Birgit Vanderbeke, Jostein Gaarder, Sara Teasdale, Hieronymus van Alphen, Flavia Bujor, Hitomi Kanehara, Nina Berberova, Zofia Kossak-Szczucka

De Duitse schrijfster Birgit Vanderbeke werd geboren op 8 augustus 1956 in Dahme. Zie ook alle tags voor Birgit Vanderbeke op dit blog.

 

Uit: SWEET SIXTEEN

Der erste, der verschwand, war Markus Heuser, genannt Meks.

Die Angelegenheit wurde daher später offiziell als »das Heuser-Phänomen« bekannt.

Andere sprachen von »Meksomanie«.

Seinerzeit war sie nichts weiter als eine Meldung, die scheinbar über den Lahn-Dill-Kreis nicht hinauskam.

»Sechzehnjähriger verschwand am Geburtstag spurlos.«

Was war passiert?

Der Junge war am Morgen aufgestanden, die Eltern hatten ihm gratuliert, der Tisch war gedeckt gewesen, die traditionelle Gummibärchentorte aus Meks’ ersten Jahren hatte inzwischen eine Menge mehr Kerzen drauf, Meks verzog wie

immer in den letzten Jahren das Gesicht, als er die Torte sah, und weder seine Mutter noch sein Vater hätten sagen können, ob es ein gerührt- ironisches oder ein leise verächtliches Lächeln war, womit Meks auf den Tisch, die Torte und die Geschenke reagierte und überhaupt eigentlich auf fast alles seit einiger Zeit.

Meks pustete die Kerzen aus, wischte sich die Elternküsse unauffällig von der Backe, aß ein Stück Buttercremetorte, packte die CD aus und sagte, wär nicht nötig gewesen, aber geil.

Seine Mutter sagte, aber Markus.

Sein Vater sagte, dafür sind wir inzwischen doch etwas zu alt.

Ist ja gut, sagte Meks, ich muss dann. Mathe.

Er nahm seinen Rucksack und verschwand.

Kann ein bisschen später werden, war das letzte, was seine Eltern von ihm hörten.

Ungefähr das berichteten sie, als sie sein Verschwinden bei der Polizei meldeten.

Da hatten sie bereits in Erfahrung gebracht, dass Meks in der Schule gewesen war. Im Bus nach Hause hatte ihn niemand gesehen. Bei Freunden war er auch nicht gewesen.

Die Mutter hatte am Geburtstagsabend schließlich die Polizei angerufen und sich angehört, dass das schon mal vorkommen könne. Was wird sein, er wird Party machen. In dem Alter machen sie alle Party.

Bei Markus kommt das nie vor, hatte sie gesagt, Markus ist ein ganz Stiller, aber die Polizistin war sicher, dass er bloß Party machte.

Was hab ich dir gesagt, sagte Meks’ Vater nach dem Telefonat.

Schließlich waren wir auch mal jung. Nachdem er ins Bett gegangen war, rief sie mehrere Krankenhäuser an.”

 

 

vanderbeke

Birgit Vanderbeke (Dahme, 8 augustus 1956)

 

 

De Noorse schrijver Jostein Gaarder werd geboren op 8 augustus 1952 in Oslo. Zie ook alle tags voor Jostein Gaarder op dit blog.

 

Uit: Das Orangenmädchen (Vertaald door Gabriele Haefs)

 

Mein Vater ist vor elf Jahren gestorben. Damals war ich erst vier. Ich hatte nie damit gerechnet, je wieder von ihm zu hören, aber jetzt schreiben wir zusammen ein Buch.
Das hier sind die allerersten Zeilen in diesem Buch, und die schreibe ich, aber mein Vater wird auch noch zum Zug kommen. Er hat schließlich das meiste zu erzählen.
Ich weiß nicht, wie gut ich mich wirklich an meinen Vater erinnern kann. Vermutlich glaube ich nur, dass ich mich an ihn erinnere, weil ich mir alle Fotos von ihm so oft angesehen habe.
Nur bei einer Erinnerung bin ich mir ganz sicher; dass sie echt ist, meine ich. Es geht um etwas, das passiert ist, als wir einmal draußen auf der Terrasse saßen und uns die Sterne anschauten.

Auf einem Foto sitzen mein Vater und ich auf dem alten Ledersofa im Wohnzimmer. Er scheint etwas Lustiges zu erzählen. Das Sofa haben wir noch immer, aber mein Vater sitzt nicht mehr dort.
Auf einem anderen Bild haben wir’s uns in dem grünen Schaukelstuhl auf der Glasveranda gemütlich gemacht. Das Bild hängt seit dem Tod meines Vaters hier. Ich sitze jetzt in dem grünen Schaukelstuhl. Ich versuche, nicht zu schaukeln, weil ich meine Gedanken in ein dickes Schreibheft schreiben will. Und später werde ich alles in den alten Computer meines Vaters eingeben.
Auch über diesen Computer gibt es etwas zu erzählen, darauf komme ich noch zurück.”

 

gaarder

Jostein Gaarder (Oslo, 8 augustus 1952)

 

 

De Amerikaanse dichteres Sara Teasdale werd geboren op 8 augustus 1884 in St. Louis. Zie ook alle tags voor Sara Teasdale op dit blog.

 

Love Me

Brown-thrush singing all day long
In the leaves above me,
Take my love this April song,
“Love me, love me, love me!”

When he harkens what you say,
Bid him, lest he miss me,
Leave his work or leave his play,
And kiss me, kiss me, kiss me!

 

 

Moonlight

It will not hurt me when I am old,
A running tide where moonlight burned
Will not sting me like silver snakes;
The years will make me sad and cold,
It is the happy heart that breaks.

The heart asks more than life can give,
When that is learned, then all is learned;
The waves break fold on jewelled fold,
But beauty itself is fugitive,
It will not hurt me when I am old.

 

 

 

Other Men

 

When I talk with other men
I always think of you —
Your words are keener than their words,
And they are gentler, too.

When I look at other men,
I wish your face were there,
With its gray eyes and dark skin
And tossed black hair.

When I think of other men,
Dreaming alone by day,
The thought of you like a strong wind
Blows the dreams away.

 

teasdale

Sara Teasdale (8 augustus 1884 – 29 januari 1933)

 

 

De Nederlandse dichter en schrijver Hieronymus van Alphen werd op 8 augustus 1746 geboren te Gouda. Zie ook alle tags voorHieronymus van Alphen op dit blog.

 

Het geduld

 

Geduld is zulk een schoone zaak,

Om in een moeielijke taak

  Zijn oogwit uittevoeren;

Dit zag ik laatst in onze kat,

Die uuren lang gedoken zet,

  Om op een rat te loeren.

Zij ging niet heen voor zij de rat,

Gevangen, in haar klauwen had.

 

 

 

De koolmees

 

Mijn knip had in den boom een uurtje pas gehangen,

     Of deze koolmees zat er in.

Toen zei ik bij mij zelf: wat zal ik vogels vangen!

     Dat heet eerst regt een goed begin!

 

  Maar ach! het zijn wel zeven dagen,

Ik zag in al dien tijd geen vink of koolmees weêr;

  Nu ben ik heel ter neer geslagen,

Nu zeg ik bij mij zelf: er zijn geen vogels meer.

 

alphen

Hieronymus van Alphen (8 augustus 1746 – 2 april 1803)

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 8 augustus 2007

 

De Franse schrijfster Flavia Bujor werd geboren op 8 augustus 1988 in Roemenië.

 

De Japanse schrijfster Hitomi Kanehara werd geboren op 8 augustus 1983 in Tokyo. Zie

 

De Russische schrijfster Nina Nikolaevna Berberova werd geboren op 8 augustus 1901 in Sint Petersburg.

 

De Poolse schrijfster Zofia Kossak-Szczucka werd geboren op 10 augustus 1890 in Kośmin.

125 Jaar Joachim Ringelnatz, Michael Roes, Vladimir Sorokin, Cees Buddingh’, Garrison Keillor, Heinz Rudolf Unger, Dieter Schlesak, Carl Brosbøll

De Duitse dichter, schrijver, cabaretier en schilder Joachim Ringelnatz (eig. Hans Bötticher) werd geboren op 7 augustus 1883 in Wurzen bij Leipzig. Dat is vandaag precies 125 jaar geleden. Zie ook mijn blog van 7 augustus 2007.

 

Der Glückwunsch

Ein Glückwunsch ging ins neue Jahr,
Ins Heute aus dem Gestern.
Man hörte ihn sylvestern.
Er war sich aber selbst nicht klar,
Wie eigentlich sein Hergang war
Und ob ihn die Vergangenheit
Bewegte oder neue Zeit.
Doch brachte er sich dar, und zwar
Undeutlich und verlegen.

Weil man ihn nicht so ganz verstand,
So drückte man sich froh die Hand
Und nahm ihn gern entgegen.

 

 

 

Bumerang

 

War einmal ein Bumerang;
War ein Weniges zu lang.
Bumerang flog ein Stück,
Aber kam nicht mehr zurück.
Publikum – noch stundenlang –
Wartete auf Bumerang.

 

 

 

Genau besehn

Wenn man das zierlichste Näschen
Von seiner liebsten Braut
Durch ein Vergrößerungsgläschen
Näher beschaut,
Dann zeigen sich haarige Berge,
Daß einem graut.

 

 

Der Komiker

Ein Komiker von erstem Rang
Ging eine Straße links entlang.
Die Leute sagten rings umher
Hindeutend: Das ist der und der!
Der Komiker fuhr aus der Haut
Nach Haus und würgte seine Braut.
Nicht etwa wie von ungefähr,
Nein ernst, als ob das komisch wär.

ringelnatz

Joachim Ringelnatz (7 augustus 1883 – 17 november 1934)

 

 

De Duitse schrijver, dichter en filmmaker Michael Roes werd geboren op 7 augustus 1960 in Rhede. Zie ook mijn blog van 7 augustus 2007.

 

Uit: Krieg und Tanz, Reden,Gespräche,Aufsätze (Kleiderordung)

 

JAWS DROP AS GIULIANI STEALS SHOW IN HEELS, »Kinnladen fallen, als Giuliani in Stöckelschuhen die Show
stiehlt«, heißt die Schlagzeile im Lokalteil der New YorkTimes.
Dazu ein großes Foto, das den rauhbeinigen New Yorker Bürgermeister in einem pinkfarbenen Abendkleid, einer platinblonden Perücke und einigen Pfund Make-up im Gesicht zusammen mit Julie Andrews zeigt, die in einen eleganten Smoking gekleidet ist und das Haar kadettenhaft kurzgeschnitten trägt. Die Ankündigung, daß Rudolph Giuliani auf dem alljährlichen republikanischen
Parteiball mit dem Ensemble der Broadway Show Victor / Victoria auftreten werde, hätte die zweitausend Ballgäste eigentlich vorwarnen müssen. Aber niemand scheint wirklich vorbereitet zu sein, als der konservative Law-and-order-Bürgermeister, dessen politische Priorität ja nicht nur die Eindämmung der Kriminalität, sondern erklärtermaßen auch die Zurückdrängung der New Yorker
Subkultur auf eine Prä-Stonewall-Tolerierung umfaßt, als dieser Held der moralischen, das heißt weißen, männlichen, heterosexuellen Mehrheit, mit hohen Absätzen auf die Bühne des Hilton-Ballsaals stöckelt und in seiner Re-inkarnation als Nachtclubsängerin eine Falsetto-Version von Marilyn Monroes »Happy Birthday, Mr. President« zum Besten gibt. Das ist zweifellos der erstaunlichste Auftritt eines New Yorker Bürgermeisters, seit Ed Koch 1984 in einem Goldlamétrikot und mit einer mechanischen Taube auf dem Kopf in der Öffentlichkeit erschien.
In dem 1516 veröffentlichten Bericht De orbe novo über die »Entdeckung« der »Neuen Welt« beschreibt der Italiener Peter Martyr d’Anghiera unter anderem den Kriegszug Balboas durch Panama. In dem Dorf Quaraca findet Balboa den Bruder des Häuptlings und einige andere Männer als Frauen gekleidet vor. Die Konquistadoren werfen unverzüglich vierzig dieser »Transvestiten« ihren Doggen vor.
Ein Kupferstich in der Historia von Girolamo Benzoni illustriert recht drastisch und nicht ohne Parteinahme für die Eingeborenen das Massaker. Von Anbeginn der Invasion Amerikas rechtfertigen die Spanier ihr Recht auf Eroberung immer auch mit dem
Argument, die Eingeborenen verhielten sich »sodomitisch«. Dieses abscheuliche Treiben gilt ihnen als Sünde wider die Natur. Und natürlich kann ein Mensch, der wider die menschliche Natur handelt, von seinem Gegner nicht verlangen, wie ein Mensch behandelt zu werden. Zugleich finden wir in dem Bericht d’Anghieras das erste Zeugnis eines die Europäer schockierenden Phänomens,
das in beiden Amerikas in der Tat wohl weit verbreitet war. Als französische Kolonisatoren den Kontinent zu durchforschen beginnen, nennen sie diese Männer in Frauenkleidern Berdache. Auch dieser Begriff enthält eine deutlich abwertende Konnotation. Denn die Franzosen machen sich ebensowenig wie die Spanier die Mühe, die Eingeborenen nach ihrer Bezeichnung und ihrem Verständnis dieses Phänomens zu befragen.“

 

 

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Michael Roes (Rhede, 7 augustus 1960)

 

 

De Russische schrijver Vladimir Sorokin werd geboren op 7 augustus 1955 in Bykovo bij Moskou. Zie ook mijn blog van 7 augustus 2007.

 

Uit: BRO (Vertaald door Andreas Tretner)

 

Geboren wurde ich 1908 auf dem Gut meines Vaters Dmitri Iwanowitsch Snegirjow. Dieser zählte seinerzeit zu den größten Zuckerfabrikanten Russlands und besaß zwei Landgüter: eines in Waskelowo nahe Sankt Petersburg, wo ich zur Welt

kam, das andere im ukrainischen Bassanzy, Gouvernement Charkow, wo ich meine Kindheit verbrachte. Außerdem gehörte der Familie noch ein kleines, aber gemütliches Holzhaus in Moskau, Uliza Ostoshenka, und eine große Woh-

nung in der Millionnaja in Petersburg.

Das Gutshaus in Bassanzy hatte mein Vater eigenhändig errichtet – noch in den »Troglodytenzeiten« seines Zuckergeschäfts, als er eben erst zweitausend Desjatinen fruchtbaren ukrainischen Boden zum Rübenanbau erworben hatte.

Er war der erste russische Zuckerfabrikant, der selbst anbaute, statt die Rüben den Bauern abzukaufen, wie es Sitte

war. Die Fabrik stellten Großvater und er gleich daneben hin. Ein Gutshaus hätte es eigentlich gar nicht gebraucht, da die Familie zu jener Zeit schon in der Hauptstadt Sankt Petersburg wohnte. Doch der Großvater, von Natur aus misstrauisch, bestand darauf. »In unsicheren Zeiten wie diesen gehört der Chef in die Nähe der Rüben und der Fabrik.«

Vater mochte Bassanzy nicht besonders. »Ein Paradies der Fliegen«, pflegte er zu sagen.

»Die kommen ja nur deines Zuckers wegen!«, entgegnete die Mutter lachend.

Fliegen gab es dort wirklich jede Menge. Den ganzen Sommer über war es heiß. Dafür waren die Winter prächtig: mild und schneereich. Das Gut in Waskelowo erwarb Vater erst später, als er schon ein sehr reicher Mann war. Ein ehrwürdiges Haus mit strenger Fassade, Säulenportal und zwei Seitenflügeln. Dort kam ich auf die Welt. Es war eine Frühgeburt, zwei Wochen vor dem Termin. Der Grund dafür sei das merkwürdige Wetter gewesen, das an jenem 30. Juni herrschte, sagte meine Mutter. Trotz Windstille und wolkenlosem Himmel habe man plötzlich von ferne ein Gewitter grollen gehört. Ein ungewöhnliches Rumoren, das Mama nicht nur gehört, sondern mit der Frucht ihres Leibes, nämlich mir, gespürt haben will.”

 

 

sorokin

Vladimir Sorokin (Bykovo, 7 augustus 1955)

 

 

De Nederlandse dichter en prozaïst Cees Buddingh’ werd op 7 augustus 1918 geboren in Dordrecht. Zie ook mijn blog van 7 augustus 2006.

 

 

AARDRIJKSKUNDE

 

‘k Was al heel jong verzot op aardrijkskunde.
Ik vond niets mooier dan wanneer we op school

een kaartje moesten tekenen en inkleuren:

blauw voor het water, groen voor het laagveen.

 

En later kreeg je zelf je eigen atlas.
Nooit heb ‘k een boek met zoveel zorg gekaft.

Ik kon er uren over zitten dromen,

tot ’t klokje van gehoorzaamheid weer sloeg.

 

Heel de aarde leek één fonkelend wonderrijk:
Tibet. De Andes. Het Zuidpoolgebied.

Tasmanië. Vuurland. Afrika vooral.

 

Onmetelijk. Oneindig. Iedere naam
was pure poëzie. Wat ben ik blij

dat er toen nog geen televisie was.

 

 

 

DE DOMOORWORM

 

De domoorworm vraagt zich vaak af
Waarom God hem geen hersens gaf.

 

Mijn vader heeft oprecht geleefd,
En steeds het goede nagestreefd,

 

En ook mijn moeder deed haar best,
En heeft geflikflooid noch geflest,

 

Denkt hij verdrietig – O, waarom
Blijf ik dan toch zo oliedom?

 

Waarom de blauwbilgorgel niet,
De blobber, of de slurfparkiet?

 

Waarom juist ik, een arme worm?
Ben ik er dan maar voor de vorm?

 

Doch niemand die het antwoord weet
En hem komt troosten in zijn leed.

 

budding

Cees Budding’ (7 augustus 1918 – 24 november 1985)

 

 

 

De Amerikaanse schrijver en radiomaker Garrison Keillor werd geboren op 7 augustus 1942 in Anoka, Minnesota. Zie ook mijn blog van 7 augustus 2007.

 

Uit: Pontoon: A Novel of Lake Wobegon

 

Evelyn was an insomniac so when they say she died in her sleep, you have to question that. Probably she was sitting propped up in bed reading and heard the brush of wings and smelled the cold clean air and the angel appeared like a deer in the bedroom and she said, “Not yet. I have to finish this book.” And the angel shook his golden locks which made a skittery sound like dry seed pods and he laughed a long silent laugh and took her pale hand in his. He’d heard that line, “Not yet,” before. He was always interrupting people who were engrossed in their work or busy getting ready for a night at the opera or about to set off on a trip. Evelyn’s brother died after his wife sprayed the house with a rose-scented room freshener that made Frank sneeze so hard he had a coronary, but he made it to the phone and called the office and told them he’d be late, and died. The angel took Evelyn’s hand gently in his cool hand and off she went with him, leaving behind the book, her bed and the blue knit coverlet, her stucco bungalow in Lake Wobegon redolent of coffee and fresh-picked strawberries, her bedside radio, her subscription to the New Yorker paid through the end of the year. It had been a good wet summer, plenty of rain and as she drifted out her back door she noted how green the grass was. A cat announced itself from the shadows. A faint smell of burning charcoal hung in the air. A bright red ball lay by the walk. She wanted to pick it up and throw it but the angel rose and she with him and, hand in hand, they flew up into the sequined sky, the little town arranged below, all shushed and dormant, the double row of streetlights on Main Street, the red light blinking on the water tower, the dark fastness of the lake, the pinpricks of lights of houses where they all slept, the cranks, the stoics, the meek, the ragtag dreamers, the drunks, the martyred wives, and she saw a woman’s pale face at a window looking for evildoers and the single pair of headlights threading the serpentine county road, and after that she did not look down.”

 

 

keillor

Garrison Keillor (Anoka, 7 augustus 1942)

 

 

De Oostenrijkse schrijver en dichter Heinz Rudolf Unger werd geboren op 7 augustus 1938 in Wenen. Zie ook mijn blog van 7 augustus 2007.

 

 

DIE SONNE ALS EINE TOURISTIN

Wenn auch von Ost, wo arme Leute wohnen,
steigt aus dem dunkelblauen Nachtexpress
die helle Dame mit den Millionen
Strahlen Licht in ihrem Handgepäck

Sie geht durchs Land in ihren Purpurschuhen,
ein jeder Schritt ein glühender Exzess,
und ihre Reise hat nur einen Zweck,
sich zu verschenken ohne auszuruhen.

O welche Glut! Ich könnte glatt verkohlen
an ihrer Aura, die sie heiß verstrahlt.
Die Brandungswellen lecken ihre Sohlen.

Vor ihr der Küstenstrich, wie hingemalt,
schmiegt sich wie verliebt an ihren Schritt.
Und reist sie ab, nimmt sie das alles mit.

 

 

 

Die leere Hose

 

Eine leere Hose geht durch die Stadt.

Ob irgendwer schon so etwas geseh’n hat?

Sie wird von vielen ganz höflich begrüsst,

weil sie offenbar nicht ganz ohne Einfluss ist.

Begreife, wer immer sowas begreift:

Sie ist bügelgefaltet und nadelgestreift.

 

Eine leere Hose geht durch die Stadt.

Sie war in jungen Jahren schon ein Kandidat

für eine Karriere in schwindelnder Höh’,

als Funktionär bei der “jeunesse rosé”,

und erinnert sich beim langsamen Verkalken,

wie es begonnen hatte bei den Roten Falken.

 

Die leere Hose, die da ruhig schlendert,

hat schon das ganze Strassenbild geändert.

Durch die leere Hose pfeift der Wind,

und ein Rabenvater sagt zu seinem strammen Kind:

Schau’ hin, mein Sohn, wie sich die Stulpen heben.

Der hat es weit gebracht in seinem Leben.

 

Eine leere Hose geht ganz wie von Sinnen …

Da war doch sicher einmal einer drinnen!

Doch etwas hat ihn wohl dazu bewogen,

er hat sich vor der Wirklichkeit zurückgezogen.

In diese Hose ist vielleicht vor vielen Quartalen

einmal ein purpurrotes herz gefallen.

 

 

Unger

Heinz Rudolf Unger (Wenen, 7 augustus 1932)

 

 

De Duitse dichter, schrijver, essayist en vertaler Dieter Schlesak werd geboren in Sighişoara, Roemenië, op 7 augustus 1934. Zie ook mijn blog van 7 augustus 2007.

 

 

FAND SPÄTER

 

Deine Lippen deine Scham
Hier auf dieser Zeile
Berühre sie wirklich
Der Atem geht schneller
Öffnet die obere Welt
Öffnet mich selbst
Um ein Haar:
Als ginge ich über
Die engste Brücke der Welt
Den vergessenen Abgrund

 

 

 

Der Augenblick bricht auf

 

Hinweg hinweg stehn
Still Gedanken
Sie sieben diese Welt.  

 

Und bin in dir und werde jetzt
im Vers so hell
steh still und atme noch  

 

Ein Augen Blick war ganz bei ihnen
kehrt jetzt zurück ich staune wieder
dass ich noch bin.

 

 

schlesak

Dieter Schlesak (Sighişoara, 7 augustus 1934)

 

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 7 augustus 2007.

De Deense schrijver Johan Carl Christian Brosbøll werd geboren op 7 augustus 1816 in Fredericia.

Christoph Simon, Kjell Westö, Paul Claudel, Alfred Lord Tennyson, János Rózsás, Christa Reinig, Yacine Kateb, Jiří Weil

De Zwitserse schrijver Christoph Simon werd geboren op 6 augustus 1972 in Langnau im Emmental. Zie ook alle tags voor Christoph Simon op dit blog.

Uit: Franz oder warum Antilopen nebeneinander laufen

 

Ich war Gymnasiast und kiffte. Ich kam aus dem Kiffen gar nicht mehr heraus, und wenn ich nicht gerade eine Socke missbrauchte, die Klasse wiederholte oder bei den Eltern im Lerchenfeld das Bewusstsein verlor, dann kiffte ich. Mein Dunstkreis war Thun, eine bescheuerte Garnisonsstadt am Anfang der Alpen. Die Zeit im Gymnasium war ein gelungener ausschweifender Schaufensterbummel, und ich kriegte nicht genug davon. Das Gymnasium war mein Nest, meine Muttersprache, meine geschützte Werkstadt, während die Welt da draussen einem monströsen Donnerstag gleichkam, einer Welt mit Fabriken, Spitälern, Kampfhandlungen, Brandbomben, eine Welt, die mich nicht besonders scharf machte, es stimm. Ich brauchte nicht viel zum Glücklichsein: ein Versteck, gutes Gras, ein Selbstgespräch und das Versprechen, dass alles bleibt, wie es ist: ich wünschte mir nichts anderes, als ein nutzloser, inkompetenter, quicklebendiger Gymnasiast zu bleiben, eingeschlossen in einem Mittelschulklo mit einem Bleistift hinterm Ohr, um einen Spruch and die Trennwand zu kritzeln. Wenn’s am Ende nicht klappte, dann nicht wegen der Schwierigkeit des Vorhabens (je höher die Hürde, desto leichter schlüpft man untendurch), sonder weil ich nicht weiss, was gut für mich ist. Mein einziges Talent bestand darin, mich selbst zu leimen. Auszuscheren. Links zu blinken und rechts abzubiegen. Um den Brei zu reden statt anzufangen mit Knutschen. Wo ich gern leben würde? In einer Zeit, wo ich keinen Anlass sähe, mich selbst zu sabotieren, wo ich gar nicht erst die Energie dazu aufbrächte; ich meine eine Zeit, die so überfrachtet mit wunderbaren Dingen ist, dass ich sie unmöglich alle kaputtmachen kann. Ob diese Zukunft jemals eintrifft, ist nicht so wichtig. Wichtig ist, Aussicht auf sie zu haben.”

 

 

simon

Christoph Simon (Langnau im Emmental, 6 augustus 1972)

 

De Finse schrijver Kjell Westö werd geboren op 6 augustus 1961 in Helsinki. Zie ook alle tags voor Kjell Westö op dit blog.

 

Uit: Tante Elsie und mein letzter Sommer (Vertaald door Paul Berf)

 

Im August kam Tante Elsie. Der Lärm der Stadt und die harten Holzpulte der Schule hatten sich bereits fest in meinen Gedanken verankert. Die Sonne versank immer schneller hinter dem Land der großen Kiefern auf der anderen Seite des Wassers. Ich war mir sicher, wenn ich nur das Motorboot nehmen und die dunkle Klippe mit der leer stehenden grünen Hütte umrunden dürfte, würde ich das Zischen hören und sehen können, wenn die Sonne in eine der Buchten hinter dem Kiefernwald fiel; aber Papa meinte, das Boot sei viel zu kippelig. Einige Jahre vergingen, unser Boxer Bruno gewann eine Dritter-Platz-Schleife bei einer großen Hundeausstellung und lief immer seltener weg, mein Bruder Kenneth zog zu Hause aus, an den Wintersamstagen bekamen wir schulfrei, aber gleichzeitig wurde der Sommer kastriert; es war nicht mehr der September, der die Grenze markierte, sondern der sechzehnte oder achtzehnte August. Wir aßen Flusskrebse, Onkel Walle holte sie in Tammerfors, blaugrau und grauslig krabbelten sie in ihren Pappkartons, wurden in den Kochtopf geworfen und wurden rot und tot. Die Raubfische erwachten aus ihrer Juliträgheit, die Zander gingen wieder ins Netz. Inmitten des schweren, dunklen Grüns gab es einen Abgrund, das spürte ich, obwohl ich erst viel später gelernt habe, die Worte dafür zu finden. Im August wartete ich auf Tante Elsie. Sie kam mit einem Duft aus Tabak und Moschus, Großstadt und Lachen. Tante Elsie setzte eine Zäsur, ihre Stimme war laut und gierig, durchdrang die Genügsamkeit und übersättigte Ruhe, die im August über Lönnbacka hing. Ihre Haare kräuselten sich bis zur Taille, so schwarz wie die Kohlenhalden neben den Kraftwerken, die der Stadt Wärme spendeten. Die Stadt! Vielleicht war dies ja das Geheimnis Tante Elsies – dass sie an Helsingfors erinnerte. Sie war hektisch und schnell, ihre Kent.“

 

westo

Kjell Westö (Helsinki, 6 augustus 1961)

 

De Franse dichter, schrijver en diplomaat Paul Claudel werd geboren op 6 augustus 1868 in Villeneuve-sur-Fère. Zie ook alle tags voor Paul Claudel op dit blog.

 

Le rendez-vous

Forêt profonde…
Il fait si sombre…
J’entends quelqu’un avec moi qui marmotte
et qui fait des gestes,
Quelle est cette ombre?
La pluie qui tombe.
Le viellard marche tout noir entre les arbres
gigantesques.

L’oiseau s’est tû.
J’ai trop vécu.
C’est la nuit et non plus le jour.
Fille du ciel
La tourterelle
Chante le désespoir et l’amour.

La mer d’Irlande,
Brocéliande,
J’ai quitté la vague et la grève.
La plainte lourde,
La cloche sourde,
Tout cela n’est plus qu’un rêve.

Bois ténébreux,
Temple de Dieu,
Que j’aime votre silence!
Mais c’est plus beau
Quand de nouveau
S’élève ce soupir immense!

Au fond du monde
La foudre gronde,
Tout est menace et mystère.
Mais plein de goût
Du rendez-vous,
Je marche vers le tonnerre!

 

 

Sieste

Deux heures après diner
Il est temps de se reposer

Ni mouvement aucun bruit
Deux heures après midi

Un chien prudent vient inspecter
La terrasse du café

Tout est fermé à la Mairie
Item à la gendarmerie

Dans le vide de l’église
Le crucifix agonise

Le jet d’eau chez le notaire
Suit son rêve protocolaire

Mais la chambre silencieuse
Dégage une odeur ombreuse

De feuillage et de lilas
De cire et de chocolat.

Dans la corbeille à ouvrage
Le livre abandonné surnage

Et l’œil sous le long cil éteint
Tenant sa main avec sa main

Insensible à travers le store
Au rayon qui la colore

Sommeille dans le demi-soleil
Une jeune fille vermeille.

 

Claudel

Paul Claudel (6 augustus 1868 – 23 februari 1955)

 

 

De Engelse dichter Alfred, Lord Tennyson werd geboren op 6 augustus 1809 in Somersby, Lincolnshire, England. Zie ook alle tags voor Alfred Tennyson op dit blog.

 

 

CROSSING THE BAR

 

SUNSET and evening star,

And one clear call for me!

And may there be no moaning of the bar,

When I put out to sea,

 

But such a tide as moving seems asleep,

Too full for sound and foam,

When that which drew from out the boundless deep

Turns again home.

 

Twilight and evening bell,

And after that the dark!

And may there be no sadness of farewell,

When I embark;

 

For tho’ from out our bourne of Time and Place

The flood may bear me far,

I hope to see my Pilot face to face

When I have crost the bar.

 

 

SUMMER NIGHT

 

NOW sleeps the crimson petal, now the white;

Nor waves the cypress in the palace walk;

Nor winks the gold fin in the porphyry font:

The firefly wakens: waken thou with me.

 

Now droops the milk-white peacock like a ghost,

And like a ghost she glimmers on to me.

 

Now lies the Earth all Danaë to the stars,

And all thy heart lies open unto me.

 

Now slides the silent meteor on, and leaves

A shining furrow, as thy thoughts in me.

 

Now folds the lily all her sweetness up,

And slips into the bosom of the lake:

So fold thyself, my dearest , thou, and slip

Into my bosom and be lost in me.

 

tennyson

Alfred Tennyson (6 augustus 1809 – 6 oktober 1892)
Portret door John Everett Millais

 

De Hongaarse schrijver János Rózsás werd geboren in Boedapest op 6 augustus 1926. Zie ook alle tags voor János Rózsás op dit blog.

 

Uit: Autobiographie

 

Ich bin in der Stadt Budapest, am 6 August 1926 in einer bescheidenen Arbeiterfamilie geboren. Ich war kaum acht Jahre alt, als unsere Familie hat am Anfang des dreißigen Jahres – vor der auf die Gesellschaft unerträgbar lastenden Arbeitslosigkeit – aus der Hauptstadt Ungarn in eine kleine Grenzstadt des Landes, nach Nagykanizsa übersiedelt, und wir haben für uns dort ein endgültiges Heim gefunden.
Ich habe meine Schulstudien einstweilen im Jahre 1940, nach der achtklassigen Volksschule aufgehört. Obwohl ich war ein Vorzugsschüler, trotzdem mußte ich in Interesse des Unterhalts der Familie als 14 jährige Junge an die Arbeit gehen.
Ich wurde bei der hiesigen Elektrizitätswerke als Hilfsbeamte aufgenommen. Ich habe nach zwei Jahren in einem in der Nähe der Stadt befindlichen Dorf in einem Umkreisnotariat den Posten des Schreibers erworben. Ich bin im Sommer 1944, wegen der Kriegsgeschehnisse in meinem Elternhaus zurückgekehrt (mein Vater war damals schon am Ostfront im Rußland). Ich habe bei der Erdöl-Aktiengesselschaft die Stelle des Sekretärs im Büro des Hauptingenieurs bekommen.
Im Herbst 1944, im letzten jahr des Zweiten Weltkrieges wurde ich, wie andere ungarische Jugendlichen meiner Alte – ausser der Reihe auf Militärdienst mobilisiert. Unsere Einheit wurde militärisch fast unausgebildet bald an den Front kommandiert.
Ich bin mit meiner Gruppe am 22 Dezember 1944 in der Umgebung des Plattensees bei Sowjets in Kriegsgefangenschaft geraten. Die Sowjet Militärabwehr hat unsere – aus jungen Halbwüchsigen zusammengestellte – Gruppe gleich verhaftet. Wir alle wurden am Amfang 1945 mit der Beschuldigung als Kriegsverbrecher auf Zwangsarbeit verurteilt. (“Wir haben als junge, noch nicht wehrpflichtige Burschen, freiwillig an der Seite der faschistischen Mördern gegen Sowjetunion gekämpft”, – so hieß die Anklageschrift.)”

 

 

Rozsas

János Rózsás (Boedapest, 6 augustus 1926)

 

De Duitse dichteres en schrijfster Christa Reinig werd geboren op 6 augustus 1926 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Christa Reinig op dit blog.

 

Uit: Orion trat aus dem Haus. Neue Sternbilder

 

Er war sanftmütig und freundlich. Seine Augen standen dicht beieinander. Das bedeutete Hinterlist. Seine Brauen stießen über der Nase zusammen. Das bedeutete Jähzorn.

Seine Nase war lang und spitz. Das bedeutete unstillbare Neugier. Seine Ohrläppchen waren angewachsen. Das bedeutete Hang zum Verbrechertum. Warum gehst du nicht unter die Leute?, fragte man ihn. Er besah sich im Spiegel und bemerkte einen grausamen Zug um seinen Mund. Ich bin kein guter Mensch, sagte er. Er verbohrte sich in seine Bücher. Als er sie alle ausgelesen hatte, musste er unter die Leute, sich ein neues Buch kaufen gehn. Hoffentlich gibt es kein Unheil, dachte er und ging unter die Leute.

Eine Frau sprach ihn an und bat ihn, ihr einen Geldschein zu wechseln. Da sie sehr kurzsichtig war, musste sie mehrmals hin- und zurücktauschen. Der Skorpion dachte an seine Augen, die dicht beieinander standen, und verzichtete darauf, sein Geld hinterlistig zu verdoppeln. In der Straßenbahn trat ihm ein Fremder auf die Füße und beschimpfte ihn in einer fremden Sprache.

 

 

reinig-christa

Christa Reinig (Berlijn, 6 augustus 1926)

 

De Algerijnse dichter en schrijver Kateb Yacine werd geboren op 6 augustus 1929 in Zighout-Youcef. Zie ook alle tags voor Kateb Yacine op dit blog.

 

 

Toi, ma belle

 

Toi, ma belle, en qui dort un parfum sacrilège
Tu vas me dire enfin le secret de tes rires.
Je sais ce que la nuit t’a prêté de noirceur,
Mais je ne t’ai pas vu le regard des étoiles.
Ouvre ta bouche où chante un monstre nouveau-né
Et parle-moi du jour où mon cœur s’est tué !…

Tu vas me ricaner
Ta soif de me connaître
Avant de tordre un pleur
En l’obscur de tes cils !
Et puis tu vas marcher
Vers la forêt des mythes

Parmi les fleurs expire une odeur de verveine :
Je devine un relent de plantes en malaises.
Et puis quoi que me dise ma Muse en tournée,
Je n’attendrai jamais l’avis des moissonneurs.

Lorsque ton pied muet, à force de réserve,
Se posera sur l’onde où boit le méhari,
Tu te relèveras de tes rêves sans suite
Moi, j’aurai le temps de boire à ta santé.

 

 

kateb-yacine2

Yacine Kateb (6 augustus 1929 – 28 oktober 1989)

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 6 augustus 2007.

De Tsjechische schrijver, criticus en vertaler Jiří Weil werd op 6 augustus 1900 in Praskolesy.

Richard Preston, Sergio Ramírez, Conrad Aiken, Wendell Berry, Guy de Maupassant, Ron Silliman, Christian Wagner

De Amerikaanse schrijver Richard Preston werd geboren op 5 augustus 1954 in Cambridge, Massachusetts. Zie ook alle tags voor Richard Preston op dit blog.

Uit: The Hot Zone

„The headache begins, typically, on the seventh day after exposure to the agent. On the seventh day after his New Year’s visit to Kitum cave-January 8, 1980-Monet felt a throbbing pain behind his eyeballs. He decided to stay home from work and went to bed in his bungalow. The headache grew worse. His eyeballs ached, and then his temples began to ache, the pain seeming to circle around inside his head. It would not go away with aspirin, and then he got a severe backache. His housekeeper, Johnnie, was still on her Christmas vacation, and he had recently hired a temporary housekeeper. She tried to take care of him, but she really didn’t know what to do. Then, on the third day after his headache started, he became nauseated, spiked a fever, and began to vomit. His vomiting grew intense and turned into dry heaves. At the same time, he became strangely passive. His face lost all appearance of life and set itself into an expressionless mask, with the eyeballs fixed, paralytic, and staring. The eyelids were slightly droopy, which gave him a peculiar appearance, as if his eyes were popping out of his head and half closed at the same time. The eyeballs themselves seemed almost frozen in their sockets, and they turned bright red. The skin of his face turned yellowish, with a brilliant starlike red speckles. He began to look like a zombie. His appearance frightened the temporary housekeeper. She didn’t understand the transformation in this man. His personality changed. He became sullen, resentful, angry, and his memory seemed to be blown away. He was not delirious. He could answer questions, although he didn’t seem to know exactly where he was.

When Monet failed to show up for work, his colleagues began to wonder about him, and eventually they went to his bungalow to see if he was all right. The black-and-white crow sat on the roof and watched them as they went inside. They looked at Monet and decided that he needed to get to a hospital. Since he was very unwell and no longer able to drive a car, one of his co-workers drove him to a private hospital in the city of Kisumu, on the shore of Lake Victoria. The doctors at the hospital examined Monet, and could not come up with any explanation for what had happened to his eyes or his face or his mind. Thinking that he might have some kind of bacterial infection, they gave him injections of antibiotics, but the antibiotics had no effect on his illness..”

 

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Richard Preston (Cambridge, 5 augustus 1954)

 

 

De Nicaraguaanse schrijver en politicus Sergio Ramírez Mercado werd geboren in Masatepe op 5 augustus 1942. Zie ook mijn blog van 5 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Sergio Ramirez op dit blog.

 

Uit: Adios Muchachos (Vertaald door Mark Falcoff)

 

“Doctor Emilio Alvarez Montalván, Nicaragua’s most respected conservative ideologue, once said—when we had already been defeated in the 1990 elections—that Sandinismo had brought to Nicaraguan political culture for the very first time a sense of responsibility towards the poor.

This is, in truth, one of the irreversible legacies of the Revolution, beyond the ideological illusions that confused us at the time, beyond, too, of the bureaucratic excesses and deficiencies of Marxism in practice, beyond the inexperience and the improvisations, the poses, the cheap imitations, the rhetoric. The poor continued to be the humanist frame of references of the project that came apart, piece by piece, on the road—from the catacombs and proscription to the loss of power and an ethical catastrophe, a subterranean impulse, or one perpetually postponed, but never fully extinguished.

In identifying itself with the poor, the Revolution was radical in the purest sense of the term, and under the rubric of a search for justice, capable of being repeatedly naïve or arbitrary, many times losing a proper perspective of what was possible, or even what was just and desirable. What is just and desirable should, in fact, confront reality, and in that very sphere of reality we find economics. Nicaragua’s economic system suffered from obsolescence, and required changes. But it also represented the texture of social relations built up over centuries of tradition. It was precisely there, in fact, where we faced our greatest resistance to needed change—a resistance that we did not take seriously as we should because we believed that merely by ending poverty all Nicaragua’s traditional beliefs would disappear.

The image that dominated our imaginations was that of people with nothing to lose, the wretched of the earth represented by Leonel Rugama in his poems. The miners of Siuna terminally afflicted with silicosis; the peasants in the valleys of the Jinotega mountains, who did not have salt; or in the lost canyons of Matagalpa where vitamin deficiencies produced night blindness; the day-workers on the banana plantations in Chinandega that slept in kennel-like boxes; or the legions of ragpickers in the dumps of Acahualinca along the sewage canals of Lake Managua—mothers with their children, grandfathers and grandfathers, fighting the buzzards and other scavengers of prey for something to eat.”

 

sergioramirez22[1]

Sergio Ramírez (Masatepe, 5 augustus 1942)

 

 

De Amerikaanse schrijver en dichter Conrad Potter Aiken werd geboren in Savannah, Georgia op 5 augustus 1889. Zie ook mijn blog van 5 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Conrad Aitken op dit blog.

 

 

EVENSONG

 

I

IN the pale mauve twilight, streaked with orange,

Exquisitely sweet,–

She leaned upon her balcony and looked across the street;

And across the huddled roofs of the misty city,

Across the hills of tenements, so gray,

She looked into the west with a young and infinite pity,

With a young and wistful pity, as if to say

The dark was coming, and irresistible night,

Which man would attempt to meet

With here and there a little flickering light. . . .

The orange faded, the housetops all were black,

And a strange and beautiful quiet

Came unexpected, came exquisitely sweet,

On market-place and street;

And where were lately crowds and sounds and riot

Was a gentle blowing of wind, a murmur of leaves,

A single step, or voice, and under the eaves

The scrambling of sparrows; and then the hush swept back.

 

II

 

She leaned upon her balcony, in the darkness,

Folding her hands beneath her chin;

And watched the lamps begin

Here and there to pierce like eyes the darkness,–

From windows, luminous rooms,

And from the damp dark street

Between the moving branches, and the leaves with rain still sweet.

It was strange: the leaves thus seen,

With the lamplight’s cold bright glare thrown up among them,–

The restless maple leaves,

Twinkling their myriad shadows beneath the eaves,–

Were lovelier, almost, than with sunlight on them,

So bright they were with young translucent green;

Were lovelier, almost, than with moonlight on them. . . .

And looking so wistfully across the city,

With such a young, and wise, and infinite pity

For the girl who had no lover

To walk with her along a street like this,

With slow steps in the rain, both aching for a kiss,–

It seemed as if all evenings were the same,

As if all evenings came

With just such tragic peacefulness as this;

With just such hint of loneliness or pain,

The quiet after rain.

 

III

 

Would her lover, then, grow old sooner than she,

And find a night like this too damp to walk?

Would he prefer to stay indoors and talk,

Or read the evening paper, while she sewed, or darned a sock,

And listened to the ticking of the clock:

Would he prefer it to lamplight on a tree?

Would he be old and tired,

And, having all the comforts he desired,

Take no interest in the twilight coming down

So beautifully and quietly on the town?

Would her lover, then, grow old sooner than she?

 

Aiken

Conrad Aiken (5 augustus 1889 – 17 augustus 1973)

 

 

De Amerikaanse dichter, schrijver, essayist en criticus Wendell Berry werd geboren op 5 augustus 1934 in Henry County, Kentucky. Zie ook mijn blog van 5 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Wendell Berry op dit blog.

 

The Man Born to Farming

The Grower of Trees, the gardener, the man born to farming,
whose hands reach into the ground and sprout
to him the soil is a divine drug. He enters into death
yearly, and comes back rejoicing. He has seen the light lie down
in the dung heap, and rise again in the corn.
His thought passes along the row ends like a mole.
What miraculous seed has he swallowed
That the unending sentence of his love flows out of his mouth
Like a vine clinging in the sunlight, and like water
Descending in the dark?

 

 

Like The Water

Like the water
of a deep stream,
love is always too much.
We did not make it.
Though we drink till we burst,
we cannot have it all,
or want it all.
In its abundance
it survives our thirst.

In the evening we come down to the shore
to drink our fill,
and sleep,
while it flows
through the regions of the dark.
It does not hold us,
except we keep returning to its rich waters
thirsty.

We enter,
willing to die,
into the commonwealth of its joy.

 

In this World

The hill pasture, an open place among the trees,
tilts into the valley. The clovers and tall grasses
are in bloom. Along the foot of the hill
dark floodwater moves down the river.
The sun sets. Ahead of nightfall the birds sing.
I have climbed up to water the horses
and now sit and rest, high on the hillside,
letting the day gather and pass. Below me
cattle graze out across the wide fields of the bottomlands,
slow and preoccupied as stars. In this world
men are making plans, wearing themselves out,
spending their lives, in order to kill each other.

 

Wendell_Berry

Wendell Berry (Henry County, 5 augustus 1934)

 

De Franse schrijver Guy de Maupassant werd geboren op 5 augustus 1850 in kasteel Miromesnil bij Dieppe. Zie ook mijn blog van 5 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Guy de Maupassant op dit blog.

Uit: L’auberge

 

Puis, dès qu’il sommeillait, vaincu par la fatigue, il entendait la voix qui le faisait bondir sur ses pieds.
Une nuit enfin, pareil aux lâches poussés à bout, il se précipita sur la porte et l’ouvrit pour voir celui qui l’appelait et pour le forcer à se taire.
Il reçut en plein visage un souffle d’air froid qui le glaça jusqu’aux os et il referma le battant et poussa les verrous, sans remarquer que Sam s’était élancé dehors. Puis, frémissant, il jeta du bois au feu, et s’assit devant pour se chauffer; mais soudain il tressaillit, quelqu’un grattait le mur en pleurant.
Il cria éperdu: “Va-t’en.” Une plainte lui répondit, longue et douloureuse.
Alors tout ce qui lui restait de raison fut emporté par la terreur. Il répétait: “Va-t’en” en tournant sur lui-même pour trouver un coin où se cacher. L’autre, pleurant toujours, passait le long de la maison en se frottant contre le mur. Ulrich s’élança vers le buffet de chêne plein de vaisselle et de provisions, et, le soulevant avec une force surhumaine, il le traîna jusqu’à la porte, pour s’appuyer d’une barricade. Puis, entassant les uns sur les autres tout ce qui restait de meubles, les matelas, les paillasses, les chaises, il boucha la fenêtre comme on fait lorsqu’un ennemi vous assiège.
Mais celui du dehors poussait maintenant de grands gémissements lugubres auxquels le jeune homme se mit à répondre par des gémissements pareils.
Et des jours et des nuits se passèrent sans qu’ils cessassent de hurler l’un et l’autre. L’un tournait sans cesse autour de la maison et fouillait la muraille de ses ongles avec tant de force qu’il semblait vouloir la démolir; l’autre, au-dedans, suivait tous ses mouvements, courbé, l’oreille collée contre la pierre, et il répondait à tous ses appels par d’épouvantables cris.
Un soir, Ulrich n’entendit plus rien, et il s’assit, tellement brisé de fatigue qu’il s’endormit aussitôt.
Il se réveilla sans un souvenir, sans une pensée, comme si toute sa tête se fût vidée pendant ce sommeil accablé. Il avait faim, il mangea. »

 

maupassant

Guy de Maupassant (5 augustus 1850 – 6 juli 1893)

 

 

De Amerikaanse dichter Ron Silliman werd geboren op 5 augustus 1946 in Pasco, Washington. Zie ook alle tags voor Ron Silliman op dit blog.

 

Uit: You

 

XXII

Small boy in a seaman’s cap reminds me suddenly of my own such
hat at that age, cap my father left behind. A light fog promises to
burn off. A week between homes.

Voices, verbs, verses (word, bird, third – absurd). Boy’s shout
from the street stories below brings me out of my sleep instantly
until I determine that all my children are here inside asleep. The
absolute second you have the first opportunity in over a week to
relax, to take a deep breath, give a sigh, you realize from its
shallow painful wheeze that you’ve had bronchitis for days. Pesto
potato pizza.

Seek out the path of most resistance.

A splinter I thought would work itself out has instead infected the
whole finger. Dream in which, although I haven’t seen you in ages
and we were never more than cordial in a professional context, I
wake to discover you next to me in bed naked – the actual body is
always such a surprise – leaning toward me for a long, slow,
deliberate kiss, guiding my hand gradually from you small almost
conical breast south until I enter, first the front, then behind, and
you twist, groaning, a broad grin across your face. Day that never
happens.

Day that I discover total allergy to this powder detergent, big
welt-like rashes everywhere from my neck to the soles of my feet.
Cardinal in the yard smaller than I expecte
d. You live on the east
coast now.

When, on the car radio, they hit the baby-in-the-microwave story,
I hit the button. Among the morning’s rich cacophony of birdsong,
pick out first one, then another, that sound completely unfamiliar,
using each in turn as the foreground through which to hear the
whole (nearby crow entirely out of scale). Upstairs, footsteps pace
back and forth, for which I construct my own imaginary narrative:
a young girl, a Latina whose parents, themselves the children of
farm laborers, are schoolteachers, goes on scholarship to an
excellent school, then rises quickly to corporate middle
management, one day to discover her own desire for one of her
employees, an older married man entirely inappropriate for her
future – what should she do? Velcro sandals.

The sky grows lighter before it starts to rain. I stand in an empty
attic studio, wondering where to put the desk. Young poodle
lopes up to the wire fence. Fan rotates slowly over the vacant
kitchen. 

 

Silliman-Ron

Ron Silliman (Pasco, 5 augustus 1946)

 

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 5 augustus 2007.

De Duitse dichter en schrijver Christian Wagner werd geboren op 5 augustus 1835 in Warmbronn.

Rutger Kopland, Witold Gombrowicz, Erich Weinert, Knut Hamsun, Percy Bysshe Shelley, Michaël Slory, Maurice de Guérin

De Nederlandse dichter en schrijver Rutger Kopland (eig. Rutger Hendrik van den Hoofdakker) werd geboren in Goor op 4 augustus 1934. Zie ook mijn blog van 4 augustus 2007.

 

De chemie van de ziel

De oudste geleerden al dachten dat
wij worden bewoond door de ziel

ergens moest ons lichaam zijn wat
het was maar dat tegelijkertijd ook niet zijn
iets onvoorstelbaar anders

harde wetenschap heeft nu laten zien
dat dit inderdaad zo is

met de mooiste machines is er gekeken
waar en wanneer onze moleculen veranderen
in zoiets vluchtigs als bijvoorbeeld
een gelukkige herinnering

en waar en wanneer die herinnering
weer in de moleculen verdwijnt
op dezelfde plek op hetzelfde moment

en jawel: de beeldschermen bleven leeg
en de printers zwegen – duidelijker
bewijs is er niet

 

Zelfportret

Je ziet een man in de tuin
hij lijkt verzonken in zichzelf

die man ben ik, ik weet het
maar als je lang kijkt naar een foto
van jezelf verval je in gepeins –
wie je bent en wie je bedoelt
als je ik zegt, enzovoort

ik kijk en kijk in dat gezicht
en inderdaad – ben ik dat?

over het ik is veel nagedacht
ook door mij, maar de meningen
lopen nog steeds ver uiteen
ook die van mij – zoals dat gaat
met woorden die niet kunnen
worden begrepen

niemand heeft ooit zichzelf gezien
maar het verlangen blijft
naar het onzichtbare ik

je zoekt in wat er van je
overbleef een man in de tuin

 

In de morgen

Er moet iets zijn als we inslapen
we gingen liggen en sliepen in

wat was het dan – terwijl de laatste woorden
voor de wereld ijler en ijler werden:
maanlicht, verre hond, zacht ademen,
geuren van een man, een vrouw,
nacht, nacht en nog eens – wat was het

dat zei, terwijl ook het laatste woord nacht
was gedoofd: dit zijn onze eigen armen nog
waarin we uiteenvallen in dit zwarte gat
dit is nog ons eigen lichaam

dat iets zei, terwijl er geen woorden meer waren

er moet iets zijn nu het woord morgen
langzaam oplicht en het morgen is
dat ons bijeen hield en loslaat
zoals we hier liggen 

 

Kopland

Rutger Kopland (Goor, 4 augustus 1934)

 

 

De Poolse schrijver Witold Gombrowicz werd geboren in Małoszyce op 4 augustus 1904. Zie ook mijn blog van 4 augustus 2007.

Uit: Diary

“I write this diary reluctantly. Its dishonest honesty wearies me. For whom am I writing? If I am writing for myself, then why is it being published? If for the reader, why do I pretend that I am talking to myself? Are you talking to yourself so that others will hear you?

How far I am from the certitude and vigor that hum in me when I am, pardon me, ”creating.” Here, on these pages, I feel as if I were emerging from a blessed night into the hard light of dawn, which fills me with yawning and drags my shortcomings out into the open. The duplicity inherent in keeping a diary makes me timid, so forgive me, oh, forgive me (perhaps these last words are dispensable, perhaps they are already pretentious?).

Yet I realize that one must be oneself at all levels of writing, which is to say, that I ought to be able to express myself not only in a poem or drama, but also in everyday prose – in an article or in a diary – and the flight of art has to find its counterpart in the domain of regular life, just as the shadow of the condor is cast onto the ground. I want to be capable of translating myself into everyday speech, but – traduttore, traditore. Sweatshops and Workshops

Oh, to finally get oneself out of this suburb, foyer, hutch and become not a – Polish, that is, inferior, right? – author, but a phenomenon having its own meaning and justification! To break out of the deadly mediocrity of my milieu and finally come into existence. My situation is serious and, I would say, desperate. I have been delicately suggesting to these minds, furnished with ”famous names,” that one can mean something even without world renown if one is really and ruthlessly oneself, but they want me to become famous first. Then they will include me in their inventory and will puzzle over me. In the opinion of all these disheveled Polish connoisseurs I am done for by the very fact that there exists a certain overlap between my own thinking and that of the Sartres or Pirandellos. It is assumed, therefore, that I want to say the same thing as they, that I want to break down open doors and that if I say something else, it is because I am less competent, less serious and less coherent.

I can defend myself against this only by defining myself, only by delineating myself endlessly. I will have to describe myself until, finally, the dullest expert notices my presence.”

 

gombrowicz

Witold Gombrowicz (4 augustus 1904 – 24 juli 1969)

 

 

De (Oost)Duitse dichter en schrijver Erich Weinert werd geboren in Magdeburg op 4 augustus 1890. Zie ook mijn blog van 4 augustus 2007.

 

Uit: Briefe

 

Moskau, 30. August 1942
Mein geliebtes, einziges Kind! Bevor ich Dir erkläre, weshalb Du von uns so wenig gehört hast, nehme ich Dich in Gedanken erst einmal fest in meine Arme und drücke Dich in alter Liebe und Zärtlichkeit an mein Herz, … Als ich nun von unserer Partei erfuhr, daß sie Dich mit vorgesehen hatte für ihre Schule, war ich glücklich und dachte mir, daß Du auch glücklich sein wirst, da Du nun endlich aus dem nutzlosen Taschkenter Leben wegkommst und für eine Arbeit vorgesehen wirst, wie sie für einen jungen, deutschen Kommunisten nicht ehrenhafter sein kann … Ich bin überzeugt, daß Dich das neue Leben mit der lebendigen Perspektive mehr befriedigen wird als alles Studium. Du bist doch Vaters Tochter!
Nun noch ein paar Worte über unsere Moskauer Zeit. Meine Arbeit belebt und beseelt mich immer mehr, da sie nicht fruchtlos ist. Ich habe Hunderte von Gedichten, Aufrufen geschrieben, die bei den Faschisten im Land und an der Front abgeworfen wurden. Natürlich ist bei der moralischen und geistigen Verwahrlosung in den letzten zehn Jahren nicht damit zu rechnen, daß auch der flammendste Aufruf Aktionen in der faschistischen Armee hervorruft. Das haben wir auch nie erwartet. Aber daß die Millionen Blättchen, Broschüren und die Radioansprachen eine wenn auch langsame Entgiftung der Gehirne mit sich bringen, beweisen die zahllosen Aussagen der Gefangenen, die drüben sogar manchmal Gedichte von mir auswendig gelernt hatten. Das Eis ist noch nicht gebrochen. Die meisten haben die Hoffnung auf ihren Sieg noch nicht aufgegeben, daher schlagen sie sich noch und wollen die Waffen nicht strecken. Kommt aber der Augenblick, wo sie sehen, daß ihre Waagschale zu sinken beginnt (und der ist nicht mehr fern), dann wird es, glaube ich, zu einer raschen Zersetzung der Front und des Hinterlandes kommen.

 

Erich_Weinert

Erich Weinert (4 augustus 1890 – 20 april 1953)

 

De Noorse schrijver Knut Hamsun (eig. Knut Pedersen) werd geboren in Lom, Fylke Oppland op 4 augustus 1859. Zie ook mijn blog van 4 augustus 2007.

Uit: Hunger  

Es war in jener Zeit, als ich in Kristiania umherging und hungerte, in dieser seltsamen Stadt, die keiner verläßt, ehe er von ihr gezeichnet worden ist…

Ich lag wach in meiner Dachstube und hörte eine Uhr unter mir sechsmal schlagen; es war schon ziemlich hell, und die Menschen fingen an, die Treppen auf und nieder zu steigen. Unten bei der Türe, wo mein Zimmer mit alten Nummern des Morgenblattes, tapeziert war, konnte ich ganz deutlich eine Bekanntmachung des Leuchtfeuerdirektors sehen und ein wenig links davon eine fette, geschwollene Anzeige von frischgebackenem Brot des Bäckers Fabian Olsen.

Sowie ich die Augen aufschlug, begann ich aus alter Gewohnheit nachzudenken, ob ich heute etwas hätte, worauf ich mich freuen könnte. In der letzten Zeit war es mir ziemlich schlecht ergangen; eins nach dem anderen meiner Besitztümer hatte ich zum Onkel bringen m
üssen, ich war nervös und unduldsam geworden; ein paarmal mußte ich auch wegen Schwindels einen Tag lang im Bett bleiben. Hie und da, wenn das Glück mir günstig war, hatte ich fünf Kronen für ein Feuilleton von irgendeinem Blatt ergattern können.

Es tagte mehr und mehr, und ich begann, die Anzeigen unten bei der Türe zu lesen; ich konnte sogar die mageren grinsenden Buchstaben Leichenwäsche bei Jungfer Andersen, rechts im Torweg unterscheiden. Dies beschäftigte mich eine lange Weile, ich hörte die Uhr unter mir acht schlagen, bevor ich aufstand und mich anzog.

Ich öffnete das Fenster und sah hinaus. Von meinem Platz aus sah ich eine Wäscheleine und ein freies Feld; weit draußen lag noch der Schutt einer abgebrannten Schmiede, den einige Arbeiter forträumten. Ich legte mich mit den Ellbogen ins Fenster und starrte in die Luft hinaus. Es wurde ganz gewiß ein heller Tag.

Knut_Hamsun

Knut Hamsun (4 augustus 1859 – 19 februari 1952)
Portret door Alfredo Andersen

 

De Engelse dichter Percy Bysshe Shelley werd op 4 augustus 1792 geboren in Field Place, Sussex. Zie ook mijn blog van 21 april 2006 en mijn blog van 4 augustus 2006 en ook mijn blog van 4 augustus 2007 

HYMN OF PAN

FROM the forests and highlands

We come, we come;

From the river-girt islands,

Where loud waves are dumb,

Listening to my sweet pipings.

The wind in the reeds and the rushes,

The bees on the bells of thyme,

The birds on the myrtle bushes,

The cicale above in the lime,

And the lizards below in the grass,

Were as silent as ever old Tmolus was,

Listening to my sweet pipings.

           

Liquid Peneus was flowing,

And all dark Tempe lay

In Pelion’s shadow, outgrowing

The light of the dying day,

Speeded by my sweet pipings.

The Sileni and Sylvans and Fauns,

And the Nymphs of the woods and the waves,

To the edge of the moist river-lawns,

And the brink of the dewy caves,

And all that did then attend and follow,

Were silent with love, as you know, Apollo,

With envy of my sweet pipings.

 

I sang of the dancing stars,

I sang of the dædal earth,

And of heaven, and the giant wars,

And love, and death, and birth.

And then I changed my pipings–

Singing how down the vale of Mænalus

I pursued a maiden, and clasp’d a reed:

Gods and men, we are all deluded thus;

It breaks in our bosom, and then we bleed.

All wept — as I think both ye now would,

If envy or age had not frozen your blood–

At the sorrow of my sweet pipings.

 

 

MUSIC, WHEN SOFT VOICES DIE

 

MUSIC, when soft voices die,

Vibrates in the memory;

Odours, when sweet violets sicken,

Live within the sense they quicken.

 

Rose leaves, when the rose is dead,

Are heap’d for the belovèd’s bed;

And so thy thoughts, when thou art gone,

Love itself shall slumber on.

 

PB_Shelley_Shelley_Rome_Lynmouth_Exmoor_Devon

Percy Bysshe Shelley (4 augustus 1792 – 8 juli 1822)
Portret door Joseph Severn

 

De Surinaamse dichter Michaël Arnoldus Slory werd geboren in Totness, district Coronie in Suriname, op 4 augustus 1935. Zie ook mijn blog van 4 augustus 2007.

Watrakan

Watrakan,
yu sa gi mi
a moro switi watra
di de!

Watrakan
fu a moro soifri doti
fu mi kondre.

Watrakan,
yu o hei
leki wan umaskin,
a seilebriki fu wan uma,
a seilebriki en sei,
nanga a blaw
na tapu mi kondre
di no e kaba.

Watrakan,
yu sa gi mi
a moro switi watra di de!
Watrakan
fu a soifri doti!

 

Vertaling:

Waterkruik

Waterkruik,
jij zal mij geven
het heerlijkste water
dat er is!

Waterkruik
gemaakt van de zuiverste aarde
van mijn land.

Waterkruik,
je zal geëerd worden
als het lichaam van een vrouw,
als de zijde van een vrouw,
als de zoete zijde van een vrouw,
zo hoog als het blauw
boven mijn land
dat geen einde kent.

Waterkruik,
jij zal mij geven
het heerlijkste water dat er is!
Waterkruik
van de zuiverste aarde!

 

Dominicana

Niet het opium van de tabak
heeft jouw rug gebogen,
noch heeft het gewicht van de bananen
jou de adem ontnomen.
Het blauwe water omspoelt
jou aan alle drie zijden
om je zuiver te houden,
maar toch ben je niet vrij.
Het geweldige beest
gromt en gromt maar door…
Je slaap is vol
schrikaanjagende dromen.
Hoog boven jou
schudt United States met de zak.
De harde dollars
knetteren uit de geweren.
Een ieder hier weet
hoe bitter het strijden valt,
hoeveel leed het kost om de rijken te bestrijden.
Huil niet.
Eens zal de dag van het recht wel aanbreken.
De vrijheidsgedachte moet het geld overwinnen.

slory

Michaël Slory (Totness, 4 augustus 1935)

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 4 augustus 2007.

 

De Franse dichter en schrijver Georges Maurice de Guérin du Cayla werd geboren op 4 augustus 1810 in het familiekasteel Le Cayla nabij Andillac in de Languedoc.

In Memoriam Aleksandr Solzjenitsyn


In Memoriam Aleksandr Solzjenitsyn

 

De Russische schrijver Aleksandr Solzjenitsyn, Nobelprijswinnaar voor de literatuur en oud-dissident uit het Sovjettijdperk, is gisteren in Moskou overleden. Zie ook mijn blog van 11 december 2007.

 

Uit: The Gulag Archipelago

 

“Arrest is an instantaneous, shattering thrust, expulsion, somersault from one state into another.

“We have been happily borne _ or perhaps have unhappily dragged our weary way _ down the long and crooked streets of our lives, past all kinds of walls and fences made of rotting wood, rammed earth, brick, concrete, iron railings. We have never given a thought to what lies behind them. We have never tried to penetrate them with our vision or our understanding. But there is where the Gulag country begins, right next to us, two yards away from us. In addition, we have failed to notice an enormous number of closely fitted, well-disguised doors and gates in these fences. All those gates were prepared for us, every last one! And all of a sudden the fateful gate swings quickly open, and four white male hands, unaccustomed to physical labor but nonetheless strong and tenacious, grab us by the leg, arm, collar, cap, ear, and drag us in like a sack, and the gate behind us, the gate to our past life, is slammed shut once and for all.”

___

“We have to condemn publicly the very idea that some people have the right to repress others. In keeping silent about evil, in burying it so deep within us that no sign of it appears on the surface, we are implanting it, and it will rise up a thousandfold in the future. When we neither punish nor reproach evildoers, we are not simply protecting their trivial old age, we are thereby ripping the foundations of justice from beneath new generations. It is for this reason, and not because of the `weakness of indoctrinational work,’ that they are growing up `indifferent.’ Young people are acquiring the conviction that foul deeds are never punished on earth, that they always bring prosperity.

“It is going to be uncomfortable, horrible, to live in such a country!”

 

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Aleksandr Solzjenitsyn (11 december 1918 – 3 augustus 2008)

 

 

Radek Knapp, Rupert Brooke, Leon Uris, Christoph Geiser, Steven Millhauser, Leonhard Huizinga

De Pools-Oostenrijkse schrijver Radek Knapp werd geboren op 3 augustus 1964 in Warschau. Zie ook alle tags voor Radek Knapp op dit blog.

Uit: Papiertiger

 

“.Und? Wer von uns beiden kann die Zukunft voraussehen?”
Bruno klopfte Walerian auf die Schulter und zeigte auf das Gebäude, in dem die Gästezimmer untergebracht waren. Zwei Mädchen traten ins Freie und hielten sich die Hände vor die Augen, weil sie die Sonne blendete.
“Bei Tageslicht sieht die Sache noch vielversprechender aus”, murmelte Bruno und schirmte mit der Hand die Augen ab, um die näherkommenden Mädchen in dem gleißenden Licht besser sehen zu können. Und weil er katholisch erzogen worden war, konnte er sich nicht verkneifen zu sagen:
“Mein Freund, mir scheint – ich werde heute noch im Paradies sein. Und diese rothaarige Nymphe an meiner Seite. Gleich da drüben im Rapsfeld.”
“Und ich sage dir”, zitierte Walerian zurück, um Bruno eine Freude zu machen, “eher wird ein Kamel durch ein Nadelöhr gelangen, als dies geschieht.”
Beide verstummten und betrachteten die Mädchen, die bereits in das Freiluftcafé eintraten.
“Hierher!”, rief Bruno, “meine Uhr ist schon stehengeblieben!”
Die beiden Mädchen kamen zögernd an den Tisch der jungen Männer, an den sie sich so umständlich wie möglich setzten.
“Ich bin Bruno und das ist Walerian”, stellte Bruno vor.
“Wir leiden nicht an Gedächtnisschwund”, sagte das rothaarige Mädchen. “Das hast du gestern viermal wiederholt. Was allerdings Sinn hatte. Seid ihr Brüder oder was?”
“Wir sind Zwillinge!”, spielte Bruno den Entrüsteten. “Aber innerlich könnte der Unterschied nicht größer sein. Mein Freund”, er zeigte auf Walerian, “wird eines Tages ein fetter Millionär sein und mich nicht mehr wiedererkennen, wenn er mich auf der Straße betteln sieht. Ich werde nämlich Künstler und vermutlich irgendwo arm verrecken.”

 

 

Knapp

Radek Knapp (Warschau, 3 augustus 1964)

 

De Britse dichter Rupert Brooke werd geboren in Rugby, Engeland, op 3 augustus 1887. Zie ook mijn blog van 3 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Rupert Brooke op dit blog.

 

 

Safety

Dear! of all happy in the hour, most blest
He who has found our hid security,
Assured in the dark tides of the world at rest,
And heard our word, ‘ Who is so safe as we?’
We have found safety with all things undying,
The winds, and morning, tears of men and mirth,
The deep night, and birds singing, and clouds
flying,
And sleep, and freedom, and the autumnal earth.
We have built a house that is not for Time’s throwing.
We have gained a peace unshaken by pain for ever.
War knows no power. Safe shall be my going,
Secretly armed against all death’s endeavour;
Safe though all safety’s lost; safe where men fall;
And if these poor limbs die, safest of all.

 

Peace

Now, God be thanked Who has matched us with His hour,
And caught our youth, and wakened us from sleeping,
With hand made sure, clear eye, and sharpened power,
To turn, as swimmers into cleanness leaping,
Glad from a world grown old and cold and weary,
Leave the sick hearts that honour could not move,
And half-men, and their dirty songs and dreary,
And all the little emptiness of love!

Oh! we, who have known shame, we have found release there,
Where there’s no ill, no grief, but sleep has mending,
Naught broken save this body, lost but breath;
Nothing to shake the laughing heart’s long peace there
But only agony, and that has ending;
And the worst friend and enemy is but Death.

 

brooke_hand
Rupert Brooke (3 augustus 1887 – 23 april 1915)

 

De Amerikaanse schrijver Leon Uris werd geboren in Baltimore op 3 augustus 1924. Zie ook mijn blog van 3 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Leon Uris op dit blog.

 

Uit: Trinity

“May 1885
I recall with utter clarity the first great shock of my life. A scream came from the cottage next door. I rushed into the room, as familiar as my own home. The Larkin kids, Conor, Liam and Brigid, all hovered about the alcove in which a mattress of bog fir bedded old Kilty. They stood in gape-mouthed awe.
I stole up next to Conor. “Grandfar is dead,” he said.
Their ma, Finola, who was eight months pregnant, knelt with her head pressed against the old man’s heart. It was my very first sight of a dead person. He was a waxy, bony specimen lying there with his open mouth showing no teeth at all and his glazed eyes staring up at me and me staring back until I felt my own ready to pop out of their sockets.
Oh, it was a terrible moment of revelation for me. All of us kids thought old Kilty had the magic of the fairies and would live forever, a tale fortified by the fact that he was the oldest survivor of the great famine, to say nothing of being a hero of the Fenian Rising of ’67 who had been jailed and fearfully tortured for his efforts.
I was eleven years old at that moment. Kilty had been daft as long as I could recall, always huddled near the fire mumbling incoherently. He was an ancient old dear, ancient beyond age, but nobody ever gave seriousconsideration to the fact he might die.
Little Brigid began to weep.
“Hush!” her ma said sharply. “You’ll not do any crying until Grandfar has been properly prepared. The house has been surrounded by fairies just waiting to pounce and your weeping will encourage them to break in and snatch his soul from us.”
Finola struggled to her feet, going into a flurry of activity. She flung open the windows and doors to let the evil spirits out and quickly covered the mirror to hide his image.
“Liam, you be telling the news. Be sure to go to the byres and the beehives and let the cattle and bees know that Kilty Larkin is gone. Don’t fail or the fairies will take his soul.” She wrung her hands and sorrowed. “Oh, Kilty, Kilty, it was a good man you were.” And then she turned to me. “Seamus!”
“Yes, ma’am,” I answered.
“Get to your ma. I’ll need her good hands to help lay him out. Conor!”
Conor didn’t respond, just looking on at his grandfather. She joggled him by the shoulder. “Conor!”
“Aye, Ma.”
“Go up to the bog and get your daddy.”

 

 

Uris

Leon Uris (3 augustus 1924 – 21 juni 2003)

 

 

 

De Zwitserse schrijver Christoph Geiser werd geboren op 3 augustus 1949 in Basel. Zie ook alle tags voor Christoph Geiser op dit blog.

 

Uit: Die letzte Stunde

 

„Jake lief schnell durch die Gasse. Er blickte sich um. Dann zog er aus seiner linken Jackentasche eine kleine braune Schachtel aus Holz. Jake war ein grosser, schlanker Mann. Sein Alter wurde etwa auf 32 geschätzt. Er trug eine schwarze Lederjacke und Bluejeans. Seine Haare waren zu einer Elvis-Rolle frisiert worden. Er hatte Angst. Grosse Angst. Er war dem Weltuntergangswahn verfallen und glaubte, dass am 31. Dezember um 24 Uh
r die Welt untergehen würde. Auch hatte er in sich den ständigen Drang, zu stehlen. Er wusste nicht wieso. Er öffnete die Schachtel. Ein daumengrosser lupenreiner Diamant kam zum Vorschein. Er nahm ihn aus dem Kästchen und schaute ihn von allen Seiten genau an.

Er hatte ein Gespür für Schmuck, das wusste man. Er kannte sich gut in der Szene aus, denn er war vor einigen Jahren selbst für einige Zeit bei GOLDMAYER tätig gewesen. Man hatte ihn allerdings gefeuert, als man bemerkte, dass er seiner Freundin Schmuck schenkte, welchen er aus dem Geschäft entwendete. Nachdem das herausgekommen war, ist ihm seine Freundin davongelaufen. Nun war er wieder Single.

Er schloss das Kästchen mit dem Diamanten wieder. Dann ging er in ein Seitengässchen, die Augen immer noch auf dem Diamanten. Da stiess er plötzlich mit einer jungen, blonden Schönheit zusammen. Sie fiel hin. Als er erschrocken hinschaute, lachte sie nur und stand auf.

“Ich heisse Lydia”, sagte sie, während sie sich mit der Hand die Falten in ihrem weissen Kleid glättete.

Jake musterte sie. Lydia war groß und schlank. Sie trug ein weißes Trägerkleid. Ihre blauen Augen glänzten. Sie passten hervorragend zu ihren dunkelblonden Augen.

“Nun dann”, sagte Jake, “auf Wiedersehen”, und wollte gehen.

Aber da hielt ihn Lydia am Ärmel zurück und sagte: “Komm, lass uns doch noch etwas trinken gehen.”

Er dachte nach und gab dann zur Antwort: “Na gut, aber zuerst muss ich noch etwas erledigen.” Mit diesen Worten nahm er das Schächtelchen und ging.

Lydia folgte ihm und fragte: “Hast du den geklaut?”

Er nickte und zog einen losen Mauerstein aus der Hausmauer auf der linken Seite. Dann legte er den Stein hinein. “Du weißt von nichts, ist das klar?!?!”, fragte er.

Sie nickte.”

 

 

Geiser

Christoph Geiser (Basel, 3 augustus 1949)

 

 

De Amerikaanse schrijver Steven Millhauser werd geboren op 3 augustus 1943 in New York. Zie ook alle tags voor Steven Millhauser op dit blog.

Uit: Dangerous Laughter

Cat ‘n’ mouse

The cat is chasing the mouse through the kitchen: between the blue chair legs, over the tabletop with its red-and-white-checkered tablecloth that is already sliding in great waves, past the sugar bowl falling to the left and the cream jug falling to the right, over the blue chair back, down the chair legs, across the waxed and butter-yellow floor. The cat and the mouse lean backward and try to stop on the slippery wax, which shows their flawless reflections. Sparks shoot from their heels, but it’s much too late: the big door looms. The mouse crashes through, leaving a mouse-shaped hole. The cat crashes through, replacing the mouse-shaped hole with a larger, cat-shaped hole. In the living room they race over the back of the couch, across the piano keys (delicate mouse tune, crash of cat chords), along the blue rug. The fleeing mouse snatches a glance over his shoulder, and when he looks forward again he sees the floor lamp coming closer and closer. Impossible to stop-at the last moment he splits in half and rejoins himself on the other side. Behind him the rushing cat fails to split in half and crashes into the lamp: his head and body push the brass pole into the shape of a trombone. For a moment the cat hangs sideways there, his stiff legs shaking like the clapper of a bell. Then he pulls free and rushes after the mouse, who turns and darts into a mousehole in the baseboard. The cat crashes into the wall and folds up like an accordion. Slowly he unfolds, emitting accordion music. He lies on the floor with his chin on his upraised paw, one eyebrow lifted high in disgust, the claws of his other forepaw tapping the floorboards. A small piece of plaster drops on his head. He raises an outraged eye. A framed painting falls heavily on his head, which plunges out of sight between his shoulders. The painting shows a green tree with bright red apples. The cat’s head struggles to rise, then pops up with the sound of a yanked cork, lifting the picture. Apples fall from the tree and land with a thump on the grass. The cat shudders, winces. A final apple falls. Slowly it rolls toward the frame, drops over the edge, and lands on the cat’s head. In the cat’s eyes, cash registers ring up NO SALE.”

 

 

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Steven Millhauser (New York, 3 augustus 1943)

 

 Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 3 augustus 2007

 

De Nederlandse schrijver Leonhard Huizinga werd geboren op 3 augustus 1906 in Groningen.

Isabel Allende, James Baldwin, Philippe Soupault, Zoltán Egressy, Caleb Carr, Adolf Friedrich von Schack, Félix Leclerc, Arnold Kübler

De Chileense schrijfster Isabel Allende werd geboren in Lima op 2 augustus 1942. Zie ook alle tags voor Isabel Allende op dit blog.

Uit: Of Law and Shadows

“Rivera remembered the first execution as clearly as if he were seeing it today. It had happened five years ago, a few days after the military takeover. It was still cold, and it had rained all night; the skies had opened and washed the world, leaving the barracks bright and clean and smelling of moss and moisture. By dawn, the rain had stopped, but everything was softened in the haze of its memory, and small pools of water glittered among the cobbles like slivers of glass. The firing squad was assembled at the far end of the patio, and two strides before them, deathly pale, stood Lieutenant Ramirez. The prisoner was brought in between two guards, who were holding him up by the arms because he couldn’t stand on his own two feet.

“Position the prisoner against the wall, Corporal!”
“But, Lieutenant, he can’t stand up.”
“Then sit him down!”
“Where, Lieutenant?”
“Well, bring a chair, goddammit,” and the lieutenant’s voice had cracked.

Faustino Rivera turned to the man at his left, repeated the order, and the man departed. Why don’t they pitch the prisoner on the ground and shoot him like a dog before it gets light and we can see everybody’s face? Why drag it out like this? the corporal thought, uneasy because the patio was getting lighter by the second. The prisoner raised his eyes and looked at each of them with the astounded expression of the dying; he paused when he came to Faustino. He undoubtedly recognized him, because once they’d played soccer on the same field, and there he was now standing in the middle of icy pools of water, holding a rifle in his hands that weighed a ton, while the prisoner lay on the ground waiting. At this point the chair arrived and the lieutenant ordered them to tie the prisoner to the chairback because he was swaying like a scarecrow. The corporal stepped toward him with a kerchief.”

 

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Isabel Allende (Lima, 2 augustus 1942)

 

 

De Amerikaanse schrijver James Baldwin werd op 2 augustus 1924 in Harlem, New York, geboren. Zie ook alle tags voor James Baldwin op dit blog.

 Uit: If Beale Street Could Talk

 

“I look at myself in the mirror. I know that I was christened Clementine, and so it would make sense if people called me Clem, or even, come to think of it, Clementine, since that’s my name: but they don’t. People call me Tish. I guess that makes sense, too. I’m tired, and I’m beginning to think that maybe everything that happens makes sense. Like, if it didn’t make sense, how could it happen? But that’s really a terrible thought. It can only come out of trouble–trouble that doesn’t make sense.

Today, I went to see Fonny. That’s not his name, either, he was christened Alonzo: and it might make sense if people called him Lonnie. But, no, we’ve always called him Fonny. Alonzo Hunt, that’s his name. I’ve known him all my life, and I hope I’ll always know him. But I only call him Alonzo when I have to break down some real heavy shit to him.

Today, I said, “–Alonzo–?”

And he looked at me, that quickening look he has when I call him by his name.

He’s in jail. So where we were, I was sitting on a bench in front of a board, and he was sitting on a bench in front of a board. And we were facing each other through a wall of glass between us. You can’t hear anything through this glass, and so you both have a little telephone. You have to talk through that. I don’t know why people always look down when they talk through a telephone, but they always do. You have to remember to look up at the person you’re talking to.

I always remember now, because he’s in jail and I love his eyes and every time I see him I’m afraid I’ll never see him again. So I pick up the phone as soon as I get there and I just hold it and I keep looking up at him.

So, when I said, “–Alonzo–?” he looked down and then he looked up and he smiled and he held the phone and he waited.

I hope that nobody has ever had to look at anybody they love through glass.

And I didn’t say it the way I meant to say it. I meant to say it in a very offhand way, so he wouldn’t be too upset, so he’d understand that I was saying it without any kind of accusation in my heart.

You see: I know him. He’s very proud, and he worries a lot, and, when I think about it, I know–he doesn’t–that that’s the biggest reason he’s in jail. He worries too much already, I don’t want him to worry about me. In fact, I didn’t want to say what I had to say. But I knew I had to say it. He had to know.

And I thought, too, that when he got over being worried, when he was lying by himself at night, when he was all by himself, in the very deepest part of himself, maybe, when he thought about it, he’d be glad. And that might help him.

I said, “Alonzo, we’re going to have a baby.”

I looked at him. I know I smiled. His face looked as though it were plunging into water. I couldn’t touch him. I wanted so to touch him. I smiled again and my hands got wet on the phone and then for a moment I couldn’t see him at all and I shook my head and my face was wet and I said, “I’m glad. I’m glad. Don’t you worry. I’m glad.”

But he was far away from me now, all by himself. I waited for him to come back. I could see it flash across his face: my  baby? I knew that he would think that. I don’t mean that he doubted me: but a man thinks that. And for those few seconds while he was out there by himself, away from me, the baby was the only real thing in the world, more real than the prison, more real than me.

I should have said already: we’re not married. That means more to him than it does to me, but I understand how he feels. We were going to get married, but then he went to jail.

Fonny is twenty-two. I am nineteen.

He asked the ridiculous question: “Are you sure?”

“No. I ain’t sure. I’m just trying to mess with your mind.”

 

Baldwin

James Baldwin (2 augustus 1924 – 1 december 1987)
Richard Olney, Portrait of James Baldwin, 1954

 

De Franse dichter en schrijver Philippe Soupault werd geboren op 2 augustus 1897 in Chaville bij Parijs. Zie ook alle tags voor Philippe Soupault op dit blog.

 

Grammaire

Peut-être et toujours peut-être
adverbes que vous m’ennuyez
avec vos presque et presque pas
quand fleurissent les apostrophes

Et vous points et virgules
qui grouillez dans les viviers
où nagent les subjonctifs
je vous empaquette vous ficelle

Soyez maudits paragraphes
pour que les prophéties s’accomplissent
bâtards honteux des grammairiens
et mauvais joueurs de syntaxe

Sucez vos impératifs
et laissez-nous dormir
une bonne fois
c’est la nuit
et la canicule

 

 

C’est vrai

Sept veaux

c’est peu

sept œufs

c’est beaucoup

 

Mille huit cent quatre-vingt-douze

c’est sec

Mille huit cent quatre-vingt-dix-sept

c’est trop

 

Pomme poire et pendulette

c’est émouvant

 

Rien n’égale la satinette

c’est évident

 

N’essayez pas de m’arrêter

c’est décidé

 

la lune l’orage et le poirier

c’est lune.

 

soupaultabott
Philippe Soupault (2 augustus 1897 – 12 maart 1990)

 

 

 

De Hongaarse dichter en schrijver Zoltán Egressy werd geboren in Boedapest op 2 augustus 1967. Hij studeerde Hongaars, literatuur en geschiedenis aan de universiteit van Boedapest en sloot zijn stidie in 1990 af. In 1991 publiceerde hij een dichtbundel, Csókko, (in het Duits „Kusszeit“), vervolgens vertaalde hij werk van Pessoa en Quasimodo. In dezelfde tijd was hij ook zanger in een Underground band en schreef hij voor een theatertijdschrift. Sinds 1995 schrijft Egressy toneelstukken, hoorspelen en draaiboeken. Zijn eerswte stuk, Sóska, sült krumpli, wird opgevoerd het József-Katona-Theater in Boedapest en was een groot succes. Zijn tweede stuk, Portugál, wird door Andor Lukáts verfilmd. Egressy is getrouwd met de Hongaarse actrice Ágnes Bertalan en heeft twee kinderen.

 

Uit: 4 x 100 (Vertaald door Albert Koncsek)

 

“(Massageraum. In der Mitte die Massagebank, an den Wänden weitere Bänke. An den Wänden Kalender, Plakate. Ein Plakat informiert über Allergiesymptome (Pollenflug), ein anderes über die Dinosaurierarten, aber es gibt auch einige zur Athletik. Die Tür ist offen. Dali sitzt auf einer Bank an der Wand, packt seine Tasche aus, holt verschiedene Mittelchen hervor, stellt die Plastikflaschen und Salben kommod nebeneinander. Einige nimmt er sich genauer unter die Lupe, nicht ausgeschlossen, dass er sich das Verfallsdatum betrachtet. Er scheint müde und zerstreut zu sein. Von draußen ist Radau zu hören. Dali nervt der Lärm, er geht zur Tür und schließt sie. Er geht zurück an seinen Platz. Er seufzt. Es klopft, kurz darauf öffnet sich die Tür. Tante Judy steht da.) 

Tante Judy Du schon?… (Tritt ungezwungen und temperamentvoll ein.) Dein Harem kommt gleich, der Bus ist angekommen, hallo. (Lächelt, gibt ihm einen Wangenkuss.)

 

Dai: (Leise, bündig)

Oje, oje, wir müssen sterben.

Tante Judy

 Ich weiß im Übrigen nicht, warum man sie zusammensperren muss, wenn der Wettkampf eh hier stattfindet, alle sind aus Budapest, sie könnten auch von zu Hause kommen, nicht?

Dali

 Wir können uns nicht mehr selbst betrügen. Oje, oje, wir müssen sterben, wir müssen sterben.

Tante Judy

 Ich bin heute Vormittag nicht zu ihnen ins Trainigslager gegangen, die haben auch ohne mich genug Sorgen, hast du heute mit Piroschka gesprochen?

Dali 

Wir werden sterben, Judy. Wir werden sterben.

Tante Judy 

Ich liebe die Welt, Dali, sag mir nicht so was, vor allem nicht heute.

Dali 

Es ist auch heute ganz offensichtlich, dass wir sterben müssen.

Tante Judy 

Es muss gelingen.

Dali 

Es wird gelingen. Jedem irgendwann. Zwischen Herbst und Frühling oder zwischen Frühling und Herbst. Es ist ganz offensichtlich. (Ergreift Tante Judys Hand.) Du hast dort, wo dich niemand sieht, nicht geweint.

Tante Judy (Öffnet sich, versucht, das persönliche Thema zu meiden. Fröhlich.)

Als kleines Mädchen war ich mir sicher, dass man ein Mittel erfinden wird, und dann muss niemand mehr sterben.

Dali 

Man hat es aber nicht erfunden, Judy.

Tante Judy 

Ja ja.

Dali 

Ja ja.

      (Pause)

Tante Judy (Klatscht einmal, will vom Thema ablenken.)

Na dann…

Dali 

Du hast nicht geweint… Aber ich!… Es gibt keinen Film, bei dem ich nicht weinen muss.

      (Tante Judy geht hinaus auf den Flur. Das Klimpern von Geld und das Geräusch eines Kaffeeautomaten sind zu hören. Die Tür ist offen, Tante Judys Rücken ist zu sehen. Sie hört Dali, den es sichtlich nicht kümmert, ob die Trainerin ihm zuhört.)      

Es gibt keine Schnulze, bei der ich nicht weine. Gleichzeitig lache ich über mich. Weine aber dabei. Ein Witz. Da setzt im Film die Musik ein, damit der Bauer weint. Und wer weint – ich, ja. Oder bei irgendeiner Hochzeit. Wenn es nicht meine eigene ist. Wenn die sagen, in guten und in schlechten Zeiten, zum Beispiel.

(Tante Judy tritt ein, in der Hand der Kaffee.)

 Oder nur eine Melodie. Was weiß ich, nur eine Strophe. Und schon weine ich wie ein Trottel. Rollen die Tränen. Wie aus der Pistole geschossen. (Lacht dreckig.)

Tante Judy (Zeigt auf den Kaffee.)

Ein klein wenig nicht heiß.

Dali 

Mit geht’s nicht gut, Judy. (Lacht wieder gezwungen auf.)

Tante Judy 

Seit Tagen, Wochen, Monaten, Jahren geht es dir nicht gut.

Dali 

Seit dreiundzwanzig Jahren. Seither schwächele ich.

      (Pause)

Tante Judy 

Dieser Kaffee ist ein klein wenig schlecht. (Trinkt den Rest in einem Zug und wirft den Becher in einen Papierkorb.)

Dali (Ernsthaft nachdenkend)

Was ist heute? Ist Ostern schon vorbei?

Tante Judy 

Zwei Monate her. Vor zwei Monaten war Ostern, Dali. Es ist Sommer und alles lebt! Hast du schon mit Piroschka gesprochen?

Dali

 Wer liebt, ist wohl kaum schuldig.”

 

Egressy_Zoltan

Zoltán Egressy (Boedapest, 2 augustus 1967)

 

De Amerikaanse schrijver en historicus Caleb Carr werd geboren op 2 augustus 1955 in New York. Zijn jeugd in een achtergestelde buurt van Manhatten werd gekenmerkt door chaotische familieverhoudingen. Zijn vader, een journalist, was alcoholist en veroordeeld wegens doodslag. Hij was wel bevriend met mensen als Jack Kerouac en Allen Ginsberg. Zijn ouders lieten zich al vroeg scheiden. Ook zijn nieuwe stiefvader was alcoholist. Toch rondde Carr zijn studie geschiedenis in New York met succes af. Hij begon zijn loopbaan als journalist. In 1994 volgde zijn doorbraak, internationaal,  met een in het Victoriaanse tijdperk spelende detective, The Alienist. De latere president van de VS, Theodore Roosevelt, speelt hierin een rol als leider van een politiecorps. In het in 1997 verschenen vervolg, The Angel of Darknes, kon Carr het hoge stilistische niveau handhaven. Andere boeken van hem, zoals The Italian Secretary en Killing Time waren minder succesvol.

 

Uit: The Alienist

 

The words as I write them make as little sense as did the sight of his coffin descending into a patch of sandy soil near Sagamore Hill, the place he loved more than any other on earth. As I stood there this afternoon, in the cold January wind that blew off Long Island Sound, I thought to myself: Of course it’s a joke. Of course he’ll burst the lid open, blind us all with that ridiculous grin and split our ears with a high-pitched bark of laughter. Then he’ll exclaim that there’s work to do—“action to get!”—and we’ll all be martialed to the task of protecting some obscure species of newt from the ravages of a predatory industrial giant bent on planting a fetid factory on the little amphipian’s breeding ground. I was not alone in such fantasies; everyone at the funeral expected something of the kind, it was plain on their faces. All reports indicate that most of the country and much of the world feel the same way. The notion of Theodore Roosevelt being gone is that—unacceptable. In truth, he’d been fading for longer than anyone wanted to admit, really since his son Quentin was killed in the last days of the Great
Butchery. Cecil Spring-Rice once droned, in his best British blend of affection and needling, that Roosevelt was throughout his life “about six”; and Herm Hagedorn noted that after Quentin was shot out of the sky in the summer of 1918 “the boy in Theodore died.” I dined with Laszlo Kreizler at Delmonico’s tonight, and mentioned Hagedorn’s comment to him. For the remaining two courses of my meal I was treated to a long, typically passionate explanation of why Quentin’s death was more than simply heartbreaking for Theodore: he had felt profound guilt, too, guilt at having so instilled his philosophy of “the strenuous life” in all his children that they often placed themselves deliberately in harm’s way, knowing it would delight their beloved father. Grief was almost unbearable to Theodore, I’d always known that; whenever he had to come to grips with the death of someone close, it seemed he might not survive the struggle. But it wasn’t until tonight, while listening to Kreizler, that I understood the extent to which moral uncertainty was also intolerable to the twenty-sixth president, who sometimes seemed to think himself Justice personified. Kreizler . . . He didn’t want to attend the funeral, though Edith Roosevelt would have liked him to. She has always been truly partial to the man she calls “the enigma,” the brilliant doctor whose studies of the human mind have disturbed so many people so profoundly over the last forty years. Kreizler wrote Edith a note explaining that he did not much like the idea of a world without Theodore, and, being as he’s now sixty-four and has spent his life staring ugly realities full in the face, he thinks he’ll just indulge himself and ignore the fact of his friend’s passing. Edith told me today that reading Kreizler’s note moved her to tears, because she realized that Theodore’s boundless affection and enthusiasm—which revolted so many cynics and was, I’m obliged to say in the interests of journalistic integrity, sometimes difficult even for friends to tolerate—had been strong enough to touch a man whose remove from most of human society seemed to almost everyone else unbridgeable. Some of the boys from the Times wanted me to come to a memorial dinner tonight, but a quiet evening with Kreizler seemed much the more appropriate thing. It wasn’t out of nostalgia for any shared boyhood in New York that we raised our glasses, because Laszlo and Theodore didn’t actually meet until Harvard. No, Kreizler and I were fixing our hearts on the spring of 1896—nearly a quarter-century ago!—and on a series of events that still seems too bizarre to have occurred even in this city. By the end of our dessert and Madeira (and how poignant to have a memorial meal in Delmonico’s, good old Del’s, now on its way out like the rest of us, but in those days the bustling scene of some of our most important encounters), the two of us were laughing and shaking our heads, amazed to this day that we were able to get through the ordeal with our skins; and still saddened, as I could see in Kreizler’s face and feel in my own chest, by the thought of those who didn’t. There’s no simple way to describe it.”

 

carr

Caleb Carr (New York, 2 augustus 1955)

 

 

De Duitse dichter, schrijver, kunst- en literatuurcriticus Adolf Friedrich von Schack werd geboren op 2 augustus 1815 in Brüsewitz bij Schwerin. Zie ook mijn blog van 2 augustus 2007.

 

Der Brief

 

Nichts ist mir von dir geblieben

Als der Brief, den du geschrieben,

Meines Lebens höchstes Gut;

Mag das Auge mir erblinden,

Tröstung kann ich einzig finden,

Wenn es auf dem Blatte ruht.

 

Dann erstehn mir sel’ge Stunden

Mit den Wonnen, die geschwunden,

Wieder aus der Totengruft;

Und um meine wehmuttrunkne

Seele hauchen lang versunkne

Lenze ihren Blütenduft.

 

Ueber mir im Abendwinde

Rauscht das Wipfellaub der Linde

So wie ehmals wiederum,

Als wir Arm in Arm gelegen

Und nur mit des Herzens Schlägen

Zwiesprach hielten, wonnestumm.

 

Und dann ist mir, auf dem Blatte

Ruhe neben mir dein Schatte

In dem blassen Dämmerlicht;

O, an ihm im langen, langen

Kusse soll mein Mund noch hangen,

Wenn im Tod mein Auge bricht.

 

scackpor

Adolf Friedrich von Schack (2 augustus 1815 – 14 april 1894)

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 2 augustus 2007.

 

De Frans-Canadese dichter, schrijver, acteur, zanger en politiek activist Félix Leclerc werd geboren op 2 augustus 1914 in La Tuque, Quebec, Canada.

 

De Zwitserse schrijver Arnold Kübler werd geboren op 2 augustus 1890 in Wiesendrangen.

Gerrit Krol, Herman Melville, Frans Pointl, Anne Hébert, Jim Carroll, Ernst Jandl, , Ko Un, Frederick Busch, Guus Kuijer

De Nederlandse dichter en schrijver Gerrit Krol werd geboren op 1 augustus 1943 in Groningen. Zie ook mijn blog van 1 augustus 2006 en ook mijn blog van 1 augustus 2007.

 

Over het stuur

Want wie vrij is heeft een stuur
dat hem met een kleine beweging
brengt waarheen hij wil.
Wie geen stuur heeft behoeft meer kracht
of duur.

Stuur is hetzelfde als inzicht,
als het geen inzicht is is het de wil –
ik persoonlijk heb liever de wil,
want dat is potentiaal,
inzicht heeft geen potentiaal,
met inzicht sta je stil
(want je bent er al).

Er zijn mensen die stil staan
maar die daarbij geen inzicht hebben
en geen stuur.
Ze zijn niet ontevreden maar
het is het soort dat gemakkelijk
de controle over zich zelf verliest.

Nee (refrein), ik heb liever de wil,
want dat is potentiaal, enz…

 

Roodborstje

Een roodborstje dat tegen het raam tikt.
Niet tegen het raam, maar tegen het ei waarin het zit en het ei breekt in tweeën.
Niet het ei, maar het ijs dat scheurt van Groenland naar beneden.

Een zwarte zee, waarin witte vlakten drijven.
Geen vlakten, maar bergen.
Geen ijs, maar graniet.
Nodig voor het roodborstje om zijn snavel te scherpen.

Zijn snaveltje sterker dan het ei.

Sterker dan Groenland.

 

 

Ach je moet gewoon alles optellen

Ach je moet gewoon alles optellen

Je telt gewoon alles op

Het slechte vergeet de mens en
het goede vergroot-ie,
je telt gewoon alles op.

Dat zeg jij, zegt zij, maar zo werkt het niet
niet bij mij.

Maar we zijn tenminste één.

Welnee, toen wij zogenaamd heerlijk
in het gras lagen zegt zij, lagen we in scheiding,
dat zeg je er niet bij.
En dat van Madurodam is ook niet zo gegaan.

Maar we waren één.

En die liefjes van jou
zegt zij, en die van mij…

En die keren dat we toch weer
bij elkaar kwamen, zeg ik,
– en hebben geschreid, zeg ik er niet bij -.

Je telt uiteindelijk
gewoon alles op.

Krol

Gerrit Krol (Groningen, 1 augustus 1934)

 

De Amerikaanse dichter en schrijver Herman Melville werd geboren in New York op 1 augustus 1819. Zie ook mijn blog van 1 augustus 2007.

 

 

LOOK-OUT MOUNTAIN (The Night Fight)

 

WHO inhabiteth the Mountain
That it shines in lurid light,
And is rolled about with thunders,
And terrors, and a blight,
Like Kaf the peak of Eblis–
Kaf, the evil height?
Who has gone up with a shouting
And a trumpet in the night?

 

There is battle in the Mountain–
Might assaulteth Might;
‘Tis the fastness of the Anarch,
Torrent-torn, an ancient height;
The crags resound the clangor
Of the war of Wrong and Right;
And the armies in the valley
Watch and pray for dawning light.

 

Joy, joy, the day is breaking,
And the cloud is rolled from sight;
There is triumph in the Morning
For the Anarch’s plunging flight;
God has glorified the Mountain
Where a banner burneth bright,
And the armies of the valley
They are fortified in right

 

 

 

SHILOH: A REQUIEM

 

SKIMMING lightly, wheeling still,

The swallows fly low

Over the field in clouded days,

The forest-field of Shiloh–

Over the field where April rain

Solaced the parched one stretched in pain

Through the pause of night

That followed the Sunday fight

Around the church of Shiloh–

The church so lone, the log-built one,

That echoed to many a parting groan

And natural prayer

Of dying foemen mingled there–

Foemen at morn, but friends at eve–

Fame or country least their care:

(What like a bullet can undeceive!)

But now they lie low,

While over them the swallows skim

And all is hushed at Shiloh.

 

Melville

Herman Melville (1 augustus 1819 – 28 september 1891)

 

De Nederlandse dichter en schrijver Frans Pointl werd geboren in Amsterdam op 1 augustus 1933. Zie ook mijn blog van 5 mei 2006 en ook mijn blog van 1 augustus 2007.

 

Geur

met Tijgerbalsem
masseer ik
mijn pijnlijke bovenarmen
goed spul
zegt de mevrouw van de mensendiecktherapie
uw lichaam is uw voortuig
zegt ze
maar u heeft het niet
zo goed onderhouden
zegt ze
en: u slijt

die geur van kajoepoetih-olie
in de balsem wasemt rust
in 1955 masseerde jij je
moegeleefde lichaam ermee
hoe geurde onze kamer
altijd licht naar kajoepoetih!

 

 

Ziek

de forse broeder met de harde handjes
de trippelbroeder met de wollen wantjes
de hoofdzuster, imperatief,
vult massief de kamer
dreigend met haar zwarte hamer

gejaagd telt het infuus
66 druppels per minuut
een half uur lang onrust
een nieuw infuus:
7 druppels per minuut
traag geruststellend getik
kam en zakdoekjes vallen
oprapen? vergeet het maar

de stervende in de aangrenzende kamer
balt zijn laatste krachten te zamen
in een ontzagwekkend hallo! hallo! hallo!
hij heeft Gods geheime nummer gedraaid
wacht
op meer dan nacht

 

frans_pointl_foto_1

Frans Pointl (Amsterdam,  1 augustus 1933)

 

De Canadese schrijfster Anne Hébert werd geboren op 1 augustus 1916 in Sainte-Catherine-de-Fossambault, Quebec. Zie ook mijn blog van 1 augustus 2007.

 

 

Il y a certainement quelqu’un

Il y a certainement quelqu’un
Qui m’a tuée
Puis s’en est allé
Sur la pointe des pieds
Sans rompre sa danse parfaite.

A oublier de me coucher
M’a laissée debout
Toute liée
Sur le chemin
Le cœur dans son coffret ancien
Les prunelles pareilles
À leur plus pure image d’eau

A oublié d’effacer la beauté du monde
Autour de moi
A oublié de fermer mes yeux avides
Et permis leur passion perdue

 

Acte de foi

Elle croit des choses qu’on ne lui a jamais dites
Ni même murmurées à l’oreille
Des extravagances telles qu’on frissonne

Elle s’imagine tenir dans sa main droite
La terre ronde rude obscure
Comme une orange sanguine qui fuit

La vie y est douce et profonde
Hommes et femmes s’aiment à n’en plus finir
Quant à la joie des enfants elle claironne
Comme soleil à midi

Ni guerre ni deuil
Ce monde est sans défaut
Le chant profond qui s’en échappe
Ressemble aux grandes orgues
Des cathédrales englouties

Tout cela palpite dans sa main
Rayonne à perte de vue
Tant que le cœur verse sa lumière
Telle une lampe suspendue
Au-dessus des villes et des champs.

605px-AnneHebert

Anne Hébert (1 augustus 1916 – 22 februari 2000)

 

De Amerikaanse dichter, schrijver en musicus Jim Carroll werd geboren op 1 augustus 1950 in New York. Zie ook mijn blog van 1 augustus 2007.

 

 

8 Fragments For Kurt Cobain

1/
Genius is not a generous thing
In return it charges more interest than any amount of royalties can cover
And it resents fame
With bitter vengeance

Pills and powdres only placate it awhile
Then it puts you in a place where the planet’s poles reverse
Where the currents of electricity shift

Your Body becomes a magnet and pulls to it despair and rotten teeth,
Cheese whiz and guns

Whose triggers are shaped tenderly into a false lust
In timeless illusion

2/
The guitar claws kept tightening, I guess on your heart stem.
The loops of feedback and distortion, threaded right thru
Lucifer’s wisdom teeth, and never stopped their reverbrating
In your mind

And from the stage
All the faces out front seemed so hungry
With an unbearably wholesome misunderstanding

From where they sat, you seemed so far up there
High and live and diving

And instead you were swamp crawling
Down, deeper
Until you tasted the Earth’s own blood
And chatted with the Buzzing-eyed insects that heroin breeds

3/
You should have talked more with the monkey
He’s always willing to negotiate
I’m still paying him off…
The greater the money and fame
The slower the Pendulum of fortune swings

Your will could have sped it up…
But you left that in a plane
Because it wouldn’t pass customs and immigration

 

Jim Caroll

Jim Carroll (New York, 1 augustus 1950)

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Ernst Jandl werd geboren in Wenen op 1 augustus 1925. Zie ook mijn blog van 1 augustus 2007.

 

Uit: Briefe aus dem Krieg

 

Olmütz, 14.10.43

Liebe Eltern und Brüder!

Herzlichsten Dank für die liebe Geburtstagsanzeige, die ihr mir geschickt habt. Sie gefällt mir sehr gut und ist großartig originell! Hat Mama meine 2 Briefe erhalten. Ist sie schon zu Hause. Geht es ihr und Roswitha gut? Laßt doch bitte mehr von Euch hören!

Ich überlege ständig, ob ich überhaupt auf den ROB-Lehrgang gehen soll. Das Kasernenleben wächst mir mit all seinem Drill und all seinen Schikanen schon zum Hals heraus. Die ganze Woche konnten wir bis heute noch nicht ausgehen. Morgen ist bis 24 h Nachtübung. Stundenlang exerzieren und üben wir mit der Gasmaske. Soll ich noch 4 Monate dieses Theater mitmachen, nur um nach 1 1/2 od. 2 Jahren Offizier zu werden? Außerdem kommt man zum Lehrgang mit 90% Sicherheit zur Infanterie. –

Bei uns ist es bereits wirklich kalt. Jeden Morgen liegt Reif. Heute fielen die ersten Schneeflocken.

Nun herzliche Grüße und Küsse Euch allen von eurem

Ernst

 

 

Liebste Eltern u. Geschwister!

Zwei Dinge stehen jetzt im Vordergrund unseres Daseins: Regen und Dreck. Während es fast pausenlos regnet, häuft sich im Graben immer mehr und mehr Morast an. Ich bin von Kopf bis Fuß eine Lehmkruste (außen natürlich), während ich unter den Hüllen ein scheinbar ideales Angriffsziel für Läuse bin. Jetzt erst wird mir der Begriff vom “Frontschwein” klar. Denn mehr ist man hier nicht. – Der Amerikaner lässt uns noch immer in Ruhe! – Von Euch weiß ich so gut wie nichts. Hoffentlich befindet ihr Euch wohl.

Herzlichst grüßt und küsst Euch

Euer Ernst

Bitte Brief an Mama senden.”

 

Jandl

Ernst Jandl (1 augustus 1925 – 9 juni 2000)

 

 

 De Koreaanse dichter Ko Un werd geboren op 1 augustus 1933 in Gunsan. Zie ook mijn blog van 1 augustus 2007.

 

Nach dem Dauerregen

 

Der Bach angeschwollen,

ein Zipfel des Feldes weggeschwemmt,

und diesmal sogar

ist ein Reisfeld ganz vom Wasser überspült.

Das Reisfeld verwüstet!

Der Eigner Ko Myŏng-sik

steht da mit verschränkten Armen.

Zwar nicht gänzlich übergeschnappt,

weiß er doch nichts anderes zu tun,

weiß weder ein noch aus und steht nur so da.

Strafe

für

den Unschuldigen!

Im Himmel — niemand und nichts.

 

 

 

Am Tag nach der Ahnenkultfeier

 

Schnee!

Auf heimatliche Fluren,

die nun kahlen Äcker,

fällt Schnee.

Ich erinnere mich an Vater —

wann immer es schneite, fühlte er

diese stechenden Schmerzen über den Augenhölen.

Jetzt

vom Grab am Hügel hinter dem Dorf

hat man eine schöne Aussicht

auf jene ferner liegenden herbstlichen Berge und Felder.

Auch ich,

ohne mich recht zu bedenken,

hatte nun eine ganze Weile mit Vater vereint diesen Ausblick.

 

 Vertaald door Frank Hoffmann

 

KoUn_PH

Ko Un (Gunsan, 1 augustus 1933)

 

De Amerikaanse schrijver Frederick Busch werd geboren in New York.  Zie ook mijn blog van 1 augustus 2007.

 

Uit: Closing Arguments

 

Opening Argument

Let’s say I’m telling you the story of the upstate lawyer, the post-traumatic combat stress, the splendid wife, their solitudes and infidelities, their children, his client with her awkward affinities, the sense of impending recognition by which he is haunted.

You can see me, can’t you? You can see me in my office after hours, after dark, after dawn. The bottle of ink, the sharp-nibbed pen, the pad of yellow sheets with their line after line.

Stand and be recognized a sentry was supposed to call to anyone dragging in after dark. Maybe they’d be on the end of a long-range recon. Maybe they’d be sappers with mines. The perimeter people at Da Nang were Marines, and they were disciplined. They almost always shouted something before they tried to kill you: the best defense is a good story.

Haunted is the word to use, though. His story’s about his wife, Rochelle, her need to publicly acknowledge his war, the recognition he will suffer if she does, and how she’ll suffer worse. The threat to him is real. The deception is real. This is a very cruel story, you know.

If one word is haunted, another is sad. Use it for his wife and kids. And betrayed, because the innocent can never be protected.

And numerous other words that in the course of this testimony you will be asked to consider. Family It was February, very cold, lots of snow. It warmed up during the day and rained, then it froze again: glass on top of slush. I slid my way home, it was ten or eleven, and in the kitchen I found Rochelle sitting over a cup of coffee the way people huddle at a fireplace. Jack was leaning back in hischair, sitting across from her, tilting so far back you knew he had to fall. Those big feet were planted in their unlaced moccasins, his socks were pooled beneath his ankle bones at the tops of the shoes. His face was tight. Tight. Schelle’s was wet with tears. I didn’t need filling in. I knew it. He’d been orbiting further and further. She’d been handling the distance. That’s what we tell each other. Handle it, we say. Which means you don’t take it personally that your kid is insulting you and pushing you and standing in your eyes. Because he needs you taking it personally so he can pop off.”

 

Busch

Frederick Busch (1 augustus 1941 – 23 februari 2006)

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 1 augustus 2007.

 

De Nederlandse (jeugdboeken)schrijver Guus Kuijer werd geboren in Amsterdam op 1 augustus 1942.

Cees Nooteboom, J. K. Rowling, Primo Levi, Alain Nadaud, Ahmed Zitouni, Peter Rosegger

De Nederlandse dichter en schrijver Cees Nooteboom werd geboren in Den Haag op 31 juli 1933. Zie ook alle tags voor Cees Nooteboom op dit blog.

 

Uit: Dromen van het eiland en de stad van vroeger

 

“Hij is terug in de oude stad, die de stad van vragen geworden is. Lente is het, en hij heeft zichzelf wel honderd keer gezien in al zijn vroegere gedaantes, dronken, verscheurd van angst, gelukkig, op een trottoir in de sneeuw, bij een graf, in een ziekenhuis, een bordeel, bij vrienden en vrouwen die al dood zijn. De stad is veranderd en nooit veranderd, hij zelf is veranderd en weer veranderd, in zijn verlangen is het onmogelijke geslopen, iets onherroepelijks vergezelt hem overal. Als een schaduw?
Een schaduw vergezelt hem overal, de dubbelganger met de hondenkop, de man die meer weet dan hij zelf. Hij ziet de nieuwe bladeren aan de kastanjes, de andere, de nieuwe mensen, de rivier, de kathedraal, de brug, hij ziet de geesten die hem omringen, een stoet met een lokroep. Weldra moet hij uit deze stad vertrekken alsof hij nooit meer terug zal komen, een man hand in hand met zichzelf.

 

In een veld van stenen en distels zag hij zijn vader die hij al meer dan een halve eeuw niet gezien had. Hij droeg een sinister uniform vol schimmels, in zijn hand had hij een revolver. Hij wilde niet dat de man hem zou herkennen en wendde zijn gezicht af, maar toen hij weer keek zat zijn vader op een trottoir, naakt, overdekt met zweren. Nu wilde hij naar hem toegaan, maar de oude man keek hem aan met zoveel angst dat hij terugdeinsde. De ribben staken door de grauwe huid die door de regen een koude glans leek te krijgen, zijn geslacht lag op de natte stenen als een grote worm waarop iemand getrapt had. Het was duidelijk dat zijn vader gauw zou sterven. Toen hij uit de verte nog een keer omkeek, zag hij dat er een kring mannen en vrouwen om hem heen stond. In het veld met de distels wachtte nog steeds de man met het pistool.

 

Er was nog een vorm bij hem, een ander gezicht dat het zijne verduisterde. Misschien bestond het zijne nu niet meer, maar dat was niet belangrijk. De vorm zou zich vermenigvuldigen, hij zou overal bestaan, meestal onzichtbaar. Het kwam er op aan een stem te hebben die haast niemand kon horen. Daarvoor waren zo weinig mogelijk woorden nodig. Hij legde zich languit op de grond die al koud was. Uit een van zijn dromen kwam zijn moeder. Alsof ze was verzilverd, zo liep ze langs een weg met gebogen bomen. Hij hoorde haar zingen. Daarna gebeurde er lange tijd niets. Nu had hij gedachtes nodig om zijn gezicht te vervangen, het afwezige schild. Ook van zijn handen bestonden er nu andere, hij had ze al haast niet meer nodig.”

 

 

 

nooteboom

Cees Nooteboom (Den Haag, 31 juli 1933)

 

 

De Britse schrijfster Joanne Rowling werd geboren in Chipping Sodbury bij Bristol op 31 juli 1965. Zie ook alle tags voor Joanne Rowling op dit blog.

 

Uit: Harry Potter & The Goblet of Fire

 

The villagers of Little Hangleton still called it “the Riddle House,” even though it had been many years since the Riddle family had lived there. It stood on a hill overlooking the village, some of its windows boarded, tiles missing from its roof, and ivy spreading unchecked over its face. Once a fine-looking manor, and easily the largest and grandest building for miles around, the Riddle House was now damp, derelict, and unoccupied.

The Little Hangletons all agreed that the old house was “creepy.” Half a century ago, something strange and horrible had happened there, something that the older inhabitants of the village still liked to discuss when topics for gossip were scarce. The story had been picked over so many times, and had been embroidered in so many places, that nobody was quite sure what the truth was anymore. Every version of the tale, however, started in the same place: Fifty years before, at daybreak on a fine summer’s morning, when theRiddle House had still been well kept and impressive, a maid had entered the drawing room to find all three Riddles dead.”

 

 

 

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Joanne Rowling (Chipping Sodbury, 31 juli 1965)

 

 

De Italiaanse schrijver Primo Levi werd geboren op 31 juli 1919 in Turijn. Zie ook alle tags voor Primo Levi op dit blog.

Uit: Anderer Leute Berufe (Vertaald door Barbara Kleiner)

 

Ein Tier erfinden Aus dem Nichts ein Tier zu erfinden, das existieren könnte (ich meine physiologisch existieren, das also wachsen, sich ernähren und fortpflanzen sowie seiner Umwelt und irgendwelchen Angreifern Widerstand leisten könnte), ist eine fast unlösbare Aufgabe. Ein solcher Entwurf übersteigt bei weitem unsere rationalen Fähigkeiten und auch die unserer besten Computer: unser Wissen über die Funktionsweise der schon bestehenden Lebewesen ist noch zu gering, als daß wir es wagen könnten, neue zu erschaffen, und sei es auch nur auf dem Papier. Mit anderen Worten, die Evolution hat sich immer noch als bedeutend klüger erwiesen als ihre besten Theoretiker. Mit jedem Jahr, das vergeht, bestätigt sich, daß die Mechanismen des Lebens keine Ausnahmen von den Gesetzen der Chemie und der Physik darstellen, gleichzeitig aber wächst der Abstand, der uns von einem letzten Verständnis der vitalen Erscheinungen trennt. Nicht, daß nicht manches Problem gelöst und auf manche Frage eine Antwort gefunden würde, aber jedes gelöste wirft Dutzende neuer Probleme auf, und dieser Prozeß scheint kein Ende zu nehmen. Die Erfahrung von dreitausend Jahren erzählender Literatur, Malerei und Bildhauerei lehrt uns allerdings auch, daß selbst die launige Erfindung eines Tiers aus dem Nichts, ganz gleich, ob es lebensfähig wäre oder nicht, wenn seine Gestalt nur irgendwie unser Vorstellungsvermögen reizt, keine leichte Aufgabe ist. Sämtliche Tiere, die in der Mythologie aller Länder und aller Zeiten auftauchen, sind Potpourris, rhapsodische Kompositionen aus Zügen und Gliedmaßen schon bekannter Tiere. Das berühmteste und am buntschekkigsten zusammengesetzte war die Chimäre, ein Hybrid aus Ziege, Schlange und Löwe; sie war derart unmöglich, daß ihr Name heute gleichbedeutend ist mit »leerer Wahn«; mit demselben Namen bezeichnen Biologen aber auch jene Monstren, die sie mit Hilfe von Organverpflanzungen zwischen verschiedenen Tieren in ihren Labors erschaffen oder gerne erschaffen würden.”

 

 

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Primo Levi (31 juli 1919 – 11 april 1987)

 

 

 

De Franse schrijver Alain Nadaud werd geboren op 31 juli 1948 in Parijs. Zie ook alle tags voor Alain Nadaud op dit blog.

 

Uit: Si Dieu existe

 

ICI commence la préface de l’ouvrage où je dirai les faits et les gestes d’Anselme d’Aoste, homme plein de bontés mais à l’esprit dévoré de chimères, qui, peu après l’an mil de l’Incarnation de Notre Seigneur, chercha à s’affranchir des dogmes de la foi. Car c’est mû par un orgueil démesuré qu’il conçut le projet insensé de prouver l’existence de Dieu par les seules ressources de sa raison.

Quelques années après mon arrivée à l’abbaye du Bec, dont il venait d’être nommé abbé, et bien que je ne fusse encore qu’oblat, Anselme me fit l’honneur de me choisir comme secrétaire.

J’aurais bien voulu ne le point quitter lorsqu’il partit à Cantorbéry pour y prendre ses fonctions d’archevêque. J’aurais ainsi continué à témoigner de son oeuvre, à poursuivre à son contact la rédaction de l’histoire de sa vie. Hélas, Anselme, sous un prétexte de modestie, d’abord ne le permit, ensuite me préféra Eadmer, qu’il avait rencontré lors de son premier voyage en Angleterre et ramené avec lui en Normandie. Celui-ci eut certainement pour avantage d’être plus déférent,plus apologétique.

Pour mieux me remplacer auprès du maître, je sais qu’Eadmer, sous ses airs doucereux, me dénigra. Il me tendit aussi un piège, qui s’acheva par une ignominie, dont je fus forcé de me venger par un crime. J’en révélerai plus tard les dessous. De ce que je fus l’objet d’une pareille trahison, dure à admettre, j’avoue que je conçus de l’aigreur ; mais je crois à présent m’en être guéri. J’ose me persuader que, en ces pages, le lecteur n’en trouvera plus nulle trace ; et, comme Dieu, si cela est possible, qu’il m’en rendra justice.

Je n’avais attendu ni l’arrivée d’Eadmer ni l’autorisation d’Anselme pour commencer à prendre des notes. A mesure, non sans franchise, et même avec une relative impudeur, ce dernier me confia le récit des événements qui avaient marqué son enfance, conforté sa vocation, conduit à l’état qui était le sien. Il voulait m’édifier sans doute, et me montrer la voie. Peut-être Si Dieu existe avait-il en tête les Confessions d’Augustin d’Hippone, qu’il lisait avec une attention soutenue. L’honnêteté du propos avait à ses yeux valeur d’exemple.»

 

 

nadaudl

Alain Nadaud (Parijs, 31 juli 1948)

 

 

 

Volgens de Franse Wikipedia is de Algerijnse, Franstalige schrijver Ahmed Zitouni geboren op 31 juli 1949 in Saïda, Algerije. Zie ook mijn blog van 31 juli 2007.

 

Uit: Au début était le mort

 

L’INSIGNIFIANCE DES MOTS, LE FLOU DES PHOTOS ! Slogan publicitaire éprouvé, dont je découvre la portée et l’efficacité, auquel je dois cette soudaine ascension, que je suppose brève, vers les sommets de la hiérarchie des faits divers.
Grâce à mon supposé talent de tueur de chien, ainsi qu’aux photographies bradées en douce par le flic naufrageur de souvenirs à un pisse-copie affairiste, le temps d’une édition hebdomadaire, ils m’ont propulsé en lumière et en couverture. Vedette accidentelle conviée en passive célébrité. Mohammed égaré parmi les tâcherons de gloriole. Une star !
Fini l’hébergement dans les articulets rachitiques des premiers temps de mort, torchés en « brèves » insipides dans de sinistres journaux de province, en cimetières insalubres, à la rubrique « Immigration », où je fulminais en solitaire, tournant en rond dans d’approximatives et étanches crucifixions de papier, questionnant en vain un passé verrouillé.
A mon cadavre défendant, je suis maintenant incarcéré dans un dossier de prestige, promu résident de luxe, j’ai failli dire « résident privilégié », tel un Immigré accédant au pinacle administratif. Cinq pleines pages dans les quartiers résidentiels de « Paris Nuit ». Une suite de magazine, rien que pour moi. Salon, portes-fenêtres sur boulevard « people ». Titres en majuscules, en gras et en couleurs, au rayon « société ». Photographies en prime. Pleine page de présentation et médaillon de garniture (avec ma bobine) en illustration de texte. Protocole des gros tirages exhumé pour l’occasion. Grandes formules et traitement d’exception, rien que pour ma pomme. »

 

 

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Ahmed Zitouni (Saïda, 31 juli 1949)

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver Peter Rosegger werd geboren op 31 juli 1843 in Alpl, Steiermark. Zie ook mijn blog van 31 juli 2007.

 

Uit: Advent

 

„Die Zeit schläft. Sie hat sich in die Federflaumen des Schnees oder in die Schlafhaube der Dezembernebel vermummt und fröstelt in Fieberträumen. Nur wenige Stunden des Tages schlägt sie die trüben Augen auf, erwartungsvoll ausblickend nach des Verheißenen Ankunft. Advent! – So kann’s nicht bleiben, anders muss es werden; aber wer soll denn kommen? Der Erlöser, sagt der Prediger; der Jahrlohn, sagt der Dienstbote; die Weihnachtsgabe, sagen der Arme und

das Kind; die Feiertage mit dem Christbraten, sagt die ganze Gesellschaft.

Und der Sonnenwender, sagt der Kalender. Wahrhaftig, die Sonne ist lahm und siech, die vermag gar nicht mehr hoch zu steigen; sie spaziert ihre paar Stündlein des Tages dort über die beschneiten Berghalden hin und hüllt sich dicht in Nebelmäntel, dass sie sich ja nicht

erkälte. Jeder Strauch hat sich eine weiße Decke über die Ohren gezogen; jeder Baum hat sich eine weiße Pelzhaube machen lassen – weiß ist sehr in der Mode.“

 

 

rosegger

Peter Rosegger (31 juli 1843 – 26 juni 1918)