Ralf Thenior, Erasmus Schöfer, Yaak Karsunke, Apollon Maykov, Jacques Roumain, Elizabeth Jolley, Dana Bönisch

De Duitse dichter en schrijver Ralf Thenior werd geboren op 4 juni 1945 in Bad Kudowa. Zie ook mijn blog van 4 juni 2007.

 

Schnäppchenmann packt aus

Rabatte, Schnäppchen, Ringeltauben
konnten mir die Ruhe rauben.

Ich sprang wohl im Quadrate
wg. soviel schöner Flatrate.

Dann stand der Mann von der Haustier-
versicherung vor der Haustür.

Hätten Sie der Tiere zwei,
gäbs nen Sonderrabatt dabei.

Da platzte mir der Kragen.
Ich muss es jetzt mal sagen:

Die ganze Rabattiererei
geht mir total auf Sack und Ei.

Kaufen, weil es billig ist!
Seid ihr denn ins Hirn gepisst?

 

Alles Gute, Alter(1978)

Ich werde jetzt erst mal Geburstag haben,
ich werde ganz ruhig bleiben
und nichts machen
und einfach Geburstag haben,
ich werde die Hand schütteln,
mir auf die Schulter klopfen,
herzlichen Glückwunsch, alter Junge,
alles Gute und so weiter,
halt die Ohren steif,
werd ich mir
zum Geburtstag sagen,
nacht um halb drei
auf dem Balkon
mit der elften Bierflasche
unter grauem Morgenhimmel.

 

 

zuhaus

zuhaus zuhaus endlich zuhaus die Tür auf durch
den Flur getanzt der erste Tag im Jahr zuhaus al-
ten Geruch im Flur umarmt das gackernde Ge-
stühl gewarnt Klamotten erstmal weggescheucht
da klebt noch Schatten an der Wand die Tassen alle
aus dem Schrank die Beine tänzeln auf der Matte
die Lautenplatte aufgelegt zuhaus zuhaus nach al-
lem nun der erste Tag im jahr zuhaus

 

thenior

Ralf Thenior (Bad Kudowa, 4 juni 1945)

 

De Duitse schrijver Erasmus Schöfer werd geboren op 4 juni 1931 in Altlandsberg bij Berlijn. Zie ook mijn blog van 4 juni 2007.

 

Uit: Zwielicht. Die Kinder des Sisyfos

 

“Ich bin einer von denen, die neunzehnhundert achtundsechzig, spät, sehr spät, an jenem ersten demokratischen Aufbruch der kritischen Geister dieser Republik teilgenommen haben. Das war die große Lehrzeit für viele, die in der Schule nichts erfahren haben über die schreckliche, unverdaute Vergangenheit Deutschlands und über den Wiederaufbau der alten Herrschaftsverhältnisse, die unsere Eltern und Großeltern in die Diktatur und zwei Weltkriege geführt hatten. Wir wollten die schleichende Aushöhlung bremsen, rückgängig machen, die unsere demokratische Verfassung von neunzehnhundert neunundvierzig befallen hatte – deshalb haben wir die Straßen zu unserm Massenmedium gemacht. Viele dachten damals, wir könnten mit einer großen Kraftanstrengung das Staatsschiff von seinem Kurs abbringen, wir könnten der gefräßigen Hydra genannt Kapitalismus die Köpfe auf einmal abschlagen wie Herkules.”

 

 

erasmus

Erasmus Schöfer (Altlandsberg, 4 juni 1931)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Yaak Karsunke werd geboren op 4 juni 1934 in Berlijn. Zie ook mijn blog van 4 juni 2007.

 

 

nachmittagsvorstellung, sizilianisch

                                                            für Ingrid

eidechsen in der sonne auf den rängen

des griechischen theaters auf der bühne

singen zikaden

nebenan im museum der schmuck

angelegt vor zweitausendvierhundert jahren

(um wem zu gefallen) von einer frau

 

in den alten steinbrüchen blühen

mandelbäume & mimosen unter palmen

siebentausend gefangene athener

schlugen ihnen damals den platz frei

& krepierten in steinstaub & schatten

 

karthager die griechen die römer

– zwei große karthagische &

die drei punischen kriege

dazwischen der friede von sonstwo –

vandalen goten araber

& nach den sarazenen: der sand

 

raubzüge sklavenaufstände

wechselnde koalitionen – der berg

gibt keinen frieden einmal

umfließt lava die mauern der stadt

& füllt die wasser-

gräben der festung mit feuer

 

erdbeben pest der letzte ritter fällt

an fäden aus dem marionettenhimmel

mit martialisch aufgemaltem schnurrbart

den harnisch aus messing

fest an den holzleib genagelt

 

noch einmal erschlägt er

mit klimperndem blechschwert

den drachen besiegt die araber

& rettet die (christliche) jungfrau

für ein langes leben im kloster

 

dann tanzt der schatten

einer elster über die szene

die zikaden verstummen

eine eidechse hebt ihren kopf

bevor sie sich – ein trockenes geräusch –

in den gräsern verliert auf den rängen

des antiken theaters

 

 

 

berliner begegnung

 

wer tritt da aus dem zwielicht mir entgegen?

mit halber stimme in der halben nacht

stellt er die frage (äußerst ungelegen):

was hätte dieser Staat aus dir gemacht?

 

nicht so, mein zerrbild, nicht mit dieser masche

– das opfertäter-netz verfängt hier nicht –

lüg dir nicht immer weiter in die tasche!

jedoch mein trüber schatten widerspricht:

 

wir hier im osten, ihr im freien westen,

was angesagt, das haben wir gelernt;

wir in den hütten, ihr in den palästen,

& doch so weit nicht, wie du denkst, entfernt.

 

geh aus dem spiegel, bruder. ich erschrecke,

wenn ich in dir mein ebenbild entdecke.

 

karsunke

Yaak Karsunke (Berlijn, 4 juni 1934)

 

 

 

De Russische dichter Apollon Nikolayevich Maykov werd geboren op 4 juni 1821 in Moskou. Zie ook mijn blog van 4 juni 2007.

 

Death on the hills

 

 Why o’er the dark’ning hill-slopes

 Do dusky shadows creep?

 Because the wind blows keenly there,

 Or rainstorms lash and leap?

 

 No wind blows chill upon them,

 Nor are they lash’d by rain:

 ‘Tis Death who rides across the hills

 With all his shadowy train.

 

 The old bring up the cortege,

 In front the young folk ride,

 And on Death’s saddle in a row

 The babes sit side by side.

 

 The young folk lift their voices,

 The old folk plead with Death:

 “O let us take the village-road,

 Or by the brook draw breath.

 

 “There let the old drink water,

 There let the young folk play,

 And let the little children

 Run and pluck the blossoms gay.”

 

(Death speaks)

 

 “I must not pass the village

 Nor halt beside the rill,

 For there the wives and mothers all

 Their buckets take to fill.

 

 “The wife might see her husband,

 The mother see her son;

 So close they’d cling – their claspings

 Could never be undone.”

 

 

 

Vertaald door Rosa Harriet Jeaffreson

 

 

Apollon_Maykov

Apollon Maykov  (4 juni 1821 – 20 maart 1897)

 

 

De Haïtiaanse dichter, schrijver en politicus Jacques Roumain werd geboren op 4 juni 1907 in Port-au-Prince. Zie ook mijn blog van 4 juni 2007.

 

Filthy Negroes (fragment)

 

Too late
deep into the heart of infernal jungles
will throb the terrible telegraphic beating
of the tom-toms tirelessly beating beating
beating
that the negroes
won’t take anymore
won’t take anymore
being your niggers
your filthy negroes
too late
for we will have risen
from the thieves’ dens from the gold mines in the Congo
and South Africa
too late it will be too late
on the cotton plantations of Louisiana
in the sugar cane fields of the Antilles
to halt the harvest of vengeance
of the negroes
the niggers
the filthy negoes
it will be too late I tell you
for even the tom-toms will have learned the language
of the Internationale
for we will have chosen our day
day of the filthy negroes
filthy Indians
filthy Hindus
filthy Indo-Chinese
filthy Arabs
filthy Malays
filthy Jews
filthy proletarians.

And here we are arisen
All the wretched of the earth
all the upholders of justice
marching to attack your barracks
your banks
like a forest of funeral torches
to be done
once
and
for
all
with this world
of negroes
niggers
filthy negoes

 

 

roumain

Jacques Roumain (4 juni 1907 – 18 augustus 1944)

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 4 juni 2007.

 

De Australische schrijfster Elizabeth Jolley werd geboren op 4 juni 1923 in Birmingham, Engeland.

 
De Duitse schrijfster Dana Bönisch werd geboren op 4 juni 1982 in Frechen.

 

Allen Ginsberg, Philippe Djian, Monika Maron, Gerhard Zwerenz, Detlev von Liliencron, Norbert Gstrein, Friederike Brun, Eugène Van Oye

De Amerikaanse dichter Irwin Allen Ginsberg werd geboren in Newark, New Jersey, op 3 juni 1926. Zie ook mijn blog van 3 juni 2006 en ook mijn blog van 3 juni 2007.

CIA Dope Calypso

In nineteen hundred forty-nine
China was won by Mao Tse-tung
Chiang Kai Shek’s army ran away
They were waiting there in Thailand yesterday

Supported by the CIA
Pushing junk down Thailand way

First they stole from the Meo Tribes
Up in the hills they started taking bribes
Then they sent their soldiers up to Shan
Collecting opium to send to The Man

Pushing junk in Bangkok yesterday
Supported by the CIA

Brought their jam on mule trains down
To Chiang Mai that’s a railroad town
Sold it next to the police chief’s brain
He took it to town on the choochoo train
Trafficking dope to Bangkok all day
Supported by the CIA

The policeman’s name was Mr. Phao
He peddled dope grand scale and how
Chief of border customs paid
By Central Intelligence’s U.S. aid

The whole operation, Newspapers say
Supported by the CIA

He got so sloppy and peddled so loose
He busted himself and cooked his own goose
Took the reward for the opium load
Seizing his own haul which same he resold

Big time pusher for a decade turned grey
Working for the CIA

Touby Lyfong he worked for the French
A big fat man liked to dine & wench
Prince of the Meos he grew black mud
Till opium flowed through the land like a flood

Communists came and chased the French away
So Touby took a job with the CIA

The whole operation fell in to chaos
Till U.S. intelligence came in to Laos

Mary Azarian/Matt Wuerker I’ll tell you no lie I’m a true American
Our big pusher there was Phoumi Nosavan

All them Princes in a power play
But Phoumi was the man for the CIA

And his best friend General Vang Pao
Ran the Meo army like a sacred cow
Helicopter smugglers filled Long Cheng’s bars
In Xieng Quang province on the Plain of Jars

It started in secret they were fighting yesterday
Clandestine secret army of the CIA

All through the Sixties the dope flew free
Thru Tan Son Nhut Saigon to Marshall Ky
Air America followed through
Transporting comfiture for President Thieu

All these Dealers were decades and yesterday
The Indochinese mob of the U.S. CIA

Operation Haylift Offisir Wm Colby
Saw Marshall Ky fly opium Mr. Mustard told me
Indochina desk he was Chief of Dirty Tricks
“Hitch-hiking” with dope pushers was how he got his fix

Subsidizing the traffickers to drive the Reds away
Till Colby was the head of the CIA.

 

Five A.M.

Elan that lifts me above the clouds
into pure space, timeless, yea eternal
Breath transmuted into words
Transmuted back to breath
in one hundred two hundred years
nearly Immortal, Sappho’s 26 centuries
of cadenced breathing — beyond time, clocks, empires, bodies, cars,
chariots, rocket ships skyscrapers, Nation empires
brass walls, polished marble, Inca Artwork
of the mind — but where’s it come from?
Inspiration? The muses drawing breath for you? God?
Nah, don’t believe it, you’ll get entangled in Heaven or Hell —
Guilt power, that makes the heart beat wake all night
flooding mind with space, echoing through future cities, Megalopolis or
Cretan village, Zeus’ birth cave Lassithi Plains — Otsego County
farmhouse, Kansas front porch?
Buddha’s a help, promises ordinary mind no nirvana —
coffee, alcohol, cocaine, mushrooms, marijuana, laughing gas?
Nope, too heavy for this lightness lifts the brain into blue sky
at May dawn when birds start singing on East 12th street —
Where does it come from, where does it go forever.

 

ginsberg_enlarge

Allen Ginsberg (3 juni 1926 – 6 april 1997)

 

 

De Franse schrijver Philippe Djian werd geboren in Parijs op 3 juni 1949. Zie ook mijn blog van 3 juni 2007.

Uit: 37.2 LE MATIN

 

“Je pensais avoir trouvé un bon équilibre entre la vie et la mort, je pensais avoir trouvé la seule chose intelligente à faire si l’on veut bien réfléchir cinq minutes et reconnaître que la vie a rien de sensationnel à vous proposer, hormis quelques trucs qui ne sont pas à vendre.

Je savais pas encore qu’elle pouvait passer d’un état à un autre à la vitesse de la lumière.

Tu vois pas qu’en fait c’est partout la même chose, tu sais pas qu’il y a que le paysage qui change…?

Vers la fin, j’écoutais plus personne, j’entendais juste un murmure lointain, tout me paraissait lointain, le monde était d’une simplicité absurde et je souriais.

Elle pouvait bien m’envoyer tous les mots qu’elle voulait à la tête après tout, ça me dérangeait pas beaucoup. Je trouvais que c’était pas trop cher payé pour tout ce qu’elle me donnait d’autre part.

Voilà ce que c’est que de se payer une fille tellement vivante, je me suis dit, tu peux pas éviter ces petits accès de fièvre, tu peux pas échapper à ça.

A trente-cinq ans, on commence à avoir une assez bonne expérience de la vie. On apprécie de pouvoir souffler un peu.

Et pour la première fois, ce coin m’est apparu comme un vrai désert, comme un trou infernal, maintenant je comprenais ce qu’elle voulait dire.

Bien sûr, je voyais ça de cette manière parce qu’elle était pas là, mais n’empêche qu’une fille pouvait prendre le monde et vous le retourner comme un gant, c’était plutôt agaçant.

Elles ont vraiment le chic pour nous faire passer de l’Enfer au Ciel, je pensais, elles savent vraiment bien comment s’y prendre.

Ecrire était venu beaucoup plus tard, peut-être un an après et sans raison précise, comme si ce genre de choses vous tombait forcément sur la tête après quelques mois de solitude, pour peu qu’on garde encore le goût des nuits blanches et qu’on ait besoin de sentir vivant.”

 

dijian

Philippe Djian (Parijs, 3 juni 1949)

 

 

De Duitse schrijfster Monika Maron werd geboren op 3 juni 1941 in Berlijn. Zie ook mijn blog van 3 juni 2007.

Uit : Stille Zeile Sechs

 

«Es war eine schöne, aber schwere Zeit, sagte ich, weil ich wusste, dass dieer Satz jetzt gesagt werden musste.
Ja, sagte Beerenbaum, es war eine schwere, aber schöne Zeit. Und wir haben viel erreicht.
Und das werden Sie verteidigen gegen jeden, der …
… der das Rad der Geschichte zurückdrehen will. Jawohl, das werden wir, sagte Beerenbaum. Erst danach sah er mich erstaunt an.
Ich ahnte nicht, dass wir uns darin so einig sind.
Ich habe nur meinen Vater zitiert, sagte ich.” 

 

maron

Monika Maron (Berlijn, 3 juni 1941)

 

 

De Duitse schrijver en essayist Gerhard Zwerenz werd geboren op 3 juni 1925 in Crimmitschau in Saksen. Zie ook mijn blog van 3 juni 2007.

Uit: Vorschlag für Leipzig

 

„Im Jahr 1955 entwickelte das Philosophische Institut der Karl-Marx-Universität in Leipzig deutliche Zeichen einer autarken Denkfabrik. Mit dem Lehrverbot für den Institutsdirektor Ernst Bloch und der Maßregelung seiner Schüler ab Ende 1956 wurde diese eben erst mühsam errungene Funktion und Vitalität zerstört. Der Verlust wiederholte sich ab 1990, als man auch die letzten Blochianer entfernte und der Universität den Namen Karl Marx entzog. In den sogenannten Jungen Ländern sollte es eine solche Denkfabrik nicht geben. In unserem Buch »Sklavensprache und Revolte – Der Bloch-Kreis und seine Feinde in Ost und West« heißt es dazu: »Die Verfolgung der Blochianer dauerte in der DDR bis zum Staats-Ende 1989, und wer so lange im Lande indirekt und mit List oder offen und unverbrämt zu widerstehen gesucht hatte, der landete vor den Richterstühlen westdeutscher Evaluierer und wurde rausgeworfen, wie nicht nur das Exempel des Günther K. Lehmann in Leipzig zeigt, denn es soll kein Müntzer neben Luther, kein Marx neben Nietzsche und kein Bloch neben Heidegger sein. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir, befiehlt der deutsche Traditionsgötze, ein Herr Professor von Staates Gnaden, der das herrschende Prinzip der Ausgrenzung exekutiert.«

Auf der Buchmesse im März 2005 faßten wir die in »Sklavensprache und Revolte« enthaltenen Anregungen für eine Wiedergutmachung in drei Punkten zusammen. Dies also ist unser höflicher Ratschlag an die Stadt und die Universität Leipzig und den Freistaat Sachsen:

Erstens: An der Leipziger Universität wird ein Ernst-Bloch-Institut eingerichtet mit dem Ziel, seine Philosophie zu erforschen und weiterzuentwickeln.

Zweitens: Die Universität in Leipzig wird nach Ernst Bloch benannt. Gelang es, die Universität Oldenburg gegen konservativen Widerstand mit dem Namen des Friedensnobelpreisträgers Carl von Ossietzky zu versehen, sollte es auch in Leipzig eine nach dem Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels benannnte Universität geben.

Drittens: Das Völkerschlachtdenkmal, alljährlich Ziel provokatorisch neonazistischer Aufmärsche, wird zum Völkerfriedensdenkmal umgewidmet. Das kritisch-analysierende Material der Wehrmachtausstellung, das jetzt in unzugänglichen Kellern zwischenlagert, bekommt im Völkerfriedensdenkmal seinen historisch legitimen Platz auf Dauer. Das wäre aufklärende, aktive Kulturpolitik, vergleichbar dem israelischen Yad Vaschem: Zu einer Gedenkstätte gehören Sammlungen von Belegen, die über die Ursachen von Faschismus, Nazismus und Fremdenhaß didaktisch und sensibel informieren. Leipzig sollte seine Chance nutzen, schließlich begann mit der Völkerschlacht 1813 die fast anderthalb Jahrhunderte andauernde Feindschaft zwischen Deutschland und Frankreich. Das Völkerschlachtdenkmal wurde fatalerweise zu Beginn des 1. Weltkriegs eingeweiht. Es sollte spätestens im Jahr 2014 zum Völkerfriedensdenkmal umgewidmet werden.“

 

Schwerenz1

Gerhard Zwerenz (Crimmitschau, 3 juni 1925)

 

De Duitse dichter Detlev von Liliencron werd op 3 juni 1875 in Kiel geboren. Zie ook mijn blog van 3 juni 2007.

 

Kalter Augusttag

 

I

 

Wir standen unter alten Riesenulmen,
An unsers Gartens Rand. Mein Arm umschlang
Die schlanke Hüfte dir. Es lag dein Haupt,
Das schöne, blasse, still an meiner Schulter.
Ein kalter Hauch drang uns entgegen; fröstelnd
Zogst fester du das Tuch um deinen Hals.
In grauer Luft, unübersehbar, lag
Der Wiesen grünes Flachland ausgebreitet.
Wie deutlich hörten wir den Jungen schelten
Auf seine Kühe, deutlich hör ich noch
Dein fröhlich Lachen, als uns die gesunden,
Vom Winde hergetragnen Worte trafen.
Und eine Öde, nordisch unbehaglich,
Durchfror die Landschaft. Krähen stolperten,
Laut krächzend, übern Garten. Schläfrig zog
Am Horizont die Mühle ihre Kreise.
Und doch! Es lag auf Wegen fern und nah
Der Sonnenschein, der Sonnenschein des Glücks.
Und langsam kehrten wir zurück ins Haus.

 

 

II

 

Und wieder stand ich unter unsern Ulmen,
Doch nicht mit dir. Allein sah ich hinaus
In lichten Frühlingstag: Der Junge pfiff
Ein lustig Liedchen seinen Kühen; glänzend
Im Licht umkreisten Krähen hohe Bäume,
In blauer Luft schaut’ ich am Horizont
Die Mühle schnell im Wind die Flügel drehn.
Und doch, ich sah nur graue Todesnebel,
Und teilnahmlos kehrt’ ich zurück ins Haus.

 

liliencron

Detlev von Liliencron (3 juni 1875 – 22 juli 1909)

 

 

De Oostenrijkse schrijver Norbert Gstrein werd geboren op 3 juni 1961 in Mils bei Imst, Tirol. Zie ook mijn blog van 3 juni 2007.

Uit: Das Sheerness des Erzählens

 

Von einer gemeinsam mit seiner Frau unternommenen Vortragsreise nach Zagreb und Sarajevo

zurück, schreibt Uwe Johnson am 20. Dezember 1975 an Max Frisch, er hätte bei einem Treffen,

das nicht zustande gekommen war, viel zu erzählen gehabt. “So zum Beispiel unser Besuch beim

Bosnischen Schriftstellerverband, der sein Büro in einer Ecke des Kammertheaters von Sarajevo

hat, mit Ausgang über die Bühne”, heißt es dann. “Fünf ernste Herren standen da, dazu der Sekretär und ein dolmetschender Lyriker. Der Chef hielt mir eine Begrüssungsansprache, oh Mann! und ich kannte jedes Wort vorher. Literatur verbindet Völker … Anliegen der Humanität … Austauschen der Erfahrungen … Verschiedenheit der Sprachen, aber Einheit in der Sprache … Einheit auch in der Idee … es fehlte nur noch, dass wir uns ein Ehrenpräsidium gewählt hätten.”

Man glaubt die Szene zu kennen, ein Funktionär sagt, was er sagen muß, und die Sätze wirken nur deshalb über das im Zweifelsfall zugestandene Maß hinaus hohl, weil man sie, geschlagen mit dem späteren Wissen, wie ein Spruchband unter den unaufhörlich ablaufenden Schreckensbildern aus de
r 1992 bis 1995 belagerten Stadt sieht. Es ist auch späteres Wissen, das einen daran denken läßt, daß der Mann, der die Belagerung an erster Stelle zu verantworten hat, damals wahrscheinlich Mitglied ebendieses Bosnischen Schriftstellerverbandes war, Radovan Karadzic, Autor von zu der Zeit zwei Gedichtbänden mit im nachhinein programmatisch klingenden Titeln: Ludo Koplje (Die verrückte Lanze), 1968, und Pamtivek (Seit Menschengedenken), 1971. Natürlich wäre es nicht einmal eine Fußnote wert, wenn sich nachweisen ließe, daß der zukünftige Kriegstreiber im Publikum von Johnsons Vortrag gesessen ist, und darum geht es auch nicht, sondern um die Feststellung, daß die
Spieler schon anwesend waren und daß die beflissene Beschwörung von Brüderlichkeit und Einheit – bratstvo i jedinstvo – bereits da etwas von der Realität Abgehobenes hatte und man bei allem Wunschdenken vielleicht gut daran getan hätte, die Worte von Ivo Andric im Kopf zu behalten, der Anfang des Jahrhunderts geschrieben hat, daß bei den Serben, Kroaten und Muslimen von Sarajevo nicht einmal die Uhren gleich gingen. Doch Uwe Johnson interessiert etwas ganz anderes. Er will wissen, was in Jugoslawien mit einem Romanmanuskript geschieht, in dem der 22. August 1968 vorkommt, und erhält zur Antwort, es werde gedruckt, es müsse nur gut sein, und im übrigen seien die Stellungnahmen der Regierung bekannt. “Ja, aber ein Schriftsteller, ein Kommunist, oder ein überzeugter Anhänger eines Staates in einem Bündnis mit der Sowjetunion”, führt er dann die Argumentation in seinem Brief an Max Frisch fort, “muss der nicht unterscheiden zwischen einer Wahrheit, die das Bündnis kränkt, und einer, die bloss wahr ist?”

 

gstrein

Norbert Gstrein (Mils bei Imst, 3 juni 1961)

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 3 juni 2007

De Deense dichteres Friederike Brun werd geboren op 3 juni 1765 in Gräfentonna, Thüringen.

De Vlaamse arts, dichter en toneelschrijver Eugène Van Oye werd geboren in Torhout op 3 juni 1840. Zie ook mijn blog van 1 mei 2007.

 

 

Jim Knipfel, Sibylle Berg, Max Aub, Markies De Sade, Thomas Hardy, Karl Adolph Gjellerup, Barbara Pym, Dorothy West

De Amerikaanse schrijver Jim Knipfel werd geboren op 2 juni 1965 in Green Bay, Wisconsin. Zie ook alle tags voor Jim Knipfel op dit blog.

Uit: Ruining It for Everybody.

 

A Walk on the Beach at Coney Island

 

Morgan and I sat at that scarred table in Ruby’s for about an hour, listening to the jukebox and ordering another beer. Some of the people who’d been sitting at the bar when we first arrived were starting to leave. There was a cool salt breeze off the Atlantic.

After we were finished with that second round, Morgan asked, “Can we go down to the water?”

“Course. Let’s go.” I took her arm.

The bartender — a tall man with graying hair and a salt-and-pepper mustache — waved and smiled at us as we left.

Different rules altogether, I thought.

We crossed the Boardwalk to the short flight of steps that led down to the sand. Morgan stopped and removed her shoes and socks. I left mine on.

“Aren’t you going to take your shoes off?”

“Naaah, I’ll be fine.”

“You sure? They’ll get all full of sand.”

“I’m okay. I don’t care.”

We walked across the warm sand, Morgan keeping her eyes open for broken glass and stray hypodermic needles, but much to our amazement, the beach was pristine. Soft, smooth, almost completely free of garbage.

A few scattered sunbathers were spread out closer to the water. Most of them were in their fifties or older, the men unself-consciously letting their huge bellies flop over the fronts of their trunks. There was a time when such a thing, for some reason, would have terrified me, but now it struck me as a strange, epic form of grace. They were beyond caring, they were satisfied without arrogance. They didn’t give a good goddam what people though. They were comfortable.”

 

 

knipfel

Jim Knipfel (Green Bay, 2 juni 1965)

 

 

De Duitse schrijfster Sibylle Berg werd geboren in Weimar op 2 juni 1962. Zie ook alle tags voor Sibylle Berg op dit blog.

 

Uit: Ende gut

 

Ich bin so um die 40. Das sagt man heute auf Partys, zu denen einen keiner einlädt, noch nicht mal zu verd
ammten Steh-Partys oder event managergeburtstagen lädt einen eine sau ein, und wenn doch, wäre da sicher ein dicker Mann mit Schweiß, der fragte: Na, wie alt sind wir denn? Und statt ihm mit einem Bauchschuß zu antworten, daß seine Scheißgedärme auf den Boden klatschen und gegen den Cindy-Sherman-Original-Abzug mit Numerierung, sagt man, den Kopf zu Boden geneigt: Ich bin so um die 40. Ich bin 176 Zentimeter groß, ich wiege 56 Kilogramm, ich habe irgendwelche Haare, meine Augen sind blau, aber nicht sehr, und meine Haut wird immer weicher oder das Fleisch darunter, das kann ich nie auseinanderhalten. Ich wohne in einer deutschen Stadt, die wirkt, als wäre sie komplett besoffen. Ich mache fast alles für Geld, und nichts davon interessiert mich. Ich habe mich für kaum etwas bewußt entschieden, ich habe es passieren lassen, das Leben. Wenn man ißt, schläft, keine Drogen nimmt, sich sauberhält und
nicht weiter auffällt, dann passiert es einem so, das Leben, man muß da keine Verrenkungen machen.”

 

 

berg

Sibylle Berg (Weimar, 2 juni 1962)

 

 

De Spaanse schrijver Max Aub werd geboren op 2 juni 1903 in Parijs. Zie ook alle tags voor Max Aub op dit blog. 

 

Uit: Der Mann aus Stroh

Er hatte den Geschmack von Stroh im Mund. Von trockenem Stroh. Er zündete eine Zigarette an: Sie brannte wie eine Fackel. Nicht nur der Tabak, der ganze Mann.
Es blieb ein Haufen – ein kleiner – von Asche. Trotzdem: Die Flamme war riesig gewesen, wenn man bedenkt, daß er nicht größer als einen Meter sechzig gewesen war.
Lucia rief aus der Hütte: »Was war denn los?«
Vicente antwortete vom Hof her: »Ich weiß nicht.«
»Riechst du nichts?«
»Nein.« Vicente wußte nie Bescheid, er wollte über nichts Bescheid wissen.
Vom Meer her kam ein frischer Wind.
Er hieß Cristobal, nie betrank er sich. Vielleicht deshalb, ich weiß es nicht. Er war wirklich immer wie ein Stück Holz, blond noch dazu.
Zuweilen enden die Menschen auf höchst unerwartete Weise. Wenn nicht, wäre das Leben zu eintönig.”

 

 

aub

Max Aub (2 juni 1903 – 22 juli 1972)

 

 

De Franse schrijver Donatien Alphonse François, Markies de Sade werd geboren op 2 juni 1740 in Parijs. Zie ook alle tags voor Markies de Sade op dit blog.

 

Uit: Les 120 journées de Sodome (Première journée)

 

  On se leva le premier de novembre à dix heures du matin, ainsi qu’il était prescrit par les règlements, dont on s’était mutuellement juré de ne s’écarter en rien. Les quatre fouteurs qui n’avaient point partagé la couche des amis leur amenèrent à leur lever Zéphire chez le duc, Adonis chez Curval, Narcisse chez Durcet, et Zélamir chez l’évêque. Tous quatre étaient bien timides, encore bien empruntés, mais, encouragés par leur guide, ils remplirent fort bien leur devoir, et le duc déchargea. Les trois autres, plus réservés et moins prodigues de leur foutre, en firent pénétrer autant que lui, mais sans y rien mettre du leur. On passa à onze heures dans l’appartement des femmes, où les huit jeunes sultanes parurent nues et servirent le chocolat ainsi. Marie et Louison, qui présidaient à ce sérail, les aidaient et les dirigeaient. On mania, on baisa beaucoup, et les huit pauvres petites malheureuses, victimes de la plus insigne lubricité, rougissaient, se cachaient avec leurs mains, essayaient de défendre leurs charmes, et montraient aussitôt tout, dès qu’elles voyaient que leurs pudeurs irritaient et fâchaient leurs maîtres. Le duc, qui rebanda fort vite, mesura le pourtour de son engin à la taille mince et légère de Michette, et il n’y eut que trois pouces de différence. Durcet, qui était de mois, fit les examens et les visites prescrites. Hébé et Colombe se trouvèrent en faute, et leur punition fut prescrite et assignée sur-le-champ pour le samedi prochain à l’heure des orgies. Elles pleurèrent, mais n’attendrirent pas. On passa de là chez les garçons. Les quatre qui n’avaient point paru le matin, savoir Cupidon, Céladon, Hyacinthe et Giton, se déculottèrent suivant l’ordre, et on s’amusa un instant du coup d’oeil. Curval les baisa tous les quatre sur la bouche et l’évêque leur branla le vit un moment, pendant que le duc et Durcet faisaient autre chose. Les visites se firent, personne n’était en faute. A une heure, les amis se transportèrent à la chapelle, où l’on sait qu’était établi le cabinet des garde-robes. Les besoins que l’on prévoyait avoir le soir ayant fait refuser beaucoup de permissions il ne parut que Constance, la Duclos, Augustine, Sophie, Zélamir, Cupidon et Louison. Tout le reste avait demandé, et on leur avait enjoint de se réserver pour le soir. Nos quatre amis, postés autour du même siège consacré à ce dessein, firent placer sur ce siège ces sept sujets l’un après l’autre et se retirèrent après s’être rassasiés du spectacle. Ils descendirent au salon où, pendant que les femmes dînaient, ils jasèrent entre eux jusqu’au moment où on les servit. Les quatre amis se placèrent chacun entre deux fouteurs, suivant la règle qu’ils s’étaient imposée de n’admettre jamais de femmes à leur table, et les quatre épouses nues, aidées de vieilles vêtues en soeurs grises, servirent le plus magnifique repas et le plus succulent qu’il fût possible de faire. Rien de plus délicat et de plus habile que les cuisinières qu’ils avaient emmenées, et elles étaient si bien payées et si bien fournies que tout ne pouvait aller qu’à merveille.”

 

 

deSade

Markies De Sade (2 juni 1740  –  2 december 1814)
(Toeschrijving van portret onzeker)

 

 

 

De Engels romanschrijver en dichter Thomas Hardy werd op 2 juni 1840 geboren in Higher Bockhampton, bij Dorchester. Zie ook alle tags voor Thomas Hardy op dit blog.

 

 

HER IMMORTALITY

 

Upon a noon I pilgrimed through

A pasture, mile by mile,

Unto the place where I last saw

My dead Love’s living smile.

 

And sorrowing I lay me down

Upon the heated sod:

It seemed as if my body pressed

The very ground she trod.

 

I lay, and thought; and in a trance

She came and stood me by–

The same, even to the marvellous ray

That used to light her eye.

 

“You draw me, and I come to you,

My faithful one,” she said,

In voice that had the moving tone

It bore in maidenhead.

 

She said: “‘Tis seven years since I died:

Few now remember me;

My husband clasps another bride;

My children mothers she.

 

My brethren, sisters, and my friends

Care not to meet my sprite:

Who prized me most I did not know

Till I passed down from sight.”

 

I said: “My days are lonely here;

I need thy smile alway:

I’ll use this night my ball or blade,

And join thee ere the day.”

 

A tremor stirred her tender lips,

Which parted to dissuade:

“That cannot be, O friend,” she cried;

“Think, I am but a Shade!

 

“A Shade but in its mindful ones

Has immortality;

By living, me you keep alive,

By dying you slay me.

 

“In you resides my single power

Of sweet continuance here;

On your fidelity I count

Through many a coming year.”

 

–I started through me at her plight,

So suddenly confessed:

Dismissing late distaste for life,

I craved its bleak unrest.

 

“I will not die, my One of all!–

To lengthen out thy days

I’ll guard me from minutest harms

That may invest my ways!”

 

She smiled and went. Since then she comes

Oft when her birth-moon climbs,

Or at the seasons’ ingresses

Or anniversary times;

 

But grows my grief. When I surcease,

Through whom alone lives she,

Ceases my Love, her words, her ways,

Never again to be!

 

 

 

AT AN INN

 

When we as strangers sought

Their catering care,

Veiled smiles bespoke their thought

Of what we were.

They warmed as they opined

Us more than friends–

That we had all resigned

For love’s dear ends.

 

And that swift sympathy

With living love

Which quicks the world–maybe

The spheres above,

Made them our ministers,

Moved them to say,

“Ah, God, that bliss like theirs

Would flush our day!”

 

And we were left alone

As Love’s own pair;

Yet never the love-light shone

Between us there!

But that which chilled the breath

Of afternoon,

And palsied unto death

The pane-fly’s tune.

 

The kiss their zeal foretold,

And now deemed come,

Came not: within his hold

Love lingered numb.

Why cast he on our port

A bloom not ours?

Why shaped us for his sport

In after-hours?

 

As we seemed we were not

That day afar,

And now we seem not what

We aching are.

O severing sea and land,

O laws of men,

Ere death, once let us stand

As we stood then!

 

ThomasHardy2

Thomas Hardy (2 juni 1840 – 11 januari 1928)

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 2 juni 2007.

 

De Deense schrijver Karl Adolph Gjellerup werd geboren op 2 juni 1857 in Roholte.

 

De Engelse schrijfster Barbara Pym werd geboren op 2 juni 1913 in Oswestry, Shropshire.

De Amerikaanse schrijfster Dorothy West werd geboren op 2 juni 1907 in Boston.

 

Patrick Besson, John Edward Masefield, Ferdinand Raimund, Peter de Mendelssohn, Colleen McCullough

De Franse schrijver en journalist Patrick Besson werd geboren op 1 juni 1956 in Montreuil. Zie ook mijn blog van 1 juni 2007.

Uit: Les Braban

 

“Elle rentra à la maison le lendemain matin et dit qu’elle avait fait sa toilette, mais n’avait pas pris son petit déjeuner. Personne n’osa lui demander comment la nuit chez les Gloser s’était passée. Elle buvait son chocolat chaud à petites lampées malicieuses. Juste avant de partir au travail, maman ne put s’empêcher de lui poser une question étouffée et incompréhensible sur la santé d’Ivan. D’une voix neutre de chirurgien esthétique en retard à sa partie de golf, Cinecittà dit que le petit garçon allait mieux. De fait, l’état d’Ivan Glozer s’améliora de façon spectaculaire en quelques semaines. On peut donc considérer que Cinecittà avait sauvé la vie d’Ivan et c’est l’argument qu’utilisa maman quand, ayant appris que le fils unique des Glozer était devenu directeur général adjoint d’une maison de disques, elle alla le voir pour qu’il trouvât une place de coursier ou de magasinier à Benito qui sortait alors de prison pour la première fois.”

 

besson

Patrick Besson (Montreuil, 1 juni 1956)

 

De Engelse dichter en schrijver John Edward Masefield  werd geboren op 1 juni 1878 in Ledbury, in Herefordshire. Zie ook mijn blog van 1 juni 2006  en ook mijn blog van 1 juni 2007.

THE WILD DUCK

Twilight. Red in the West.
Dimness. A glow on the wood.
The teams plod home to rest.
The wild duck come to glean.
O souls not understood,
What a wild cry in the pool;
What things have the farm ducks seen
That they cry so–huddle and cry?
Only the soul that goes.
Eager. Eager. Flying.
Over the globe of the moon,
Over the wood that glows.
Wings linked. Necks a-strain,
A rush and a wild crying.

A cry of the long pain
In the reeds of a steel lagoon,
In a land that no man knows.

 

THE SEEKERS

Friends and loves we have none, nor wealth nor blessed abode,
But the hope of the City of God at the other end of the road.

Not for us are content, and quiet, and peace of mind,
For we go seeking a city tha
t we shall never find.

There is no solace on earth for us–for such as we–
Who search for a hidden city that we shall never see.

Only the road and the dawn, the sun, the wind, and the rain,
And the watch-fire under stars, and sleep, and the road again.

We seek the City of God, and the haunt where beauty dwells,
And we find the noisy mart and the sound of burial bells.

Never the golden city, where radiant people meet,
But the dolorous town where mourners are going about the street.

We travel the dusty road till the light of the day is dim,
And sunset shows us spires away on the world’s rim.

We travel from dawn to dusk, till the day is past and by,
Seeking the Holy City beyond the rim of the sky.

Friends and loves we have none, nor wealth nor blest abode,
But the hope of the City of God at the other end of the road.

 

masefield

John Edward Masefield (1 juni 1878 – 12 mei 1967)

 

De Oostenrijkse schrijver Ferdinand Raimund werd geboren op 1 juni 1790 in Wenen. Zie ook mijn blog van 1 juni 2006 en mijn blog van 1 juni 2007.

Ob man anders mich als einsam sieht
Stammbuchblatt.

Einsam bin ich selber in der Menge,
Streb’ ich gleich zu sein, wo Menschen weilen,
Einsam selbst im wildesten Gedränge,
Wer soll Lust, wer Freuden mit mir teilen?
Fremd sind die bekanntesten Gestalten
Mir geworden, und seit du mir fern,
Schmerz allein und Grab und Trübsal walten,
Weil ich stets sie pflege, bei mir gern.
Sie umschmeicheln mich, doch ach! sie haben
Meine Ruh’ auf immer untergraben;
Schlaue Diener, zwingen sie den Herrn.

Dich vergessen! könnt’ ich’s! Nicht erinnern,
Wie du alles, alles mir gewesen,
Muß ich nicht in meinem trüben Innern
Wie im aufgeschlagnen Buche lesen?
Leb’ ich nicht allein in jenen Tagen,
Wo du mein warst, ich vor allen dein;
Als ich nie geglaubt, daß Leid und Plagen
Könnten auf der Erde möglich sein.
Frage nicht mehr, wie ich dich besessen
Für das Leben – nie kann ich’s vergessen;
So in deinen Himmeln, denke mein!

Wenn ich nicht der Linden Rauschen höre,
Nicht des Grases Lispeln durch den Wind,
Wenn der kleinen Sänger Freudenchöre
Längst verstummet meinem Ohre sind;
Wirst du dann bei Lesung dieser Zeilen,
Die hier ausgezeichnet Freundeshand,
Sanft gerührt ein wenig nur verweilen,
Sprechend: Ach! auch diesen hab’ ich einst gekannt!??
Reisen Sie glücklich, vielleicht finden Sie dort, was ich hier
vergebens suche . . . . . Ruhe.

Wien, den 12. März 1814.

raimund_ferdinand

Ferdinand Raimund (1 juni 1790 – 5 september 1836)

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 1 juni 2007.

De Duitse schrijver, essayist en journalist Peter de Mendelssohn werd op 1 juni 1908 in München.

De Australische schrijfster Colleen McCullough werd geboren op 1 juni 1937 in Wellington.

Walt Whitman, Saint-John Perse, Georg Herwegh, Frank Goosen, Ludwig Tieck, Gabriel Barylli

De Amerikaanse dichter Walt Whitman werd geboren op 31 mei 1819 in Westhills, Long Island, New York. Zie ook mijn blog van 31 mei 2006 en ook mijn blog van 31 mei 2007.

 

Sometimes with one I love

 

Sometimes with one I love I fill myself with rage for fear I

             effuse unreturn’d love,

But now I think there is no unreturn’d love, the pay is

             certain one way or another,

(I loved a certain person ardently and my love was not

             return’d,

Yet out of that I have written these songs.)

 

 

Song of Myself

 

I Celebrate myself, and sing myself,

And what I assume you shall assume,
For every atom belonging to me as good belongs to you.


I loafe and invite my soul,
I lean and loafe at my ease observing a spear of summer grass.


My tongue, every atom of my blood, form’d from this soil,

            this air,

Born here of parents born here from parents the same, and

            their parents the same,

I, now thirty-seven years old in perfect health begin,

Hoping to cease not till death.

Creeds and schools in abeyance,

Retiring back a while sufficed at what they are, but never

            forgotten,

I harbor for good or bad, I permit to speak at every hazard,

Nature without check with original energy.

 


II

 

Houses and rooms are full of perfumes…. the shelves

    are crowded with perfumes,

I breathe the fragrance myself, and know it and like it,

The distillation would intoxicate me also, but I shall not let it.


The atmosphere is not a perfume…. it has no taste

    of the distillation…. it is odorless,

It is for my mouth forever…. I am in love with it,

I will go to the bank by the wood and become undisguised and naked,

I am mad for it to be in contact with me.


The smoke of my own breath,

Echoes, ripples, and buzzed whispers…. loveroot, silkthread,

    crotch and vine,

My            respiration and inspiration…. the beating of my heart….

    the passing of blood and air through my lungs,

The sniff of green leaves and dry leaves, and of the shore

    and darkcolored sea-rocks, and of hay in the barn,

The sound of the belched words of my voice…. words loosed

    to the eddies of the wind,


A few light kisses…. a few embraces…. reaching around of arms,

The play of shine and shade on the trees as the supple boughs wag,

The delight alone or in the rush of the streets, or along

    the fields and hill-sides,

The feeling of health…. the full-noon trill…. the song of me

    rising from bed and meeting the sun.


Have you reckoned a thousand acres much? Have you reckoned

    the earth much?

Have you practiced so long to learn to read?

Have you felt so proud to get at the meaning of poems?


Stop     this day and night with me and you shall possess the origin

    of all poems,

You shall possess the good of the earth and sun…. there are

    millions of suns left,

You shall no longer take things at second or third hand…. nor

    look through the eyes of the dead. nor feed on the spectres

     in books,

You shall not look through my eyes either, nor take things from me,

You shall listen to all sides and filter them from yourself.

 

walt_whitman[1]

Walt Whitman (31 mei 1819 – 26 maart 1893)

 

De Franse dichter en diplomaat Saint-John Perse (eigenlijk Marie-René-Alexis Saint-Léger) werd geboren op 31 mei 1887 in Saint-Léger-les-Feuilles op Guadeloupe. Zie ook mijn blog van 31 mei 2007.

Berceuse

 

Première-Née – temps de l’oriole,
Première-Née – le mil en fleurs,
Et tant de flûtes aux cuisines…
Mais le chagrin au coeur des Grands
Qui n’ont que filles à leur arc.

S’assembleront les gens de guerre,
Et tant de sciences aux terrasses…
Première-Née, chagrin du peuple,
Les dieux murmurent aux citernes,
Se taisent les femmes aux cuisines.

Gênait les prêtres et leurs filles,
Gênait les gens de chancellerie
Et les calculs de l’astronome:
“Dérangerez-vous l’ordre et le rang?”
Telle est l’erreur à corriger.

Du lait de Reine tôt sevrée,
Au lait d’euphorbe tot vouée,
Ne ferez plus la moue des Grands
Sur le miel et sur le mil,
Sur la sébile des vivants…

L’ânier pleurait sous les lambris,
Oriole en main, cigale en l’autre:
“Mes jolies cages, mes jolies cages,
Et l’eau de neige de mes outres,
Ah! pour qui donc, fille des Grands?”

Fut embaumée, fut lavée d’or,
Mise au tombeau dans les pierres noires:
En lieu d’agaves, de beau temps,
Avec ses cages à grillons
Et le soleil d’ennui des Rois.

S’en fut l’ânier, s’en vint le Roi!
“Qu’on peigne la chambre d’un ton vif
Et la fleur mâle au front des Reines…”
J’ai fait ce rêve, dit l’oriole,
D’un cent de reines en bas âge.

Pleurez, l’ânier, chantez l’oriole,
Les filles closes dans les jarres
Comme cigales dans le miel,
Les flûtes mortes aux cuisines
Et tant de sciences aux terrasses.

N’avait qu’un songe et qu’un chevreau
– Fille et chevreau de même lait –
N’avait l’amour que d’une Vieille.
Ses caleçons d’or furent au Clergé,
Ses guimpes blanches à la Vieille…

Très vieille femme de balcon
Sur sa berceuse de rotin,
Et qui mourra de grand beau temps
Dans le faubourg d’argile verte…
“Chantez, ô Rois, les fils à naître!”

Aux salles blanches comme semoule
Le Scribe range ses pains de terre.
L’ordre reprend dans les grands Livres.
Pour l’oriole et le chevreau,
Voyez le Maître des cuisines.

 

Perse

Saint-John Perse (31 mei 1887 – 20 september 1975)

 

De Duitse dichter Georg Herwegh werd geboren in Stuttgart op 31 mei 1817. Zie ook mijn blog van 31 mei 2007.

 

Aus der Schweiz

 

Ich habe nun ein freies Land gefunden;

Doch nirgends wird auf Rosen uns gebettet,

Und ist der Leib nicht eben angekettet,

Bleibt ewig uns die Seele doch gebunden.

 

Ich fühl es heiß in meinen schönsten Stunden:

Es hat mein grollend Herz zu viel verwettet,

Ich habe nur die Liebe mir gerettet,

Der Haß ist an der Grenze längst entschwunden.

 

O tretet ein in diesen kleinen Erker,

Ihr alle, die noch unversöhnt geblieben,

Und lernet wieder eure Heimat lieben.

 

Hier schmacht ich wie Kolumbus in dem Kerker,

Ich habe hundert Segel vor den Blicken

Und muß die Lust zum Steuern wohl ersticken !

 

 

 

Tod Napoleons II.

 

Könnt ich an eines Königs Grabe weinen,

Hier flösse endlos meiner Tränen Zoll,

Ich rief den Lüften, flehte zu den Steinen

Und bät die Erde, daß sie weinen soll.

 

Nicht weinen, weil sie dich so früh begraben,

Begraben, ehe eine Welt noch dein;

Nicht darum – größer ist es, nichts zu haben,

Noch größer, als ein Herr der Welt zu sein!

 

Ich weinte nicht, weil etwa du gewaget

Und dann verloren ein gewaltig Spiel,

Ich habe niemals noch den Stern beklaget,

Der nächtlich aus dem dunkeln Äther fiel.

 

Wozu? ist doch der Wünsche Ziel hienieden

Zu sagen: Seht, ich leuchtete einmal!

Man läßt sich willig an den Felsen schmieden,

Wenn man das Feuer erst vom Himmel stahl.

 

Doch Schwingen haben und nicht fliegen können,

Weil schon ein andrer flog zu hoch hinan;

In eignen Gluten tatenlos verbrennen,

Weil schon ein anderer zu viel getan –

 

Das ist’s, was dir mein Mitleid zugewendet;

O tief, o tief beklagenswerter Fluch,

Daß, weil der Vater schon als Held geendet,

Deckt einen Frühling hier das Leichentuch!

 

Allein – ihr seid ja beide nicht die Meinen;

Mein ist das Herz, das in der Hütte bricht;

Um einen Bettler darf die Muse weinen,

Du warst ein Kaiserssohn ich weine nicht.

 

georg_herwegh

Georg Herwegh (31 mei 1817 – 7 april 1875)

 

De Duitse schrijver en cabaretier Frank Goosen werd geboren op 31 mei 1966 in Bochum. Zie ook mijn blog van 31 mei 2007.

Uit: Pokorny lacht

 

Jetzt wäre Zeit für die Post gewesen, aber ihm ging nun die Stille im Haus ein wenig an die Nerven. Das passierte meistens eine bis anderthalb Stunden, nachdem er von einer Reise zurückgekommen war. Er legte A Man Alone von 1969 in den CD-Player, die Platte, die Rod McKuen eigens für Sinatra komponiert hatte. Wahre Fans hielten nicht viel von dieser Schaffensphase des Meisters. Zu viele sentimentale Balladen, kein Biss, kein Swing. Friedrich fand, es war die richtige Musik für einen einsamen Mann, der gern heimlich in Selbstmitleid versank.

Er wollte gerade in die Küche gehen und sich endlich der Post zuwenden, als das Telefon klingelte. Es war sein Vater.
“Bist du wieder zu Hause?”
Sag bloß nicht Guten Tag, alter Mann, dir könnte die Zunge im Maul verdorren.
“Hallo Papa, wie geht es dir?”
“Ach, wie soll es mir gehen …” Pause.
So war das immer. Sein Vater rief an, beklagte sich und wartete darauf, dass sein Sohn das Gespräch bestritt. Friedrich tat ihm den Gefallen.
“Was macht der Rücken?”
“Ach, was soll mein Rücken schon machen …”
“Soll ich heute Abend mal vorbeikommen?”
“Tja, wenn du meinst…”
Möchtest du, dass ich vorbeikomme?”
“Also, wenn es dein Terminplan erlaubt…”
“Er erlaubt es.”
“Tja, wenn du einen Teil deiner kostbaren Freizeit mit deinem alten Vater verbringen möchtest…”
Friedrich atmete hörbar aus. Konnte sein Vater überhaupt noch einen Satz sagen, der nicht in drei Punkten endete?
“Also, wenn dir das alles zu viel wird”, sagte der alte Pokorny, “dann bleib lieber zu Hause.”
“Ich komme am frühen Abend vorbei.”
“Sehr genaue Zeitangabe!”
“Gegen sieben.”
“Gegen
sieben? Na ja, dein alter Vater hat ja nichts mehr vor. Der sitzt nur blöd rum und wartet darauf, dass der Herr Sohn mal vorbeikommt.”
“Ich bin um Punkt sieben bei dir. Zufrieden?”
“Ich weiß nicht. Hört sich an, als wäre es eine enorme Überwindung für dich.” “Das stimmt nicht. Also um sieben?” “Tja, wenn du meinst…”
Sie legten auf.”

 

Frank_Goosen03

Frank Goosen (Bochum,  31 mei 1966)

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Tieck werd op 31 mei 1773 geboren in Berlijn. Zie ook mijn blog van 28 april 2006 en ook mijn blog van 31 mei 2007.

Uit: Die Freunde

 

“Vielgeliebter Freund!

Ich weiß nicht, warum Du mich so ganz vergessen hast, daß ich gar keine Nachrichten von Dir erhalte. Darüber verwunderte ich mich nicht, daß die Menschen mich verlassen, aber das betrübt mich inniglich, daß auch Du Dich gar nicht um mich kümmerst. Ich bin gefährlich krank, ein Fieber erschöpft alle meine Kräfte; wenn Du noch länger zögerst, mich zu besuchen, so kann ich Dir nicht versprechen, ob Du mich noch wiedersiehst. Die ganze Natur lebt auf und fühlt sich frisch und kräftig, nur ich sinke ermattet zurück; mich erquickt die neue Wärme nicht, ich sehe die grüne Flur nicht, nur den Baum, der vor meinem Fenster rauscht und meinen Gedanken lauter Totenlieder singt. Meine Brust ist enge, der Atem wird mir schwer, und manchmal scheint es mir, als würden die Wände meines Zimmers immer dichter zusammenrücken und mich so erdrücken. Ihr übrigen in der Welt feiert jetzt die schönste Zeit des Lebens, und ich muß hier in der Krankenbehausung verschmachten. Ich wollte gern den Frühling aufgeben, wenn ich nur Dein liebes Angesicht noch einmal wiedersehn könnte; aber ihr Gesunden denkt nie ernsthaft daran, was es eigentlich zu sagen habe, wenn man krank ist, wie teuer uns dann in der Hülflosigkeit der Besuch des Freundes ist; ihr wißt die kostbaren Minuten des Trostes nicht zu schätzen, weil euch die ganze Welt mit warmer, inniger Freundschaft umfängt. Ach wenn ihr den schrecklichen Tod und das noch schrecklichere Kranksein so kenntet, wie ich! O Ludwig, wie würdest Du dann eilen, um diese zerbrechliche Form schnell noch einmal wiederzuerkennen, die Du bisher Deinen Freund nanntest und die nachher so unbarmherzig in Stücke geschlagen wird. Wenn ich gesund wäre, würd ich Dir entgegeneilen und mir einbilden, Du könntest in diesem Augenblicke vielleicht krank liegen. Wenn ich Dich nicht wiedersehn sollte, so lebe wohl. –.“

tieck

Ludwig Tieck (31 mei 1773 – 28 april 1853)

 

 

De Oostenrijkse schrijver, toneelspeler en regisseur Gabriel Barylli werd geboren op 31 mei 1957 in Wenen. Zie ook mijn blog van 31 mei 2007.

Uit: Wer liebt, dem wachsen Flügel

 

Und ist es nicht so, daß jede Blume einen Boden hat, aus dem sie erwächst? Es ist so. Und ist es nicht so, daß die Liebe als eine geistig-seelische Pflanze abhängig ist von dem Nährboden des kulturellen Umfeldes, auf dem sie steht? Auch das wird Ihre Zustimmung finden, hoffe ich.
Nun ist es doch also so, daß für die Formen der Liebe, die wir heutzutage als die unsrigen bezeichnen, unsere Welt, in der wir leben, die Formgebung vollzieht. Etwas einfacher gesagt, in einer Welt voller Vielfalt erlebt auch die Liebe eine Formenvielfalt. So weit, so gut. Was mich nur wundert, ist, daß Sie mir noch nicht ins Wort gefallen sind. Darf ich uns beide zu großer Wachsamkeit aufrufen!
Wir haben soeben stillschweigend akzeptiert, daß es eine Frage der Welt ist, in der eine Liebe blüht, um zu erkennen, welche Formen die Liebe in dieser Welt annehmen kann … Ja, was heist denn das? Heißt das nicht, daß wir stillschweigend akzeptieren, daß die Liebe abhängig ist? Abhängig von der Region, in der sie blüht … Abhängig von der Musik, die sie prägt … Abhängig von den Gottesbildern, den Menschenbildern, den Männerbildern, den Frauenbildern, die in der Welt, in der sie blüht, beherrschend sind? Abhängig von der Landestracht – und glauben Sie mir, es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man bei sommerlichen Temperaturen alle Straßen von blitzkurzen Miniröcken leuchten sieht oder auf dem Bazar in Assuan Frauen nur daran erkennt, daß diese langen, schwarzen, dicken Striche in der Menge einen Korb auf dem Kopf balancieren.
Sehen Sie, worauf ich mit unserem Weckruf hinauswill? Wir gehen immer noch stillschweigend davon aus, daß die Liebe zwischen einer Frau und einem Mann nichts Absolutes ist … Nichts Absolutes. Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz wiederholen soll, um auch mir selbst seine Tragweite bewußt zu machen. Die Liebe ist nichts Absolutes. Nichts Absolutes. Sie ist nichts Absolutes, zumindest in der Art, wie wir mit ihr umgehen.
Ich glaube, unser Hauptproblem liegt in der Tatsache, daß wir in unserem Leben zwei Dinge vermischen. Wir wissen alle aus den heiligsten Tiefen unserer wortlosen Seele, daß die Liebe etwas Absolutes ist. Die Sonne ist absolut. Der Wind ist absolut. Wasser ist absolut. Feuer und Erde sind absolut.”

 

Barylli

Gabriel Barylli (Wenen, 31 mei 1957)

Emmanuel Hiel, Countee Cullen, Henri François Rikken, Eddy Bruma, Pita Amor

De Vlaamse dichter en schrijver Emmanuel Hiel werd geboren in Sint-Gillis-bij-Dendermonde op 30 mei 1834. Zie ook mijn blog van 30 mei 2006 en ook mijn blog van 30 mei 2007.

 

Kaperslied

 

Al die willen te kapen varen
Moeten mannen met baarden zijn.
Tartend stormen, strijd en pijn,
Wild als de baren!
Vliegend als schuim over de zee,
Mannen met baarden, die varen mee!

 

‘t Mastje te schrapen- en kabels te scheren “,
Stuurman, de kapers vervloeken die stiel…
‘t Scheepje te teren en zeilen te smeren,
Hale de duivel dan liever onz’ ziel…
Wieglen de baren voor ons in de verte,
Schoeners beladen met kostlijke buit,
popelend danst in de zielzak ons herte,
Stuurman, we jagen, de boegspriet vooruit!

 

Hoog aan de mast is ons rooddoek gehesen,
Galmt ons kanonnengedonder op zee…
Niets houdt ons tegen en niets doet ons vrezen,
A1 wat iets waard is, hee! kapen we mee.
Schoeners en schonen, het moet met ons draaien,
‘t Moet in ons schuimzog, het moet in ons vaart,
Schonen, uw treurigheid zullen we paaien
Hangt aan de hals ons, en kust ons de baard!

 

Dagen en nachten door ‘t schuim te laveren,
Dagen en nachten vol strijdlust op jacht.
Winter en zomer de storm te braveren,
Groots van gemoed en het harte vol kracht!
Duizenden schoonheden blij te bewondren
Diepten des hemels en diepten der zee!
God aan te roepen en daden te dondren,
Dat is ons leven, in wel en in wee!

 

Kalm van geweten, de spieren vol vlammen.
‘t Steigert, ons tuig, als vuurspuwende klip:
Lukt niet het entren, dan lukt ras het rammen.
Dwars boort de boeg dan door ‘t schreiende schip.
Geeft men zich over, ‘t is seffens de vrede!
Anders, we zwaaien de bijlen verwoed,
Bloedige baren. wee! walsen dan mede,
Kleurend de deining met sombere gloed.

 

Moeten we wijken en zinkend bezwijken,
Niemand van ons die ooit siddert of ijst…
Recht is het ook dat met kaperse lijken,
‘t Golvengewriemel zich gulzigjes spijst.
Gromt dan de zeestorm verbolgen ons uitvaart.
God is zo goed en hij haalt onze ziel…
Ja, wijl de duivel verdoemd op de buit staart.
Plonst in de hel met de ontredderde kiel.
Al die willen te kapen varen
Moeten mannen met baarden zijn.
Tartend stormen, strijd en pijn,
Wild als de baren!
Vliegend als schuim over de zee,
Mannen met baarden, die varen mee! `

 

Hiel

Emmanuel Hiel (30 mei 1834 – 27 augustus 1899)

 

 

De Afro-Amerikaanse dichter Countee Cullen werd geboren als Countee LeRoy Porter op 30 mei 1903. Zie ook mijn blog van 30 mei 2007.

 

For a Poet

 

I have wrapped my dreams in a silken cloth,
And laid them away in a box of gold;
Where long will cling the lips of the moth,
I have wrapped my dreams in a silken cloth;
I hide no hate; I am not even wroth
Who found earth’s breath so keen and cold;
I have wrapped my dreams in a silken cloth,
And laid them away in a box of gold.

 

 

 

Simon the Cyrenian Speaks

He never spoke a word to me,
And yet He called my name;
He never gave a sign to me,
And yet I knew and came.

At first I said, “I will not bear
His cross upon my back;
He only seeks to place it there
Because my skin is black.”

But He was dying for a dream,
And He was very meek,
And in His eyes there shone a gleam
Men journey far to seek.

It was Himself my pity bought;
I did for Christ alone
What all of Rome could not have wrought
With bruise of lash or stone.

 

cullen

Countee Cullen (30 mei 1903 – 9 januari 1946)

 

 

De Surinaamse schrijver Henri François Rikken werd geboren in Paramaribo op 30 mei 1863. Rikken deed zijn priesterstudies van 1877 tot 1891 in Nederland. Als redemptorist werkte hij in de Surinaamse districten Coronie, Para en Nickerie. Hij organiseerde de missie onder de Chinezen, waartoe hij hun taal leerde. Hij maakte studie van de Surinaamse geschiedenis en folklore en verdiepte zich in het Sranan en ten behoeve van de Antilliaanse gouddelvers in het Papiamentu. Zijn drie historische romans werden als feuilleton uitgebracht in Rooms-Katholieke dagbladen en tijdschriften. Tokosì of Het Indiaansch meisje verscheen voor het eerst in 1901, Codjo, de brandstichter in 1902, Ma Kankantrie, een verhaal uit de Slaventijd in 1907. Alleen Codjo, de brandstichter verscheen ook in boekvorm. De roman beschrijft tot in details de plannen en de uitvoering van de grote brand in Paramaribo van 1832, aangestoken door de weggelopen slaven Kodjo, Mentor en Present en enige helpers, en de berechting van de betrokkenen. Rikken schreef ook enkele kortere verhalen.

 

Uit: Codjo, de brandstichter

 

“In het jaar 1832, den tijd waarin ons verhaal een aanvang neemt, was de Combé nog slechts schaars bewoond en tengevolge van de moerassen en de slechte loozing der gronden daarenboven zeer ongezond.

Combé was de naam van een neger, de eerste, die deze buitengronden bewoonde en naar wien men toen iederen tuin en iedere buitenwoning Combé noemde.

Eerst sedert 1799 werd Combé, ook wel de voorstad Zeelandia genoemd, bebouwd; ofschoon reeds in 1780 door gouverneur Wichers, om den voortdurenden aanwas der bevolking tegemoet te komen, de grond voor deze voorstad of buitenwijk gelegd was.

De Oostersche Brug overgaande, benoorden het fort Zeelandia, vond men rechts het nu nog bestaande, doch als koeliedepôt gebruikte magazijn van levensmiddelen, links de smederij en andere werkplaatsen van het garnizoen. Een weinig verder ter linkerzijde was een zeer lange slavenloods voor de, bij de bevolking onder den naam van soestè-ningre bekende slaven, die voor de reinheid en het onderhoud der straten gebruikt werden. Deze benaming was waarschijnlijk een verbastering van Sociëteits-negers, die bij de opheffing der ‘Geoctroyeerde-Sociëteit’ in 1795 en later, na de afschaffing van den slavenhandel op 1 Jan. 1808, ter sluik ingevoerde en den lande vervallen slaven waren en toen in een staat, die het midden hield tusschen vrijheid en slavernij, openbaren arbeid moesten verrichten. Slechts hier en daar stond langs de elkander rechthoekig snijdende straten, tusschen het geboomte en het wied verscholen, een huisje, dat een vrijgegevene of ook wel een der samenleving ontvluchte melaatsche tot woonplaats verstrekte.

De in het wild groeiende boomen en struiken op de onbebouwde gronden en erven, door moerassen en poelen van elkander gescheiden, boden op hun hooge kruinen of tusschen het dicht gebladerte den vogelen, slangen en allerlei ongedierte een ongestoorde, veilige schuilplaats. Halverwege de tweede dwarsstraat was een ruime, doch nimmer bezochte marktplaats, waarop een groote, overdekte put in wied en onkruid verscholen lag.

Toch scheen deze stille buurt, die in den regentijd aan de rivierzijde ongemeen moerassig en door de weeke, vette klei bijna onbegaanbaar was, door haar echt landelijke omgeving een eigenaardige aantrekkelijkheid gehad te hebben voor hen, die hier het meer woelige, nabij gelegen Paramaribo ontweken. Enkele fraaie huizen toch, met nette tuinen, getuigden niet alleen van den smaak, maar ook van den welstand der bewoners, die hier vreedzaam en ongestoord het buitenleven genoten. Langs de rivierzijde, de tegenwoordige Groote Waterstraat, wandelende, kwam men aan het buitengoed van den oud-gouverneur de Veer, Stroomzigt, in de wandeling de Veer-Combè genoemd, vanwaar men een schoon uitzicht had op de breede Surinamerivier en de aan dezer overzijde gelegen plantages.”

 

Rikken

Henri François Rikken (30 mei 1863 – 17 mei 1908)

 

 

De Surinaamse jurist, schrijver en politicus Eduard Johan (Eddy) Bruma werd in Paramaribo geboren op 30 mei 1925 – aldaar, 6 november 2000) was een Tijdens de Tweede Wereldoorlog zat hij gevangen vanwege zijn nationalistische activiteiten. Na die oorlog studeerde hij rechten aan de Vrije Universiteit in Amsterdam en was hij in 1951 betrokken bij de oprichting van de Surinaamse culturele vereniging Wie Eegie Sanie. Na terugkeer in zijn moederland in 1954 vestigde hij zich als advocaat in Paramaribo. Daarnaast was hij in Suriname ook politiek actief. Eddy Bruma leidde in de jaren ’50 de culturele organisatie Wie Eegie Sanie, aanvankelijk in Nederland, later in Suriname. Hij was een voorvechter van het Sranan en mederedacteur van het Surinamenummer van het Friese tijdschrift De Tsjerne (1952) waarin zijn verhaal ‘De fuik’ verscheen over de leegloop van het arme kokosdistrict Coronie (later afgedrukt in de bloemlezingen Verhalen van Surinaamse schrijvers (1989) en Mama Sranan (1999) ). Bruma schreef voorts gedichten (opgenomen in de bloemlezingen Creole Drum (1975) en Spiegel van de Surinaamse poëzie (1995) en toneelspelen die zich in de slaventijd afspelen: De geboorte van Boni (1952 in Nederland opgevoerd, in 1957 in het Sranan in Suriname) over de guerrillaleider Boni, zoon van een gevluchte slavin, die strijd voerde tegen de koloniale overheerser en de slavernij. Later volgde het stuk Basja Pataka (Suriname 1958). Hij schreef en regisseerde voorts Anansitori met veel dans en muziek uit de creoolse traditie.

 

Uit: De fuik

 

“Dat jaar was het leven zwaar voor hen. Al hun bidden, al hun schreien was vergeefs. Tranen en zweet waren al het water dat ze hadden om de rijst te bevloeien. In zes lange maanden was er geen druppel regenwater gevallen. Zon, hitte, droogte, vandaag; zon, hitte, droogte, morgen! Van de ochtend tot de avond. Zonder einde!

Het leven was hard voor hen dat jaar! In alle huizen van Novar verdriet en angst, zweet en tranen!

De grond onder hun voeten zat ten gevolge van de droogte vol barsten en de aarde, die zij meer lief hadden dan de dingen van het leven, rookte. Het leek of ze ieder uur kon beginnen te branden, rood als de parwabossen waarvan God fakkels had gemaakt.

De groenten achter de dam waren al lang niet groen meer. Grimmig woei het stuifzand van de weg af, maakte de huizen aan alle kanten wit en bedolf de groenten als onder een dik beddelaken. De weteringen en vispoelen zaten vol dode petaka’s en kwie-kwie’s. Ellende bezocht hen: honger, ziekte en dood hadden hier en daar de deur al ingetrapt en voor alle huizen van Coronie waren ze gaan zitten wachten tot hun tijd gekomen zou zijn.

Oom Safrie had zijn pijp opgestoken en rookte lang en zwijgend. De avond viel en terwijl hij daar op de dam stond waren zijn ogen steeds weer over het rijstland gegaan. Hij keek naar de dam, die hij enige jaren geleden zelf had gemaakt. En met de neus van zijn schoen schopte hij tegen de kluiten aarde, die nu hard als steen waren. Droefheid welde in hem op nu hij naar de rijst in het moeras keek: alles wat geplant was aan de kant waar hij stond, was al verloren. Al zou het op dat ogenblik regenen dat het goot, dat gewas zou geen voedsel meer opleveren. Aan de kant waar nog een schijntje water stond, kon misschien nog een mondvol rijst gewonnen worden als God hun water gaf, genoeg water.”

 

bruma

Eddy Bruma (30 mei 1925 – 6 november 2000)

 

De Amerikaanse dichteres en schrijfster Elizabeth Alexander werd geboren op 30 mei 1962 in New York. Zij groeide op in Washington. Zij studeerde aan de Yale University, Boston University, en de University of Pennsylvania, Tijdens haar studie schreef zij voor de Washington Post. Alexander doceert tegenwoordig  Afikaans-Amerikaanse literatuur aan de universiteit van Yale. Haar werk (gedichten, korte verhalen en essays) wordt gepubliceerd in bladen en tijdschriften als The Paris Review, American Poetry Review, The Kenyon Review, The Village Voice, The Women’s Review of Books en The Washington Post.

 

Autumn Passage

 

On suffering, which is real.
On the mouth that never closes,
the air that dries the mouth.

 

On the miraculous dying body,
its greens and purples.
On the beauty of hair itself.

 

On the dazzling toddler:
“Like eggplant,” he says,
when you say “Vegetable,”

 

“Chrysanthemum” to “Flower.”
On his grandmother’s suffering, larger
than vanished skyscrapers,

 

September zucchini,
other things too big. For her glory
that goes along with it,

 

glory of grown children’s vigil,
communal fealty, glory
of the body that operates

 

even as it falls apart, the body
that can no longer even make fever
but nonetheless burns

 

florid and bright and magnificent
as it dims, as it shrinks,
as it turns to something else.

 

Alexander_home

Elizabeth Alexander (New York, 30 mei 1962)

 

 

Zie voor onderstaande schrijfster ook mijn blog van 30 mei 2007.

De Mexicaanse dichteres Pita Amor (pseudoniem van Guadalupe Teresa Amor Schmidtlein) werd geboren op 30 mei 1918 in Mexico-Stad.

 

 

André Brink, G. K. Chesterton, Leah Goldberg, Till Mairhofer, Anne Marie Louise d’Orléans

De Zuid-Afrikaanse schrijver André Brink werd geboren op 29 mei 1935 in Vrede. Zie ook mijn blog van 29 mei 2007.

 

Uit: The blue door

 

“‘A strange book,’ she says without looking at me. ‘I don’t think it’s entirely convincing, but it’s very disturbing.’ Now she settles squarely on her back and turns her head to look at me. ‘In the key episode of the story the young Japanese woman – what’s her name?’ She flips through a few pages. ‘Yes: Miu. She gets stuck at the top of a Ferris wheel at a fair in the middle of the night. And when she looks around, she discovers that she can see into her own apartment in the distance. And there’s a man in there, a man who has recently tried to get her into bed. While Miu is looking at him, she sees a woman with him. And the woman is she herself, Miu. It is a moment so shocking that her black hair turns white on the spot.’ Her black eyes look directly into mine. ‘Can you imagine a thing like that happening? Shifting between dimensions, changing places with herself…?’

‘I think that happens every day,’ I say with a straight face.

‘What do you mean?’

‘When one makes love. Don’t you think that’s a way of changing places with yourself? The world becomes a different place. You are no longer the person you were before.’

‘You’re still an incorrigible romantic.’

I am not sure if that is meant as criticism, cynicism, or gentle approval.

‘Shall we try?’ I ask quietly. This time I put out my hand and fold it over the gentle roundness that moulds the angularity of her bare shoulder.

There is a tense moment. Everything, I realise, hinges on this. Everything. Not just the choice between yes or no, between making love or turning away, but who we are, where we are, what we are, what may become of us.

At least she doesn’t make an attempt to turn away. A moment later, with a small sigh, she closes her eyes. I take the book from her and put it aside. Then I kiss her shoulder.

‘David,’ she says, as if it is not a name but the introduction to something longer and more complicated. Monologue, soliloquy, poem, reminiscence, memoir, prophecy. Or all of it together. But whatever the rest might be, is left unspoken.

I push myself up on an elbow and pull the sheet from her. She is wearing a very thin cotton nightdress, full-length, but rucked up to her thighs. I bend over, down, to kiss her knees. She utters a small sound and raises her hips so that I can pull the nightdress up to bare her pubic mound. It is very small and dense, smooth as a sable paintbrush; I touch it with the tip of my tongue.

I speak her name as she has spoken mine. But I have no idea of what it means. ‘Sarah.’ I do not even recognise my voice.

And so we move through the undulations of our lovemaking, reaching out to a necessary conclusion. But it continues to elude us, staying just beyond our reach.

Exhausted, covered in sweat, my throat parched, my fingers numb, I remain a dead weight on her, my face in the fragrance of her hair.

You are my wife, I think. You are my wife. But who are you? Who am I?…”

 

Brink

André Brink (Vrede, 29 mei 1935)

 

 

De Engelse dichter, letterkundige, schrijver en journalist Gilbert Keith Chesterton werd geboren in Londen op 29 mei 1874. Zie ook alle tags voor G. K. Chesterton op dit blog.

Uit: The Man Who Was Thursday: A Nightmare

 

The Two Poets of Saffron Park

The suburb of Saffron Park lay on the sunset side of London, as red and ragged as a cloud of sunset. It was built of a bright brick throughout; its skyline was fantastic, and even its ground plan was wild. It had been the outburst of a speculative builder, faintly tinged with art, who called its architecture sometimes Elizabethan and sometimes Queen Anne, apparently under the impression that the two sovereigns were identical. It was described with some justice as an artistic colony, though it never in any definable way produced any art. But although its pretensions to be an intellectual centre were a little vague, its pretensions to be a pleasant place were quite indisputable. The stranger who looked for the first time at the quaint red houses could only think how very oddly shaped the people must be who could fit in to them. Nor when he met the people was he disappointed in this respect. The place was not only pleasant, but perfect, if once he could regard it not as a deception but rather as a dream. Even if the people were not “artists,” the whole was nevertheless artistic. That young man with the long, auburn hair and the impudent face—that young man was not really a poet; but surely he was a poem. That old gentleman with the wild, white beard and the wild, white hat—that venerable humbug was not really a philosopher; but at least he was the cause of philosophy in others That scientific gentleman with the bald, egg-like head and the bare, bird-like neck had no real right to the airs of science that he assumed. He had not discovered anything new in biology; but what biological creature could he havediscovered more singular than himself? Thus, and thus only, the whole place had properly to be regarded; it had to be considered not so much as a workshop for artists, but as a frail but finished work of art. A man who stepped into its social atmosphere felt as if he had stepped into a written comedy”.

 

chesterton

G. K. Chesterton (29 mei 1874 – 14 juli 1936)

 

 

De Hebreeuwse dichteres, schrijfster en letterkundige Leah Goldberg werd geboren in Königsberg (Pruisen) op 29 mei 1911. Zie ook mijn blog van 29 mei 2007.

 

The Shortest Journey

 

Tel Aviv, 1935

 

The flagpoles on the roofs of homes

were like the masts of Columbus’s ship

and each crow that perched on them                           

conjured another continent.                

 

Travelers’ knapsacks walked through the streets

and the language of a foreign land

was thrust like the cold blade of a knife

into the hot desert wind.

 

How did the air of that small city

find a way to bear                                        

memories of childhood, lovers shed,                 

rooms emptied somewhere?                                         

 

Like pictures blackening inside a camera,

clear winter nights were reversed,                                 

with rainy summers across the sea,                        

and foggy mornings of capital cities.

 

As the sound of marching behind your back

drums a foreign army’s songs,

it seems, as you turn your head to the sea,                   

your city’s church is floating.                                                                   

 

 

An Evening in a Café

 

The city’s in the colored coat

of awnings over balconies,

clear wine shining in lanterns

and light in the drinks blurring.

 

Scraps of a squabble and a rush

of chatter, cutlery. High in the sky,

lights have erased from the blackboard       

an old accounting of the stars.

 

Short-tempered and severe,

the sea behind our backs

tracks and charts our beating hearts

in a secret pact with my watch.                          

 

Only the very young can grasp

the value and meaning of time,

with its nights gone astray                  

and all we give away                

each moment vainly passing. 

 

And like an incredible nightmare

there across the street, an old

man passes, slowly:

he has no reason to hurry.

 

 

 

Rainy Autumn Night and a Clear Morning

 

Into a dark, opaque night

whose alleys

only the jackals know,

the city was thrown:

 

dressed in white,

unprotected

from lashes of rain,

the rebuke of thunder,                       

an old sea’s stolen caress.              

 

Our little city

together with us                                                            

and our lives—

 

but the bright morning opened her prison        

and here—

 

black circles beneath her damp lashes—       
white she is, and not fair

without a past or prideful air—

how beautiful was her youth!

 

Lea_Goldberg

Leah Goldberg (29 mei 1911 –  15 januari 1970)

 

 

De Oostenrijkse dichter, schrijver en uitgever Till Mairhofer werd geboren op 29 mei 1958 in Steyr. Als zestienjarige al bracht de jonge kunstenaar in zijn geboortestad Nestroys sprookje Der Veschwender op de planken. Tegenwoordig schrijft hij gedichten, romans, verhalen en essays. Ook is hij mede-oprichter van uitgeverij „Edition Wehrgraben“. Als docent ziet hij zich zelf als literatuurpedagoog en verzorgt hij literaire wandelingen en theatervoorstellingen op school.

 

 

an optimisten

 

wir haben wirklich alles
was wir brauchen
wir brauchen nichts
wir sind wirklich alles
was wir sind
denn wir sind nichts

ein blick
in die sterne genügt
und alles ist klar

 

 

morgen auch abend lied

 

dieser april
immer wieder ein schnee da
runter die knospen
platzen nicht auf

 

blühen
kein thema hier
zulande derzeit

 

nur die amseln
schon unermüdlich am first
singen zum kometen
der untergeht

 

maierhof

Till Mairhofer (Steyr, 29 mei 1958)

 

 

Zie voor onderstaande schrijfster ook mijn blog van 29 mei 2007.

De Franse schrijfster Anne Marie Louise d’Orléans, hertogin van Montpensier, werd geboren op 29 mei 1627 in Parijs.

 

Leo Pleysier, Frank Schätzing, Maeve Binchy, Thomas Moore, Ian Fleming

De Belgische schrijver Leo Pleysier werd geboren in Rijkevorsel op 28 mei 1945. Zie ook mijn blog van 28 mei 2007.

 

Uit: Geuzegedachten in de Mort Subite

 

“Hergé, De Nationale Bond van Oudstrijders, de serres van Laken, Leonidas, Jef Lambrecht, James Ensor, Jaco Van Dormael, VDB, De Munt en de Beursschouwburg, dat ligt zo voor de hand allemaal, hoe dat klontert, de namen, de gevels en de winkeletalages op de Avenue Louise en de Zavel, Hoegaerden en Piedboeuf, de Tervurenlaan, De Brand Withocklaan, de gevels van de burgerswoningen, de Brusselaars achter die gevels, ik heb daar geen uitstaans mee, en vice versa, Herman Teirlinck zeker en vast, de vervallen legerkazerne op de Place Dailly, straatkinderen hebben er de ruiten ingegooid, zag ik zonet; het verzet en de weerstand, Herman Liebaers, coq au vin, cul de sac, noem maar op, zo hoofdstedelijk getint allemaal, hoe komt dat toch, dat weet ik niet, omdat België mij synthetisch pintje, maar ga eens voort, zeg eens wat, Johan Daisne, de man die zijn stenen wolken kort liet knippen, dat komt ervan, al die sinecures, Rolande met de bles, André Delvaux, en Ivo Michiels ook ja, een vrouw tussen chien et loup, geen twijfel aan, en Maurice Gilliams, voor zijn lokaties en ook voor zijn Antwerps en voor zijn Frans, de twee samen, Franswerps, dat je in elke syllabe hoort doorklinken en ik weet niet wat er aan de hand is, maar dat laatste boek van hem, Gregoria, dat tegenvalt, en dat zo ‘Belgisch’ leest, vind ik, en dat komt niet alleen door die dure pralinedoosachtige wikkel die om het boek zit, Côte d’Or en ik mis de klank van woorden als Martougin, Perette en Victoria, in de plaats zijn er tegenwoordig de scenario’s van Chantal Akerman, de boeken van Erik de Kuyper, straten en pleinen in Antwerpen en Luik, aan de Place Clovis in Doornik zit tegenwoordig mijn dochter op kot; stedelingen spiegelen zich zo graag, ziet ze maar bezig!

het Leopoldkwartier, een tocht door Brussel uitgestippeld door Daniël Robberechts, zo lang het nog overeind staat, en zeker niet te vergeten de Gangreen-cyclus van Geeraerts, de Kongo, dat boek van Lieve Joris natuurlijk en Geert Van Istendael, liefde voor België, maar haat ook, al wint het eerste het op het laatste, bemind labyrint, daar is geen enkele twijfel over; Magritte en Delvaux-de-schilder en vergeet de negentiende eeuw niet, dit land lijdt aan aandoeningen van de luchtwegen;

Baron Horta en Charles Vandenhove, Marcel Broodthaers, Narcisse Tordoir en Jan Vercruysse op muziek gezet door Jan Hoet, de Wereldtentoonstelling op Beerschot en Expo 58, dat brood was niet ècht lekker, het softijs dat ze verkochten wèl, er liepen Amerikaanse matrozen rond die nog maar pas in hun atoomduikboot onder de ijskap van de Noordpool door waren gevaren,

get off!”

 

pleysier

Leo Pleysier (Rijkevorsel, 28 mei 1945)

 

 

De Duitse schrijver Frank Schätzing werd geboren in Keulen op 28 mei 1957. Zie ook mijn blog van 28 mei 2007.

Uit: Lautlos

 

So jedenfalls stellt es sich in der Erinnerung dar.

Tatsächlich waren in der letzten Dekade des zweiten Jahrtau­sends weit über hundert Nationen weltweit in kriegerische Ak­tivitäten verwickelt, starben Millionen Menschen im Zuge be­waffneter Auseinandersetzungen und an den Folgen von Folter und Vertreibung. Die Schauplätze reichten von Ruanda über Tibet und die Kurdengebiete bis nach Tschetschenien und in den Gaza-Streifen. In weiten Teilen Afrikas und Südamerikas for­derten Bürgerkriege große Opfer. Dennoch haben nicht diese Konflikte die Frage über die Führbarkeit von Kriegen neu auf­geworfen, sondern das Gerangel eines Despoten um Ölquellen und das eines anderen um ein Stück Land, auf dem vor über sechshundert Jahren ein gewisser Fürst Lazar den Osmanen un­terlag.

Wirft man einen Blick auf die rasante Entwicklung der west­lichen Medienkultur, wird klar, warum wir die Dinge so sehen. Fernsehen und Internet verschaffen uns Zugriff auf nahezu jede gewünschte Information. Wir können uns nach Belieben mit Daten versorgen und müssen dafür nicht einmal Wartezeiten in Kauf nehmen. Kein Teil der Welt, kein Fachgebiet, keine Inti­mität bleibt uns verschlossen. Im Gegenzug haben wir unser Urteilsvermögen eingebüßt. Wir bemessen die Wichtigkeit w
elt­weiter Vorgänge daran, wie lange im Fernsehen darüber berich­tet wird. Zwei Minuten Tschetschenien, drei Minuten Lokales, eine Minute Kultur, das Wetter. Das Problem ist, dass wir uns angewöhnt haben, dieser medienseits vorgenommenen Wertung blind zu vertrauen. Als Folge unterliegen wir einem Irrtum. Wir verwechseln die Frage, ob eine Sache für uns interessant ist, mit der Frage, ob sie grundsätzlich interessant ist, und lassen diese Frage von den Medien beantworten. „

schaetzinginterview01

Frank Schätzing (Keulen, 28 mei 1957)

 

 

De Ierse schrijfster en columniste Maeve Binchy werd geboren op 28 mei 1940 in Dalkey. Zie ook mijn blog van 28 mei 2007.

Uit: Whitethorn woods

Father Brian Flynn, the curate in St Augustine’s, Rossmore, hated the Feast Day of St Ann with a passion that was unusual for a Catholic priest. But then as far as he knew he was the only priest in the world who had a thriving St Ann’s Well in his parish, a holy shrine of dubious origin. A place where parishioners gathered to ask the mother of the Virgin Mary to intercede for them in a variety of issues, mainly matters intimate and personal. Areas where a clodhopping priest wouldn’t be able to tread. Like finding them a fiancé, or a husband, and then blessing that union with a child.

Rome was as usual unhelpfully silent about the well.

Rome was probably hedging its bets, Father Flynn thought grimly, over there they must be pleased that there was any pious practice left in an increasingly secular Ireland and not wishing to discourage it. Yet had not Rome been swift to say that pagan rituals and superstitions had no place in the Body of Faith? It was a puzzlement as Jimmy, that nice young doctor from Doon village, a few miles out, used to say. He said it was exactly the same in medicine: you never got a ruling when you wanted one, only when you didn’t need one at all.

There used to be a ceremony on 26 July every year where people came from far and near to pray and to dress the well with garlands and flowers. Father Flynn was invariably asked to say a few words, and every year he agonised over it. He could not say to these people that it was very near to idolatry to have hundreds of people battling their way towards a chipped statue in the back of a cave beside an old well in the middle of the Whitethorn Woods.

From what he had read and studied, St Ann and her husband St Joachim were shadowy figures, quite possibly confused in stories with Hannah in the Old Testament who was thought to be forever childless but eventually bore Samuel. Whatever else St Ann may have done in her lifetime, two thousand years ago, she certainly had not visited Rossmore in Ireland, found a place in the woods and established a holy well that had never run dry.

 

Binchy

Maeve Binchy (Dalkey, 28 mei 1940)

 

 

De Ierse dichter en songwriter Thomas Moore werd geboren op 28 mei 1779 in Dublin. Zie ook mijn blog van 28 mei 2007 en ook mijn blog van 28 mei 2006.

 

How Dear to Me the Hour

 

How dear to me the hour when daylight dies,
And sunbeams melt along the silent sea,
For then sweet dreams of other days arise,
And memory breathes her vesper sigh to thee.

And, as I watch the line of light, that plays
Along the smooth wave toward the burning west,
I long to tread that golden path of rays,
And think ’twould lead to some bright isle of rest.

 

 

Ne’er Ask the Hour

 

Ne’er ask the hour — what is it to us
How Time deals out his treasures?
The golden moments lent us thus
Are not his coin, but Pleasure’s.
If counting them o’er could add to their blisses,
I’d number each glorious second:
But moments of joy are, like Lesbia’s kisses,
Too quick and sweet to be reckon’d.
Then fill the cup — what is it to us
How time his circle measures?
The fairy hours we call up thus
Obey no wand but Pleasure’s.

Young Joy ne’er thought of counting hours,
Till Care, one summer’s morning,
Set up, among his smiling flowers,
A dial, by way of warning.
But Joy loved better to gaze on the sun,
As long as its light was glowing,
Than to watch with old Care how the shadow stole on,
And how fast that light was going.
So fill the cup — what is it to us
How time his circle measures?
The fairy hours we call up thus
Obey no wand but Pleasure’s.

 

Moore

Thomas Moore (28 mei 1779 – 25 februari 1852)

 

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 28 mei 2007.

De Britse schrijver Ian Fleming werd geboren op 28 mei 1908 in Londen.

 

 

Louis-Ferdinand Céline, Jan Blokker, Georges Eekhoud, Max Brod, Adriaan Venema

De Franse schrijver Louis-Ferdinand Céline (pseudoniem van Louis Ferdinand Destouches) werd geboren in Courbevoie op 27 mei 1894. Zie ook alle tags voor Louis-Ferdinand Céline op dit blog.

 

Uit : Guignol’s band

 

«Et puisqu’on est dans les secrets je vais encore vous en dire un autre… abominable alors horrible !… vraiment absolument funeste… que j’aime mieux le partager tout de suite !… et qui m’a tout faussé la vie…

Faut que je vous avoue mon grand-père, Auguste Destouches par son nom, qu’en faisait lui de la rhétorique, qu’était même professeur pour ça au lycée du Havre et brillant vers 1855.

C’est dire que je me méfie atroce ! Si j’ai l’inclination innée !

Je possède tous ses écrits de grand-père, ses liasses, ses brouillons, des pleins tiroirs ! Ah ! redoutables ! Il faisait les discours du Préfet, je vous assure dans un sacré style ! Si il l’avait l’adjectif sûr ! s’il la piquait bien la fleurette ! Jamais un faux pas ! Mousse et pampre ! Fils des Gracques ! la Sentence et tout ! En vers comme en prose ! Il remportait toutes les médailles de l’Académie Française.

Je les conserve avec émotion.

C’est mon ancêtre ! Si je la connais un peu la langue et pas d’hier comme tant et tant ! Je le dis tout de suite ! dans les finesses !

J’ai débourré tous mes « effets », mes « litotes » et mes « pertinences » dedans mes couches…

Ah ! j’en veux plus ! je m’en ferais crever ! Mon grand-père Auguste est d’avis. Il me le dit de là-haut, il me l’insuffle, du ciel au fond…

— Enfant, pas de phrases !…

Il sait ce qu’il faut pour que ça tourne. Je fais tourner !

Ah ! je suis intransigeant farouche ! Si je retombais dans les « périodes » !… Trois points !… dix ! douze points ! au secours ! Plus rien du tout s’il le fallait ! Voilà comme je suis !

Le Jazz a renversé la valse, l’Impressionisme a tué le « faux-jour », vous écrirez télégraphique ou vous écrirez plus du tout !

L’Émoi c’est tout dans la Vie !
Faut savoir en profiter !
L’Émoi c’est tout dans la Vie !
Quand on est mort c’est fini !

À vous de comprendre ! Émouvez-vous ! « C’est que des bagarres tous vos chapitres » ! Quelle objection ! Quelle tourterie ! Ah ! attention ! La niaise ! En botte ! Volent babillons ! Émouvez-vous bon Dieu ! Ratata ! Sautez ! Vibrochez ! Eclatez dans vos carapaces ! fouillez-vous crabes ! Éventrez ! Trouvez la palpite nom de foutre ! La fête est là ! Enfin ! Quelque chose ! Réveil ! Allez salut ! Robots la crotte ! Merde ! Transposez ou c’est la mort !

 

 

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Louis-Ferdinand Céline (27 mei 1894 – 1 juli 1961)

 

 

 

De Nederlandse schrijver, journalist en columnist Jan Blokker werd geboren in Amsterdam op 27 mei 1927. Zie ook alle tags voor Jan Blokker op dit blog.

 

Uit: Met het nihil obstat van Benedictus zelf

 

“Zou onzelieveheer werkelijk de hand hebben gehad in de schepping van al die hybride wezens die met hoofden als bloemkoolstronken en ogen als schoteltjes net zo populair schijnen te zijn als Popeye in mijn tijd? Maar Popeye leek nog ergens op – vader, vrouw, kind, Brutus, pijp, spinazie: dat waren referenties waar je wat aan had. De aliens lijken nergens naar.

En alsof de duivel er mee speelt schrijft een jezuïet, genaamd José Gabriel Funes (in z’n vrije tijd trouwens directeur van de Vaticaanse sterrenwacht), in L’Osservatore Romano een artikel waarvan de essentie gisteren in NRC Handelsblad geciteerd werd:

‘Zoals er een veelheid van levende schepselen op aarde is, zo kunnen er ook andere intelligente wezens door God zijn gecreëerd’.

Door God? Volgens mij waren het productiejongens uit Hollywood, José Gabriel. Die zaten twintig jaar geleden met het probleem dat de Koude Oorlog voorbij was, dat ze dus geen Russen of Chinezen meer konden gebruiken als bad guys, terwijl moslims nog geen erkende rotzakken waren – dus van wie moest de wereld in godsnaam nu nog op het nippertje gered worden als alle haaien en dino’s intussen ook al waren geweest?

En volgens pater Funes zou God, nooit te beroerd in die dingen, ze toen hebben ingefluisterd: ‘Neem aliens. Maar geeft mij de credits’.

Altijd gappen, die papen. Bijna alles wat ze later kerstenen noemden, hebben ze eerst gegapt: het paasfeest van de joden, de kersttak van de druïden en het midwinterblazen van de Saksen. Toen het de bezoekcijfers ten goede leek te komen hebben ze nog overwogen het Gregoriaans helemaal in te ruilen voor de beatmis, en nu dus aliens voor parochianen. Dat heeft de pater misschien als in een visioen gezien toen hij bovenop de Sint Pieter de hemel afkeek: hoe alle lege kerken op aarde volliepen met Invasion of the Saucer Men.”

 

 

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Jan Blokker (Amsterdam, 27 mei 1927)

 

 

 

De Belgische Franstalige schrijver Georges Eekhoud werd in Antwerpen geboren op 27 mei 1854. Zie ook alle tags voor Georges Eekhoud op dit blog.

 

Uit: L’autre vue ou Voyous de velours

 

” Il pouvait avoir de quinze á seize ans, l’âge des autres polissons ; mais de taille chétive, la misere contrariait sa croissance, et leur teint hâlé et blafard paraîssait rosé á côté de la pâleur livide du sien . Dés que je l’eux aperçu, les autres cesserent de m’intéresser . Les abandonnant á leur extase, je m’engageai á la suite du gamin solitaire dans les salles qu’il lui restait á visiter . Malgré la faim qui lui tiraillait le ventre, le pauvret s’arrêtait devant maint joli tableau et le considérait avec une curiosité naive que je n’avais pas vue aux apprentis tapageurs . Je m’étais approché de lui au point de le frôler et je réglai mes mouvements sur les
siens, ne bougeant que lorsque lui-même avançait d’un pas . Surprit-il mon manege et chercha-t-il á m’eviter, gêné par un voisinage trop humiliant pour ses haillons ? A un moment, il traversa la salle et se mit á parcourir les tableaux de la rampe opposée á celle que nous
avions longée jusque-lá .
Je le rejoignis de façon si ostensible, qu’il tourna son blême visage de mon côté et me regarda d’un air ombrageux, appréhendant peut-être en moi un traqueur de vagabonds, un de ces tristes veneurs qui galopent les batteurs de pavés pour les entasser dans les pourrissoirs des dépôts . Mais mon regard, lubrifié par la sympathie, un sourire oú je mis le plus de persuasion et de caresse possible le rassurerent en partie sans encore l’édifier toutefois sur la nature de l’intérêt que je lui portais, et peut-être ne fut-il pas loin, le pauvre enfant exsangue et décharné, de méconnaître ma sollicitude, car une rougeur teignit furtivement ses pommettes . Comme je redoublai de muette, mais en quelque sorte magnétique conjuration, á la longue il se décida á son tour á m’interroger du regard .”

 

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Georges Eekhoud (27 mei 1854 – 29 mei 1927)

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 27 mei 2007.

De Tsjechisch-Israëlische schrijver, criticus en componist Max Brod werd geboren in Praag op 27 mei 1884.

De Nederlandse journalist, schrijver en kunsthandelaar Adriaan Harrie Venema werd geboren in Heiloo op 27 mei 1941.

Robert Ludlum, Theodore Roethke, Claire Castillon, Ralph Waldo Emerson, Egyd Gstättner

In verband met een korte vakantie van Romenu zijn de postings even wat minder uitvoerig.

 

 

De Amerikaanse schrijver Robert Ludlum werd geboren in New York op 25 mei 1927. Zie ook mijn blog van 25 mei 2007.

 

Uit: The Paris Option

“The first warm winds of spring gusted along Paris’s narrow back streets and broad boulevards, calling winter-weary residents out into the night. They thronged the sidewalks, strolling, linking arms, filling the chairs around outdoor cafe tables, everywhere smiling and chatting. Even the tourists stopped complaining-this was the enchanting Paris promised in their travel guides.

Occupied with their glasses of vin ordinaire under the stars, the spring celebrators on the bustling rue de Vaugirard did not notice the large black Renault van with darkened windows that left the busy street for the boulevard Pasteur. The van circled around the block, down the rue du Dr Roux, and at last entered the quiet rue des Volontaires, where the only action was of a young couple kissing in a recessed doorway.

The black van rolled to a stop outside L’Institut Pasteur, cut its engine, and turned off its headlights. It remained there, silent, until the young couple, oblivious in their bliss, disappeared inside a building across the street.

The van’s doors clicked open, and four figures emerged clothed completely in black, their faces hidden behind balaclavas. Carrying compact Uzi submachine guns and wearing backpacks, they slipped through the night, almost invisible. A figure materialized from the shadows of the Pasteur Institute and guided them onto the grounds, while the street behind them remained quiet, deserted.

Out on the rue de Vaugirard, a saxophonist had begun to play, his music throaty and mellow. The night breeze carried the music, the laughter, and the scent of spring flowers in through the open windows of the multitude of buildings at the Pasteur. The famed research center was home to more than twenty-five hundred scientists, technicians, students, and administrators, and many still labored into the night.

The intruders had not expected so much activity. On high alert, they avoided the paths, listening, watching the windows and grounds, staying close to trees and structures as the sounds of the springtime gaiety frown the rue de Vaugirard increased.

But in his laboratory, all outside activity was lost on Dr. Emile Chambord, who sat working alone at his computer keyboard on the otherwise unoccupied second floor of his building. His lab was large, as befitted one of the institute’s most distinguished researchers. It boasted several prize pieces of equipment, including a robotic gene-chip reader and a scanning-tunneling microscope, which measured and moved individual atoms. But more personal and far more critical to him tonight were the files near his left elbow and, on his other side, a spiral-bound notebook, which was open to the page on which he was meticulously recording data.”

ludlum

Robert Ludlum (25 mei 1927 – 12 maart 2001)

 

De Amerikaanse dichter Theodore Huebner Roethke werd geboren in Saginaw, Michigan op 25 mei 1908. Zie ook mijn blog van 25 mei 2007 en ook mijn blog van 25 mei 2006.

The Geranium

When I put her out, once, by the garbage pail,
She looked so limp and bedraggled,
So foolish and trusting, like a sick poodle,
Or a wizened aster in late September,
I brought her back in again
For a new routine–
Vitamins, water, and whatever
Sustenance seemed sensible
At the time: she’d lived
So long on gin, bobbie pins, half-smoked cigars, dead beer,
Her shriveled petals falling
On the faded carpet, the stale
Steak grease stuck to her fuzzy leaves.
(Dried-out, she creaked like a tulip.)

The things she endured!–
The dumb dames shrieking half the night
Or the two of us, alone, both seedy,
Me breathing booze at her,
She leaning out of her pot toward the window.

Near the end, she seemed almost to hear me–
And that was scary–
So when that snuffling cretin of a maid
Threw her, pot and all, into the trash-can,
I said nothing.

But I sacked the presumptuous hag the next week,
I was that lonely.

 

Journey into the Interior

In the long journey out of the self,
There are many detours, washed-out interrupted raw places
Where the shale slides dangerously
And the back wheels hang almost over the edge
At the sudden veering, the moment of turning.
Better to hug close, wary of rubble and falling stones.
The arroyo cracking the road, the wind-bitten buttes, the canyons,
Creeks swollen in midsummer from the flash-flood roaring into the narrow valley.
Reeds beaten flat by wind and rain,
Grey from the long winter, burnt at the base in late summer.
— Or the path narrowing,
Winding upward toward the stream with its sharp stones,
The upland of alder and birchtrees,
Through the swamp alive with quicksand,
The way blocked at last by a fallen fir-tree,
The thickets darkening,
The ravines ugly.

 

In a Dark Time

In a dark time, the eye begins to see,
I meet my shadow in the deepening shade;
I hear my echo in the echoing wood–
A lord of nature weeping to a tree,
I live between the heron and the wren,
Beasts of the hill and serpents of the den.

What’s madness but nobility of soul
At odds with circumstance? The day’s on fire!
I know the purity of pure despair,
My shadow pinned against a sweating wall,
That place among the rocks–is it a cave,
Or winding path? The edge is what I have.

A steady storm of correspondences!
A night flowing with birds, a ragged moon,
And in broad day the midnight come again!
A man goes far to find out what he is–
Death of the self in a long, tearless night,
All natural shapes blazing unnatural light.

Dark,dark my light, and darker my desire.
My soul, like some heat-maddened summer fly,
Keeps buzzing at the sill. Which I is I?
A fallen man, I climb out of my fear.
The mind enters itself, and God the mind,
And one is One, free in the tearing wind

Roethke

Theodore Roethke (25 mei 1908 – 1 augustus 1963)

 

De Franse schrijfster Claire Castillon werd geboren op 25 mei 1975 in Neuilly-sur-Seine. Zie ook mijn blog van 25 mei 2007.

 

Uit: Le grenier

 

J’ai décidé de ne plus rien passer par mon trou du cul, ni dans un sens, ni dans l’autre. Ni queue, ni crotte. J’ai trop peur que maman Perle ne me quitte par en bas, et je n’oublie pas que j’ai failli la perdre. Alors il faut que je mange très peu. Je vais mastiquer longuement, et avaler j
uste une bouchée par repas, que je rendrai plus tard, par en haut. Je n’irai plus jamais aux toilettes.
– Tu sais, Simon, j’ai décidé de ne plus jamis aller aux toilettes. Désormais, je fais que pipi.
– C’est intéressant. Tu en as d’autres comme ça? a demandé Simon.
– Non. Je gerbe souvent. C’est tout. Mais je crois que je l’ai déjà dit.
– Et sinon, a ajouté Simon, à part avaler des billes et arrêter de chier, tu as des projets?
– Non.
– Ecoute, si tu vis bien comme ça, tant mieux. Tu arrives à travailler?
– Très bien, ai-je répondu. Je travaille très bien.
– Je ne te propose pas d’aller diner? a-t-il ajouté. Tu préfères faire un footing?
– Non. Je vais aller vomir. J’ai pas assez craché mon déjeuner.

Je sens que j’ai frolé sa baffe dans ma gueule, mais rien. Il s’est levé, il a soupiré, je crois même qu’il a haussé les épaules, et il a claqué la porte. M’en fous. Il rappellera.
Ah, Simon…Quand comprendras-tu que j’ai envie que tu me cognes. Une fois. J’ai envie que tu me frappes et que tu me secoues par les bras, devant toi, comme on fait avec les bébés qui s’étouffent, ou avec les brancardiers qui bloquent un passage. Que tu gueules, que tu vocifères, que tu me pousses sur le carrelage contre lequel je m’éclaterai la tempe, et que tu me baises alors que je reprends à peine connaissance, en me murmurant que je suis la pute que tu aimes. »

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Claire Castillon (Neuilly-sur-Seine, 25 mei 1975)

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 25 mei 2007.

De Amerikaanse schrijver, filosoof en essayist Ralph Waldo Emerson werd geboren in Boston, Massachusetts op 25 mei 1803.

De Oostenrijkse schrijver en essayist Egyd Gstättner werd geboren op 25 mei 1962 in Klagenfurt.