Louis Menand, Kristín Marja Baldursdóttir, Ludwig Thoma, Ludwig Jacobowski, Katharine Tynan, Egon Friedell, Joseph Méry, Rudy Dek, Anna Basener

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Zie ook alle tags voor Louis Menand op dit blog.

Uit: What It Is Like to Like. Art and taste in the age of the Internet

“And we are ridiculously, pathetically, embarrassingly suggestible. Cues that are barely liminal affect our preferences (which is why advertisers pay for product placement in films and TV shows). So do the choices we observe others making, the “I’ll have what she’s having” syndrome. We are also self-suggestible. “We seem to have a preference that we prefer our preference,” as Vanderbilt puts it. “There is a greater chance we will like something when we expect we are going to like it.” He calls this “a virtual law of liking.”
Vanderbilt is an intelligent writer, and there is a lot of interesting material in “You May Also Like,” but he has dived into a fathomless sea. He opens with an epigraph from Nietzsche, “All of life is a dispute over taste,” which pretty much sums up the problem. What does not, on some level, involve taste? Most of a day’s idle conversation is a sequence of thumbs-up, thumbs-down assertions expressed with varying degrees of sincerity and conviction. “Nice weather we’re having.” “I love your new haircut.” “This coffee is suboptimal.” “These are the best Sebastopol peaches I have ever eaten outside Sebastopol.” We don’t put a lot of thought into these judgments. They’re virtually automatic. Everything we experience gets an emoji.
And any action that entails a choice also entails a preference—what to read, what to wear, which brand of superglue to buy. Vanderbilt cites a researcher who estimates that people typically make two hundred food decisions a day. We try to find work we like, entertainment we like, people we like, shoes we like, political candidates we like. We want to sit at the best table, take the most scenic route, watch the funniest late-night talk show. Finally, there are what we think of as higher-order preferences, the astute critical appraisals we come up with when discussing the latest Don DeLillo novel or the new production of “Elektra.”
Understanding how traffic works is made exponentially more complicated by the fact that it’s not just one person who is barely paying attention; all the drivers on the road are barely paying attention, and they’re also reacting to each other. The same is true of taste. The reason stuff you don’t like is out there is that other people do like it. The continuously shifting array of “like” arrows emanating from you is reproduced billions of times across the planet and configured differently each time. Vanderbilt points out that someone who says, “I don’t want Thai food. I had some yesterday,” is forgetting that in Thailand people eat Thai food every day.”

 


Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952)

 

De IJslandse schrijfster Kristín Marja Baldursdóttir werd geboren op 21 januari 1949 in Hafnarfjörður. Zie ook alle tags voor Kristín Marja Baldursdóttir op dit blog.

Uit: Mistsluier (Vertaald door Marcel Otten)

“Neem het kind van me over, ik word gek.” De dienstmeid staart met wijd opengesperde ogen voor zich uit. Wij kijken elkaar vanuit onze ooghoeken aan, mijn zus stokt midden in een psalm. Moeder gaat kalm naar het dienstmeisje, pakt ons slapende broertje van haar schoot en de dienstmeid voegt er de gebrui-kelijke woorden aan toe: “Ik moet weer naar beneden.” Ze komt overeind, loopt majestueus door de kamer met haar breiwerk in haar handen, en met een plotselinge beweging doet ze een hand voor haar mond en probeert ze haar geschreeuw te smoren, terwijl ze naar het trapgat en omlaag rent. Moeder gaat kalm bij het trapgat staan, alsof ze ons zusters ervan wil weer-houden de kamer te verlaten, maar dat is niet nodig, want wij zijn opgevoed om netjes binnen te blijven en de woedeaanval-len op hun beloop te laten; we hebben nooit gezien wat de dienstmeid buiten op het erf uitspookt, maar het kabaal dat ze maakt, het gejammer en het vervloeken van de steile berghel-lingen is altijd binnen te horen. Een langgerekt gejank is vanbuiten hoorbaar. Mijn zuster begint opnieuw te zingen en probeert het geluid te overstemmen. Moeder snelt naar buiten. Ik ga haar achterna. lk doe dit voor het eerst, ik moet zien hoe iemand gek wordt. lk ga naar bene-den en sla geen acht op de verwijtende blikken van mijn zus. Moeder is op het erf op de hoek van het huis en kijkt omhoog de gebruikelijke manier ter wereld was gekomen. De meisjes lagen dwars over elkaar heen als welpen in een hol, lijkbleek en hulpeloos door de misselijkheid, niet in staat om nog langer rechtop te zitten, maar hun broers — behalve de jongste die in de schoot van zijn moe-der dommelde — hadden allang de zeeziekte eruit geroeid en hielden zich bovendeks bij de bemanning op. De medepassagier kon niet dergelijke verhalen over zichzelf vertel-len, want ze had al haar kinderen binnenshuis gebaard, maar om niet voor de weduwe onder te doen greep ze de gelegenheid aan om over ongebruikelijke bevallingen te vertellen die zij van anderen had gehoord.”

 


Kristín Marja Baldursdóttir (Hafnarfjörður, 21 januari 1949)

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Thoma werd geboren op 21 januari 1867 in Oberammergau. Zie ook alle tags voor Ludwig Thoma op dit blog.

Uit: Andreas Vöst

“Es war ein schöner Herbsttag.
Die Sonne war gelb wie eine Butterblume und sah freundlich auf die abgeräumten Felder herunter, als betrachte sie behaglich die Arbeit, welche sie den Sommer über getan hatte.
Und die war nicht gering. Selten war eine Ernte besser geraten, und die Sonne hatte an vielen Tagen ihre Strahlen herunterschicken müssen, bis die schweren Ähren gereift waren. Und wieder hatte es Wochen gedauert, bis die Halme am Boden lagen und bis die hochbeladenen Wagen ihre Lasten in die Scheunen gebracht hatten.
Nun war es geschehen, und in allen Tennen schlugen die Dreschflegel den Takt; hier und dort trotteten geduldige Pferde an den Göpeln im Kreise herum, und im Hofe des Hierangl fauchte und pfiff eine Dampfmaschine. Überall war fleißiges Treiben, und wenn die Sonne mit einem freundlichen Stolze darüber lachte, so hatte sie recht, denn es war ihr Werk, und es war ihr Verdienst.
Die Dorfstraße von Erlbach lag still und verlassen; die Menschen hatten keine Zeit zum Spazierengehen, und die Hühner liefen als kluge Tiere um die Scheunen herum, wo sie manches Weizenkorn fanden.
Einige Gänse saßen am Weiher, streckten die Hälse und stießen laute Schreie aus; das taten sie, weil sich die Türe eines kleinen Hauses öffnete und zwei Männer heraustraten. Der vordere trug einen Pickel auf der Schulter, der andere eine Schaufel, und sie gingen gegen die Kirche zu, in den Friedhof.
Die eiserne Gittertür kreischte und fiel klirrend ins Schloß. Nun konnte es jeder wissen, daß die beiden Totengräber waren und daß an diesem schönen Tage, mitten in dem emsigen Leben, ein Mensch gestorben war.
Die zwei blieben nicht auf dem Friedhof, sie stiegen über die niedrige Mauer und fingen neben derselben in einem verwahrlosten, kleinen Grasflecke zu graben an.
Das war ungeweihte Erde, in die man Selbstmörder und ungetaufte Kinder legt. Es hatte sich aber kein Erlbacher selbst entleiht, sondern das neugeborene Kind des Schullerbauern Andreas Vöst war unter den Händen der Hebamme gestorben.
Diese Person hatte nicht die Geistesgegenwart, sogleich die Nottaufe zu vollziehen; die Mutter war bewußtlos, und sonst war niemand anwesend, denn alle Hände waren zur Arbeit aufgeboten.
So geschah es, daß die kleine Vöst nicht in den Schoß der heiligen Kirche gelangte und als Heidin nach einem viertelstündigen Leben verstarb.
Ich weiß nicht, ob der liebe Gott den unchristlichen Zustand eines Kindleins so hart beurteilt wie seine Geistlichen, aber das eine ist gewiß, daß es nicht in geweihter Erde ruhen darf, worin nur Christen liegen, darunter manche sonderbare.
Also deswegen warf der Totengräber Kaspar Tristl mit seinem Sohne neben der Kirchhofmauer die Grube auf.
Er nahm den Hut ab; jedoch nicht aus Ehrfurcht, sondern weil ihm warm wurde.“

 


Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)
Scene uit de gelijknamige tv-film uit 1979

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Jacobowski werd geboren op 21 januari 1868 in Strzelno (Strelno). Zie ook alle tags voor Ludwig Jacobowski op dit blog.

 

Herr

So du mich willst, so komm ich,
Und willst du nicht, – erst recht!
Bin Herr von deinem Herzen,
Nimmermehr dein Knecht.

Mag jäh dein Fuß sich wenden
Fluchtwärts zur Kammertür,
Ich reiß dich mit den Händen
Jauchzend her zu mir.

Und wehrst du dich mit Tränen,
Verwirrnis und Verdruß, –
Ich fühl dein ganzes Sehnen
Auch im halben Kuß!

 

Gruft

Meine Liebste hat einen altdeutschen Schrein,
Vier Ritter tragen die Ecken.
Dort legt sie alles hinein
In heimlichem Verstecken:

Blumen, die ich für sie gepflückt,
Zärtliche Wünsche, auf Zettel geschrieben,
Verse, die meiner Liebe geglückt,
Worte, im Herzen haften geblieben …

Alles legt sie in diesen Schrein,
Wie in der Gruft das rosige Leben.
Ich weiß, einst schließt sie mich selber ein,
Um nie mehr den Deckel zu heben.

Blumen, heimlich für sie gepflückt,
Zärtliche Worte, auf Zettel geschrieben,
Verse, von Herzen zu Herzen geschickt …
Was ist von euch geblieben?

Gespenstisch nur raschelt es manchesmal,
Ein Seufzer hebt sich noch trübe;
Ach, und kein erinnernder Strahl
Tastet ins Dunkel der Liebe …

 

Felice – I.

I. Versuchung

Tiefe schwüle Augenpaare,
Rote Lippen wünschevoll,
Stirngekräuselt Lockenhaare,
Atemzüge tief und voll.

Augen, die mir leuchtend winken,
Runder Nacken, schimmerndweiß,
Küsse, die mein Herzblut trinken,
Busenheben schwer und heiß.

Schultern, die kokett sich zeigen,
Tausend Wonnen süßer Lohn!
Ach, was soll ich es verschweigen,
Wer bleibt da ein Sankt Anton! – – –

 

 
Ludwig Jacobowski (21 januari 1868 – 2 december 1900)
Cover

 

De Ierse dichteres en schrijfster Katharine Tynan Hinkson werd geboren op 21 januari 1861 in Clondalkin, County Dublin. Zie ook alle tags voor Katharine Tynan op dit blog.

 

Of An Orchard

Good is an Orchard, the Saint saith,
To meditate on life and death,
With a cool well, a hive of bees,
A hermit’s grot below the trees.

Good is an Orchard: very good,
Though one should wear no monkish hood.
Right good, when Spring awakes her flute,
And good in yellowing time of fruit.

Very good in the grass to lie
And see the network ‘gainst the sky,
A living lace of blue and green,
And boughs that let the gold between.

The bees are types of souls that dwell
With honey in a quiet cell;
The ripe fruit figures goldenly
The soul’s perfection in God’s eye.

Prayer and praise in a country home,
Honey and fruit: a man might come,
Fed on such meats, to walk abroad,
And in his Orchard talk with God.

 

Lambs

He sleeps as a lamb sleeps,
Beside his mother.
Somewhere in yon blue deeps
His tender brother
Sleeps like a lamb and leaps.

He feeds as a lamb might,
Beside his mother.
Somewhere in fields of light
A lamb, his brother,
Feeds, and is clothed in white.

 

 
Katharine Tynan (21 januari 1861 – 2 april 1931)

 

De Oostenrijkse schrijver en kunsthistoricus Egon Friedell werd op 21 januari 1878 in Wenen geboren. Zie ook alle tags voor Egon Friedell op dit blog.

Uit: Kleine Porträtgalerie (Peter Altenberg)

„Peter Altenberg ist nun einer von jenen wenigen gewesen, die in unserer Zeit noch immer so dichteten, als ob das Dichten gar kein Beruf wäre. Er dichtete, dichtete ununterbrochen, bei Tag und bei Nacht, im Traum und im Wachen, im Gehen, Stehen, Sitzen und Liegen; es war, wenn man so sagen darf, eine Form seines organischen Stoffwechsels. Damit hängt es wohl auch zusammen, daß er eigentlich sehr wenig »produziert« hat. Denn die wahren Dichtungen haben eine Scheu davor, zu Buchstaben zu gefrieren. Die besten Gedichte sind nur mit dem Herzen aufgeschrieben und kommen niemals in die Setzmaschine.
Als er zum ersten Male auftrat, befand sich rings um ihn herum »Literatur«; nichts als Literatur. Alles war in Artistik aufgelöst. Auf der einen Seite verknöcherte, verkalkte Epigonen, die sich vergeblich bemühten, einige tiefe und schöne Wahrheiten, die aber vor hundert Jahren entdeckt worden waren und daher unmöglich mehr die ihren sein konnten, noch galvanisch am Leben zu erhalten; auf der anderen Seite müde und überreife oder kindische und unreife Herumsucher, die in allen Stilen redeten, nur nicht in dem einzigen, zu dem sie berechtigt waren: dem ihrer Zeit. Dichter, die etwas wußten, das nicht mehr wissenswert war, und Dichter, die noch gar nichts wußten: das war der Zustand.
In diese Situation trat er ein. Nicht als Schriftsteller. Er hatte achtunddreißig Jahre gewartet; nein: nicht einmal gewartet, er hatte nie daran gedacht, etwas zu schreiben. Er hätte es noch weitere zwanzig Jahre unterlassen können. Er hätte es immer unterlassen können. Seine Funktion in dieser Welt war nicht die, zu schreiben, sondern zu sehen; zufällig schrieb er dann das Gesehene einige Male auf. Daß er damit plötzlich nun doch in die Gilde der Schreiber geraten war, das bildete keine Zäsur in seinem Leben. Seine Tätigkeit blieb dieselbe, die sie vorher gewesen war: Dinge zu erblicken, soweit es seine eigenen beschränkten Augen gestatteten; Teile, Stücke, Abrisse der Wirklichkeit: aber Wirklichkeiten.
Dies ist denn auch in der Tat die Lebensaufgabe eines jeden Dichters. Er ist nicht mehr, nicht weniger. Er ist ein Seher in der doppelten Bedeutung des Wortes: ein Seher gegenwärtiger Dinge und ein Seher zukünftiger Dinge. Er geht durch das Leben und betrachtet. Das ist seine ganze Leistung. Und dabei erblickt er Dinge, die vor ihm noch kein Mensch gesehen hat; aber kaum hat er sie erblickt, so können auf einmal auch alle anderen sie sehen, ja es ist von nun an gar nicht mehr möglich, diese Dinge nicht zu sehen: diese Gesichte sind nun plötzlich in das Reich der Wirklichkeit getreten.“

 

 
Egon Friedell (21 januari 1878 – 16 maart 1938)
Portret door Lene Schneider-Kainer, ca. 1914-18

 

De Franse dichter en schrijver Joseph Méry werd geboren op 21 januari 1797 in Marseille. Zie ook alle tags voor Joseph Méry op dit blog.

 

Marseille (Fragment)

— JE viens des brumes du Pôle,
Où le globe a ses remparts ;
Où l’anglaise Métropole
A gravé ses Léopards ;
Où le jour est froid et sombre,
Où le marinier qui sombre
Croit voir des rochers sans nombre
Dans mille glaçons épars.

DE L’ASTROLABE, ma mère,
Beau nom qui fait mon orgueil,
Je suivais sur l’onde amère
Les pas d’écueil en écueil
Dans ma prière importune
Je disais à la Fortune :
Quand pourrais-je sur ma hune
Croiser mes vergues de deuil ?

VERS la Zélande Nouvelle,
Aux Antipodes chéris,
Voilà que Blig se révèle
A nos matelots surpris,
Juges de leur gaîté folle,
Tout en voguant vers le Pôle,
Ils passaient sous la coupole
Du Panthéon de Paris.

LA mer n’était plus rebelle,
Le ciel noir était serein ;
La France passait si belle
Sous mon corsage d’airain !
Bien, ai-je dit, c’est bon signe !
N’avançons pas vers la ligne,
Cette onde seule était digne
D’ensevelir un marin !

 

 
Joseph Méry (21 januari 1797 – 17 juni 1866)
Gravure naar een foto van Étienne Carjat, ca. 1860

 

Onafhankelijk van geboortedata

De Nederlandse schrijver, journalist en taaltrainer Rudy Dek werd geboren in Rotterdam in 1956. Zie ook alle tags voor Rudy Dek op dit blog.

Uit: De dood of de gladiolen

“’Het is zeker een raadsel,’ zei Rogier en hij keerde zich weer tot de agent achter de balie. ‘We moeten inderdaad ontrafelen of iemand verkeerde plannen heelt En met wie hij die heeft? Dat is het raadsel.’ Hij keek nog maar eens om, naar de mannen verderop. De jonge agent zei dat het waarschijnlijk niets te betekenen had. In een stad als Nijmegen gebeurde toch nooit wat. ‘0, en een paar jaar terug dc moord op die milieuactivist dan?’ vroeg Rogier en hij stak verontwaardigd een vinger op. ‘Hoe heette die ook alweer?’ `Was die moord dan aangekondigd in de bus?’ vroeg een vierde agent. een roodharige man met een zilverkleurig ringetje door het oor. Hij legde zijn krant weg. kwam naderbij en schoot in de lach. ‘Gratis busreclame,’ zei hij. ‘Dat is het. Geen aankondiging van een delict.’ Rogier keek dc mannen een voor een aan. Dit konden ze niet menen. Hij keek langs hen heen en zocht naar een woord. ‘Merites,’ kwam er in hem op. ‘Het moet toch grondig op zijn merites worden beoordeeld.’ drong hij aan en hij boomt dat het deftig en overtuigend overkwam. Was er niemand in huis die zoiets kon? Die mannen daar, was daar geen rechercheur bij? Dc roodharige agent liep op tot aan de balie. Hij schoof alle papieren op een hoop, rolde ze op en zette de rol aan een oor. ‘Sst,’ zei hij cn hij hield bezwerend een hand op, ‘ik beoordeel de zaak op zijn merites…’ Zijn ogen draaiden alle kanten op. Na enkele tellen zei hij dat de zaak in orde was. ‘Geen merites te horen.’ Hij gaf Rogier de papieren terug. Zijn collega’s grijnsden. ‘Maar,’ aarzelde Rogier. Hij keek van de rol naar de mannen in uniform. ‘Goed,’ zei hij toen. ‘Zo te zien hebben jullie er verstand van en daar moet ik me als eenvoudig burger maar gewoon bij neerleggen.’ Hij wees met de rol naar de man met het rode haar. ‘Het zag er heel deskundig uit.’ Hij wenste iedereen een prettige nacht en liep bij hen vandaan naar de buitendeur.”

 


Rudy Dek (Rotterdam, 1956)

 

De Duitse schrijfster Anna Basener werd in 1983 in Essen geboren. Zie ook alle tags voor Anna Basener op dit blog.

Uit: Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

„Sie hat mit neunzehn im Hotel angefangen, und der Herbert hat ihr quasi ab dem ersten Tag den Hof gemacht, aber da war das Herz von der Omma längst für den Kalle entbrannt. Die schmale Mitzi aus der roten Vierzehn hat Ommas Herz in dieser Sache zugestimmt. Der Bordellbesitzer, auf den war ja kein Verlass, wenn man was Treues wollte. Wenn dem Herbert nicht die Hand ausgerutscht ist, dann ist ihm nämlich der Lümmel rausgerutscht – raus, und dann überall rein.
Aber zurück zu dem Objekt von Ommas Begierde. Der Kalle war Schweißer mit Adern auf den muskulösen Oberarmen und grünen Augen. Er war groß und stark und sanft wie ein Lämmchen. Den sollte sich die Omma mal schön warmhalten, haben auch die Mitzi und die dralle Ulla aus der lila Neun empfohlen und explizit von Warmhalten gesprochen. Aber bei aller Liebe, da hat die Omma nix von verstanden, bei der war’s immer gleich heiß. Warmhalten – tsss – l’Amour ist doch keine Erbsensuppe. Die Omma war so schnell schwanger, so schnell kannst du nicht mal Essen-Katernberg sagen.
Und dann kam die Hochzeit. Die Mitzi hat sich fein gemacht, die Ulla hat geheult, und der Herbert hat sich besoffen und in den Klingelbeutel gekotzt.
Jedenfalls haben sie und der Kalle für die Hochzeitsnacht die rote Fünf bekommen, das größte Zimmer im d’Amour, und die Omma musste drei Wochen nicht putzen. Das waren Flitterwochen, von denen ganz Rellinghausen gesprochen hat. Das Bett hat gequietscht, die morschen Dielen haben geknarzt, das ganze Hotel hat gewackelt. In rotem Plüsch und auf durchgelegener Matratze haben die sich so laut und oft geliebt, dass alle Freier Komplexe bekommen haben.“

 


Anna Basener (Essen, 1983)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 21e januari ook mijn blog van 21 januari 2018 deel 2.

Louis Menand, Ludwig Thoma, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir, Egon Friedell, Joseph Méry, Roderich Benedix

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Zie ook alle tags voor Louis Menand op dit blog.

Uit: What It Is Like to Like. Art and taste in the age of the Internet

“The subject of Tom Vanderbilt’s “You May Also Like” (Knopf) is taste, the term he uses for whatever it is that guides our preference for chocolate over vanilla, taupe over beige, “The Bourne Supremacy ” over “The Bourne Ultimatum,” and Artur Schnabel and Joseph Szigeti’s recording of Beethoven’s tenth violin sonata over Vladimir Ashkenazy and Itzhak Perlman’s rendering of the same work. Vanderbilt’s widely admired previous book, “Traffic,” examined a dangerous and complex activity that people pay about as much attention to while they’re doing it as they do to washing the dishes: driving a car. Making sense of driving was tough. Not nearly as tough, however, as taste.
Vanderbilt’s premise is: “We are strangers to our tastes.” He doesn’t mean that we don’t really like what we say we like. He means that we don’t know why. Our intuition that tastes are intuitive, that they are just “our tastes,” and spring from our own personal genome, has been disproved repeatedly by psychologists and market researchers. But where tastes do come from is extremely difficult to pin down. Taste is not congenital: we don’t inherit it. And it’s not consistent. We come to like things we thought we hated (or actually did hate), and we are very poor predictors of what we are likely to like in the future.
We have trouble articulating the reasons that we prefer the Schnabel to the Ashkenazy, or decide on the locally foraged fresh spring porcini mushrooms with roasted Sebastopol peaches, almonds, and crispy tempura—no, wait!, I’ll have the gâteau of Hudson Valley Moulard duck foie gras with roasted Chioggia beets, Brooks cherries, and Sicilian pistachios served with toasted brioche (thirty-dollar supplement). Just don’t ask me why.
Maybe “toasted” trumped “foraged.” Likes and dislikes can be triggered by random associations and can form in a split second. We make choices before we’ve had time to weigh the options. Vanderbilt tells us that the median amount of time spent looking at a work of art at the Met is seventeen seconds. Shopping for clothes, we say, “Oh, I love that!” before we have the first coherent idea about what it is that makes us love it.”

 

 
Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952)
Bij de uitreiking van de National Humanities Medal door president Obama in 2015

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Louis Menand, Ludwig Thoma, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir, Egon Friedell, Joseph Méry, Roderich Benedix

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Zie ook alle tags voor Louis Menand op dit blog.

Uit: The Metaphysical Club

„Dr. Holmes was a professor; his father, Abiel, had been a minister. He regarded himself as a New England Brahmin (a term he coined), by which he meant not merely a person of good family, but a scholar, or what we would call an intellectual. His own mind was a mixture of enlightenment and conformity: he combined largeness of intellect with narrowness of culture.
Dr. Holmes had become famous in 1830, the year after he graduated from Harvard, when he wrote a popular poem protesting the breakup of the U.S.S. Constitution, “Old Ironsides.” After college he tried the law but quickly switched to medicine. He studied in Paris, and in 1843, when he was thirty-four, published a paper on the causes of puerperal (or childbed) fever that turned out to be a landmark work in the germ theory of disease. (He showed that the disease was carried from childbirth to childbirth by the attending physician; it was a controversial paper among the medical establishment.) He joined the faculty of the Harvard Medical School, where he eventually served as dean. But his celebrity came from his activities as a belletrist. He was one of the first members of the Saturday Club, a literary dining and conversation society whose participants included Emerson, Hawthorne, Longfellow, Richard Henry Dana, Jr., James Russell Lowell, and Charles Eliot Norton. He was a founder of the Atlantic Monthly, whose name he invented and in whose pages he published his popular column of aperçus, “The Autocrat of the Breakfast-Table” (followed by “The Professor at the Breakfast-Table” and “The Poet at the Breakfast-Table”). He wrote hundreds of verses and three novels. Many people, and not only Bostonians, believed him to be the greatest talker they had ever heard.
Yet he was unabashedly provincial. His chief ambition was to represent the Boston point of view in all things. (He also suffered from asthma, which made travel uncomfortable.) On the other hand, he regarded the Boston point of view as pretty much the only point of view worth representing. He considered Boston “the thinking centre of the continent, and therefore of the planet.” Or as he also put it, in a phrase that became the city’s nickname for itself: “Boston State-House is the hub of the solar system.” He was an enemy of Calvinism (which had been his father’s religion) and a rationalist, but his faith in good breeding was nearly atavistic, and he saw no reason to challenge the premises of a social dispensation that had, over the course of two centuries, contrived to produce a man as genial and accomplished as himself.”

 

 
Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952)

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Ludwig Jacobowski, Joseph Méry, Kristín Marja Baldursdóttir, Roderich Benedix

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Jacobowski werd geboren op 21 januari 1868 in Strzelno (Strelno). Zie ook alle tags voor Ludwig Jacobowski op dit blog.

 

Dem Auge fern, dem Herzen nah…

“Dem Auge fern, dem Herzen nah!”
Als ich die alte Grabschrift sah
Im eingesunknen Marmorstein,
Da fiel mein totes Lieb mir ein.

O Gott, ich schrieb schon tausendmal
Das gleiche Lied aus gleicher Qual,
Und war doch keins wie dieses da:
Dem Auge fern, dem Herzen nah!”

 

Jüngster Frühling

Nun kommt der Frühling doch Jahr für Jahr,
Dasselbe Blühen, wie’s immer war,
Von Kindern sind Plätze und Straßen voll,
Man weiß nicht mehr, wo man treten soll.

Die Mädchen glühen vor lauter Glück,
Heller die Kleider und heller der Blick,
Und blitzt wo ein Zöpflein im Sonnenschein,
Da fängt es sich wohl einen Knaben ein.
Und hoch aus des Himmels seligem Feld
Geht ein Leuchten über die Welt…

Wohl seh ich das alles in jedem Jahr,
Doch schwör ich, daß es nie schöner war,
Als gerade in diesem, in diesem Jahr.

 

Ludwig Jacobowski (21 januari 1868 – 2 december 1900)
Strzelno

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Louis Menand, Ludwig Thoma, Egon Friedell, Imre Madách, Ludwig Jacobowski, Joseph Méry, Kristín Marja Baldursdóttir, Roderich Benedix

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Zie ook alle tags voor Louis Menand op dit blog.

 Uit: American Studies

 „In 1901, when he was fifty-nine, William James delivered the Gifford Lectures at the University of Edinburgh. James was an international academic celebrity. The Principles of Psychology, which appeared in 1890 and which had taken him twelve years to write, had been quickly recognized as the leading summation of developments in a field transformed by the introduction of laboratory methods and by the evolutionary theories of Charles Darwin. An abridged edition for students, Psychology: Briefer Course, popularly known as “Jimmy,” appeared in 1892; by the time of the Gifford Lectures, it had sold nearly fifty thousand copies.

The Gifford lectureship was a two-year appointment. James returned to Edinburgh for the second set of lectures in l902, and that year the lectures were published as The Varieties of Religious Experience. The Varieties has probably been, over the years, James’s most popular book, read even when his functionalist psychology had been superseded by Freudianism and behaviorism, and his pragmatist philosophy was in eclipse. It is composed primarily of case histories, collected from all around the world and organized by category — “Conversion,” “Saintliness,” “Mysticism,” and so on. It looks, in other words, like a psychology textbook, and that is because it is a psychology textbook. The Varieties is not a study of religion; it is, as the subtitle states, “a study in human nature.”

 

Menand
Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952)

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Thoma werd geboren op 21 januari 1867 in Oberammergau. Zie ook alle tags voor Ludwig Thoma op dit blog.

 

Vergänglichkeit

Es prangt um uns auf allen Wiesen
In Grün und Gelb, in Blau und Rot.
Wir wollen diese Pracht genießen,
Denn übermorgen ist sie tot.

Schon kommt man, sie hinwegzuraffen,
Es naht der Schnitter, der sie mäht.
Gott hat die Blumenwelt geschaffen,
Dass sie als Heu die Kühe bläht.

Wohl ist es wert, dass man sich härme,
Wenn man das Ganze recht bedenkt,
Wie diese Schönheit durch Gedärme
Verwandelt sich nach außen lenkt.

Hier liegt die Blume hingesch…lagen,
Sie rauchet noch als warmer Mist.
Warum? .. Das wird die Allmacht wissen,
Du frage nicht als frommer Christ.

 

Auf Höhen

Und ich fragte meinen Lehrer,
Wo der liebe Herrgott wohnt.
»Ei, im blauen Himmel oben,
Wo er mit den Englein thront.«

Und die grauen Felsenberge
Ragen doch so hoch empor!
Sieht man von dem steilen Gipfel
In das offne Himmelstor?

Sieht man auch die Engelsscharen?
Hat der Himmel dort ein Loch?
»Ja, natürlich,« sprach der Lehrer,
»Warte, du begreifst es noch.«

Nein, ich hab’ es nie begriffen,
Als ich dann nach manchem Jahr
Oft und oft und immer wieder
Auf den Bergesgipfeln war.

Hoch zu Häupten, fest verschlossen
Wölbte sich das Himmelszelt,
Und ich sah nur kleiner werden
Unter mir die Erdenwelt.

 

Ludwig_Thoma
Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)

 

De Oostenrijkse schrijver en kunsthistoricus Egon Friedell werd op 21 januari 1878 in Wenen geboren. Zie ook alle tags voor Egon Friedell op dit blog.

 Uit: Kulturgeschichte Griechenlands

 „Daß der Mensch ein einfaches Bodenprodukt sei wie seine Brüder, die Pflanzen und Tiere, ist eine zu naheliegende Meinung, als daß sie nicht schon sehr früh aufgestellt worden wäre. In der Tat sehen wir sie bereits von Aristoteles vertreten, der sich seinerseits wieder auf den Chefarzt von Hellas stützt, Hippokrates den Großen, wie er ihn mit Recht nennt. Beide erklären ganz unmißverständlich, die Menschen seien im großen und ganzen genau soviel wert wie ihr Land und ihr Klima, mit dem sie in Körper und Seele übereinstimmen. Aber die nächstliegenden Gedanken sind nicht immer die tragfähigsten: das zeigt sich wiederum bereits bei Aristoteles, der aus seiner Theorie die Behauptung ableitet, daß die Bewohner der kalten Gegenden Europas tapfer, jedoch an geistiger Einsicht und an Kunstsinn arm und zu Herrschaft und echter Staatenbildung wenig befähigt seien. Dieser Schluß, für die damalige Weltlage vollkommen richtig, ist, von uns aus gesehen, haarsträubend falsch; denn niemand wird heute mehr die Ansicht wagen, daß es im Norden unseres Erdteils, auf einem Boden, wo Kant und Newton, Rembrandt und Shakespeare gewachsen sind, an geistiger Einsicht oder an Kunstsinn gefehlt habe und daß England, Rußland und Preußen keine Eignung zu Herrschaft und Staatenbildung erwiesen hätten. Es zeigt sich hier
wieder einmal, daß alle Geschichtsphilosophien ebensowohl wahr wie falsch sind: falsch vor dem Weltgeist, dessen Antlitz wandelbar oder vielmehr unerkennbar ist, und wahr als Ausdruck ihrer Zeit.

Die aristotelische Ansicht scheint das ganze Altertum beherrscht zu haben: auch ein so scharfer Geschichtsdenker wie Polybios erklärt, was die Sitten der Völker so gut wie ihre Gestalt und Farbe bilde, sei das Klima. Das Mittelalter dachte zu tief, um dieser allzu diesseitigen Weisheit zu huldigen. Aber im neunzehnten Jahrhundert ist sie wieder zu fast orthodoxem Ansehen gelangt, zumal durch Buckles «Geschichte der Zivilisation in England»,

 

EgonFriedell
Egon Friedell (21 januari 1878 – 16 maart 1938)

 

De Hongaarse schrijver Imre Madách werd geboren op 21 januari 1823 in Dolná Strehová in het huidige Slowakije. Zie ook alle tags voor Imre Madách op dit blog.

Uit: Die Tragödie des Menschen

“Im Himmel. Der Herr mit Glorienschein umgeben auf seinem Throne Knieende Engelscharen. Die vier Erzengel stehen neben dem Throne. Großer Strahlenglanz.

CHOR DER ENGEL.

Gott sei gepriesen, Ehre dem Allmächt’gen,
Der allem, was vorhanden, Dasein gab;
Ein Wort von ihm schuf Himmel, Erde, Welten,
Von seinem Blick hängt auch das Ende ab.
Er ist der Weisheit, Kraft und Wonne Fülle,
Uns überstrahlt der Abglanz nur davon;
Und froh des reichen Anteils knieen dankbar
Anbetend wir um seinen hohen Thron.
Der Urgedanke ist zur That geworden,
Das hehre Schöpfungswerk, es ist vollbracht;
Von allem, was da lebt und webt, erwartet
Nun würd’gen Zoll des Schöpfers Herrschermacht.
DER HERR.
Das Meisterwerk ist fertig, und ist gut.
Es geht nun seinen Gang, der Schöpfer ruht.
Äonen wirbelt’s um die Achse fort,
Bis abgenützt ein Radzahn hemmt den Lauf.
Auf also, meine Weltengeister, auf,
Flink tretet euern ew’gen Reigen an!
Wie ihr im Flug einhersaust mir zu Füßen,
Will ich nun schau’n und mich ergötzen dran.”

 .

Madach
Imre Madách (21 januari 1823 – 5 oktober 1864)
Nationaal standbeeld

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Jacobowski werd geboren op 21 januari 1868 in Strzelno (Strelno). Zie ook alle tags voor Ludwig Jacobowski op dit blog.

 

Trost der Nacht

Weiche Hände hat die Nacht
und sie reicht sie mir ins Bette;
fürchtend, daß ich Tränen hätte,
streicht sie meine Augen sacht.

Dann verläßt sie das Gemach;
rauschen hör’ ich, sanft und seiden;
und den Dornenzweig der Leiden
zieht sie mit der Schleppe nach.

 

Dem Auge fern, dem Herzen nah…

“Dem Auge fern, dem Herzen nah!”
Als ich die alte Grabschrift sah
Im eingesunknen Marmorstein,
Da fiel mein totes Lieb mir ein.

O Gott, ich schrieb schon tausendmal
Das gleiche Lied aus gleicher Qual,
Und war doch keins wie dieses da:
Dem Auge fern, dem Herzen nah!”

 

Jacobowski
Ludwig Jacobowski (21 januari 1868 – 2 december 1900)

 

 De Franse dichter en schrijver Joseph Méry werd geboren op 21 januari 1797 in Marseille. Zie ook alle tags voor Joseph Méry op dit blog.

 

 Le Ballet des heures

Les heures sont des fleurs l’une après l’autre écloses
Dans l’éternel hymen de la nuit et du jour ;
Il faut donc les cueillir comme on cueille les roses
Et ne les donner qu’à l’amour.

Ainsi que de l’éclair, rien ne reste de l’heure,
Qu’au néant destructeur le temps vient de donner ;
Dans son rapide vol embrassez la meilleure,
Toujours celle qui va sonner.

Et retenez-la bien au gré de votre envie,
Comme le seul instant que votre âme rêva ;
Comme si le bonheur de la plus longue vie
Était dans l’heure qui s’en va.

Vous trouverez toujours, depuis l’heure première
Jusqu’à l’heure de nuit qui parle douze fois,
Les vignes, sur les monts, inondés de lumière,
Les myrtes à l’ombre des bois.

Aimez, buvez, le reste est plein de choses vaines ;
Le vin, ce sang nouveau, sur la lèvre versé,
Rajeunit l’autre sang qui vieillit dans vos veines
Et donne l’oubli du passé.

Que l’heure de l’amour d’une autre soit suivie,
Savourez le regard qui vient de la beauté ;
Être seul, c’est la mort ! Être deux, c’est la vie !
L’amour c’est l’immortalité !

 

joseph_mery
Joseph Méry (21 januari 1797 – 17 juni 1866)

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 21 januari 2009.

 De IJslandse schrijfster Kristín Marja Baldursdóttir werd geboren op 21 januari 1949 in Hafnarfjörður. Zie ook mijn blog van 21 januari 2007 en ook mijn blog van 21 januari 2008.

De Duitse toneelschrijver, acteur en theaterdirecteur Julius Roderich Benedix werd geboren op 21 januari 1811 in Leipzig.

Ludwig Thoma, Louis Menand, Egon Friedell, Imre Madách, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir, Roderich Benedix, Joseph Méry

De Duitse schrijver Ludwig Thoma werd geboren op 21 januari 1867 in Oberammergau. Zie ook mijn blog van 21 januari 2007.

 

Uit: Lausbubengeschichten

 

„Von meinem Zimmer aus konnte ich in den Vollbeckschen Garten sehen, weil die Rückseite unseres Hauses gegen die Korngasse hinausging.

Wenn ich nachmittags meine Schulaufgaben machte, sah ich Herrn Rat Vollbeck mit seiner Frau beim Kaffee sitzen, und ich hörte fast jedes Wort, das sie sprachen.

Er fragte immer: “Wo ist denn nur unser Gretchen so lange?”, und sie antwortete alle Tage: “Ach Gott, das arme Kind studiert wieder einmal.”

Ich hatte damals, wie heute, kein Verständnis dafür, daß ein Mensch gerne studiert und sich dadurch vom Kaffeetrinken oder irgend etwas anderem abhalten lassen kann. Dennoch machte es einen großen Eindruck auf mich, obwohl ich dies nie eingestand.

Wir sprachen im Gymnasium öfters von Gretchen Vollbeck, und ich verteidigte sie nie, wenn einer erklärte, sie sei eine ekelhafte Gans, die sich bloß gescheit mache.

Auch daheim äußerte ich mich einmal wegwerfend über dieses weibliche Wesen, das wahrscheinlich keinen Strumpf stricken könne und sich den Kopf mit allem möglichen Zeug vollpfropfe.

Meine Mutter unterbrach mich aber mit der Bemerkung, sie würde Gott danken, wenn ein gewisser Jemand nur halb so fleißig wäre wie dieses talentierte Mädchen, das seinen Eltern nur Freude bereite und sicherlich nie so schmachvolle Schulzeugnisse heimbringe. Ich haßte persönliche Anspielungen und vermied es daher, das Gespräch auf dieses unangenehme Thema zu bringen.

Dagegen übte meine Mutter nicht die gleiche Rücksicht, und ich wurde häufig aufgefordert, mir an Gretchen Vollbeck ein Beispiel zu nehmen.

Ich tat es nicht und brachte an Ostern ein Zeugnis heim, welches selbst den nächsten Verwandten nicht gezeigt werden konnte.

Man drohte mir, daß ich nächster Tage zu einem Schuster in die Lehre gegeben würde, und als ich gegen dieses ehrbare Handwerk keine Abneigung zeigte, erwuchsen mir sogar daraus heftige Vorwürfe.“

 

thoma

Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)
Portret door Thomas Baumgartner

 

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Hij studeerde aan Harvard en aan de universiteit van Columbia. Hij doceert tegenwoordig Engelse en Amerikaanse taal- en letterkunde aan Harvard en publiceert regelmatig in The New Yorker en  The New York Review of Books, In ‘The Metaphysical Club’  uit 2001 betoogt hij dat er na de Burgeroorlog een nieuw intellectueel landschap ontstond in Amerika, waarin filosofen en intellectuelen overtuigd waren geraakt van het gevaar van overtuigingen, waarin zij een toenemend gevoel van onzekerheid onderkenden, en waarin zij van die onzekerheid een methode van denken maakten die zou uitmonden in pragmatisme en pluralisme.  Louis Menand bespreekt de nieuwe opvattingen aan de hand van een viertal grote Amerikanen, Oliver Wendell Holmes, William James, Charles Peirce en John Dewey (de laatste drie zijn bekend als de grondleggers van het pragmatisme), die korte tijd een discussieclub vormden: de ‘Metaphysical Club’. Menand kreeg in 2002 de Pulitzer Prize for history.

Uit: The Metaphysical Club

 „The military defeat of the Confederacy made the Republican Party the dominant force in national politics after 1865, and the Republican Party was the champion of business. For more than thirty years, a strong central government protected and promoted the ascendance of industrial capitalism and the way of life associated with it — the way of life we call “modern.”
To this extent, the outcome of the Civil War was a validation, as Lincoln had hoped it would be, of the American experiment. Except for one thing, which is that people who live in democratic societies are not supposed to settle their disagreements by killing one another. For the generation that lived through it, the Civil War was a terrible and traumatic experience. It tore a hole in their lives. To some of them, the war seemed not just a failure of democracy, but a failure of culture, a failure of ideas. As traumatic wars do — as the First World War would do for many Europeans sixty years later, and as the Vietnam War would do for many Americans a hundred years later — the Civil War discredited the beliefs and assumptions of the era that preceded it. Those beliefs had not prevented the country from going to war; they had not prepared it for the astonishing violence the war unleashed; they seemed absurdly obsolete in the new, postwar world. The Civil War swept away the slave civilization of the South, but it swept away almost the whole intellectual culture of the North along with it. It took nearly half a century for the United States to develop a culture to replace it, to find a set of ideas, and a way of thinking, that would help people cope with the conditions of modern life.“

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Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952 )

 

De Oostenrijkse schrijver en kunsthistoricus Egon Friedell werd op 21 januari 1878 in Wenen geboren. Zie ook mijn blog van 21 januari 2007.

 

Uit: Kulturgeschichte der Neuzeit (über Peter Altenberg)

 

„Peter Altenberg galt als der Typus des Dekadenten. Aber sein Feminismus war nicht Schwäche, sondern Stärke, nämlich eine erhöhte und bisher unerreichte Fähigkeit, sich in das weibliche Seelenleben zu versetzen. Alle früheren Dichter hatten sich zur Frau als mehr oder minder glückliche Deuter gestellt, er aber erlebte sie in sich selbst in der vollkommensten Weise, und wenn er sie schilderte, so las er gar nicht in einer fremden Seele, sondern in seiner eigenen. Sie sind die unheilbaren Träumerinnen und Idealistinnen, die grossen Enttäuschungen des Lebens, die wie verwunschene Märchenprinzessinen durch den Alltag wandern: Melanchonikerinnen wegen ihrer eigenen Unvollkommenheiten, wegen der Unvollkommenheiten der Männer, wegen der Unvollkommenheiten der ganzen Welt. Und in ihrem uferlosen, überspannten, hysterischen und im Grunde lebensunfähigen Idealismus wünschen sie nichts sehnlicher, als daß der Mann sie ins Vollkommene idealisiere, daß er in ihnen erblicke, was sie nicht sind, daß er ein Romantiker sei. Ein solcher Romantiker war Peter Altenberg. Er erblickte überall „Märchen des Lebens“, Melusinen und Dornröschen. Und jede bescheidene Kornblume war für ihn die blaue Blume der Romantik.“

 

Friedell

Egon Friedell (21 januari 1878 – 16 maart 1938)

 

De Hongaarse schrijver Imre Madách werd geboren op 21 januari 1823 in Dolná Strehová in het huidige Slowakije. Zie ook mijn blog van 21 januari 2007.

 

Uit: Tragedy Of The Man (Vertaald door Ottó Tomschey)

 

The Heaven. The LORD encircled by glory is sitting on his throne. ANGELS are kneeling. The four ARCHANGELS are standing near the throne. Great brightness.

 

ANGELS’ CHOIR

Eternal glory be to our God on High,
Let him be prais’d by the earth and heaven,
Who created the Universe by one word
And his glance has govern’d the end again.
He is the power, knowledge and happiness,
Our share’s only his shade cast over us,
We adore Him for his endless patronage
For having this allotment in his light.
Yes, the great Thought has become incarnated,
Complete is, as a whole, the Creation
The Lord waits at his holy hassock from all
Living creations their due devotion.

 

THE LORD

The work, the great work is now completed,
Machine is running, the creator rests.
It will move for some millions of years
Till one of its cogs will need some repairs.
Up! Guardian spirits of my world! Arise!
Let you start your never-ending orbit.
As you whizzing past under my feet
Let me be with you highly delighted.

 

madach

Imre Madách (21 januari 1823 – 5 oktober 1864)

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Jacobowski werd geboren op 21 januari 1868 in Strelno. Zie ook mijn blog van 21 januari 2008.

 

Familie
Meinen Brüdern Albert und Heinrich.

Mir wird das Herz so bitterschwer,
hol’ ich die alten Bilder her
der Eltern und der Brüder.
Verwehte Jahre ziehn herauf,
vernarbte Wunden wachen auf
und zucken plötzlich wieder.

Der Vater lief von Haus zu Haus
und lief sich fast die Seele aus,
fünf Jungens satt zu kriegen.
Mit einem Fünfzigpfennigbrot
da hat man seine liebe Not…
Zehn Kilo müßt’ es wiegen!

Die Mutter immer bleich und krank, –
das ging so Jahr und jahrelang;
wir schlichen nur auf Zehen.
Nur manchmal um ihr Bett herum,
da saßen wir und hörten stumm
die alte Wanduhr gehen.

Dann polterte ein Sarg herein,
der zog den zweiten hinterdrein,
und den schob gleich ein dritter.
Die Tischler hatten guten Lohn,
die Totengräber grüßten schon
und gar die Leichenbitter!

Zwei Brüder sind der ganze Rest;
die andern hält die Erde fest,
die wird nichts wiedergeben.
Wir drei, wir schaun uns oft so an –
Wer weiß, wer morgen von uns dran –
Prost Brüder, ihr sollt leben!
       

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Ludwig Jacobowski (21 januari 1868 – 2 december 1900)

 

 

De IJslandse schrijfster Kristín Marja Baldursdóttir werd geboren op 21 januari 1949 in Hafnarfjörður. Zie ook mijn blog van 21 januari 2007 en ook mijn blog van 21 januari 2008.

Uit: Die Eismalerin (2006) (Duitse vertaling door Coletta Bürling)

 Morgens war das Meer mittelblau, die Bucht wie ein Porzellanteller mit einem weißen Rand. Die Schwestern glaubten zunächst, dass die Winde in den Westfjorden der Grund für die Entscheidung ihrer Mutter waren, diese kalten Winde aus hohen Höhen, die über den sich in die Täler duckenden Höfen kreisten und dann herabstürzten, um zu zerreißen und zu zerfetzen. Um auf Menschen und Vieh einzudreschen und das Meer aufzuwühlen und zu einem erbarmunglosen Ungeheuer zu machen, das junge Männer verschlingt. Schöne jun
ge Väter, die noch vor Sonnenaufgang voller Zuversicht zum Fischfang ausrudern, aber nach Sonnenuntergang nicht wie versprochen zurückkehren. Karitas wachte nicht selten auf, wenn ihr Vater sich auf den Weg machte, und wenn er sah, dass sie wach im Bett lag, reichte er ihr eine Scheibe Brot mit Farinzucker, die sie verputzte, während alle anderen noch schliefen. Er schenkte ihr den ersten Zeichenblock, den er in Ísafjörður gekauft hatte, weil sie so gut zeichnen konnte. Er sagte, das habe sie wohl von ihm. Ihr Vater konnte wunderschön zeichnen und hatte ihr beigebracht, wie man das macht. Und dann ging er eines Morgens fort und kehrte abends nicht zurück.”

 

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Kristín Marja Baldursdóttir (Hafnarfjörður, 21 januari 1949)

 

De Duitse toneelschrijver, acteur en theaterdirecteur Julius Roderich Benedix werd geboren op 21 januari 1811 in Leipzig. In 1831 werd hij acteur. In 1841 kon hij zijn eerste stuk Das bemooste Haupt laten opvoeren in het theater van Wesel am Niederrhein. Het werd meteen zo’n succes dat het in heel Duitsland gespeeld kon worden. In 1847 werd Benedix technisch directeur aan het Keulse theater. Tegelijkertijd verzorgde hij lezingen over de jongste dicht- en toneelkunst in Duitsland.

Uit: Die Hochzeitsreise

 

„HAHNENSPORN. Uf der ist schwer! Helfen Sie, Herr Famulus! Bringt mit Edmunds Hülfe den Koffer auf die Erde, setzt sich darauf und trocknet sich den Schweiß. Das ist eine Schlepperei! Ich habe es mir gedacht, die junge Frau hat noch keinen Fuß in das Haus gesetzt, und schon geht die Schererei los! Also heute Abend kommt sie, die junge Frau. Na es thut mir leid; ich habe dem Herrn Professor gern gewichst und dem Herrn Famulus auch, aber ich sehe es kommen, nicht acht Tage bin ich mehr im Hause.

EDMUND. Warum nicht gar! Der Herr Professor hat ausdrücklich gesagt daß durch seine Heirath nicht das Geringste in der bisherigen Hausordnung geändert werden soll. Jeder behält sein Amt und seine Verrichtung nach wie vor.

HAHNENSPORN. Hat das der Herr Professor gesagt?

EDMUND. Es sind seine eignen Worte.

HAHNENSPORN. Wir werden ja sehen, werden ja sehen! Der Herr Professor ahnt in seiner Unschuld gar nicht was die junge Frau für Verwirrung im Hause anrichten wird.

EDMUND naiv. Hahnensporn, Ihr seid ein erfahrener Mann – sind denn die Frauen wirklich so schlimm?

HAHNENSPORN. Na ob! Sie armes Schaf, mit Respect zu melden, thun mir leid, die junge Frau wird Sie schön hin und her hetzen; Sie kommen gar nicht mehr zu Athem.“

 

benedix

Roderich Benedix (21 januari 1811 – 26 september 1873)

 

De Franse dichter en schrijver Joseph Méry werd geboren op 21 januari 1797 in Marseille. Samen met Auguste Barthélemy schreef hij beroemde satires. Hij schreef romans en was librettist, o.a. voor La battaglia di Legnano van Verdi. In zijn tijd stond hij bekend om zijn gevatheid en zijn geestigheid.

 

Chant De Baigneuses (Fragment)

 

Chères à Vénus, vierges de notre île,
Filles de la mer, nymphes aux pieds blancs,
La Faune est bien loin, la mer est tranquille,
Le doux zéphyr parle aux saules tremblants.

 

Suspendez au pin la lyre thébaine,
Et livrez sans crainte à ce flot joyeux
Vos cheveux, où l’or coule avec l’ébène,
Vos charmes divins, volupté des yeux.

 

La femme et la mer ont bien des mystères
Que le vieux Pluton n’a jamais compris :
Le deuil a couvert les flots solitaires
Jusqu’à l’heureux jours où parut Cypris.

 

Quand elle naquit, la déesse blonde,
L’autel de l’hymen s’éleva plus beau ;
La mer nous rendit la terre féconde ;
Amour prit un arc, Hymen un flambeau.

 

L’autel de l’hymen n’a plus de fidèles !
Les femmes alors doivent bien s’unir,
Doivent ramener les hommes près d’elles
Pour rendre meilleur un triste avenir.

 

Ne regrettez pas, vierges ingénues,
La robe tombée et le lin absent.
Sur l’autel pieux les Grâces sont nues ;
Sur le piédestal leur marbre est décent.

 

Mery

Joseph Méry (21 januari 1797 – 17 juni 1866)