Adrienne Rich, Paul Gellings, Jakob van Hoddis, Friedrich Rückert, Lothar Baier, Juan Rulfo, Olga Berggolts, Olaf J. de Landell, Casper Fioole

 

De Amerikaanse dichteres Adrienne Rich werd 16 mei 1929 geboren te Baltimore.

 

 

My Mouth Hovers Across Your Breasts 

 

My mouth hovers across your breasts

in the short grey winter afternoon

in this bed we are delicate

and touch so hot with joy we amaze ourselves

tough and delicate we play rings

around each other our daytime candle burns

with its peculiar light and if the snow

begins to fall outside filling the branches

and if the night falls without announcement

there are the pleasures of winter

sudden, wild and delicate your fingers

exact my tongue exact at the same moment

stopping to laugh at a joke

my love hot on your scent on the cusp of winter 

 

 

 

 

Our Whole Life 

 

Our whole life a translation

the permissible fibs

 

and now a knot of lies

eating at itself to get undone

 

Words bitten thru words

 

~~

 

meanings burnt-off like paint

under the blowtorch

 

All those dead letters

rendered into the oppressor’s language

 

Trying to tell the doctor where it hurts

like the Algerian

who waled form his village, burning

 

his whole body a could of pain

and there are no words for this

 

except himself 

 

adrienne_rich

Adrienne Rich (Baltimore, 16 mei 1929)

 

 

 

 

De Nederlandse dichter en vertaler Paul Johann Gellings werd geboren in Amsterdam op 16 mei 1953.

 

 

De Sjoel van Enschede

 

Vaak wandel ik door deze stad

En ga dan naar de Prinsestraat

Ik kan het maar niet laten omdat

Daar de hemel op een voetstuk staat.

 

Het ruisen van een lindeboom

overstemt er alle stadsverkeer,

het wiegde mij laatst in een droom

en wie ik was wist ik niet meer.

 

Voor de deur stond een gebogen rug,

Een man zei: waar is mijn zoon?

En: zijn mijn vrouw en dochter terug?

Weet niemand waar ik woon?

 

Ik wandelde al vele dagen

en kwam steeds hier naartoe.

Geef antwoord op mijn vragen,

ik ben het wandelen moe.

 

 

Of zwijg, maar spaar mijn lief,

mijn dochter en mijn zoon;

hier sta ik, buig ik, zonder grief

in mijn naaktheid voor uw troon.

 

 

 

paulgellings

Paul Gellings (Amsterdam, 16 mei 1953)

 

 

 

 

De Duitse dichter Johann Michael Friedrich Rückert werd geboren in Schweinfurt op 16 mei 1788. Zie ook mijn blog van 17 mei 2006.

 

 

Das Veilchen ist aufgeblüht

 

Das Veilchen ist aufgeblüht,

Aber es duftet nicht,

Der Merz ist zu kalt und rauh.

Was fehlt dir, o krankes Gemüth?

Es fehlt dir der Freude Licht,

Es fehlt dir des Himmels Thau.

Das Veilchen ist aufgeblüht,

Aber es duftet nicht,

Der Merz ist zu kalt und rauh.

 

 

 

Der Freund hat Recht: Kein dunkler Schleier

Der Freund hat Recht: Kein dunkler Schleier

Soll mehr dein klares Bild verhangen;

Vor meinen Augen sollst du freier

Bekränzt mit lichten Rosen prangen,

Daß jeder Sonnenstral als Freier

 

Durchs Fenster zu dir mag gelangen.

Er werb’ um dich, und von der Leier

Des Vaters sei das Fest begangen:

Mein Kind hält seine Hochzeitfeier,

Und soll nicht vorm Erbleichen bangen.

 

 

 

 

Der Frühling spricht – Was siehst du mich so finster an

 

Was siehst du mich so finster an,

Als hätt’ ichs wahrlich dir gethan?

Es that’s der Tod mit seinen Frösten.

Hätt’ es des Winters Frost gethan,

So böt’ ich meinen Trost dir an,

So aber kann dich Gott nur trösten.

 

Doch sieh nur meine Blumen an!

Sie haben dir kein Leid gethan,

Und möchten, könnten sie’s, dich trösten.

Und nimmst du keinen Trost sonst an,

Denk: Auch um euch ists bald gethan,

Ihr alle sterbet auch in Frösten!

 

 

Friedrich_Rueckert_(Carl_Barth)

Friedrich Rückert (16 mei 1788 – 31 januari 1866)

Portret door Carl Barth

 

 

 

 

De Duitse dichter Jakob van Hoddis (pseudoniem van Hans Davidsohn) werd geboren in Berlijn op 16 mei 1887.

 

 

Es hebt sich ein rosa Gesicht …

 

Es hebt sich ein rosa Gesicht
Von der Wand.
Es strahlt ein verwegenes Licht
Von der Wand.
Es kracht mir der Schädel
Beim Anblick der Wand.
Es träumt mir ein Mädel
Beim Anblick der Wand.

 

O Wand, die in meine leblosen Stunden starrt
Wand, Wand, die meine Seele mit Wundern genarrt
Mit Langeweile und grünlichem Kalk
Mein Freund. Meiner Wünsche Dreckkatafalk.

 

Soeben erscheint mir der Mond
An der Wand.
Es zeigt mir Herr Cohn seine Hand
An der Wand.


Es schnattert wie Schatten
Pretiös an der Wand.

Verflucht an der Wand!
Und heut an der Wand!
Was stehen denn so viel Leut
An der Wand?

 

 

hoddis

Jakob van Hoddis (16 mei 1887 – mei/juni ? 1942)

 

 

Zie voor alle bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 16 mei 2007 en ook mijn blog van 16 mei 2008 en ook mijn blog van 16 mei 2009.

 

 

De Mexicaanse schrijver Juan Rulfo werd geboren op 16 mei 1917 in Sayula.

 

Uit: Pedro Páramo (Vertaald door Dagmar Ploetz)

 

“Ich bin nach Comala gekommen, weil mir gesagt wurde, dass hier mein Vater lebt, ein gewisser Pedro Páramo. Meine Mutter hat mir das gesagt. Und ich habe ihr versprochen, ihn gleich nach ihrem Tod aufzusuchen. Ich habe ihr die Hände gedrückt, um das zu bekräftigen,

denn sie lag im Sterben und ich hätte alles versprochen.

»Versäume nicht, ihn zu besuchen«, trug sie mir auf, »er heißt so und so. Ich bin mir sicher, dass es ihn freuen wird, dich kennenzulernen.« Und da konnte ich nicht anders, ich sagte, ja, das würde ich tun, und ich sagte es so oft, dass ich es auch dann noch sagte, als ich meine Hände nur mit Mühe aus ihren toten Händen befreien konnte.

Davor hatte sie noch gesagt: »Bettle ihn ja nicht an. Fordere, was uns zusteht. Das, was er mir schuldig war und mir nie gegeben hat … Lass ihn teuer bezahlen, dass er uns im Stich gelassen hat, mein Sohn.«

»Das werde ich tun, Mutter.«

Aber ich dachte nicht daran, mein Versprechen zu halten. Bis ich auf einmal voller Träume war und die Illusionen mit mir durchgingen. Und so entstand in mir eine Welt rund um diese Hoffnung namens Pedro Páramo, den Mann meiner Mutter. Deshalb bin ich nach Comala gekommen.

Es war die Zeit der Hundstage, wenn der Augustwind heiß bläst, vergiftet vom fauligen Geruch der Seifenkrautblüten.

Der Weg ging auf und ab. „Er steigt auf oder ab, je nachdem ob man kommt oder geht. Für den, der geht, steigt er auf, für den, der kommt, hinab.“

»Wie, sagten Sie, heißt das Dorf, das man dort unten sieht?«

»Comala, Señor.«

»Sind Sie sicher, dass das schon Comala ist?«

»Ganz sicher, Señor.«

»Und warum sieht es so traurig aus?«

»Das sind die Zeiten, Señor.«

 

 

rulfo

Juan Rulfo (16 mei 1917 – 8 januari 1986)

 

 

 

De Duitse schrijver, vertaler en essayist Lothar Baier werd geboren in Karlsruhe op 16 mei 1942.

 

Uit: Lob der Extreme – ein Rückblick aus dem Reich der Mitte

 

“Zwanzig Jahre nach 1968 wird die Frage diskutiert, ob die Revolte überhaupt mehr hinterlassen hat als die allmähliche Entfesselung individualistischer Triebregungen. Und wenn die Hinterlassenschaft hauptsächlich im Individualismus besteht, läßt sich fragen, ob sich die Geschichte der letzten vierzig Jahre den Umweg über 1968 nicht auch hätte sparen können. Denn es liegt auf der Hand, daß der Adenauersche Versuch, permanentes Wachstum mit der Restauration einer ständisch gegliederten, an traditionellen Werten orientierten Gesellschaft zu vereinen, so oder so zum Scheitern verurteilt war. Entfesseltes Wachstum verlangte auch nach dem entfesselten Konsumenten, der sich weder Kleiderordnungen noch Familienpflichten vorschreiben läßt. Ohne die Revolte und ihre rebellische Aura hätte sich die Modellierung des neuen, lustgetriebenen, anspruchsvollen, gegen jede kulturelle Bevormundung allergischen Konsumenten wahrscheinlich etwas langsamer durchgesetzt, aber durchgesetzt hätte sie sich in jedem Fall. Denn eine wachstumsfördernde Inlandsnachfrage kann sich nicht auf die Bedürfnisse kinderreicher Familien stützen, deren Haushaltsvorstände in den Regalen der Supermärkte nach Kartoffelbreisonderangeboten kramen. Sie braucht den Konsumenten, der dürre Bedürfnisse durch pralle Wünsche ersetzt hat
und den Kaufakt selbst als befreienden Akt erlebt, durch den sich ihm die Welt als Spiegel seiner Sehnsüchte erschließt. Wenn die Revolte von ’68 auch dazu beigetragen haben mag, in Gestalt des double-income-no-kids-Paares den idealen neuen Konsumverein zu formen, so lag seine Herausbildung jedenfalls im Zug der ökonomischen Entwicklung, und eine intensive Werbekampagne hätte möglicherweise das 68er Werk getan.”

 

 

baier

Lothar Baier (16 mei 1942 – 11 juli 2004)

 

 

 

Zie voor de twee bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 16 mei 2007 en ook mijn blog van 16 mei 2009.

 

 

 

De Russische dichteres en schrijfster Olga Fyodorovna Berggolts werd geboren op 16 mei 1910 in Sint Petersburg. Zie ook mijn blog van 16 mei 2009.

 

 

To My Sister

 

I dreamt of the old house

where  I spent my childhood years,

and the heart, as before, finds

comfort, and love, and warmth.

 

I dreamt of Christmas, the tree,

and my sister laughing out loud,

from morning, the rosy windows

sparkle tenderly.

 

And in the evening gifts are given

and the pine needles smell of stories

And golden stars risen

are scattered like cinder above the rooftop.

 

I know that our old house

is falling into disrepair.

Bare, despondent branches

knock against darkening panes.

 

And in the room with its old furniture,

a resentful captive, cooped up,

lives our father, lonely and weary –

he feels abandoned by us.

 

Why, oh why do I dream of the country

where the love’s all consumed, all?

Maria, my friend, my sister,

speak my name, call to me, call…

 

 

 

Vertaald door Daniel Weissbort

 

 

Berggolts

Olga Berggolts (16 mei 1910 – 13 november 1975)

 

 

 

 

De Nederlandse schrijver Olaf J. de Landell werd geboren in Cirebon op Java in Nederlands-Indië op 16 mei 1911. Zie ook ook mijn blog van 16 mei 2007 en ook mijn blog van 16 mei 2008 en ook mijn blog van 16 mei 2009.

 

 

Geen vlieg doorziet het vensterglas

 

Geen vlieg doorziet het vensterglas –
hij weet niet wat hem tegenhoudt.
Hij droomt van hoe het buiten was:
van warmte, lucht en zonnegoud.
Hij kent geen koude en geen angst;
hij klaagt het raadsel aan,
dat hem weerhoudt van levensvangst
en dat hem niet laat gaan.
Geen vlieg gelooft in ’t wijze glas –
hij droomt van milde lucht
en zomergloed en verre vlucht
en hoe de vrijheid was.
Hij weet niets van geborgen zijn.
Daarvoor is hij te klein.

 

Landell

Olaf J. de Landell (16 mei 1911 – 26 april 1989)

 

 

 

Onafhankelijk van geboortedata:

 

De Nederlandse dichter Casper Fioole werd geboren in 1975. Zie ook mijn blog van 16 mei 2009.

 

 

“Grebbelinie“

 

zij zet lijnen op haar lijf

zegt dit is een landschap

een google-map van de zuiderzee

die in mijn ogen schuimt

helemaal tot aan de berg

daar in het zuiden

ik loop haar na, traceer spakenburg

langs de eem tot amersfoort

bij leusden de dijk weer op

zuid zuid scherpenzeel

door het veen tot rhenen

tot de berg

deze lijnen zijn haar werken

deze kerf haar liniedijk

graven om in te sterven

en ik teken met mijn vinger

onze slagen, victorie en verlies

zij is mijn landschap

mijn bevochten natte grond

ze gaapt

dat als het bij topografie moet blijven

zij toch liever slapen gaat

de boel loopt onder

geen beginnen aan

 

 

casper_fioole

Casper Fioole (1975)

Arthur Schnitzler, Albert Verwey, Michael Lentz, Pem Sluijter, Max Frisch, Judith Hermann, Peter Shaffer, Raymond Federman


De Oostenrijkse schrijver en arts Arthur Schnitzler werd geboren in Wenen op 15 mei 1862.

 

Uit: Therese

 

“Zu der Zeit, da der Oberstleutnant Hubert Fabiani nach erfolgter Pensionierung aus seinem letzten Standort Wien – nicht wie die meisten seiner Berufs- und Schicksalsgenossen nach Graz, sondern – nach Salzburg übersiedelte, war Therese eben sechzehn Jahre alt geworden.

Es war im Frühling, die Fenster des Hauses, in dem die Familie Wohnung nahm, sahen über die Dächer weg den bayrischen Bergen zu; und Tag für Tag, beim Frühstück schon, pries es der Oberstleutnant vor Frau und Kindern als einen besonderen Glücksfall, daß es ihm in noch

rüstigen Jahren, mit kaum sechzig, gegönnt war, erlöst von Dienstespflichten, dem Dunst und der Dumpfheit der Großstadt entronnen, sich nach Herzenslust dem seit Jugendtagen ersehnten Genuß der Natur hingeben zu dürfen. Therese und manchmal auch ihren um drei Jahre älteren Bruder Karl nahm er gern auf kleine Fußwanderungen mit; die Mutter blieb daheim, mehr noch als früher ins Lesen von Romanen verloren, um das Hauswesen wenig bekümmert, was schon in Komorn, Lemberg

und Wien Anlaß zu manchem Verdruß gegeben, und hatte bald wieder, man wußte nicht wie, zur Kaffeestunde zwei- oder dreimal die Woche einen Kreis von schwatzenden Weibern um sich versammelt, Frauen oder Witwen von Offizieren und Beamten, die ihr den Klatsch der kleinen

Stadt über die Schwelle brachten. Der Oberstleutnant, wenn er zufällig daheim war, zog sich dann stets in sein Zimmer zurück, und beim Abendessen ließ er es an hämischen Bemerkungen über die Gesellschaften seiner Gattin nicht fehlen, die diese mit unklaren Anspielungen auf gewisse gesellige Vergnügungen des Gatten in früherer Zeit zu erwidern pflegte. Oft geschah es dann, daß der

Oberstleutnant sich stumm erhob und die Wohnung verließ, um erst in später Nachtstunde mit dumpf über die Treppe hallenden Schritten zurückzukehren.”

 

 

 

schnitzler_arthur
Arthur Schnitzler (15 mei 1862 – 21 oktober 1931)

 

 

 

 

De Nederlandse dichter, essayist en letterkundige Albert Verwey werd geboren in Amsterdam op 15 mei 1865. Zie ook mijn blog van 15 mei 2006.

 

Vrouwen

 

De lieflijkheid van vrouwen houdt verbonden
Wat mannendrift of mannenwijsheid scheidt.
Zij voelen achter gronden diepre gronden
En achter ’t Recht het ongesproken Pleit.

 

 

 

Klokgetik

 

Tik tak, tik tak: kort van pas,
Van seconde tot seconde,
Gaat de tijd, en toch te ras.
Ochtendstonde, ach middagstonde,
Avondstonde en na de dag
Nacht; en wéer een dag; en dagen,
Weken, maanden, jaren jagen
Met hetzelfde stil gewag
Van de slinger en de wijzer,
En wij worden stijver, grijzer
En gaan zachtjes over stag.
Is het zo? O ja. Maar groeien,
Bloeien en allengs vergloeien,
Eindlijk sterven, wat is schoner?
Schoner dan als aardbewoner
Brandende in het levensfeest
Zulk een mens te zijn geweest,
Zulk een lichaam, zulk een geest.

 

 

 

 

Van de liefde die vriendschap heet

 

VII

 

Mijn god is enkel gloed en donkerheid,
Schoon om te zien, – een wonder te verstaan; –
Daar is niet éen als Hij, – doch ’k zie u aan,
En waan dat gij Hem-zelf op aarde zijt.

En dus heb ik mijn ziel u toegewijd,
Opdat ze in uw gloed mochte vergaan;
En stil verteren, zonder klacht, voldaan
Met zulk een liefde en zulk een énigheid.

Zoals twee vlammen spelen in de nacht,
En nijgen naar elkaar met bleker gloor,
En trillen sneller in elkanders gloed, –

Tot bei opvlammend in de lucht, in ’t zoet
Verenen beven, – dan, den nanacht door,
Brandt éne grote vlam, in kalme pracht.

 

 

 

 

verwey
Albert Verwey
(15 mei 1865 –  8 maart 1937)

Portret door Jan Veth, 1885

 

 

 

 

Zie voor bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 15 mei 2007 en ook mijn blog van 15 mei 2008 en ook mijn blog van 15 mei 2009.

 

 

 

 

De Duitse dichter, schrijver, literatuurwetenschapper en musicus Michael Lentz werd geboren in Düren op 15 mei 1964. Zie ook mijn blog van 15 mei 2009.

 

Uit: Pazifik Exil

 

“Ich habe recherchiert und eine paradoxe Entdeckung gemacht, sagt Lion Feuchtwanger.

Wir müssen nicht recherchieren, fällt ihm Brecht ins Wort, um Hitler zu stürzen, müssen wir was unternehmen, dafür sind wir ja da.

Das eine muss das andere ja nicht ausschließen, schlichtet Heinrich Mann.

Ich weiß schon, wie das Recherchieren endet, vom Dritten Reich werden wir nachher jeder eine eigene Version haben, und jeder lässt sich vom anderen die andere Version erzählen, dann wird jeder sagen, nicht schlecht, auch eine interessante Version, aber leider unbrauchbar, sagt Brecht.

Funkstille. Man hat sich vorerst nichts mehr zu sagen. Die Herren kennen das. Der Krieg macht mürbe, vor allem, wenn nicht eintrifft, was man sich erhofft. Insbesondere Feuchtwanger

tut sich durch wilde Spekulationen hervor. Brecht interessiert sich schon mehr für die Gestaltung Nachkriegsdeutschlands.

Heinrich ist der ganzen Sache überdrüssig. Er habe zu dem Thema genug gesagt und geschrieben, allein die Wirklichkeit komme nicht nach. Was für ein Luxus, sagt er, was für ein Luxus, dass wir uns hier ungefährdet streiten, während alles ohne uns ausgemacht wird. Und doch, so Lion,

können wir nichts anderes tun, als unser Ritual aufrechtzuerhalten, uns jeden Mittwochabend hier zu treffen, eine Art Schattenkrisenstab.

Brecht holt eine Zigarre heraus, Heinrich schlägt vor, im Garten der Villa zu rauchen. So ist das also,wenn man die Kollegen zu einem Gespräch außerhalb der sonst üblichen Tagesgeschäftigkeit

einlädt, denkt Lion. Immerhin ist die Villa geräumig genug, dass man sich für ein paar Minuten aus dem Weg gehen kann. Thomas Mann war anfangs auch eingeladen. Als Brecht davon erfuhr, drohte er Lion, die Freundschaft aufzukündigen. Lion hätte es ahnen können. Thomas Mann war souverän genug zurückzutreten.”

 

 

 

Lenz
Michael Lentz (Düren, 15 mei 1964)

 

 

 

 

De Nederlandse dichteres en schrijfster Pem Sluijter werd geboren in Middelburg op 15 mei 1939. Zie ook mijn blog van 15 mei 2009.

 

 

Moerheim 1944

 

Onder het rabarberblad vandaan,
gebukt gelopen tot op de vijverrrand,
de moestuin met de drukte
van schoffel en vallende slakjes
achter me – dan was ik ver van huis.

Huis aan de vaart
waar ingekwarteerde vijand
laarzen draagt – maar banger was ik
voor de kleur van kikkers in de kleur
van plompeblad en kleine pad, die
in zijn bruine pak over voeten schoot:
hun kloppende kelen en die van mij.

Daarbuiten groeiden rozen en Russen
knielden wiedend in het aardbeibed.
Zij zouden kunnen delen
in het geheim
van de tot vuist geklemde kinderhand,
het afgeknipte stukje parachute
van zijde. – Als je een vriend
en geen vijand in de buurt zag lopen,
vouwde je voorzichtig
twee vingers open.

 

 

 

 

Sluijter
Pem Sluijter (15 mei 1939 – 18 december 2007)

 

 

 

 

De Zwitserse schrijver en architect Max Frisch werd geboren in Zürich op 15 mei 1911.

 

Uit: Mein Name sei Gantenbein

 

“Es ist ein Tag im September, und wenn man aus den finstern und gar nicht kühlen Gräbern wieder ans Licht kommt, blinzeln wir, so grell ist der Tag; ich sehe die roten Schollen der Äcker über den Gräbern, fernhin und dunkel das Herbstmeer, Mittag, alles ist Gegenwart, Wind in den staubigen Disteln, ich höre Flötentöne, aber das sind nicht die etruskischen Flöten in den Gräbern, sondern Wind in den Drähten, unter dem rieselnden Schatten einer Olive steht mein Wagen grau von Staub und glühend, Schlangenhitze trotz Wind, aber schon wieder September: aber Gegenwart, und wir sitzen an einem Tisch im Schatten und essen Brot, bis der Fisch geröstet ist, ich greife mit der Hand um die Flasche, prüfend, ob der Wein (Verdicchio) auch kalt sei, Durst, dann Hunger, Leben gefällt mir –“

 

 

 

max_frisch
Max Frisch (15 mei 1911 – 4 april 1991)

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Judith Hermann werd geboren op 15 mei 1970 in Berlijn-Tempelhof.

 

Uit: Sommerhaus, später

 

Stein fand das Haus im Winter. Er rief mich irgendwann in den ersten Dezembertagen an und sagte: “Hallo”, und schwieg. Ich schwieg auch. Er sagte: “Hier ist Stein”, ich sagte: “Ich weiß”, er sagte: ” Wie geht´s denn”, ich sagte: “Warum rufst du an”, er sagte: “Ich hab´s gefunden”; ich fragte verständnislos: “Was hast du gefunden?” und er antwortete gereizt: “Das Haus!…..”

 

 

 

 

Hermann
Judith Hermann (Berlijn-Tempelhof, 15 mei 1970)

 

 

 

 

De Britse toneelschrijver Peter Shaffer werd geboren op 15 mei 1926 in Liverpool.  

 

Uit: Equus

 

“Dysart rises, and addresses both the large audience in the theatre and the smaller one on stage.]

You see, I’m lost. What use, I should be asking, are questions like these to anoverworked psychiatrist in a provincial hospital? They’re worse than useless; they are, in fact, subversive.

[He enters the square. The light grows brighter.]

The thing is, I’m desperate. You see, I’m wearing that horse’s head myself. That’s the feeling. All reined up in old language and old assumptions, straining to jump clean-hoofed on to a whole new track of being I only suspect is there. I can’t see it, because my educated, average head is being held at the wrong angle. I can’t jump because the bit forbids it, and my own basic force — my horsepower, if you like — is too little. The only thing I know for sure is this: a horse’s head is finally unknowable to me. Yet I handle children’s heads — which I must presume to be more complicated, at least in the area of my chief concern…In a way, it has nothing to do with this boy. The doubts have been there for years, piling up steadily in this dreary place. It’s only the extremity of this case that’s made them active. I know that. The extremity is the point! All the same, whatever the reason, they are now, these doubts, not just vaguely worrying — but intolerable…I’m sorry. I’m not making much sense. Let me start properly; in order. It began one Monday last month, with Hesther’s visit.“

 

 

 

peter-shaffer1
Peter Shaffer (Liverpool 15, mei 1926)

 

 

 

 

Zie voor de drie bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 15 mei 2007 en ook mijn blog van 15 mei 2008 en ook mijn blog van 15 mei 2009.

 

 

 

De Amerikaanse dichter, schrijver, essayist, criticus, vertaler en literatuurwetenschapper Raymond Federman werd geboren in het Franse Montrouge op 15 mei 1928. Zie ook mijn blog van 15 mei 2007  en en ook mijn blog van 15 mei 2009.

 

 

 

final escape

 

how will it happen

the final exitus

will it be violent

will it hurt

or will it be quiet

full of silence

will the sordid images

that have haunted us

be suddenly erased

or will they be replayed

endlessly replayed

in virtual reality

will we fall

or will we rise

or simply pass through

as one goes through

an open door

to enter a room

perhaps it will be

an escape

another escape

from the little box

where it all started

among empty skins

but this time it will be

the final escape

from the great cunt

of existence

and this time

without any gurgling

will the stolen sugar be

as sweet as the first time

and what of the moon

tiptoeing on the roof

will she smile upon us

or remain indifferent

will there be words

left to describe what

is taking place

words and silences

or will there be only

cries and whispers

 

 

 

 

Federman
Raymond Federman (15 mei 1928 â
€“ 6 oktober 2009)


Zie voor nog meer schrijvers van de 15e mei ook mijn vorige blog van vandaag.

W.J.M. Bronzwaer, Frits van Oostrom, Paul Zindel, Mikhail Bulgakov, Lyman Frank Baum, Katherine Anne Porter, René Regenass

De Nederlandse letterkundige, essayist en criticus W.J.M. Bronzwaer werd geboren op 15 mei 1936 in Heerlen. Zie ook alle tags voor W. J. M. Bronzwaer op dit blog.

 

Uit: Lessen in lyriek

 

„Men kan Rilkes diepverborgen coïncidenties dus verstaan als semantische relaties die in de secundaire code tot stand worden gebracht of tot leven worden gewekt. Soms sluimeren die semantische relaties al in de primaire code; dat is het geval bij de eerder besproken rijmwoorden oud en woud, of bij de rijmwoorden roes en kroes in deze strofe van Geerten Gossaert (1884-1958), uit De Coma Berenices:

 

 Lang mij nog eens den vollen kroes

 Van liefdes zoeten zwijmelwijn.

 Mij hunkert naar den diepen roes

 Van in U zelfvergeten zijn.

 

Tussen roes en kroes bestaat een semantische relatie in de primaire code: de woorden zijn semantisch verwant en het rijm ligt evenzeer ‘voor de hand’ als dat tussen oud en woud of hart en smart. Maar op andere plaatsen in deze tekst treden verborgen coïncidenties aan het licht, worden semantische relaties tot stand gebracht of geactiveerd waarvan wij ons niet bewust waren. Op posities die zowel syntactisch als metrisch equivalent zijn, staan bijvoorbeeld zwijmelwijn en vergeten zijn en deze equivalentie verrijkt de betekenis van het woord zwijmelen: dat heeft hier meer met bewustzijnsverlies dan met sentimentaliteit te maken. Via een andere positionele equivalentie is met zwijmelwijn het woord liefde verbonden, dat zelf weer positioned te verbinden is met in U. Zelf en U zijn verbonden door hun heffingsequivalentie, die door de antimetrie op U extra wordt benadrukt; daar zelf met vergeten is verbonden ontstaat de betekenis dat de geliefde alleen kan worden bereikt als de minnaar van alle zelfbewustzijn afstand doet. Deze betekenis blijft echter overschaduwd door het besef dat deze ideaaltoestand van de liefde als absoluut altruïsme toch ook een sentimentele dronkemansdroom moet heten.“

 

 

 

Bronzwaer_Gossaert

W.J.M. Bronzwaer (15 mei 1936 – 20 januari 1999)

Portret van Geerten Gossaert door Karel van Veen

(Geen portrtet van W.J.M. Bronzwaer beschikbaar)

 

 

 

 

De Nederlandse historisch letterkundige Frits van Oostrom werd geboren in Utrecht op 15 mei 1953. Zie ook alle tags voor Frits van Oostrom op dit blog.

 

Uit: Floris ende Blancefloer (Diederic van Assenede, ca. 1255, Vlaanderen)

 

Doe rechte hem Floris van den grave,

Niet verre bleef hi staende daer ave;

Tenen griffie voedersele hi vinc

Daer ene guldine griffie in hinc,

Die hem hadde gegeven Blancefloer

Op minne, doe hi van haer voer.

Alse Floris die griffie uut trac,

Hi hiltse vor hem ende sprac:

‘Dese griffie, Blancefloer, daeddi maken

Ende gaefse mi bi derre saken,

Als icse dan saghe, dat si woude

Dat ic haers gedinken soude.

Nu leget mijn troest an di allene,

Du salt mi lossen uten wene,

Daer ic in ben, ende nemen mi dat leven,

Al ne waerstu mi niet daer toe gegeven.

 

 

Vertaling:

 

Floris stond op van het graf en

bleef niet ver van daar stilstaan.

Hij pakte een griffelkoker,

met daarin een gouden schrijfstift,

die Blancefloer hem als teken van haar liefde

had gegeven toen hij van haar wegging.

Hij trok de griffel uit de koker,

hield hem voor zich en sprak:

‘Blancefloer, deze griffel heb je

laten maken en aan mij gegeven,

omdat je wilde dat ik aan je

zou denken als ik hem zag.

Nu ben jij, griffel, mijn enige toevlucht,

jij moet me verlossen uit mijn ellende

en me doden, ook al ben je

me niet voor dat doel gegeven.

 

 

vmOostrom

Frits van Oostrom (Utrecht, 15 mei 1953)

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Paul Zindel werd geboren op 15 mei 1936 in New York. Zie en ook alle tags voor Paul Zindel op dit blog.

 

Uit: The Undertaker’s Gone Bananas

 

Then the rest of the afternoon they hardly spoke about Mr. Hulka at all. There were too many other important possibilities for the summer coming up. And before long they were into their favorite pastime – which was looking off the terrace and over the terrain of their past exploits. The things they had done on the Palisade Cliffs and the George Washington Bridge – and then across the way on the New York side of the river where The Cloisters was set on top of th ehills above the Henry Hudson Parkway. At least a couple of times a week they looked off the terrace and reminisced about the time they borrowed choir robes from Grace Methodist Church and got dressed as a monk and a nun. Lauri had spent three days making the hat which looked a little bit like a giant dove sitting on her head. And they had gone up to the grounds of The Cloisters which was a religious museum that housed the intricate Unicorn tapestries. Bobby h ad added a hood to his robe so he really looked monastic. And Lauri had also fashioned a stiff white bib, and they strolled The Cloisters grounds all day sipping Coca-Cola and speaking loudly so the tourists could hear them. They kept saying that they were appointed by the archdiocese to guard the Unicorn because of their chosen spiritual identification with all things mystical and magical. Another time, right on the edge of the Cliffs, they had held a marshmellow roast which the Fort Lee police had raided and made them
extinguish. Bobby had told them he was the son of the Rockefellers who owned all the land but they had chased them away anyway. It seemed like Fort Lee had only about three or four policement who worked the Cliff areas and in less than a year Bobby and Lauri had gotten to know all of them through their high jinx. The one who usually caught them was Patrolman Petrie. Patrolman Petrie was also the one who came after them on the middle of the George Washington Bridge the day Lauri and Bobby decided to walk across wearing ape masks.“

 

 

Zindel2

Paul Zindel (15 mei 1936 – 27 maart 2003)

 

 

 

De Russische schrijver Mikhail Afanasjevitsj Bulgakov werd geboren op 15 mei 1891 in Kiev. Zie ook alle tags voor Mikhail Bulgakov op dit blog.

 

Uit: The Master and Margarita (Vertaald door Michael Glenny)

 

„At the sunset  hour of one warm spring day two  men were  to be seen at Patriarch’s Ponds. The first of them–aged about forty, dressed in a greyish summer  suit–was  short,  dark-haired,  well-fed  and bald.  He carried his decorous pork-pie hat by the brim and his neatly shaven face was embellished

by  black hornrimmed spectacles of  preternatural  dimensions. The other,  a broad-shouldered young  man with  curly reddish hair  and a check cap pushed back  to the nape of  his neck,  was  wearing a tartan  shirt,  chewed white trousers and black sneakers.

     The first was none other than Mikhail Alexandrovich  Berlioz, editor of a  highbrow literary magazine  and chairman of the management cofnmittee  of one of the  biggest Moscow  literary  clubs, known by  its  abbreviation  as massolit; his  young companion  was  the  poet Ivan  Nikolayich Poniryov who wrote under the pseudonym of Bezdomny.

     Reaching  the shade  of the budding lime  trees,  the two writers  went straight to a gaily-painted kiosk labelled’Beer and Minerals’.

     There was an oddness about  that  terrible day in  May  which  is worth recording  : not  only at  the  kiosk but along the whole avenue parallel to Malaya Bronnaya Street there was not a person to be seen. It was the hour of the  day  when people  feel too exhausted to breathe, when Moscow glows in a dry haze as the sun disappears behind the Sadovaya Boulevard–yet no one had come  out for a walk under the limes,  no one  was  sitting  on a bench, the avenue was empty.“

 

 

Bulgakov

Mikhail Bulgakov (15 mei 1891 – 10 mei 1940)

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Lyman Frank Baum werd geboren in Chittenango op 15 mei 1856. Zie ook alle tags voor Lymman Frank Baum op dit blog.

 

Uit: The Wonderful Wizard of Oz

 

„When Dorothy stood in the doorway and looked around, she could see nothing but the great gray prairie on every side. Not a tree nor a house broke the broad sweep of flat country that reached the edge of the sky in all directions. The sun had baked the plowed land into a gray mass, with little cracks running through it. Even the grass was not green, for the sun had burned the tops of the long blades until they were the same gray color to be seen everywhere. Once the house had been painted, but the sun blistered the paint and the rains washed it away, and now the house was as dull and gray as everything else.
When Aunt Em came there to live she was a young, pretty wife. The sun and wind had changed her, too. They had taken the sparkle from her eyes and left them a sober gray; they had taken the red from her cheeks and lips, and they were gray also. She was thin and gaunt, and never smiled, now. When Dorothy, who was an orphan, first came to her, Aunt Em had been so startled by the child’s laughter that she would scream and press her hand upon her heart whenever Dorothy’s merry voice reached her ears; and she still looked at the little girl with wonder that she could find anything to laugh at.
Uncle Henry never laughed. He worked hard from morning till night and did not know what joy was. He was gray also, from his long beard to his rough boots, and he looked stern and solemn, and rarely spoke.“

 

 

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Lyman Frank Baum (15 mei 1856 – 6 mei 1919)

 

 

De Amerikaanse schrijfster en journaliste Katherine Anne Porter werd geboren op 15 mei 1890 in Indian Creek, Texas. Zie ook alle tags voor Katherine Anne Porter op dit blog.

 

Uit: Collected Stories and Other Writings

 

„My stories are fragments, each one touching some phase of a versatile national temperament, which is a complication of simplicities: but I like best the quality of aesthetic magnificence, and, above all, the passion for individual expression without hypocrisy, which is the true genius of the race.

I have been accused by Americans of a taste for the exotic, for foreign flavors. Maybe so, for New York is the most foreign place I know, and I like it very much. But in my childhood I knew the French-Spanish people in New Orleans and the strange “Cajans” in small Louisiana towns, with their curious songs and customs and blurred patois; the German colonists in Texas and the Mexicans of the San Antonio country, until it seemed to me that all my life I had lived among people who spoke broken, laboring tongues, who put on with terrible difficulty, yet with such good faith, the ways of the dominant race about them. This is true here in New York also, I know: but I have never thought of these people as any other than American. Literally speaking, I have never been out of America; but my America has been a borderland of strange tongues and commingled races, and if they are not American, I am fearfully mistaken. The artist can do no more than deal with familiar and beloved things, from which he could not, and, above all, would not escape. So I claim that I write of things native to me, that part of America to which I belong by birth and association and temperament, which is as much the province of our native literature as Chicago or New York or San Francisco. All the things I write of I have first known, and they are real to me.“

 

 

porter

Katherine Anne Porter (15 mei 1890 – 18 september 1980)

 

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 15 mei 2009.

De Zwitserse dichter, schrijver en beeldend kunstenaar René Regenass werd geboren op 15 mei 1935 in Basel.

 

 

Jo Gisekin, Eoin Colfer, Gaby Hauptmann, Jens Sparschuh, Karl-Markus Gauß, Dante Alighieri

De Vlaamse dichteres Jo Gisekin werd geboren in Gent op 14 mei 1942. Zie ook alle tags voor Jo Gisekin op dit blog.

 

Als ik het boek niet had

 

Als ik het boek niet had zou ik
ánders leven. In de spiegels van het
blad zie ik mijn gisteren. de nacht,
het zeldzaam tedere van elk verleden
dat niet vervaagt
nu ik nog alles weet.

 

Ik ken de plekken waar het landschap
tot aan mijn voetzool plooit in veel verborgen
geuren, de zon een feest is. Muziek een
stortbui uit wijde galmgaten. Psalmen
voor een ver verschiet.

 

Hoe zou ik weten wie de tijd ontstak, aan
ieder woord zijn klinker gaf, zingend
in mijn oor.
De vreugde kan niet op
in alle talen, in elk nieuw boek
een jong bestaan.

 

 

Het haakwerk van liefde

 

Met het vakmanschap
van metselaars
op het plein van platanen
zou ik je
als een beeldhouwwerk
steen per steen beweegloos
op elkaar willen passen

 

Als een vleermuis
deskundig de ruimte
van je fragiel bestaan doorklieven
om te zien hoe
geitenblad en disteldoorn
geel en paars in ruitmotief
over je spankracht
heen en weer doen vlieden.

 

Ach
ik weet wat water is
het wier van schaamte
en tijdloosheid
van terloops plezier.

 

Het haakwerk van liefde
is een schichtig motief
ternauwernood
kunnen jij of ik
haar bloem versieren.

 

Gisekin

Jo Gisekin (Gent, 14 mei 1942)

 

De Ierse schrijver Eoin Colfer (zijn voornaam wordt uitgesproken als Owen) werd geboren in Wexford op 14 mei 1965. Zie ook alle tags voor Eoin Colfer op dit blog.

Uit: Artemis Fowl

By now, you must have guessed just how far Artemis Fowl was prepared to go in order to achieve his goal. But what exactly was this goal? What outlandish scheme would involve the blackmailing of an alcohol-addicted sprite? The answer was gold.

Artemis’s search had begun two years previously when he first became interested in surfing the Internet. He quickly found the more arcane sites: alien abduction, UFO sightings, and the supernatural. But most specifically the existence of the People.

Trawling through gigabytes of data, he found hundreds of references to fairies from nearly every country in the world. Each civilization had its own term for the People, but they were undoubtedly members of the same hidden family. Several stories mentioned a Book carried by each fairy. It was their Bible, containing, as it allegedly did, the history of their race and the commandments that governed their extended lives. Of course, this book was written in Gnommish, the fairy language, and would be of no use to any human.

Artemis believed that with today’s technology the Book could be translated. And with this translation you could begin to exploit a whole new group of creatures.

Know thine enemy was Artemis’s motto, so he immersed himself in the lore of the People until he had compiled a huge database on their characteristics. But it wasn’t enough. So Artemis put out a call on the Web: Irish businessman will pay large amount of U.S. dollars to meet a fairy, sprite, leprechaun, pixie. The responses had been mostly fraudulent, but Ho Chi Minh City had finally paid off.“

colfer

Eoin Colfer (Wexford, 14 mei 1965)

 

De Duitse schrijfster Gaby Hauptmann werd geboren op 14 mei 1957 in Trossingen. Zie ook alle tags voor Gaby Hauptmann op dit blog.

Uit: Kaya schießt quer

Kaya zitterte bei jedem Sprung mit, obwohl Lara doch ihre Konkurrentin war. Trotzdem, Lara hatte einfach ein wunderschönes Pony, schwarz wie die Nacht mit einem weißen Stern mitten auf der Stirn – und, was fast noch wichtiger war, mit einem ungeheuren Sprungvermögen.

Die beiden fegten durch den Parcours, dass die Zuschauer den Atem anhielten. Heute ging es um Zeit und Fehler, und da war Black Jack allen anderen überlegen.

Kaya stand noch immer ganz beeindruckt da, obwohl sie längst hätte aufsitzen müssen, und sie war sich sicher, dass Fritz Lang deswegen schon sauer sein würde, aber sie konnte sich von dem Bi
ld einfach nicht lösen. Jetzt kamen die beiden auf die letzte Kombination zu, ein blau-weißer Steilsprung und dahinter ein gewaltiger Oxer, der für sie selbst gleich zum richtigen Problem werden würde, für

Black Jack aber noch nicht mal einen Augenaufschlag mehr bedeutete.

Kaya hatte bisher immer nur von diesem Siegerpaar gehört, aber heute war der große Tag, da sie beide in ein und derselben Prüfung starten durften, beim ›Bodensee Classics Ponycup‹ in Aach. Ihr Herz klopfte wie wild vor Aufregung. Fritz Lang, ihr Trainer, war vorhin mit ihnen allen den Parcours abgeschritten, aber sie konnte sich kaum auf seine Anweisungen konzentrieren, so stolz war sie, bei diesem großen, internationalen Reitturnier mitmachen zu dürfen.”

 

Gaby-Hauptmann

Gaby Hauptmann (Trossingen, 14 mei 1957)

 

De Duitse schrijver Jens Sparschuh werd geboren op 14 mei 1955 in Karl-Marx-Stadt en groeide op in Oost-Berlijn Zie ook alle tags voor Jens Sparschuh op dit blog.

Uit: Eins zu eins

“Lockruf der Wildnis Von einem Fall Wenzel zu sprechen, halte ich noch für verfrüht. Die Trottenburg sieht das übrigens ähnlich. Nachher klärt sich alles überraschend simpel auf und wie stehen wir dann da. Ihr Anruf kam kurz nach der Mittagspause. »Du, Olaf, ich glaube, wir haben ein Problem.« »Wenzel«, sagte ich. »Kommst du mal bitte rüber.« Ich weiß nicht, warum mir spontan Wenzel eingefallen ist. Für diesen halboffenen Augenblick zwischen Träumen und Wachen, in dieser Grauzone meines Denkens ich hatte gerade meinen täglichen 5-Minuten-Büroschlaf absolviert, und mein Oberkörper lag noch abgeknickt über der Schreibtischplatte muß ich ein Seher gewesen sein. Ich sah: einen langgestreckten See. Ein paar Kiefern am Ufer, die mürrisch herumstanden; schief, gegen den Wind. Aber es war gar kein Wind. Nur ein paar Vögel, die sich in den Himmel fallen ließen. Unten, im schwarzen Wasser, schwammen Wolken vorüber. Ein Findling lag am Feldrand. Ein abschüssiger Weg.”

 

Sparschuh

Jens Sparschuh (Karl-Marx-Stadt, 14 mei 1955) 

 

De Oostenrijkse schrijver, essayist en uitgever Karl-Markus Gauß werd geboren op 14 mei 1954 in Salzburg. Zie ook alle tags voor Karl-Markus Gauß op dit blog.

Uit: Die Donau hinab (Samen met Christian Thanhäuser)

 

So weit ich auch gereist bin, bis zum Leuchtturm von Sulina bin ich nie gelangt. Eine merkwürdige Scheu hat mich stets umdrehen, abzweigen, innehalten lassen, ehe ich das Donaudelta mit seinen unzähligen Seitenarmen erreicht hätte. Dort, wo sie immer langsamer fließt und unüberschaubar breit geworden ist, ihre vom Schwarzwald auf 2888 Flusskilometer gesammelten Wassermassen nur mehr träge weiterrollt und ihr fließender und zurückfließender Übergang zum Meer fast unmerklich ist, au
sgerechnet dort also, wo der Fluss zum Meer wird, markiert der Leuchtturm den messtechnischen Nullpunkt der Donau. Mich diesem Übergang und der Entgrenzung auszusetzen, habe ich immer gezaudert, als wäre mir dieses Überströmen, Sichverlieren im Meer der Tod, der ja am Ende aller Reisen steht und den esoterisch zur großen, letzten und wahren Reise zu verklären mich noch gar nicht reizt.
Auch das macht die Donau vermutlich einzigartig unter den Flüssen, dass ihre Kilometer-Zählung beginnt, wo der Fluss endet und sich im Meer verliert. Ende und Anfang, hier fallen sie in eins, wie umgekehrt auch im Schwarzwald, wo die Bächlein Breg und Brigach sich vereinen und die Donau ihren Weg bei einem Uferzeichen aufnimmt, das die finale Kilometer-Bezeichnung 2888 trägt, just als würde der Fluss hier, wo er entspringt, sein Ende haben und dort, wo er endet, beim Leuchtturm in Sulina, seinen Anfang nehmen.”

 

KM-Gauss

Karl-Markus Gauß (Salzburg, 14 mei 1954)

 

Zie voor de drie bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 14 mei 2008 en ook mijn blog van 14 mei 2009.

 

 

De Italiaanse dichter Dante Alighieri werd tussen 14 mei en 13 juni 1265 (volgens hemzelf in de Divina Comedia in de Goede Week en in het teken van de Tweelingen) in Florence geboren. Zie ook alle tags voor Dante Alighieri op dit blog.

 

Uit: Divina Comedia

CANTO I

 

His glory, by whose might all things are mov’d,

Pierces the universe, and in one part

Sheds more resplendence, elsewhere less.  In heav’n,

That largeliest of his light partakes, was I,

Witness of things, which to relate again

Surpasseth power of him who comes from thence;

For that, so near approaching its desire

Our intellect is to such depth absorb’d,

That memory cannot follow.  Nathless all,

That in my thoughts I of that sacred realm

Could store, shall now be matter of my song.

 

Benign Apollo! this last labour aid,

And make me such a vessel of thy worth,

As thy own laurel claims of me belov’d.

Thus far hath one of steep Parnassus’ brows

Suffic’d me; henceforth there is need of both

For my remaining enterprise Do thou

Enter into my bosom, and there breathe

So, as when Marsyas by thy hand was dragg’d

Forth from his limbs unsheath’d.  O power divine!

If thou to me of shine impart so much,

That of that happy realm the shadow’d form

Trac’d in my thoughts I may set forth to view,

Thou shalt behold me of thy favour’d tree

Come to the foot, and crown myself with leaves;

For to that honour thou, and my high theme

Will fit me.  If but seldom, mighty Sire!

To grace his triumph gathers thence a wreath

Caesar or bard (more shame for human wills

Deprav’d) joy to the Delphic god must spring

From the Pierian foliage, when one breast

Is with such thirst inspir’d.  From a small spark

Great flame hath risen: after me perchance

Others with better voice may pray, and gain

From the Cirrhaean city answer kind.

Vertaald door H. F. Cary

 

Dante-alighieri
Dante Alighieri  (14 mei/13 juni 1265 – 13/14 september 1321)

Portret door Giotto, Florence

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 14e mei ook mijn vorige blog van vandaag.

 

Krister Axel, Evelyn Sanders, Walter E. Richartz, Hans Sahar, Kasper Peters, Arjen Bakker, Karin Struck

De Amerikaanse dichter en musicus Krister Axel werd geboren op 14 mei 1974 in Parijs. Zie ook mijn blog van 14 mei 2009.

Open arms

 

It was all for you
The long expensive road to nothing new
These unappreciated lines for you
Falling on this tough love crowd, it’s true
I did it all for you
Open arms
There’s nothing better than those ample charms
Somewhere waiting for the world to start
Somehow afflicted by a broken heart
Looking for those open arms

 

When I was a prince of the world
All I had was a long list of words
All I saw I could touch with my hands
All I needed was
All I needed was a chance

 

Those days are gone
I think I see your yesterdays moved on
They left behind that dirty smile you’ve got
Younger than your timeless ways
Your yesterdays
I know all your tricks

I know the way your heart can hurt like this
I hate the way my plan can miss like this
But there’s no changing what my future is
I know all your tricks

 

When I was ahead of it all
And I could see what was coming along
Everybody knew the way to get home, but me
All I needed was
All I needed was a dream

 

Axel

Krister Axel (Parijs, 14 mei 1974)

 

De Duitse schrijfster Evelyn Sanders werd geboren op 14 mei 1934 in Berlijn, waar zij ook opgroeide. Later verhuisde haar familie naar Düsseldorf. Sanders werd opgeleid tot journalistr, maar wijdde zich na haar huwelijk aan de opvoeding van de kinderen. Haar eerste boek ontstond toevallig, toen zij voor haar oudste zoon een fotoboek samenstelde, waaraan zij oorspronkelijk korte teksten  wilde toevoegen. Daaropvolgend verschenen talrijke vrolijke familieromans.

Uit: Werden sie denn nie erwachsen?

 

„Aber nicht mitten in der Nacht. W-warum soll ich jetzt telef-fonieren? Mit wem denn?“ „Mit ssu Hause. Ich habe versprochen, daß du an d-deinem Geburtstag anrufst.“ „Die schlafen doch schon alle.“ „Iss egal. S-sollen sie aufstehen. Wir sch-schlafen ja auch noch nich.“ Nach dem achten Tuten nahm jemand den Hörer ab und eine verschlafene Stimme murmelte „Falsch verbunden.“ „Katja?“ „Ja. Aber hat das nicht bis morgen Zeit? Welcher Idiot holt einen nachts um halb Eins aus dem Bett?“ „Ich.“ „Wer ist ich?“ Offenbar musste sich meine Stimme verändert haben. „Deine liebe Mami“. Schweigen. Dann: „Du hast auch schon bessere Einfälle gehabt. Was gibt es denn so wichtiges?“ „Gar nichts. Wir ha-haben ein bißchen Geburtstag gefeiert. Pröfliche Pfingsten w-wollte ich d-dir auch noch wünschen.“ Jetzt wurde sie mißtrauisch. „Sag mal, ganz nüchtern bist du aber nicht mehr?“ „N-nein. Ich habe meinen Eintritt ins G-grufti-Alter begossen.“ „Dann geh mal schön ins Bett, Grufti, und ruf morgen wieder an.“

 

Sanders_Evelyn

Evelyn Sanders (Berlijn, 14 mei 1934)

 

 

De Duitse schrijver en chemicus Walter E. Richartz werd op 14 mei 1927 in Hamburg geboren. Zijn gymnasiumdiploma behaalde hij in München in 1944 en werd toen tot aan het einde van de oorlog soldaat. Na de oorlog studeerde hij natuurwetenschappen. Hij promoveerde in de scheikunde en ging na zijn promotie drie jaar naar de VS. De jaren in de VS hebben een diepe indruk op hem gemaakt en hij bleef levenslang betrokken bij het land. Daar is hij ook begonnen met schrijven. Vanaf 1979 was hij zelfstandig schrijver.

 

Uit: Tunneltexte

 

“Seit meiner Kindheit sammle ich Steine. Wenn ich in Stimmung bin, lese ich vom Wegrand, was mir auffällt. Eiförmig taubengraue, unscheinbare Murmeln und faustgroße rote Feldsteine. Einen habe ich, wie ein Ohr. Ich meine einen Stein, der wie ein Ohr aussieht. Keiner der Menschen, die ich kenne, versteht meine Gewohnheit. Auch meine Frau nicht. Ich habe einen Stein, der tickt. Nicht, daß er klappert, wenn man ihn schüttelt, oder auch nur, daß sein Geräusch nach dem Schütteln in Gang kommt und bald wieder aufhört. Er tickt. Er hat nie aufgehört zu ticken, meines Wissens. Es ist leise, man muß sich über den Stein beugen oder ihn nah an sich halten, um es zu hören. Ansonsten ist er flach, undeutlich rosa, ziemlich schwer. In der Nähe des Randes sind Vertiefungen, bei näherem Zusehen erkennt man Zeichen, Buchstaben, zu einem Ring angeordnet: “ETERNA”. Ich betrachtete den Fund dieses Steines als eine gute Gelegenheit, um meiner Frau meine Vorliebe näher zu bringen. Sie heißt so, Erna. Ich schenkte ihn ihr zu Weihnachten. Auch ihr. Sie betrachtete ihn, fragte oberflächlich: “Wozu” “ET”?” “Er tickt auch”, sagte ich. Meine Frau nahm sich nicht die Mühe, dies nachzuprüfen. Wenn es nach ihrer Meinung überhand nimmt, läßt meine Frau einen Arbeiter kommen, der die Steine auf seinen Schubkarren lädt, sie hinausfährt und an den Straßenrand schüttet. Im Frühjahr füllt man damit die Frostaufbrüche. Ich glaube, man hat auch den tickenden Stein abtransportiert. Ich finde ihn nicht mehr.”

 

richarts_hamburg

Walter E. Richartz (14 mei 1927 – 3 februari 1980)
Hamburg (Geen portret beschikbaar)

 

De Nederlandse schrijver van Marokkaanse afkomst Hans Sahar (pseudoniem van Farid Boukakar) werd geboren in Al Hoceima, Marokko, in 1974. Sahar kwam in 1976 met zijn familie naar Den Haag, waar hij in zijn jeugd kennis maakte met de criminaliteit van jeugdbendes, In 1995 publiceerde hij zijn eerste roman Hoezo bloedmooi die ook in het Duits vertaald werd.

Uit: De gebroeders Boetkaboet

„We moeten eerlijk zijn, maar dat kunnen we niet, dat hebben we nooit geleerd. We hebben geleerd om alles te vertellen wat op dat moment het beste uitkomt, wat de mensen het liefst horen, dus alleen maar brave dingen zoals: mooi weer buurvrouw, of nog braver: dag buurvrouw, geniet u ook zo van het mooie weer, ja toch? En dan knikt ze en lacht. Dat is precies de bedoeling. Je zou toch nooit zeggen: dag vervelende trut, ga je vandaag weer lekker verder met je stomme getrut? Dat zou je nooit zeggen, maar soms denk je het wel.
Of zo’n leraar op school. Je zegt: ja meneer, dat vind ik ook, het is best moeilijk maar ik doe mijn best, dat ziet u toch zeker wel? Maar je zegt niet: arrogante eikel, je denkt dat je alles beter weet, maar van mij kan je de schijt krijgen (en dan mag hij nog blij wezen dat je niet zegt: de tyfus, de kolere of de tfóe). Dat doe je niet. Nee, we zijn eerlijk in zoverre we eerlijk zijn. Niet meer en niet minder.
Zelfs niet in de moskee. Op het koranschooltje doe je precies wat de imam graag wil: stomweg teksten opzeggen, al die soera’s in het Arabisch, een taal die je als Berber niet kent. Als je het niet goed doet, krijg je een klap voor je bek. Niet op je kont, want dat voel je niet, maar midden in je gezicht. Dan gloeien je ogen, je neus, je mond, je oren; alles gloeit van haat tegen die man. Vernedering is het ergste wat er bestaat.“

Sahar

Hans Sahar (Al Hoceima, 1974)

 

De Nederlandse dichter, schrijver, dramaturg en toneelspeler Kasper Peters werd geboren in Doetinchem in 1973. Zie ook mijn blog van 14 mei 2009.

Op een andere plek

Ik slaap de laatste week
naast een asbak.
Geen hondenwacht in
een kooi of op de kade.

Het is lastig dat
boeken onleesbaar zijn
tijdens langzame nachten.
Muziek een teveel aan geluid is.

Ik blaas tegen een lepel
die op het theeglas leunt.

Iemand hamert op een werf.
Ik lig in bed en wrijf
over de jaarringen van
mijn vingertop.

 

Peters

Kasper Peters (Doetinchem, 1973)

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 14 mei 2009.

De Nederlandse dichter Arjen Bakker werd geboren in Groningen in 1981.

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 14 mei 2008.

De Duitse schrijfster Karin Struck werd geboren op 14 mei 1947 in Schlagtow.

Bruce Chatwin, Daphne du Maurier, Kathleen Jamie, Armistead Maupin, Gregor von Rezzori, Theo van Baaren


De Engelse schrijver Bruce Chatwin werd op 13 mei 1940 in Sheffield geboren.

 

Uit: Bruce Chatwin (Biografie door Nicholas Shakespeare)

 

For two days Bruce engaged Brain in conversations which he described as “the most stimulating discussions in my life”. They spoke of Birmingham, where Bruce had grown up and from where Brain’s father, finding England restrictive, had departed for the Cape. They spoke about Brain’s son Ted, who died at 14 months when he choked on a piece of apple, teaching Brain—painfully—to live his life as though each day might be his last. And they spoke of the origin of evil. Bruce seized on Brain’s discoveries to support his conviction that human beings were “not that bad” and that the predator instinct was not essential to our nature. If the leopard-like cat had preyed on our ancestors, then man in his origins was not necessarily aggressive. He lived his life in fear, dinofelis watching him from the shadows.

Bruce—who called the cat “the Prince of Darkness”—amused the older man. Brain says, “He understood ’the Prince of Darkness’ as a psychological necessity. He thought we had lived so long with prowling nocturnal predators they had become part of our make-up. When we no longer had these animals in bodily form, we invented dragons and heroes who went off to fight them.” Discussing, for instance, Uccello’s painting of St. George in the act of lancing the dragon, Bruce seemed to think this was an illustration of what had actually happened. Brain had misgivings about this nostalgia for “the Beast we have lost”. Nevertheless, it excited him to watch Bruce take his work and run with it. “Chatwin was like a nineteenth-century synthesiser,” says Brain. “There is a place again for that kind of generalist, someone who can wander among specialised fields and pull things together. Otherwise it’s very compartmentalised and syntheses don’t really occur.” The two men talked late into the night and on the following day they drove to the cave at Swartkrans.“

 

 

 

Chatwin
Bruce Chatwin (13 mei 1940 – 18 januari 1989)

 

 

 

 

De Britse schrijfster Daphne du Maurier werd geboren in Londen op 13 mei 1907.

 

Uit: The Birds

 

„The wind seemed to cut him to the bone as he stood there, uncertainly, holding the sack. He could see the white-capped seas breaking down under in the bay. He decided to take the birds to the shore and bury them…

He crunched his way over the shingle to the softer sand and then, his back to the wind, ground a pit in the sand with his heel. He meant to drop the birds into it, but as he opened up the sack the force of the wind carried them, lifted them, as though in flight again, and they were blown away from him along the beach, tossed like feathers, spread and scattered, the bodies of the fifty frozen birds…The dead birds were swept away from him by the wind…He looked out to sea and watched the crested breakers, combing green…

Then he saw them. The gulls. Out there, riding the seas.

What he had thought at first to be the white caps of the waves were gulls. Hundreds, thousands, tens of thousands… They rose and fell in the trough of the seas, heads to the wind, like a mighty fleet at anchor, waiting on the tide. To eastward and to the west, the gulls were there. They stretched as far as his eye could reach, in close formation, line upon line. Had the sea been still they would have covered the bay like a white cloud, head to head, body p
acked to body.“

(…)

 

At the top of the hill he waited. He was much too soon. There was half an hour still to go. The east wind came whipping across the fields from the higher ground. He stamped his feet and blew upon his hands. In the distance he could see the clay hills, white and clean, against the heavy pallor of the sky. Something black rose from behind them, like a smudge at first, then widening, becoming deeper, and the smudge became a cloud, and the cloud divided again into five other clouds, spreading north, east, south and west, and they were not clouds at all; they were birds.“

 

 

 

Daphne-du-Maurier1
Daphne du Maurier (13 mei 1907 – 19 april 1989)

 

 

 

 

De Schotse dichteres Kathleen Jamie werd geboren op 13 mei 1962 in Currie, Edinburgh.

 

 

Glamourie

 

When I found I’d lost you –

not beside me, nor ahead,

nor right nor left not

your green jacket moving

 

between the trees anywhere,

I waited a long while

before wandering on: no wren

jinked in the undergrowth,

 

not a twig snapped.

It was hardly the Wildwood,

just some auld fairmer’s

shelter belt, but red haws

 

reached out to me,

and between fallen leaves

pretty white flowers bloomed

late into their year. I tried

 

calling out, or think

I did, but your name

shrivelled on my tongue,

so instead I strolled on

 

through the wood’s good

offices, and duly fell

to wondering if I hadn’t

simply made it all up: you,

 

I mean, everything,

my entire life….either way,

nothing now could touch me

bar my hosts, who appeared

 

as diffuse golden light,

as tiny spiders

examining my hair….

what gratitude I felt then –

 

I might be gone for ages,

maybe seven years!

-and such sudden joie de vivre

that when a ditch gaped

 

right there instantly in front of me

I jumped it, blithe as a girl –

ach, I jumped clear over it,

without even pausing to think.

 

 


 

 

Jamie
Kathleen Jamie (Currie, 13 mei 1962)

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Armistead Jones Maupin Jr. werd geboren op 13 mei 1944 in Washington.

 

Uit: The Night Listener

 

„So Boyd sent them photographs. The bride turned out to be an aristocrat of the highest caste, better bred by far than any member of Boyd’s family. The couple had been wed in regal splendor, perched atop a pair of jewelled elephants. Boyd’s parents, imprisoned in their middle-class snobbery, had managed to miss the social event of a lifetime.

I had told that story so often that Jess knew it by heart. So when Boyd came to town on business and met Jess for the first time, Jess was sure he had the perfect opener. “Well,” he said brightly, “Gabriel tells me you got married on an elephant.”

Boyd just blinked at him in confusion.

I could already feel myself reddening. “You weren’t?”

“No,” Boyd said with an uncomfortable laugh. “We were married in a Presbyterian church.”

Jess said nothing, but he gave me a heavy-lidded stare whose meaning I had long before learned to decipher: You are never to be trusted with the facts.

In my defense, the essence of the story had been true. Boyd had indeed married an Indian girl he had met in the Peace Corps, and she had proved to be quite rich. And Boyd’s parents-who were, in fact, exceptionally stuffy – had always regretted that they’d missed the wedding.

I don’t know what to say about those elephants, except that I believed in them utterly. They certainly never felt like a lie. More like a kind of shorthand for a larger, less satisfying truth. Most stories have holes in them that cry out for jewelled elephants. And my instinct, alas, is to supply them.“

 

 

 

maupin
Armistead Maupin ( Washington, 13 mei 1944)

 

 

 

 

 


Zie voor alle bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 13 mei 2007 en ook mijn blog van 13 mei 2008 en ook mijn blog van 13 mei 2009.

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver en acteur Gregor von Rezzori werd geboren op 13 mei 1914 in Czernowitz. Zie ook mijn blog van 13 mei 2009.

 

Uit: Denkwürdigkeiten eines Antisemiten

 

»Skutschno« ist ein russisches Wort, das sich ins Deutsche schwerlich übersetzen läßt. Es bedeutet mehr als öde Langeweile: eine seelische Leere, deren Sog wie eine unbestimmte, aber heftig drängende Sehnsucht wirkt.
Als ich dreizehn war und in dem Alter, das im Sprachgebrauch der damaligen Erzieher »die Flegeljahre« hieß, fanden meine Eltern sich am Ende ihrer Weisheit. Wir lebten in der Bukowina, einer heute fast astronomisch fernen Provinz im europäischen Südosten – aber was ich hier erzähle, erscheint nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich so weit entrückt, als hätte ich’s nur geträumt. Dabei beginnt’s
als eine Allerweltsgeschichte.
Von den Schulen des damaligen Königreichs Rumänien, dessen Bürger wir durch den Zusammenbruch der k.u.k. Monarchie nach dem Ersten Weltkrieg geworden waren, fand ich mich durch ein »consilium abeundi« ausgeschlossen. Der Versuch, in einem Internat in Österreich, das meine Angehörigen immer noch als unsere kulturelle Heimat auffaßten, die Unausgeglichenheiten meines Charakters durch strenge Disziplin zu harmonisieren, hätte beinah zum gleichen schändlichen Ende geführt. Nur ein rechtzeitiger, vorgeschützt freiwilliger Abgang von der Anstalt verhinderte mein endgültiges Ausscheiden aus der Gruppe der Privilegierten, denen der Weg zur höheren Bildung offenstand. Ich war – wieder nach dem damaligen Sprachgebrauch derjenigen, welchen die verantwortungsvolle Aufgabe zugefallen war, Menschenkinder zu »nützlichen Mitgliedern der Gesellschaft« zu erziehen – ein »ziemlich hoffnungsloser Fall. Meine Eltern, blind dafür, in welchem Ausmaß das Widersprüchliche in mir aus der spannungsvollen Verschiedenheit ihrer beider Wesensart gewachsen war, stimmten mit den Schulmeistern überein, daß aus einer solchen Mischung von neurotischer Sensibilität und Neigung zur Gewalttätigkeit, wacher Auffassungsgabe und stumpfer Lernunfähigkeit, zärtlichem Anlehnungsbedürfnis und mangelndem Anpassungsvermögen eigentlich nur das Kriminelle sich entwickeln konnte.”

 

 

 

rezzori
Gregor von Rezzori (13 mei 1914 – 23 april 1998)

 

 

 

 

De Nederlandse dichter en godsdiensthistoricus Theo van  Baaren werd op 13 mei 1912 geboren in Utrecht. Zie ook mijn blog van 13 mei 2007 en ook mijn blog van 13 mei 2008 en ook mijn blog van 13 mei 2009.

 

 

Luister naar de stemmen van het water

 

Luister naar de stemmen van het water.
In ’t water rust de wijsheid van de aarde.
Vuur is schoon, maar bedriegt de zinnen.
Water woont met nacht in droomtijd samen.

 

Laat het water langs je oren ruisen.
Sluit je ogen toe en wees tevreden.
Nevel is een functie van het licht.
In de nacht spreekt water luid en helder.

 

Bij de aanlegsteiger aan het einde
glanst, ook in het diepste duister, ’t water,
spiegel van de ogen van de dood.

 

 

 

VanBaaren
Theo van  Baaren
(13 mei 1912  –  4 mei 1989)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 13e mei ook mijn vorige blog van vandaag.

Reinhold Schneider, Alphonse Daudet, Jacob Haafner, Koji Suzuki, Roch Carrier, Adolf Muschg, Franz Michael Felder


De Duitse dichter Reinhold Schneider werd op 13 mei 1903 geboren in Baden-Baden. Zie ook mijn blog van 13 mei 2006 en ook mijn blog van 13 mei 2009.

 

 

An den Turm des Freiburger Münsters 
 
Steh’ unzerstörbar herrlich im Gemüte 
Du großer Beter glaubensmächtiger Zeit! 
Wie dich verklärt des Tages Herrlichkeit, 
Wenn längst des Tages Herrlichkeit verglühte: 

 

So will ich bitten, daß ich treulich hüte 
Das Heilige, das Du ausstrahlst in den Streit 
Und will ein Turm sein in der Dunkelheit, 
Des Lichtes Träger, das der Welt erblühte. 

 

Und sollt’ ich fallen in dem großen Sturm,

So sei’s zum Opfer,daß noch Türme ragen 
Und daß mein Volk der Wahrheit Fackel werde. 

 

Du wirst nicht fallen, mein geliebter Turm. 
Doch wenn des Richters Blitze Dich zerschlagen,

Steig’ in Gebeten kühner aus der Erde. 

 

 

 

reinhold-schneider-briefmark

Reinhold Schneider (13 mei 1903 – 6 april 1958)

 

 

 

 

De Franse schrijver Alphonse Daudet werd geboren in Nîmes op 13 mei 1840. Zie ook mijn blog van 13 mei 2007 en ook mijn blog van 13 mei 2008 en ook mijn blog van 13 mei 2009.

 

Uit: Le petit chose

 

“Il me restait bien encore une pièce de quarante sous,mais je la gardais précieusement pour le cas où, en arrivant à Paris, je ne trouverais pas l’ami Jacques à la gare, et malgré la faim j’eus le courage de n’y pas toucher. Le diable c’est qu’autour de moi on mangeait beaucoup dans le wagon. J’avais sous mes j
ambes un grand coquin de panier très lourd, d’où mon voisin l’infirmier tirait à tout moment des charcuteries variées qu’il partageait avec sa dame. Le voisinage de ce panier me rendit très malheureux, surtout le second jour.

(…)

 

Dieu ! qu’on était bien cette nuit-là dans la chambre de Jacques ! Quels joyeux reflets clairs la cheminée envoyait sur notre nappe ! Et ce vieux vin cacheté, comme il sentait les violettes ! Et ce pâté, quelle belle croûte en or bruni il vous avait ! Ah ! de ces pâtés-là, on n’en fait plus maintenant ; tu n’en boiras plus jamais de ces vins-là, mon pauvre Eyssette !

De l’autre côté de la table, en face, tout en face de moi, Jacques me versait à boire et, chaque fois que je levais les yeux, je voyais son regard tendre comme celui d’une mère, qui me riait doucement.Moi, j’étais si heureux d’être là que j’en avais positivement la fièvre. Je parlais, je parlais !

«Mange donc », me disait Jacques en me remplissant mon assiette ; mais je parlais toujours et je ne mangeais pas. Alors, pour me faire taire, il se mit à bavarder, lui aussi, et me narra longuement, sans prendre haleine, tout ce qu’il avait fait depuis plus d’un an que nous ne nous étions pas vus.”

 

 

 

Alphonse_daudet

Alphonse Daudet (13 mei 1840 – 17 december 1897)

Standbeeld in Nîmes

 

 

 

 

De Duits-Nederlandse schrijver Jacob Gottfried Haafner werd geboren op 13 mei (volgens anderen op 13 maart) 1754 in Halle an der Saale. Zie ook  mijn blog van 13 mei 2007 en ook mijn blog van 13 mei 2009.

 

Uit: Lotgevallen op eene reize van Madras over Tranquebaar naar het eiland Ceilon

 

„Een bijzonder toeval had mij, reeds in mijne vroegste jeugd, uit de armen mijner geliefde ouders gerukt, en in de wijde wereld geworpen. Hulpeloos en verlaaten, doorkruiste ik de Indische zeeën, van de eene plaats naar de andere, mijn vaderland scheen van mij te vlieden, en alle pogingen die ik deed, om bij de mijne te rug te keeren, mislukten, en waren te vergeefs.

Zoo had ik nu van mijn elfde, tot aan mijn achttiende jaar, bijna gansch Indiën rondgezworven; schipbreuken, ziektens, gebrek, doodsgevaaren en rampen van allerlei aard had ik geleeden en ondergaan; het verhaal mijner lotgevallen, geduurende deze omzwerving, zoude ongeloofelijk schijnen. Eindelijk gaf het noodlot aan mijnen levensloop eene andere rigting, en plaatste mij in eenen daar van gansch verschillenden kring.

Ik bevond mij te Bengalen, aan boord van een Hollandsch Compagnie’s schip. Wij waren naar Nagapatnam gedestineerd, en lagen op de Volasche reede; doch konden wegens gebrek aan matroozen niet vertrekken. De meeste
der onzen waren ziek naar het Hospitaal van Chinsura, de Hollandsche Logie op Bengalen, gegaan. Men zond ons dan van die plaats, een ploeg Lascars, zwarte matroozen van den Mahometaanschen Godsdienst, en met deze staken wij naar zee.

Nooit heeft eenig schip zoo veel met stroom en wind moeten kampen; alles liep ons tegen, bijzonder de kalmte; – wij konden niet vooruit komen, Bimilipatnam, Jaggernaikpoecam, Palliacatta, alle onze kantooren langs de kust, moesten wij aandoen, om ons op nieuws van water en levensmiddelen te voorzien. Wij waren over de vijf maanden onder weg, op eenen togt die men gemeenlijk anders in minder dan zoo veele weeken doet. – Het was eene vaderlandsche reize.“

 

 

 

haafner
Jacob Haafner
(13 mei 1754 – 4 september 1809)

Illustratie uit een van Haafners boeken

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 13 mei 2009.

 

De Japanse schrijver Koji Suzuki werd geboren op 13 mei 1957 in Hamamatsu.

 

De Canadese schrijver Roch Carrier werd geboren op 13 mei 1937 in Sainte-Justine, Quebec. Zie ook mijn blog van 13 mei 2007.

 

De Zwitserse schrijver en literatuurwetenschapper Adolf Muschg werd geboren op 13 mei 1934 in Zollikon, kanton Zürich. Zie ook  mijn blog van 13 mei 2007.

 

De Oostenrijkse schrijver Franz Michael Felder werd geboren op 13 mei 1839 in Schoppernau. Zie ook  mijn blog van 13 mei 2007.

 

Hagar Peeters, Bertus Aafjes, August Vermeylen, Andrej Voznesensky, Eva Demski, Sabine Imhof, Werner Bräunig, Farley Mowat

De Nederlandse dichteres en schrijfster Hagar Peeters werd geboren in Amsterdam op 12 mei 1972. Zie ook alle tags voor Hagar Peeters op dit blog.

 

Vrijblijvend advies

Soms is een pauze genoeg.
Tel ongezien tot tien
op je vingers
in een gesprek voor je antwoordt;
zo lang duurt de suggestie van luisteren.

Blijf in de ogen van de persoon tegenover je kijken.
Vermijd staren door zo nu en dan te knikken
(volg de beweging van de kin).

Wees vriendelijk als je aankomt.
Voor je weggaat.
Laat een aandenken achter.

 

Zal ik nog een eindje met je meelopen?

Ja hoor. Je mag meelopen tot het stoplicht,
of tot de eerstvolgende tunnel.
Tot de derde straat rechts,
tot de ingang van het park.
Tot bij het ziekenhuis, tot voorbij
het ziekenhuis, tot aan mijn huisdeur.

Je mag meelopen tot in mijn kamer,
tot het glaasje van het een of ander,
tot ik mijn tanden heb gepoetst
of tot het eerste ochtendlicht
over de stoel met kleren valt.

Tot de bouwvakkers aan het werk gaan,
tot de school weer is begonnen,
de ambtenaren pauze houden
de winkels zijn gesloten
of tot de laatste stoptrein gaat.

Tot na het ontwaken maar voor het ontbijt,
tot na het ontbijt maar voor de lunch,
tot na de lunch maar voor het avondeten
mag je meelopen.

hagar_peeters

Hagar Peeters (Amsterdam, 12 mei 1972)

 

 

De Nederlandse schrijver en dichter Bertus Aafjes (pseudoniem Jan Oranje) werd geboren in Amsterdam op 12 mei 1914. Zie ook alle tags voor Bertus Aafjes op dit blog.

 

In den beginne

 

Hij liep in de nog ongenoemde morgen,

Met lange benen en met lange armen;

Zijn borst was jong en fris van vurigheid;

Zijn ogen stonden open op de dingen,

Zijn lippen hingen aan het bijna noemen,

Totdat de namen welden uit zijn mond,

Als helder water wellend uit de diepte.

 

 

De laatste brief

 

De wereld scheen vol lichtere geluiden

en een soldaat sliep op zijn overjas.

Hij droomde lachend dat het vrede was

omdat er in zijn droom een klok ging luiden.

 

Er viel een vogel die geen vogel was

niet ver van hem tussen de warme kruiden.

En hij werd niet meer wakker want het gras

werd rood, een ieder weet wat dat beduidde.

 

Het regende en woei. Toen herbegon

achter de grijze lijn der horizon

het bulderen – goedmoedig – der kanonnen.

 

Maar uit zijn jas, terwijl hij liggen bleef,

bevrijdde zich het laatste wat hij schreef:

liefste, de oorlog is nog niet begonnen

 

aafjes

Bertus Aafjes (12 mei 1914 – 22 april 1993)

 

De Vlaamse schrijver, dichter, kunsthistoricus en politicus August Vermeylen werd geboren in Brussel, op 12 mei 1872. Zie ook alle tags voor August Vermeylen op dit blog.

 

Als een zang

Als een zang die langzaam en machtig wiegt,
Uit de verte aansuist en dan weer vervliegt,
En op nieuwe wind
Me nauwer omwindt,
Hoor ‘k steeds het geruis van de zee.

Waar ik ben…. ik wandel langs zonnestranden,
Alleen met het ruisen der baren die branden,
Zachte branding die schuimt
Naar de guurklare ruimt’,
Witte ontrolling van lucht en zee.

En de golven stijgen in zingende reien
Naar de grote lichtdag waar spelemeien
De duizend gezwinde en
Witvleuglige winden
Langs gouden wegen over de zee.

Ik ga door de dagen, maar overal
Is haar ruimte en vreemd ruisende golvenval,
Zij roept me als gebod
Van mijn eigen lot
Uit de stemmen der liefde, de zee.

Zij wenkt me uit de blikken die liefde ontsloot,
De blikken van vreugde en lachende dood…
Een doodzang zo fris
Als een kinderstem is
Zingt de bron van al leven, de zee.

Haar aanwezigheid houdt mijn ziele omvangen,
Mijn ziele zo ziek van ruimte en verlangen
Naar de onoverwinbare,
De onbezinbare,
De nooit-verandrende zee.

Wieglied, doodlied, machtig en stil,
Wieg mijne ziel die vertrouwen wil,
En vol duizeligheên
Nu staat zo alleen
Voor u die van allen zijt, zee.

 

vermeylen

August Vermeylen (12 mei 1872 – 10 januari 1945)

 

 

De Russische dichter Andrej Andreyevich Voznesensky werd geboren in Moskou op 12 mei 1933. Zie ook alle tags voor Andrej Voznesensky op dit blog.

 

Her Story

 

I started up the engine and I lingered.

Where should I go? The night was fine, I figured.

The bonnet trembled like a nervous hound.

I shivered. Night lit up the houses around.

The Balzac age, I felt its burning pain,

Chilled to the bone, I couldn’t hold my own.

The age of balsam wine mixed with champaign!..

 

So I looked up, and wound the window down.

 

They were young, two pretty-pretty fellows,

wearing fur coats, looking slightly careless.

“You’re free, Miss, aren’t you ? Care for delight?

Five hundred now. One thousand for the night”.

 

I flared up. They took me for a prostitute.

My heart was jumping. What an attitude!

They want you, you’re young, you’re a whore!

Indignant, I said “Yes”, instead of “No”.

 

The other one, so “sweet and pure”,

swaying his hips, looking aside,

said: “Have you got a friend, as rich as you are?

I, too, will take it. A thousand for the night”.

 

The brutes! I thought I’d better vanish!

I stepped upon the gas and left the site.

My heart, however, jumped for joy and anguish!

“Five hundred now. One thousand for the night”.

 

 

Vertaald door Alec Vagapov

 

 

Voznesensky

Andrej Voznesensky (Moskou, 12 mei 1933) 

 

 

De Duitse schrijfster Eva Demski werd geboren op 12 mei 1944 in Regensburg. Zie ook alle tags voor Eva Demski op dit blog.

Uit: Gartengeschichten

 

„Sie starb im Dezember, als ihr Garten sich längst zur Ruhe begeben hatte. Sie war nicht krank gewesen, hatte ihn noch, wie es sich gehört, für den Winter bereitgemacht: die Töpfe in den Keller und ins Treppenhaus geschleppt, die Rosen angehäufelt und etwas zurückgeschnitten, Sorgenkinder abgedeckt, Zwiebeln gelegt. Die holländische Gartenmafia züchtet Zwiebeln, die ein einziges Mal blühen und dann nie mehr, hatte sie sich, wie in jedem Jahr, aufgeregt. Meine Mutter war eine Gartensozialistin mit immer wachem Mißtrauen gegen die Machenschaften der Industrie, die selbst vor so unschuldigen Bereichen wie ihrem Garten nicht haltmachte. Ganz im Gegenteil. Jedes Gartencenter war für sie eine Mahnung, die Revolution nicht zu vergessen.

Sie steckte voller Geschichten über die Pharmaindustrie, von Insektiziden vergiftete Billigarbeiter in Drittweltländern, genverseuchtes Saatgut und was dergleichen grüne Teufeleien

mehr sind. Natürlich hatte sie mit allem recht, ich mochte es aber nicht

hören. Der Garten sollte politikfreies Gebiet sein, fand ich. Das sah sie nicht ein, ihr gelang es im Gegensatz zu mir, Entzücken an ihrem paradiesischen Stück Erde und Erkenntnis der Hoffnungslosigkeit und Finsternis aller menschlichen Existenz jederzeit in Einklang zu bringen.“

 

Demski

Eva Demski (Regensburg, 12 mei 1944)

 

De Zwitserse dichteres Sabine Imhof werd geboren in Brig in 1976. Zie ook alle tags voor Sabine Imhof op dit blog.

 

am nabel

(für toni harzer)

 

halbierte
durch die nacht versenkt

die große zeit
um den geschnürten hals

liegt jetzt die saison
einer aussicht

ohne gespitzte münder
weisen wir uns

in den morgen
der saumlos beginnt

dieses glück ist mein
erster krieg

mit ausreichend geschütz.

 

Sabine_Imhof

Sabine Imhof (Brig, 12 mei 1976)

 

De Duitse schrijver Werner Bräunig werd geboren op 12 mei 1934 in Chemnitz. Zie ook alle tags voor Werner Bräunig op dit blog.

 

Uit: Gewöhnliche Leute

 

Die Erde fiel auf den Sarg: zwei Meter lang, einen Meter breit, das war nun alles. Einer nach dem anderen traten sie an die Grube: die Töchter, Schwiegertöchter, Schwiegersöhne. Die Enkel so, als wüßten sie nicht, wohin mit sich. Er hatte nicht gerade viele Verwandte, aber es waren dennoch fast fünfzig Leute da, aus der Straße, dem ehemaligen Betrieb und der Gewerkschaft, lauter Gesichter, die Urban kannte; nur vier oder fünf kannte er nicht. Die Hälfte davon, dachte Urban, hat sich bestimmt in den letzten fünf Jahren nicht bei ihm sehen lassen. Als ob dieser Tod nun wichtiger wäre als fünf Jahre Leben. Oder als ob das Leben normal und gewöhnlich wäre und der Tod außergewöhnlich. Er ließ einen der Angehörigen vorbei, der theatralisch kostümiert wirkte in seinem schwarzen Anzug, und er dachte: Als ob es das eine überhaupt geben könnte ohne das andere.
Immerhin, dachte er, ist siebzig kein Alter. Auch wenn unsereins nicht viel Chancen hatte, siebzig zu werden. Siebzig war kein Alter für einen Mann, der noch so beisammen war wie Paul Schramm. Urban dachte an die dreißig Jahre, die sie nebeneinander in der Grube gearbeitet hatten, aber es fielen ihm nur zusammenhanglose Einzelheiten ein, die ihm belanglos vorkamen. Er wußte schon lange, daß es immer nur die Augenblicke sind, an die wir uns erinnern, nicht etwa die Tage oder gar die Jahre. Aber es kam ihm jetzt wie Verrat vor, daß sein Gedächtnis nur lauter Nebensächlichkeiten hergab. Wir sind in die gleiche Schule gegangen, dachte er, und haben mit dem gleichen Rohrstock eins übergekriegt.“

 

braeunig

Werner Bräunig (12 mei 1934 – 14 augustus 1976)

 

De Canadese schrijver Farley Mowat werd geboren in Belleville, Ontario, op 12 mei 1921. Zie ook alle tags voor Farley Mowat op dit blog.

 

Uit: Never Cry Wolf

 

„It is a long way in time and space from the bathroom of my Grandmother Mowat’s house in Oakville, Ontario, to the bottom of a wolf den in the Barren Lands of central Keewatin, and I have no intention of retracing the entire road which lies between. Nevertheless, there must be a beginning to any tale; and the story of my sojourn amongst the wolves begins properly in Granny’s bathroom.
When I was five years old I had still not given any indication – as most gifted children do well before that age – of where my future lay. Perhaps because they were disappointed by my failure to declare myself, my parents took me to Oakville and abandoned me to the care of my grandparents while they went off on a holiday.
The Oakville house – “Greenhedges” it was called – was a singularly genteel establishment, and I did not feel at home there. My cousin, who was resident in Greenhedges and was some years older than myself, had already found his métier, which lay in the military field, and had amassed a formidable army of lead soldiers with which he was single-mindedly preparing himself to become a second Wellington. My loutish inability to play Napoleon exasperated him so much that he refused to have anything to do with me except under the most formal circumstances.

Grandmother, an aristocratic lady of Welsh descent who had never forgiven her husband for having been a retail hardware merchant, tolerated me but terrified me too. She terrified most people, including Grandfather, who had long since sought surcease in assumed deafness. He used to while away the days as calm andunruffled as Buddha, ensconced in a great leather chair and apparently oblivious to the storms which swirled through the corridors of Greenhedges. And yet I know for a fact that he could hear the word “whiskey” if it was whispered in a room three stories removed from where he sat.“

 

mowat

Farley Mowat (Belleville, 12 mei 1921)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 12e mei ook mijn vorige blog van vandaag.

 

Dante Gabriel Rossetti, Cäsar Flaischlen, Edward Lear, Maurice Carême, Nicolaas Anslijn, Andrej Amalrik, Diana Raznovich, Massimo Bontempelli

De Engelse schilder en dichter Dante Gabriel Rossetti werd op 12 mei 1828 inLonden geboren. Zie ook alle tags voor Dante Gabriel Rossetti op dit blog.

 

 

Antwerp And Bruges 

 

I climbed the stair in Antwerp church,

What time the circling thews of sound

At sunset seem to heave it round.

Far up, the carillon did search

The wind, and the birds came to perch

Far under, where the gables wound.

In Antwerp harbour on the Scheldt

I stood along, a certain space

Of night. The mist was near my face;

Deep on, the flow was heard and felt.

The carillon kept pause, and dwelt

In music through the silent place.

John Memmeling and John van Eyck

Hold state at Bruges. In sore shame

I scanned the works that keep their name.

The carillon, which then did strike

Mine ears, was heard of theirs alike:

It set me closer unto them.

I climbed at Bruges all the flight

The belfry has of ancient stone.

For leagues I saw the east wind blown;

The earth was grey, the sky was white.

I stood so near upon the height

That my flesh felt the carillon.

 

 

An Altar-Flame 

 

EVEN as when utter summer makes the grain

Bow heavily along through the whole land

It seems to me whatever while I stand

Where thou art standing; and upon my brain

Thy presence weighs like a most awful strain

Of music, heard in some cathedral fanned

With the deep breath of prayer, while the priest’s hand

Uplifts the solemn sign which shall remain

After the world. Thy beauty perfecteth

A noble calmness in me; it doth send

Through my weak heart to my strong mind a rule

Of life that they shall keep till shut of death:

Death—an arched path too long to see the end,

But which hath shadows that seem pure and cool. 

 

hunt-rossetti

Dante Gabriel Rossetti (12 mei 1828 – 9 april 1882)
Portret door William Holman Hunt, 1853

 

De Duitse dichter en schrijver Cäsar Flaischlen werd geboren op 12 mei 1864 in Stuttgart. Zie ook alle tags voor Cäsar Flaischlen op dit blog.

 

Gruß zur Nacht

Ich wollte dir ein Liedchen singen
als Gruß zur Nacht,
und auf silberhellen Schwingen
sollt es durch den Garten klingen
leise wie ein Schmetterling,
wie im Wind ein Flöckchen Flaum,
wie ein stiller
Vogeltriller
wenn es Abend wird, vom Baum.

Wind und Wolken aber wehten
plötzlich auf und überher,
schwarz und schwer,
und verflogen und zerstoben
war mit eins vom ganzen Hang
Schmetterling wie Vogelklang!

 

Flaischlen

Cäsar Flaischlen (12 mei 1864 – 16 oktober 1920)

 

De Engelse dichter, schrijver en illustrator Edward Lear werd geboren op 12 mei 1812 in Highgate. Zie ook alle tags voor Edward Lear op dit blog.

 

There was a Young Lady in White

 

There was a Young Lady in White,
Who looked out at the depths of the Night;
But the birds of the air
Filled her heart with despair,
And oppressed that Young Lady in White.

 

 

There was an Old Man of th’ Abruzzi

 

There was an Old Man of th’ Abruzzi,
So blind that he couldn’t his foot see;
When they said, ‘That’s your toe,’
He replied, ‘Is it so?’
That doubtful Old Man of th’ Abruzzi.

 

Lear

Edward Lear (12 mei 1812 – 29 januari 1888)

 

 

De Belgische, Franstalige, dichter en schrijver Maurice Carême werd geboren op 12 mei 1899 in Waver bij Brussel. Zie ook alle tags voor Maurice Carême op dit blog.

 

Le Bouleau

 

Chaque nuit, le bouleau

Du fond de mon jardin

Devient un long bateau

Qui descend ou l’Escaut

Ou la Meuse ou le Rhin.

Il court à l’Océan

Qu’il traverse en jouant

Avec les albatros,

Salue Valparaiso,

Crie bonjour à Tokyo

Et sourit à Formose.

Puis, dans le matin rose

Ayant longé le Pôle,

Des rades et des môles,

Lentement redevient

Bouleau de mon jardin.

 

Careme

Maurice Carême (12 mei 1899 – 13 januari 1978)

 

De Nederlandse schrijver Nicolaas Anslijn werd op 12 mei 1777 geboren in Leiden. Zie ook alle tags voor Nicolaas Anslijn op dit blog.

 

Uit: De brave Maria.

 

„Denkt gij nog wel eens aan den braven Hendrik?

Zeker doet gij dit, want brave kinderen willen altijd wijzer en beter worden, en daarom zult gij onzen goeden Hendrik niet vergeten.

Maar er zijn ook vele brave meisjes, zoo wel als brave jongens.

Kom, ik zal u eens iets van een braaf meisje vertellen. Dit meisje heet Maria.

Maria is eene vrienden van Hendrik. Brave kinderen zijn altijd gaarne bij brave kinderen, omdat zij van elkander veel goeds leeren. Daarom houden Hendrik en Maria veel van elkander.

Gij kent zeker deze Maria wel. Het is dat meisje, hetwelk altijd zoo zindelijk in de kleêren is. Zij is altijd zoo vriendelijk en beleefd.

Zoudt gij dat meisje niet kennen? Alle menschen spreken veel goeds van haar.

Maria is zoo oud als Hendrik. Zij zal nu twaalf jaren oud zijn.

Zij heeft reeds verleden jaar de school verlaten.

O, dan zal zij weinig geleerd hebben! Als de kinderen zoo vroeg de school verlaten, dan hebben zij niet veel tijds gehad om te leeren.“

 

Anslijn

Nicolaas Anslijn (12 mei 1777 — 18 september 1838)

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 12 mei 2007.

De Russische schrijver en dissident Andrej Aleksejevitsj Amalrik werd geboren in Moskoui op 12 mei 1938.

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 12 mei 2009.

De Argentijnse schrijfster, theatermaakster en caricaturiste Diana Raznovich werd geboren op 12 mei 1945 in Buenos Aires.

De Italiaanse schrijver en dichter Massimo Bontempelli werd geboren op 12 mei 1878 in Como.

Jan Hendrik Leopold

De Nederlandse dichter  en classicus Jan Hendrik Leopold werd geboren in ’s-Hertogenbosch op 11 mei 1865. Vanaf zijn tijdschriftdebuut in juni-juli 1893 (‘Zes Christus-verzen’) publiceerde hij regelmatig in hetzelfde tijdschrift De nieuwe gids, maar hij bundelde ze pas nadat een andere collega-dcihter, P.C. Boutens, ze in een uitgave had verzameld in 1912. De oplagen van zijn werk waren niet gering: de gedichtenbundel uit 1920 werd gedrukt in meer dan 2000 exemplaren, die overigens niet snel uitverkocht raakten. Als dichter timmerde hij niet hard aan de weg, als klassicus deed hij zijn werk ook vooral in stilte, maar hij publiceerde wel vertalingen van Marcus Aurelius en Epicurus. Hoewel Leopold na Verzen nog veel gedichten schreef, bleven zijn publicaties in boekvorm beperkt tot een paar titels: Cheops (1916) en Oostersch (1924). Daarnaast bestond echter een grote hoeveelheid ongepubliceerde en ook onvoltooide gedichten. Met zijn leerlinge Ida Gerhardt, die als dichteres en lerares klassieke talen in zijn voetsporen trad, onderhield hij vriendschappelijke betrekkingen.

Ik zie de morgen als een gouden mist

Ik zie de morgen als een gouden mist
van eigen rijkdom trage wade
een afgehangen web van draden,
en nu in twist
vingertjes vechten, vingertjes vagen
door de ragen,
rafelen, halen de draden aan,
varen er in het losgegaan
weefsel, maken de fijne gazen
een plundering en de gevlochten mazen
wijden zij uit, werken er een begin
van scheuren, totdat er tussenin
blanke kalme handen komen
de edele twee, een gelaten paar,
die van elkaar
de omgeslagen vouwen schoven,
geruste handen langs wier boven-
vlakken in glanzende val afglijden
de ruisende plooien naar weerszijden,
en zo bedaard met een lichte duw
tillen zij nu
het slaapgordijn,
zie, zie, hoe wel de dag mag zijn?

 

Herfst

De blaren laten los en op de wind
drijven ze donker langs de grijze lucht,
alsof een vlucht verlate vogels wegtrok.
Onder de bomen hangt een scherpe geur
van vochte grond en van doorweekte blaren;
geen leven, geen geluid in ’t grille licht,
dat gul door de ijle takken binnenvliet,
en eenzaam valt een schot, een verre knal,
die heel het woud vult, als waar’ ’t de eigen stem
van ’t bos, dat in sonore toon verkondigt,
dat ergens op een dichte plek een vogel
getroffen hortend door de takken zakt
en naar beneden ploft, terwijl het bloed
rood langs de bruine veren op de grond drupt.

 

Ik ben een zwerver overal

Ik ben een zwerver overal,
een doler en een vagebond
en een, die uit zich zelf geen pad,
geen ommekeer en geen uitweg vond.

Ik ben een napraatpapegaai,
ik ben een open spiegelrond,
des Eeuwigen gesproken woord,
het hapert in mijn stamelmond.

J. H. Leopold (11 mei 1865 – 21 juni 1925)