Was du tust, das sei ihm recht!
Und ist dein Lieben auch ein Flammenstern,
Willst läutern du durch Glut, wie den Asbest,
Dein Eigentum von fauler Flecken Pest:
Wir sehen deine Hand und sind getrost,
Ob über uns die Wetterwolke tost,
Wir sehen deine Hand und stehen fest.

 

Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)

Burcht Hülshoff bij Münster op een ansichtkaart

 

Zie voor de schrijvers van de 17e mei ook mijn vorige blog van vandaag.