Louis Menand, Kristín Marja Baldursdóttir, Ludwig Thoma, Ludwig Jacobowski, Katharine Tynan, Egon Friedell, Joseph Méry, Rudy Dek, Anna Basener

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Zie ook alle tags voor Louis Menand op dit blog.

Uit: What It Is Like to Like. Art and taste in the age of the Internet

“And we are ridiculously, pathetically, embarrassingly suggestible. Cues that are barely liminal affect our preferences (which is why advertisers pay for product placement in films and TV shows). So do the choices we observe others making, the “I’ll have what she’s having” syndrome. We are also self-suggestible. “We seem to have a preference that we prefer our preference,” as Vanderbilt puts it. “There is a greater chance we will like something when we expect we are going to like it.” He calls this “a virtual law of liking.”
Vanderbilt is an intelligent writer, and there is a lot of interesting material in “You May Also Like,” but he has dived into a fathomless sea. He opens with an epigraph from Nietzsche, “All of life is a dispute over taste,” which pretty much sums up the problem. What does not, on some level, involve taste? Most of a day’s idle conversation is a sequence of thumbs-up, thumbs-down assertions expressed with varying degrees of sincerity and conviction. “Nice weather we’re having.” “I love your new haircut.” “This coffee is suboptimal.” “These are the best Sebastopol peaches I have ever eaten outside Sebastopol.” We don’t put a lot of thought into these judgments. They’re virtually automatic. Everything we experience gets an emoji.
And any action that entails a choice also entails a preference—what to read, what to wear, which brand of superglue to buy. Vanderbilt cites a researcher who estimates that people typically make two hundred food decisions a day. We try to find work we like, entertainment we like, people we like, shoes we like, political candidates we like. We want to sit at the best table, take the most scenic route, watch the funniest late-night talk show. Finally, there are what we think of as higher-order preferences, the astute critical appraisals we come up with when discussing the latest Don DeLillo novel or the new production of “Elektra.”
Understanding how traffic works is made exponentially more complicated by the fact that it’s not just one person who is barely paying attention; all the drivers on the road are barely paying attention, and they’re also reacting to each other. The same is true of taste. The reason stuff you don’t like is out there is that other people do like it. The continuously shifting array of “like” arrows emanating from you is reproduced billions of times across the planet and configured differently each time. Vanderbilt points out that someone who says, “I don’t want Thai food. I had some yesterday,” is forgetting that in Thailand people eat Thai food every day.”

 


Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952)

 

De IJslandse schrijfster Kristín Marja Baldursdóttir werd geboren op 21 januari 1949 in Hafnarfjörður. Zie ook alle tags voor Kristín Marja Baldursdóttir op dit blog.

Uit: Mistsluier (Vertaald door Marcel Otten)

“Neem het kind van me over, ik word gek.” De dienstmeid staart met wijd opengesperde ogen voor zich uit. Wij kijken elkaar vanuit onze ooghoeken aan, mijn zus stokt midden in een psalm. Moeder gaat kalm naar het dienstmeisje, pakt ons slapende broertje van haar schoot en de dienstmeid voegt er de gebrui-kelijke woorden aan toe: “Ik moet weer naar beneden.” Ze komt overeind, loopt majestueus door de kamer met haar breiwerk in haar handen, en met een plotselinge beweging doet ze een hand voor haar mond en probeert ze haar geschreeuw te smoren, terwijl ze naar het trapgat en omlaag rent. Moeder gaat kalm bij het trapgat staan, alsof ze ons zusters ervan wil weer-houden de kamer te verlaten, maar dat is niet nodig, want wij zijn opgevoed om netjes binnen te blijven en de woedeaanval-len op hun beloop te laten; we hebben nooit gezien wat de dienstmeid buiten op het erf uitspookt, maar het kabaal dat ze maakt, het gejammer en het vervloeken van de steile berghel-lingen is altijd binnen te horen. Een langgerekt gejank is vanbuiten hoorbaar. Mijn zuster begint opnieuw te zingen en probeert het geluid te overstemmen. Moeder snelt naar buiten. Ik ga haar achterna. lk doe dit voor het eerst, ik moet zien hoe iemand gek wordt. lk ga naar bene-den en sla geen acht op de verwijtende blikken van mijn zus. Moeder is op het erf op de hoek van het huis en kijkt omhoog de gebruikelijke manier ter wereld was gekomen. De meisjes lagen dwars over elkaar heen als welpen in een hol, lijkbleek en hulpeloos door de misselijkheid, niet in staat om nog langer rechtop te zitten, maar hun broers — behalve de jongste die in de schoot van zijn moe-der dommelde — hadden allang de zeeziekte eruit geroeid en hielden zich bovendeks bij de bemanning op. De medepassagier kon niet dergelijke verhalen over zichzelf vertel-len, want ze had al haar kinderen binnenshuis gebaard, maar om niet voor de weduwe onder te doen greep ze de gelegenheid aan om over ongebruikelijke bevallingen te vertellen die zij van anderen had gehoord.”

 


Kristín Marja Baldursdóttir (Hafnarfjörður, 21 januari 1949)

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Thoma werd geboren op 21 januari 1867 in Oberammergau. Zie ook alle tags voor Ludwig Thoma op dit blog.

Uit: Andreas Vöst

“Es war ein schöner Herbsttag.
Die Sonne war gelb wie eine Butterblume und sah freundlich auf die abgeräumten Felder herunter, als betrachte sie behaglich die Arbeit, welche sie den Sommer über getan hatte.
Und die war nicht gering. Selten war eine Ernte besser geraten, und die Sonne hatte an vielen Tagen ihre Strahlen herunterschicken müssen, bis die schweren Ähren gereift waren. Und wieder hatte es Wochen gedauert, bis die Halme am Boden lagen und bis die hochbeladenen Wagen ihre Lasten in die Scheunen gebracht hatten.
Nun war es geschehen, und in allen Tennen schlugen die Dreschflegel den Takt; hier und dort trotteten geduldige Pferde an den Göpeln im Kreise herum, und im Hofe des Hierangl fauchte und pfiff eine Dampfmaschine. Überall war fleißiges Treiben, und wenn die Sonne mit einem freundlichen Stolze darüber lachte, so hatte sie recht, denn es war ihr Werk, und es war ihr Verdienst.
Die Dorfstraße von Erlbach lag still und verlassen; die Menschen hatten keine Zeit zum Spazierengehen, und die Hühner liefen als kluge Tiere um die Scheunen herum, wo sie manches Weizenkorn fanden.
Einige Gänse saßen am Weiher, streckten die Hälse und stießen laute Schreie aus; das taten sie, weil sich die Türe eines kleinen Hauses öffnete und zwei Männer heraustraten. Der vordere trug einen Pickel auf der Schulter, der andere eine Schaufel, und sie gingen gegen die Kirche zu, in den Friedhof.
Die eiserne Gittertür kreischte und fiel klirrend ins Schloß. Nun konnte es jeder wissen, daß die beiden Totengräber waren und daß an diesem schönen Tage, mitten in dem emsigen Leben, ein Mensch gestorben war.
Die zwei blieben nicht auf dem Friedhof, sie stiegen über die niedrige Mauer und fingen neben derselben in einem verwahrlosten, kleinen Grasflecke zu graben an.
Das war ungeweihte Erde, in die man Selbstmörder und ungetaufte Kinder legt. Es hatte sich aber kein Erlbacher selbst entleiht, sondern das neugeborene Kind des Schullerbauern Andreas Vöst war unter den Händen der Hebamme gestorben.
Diese Person hatte nicht die Geistesgegenwart, sogleich die Nottaufe zu vollziehen; die Mutter war bewußtlos, und sonst war niemand anwesend, denn alle Hände waren zur Arbeit aufgeboten.
So geschah es, daß die kleine Vöst nicht in den Schoß der heiligen Kirche gelangte und als Heidin nach einem viertelstündigen Leben verstarb.
Ich weiß nicht, ob der liebe Gott den unchristlichen Zustand eines Kindleins so hart beurteilt wie seine Geistlichen, aber das eine ist gewiß, daß es nicht in geweihter Erde ruhen darf, worin nur Christen liegen, darunter manche sonderbare.
Also deswegen warf der Totengräber Kaspar Tristl mit seinem Sohne neben der Kirchhofmauer die Grube auf.
Er nahm den Hut ab; jedoch nicht aus Ehrfurcht, sondern weil ihm warm wurde.“

 


Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)
Scene uit de gelijknamige tv-film uit 1979

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Jacobowski werd geboren op 21 januari 1868 in Strzelno (Strelno). Zie ook alle tags voor Ludwig Jacobowski op dit blog.

 

Herr

So du mich willst, so komm ich,
Und willst du nicht, – erst recht!
Bin Herr von deinem Herzen,
Nimmermehr dein Knecht.

Mag jäh dein Fuß sich wenden
Fluchtwärts zur Kammertür,
Ich reiß dich mit den Händen
Jauchzend her zu mir.

Und wehrst du dich mit Tränen,
Verwirrnis und Verdruß, –
Ich fühl dein ganzes Sehnen
Auch im halben Kuß!

 

Gruft

Meine Liebste hat einen altdeutschen Schrein,
Vier Ritter tragen die Ecken.
Dort legt sie alles hinein
In heimlichem Verstecken:

Blumen, die ich für sie gepflückt,
Zärtliche Wünsche, auf Zettel geschrieben,
Verse, die meiner Liebe geglückt,
Worte, im Herzen haften geblieben …

Alles legt sie in diesen Schrein,
Wie in der Gruft das rosige Leben.
Ich weiß, einst schließt sie mich selber ein,
Um nie mehr den Deckel zu heben.

Blumen, heimlich für sie gepflückt,
Zärtliche Worte, auf Zettel geschrieben,
Verse, von Herzen zu Herzen geschickt …
Was ist von euch geblieben?

Gespenstisch nur raschelt es manchesmal,
Ein Seufzer hebt sich noch trübe;
Ach, und kein erinnernder Strahl
Tastet ins Dunkel der Liebe …

 

Felice – I.

I. Versuchung

Tiefe schwüle Augenpaare,
Rote Lippen wünschevoll,
Stirngekräuselt Lockenhaare,
Atemzüge tief und voll.

Augen, die mir leuchtend winken,
Runder Nacken, schimmerndweiß,
Küsse, die mein Herzblut trinken,
Busenheben schwer und heiß.

Schultern, die kokett sich zeigen,
Tausend Wonnen süßer Lohn!
Ach, was soll ich es verschweigen,
Wer bleibt da ein Sankt Anton! – – –

 

 
Ludwig Jacobowski (21 januari 1868 – 2 december 1900)
Cover

 

De Ierse dichteres en schrijfster Katharine Tynan Hinkson werd geboren op 21 januari 1861 in Clondalkin, County Dublin. Zie ook alle tags voor Katharine Tynan op dit blog.

 

Of An Orchard

Good is an Orchard, the Saint saith,
To meditate on life and death,
With a cool well, a hive of bees,
A hermit’s grot below the trees.

Good is an Orchard: very good,
Though one should wear no monkish hood.
Right good, when Spring awakes her flute,
And good in yellowing time of fruit.

Very good in the grass to lie
And see the network ‘gainst the sky,
A living lace of blue and green,
And boughs that let the gold between.

The bees are types of souls that dwell
With honey in a quiet cell;
The ripe fruit figures goldenly
The soul’s perfection in God’s eye.

Prayer and praise in a country home,
Honey and fruit: a man might come,
Fed on such meats, to walk abroad,
And in his Orchard talk with God.

 

Lambs

He sleeps as a lamb sleeps,
Beside his mother.
Somewhere in yon blue deeps
His tender brother
Sleeps like a lamb and leaps.

He feeds as a lamb might,
Beside his mother.
Somewhere in fields of light
A lamb, his brother,
Feeds, and is clothed in white.

 

 
Katharine Tynan (21 januari 1861 – 2 april 1931)

 

De Oostenrijkse schrijver en kunsthistoricus Egon Friedell werd op 21 januari 1878 in Wenen geboren. Zie ook alle tags voor Egon Friedell op dit blog.

Uit: Kleine Porträtgalerie (Peter Altenberg)

„Peter Altenberg ist nun einer von jenen wenigen gewesen, die in unserer Zeit noch immer so dichteten, als ob das Dichten gar kein Beruf wäre. Er dichtete, dichtete ununterbrochen, bei Tag und bei Nacht, im Traum und im Wachen, im Gehen, Stehen, Sitzen und Liegen; es war, wenn man so sagen darf, eine Form seines organischen Stoffwechsels. Damit hängt es wohl auch zusammen, daß er eigentlich sehr wenig »produziert« hat. Denn die wahren Dichtungen haben eine Scheu davor, zu Buchstaben zu gefrieren. Die besten Gedichte sind nur mit dem Herzen aufgeschrieben und kommen niemals in die Setzmaschine.
Als er zum ersten Male auftrat, befand sich rings um ihn herum »Literatur«; nichts als Literatur. Alles war in Artistik aufgelöst. Auf der einen Seite verknöcherte, verkalkte Epigonen, die sich vergeblich bemühten, einige tiefe und schöne Wahrheiten, die aber vor hundert Jahren entdeckt worden waren und daher unmöglich mehr die ihren sein konnten, noch galvanisch am Leben zu erhalten; auf der anderen Seite müde und überreife oder kindische und unreife Herumsucher, die in allen Stilen redeten, nur nicht in dem einzigen, zu dem sie berechtigt waren: dem ihrer Zeit. Dichter, die etwas wußten, das nicht mehr wissenswert war, und Dichter, die noch gar nichts wußten: das war der Zustand.
In diese Situation trat er ein. Nicht als Schriftsteller. Er hatte achtunddreißig Jahre gewartet; nein: nicht einmal gewartet, er hatte nie daran gedacht, etwas zu schreiben. Er hätte es noch weitere zwanzig Jahre unterlassen können. Er hätte es immer unterlassen können. Seine Funktion in dieser Welt war nicht die, zu schreiben, sondern zu sehen; zufällig schrieb er dann das Gesehene einige Male auf. Daß er damit plötzlich nun doch in die Gilde der Schreiber geraten war, das bildete keine Zäsur in seinem Leben. Seine Tätigkeit blieb dieselbe, die sie vorher gewesen war: Dinge zu erblicken, soweit es seine eigenen beschränkten Augen gestatteten; Teile, Stücke, Abrisse der Wirklichkeit: aber Wirklichkeiten.
Dies ist denn auch in der Tat die Lebensaufgabe eines jeden Dichters. Er ist nicht mehr, nicht weniger. Er ist ein Seher in der doppelten Bedeutung des Wortes: ein Seher gegenwärtiger Dinge und ein Seher zukünftiger Dinge. Er geht durch das Leben und betrachtet. Das ist seine ganze Leistung. Und dabei erblickt er Dinge, die vor ihm noch kein Mensch gesehen hat; aber kaum hat er sie erblickt, so können auf einmal auch alle anderen sie sehen, ja es ist von nun an gar nicht mehr möglich, diese Dinge nicht zu sehen: diese Gesichte sind nun plötzlich in das Reich der Wirklichkeit getreten.“

 

 
Egon Friedell (21 januari 1878 – 16 maart 1938)
Portret door Lene Schneider-Kainer, ca. 1914-18

 

De Franse dichter en schrijver Joseph Méry werd geboren op 21 januari 1797 in Marseille. Zie ook alle tags voor Joseph Méry op dit blog.

 

Marseille (Fragment)

— JE viens des brumes du Pôle,
Où le globe a ses remparts ;
Où l’anglaise Métropole
A gravé ses Léopards ;
Où le jour est froid et sombre,
Où le marinier qui sombre
Croit voir des rochers sans nombre
Dans mille glaçons épars.

DE L’ASTROLABE, ma mère,
Beau nom qui fait mon orgueil,
Je suivais sur l’onde amère
Les pas d’écueil en écueil
Dans ma prière importune
Je disais à la Fortune :
Quand pourrais-je sur ma hune
Croiser mes vergues de deuil ?

VERS la Zélande Nouvelle,
Aux Antipodes chéris,
Voilà que Blig se révèle
A nos matelots surpris,
Juges de leur gaîté folle,
Tout en voguant vers le Pôle,
Ils passaient sous la coupole
Du Panthéon de Paris.

LA mer n’était plus rebelle,
Le ciel noir était serein ;
La France passait si belle
Sous mon corsage d’airain !
Bien, ai-je dit, c’est bon signe !
N’avançons pas vers la ligne,
Cette onde seule était digne
D’ensevelir un marin !

 

 
Joseph Méry (21 januari 1797 – 17 juni 1866)
Gravure naar een foto van Étienne Carjat, ca. 1860

 

Onafhankelijk van geboortedata

De Nederlandse schrijver, journalist en taaltrainer Rudy Dek werd geboren in Rotterdam in 1956. Zie ook alle tags voor Rudy Dek op dit blog.

Uit: De dood of de gladiolen

“’Het is zeker een raadsel,’ zei Rogier en hij keerde zich weer tot de agent achter de balie. ‘We moeten inderdaad ontrafelen of iemand verkeerde plannen heelt En met wie hij die heeft? Dat is het raadsel.’ Hij keek nog maar eens om, naar de mannen verderop. De jonge agent zei dat het waarschijnlijk niets te betekenen had. In een stad als Nijmegen gebeurde toch nooit wat. ‘0, en een paar jaar terug dc moord op die milieuactivist dan?’ vroeg Rogier en hij stak verontwaardigd een vinger op. ‘Hoe heette die ook alweer?’ `Was die moord dan aangekondigd in de bus?’ vroeg een vierde agent. een roodharige man met een zilverkleurig ringetje door het oor. Hij legde zijn krant weg. kwam naderbij en schoot in de lach. ‘Gratis busreclame,’ zei hij. ‘Dat is het. Geen aankondiging van een delict.’ Rogier keek dc mannen een voor een aan. Dit konden ze niet menen. Hij keek langs hen heen en zocht naar een woord. ‘Merites,’ kwam er in hem op. ‘Het moet toch grondig op zijn merites worden beoordeeld.’ drong hij aan en hij boomt dat het deftig en overtuigend overkwam. Was er niemand in huis die zoiets kon? Die mannen daar, was daar geen rechercheur bij? Dc roodharige agent liep op tot aan de balie. Hij schoof alle papieren op een hoop, rolde ze op en zette de rol aan een oor. ‘Sst,’ zei hij cn hij hield bezwerend een hand op, ‘ik beoordeel de zaak op zijn merites…’ Zijn ogen draaiden alle kanten op. Na enkele tellen zei hij dat de zaak in orde was. ‘Geen merites te horen.’ Hij gaf Rogier de papieren terug. Zijn collega’s grijnsden. ‘Maar,’ aarzelde Rogier. Hij keek van de rol naar de mannen in uniform. ‘Goed,’ zei hij toen. ‘Zo te zien hebben jullie er verstand van en daar moet ik me als eenvoudig burger maar gewoon bij neerleggen.’ Hij wees met de rol naar de man met het rode haar. ‘Het zag er heel deskundig uit.’ Hij wenste iedereen een prettige nacht en liep bij hen vandaan naar de buitendeur.”

 


Rudy Dek (Rotterdam, 1956)

 

De Duitse schrijfster Anna Basener werd in 1983 in Essen geboren. Zie ook alle tags voor Anna Basener op dit blog.

Uit: Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

„Sie hat mit neunzehn im Hotel angefangen, und der Herbert hat ihr quasi ab dem ersten Tag den Hof gemacht, aber da war das Herz von der Omma längst für den Kalle entbrannt. Die schmale Mitzi aus der roten Vierzehn hat Ommas Herz in dieser Sache zugestimmt. Der Bordellbesitzer, auf den war ja kein Verlass, wenn man was Treues wollte. Wenn dem Herbert nicht die Hand ausgerutscht ist, dann ist ihm nämlich der Lümmel rausgerutscht – raus, und dann überall rein.
Aber zurück zu dem Objekt von Ommas Begierde. Der Kalle war Schweißer mit Adern auf den muskulösen Oberarmen und grünen Augen. Er war groß und stark und sanft wie ein Lämmchen. Den sollte sich die Omma mal schön warmhalten, haben auch die Mitzi und die dralle Ulla aus der lila Neun empfohlen und explizit von Warmhalten gesprochen. Aber bei aller Liebe, da hat die Omma nix von verstanden, bei der war’s immer gleich heiß. Warmhalten – tsss – l’Amour ist doch keine Erbsensuppe. Die Omma war so schnell schwanger, so schnell kannst du nicht mal Essen-Katernberg sagen.
Und dann kam die Hochzeit. Die Mitzi hat sich fein gemacht, die Ulla hat geheult, und der Herbert hat sich besoffen und in den Klingelbeutel gekotzt.
Jedenfalls haben sie und der Kalle für die Hochzeitsnacht die rote Fünf bekommen, das größte Zimmer im d’Amour, und die Omma musste drei Wochen nicht putzen. Das waren Flitterwochen, von denen ganz Rellinghausen gesprochen hat. Das Bett hat gequietscht, die morschen Dielen haben geknarzt, das ganze Hotel hat gewackelt. In rotem Plüsch und auf durchgelegener Matratze haben die sich so laut und oft geliebt, dass alle Freier Komplexe bekommen haben.“

 


Anna Basener (Essen, 1983)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 21e januari ook mijn blog van 21 januari 2018 deel 2.

Louis Menand, Ludwig Thoma, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir, Egon Friedell, Joseph Méry, Roderich Benedix

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Zie ook alle tags voor Louis Menand op dit blog.

Uit: What It Is Like to Like. Art and taste in the age of the Internet

“The subject of Tom Vanderbilt’s “You May Also Like” (Knopf) is taste, the term he uses for whatever it is that guides our preference for chocolate over vanilla, taupe over beige, “The Bourne Supremacy ” over “The Bourne Ultimatum,” and Artur Schnabel and Joseph Szigeti’s recording of Beethoven’s tenth violin sonata over Vladimir Ashkenazy and Itzhak Perlman’s rendering of the same work. Vanderbilt’s widely admired previous book, “Traffic,” examined a dangerous and complex activity that people pay about as much attention to while they’re doing it as they do to washing the dishes: driving a car. Making sense of driving was tough. Not nearly as tough, however, as taste.
Vanderbilt’s premise is: “We are strangers to our tastes.” He doesn’t mean that we don’t really like what we say we like. He means that we don’t know why. Our intuition that tastes are intuitive, that they are just “our tastes,” and spring from our own personal genome, has been disproved repeatedly by psychologists and market researchers. But where tastes do come from is extremely difficult to pin down. Taste is not congenital: we don’t inherit it. And it’s not consistent. We come to like things we thought we hated (or actually did hate), and we are very poor predictors of what we are likely to like in the future.
We have trouble articulating the reasons that we prefer the Schnabel to the Ashkenazy, or decide on the locally foraged fresh spring porcini mushrooms with roasted Sebastopol peaches, almonds, and crispy tempura—no, wait!, I’ll have the gâteau of Hudson Valley Moulard duck foie gras with roasted Chioggia beets, Brooks cherries, and Sicilian pistachios served with toasted brioche (thirty-dollar supplement). Just don’t ask me why.
Maybe “toasted” trumped “foraged.” Likes and dislikes can be triggered by random associations and can form in a split second. We make choices before we’ve had time to weigh the options. Vanderbilt tells us that the median amount of time spent looking at a work of art at the Met is seventeen seconds. Shopping for clothes, we say, “Oh, I love that!” before we have the first coherent idea about what it is that makes us love it.”

 

 
Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952)
Bij de uitreiking van de National Humanities Medal door president Obama in 2015

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Louis Menand, Ludwig Thoma, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir, Egon Friedell, Joseph Méry, Roderich Benedix

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Zie ook alle tags voor Louis Menand op dit blog.

Uit: The Metaphysical Club

„Dr. Holmes was a professor; his father, Abiel, had been a minister. He regarded himself as a New England Brahmin (a term he coined), by which he meant not merely a person of good family, but a scholar, or what we would call an intellectual. His own mind was a mixture of enlightenment and conformity: he combined largeness of intellect with narrowness of culture.
Dr. Holmes had become famous in 1830, the year after he graduated from Harvard, when he wrote a popular poem protesting the breakup of the U.S.S. Constitution, “Old Ironsides.” After college he tried the law but quickly switched to medicine. He studied in Paris, and in 1843, when he was thirty-four, published a paper on the causes of puerperal (or childbed) fever that turned out to be a landmark work in the germ theory of disease. (He showed that the disease was carried from childbirth to childbirth by the attending physician; it was a controversial paper among the medical establishment.) He joined the faculty of the Harvard Medical School, where he eventually served as dean. But his celebrity came from his activities as a belletrist. He was one of the first members of the Saturday Club, a literary dining and conversation society whose participants included Emerson, Hawthorne, Longfellow, Richard Henry Dana, Jr., James Russell Lowell, and Charles Eliot Norton. He was a founder of the Atlantic Monthly, whose name he invented and in whose pages he published his popular column of aperçus, “The Autocrat of the Breakfast-Table” (followed by “The Professor at the Breakfast-Table” and “The Poet at the Breakfast-Table”). He wrote hundreds of verses and three novels. Many people, and not only Bostonians, believed him to be the greatest talker they had ever heard.
Yet he was unabashedly provincial. His chief ambition was to represent the Boston point of view in all things. (He also suffered from asthma, which made travel uncomfortable.) On the other hand, he regarded the Boston point of view as pretty much the only point of view worth representing. He considered Boston “the thinking centre of the continent, and therefore of the planet.” Or as he also put it, in a phrase that became the city’s nickname for itself: “Boston State-House is the hub of the solar system.” He was an enemy of Calvinism (which had been his father’s religion) and a rationalist, but his faith in good breeding was nearly atavistic, and he saw no reason to challenge the premises of a social dispensation that had, over the course of two centuries, contrived to produce a man as genial and accomplished as himself.”

 
Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952)

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Ludwig Thoma, Louis Menand, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir, Imre Madách, Egon Friedell

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Thoma werd geboren op 21 januari 1867 in Oberammergau. Zie ook alle tags voor Ludwig Thoma op dit blog.

Uit:Auf dem Bahnsteig

»Es wird Herbst!« sagte Major Burkhardt und blickte den Studienlehrer fest an mit seinen furchtlosen Soldatenaugen.
Er sagte es mit Betonung, als suchte er in seinem Begleiter bestimmte Vorstellungen zu erwecken.
»Ja ja«, seufzte Professor Hasleitner, »es wird allmählich kalt.«
»Und ungemütlich. Kalt und ungemütlich.«
Der Major wies auf die Kastanien vor dem Dornsteiner Bahnhofe, deren gelbe Blätter sich fröstelnd zusammenkrümmten.
»Um fünf Uhr wird es Nacht. Ein schlecht geheiztes Zimmer. Eine qualmende Lampe. Die Zugeherin bringt lauwarmes Essen aus dem Gasthof. Stellt es unfreundlich auf den Tisch. Das ist Ihr Leben.«
Hasleitner hatte ins Weite geblickt, zu dem Walde hinüber, an dessen Fichten der Nebel lange Fetzen zurückließ.
Der soldatisch bestimmte Ton des pensionierten Majors weckte ihn auf.
»Wie?« fragte er.
»Ich sage, Sie müssen heiraten.«
Der alte Soldat deutete auf die tiefer gelegene Stadt, deren Häuser behaglich aneinandergedrückt waren.
»Das ist das Glück!« sagte er. »Eine Frau am Herde, fleißig, um unser Wohl besorgt und stattlich.«
Er beschrieb mit der Rechten eine nach rückwärts ausbauchende runde Linie.
»Und stattlich!« wiederholte er.
Hasleitner sah, wie es weiß und grau und dick und dünn aus vielen Kaminen rauchte, und er schien die Gemütlichkeit des Anblickes zu verstehen.
In seine Augen trat ein freundlicher Schimmer, und man konnte glauben, daß er an Herdfeuer dachte, oder an die runde, sich nach rückwärts ausbauchende Linie.
Überhaupt, er war ein träumerischer Mensch.
Sorglos im Äußeren, den Hemdkragen nicht immer blendend weiß, die Krawatte verschoben, den Bart naß von der letzten Suppe, aber in den Augen Herzensgüte, im ganzen Wesen eine Verträumtheit, die immer wieder zum Nasenbohren führte.”

 
Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)
Portret door Thomas Baumgartner,1911

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Ludwig Thoma, Louis Menand, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir, Imre Madách, Egon Friedell

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Thoma werd geboren op 21 januari 1867 in Oberammergau. Zie ook alle tags voor Ludwig Thoma op dit blog.

Uit: Lausbubengeschichten

„Es folgten recht unerquickliche Tage, und jedermann im Hause war bemüht, mich so zu behandeln, daß in mir keine rechte Festesfreude aufkommen konnte.
Schließlich sagte meine Mutter, sie sehe nur noch ein Mittel, mich auf bessere Wege zu bringen, und dies sei der Umgang mit Gretchen.
Vielleicht gelinge es dem Mädchen, günstig auf mich einzuwirken. Herr Rat Vollbeck habe seine Zustimmung erteilt, und ich solle mich bereit halten, den Nachmittag mit ihr hinüberzugehen.
Die Sache war mir unangenehm. Man verkehrt als Lateinschüler nicht so gerne mit Mädchen wie später, und außerdem hatte ich begründete Furcht, daß gewisse Gegensätze zu stark hervorgehoben würden.
Aber da half nun einmal nichts, ich mußte mit.
Vollbecks saßen gerade beim Kaffee, als wir kamen. Gretchen fehlte, und Frau Rat sagte gleich: “Ach Gott, das Mädchen studiert schon wieder, und noch dazu Scheologie.” Meine Mutter nickte so nachdenklich und ernst mit dem Kopfe, daß mir wirklich ein Stich durchs Herz ging und der Gedanke in mir auftauchte, der lieben alten Frau doch auch einmal eine Freude zu machen. Der Herr Rat trommelte mit den Fingern auf den Tisch und zog die Augenbrauen furchtbar in die Höhe. Dann sagte er: “Ja, ja, die Scheologie!”
Jetzt glaubte meine Mutter, daß es Zeit sei, mich ein bißchen in das Licht zu rücken, und sie fragte mich aufmunternd: “Habt ihr das auch in eurer Klasse?”
Frau Rat Vollbeck lächelte über die Zumutung, daß anderer Leute Kinder derartiges lernten, und ihr Mann sah mich durchbohrend an; das ärgerte mich so stark, daß ich beschloß, ihnen eins zu geben.
“Es heißt gar nicht Scheologie, sondern Geologie, und das braucht man nicht zu lernen”, sagte ich.
Beinahe hätte mich diese Bemerkung gereut, als ich die große Verlegenheit meiner Mutter sah; sie mochte sich wohl sehr über mich schämen, und sie hatte Tränen in den Augen, als Herr Vollbeck sie mit einem recht schmerzlichen Mitleid ansah.“

 
Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)
De jachtkamer van Thoma in het Ludwig Thoma Haus in Tegernsee

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Louis Menand, Ludwig Thoma, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir, Egon Friedell, Imre Madách

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Zie ook alle tags voor Louis Menand op dit blog.

Uit: The Metaphysical Club

„Oliver Wendell Holmes, Jr., was an officer in the Union Army. He stood six feet three inches tall and had a soldierly bearing. In later life, he loved to use military metaphors in his speeches and his conversation; he didn’t mind being referred to good-naturedly as Captain Holmes; and he wore his enormous military mustaches until his death, in 1935, at the age of ninety-three. The war was the central experience of his life, and he kept its memory alive. Every year he drank a glass of wine in observance of the anniversary of the battle of Antietam, where he had been shot in the neck and left, briefly behind enemy lines, for dead.
But Holmes hated the war. He was twenty years old and weighed just 136 pounds at the time of his first battle, at Ball’s Bluff, where he was shot through the chest. He fought bravely and he was resilient, but he was not strong in a brute sense, and as the war went on the physical ordeal was punishing. He was wounded three times in all, the third time in an engagement leading up to the battle of Chancellorsville, when he was shot in the foot. He hoped the foot would have to be amputated so he could be discharged, but it was spared, and he served out his commission. Many of his friends were killed in battle, some of them in front of his eyes. Those glasses of wine were toasts to pain.
Holmes recovered from the wounds. The effects of the mental ordeal were permanent. He had gone off to fight because of his moral beliefs, which he held with singular fervor. The war did more than make him lose those beliefs. It made him lose his belief in beliefs. It impressed on his mind, in the most graphic and indelible way, a certain idea about the limits of ideas. This idea he stuck to, with a grimness and, at times, a cynicism that have occasionally repelled people who have studied his life and thought. But it is the idea that under lies many of the opinions he wrote, long after the war ended, as an associate justice on the United States Supreme Court. To understand the road Holmes had to travel in order to write those opinions, we have to go back to one of the worlds the Civil War made obsolete, the world of prewar Boston.”

 
Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952)

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Ludwig Thoma, Egon Friedell, Louis Menand, Imre Madách, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Thoma werd geboren op 21 januari 1867 in Oberammergau. Zie ook alle tags voor Ludwig Thoma op dit blog.

 

Uit: Münchnerinnen

In einer Seitengasse der inneren Stadt lag die Spezereiwarenhandlung von Nepomuk Globergers sel. Erben. Zwei Ladenfenster und eine mit Schnitzereien geschmückte Glastüre nahmen zu ebener Erde die Front des schmalen Globergerschen Hauses ein; in einer Nische über den Fenstern des ersten Stockwerkes stand eine schmerzhafte Mutter Gottes, und davor brannte in einer roten Ampel ein ewiges Licht, gestiftet vom Gründer des Geschäftes, Nepomuk Globerger, der unter Max Joseph aus der Altöttinger Gegend nach München verzogen war.

Wer sich an alten Häusern als den Wahrzeichen und Zeugen einer lieben Vergangenheit erfreut, mochte gerne vor dem Hause stehen bleiben und die Rokokoornamente über den Fenstern betrachten.

Aber der Laden mit den Auslagen mußte ihn aus der Behaglichkeit aufstören, denn Benno Globerger, der jetzige Besitzer, war dem Zeitgeiste, der Höhe und Breite braucht, um sich protzig zu geben, gefolgt und hatte die Fenster vergrößert, mit Spiegelscheiben versehen und mit Rolläden geschmückt.

Hinter den Fenstern leuchteten Plakate von Zigarettenfabriken, von Kakao-, Feigen- und Malzkaffeefirmen hervor.

Sympathische Hausmütterchen tranken aus großen Tassen ihre Lebenselixiere, Andreas Hofer schwang die Fahne zu Ehren eines Feigenkaffees, und reizvolle Damen rauchten Zigaretten und zeigten ihre schlanken Waden her.

Wer in den Laden eintrat, wurde von einem älteren, anscheinend schwerhörigen Ladendiener ohne sich überstürzende Höflichkeit begrüßt und konnte an seiner bedächtigen Manier, die Waren in Papier einzuschlagen, sehen, daß man hier Zeit hatte.

Ein Lehrbub, dessen sommersprossiges Gesicht Lust zu dummen Streichen verriet, stand gaffend hinter der Budel und schlenkerte mürrisch zur hinteren Türe hinaus, wenn ihm der Ladendiener in grobem Ton einen Auftrag gab.

Viel beschäftigt schien nur Herr Benno Globerger zu sein, der im anstoßenden offenen Kontor hinter einem Pulte stand.

Aber wenn er spielerisch mit dem Federhalter Kreise beschrieb, um schwungvolle Kaufmannsbuchstaben aufs Papier zu malen, oder wenn er sorgfältig ein Lineal auflegte, um rote Striche unter schwarze zu ziehen, erkannte man, daß seine Arbeit mehr qualitativ als quantitativ bedeutend war.”

 

Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)

Standbeeld in Rottach-Egern, Beieren

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Louis Menand, Ludwig Thoma, Egon Friedell, Imre Madách, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Zie ook mijn blog van 21 januari 2009 en ook mijn blog van 21 januari 2010 en ook mijn blog van 21 januari 2011.

 

Uit: Why We Have College

“My first job as a professor was at an Ivy League university. The students were happy to be taught, and we, their teachers, were happy to be teaching them. Whatever portion of their time and energy was being eaten up by social commitments—which may have been huge, but about which I was ignorant—they seemed earnestly and unproblematically engaged with the academic experience. If I was naïve about this, they were gracious enough not to disabuse me. None of us ever questioned the importance of what we were doing.

At a certain appointed hour, the university decided to make its way in the world without me, and we parted company. I was assured that there were no hard feelings. I was fortunate to get a position in a public university system, at a college with an overworked faculty, an army of part-time instructors, and sixteen thousand students. Many of these students were the first in their families to attend college, and any distractions they had were not social. Many of them worked, and some had complicated family responsibilities.

I didn’t regard this as my business any more than I had the social lives of my Ivy League students. I assigned my new students the same readings I had assigned the old ones. I understood that the new students would not be as well prepared, but, out of faith or ego, I thought that I could tell them what they needed to know, and open up the texts for them. Soon after I started teaching there, someone raised his hand and asked, about a text I had assigned, “Why did we have to buy this book?”

 


Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952)

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Ludwig Jacobowski, Joseph Méry, Kristín Marja Baldursdóttir, Roderich Benedix

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Jacobowski werd geboren op 21 januari 1868 in Strzelno (Strelno). Zie ook mijn blog van 21 januari 2008 en ook mijn blog van 21 januari 2010.

 

Dem Auge fern, dem Herzen nah…

 

“Dem Auge fern, dem Herzen nah!”

Als ich die alte Grabschrift sah

Im eingesunknen Marmorstein,

Da fiel mein totes Lieb mir ein.

 

O Gott, ich schrieb schon tausendmal

Das gleiche Lied aus gleicher Qual,

Und war doch keins wie dieses da:

Dem Auge fern, dem Herzen nah!”

 

 

 

Jüngster Frühling

 

Nun kommt der Frühling doch Jahr für Jahr,

Dasselbe Blühen, wie’s immer war,

Von Kindern sind Plätze und Straßen voll,

Man weiß nicht mehr, wo man treten soll.

 

Die Mädchen glühen vor lauter Glück,

Heller die Kleider und heller der Blick,

Und blitzt wo ein Zöpflein im Sonnenschein,

Da fängt es sich wohl einen Knaben ein.

Und hoch aus des Himmels seligem Feld

Geht ein Leuchten über die Welt…

 

Wohl seh ich das alles in jedem Jahr,

Doch schwör ich, daß es nie schöner war,

Als gerade in diesem, in diesem Jahr.

 

 

Ludwig Jacobowski (21 januari 1868 – 2 december 1900)

Strzelno

 

 

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Louis Menand, Ludwig Thoma, Egon Friedell, Imre Madách, Ludwig Jacobowski, Joseph Méry, Kristín Marja Baldursdóttir, Roderich Benedix

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Zie ook mijn blog van 21 januari 2009.

 

Uit: American Studies

 

„In 1901, when he was fifty-nine, William James delivered the Gifford Lectures at the University of Edinburgh. James was an international academic celebrity. The Principles of Psychology, which appeared in 1890 and which had taken him twelve years to write, had been quickly recognized as the leading summation of developments in a field transformed by the introduction of laboratory methods and by the evolutionary theories of Charles Darwin. An abridged edition for students, Psychology: Briefer Course, popularly known as “Jimmy,” appeared in 1892; by the time of the Gifford Lectures, it had sold nearly fifty thousand copies.

The Gifford lectureship was a two-year appointment. James returned to Edinburgh for the second set of lectures in l902, and that year the lectures were published as The Varieties of Religious Experience. The Varieties has probably been, over the years, James’s most popular book, read even when his functionalist psychology had been superseded by Freudianism and behaviorism, and his pragmatist philosophy was in eclipse. It is composed primarily of case histories, collected from all around the world and organized by category — “Conversion,” “Saintliness,” “Mysticism,” and so on. It looks, in other words, like a psychology textbook, and that is because it is a psychology textbook. The Varieties is not a study of religion; it is, as the subtitle states, “a study in human nature.”

 

Menand

Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952)

 

De Duitse schrijver Ludwig Thoma werd geboren op 21 januari 1867 in Oberammergau. Zie ook mijn blog van 21 januari 2007 en ook mijn blog van 21 januari 2009.

Vergänglichkeit

Es prangt um uns auf allen Wiesen
In Grün und Gelb, in Blau und Rot.
Wir wollen diese Pracht genießen,
Denn übermorgen ist sie tot.

Schon kommt man, sie hinwegzuraffen,
Es naht der Schnitter, der sie mäht.
Gott hat die Blumenwelt geschaffen,
Dass sie als Heu die Kühe bläht.

Wohl ist es wert, dass man sich härme,
Wenn man das Ganze recht bedenkt,
Wie diese Schönheit durch Gedärme
Verwandelt sich nach außen lenkt.

Hier liegt die Blume hingesch…lagen,
Sie rauchet noch als warmer Mist.
Warum? .. Das wird die Allmacht wissen,
Du frage nicht als frommer Christ.

 

Auf Höhen

Und ich fragte meinen Lehrer,
Wo der liebe Herrgott wohnt.
»Ei, im blauen Himmel oben,
Wo er mit den Englein thront.«

Und die grauen Felsenberge
Ragen doch so hoch empor!
Sieht man von dem steilen Gipfel
In das offne Himmelstor?

Sieht man auch die Engelsscharen?
Hat der Himmel dort ein Loch?
»Ja, natürlich,« sprach der Lehrer,
»Warte, du begreifst es noch.«

Nein, ich hab’ es nie begriffen,
Als ich dann nach manchem Jahr
Oft und oft und immer wieder
Auf den Bergesgipfeln war.

Hoch zu Häupten, fest verschlossen
Wölbte sich das Himmelszelt,
Und ich sah nur kleiner werden
Unter mir die Erdenwelt.

Ludwig_Thoma

Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)

 

De Oostenrijkse schrijver en kunsthistoricus Egon Friedell werd op 21 januari 1878 in Wenen geboren. Zie ook mijn blog van 21 januari 2009.

 

Uit: Kulturgeschichte Griechenlands

 

„Daß der Mensch ein einfaches Bodenprodukt sei wie seine Brüder, die Pflanzen und Tiere, ist eine zu naheliegende Meinung, als daß sie nicht schon sehr früh aufgestellt worden wäre. In der Tat sehen wir sie bereits von Aristoteles vertreten, der sich seinerseits wieder auf den Chefarzt von Hellas stützt, Hippokrates den Großen, wie er ihn mit Recht nennt. Beide erklären ganz unmißverständlich, die Menschen seien im großen und ganzen genau soviel wert wie ihr Land und ihr Klima, mit dem sie in Körper und Seele übereinstimmen. Aber die nächstliegenden Gedanken sind nicht immer die tragfähigsten: das zeigt sich wiederum bereits bei Aristoteles, der aus seiner Theorie die Behauptung ableitet, daß die Bewohner der kalten Gegenden Europas tapfer, jedoch an geistiger Einsicht und an Kunstsinn arm und zu Herrschaft und echter Staatenbildung wenig befähigt seien. Dieser Schluß, für die damalige Weltlage vollkommen richtig, ist, von uns aus gesehen, haarsträubend falsch; denn niemand wird heute mehr die Ansicht wagen, daß es im Norden unseres Erdteils, auf einem Boden, wo Kant und Newton, Rembrandt und Shakespeare gewachsen sind, an geistiger Einsicht oder an Kunstsinn gefehlt habe und daß England, Rußland und Preußen keine Eignung zu Herrschaft und Staatenbildung erwiesen hätten. Es zeigt sich hier
wieder einmal, daß alle Geschichtsphilosophien ebensowohl wahr wie falsch sind: falsch vor dem Weltgeist, dessen Antlitz wandelbar oder vielmehr unerkennbar ist, und wahr als Ausdruck ihrer Zeit.

Die aristotelische Ansicht scheint das ganze Altertum beherrscht zu haben: auch ein so scharfer Geschichtsdenker wie Polybios erklärt, was die Sitten der Völker so gut wie ihre Gestalt und Farbe bilde, sei das Klima. Das Mittelalter dachte zu tief, um dieser allzu diesseitigen Weisheit zu huldigen. Aber im neunzehnten Jahrhundert ist sie wieder zu fast orthodoxem Ansehen gelangt, zumal durch Buckles «Geschichte der Zivilisation in England»,

 

EgonFriedell

Egon Friedell (21 januari 1878 – 16 maart 1938)

 

De Hongaarse schrijver Imre Madách werd geboren op 21 januari 1823 in Dolná Strehová in het huidige Slowakije. Zie ook mijn blog van 21 januari 2007 en ook mijn blog van 21 januari 2009.

 

Uit: Die Tragödie des Menschen

 

“Im Himmel. Der Herr mit Glorienschein umgeben auf seinem Throne Knieende Engelscharen. Die vier Erzengel stehen neben dem Throne. Großer Strahlenglanz.

 

CHOR DER ENGEL.

 

Gott sei gepriesen, Ehre dem Allmächt’gen,

Der allem, was vorhanden, Dasein gab;

Ein Wort von ihm schuf Himmel, Erde, Welten,

Von seinem Blick hängt auch das Ende ab.

Er ist der Weisheit, Kraft und Wonne Fülle,

Uns überstrahlt der Abglanz nur davon;

Und froh des reichen Anteils knieen dankbar

Anbetend wir um seinen hohen Thron.

Der Urgedanke ist zur That geworden,

Das hehre Schöpfungswerk, es ist vollbracht;

Von allem, was da lebt und webt, erwartet

Nun würd’gen Zoll des Schöpfers Herrschermacht.

 

DER HERR.

 

Das Meisterwerk ist fertig, und ist gut.

Es geht nun seinen Gang, der Schöpfer ruht.

Äonen wirbelt’s um die Achse fort,

Bis abgenützt ein Radzahn hemmt den Lauf.

Auf also, meine Weltengeister, auf,

Flink tretet euern ew’gen Reigen an!

Wie ihr im Flug einhersaust mir zu Füßen,

Will ich nun schau’n und mich ergötzen dran.”

 

Madach

Imre Madách (21 januari 1823 – 5 oktober 1864)
Nationaal standbeeld

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Jacobowski werd geboren op 21 januari 1868 in Strelno. Zie ook mijn blog van 21 januari 2008 en ook mijn blog van 21 januari 2009.

 

Trost der Nacht

 

Weiche Hände hat die Nacht

und sie reicht sie mir ins Bette;

fürchtend, daß ich Tränen hätte,

streicht sie meine Augen sacht.

 

Dann verläßt sie das Gemach;

rauschen hör’ ich, sanft und seiden;

und den Dornenzweig der Leiden

zieht sie mit der Schleppe nach.

 

 

 Dem Auge fern, dem Herzen nah…

 

“Dem Auge fern, dem Herzen nah!”

Als ich die alte Grabschrift sah

Im eingesunknen Marmorstein,

Da fiel mein totes Lieb mir ein.

 

O Gott, ich schrieb schon tausendmal

Das gleiche Lied aus gleicher Qual,

Und war doch keins wie dieses da:

Dem Auge fern, dem Herzen nah!”

 

Jacobowski

Ludwig Jacobowski (21 januari 1868 – 2 december 1900)

 

 

De Franse dichter en schrijver Joseph Méry werd geboren op 21 januari 1797 in Marseille. Zie ook mijn blog van 21 januari 2009.

 

Le Ballet des heures

 

Les heures sont des fleurs l’une après l’autre écloses

Dans l’éternel hymen de la nuit et du jour ;

Il faut donc les cueillir comme on cueille les roses

Et ne les donner qu’à l’amour.

 

Ainsi que de l’éclair, rien ne reste de l’heure,

Qu’au néant destructeur le temps vient de donner ;

Dans son rapide vol embrassez la meilleure,

Toujours celle qui va sonner.

 

Et retenez-la bien au gré de votre envie,

Comme le seul instant que votre âme rêva ;

Comme si le bonheur de la plus longue vie

Était dans l’heure qui s’en va.

 

Vous trouverez toujours, depuis l’heure première

Jusqu’à l’heure de nuit qui parle douze fois,

Les vignes, sur les monts, inondés de lumière,

Les myrtes à l’ombre des bois.

 

Aimez, buvez, le reste est plein de choses vaines ;

Le vin, ce sang nouveau, sur la lèvre versé,

Rajeunit l’autre sang qui vieillit dans vos veines

Et donne l’oubli du passé.

 

Que l’heure de l’amour d’une autre soit suivie,

Savourez le regard qui vient de la beauté ;

Être seul, c’est la mort ! Être deux, c’est la vie !

L’amour c’est l’immortalité !

 

joseph_mery

Joseph Méry (21 januari 1797 – 17 juni 1866)

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 21 januari 2009.

 

De IJslandse schrijfster Kristín Marja Baldursdóttir werd geboren op 21 januari 1949 in Hafnarfjörður. Zie ook mijn blog van 21 januari 2007 en ook mijn blog van 21 januari 2008.

 

De Duitse toneelschrijver, acteur en theaterdirecteur Julius Roderich Benedix werd geboren op 21 januari 1811 in Leipzig.