Friedrich Wilhelm Weber, Alfred Kerr, Gerhard Holtz-Baumert, Dorothy Wordsworth, Carlos Castaneda, William Collins, Christian Geissler, Ute Erb

De Duitse schrijver Friedrich Wilhelm Weber werd geboren op 25 december 1813 in Althausen. Zie ook alle tags voor Friedrich Wilhelm Weber op dit blog.

 

In der Bergkapelle

Waldumrauschte Bergkapelle,
Einsam, öd‘ und halbzerfallen,
Mag kein Pilger dich besuchen,
Immer muss ich zu dir wallen.

Fern der Welt verworrnem Brausen
Und mir selbst zurückgenommen,
Knie‘ ich am Altar, ein müder
Wandersmann am kühlen Bronnen.

Vor mir in der Mauernische
Tief gebeugt die gnadenreiche,
Schmerzensreich Gottesmutter
Mit des Sohnes blut’ger Leiche.

Ihr zu Füßen welke Blumen,
Ihr zu Häupten falbe Kränze.
Abendrotumglüht, die letzte
Liebesgab‘ entschwundner Lenze.

Welke Blumen, falbe Kränze,
Die sie brachten, ob sie starben?
Ob sie schweifen in der Fremde?
Ob sie irrten und verdarben?

Tiefe Stille! Durch die Fenster
Nur der Flüsterhauch des Windes,
Und des Bachs verlornes Murmeln,
Wie das Beten eines Kindes.

Und ich bete, schmerzlich dringend,
Wie in meiner Kindheit Tagen:
All mein Härmen und mein Sorgen,
All mein Kümmern kann ich klagen.

Und die linde, langentwöhnte,
Langersehnte Opferspende,
Leise rinnt die warme Träne
Auf die fromm gefaltnen Hände. –

Waldumrauschte Waldkapelle,
Einsam, öd‘ und halbzerfallen,
Mag kein Pilger dich besuchen,
Immer muss ich zu dir wallen.

 


Friedrich Wilhelm Weber (25 december 1813 – 5 april 1894)
Althausen

 

De Duitse schrijver, journalist en theatercriticus Alfred Kerr werd op 25 december 1867 in Breslau geboren. Zie ook alle tags voor Alfred Kerr op dit blog.

Uit: Alfred Kerr. Die Biographie (Door Deborah Vietor-Engländer)

„Für ihn war es ein deutsches und kein christliches Fest, und so war es wohl bei vielen, nämlich eine säkularisierte häusliche Familienfeier.4 Erinnerungen an jüdische Feste im Kempner’schen Hause gibt es bei Kerr nicht. Unterlagen über seine Beschneidung (Brit Millah) und seine Bar-Mitzwa, das jüdische Fest zur Mannesreife mit dreizehn Jahren, waren bisher nicht auffindbar. Seinen beiden Kindern erzählte er allerdings, die Rede zu seiner Bar-Mitzwa hätte Schwester Annchen geschrieben.5 Alfred Kerr war sich seiner jüdischen Herkunft und Identität schon früh bewusst. Dass er «von Weinhändlern und Predigern» abstamme, sagte er gerne, «welchen Zwischenberuf diese Enkelschaft meines vermutlichen Ahnherrn, des Königs David, nach fast dreitausendjährig unbequemer Wanderung vom Mittelmeer zu schlesisch-slawischen Bezirken vorübergehend ergriffen hat».6 Er wusste, dass die ihm unmittelbar voraufgehenden Generationen «urmodern aus der zweitausendjährigen Konservenbüchse geklettert» und sich unter Wilhelm I. und Wilhelm II. ein bisschen wie unverstandene Flüchtlinge vorgekommen waren. Schließlich lebte man noch «in einer Gegend, wo keiner ihrer Art ohne die Demütigung einer stempelnden Zwangstaufe zu irgendeinem wesentlichen Amt gelassen wurde, gleichviel wie seine Fähigkeit war».7 Aber der heranwachsende Alfred Kerr folgte doch der liberalen Ansicht dieser Familienmitglieder. Wir werden dafür genug Bestätigungen in seinem Leben und Schreiben finden.8 Solche Zeichen der Akkulturation sind nicht mit Assimilation zu verwechseln. Wenngleich die jüdischen Familien häufig dazu neigten, sich ins Familiäre zurückzuziehen, so war Emanuel Kempner als Inhaber von Weinstuben gezwungen, sich in der Geschäftswelt zu bewegen. Er wird daher ausreichende Erfahrungen mit dem Antisemitismus gemacht haben. In seinem «Lebenslauf» notierte Kerr: «Wenn ein Knote ganz bieder am Versöhnungstag einem Herrn mit Gebetbuch ‹Verpuchtes (schlesisch für verfluchtes) Judenaas!› nachrief oder wenn ein Major von den ‹Elfern› vorn auf der Straßenbahn offen erklärte: ‹Wie viel schwangere Judenweiber man sieht – ’s ist zum Kotzen!›: Nicht das war verletzend.“

 


Alfred Kerr (25 december 1867 – 12 oktober 1948)
Hier met zijn dochter Judith

 

De (Oost) Duitse schrijver Gerhard Holtz-Baumert werd geboren op 25 december 1927 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Gerhard Holz-Baumert op dit blog.

Uit: Die pucklige Verwandtschaft

Die sowjetischen Kriegsgefangenen in unserer Flakstellung hatten sich eine Banja in die Erde gewühlt. Aus dem verschneiten Erdhügel reckte sich ein Ofenrohr, aus dem es beizend qualmte. Nackt stürzten die Männer heraus, wälzten sich im Schnee und rannten die Treppe wieder hinab, ein Schwall Dampf quoll aus der Brettertür. Willi und ich beobachteten sie. Die schneeweißen Leiber der Russen blitzten, als seien sie silberne Fische im tiefschwarzen Wasser. Kamrad, Kamrad, komm mit!
Eines Abends beschlossen wir mitzugehen. Wir krochen aus den Uniformen, die wir an rostige Nägel vor der Tür hängten, und prallten zurück, als wir den kleinen heißen Raum betraten, an dessen Stirnwand ein Kanonenofen stand, hineingestellt in eine blecherne Tonne, die mit Steinen gefüllt war. Einer der Russen goß gerade einen Schwapp Wasser auf die Steine.
Kamrad, gutt? Wir nickten und warteten, was kommen würde, begannen zu schwitzen und wurden – Kamrad, komm! – hinausgezogen in den Schnee, der uns die Haut vom Leibe fraß, und wieder hinein in die beizende Hitze.
Es ist eine Sauna, die Rußkis haben sich eine Sauna gebaut, sagte Willi, der zu Hause mit seinem Vater darüber gesprochen hatte.
Im Frühjahr wurde aus irgendeinem Grund den Russen das Dampfbad verboten. Wenn wir sie fragten, zuckten sie mit den Schultern und sagten: Scheiße.
(…)

Der Mann von vorhin erschien wieder, grunzte und steckte die Füße in einen der schönen, mit kaltem Wasser gefüllten hölzernen Bottiche. Wir duschten, dann schwammen wir im größeren Becken, dessen Wasser nicht ganz so kalt war, schließlich kam ein Bademeister und hüllte uns auf einer Pritsche in ein großes warmes Tuch. Durch ein Deckenfenster fiel Dämmerlicht.
Es ist wunderbar, sagte ich zu Willi. Scheiß ins Leben! Fünf Mark sind auch bloß fünf Mark.“

 


Gerhard Holtz-Baumert (25 december 1927 – 17 oktober 1996)
Cover

 

De Engelse dichteres en dagboekschrijfster Dorothy Mae Ann Wordsworth werd geboren in Cockermouth, Cumberland, 25 december 1771. Zie ook alle tags voor Dorothy Wordsworth op dit blog.

Uit: Journals of Dorothy Wordsworth

“24th. Walked between half-past three and half-past five. The evening cold and clear. The sea of a sober grey, streaked by the deeper grey clouds. The half dead sound of the near sheep-bell, in the hollow of the sloping coombe, exquisitely soothing.

25th. Went to Poole’s after tea. The sky spread over with one continuous cloud, whitened by the light of the moon, which, though her dim shape was seen, did not throw forth so strong a light as to chequer the earth with shadows. At once the clouds seemed to cleave asunder, and left her in the centre of a black-blue vault. She sailed along, followed by multitudes of stars, small, and bright, and sharp. Their brightness seemed concen-trated, (half-moon).

26th. Walked upon the hill-tops; followed the sheep tracks till we overlooked the larger coombe. Sat in the sunshine. The dis-tant sheep-bells, the sound of the stream; the woodman winding along the half-marked road with his laden pony; locks of wool still spangled with the dew-drops; the blue-grey sea shaded with immense masses of cloud, not streaked; the sheep glittering in the sunshine. Returned through the wood. The trees skirting the wood, being exposed more directly to the action of the sea breeze, stripped of the net-work of their upper boughs, which are stiff and erect and like black skeletons; the ground strewed with the red berries of the holly. Set forward before two o’clock. Returned a little after four.

27th. Walked from seven o’clock till half-past eight. Upon the whole an uninteresting evening. Only once while we were in the wood the moon burst through the invisible veil which enveloped her, the shadows of the oaks blackened, and their lines became more strongly marked. The withered leaves were coloured with a deeper yellow, a brighter gloss spotted the hollies; again her form became dimmer; the sky flat, unmarked by distances, a white thin cloud. The manufacturer’s dog makes a strange, uncouth howl, which it continues many minutes after there is no noise near it but that of the brook. It howls at the murmur of the village stream.

28th. Walked only to the mill.

29th. A very stormy day. William walked to the top of the hill to see the sea. Nothing distinguishable but a heavy blackness. An immense bough riven from one of the fir trees. 3oth. William called me into the garden to observe a singular appearance about the moon. A perfect rainbow, within the bow one star, only of colours more vivid. The semi-circle soon became a complete circle, and in the course of three or four minutes the whole faded away. Walked to the blacksmith’s and the baker’s; an uninteresting evening.”

 


Dorothy Wordsworth (25 december 1771 – 25 januari 1855)
Cover

 

De Amerikaans-Peruviaanse schrijver Carlos Castaneda werd geboren op 25 december 1925 in São Paulo, Brazilië (volgens hem zelf) of op 25 december 1919 in Cajamarca, Peru (volgens zijn immigratiepapieren). Zie ook alle tags voor Carlos Castaneda op dit blog.

Uit: The Teachings of Don Juan: A Yaqui Way of Knowledge

“It is not possible for a man to abandon himself to fear for years, then finally conquer it. If he gives in to fear he will never conquer it, because he will shy away from learning and never try again. But if he tries to learn for years in the midst of his fear, he will eventually conquer it because he will never have really abandoned himself to it.
Therefore he must not run away. He must defy his fear, and in spite of it he must take the next step in learning, and the next, and the next. He must be fully afraid, and yet he must not stop. That is the rule! And a moment will come when his first enemy retreats. The man begins to feel sure of himself. His intent becomes stronger. Learning is no longer a terrifying task.
When this joyful moment comes, the man can say without hesitation that he has defeated his first natural enemy. It happens little by little, and yet the fear is vanquished suddenly and fast. Once a man has vanquished fear, he is free from it for the rest of his life because, instead of fear, he has acquired clarity–a clarity of mind which erases fear. By then a man knows his desires; he knows how to satisfy those desires. He can anticipate the new steps of learning and a sharp clarity surrounds everything. The man feels that nothing is concealed.
And thus he has encountered his second enemy: Clarity! That clarity of mind, which is so hard to obtain, dispels fear, but also blinds. It forces the man never to doubt himself. It gives him the assurance he can do anything he pleases, for he sees clearly into everything. And he is courageous because he is clear, and he stops at nothing because he is clear. But all that is a mistake; it is like something incomplete.”

 


Carlos Castaneda (25 december 1925 – 27 april 1998)

 

De Engelse dichter William Collins werd geboren in Chichester op 25 december 1721. Zie ook alle tags voor William Collins op dit blog.

 

Eclogue the Second: HASSAN; or, the Camel-driver (Fragment)

scene, the desert.
time, mid-day.

In silent horror o’er the desert-waste
The driver Hassan with his camels past.
One cruse of water on his back he bore,
And his light scrip contained a scanty store:
A fan of painted feathers in his hand,
To guard his shaded face from scorching sand.
The sultry sun had gained the middle sky,
And not a tree, and not an herb was nigh.
The beasts, with pain, their dusty way pursue,
Shrill roared the winds, and dreary was the view!
With desperate sorrow wild, th’ affrighted man
Thrice sighted, thrice struck his breast, and thus began:
Sad was the hour, and luckless was the day,
When first from Schiraz’ walls I bent my way.

Ah! little thought I of the blasting wind,
The thirst or pinching hunger that I find!
Bethink thee, Hassan, where shall thirst assuage,
When fails this cruise, his unrelenting rage?
Soon shall this scrip its precious load resign;
Then what but tears and hunger shall be thine?


William Collins (25 december 1721 – 12 juni 1759)
Chichester

 

De Duitse dichter en schrijver Christian Geissler werd geboren op 25 december 1928 in Hamburg. Zie ook alle tags voor Christian Geissler op dit blog

Uit: Das Brot mit der Feile

„Ihn ging das aber was an, erst so und dann so und dann so, und dann plötzlich endgültig Nein. Erst nämlich, dass er das gut fand: Die Lederleute, die hatten Angst, und die andern, die hatten keine, die hatten sogar manchmal Kinder dabei, so Kinder wie damals Tini und John, Sprechtüten, Mozart und Schienbeintreten und schön, dass wir noch nicht tot sind. Dann aber doch wieder nicht so gut: Reichlich locker und frech und Mode mit Geld und Bart, und Schule gehabt bis oben, und fein immer alles gelernt und gekonnt, Spruch und Gelaber und ganz dünne Finger, und längst noch kein Hass, bloß mehr Hobby und Haschmich, so sieht das bald aus, weil sonst würde die Butze dahinten den Bullen doch keine Blumen hinhalten. Dem Mädchen wurde der Arm zerschlagen. Der Knüppel des Schlägers, der Schläger des Knüppels schob sich hinter Gesichter und Schultern, bevor Ahlers sich die Schnauze von dem hatte merken können, das fand er nicht gut, das hätte er gern getan, sonst nämlich alles mehr reichlich konfus und Geschrei, die tun so, als wenn sie die Größten sind, die Ersten, die hier mal was merken, die Jungs, klar Mörder raus, klar Vietnam mit Glatze im Feuer und Flaschenscherben in Ludwigs Hand, klar Teheran und Athen und Lamarque und wir alle, klar Notstandsübung und Kapitalismus, frag mal Dickmussmann, weil nämlich Erni und Ossi und wir, die sind nämlich schon noch lange nicht so bescheuert, wie das hier aussieht in dieser Gegend, und Sprücheklopfen und Ho-Tschi-Galopp* und Pappkartonschilder und Dünnfingerfäuste mit Ring auf und ohne was drin, das bringt dir noch jeder, und bringt dir noch lange nichts ein. Das fand er nicht gut. Es kam ihm auch vor, als sähen sie an ihm vorbei, ein Brüderhaufen mit Liedern und Locken, aber sonst gegen alles bloß frech und stolz, auch gegen ihn. Er blieb im Wagen. Er hupte wie seine Kollegen. Er tat so, als wolle er raus, sowieso alles Quatsch, die sollen studieren, er war allein, das fand er nicht gut, und auch schon so bisschen das Zittern im Kreuz wie neulich am Hang. Sie stehen jetzt still.“

 

 
Christian Geissler (25 december 1928 – 26 augustus 2008)
Hamburg in kerstsfeer

 

De Duitse schrijfster en dichteres Ute Erb werd geboren op 25 december 1940 in Scherbach, nu Rheinbach, in de Voreifel. Zie ook alle tags voor Ute Erb op dit blog.

 

EIN UNGENÜGEN

Wenn ich allein bin, sagt mir keiner, wer ich bin.
Im Spiegel finde ich mich stumm,
die Zeit vergeht, ich bleibe sitzen.
Hinter meinen Ohren steckt
der Ekel vorm Gedränge.

Wenn ich mit vielen bin,
genügen sie mir nicht.
Ich renne, renne, renne
allen nach.

 
Ute Erb (Scherbach, 25 december 1940)

Christmas Eve (Carol Ann Duffy)

 

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Prettig Kerstfeest!

 


Peter Paul Rubens: De aanbidding door de herders, ca. 1608

 

Christmas Eve

‘To Ella’

Time was slow snow sieving the night,
a kind of love from the blurred moon;
your small town swooning, unabashed,
was Winter’s own.

Snow was the mind of Time, sifting
itself, drafting the old year’s end.
You wrote your name on the window-pane
with your young hand.

And your wishes went up in smoke,
beyond where a streetlamp studied
the thoughtful snow on Christmas Eve,
beyond belief,

as Time, snow, darkness, child, kindled.
Downstairs, the ritual lighting of the candles.

 

 
Carol Ann Duffy (Glasgow, 23 december 1955)
George Square, Glasgow in de Kersttijd

 

Zie voor de schrijvers van de 24e december ook mijn vorige twee blogs van vandaag.

Ingo Baumgartner, H. C. ten Berge, Karel Glastra van Loon, Dana Gioia, Henriette Roland Holst, Dominique Manotti, Patrick Beck

De Oostenrijkse dichter en schrijver Ingo Baumgartner werd op 24 december 1944 in Oberndorf an der Salzach geboren. Zie ook alle tags voor Ingo Baumgärtener op dit blog.

 

Adventkerzen

Der Kerze rotes Wachs wird transparent
im Gas der zitternd heißen Flammenspitze.
Der weichen Honigwabe Tochter brennt,
verzehrt sich selbst in eigner Glut und Hitze.

Vier Schwestern opfern sich, der grüne Kranz
ist Uhr und Zimmerschmuck zu gleichen Teilen.
Das Feuer, des Gebindes Seidenglanz,
sie laden zu besinnlichem Verweilen.

Erwartung weckt das Flackern auf dem Docht,
verweist auf still berührendes Geschehen.
So manches Kinderherzchen hüpft und pocht
in Ungeduld, es will schon Wunder sehen.

 

Christkindlmarkt

es duften
honig
weihrauch bienenwachs
die kälte
zaubert tränen

ein stern
ein puppenkind aus flachs
maria josef
kind im schlafe
tausend kleine krippenschafe
im schnitzwerk
auf dem ladenpult
und herzen
für die große kleine
liebe auf der weihnachtsdult

zuckerwatte
chorgesänge
glühwein fließt
in stiefelschäfte
nicht beschaulich das gedränge
übervoll geschenksgeschäfte
glitzersternchen
aber sprühen
aus den augen
aller kinder

 


Ingo Baumgartner (24 december 1944 – 16 juli 2015)

 

De Nederlandse dichter, schrijver en vertaler H. C. ten Berge (Eig. Johannes Cornelis) werd geboren in Alkmaar op 24 december 1938. Zie ook alle tags voor H. C. ten Berge op dit blog.

 

Aanvliegen over de sont

Aanvliegen over de sont,
over donkere kommen van finse meren

scheepgaan in de kajak
der gestorvenen

drijven op de wateren
tussen taiga en toendra

oog en oor zuiveren
aan leegte en verte

zich voeden met bessen, met hoed
en geur van de goddelijke paddestoel

dromen de droom
van het eeuwige heden

als arktiese beer
weer tot sneeuwblinde dronkenschap in te keren

Op de tong zeven vlokken
in dovend middaglicht smelten

zijn tent gebukt naar binnen gaan
als de zon slaapziek wegzakt achter de wouden

liggend op zijn bladerbed
het smeulend vuur van berkebast aanblazend

door het rookgat
de witblauwe poolster bespieden

in heldere blijdschap de hemelse spijker
en stralende navel van zijn heelal gadeslaan

als viervoeter zijn tent verlaten
om de verre suizing van een vleugelslag

oog en oog staan met de witte wolven
van een korte dageraad

 

Een lunch in Linhó

Het paradijs zou een subtiele klank zijn
en geen plaats.
Een kleur misschien, een boog van de veranda
die de tafel met het middageten in de schaduw houdt.
De wijnkaraf gekoeld, het dienblad
ingelegd met blauwe steentjes.
Roodgetint de matte glans van vloerplavuizen,
gedempte stemmen achter groene luiken
en Martinho, de kanarie, zingend in zijn kooi.
De huisslang tussen de agaven,
De vijgenboom tegen de muur.
Een geur van dennenhars, de wind
vanaf de bergen,
het tinteld klokkenspel van glazen staafjes
aan een koord.
In de open deur Maria met een tafelschel.
Zoemende insecten, hagedissen, hier en daar
geritsel van dor blad.
Een doorschijnende libel staat roerloos boven vijverriet.
Gestold dit beeld, ontsnapt
aan de vergetelheid:
Het is al dertig jaar twaalf uur.
Gewassen fruit, nog vers, lekt uit
in een vergiet.

 


H. C. ten Berge (Alkmaar, 24 december 1938)

 

De Nederlandse schrijver en journalist Karel Glastra van Loon werd geboren in Amsterdam op 24 december 1962. Zie ook alle tags voor Karel Glastra van Loon op dit blog.

Uit: Ongeneeslijk optimistisch

“Ik zat in een huisje op de Veluwe en het regende —zo’n stille, ononderbroken regen die dc wereld grijs kleurt Zo’n regen die doorgaans aanzet rot somber gepeins. Maar toch: somber was ik niet. En dc wereld mocht dan schuilgaan achter een grijs gordijn, in mijn hoofd was het licht en zonnig. Het was begin april en de knoppen in bomen en struiken stonden op barsten. In de dagen die achter mij lagen, had ik spechten driftig horen kloppen op holle stammen, op zoek naar een plek om een nest re maken. Ik had zanglijsters en groenlingen horen zingen in de boomtoppen. En op een ochtend waren twee reeën de tuin rond mijn huisje binnengewan-deld om wat tc knabbelen aan het eerste jonge groen. Ik had naar 72 gekeken vanachter het glas en zo nu en dan hadden ze de kop geheven en teruggekeken, met grote zwarte ogen die van alles deden vermoeden, maar niets verrieden. Ik was, kortom, domweg gelukkig op de Veluwe. Hoeveel weken waren er verstreken sinds die dag dat ik aan de voet van een besneeuwde heuvel in Ann Arbor, Michigan, in elkaar zakte? Elf, twaalf hooguit. Kort na onze terugkeer in Nederland was ik op een zaterdagavond per ambulance afgevoerd naar het VU-ziekenhuis, omdat ik de ene epileptische aanval na de andere kreeg. In de ambulance zei Karin tegen mij: ‘Ik dacht dat je gezegd had dat we de komende tijd veel leuke dingen zouden gaan doen, als tegenwicht tegen alle narigheid. “Kwaliteitstijd” noemde je dat gisteren nog.’ En ik zei: ‘Nou, wat dacht je van lekker samen een avondje insulten in het VU? En we hoeven niet eens zelf te rijden!’ Zo hielden we de moed erin. Ik kreeg anti-epileptica waar ik allergisch voor bleek te zijn en ik werd zieker dan ik ooit van mijn leven was geweest. Gelukkig vond ik een oude wijze arts in Haarlem, die zich na het behalen van zijn diploma’s in de reguliere geneeskunst zijn leven lang was blijven verdiepen in alle vormen van kennis op het gebied van de complexe relatie tussen lichaam en geest, tussen ziekte en patiënt en tussen een patiënt en zijn omgeving, zijn leefgewoontes, eetgewoontes, denkgewoontes. Hij was bovendien gespecialiseerd in de behandeling van mensen met tumoren, kankerpatienten, die zware, giftige therapieën moesten ondergaan. Hij was, kortom, precies wie ik nodig had. ‘Eén ding,’ had hij vooraf gezegd, ‘is wel van groot belang u moet bereid zijn een streng dieet te volgen.’ Ik liet mij in het kort uitleggen wat zijn dieet behelsde: geen vlees, geen suiker, geen alcohol, weinig vet, veel rauwe groentes en vers fruit, en alles van eco-kwaliteit. Ik ging zonder aarzelen akkoord, blij dat ik nu ook zelf iets kon doen om bij te dragen aan mijn herstel. Drie dagen na mijn eerste consult was de jeukende uitslag van de medicijnallergie verdwenen en voelde ik me in alle opzichten stukken beter dan daarvoor.”

 


Karel Glastra van Loon (24 december 1962 – 1 juli 2005)

 

De Amerikaanse schrijver en dichter Dana Gioia werd op 24 december 1950 in Los Angeles geboren. Zie ook alle tags voor Dana Gioia op dit blog.

 

Pity the Beautiful

Pity the beautiful,
the dolls, and the dishes,
the babes with big daddies
granting their wishes.

Pity the pretty boys,
the hunks, and Apollos,
the golden lads whom
success always follows.

The hotties, the knock-outs,
the tens out of ten,
the drop-dead gorgeous,
the great leading men.

Pity the faded,
the bloated, the blowsy,
the paunchy Adonis
whose luck’s gone lousy.

Pity the gods,
no longer divine.
Pity the night
the stars lose their shine.

 

The Country Wife

She makes her way through the dark trees
Down to the lake to be alone.
Following their voices on the breeze,
She makes her way. Through the dark trees
The distant stars are all she sees.
They cannot light the way she’s gone.
She makes her way through the dark trees
Down to the lake to be alone.

The night reflected on the lake,
The fire of stars changed into water.
She cannot see the winds that break
The night reflected on the lake
But knows they motion for her sake.
These are the choices they have brought her:
The night reflected on the lake,
The fire of stars changed into water.

 


Dana Gioia (Los Angeles, 24 december 1950)

 

De Nederlandse dichteres en schrijfster Henriette Roland Holst-van der Schalk werd geboren op 24 december 1869 in Noordwijk. Zie ook alle tags voor Henriette Roland Holst op dit blog.

 

Ik die had kameraadschap uitgegeven

Ik die had kameraadschap uitgegeven
tot levenswachtwoord in mijn jong getij,
ik word nu door de makkers uitgedreven
en kan geen schred meer houden met hun rij.

Er is geen plaats in het broederlijk leven,
bij ’t volk der makkers is geen plaats voor mij:
nu moet ik mij in d’eenzaamheid begeven
en hullen in herin’rings grauwe pij.

Daarom omfloerst nu waas van smart mijn ogen,
ik zie mij door de leege jaren zwerven
die liggen voor mij een verlaten veld;

en zie de bronnen van mijn kracht uitdrogen,
mijn hart verdorren in dit levend sterven:
ik had mijn zaak op broederschap gesteld.

 

Schemering is het doodgaan

Schemering is het doodgaan en vertrekkend
begeven van dingen die zijn gegleden
mee met de dag, en steunden als vertrouwdheden,
en waren als scheidingen, wegen behekkend.

Plekkend beschenen witte heerlijkheden
van dag de morgen, en onbevreesd zich trekkend
was daaraan op, ’t hart dat nu is zich rekkend
uit wanhopig naar de vreemde leegheden

van de avond en zijn gemaskerd gezicht, –
maar de dingen die hem zullen behoren
houden hun ogen nog zo vragend gericht;
en de verledenheden hebben verloren
hun glans, en liggen van al hun bekoren
leeggelopen, met een verdrietig gezicht.

 

 
Henriette Roland Holst (24 december 1869 – 21 november 1952)
Poster voor een documentaire over het leven van Henriette Roland Holst

 

De Franse schrijfster en historica Dominique Manotti werd geboren op 24 december 1942 in Parijs. Zie ook alle tags voor Dominique Manotti op dit blog.

Uit: Kesseltreiben (Vertaald door Iris Konopik)

„François Lamblin ist bester Laune, als er aus Paris kommend nach acht Stunden Flug, drei Whisky und einem exzellenten Krimi am späten Nachmittag auf dem JFK-Airport landet. Beim Verlassen des Flugzeugs ist die Luft frisch, stimulierend. Heute Abend an der Bar seines Luxushotels ein hübsches Mädchen aufgabeln, und nach einer wohlverdienten Ruhepause ist er dann in Form für das Treffen mit Großkunden, die er mit seiner Präsentation zur Leistungsfähigkeit der neuen Generation Kraftwerksanlagen einwickeln wird. Erfolg garantiert laut der Abteilung Strategie. Und wenn er erst den amerikanischen Markt in der Tasche hat, erreicht seine Karriere im Unternehmen, dem größten französischen Hersteller von Turbinen und Kraftwerken jeden Typs, ihren Zenith, so viel ist sicher.
Er geht zum Einreiseschalter, zeigt seinen Pass. Zwei uniformierte Polizisten tauchen auf, flankieren ihn, legen ihm die Hände auf die Schultern, ein dritter nimmt ihm seine kleine Reisetasche ab, ein vierter legt ihm Handschellen an. Ein Blitzlicht flammt auf.
»François Lamblin?«
Wie vom Schlag getroffen, offener Mund, unfähig, einen Ton von sich zu geben. In seinem Hirn ein paar unzusammenhängende Bilder: Er sitzt im Büro von Gus Anderson, der Nummer zwei der Rechtsabteilung bei Orstam, dieser Dreckskerl von Anderson, seine großen blauen Augen und sein ach so distinguierter britischer Akzent. Er sieht sich selbst, tief im Sessel versunken: »Das vertrauliche Rundschreiben vom Oberboss, in dem er seinen Führungskräften rät, nicht in die USA zu reisen, eine fixe Idee oder besteht echte Gefahr? Ich habe potenzielle Großkunden in New York. Soll ich die Finger davon lassen?« Und sein Gegenüber, heiter: »Was Sie betrifft, keinerlei Gefahr. Sie sind durch die Einstellung des Verfahrens der französischen Justiz bestens abgesichert … und weiß wie Schnee seit den Ergebnissen unserer internen Untersuchung. Sie können unbesorgt reisen.« …
Zurück in die Gegenwart. Stockend bringt er heraus: »Ja, ich bin François Lamblin.«
»Sie sind verhaftet, kommen Sie mit.«
Endlich begehrt er auf. »Was soll das Theater? Wo bringen Sie mich hin?«
»Das erfahren Sie noch, wir führen nur Befehle aus.«
Um ihn herum gehen die Leute aus dem Weg, eilig, gleichgültig. Er wird in einen kleinen fensterlosen Raum in der Nähe des Zollamts geschubst.“

 

 
Dominique Manotti (Parijs, 24 december 1942)
Parijs in de kersttijd

 

De Duitse dichter en schrijver Patrick Beck (ook wel Patrick Gorre) werd geboren in 1975 in Zwickau. Zie ook alle tags voor Patrick Beck op dit blog.

Uit: Nautilus

„Seit vielen Jahren kreuzt die Nautilus in den Meeren. Sie ist gewunden wie eine Spirale, früher ähnelte sie einer spitzen Zigarre. Kein Hafen steht unter ihrem Namen, ihr Heimathafen sind die Ozeane. Wenn sie einen Hafen anläuft und wir auf Große Liege gehen, so lasse ich die Luken für Neugierige öffnen. Ich zeige ihnen das Schiff und schildere das Rätsel: die Rufe der Wale, den Liebestanz der Seepferdchen, das Gift der Nesselquallen, den aufsteigenden Wasserqualm der Schwarzen Raucher, das Verschlucken der Kontinente, die schwarze Stille der Tiefsee. Oft bleibt jemand an Bord – fast jeder in meiner Besatzung schloss sich so der Suche an. Sie wissen, dass wir nichts finden werden.
Die Nautilus erreicht den Grund der See. Dort unten wächst das Leben langsamer als ein Gebirge. Das Witjastief ist längst nicht mehr der tiefste Ort. Aber der Borstenwurm, der dort schwebte, ist vielleicht noch derselbe. Der Teil des Meeres, den ich erkundet habe, ist so klein wie ein Sandkorn gegen den Himmel, und so groß wie ein Planet gegen eine Sternschnuppe. Ich habe Ruinen gefunden, von denen ich nicht sagen kann, ob sie die Überreste von Atlantis sind oder eine Laune der Natur. Ich habe Städte gesehen, deren Bewohner ich nicht erkannte und deren Häuser ich nicht zählen konnte. Andere Städte trieben in der Strömung und hatten weder Häuser noch Straßen. Ich habe Metropolen entdeckt, von denen ich nicht weiß, ob sie Städte waren oder Wiederholungen einer einzigen Struktur. Vielleicht wächst auch die Zeit hier anders, und die Nautilus ist hier unten eine von ihrer Hülle begrenzte kausale Wirklichkeit, umgeben von komplexeren Zeitlichkeiten. Sie ist nichts weiter als ein Sonderfall in der Ganzheit. Aber das eigene Schiff zur Ausnahme zu erklären ist derselbe Fehler, wie die Erde zum Mittelpunkt der Welt zu erheben. Es ist vielleicht nur wenig besser, wenn ich unsere Wirklichkeit einen Einzelfall nenne, der von unendlich vielen weiteren Einzelfällen umgeben ist. Jeder dieser Einzelfälle ist, ich kann keine Gewissheit darüber haben, eine Welt mit eigenen Gesetzen.“

 


Patrick Beck (Zwickau, 24 december 1975)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 24e december ook mijn vorige blog van vandaag.

Adam Mickiewicz, Angelika Schrobsdorff, Stephenie Meyer,Tevfik Fikret, Matthew Arnold

De Poolse dichter Adam Mickiewicz werd geboren op 24 december 1798 in Zaosie, nabij Nowogródek. Zie ook alle tags voor Adam Mickiewicz op dit blog.

 

Konrad Wallenrod (Fragment)

O tijding der gemeente, gij arke des verbonds
Tussen oude en jongere jaren;
In U legt het volk het wapen zijns ridders,
Het geweef zijner gedachten, de bloemen van zijn gevoel
O arke! Gij zijt gebroken door geen slag,
Zolang Uw eigen volk U niet veronachtzaamt:
O lied der gemeente, gij staat op de wacht
Bij de monumenten van de kerk der natie,
Met vleugelen en stem van de aartsengel –
Bijwijlen ook houdt gij des aartsengels wapen…
De vlam verteert geschilderde historie,
Schatten, die vernielen rovers met zwaarden:
Het lied ontkomt gaaf! ’t Gaat rond bij de scharen;
En wanneer lage zielen niet vermogen
Het te voeden met erbarmen en te drenken met hoop,
Dan vlucht het in de bergen, hecht zich vast aan ruïnen
En vandaar verhaalt het de oude tijden…
Zo vliegt een nachtegaal weg uit het huis,
Dat vol is van vuur; zet zich een wijle op het dak:
Als de daken instorten, vlucht hij in de wouden,
En in een kwelende zang, over puinhopen en graven,
Neuriet hij voor de reizenden het lied van de rouw.

 

 
Adam Mickiewicz (24 december 1798 – 26 november 1855)
Standbeeld in Krakau

 

De Duitse schrijfster Angelika Schrobsdorff werd geboren op 24 december 1927 in Freiburg im Breisgau. Zie ook alle tags voor Angelika Schrobsdorff op dit blog.

Uit: Wenn ich dich je vergesse, oh Jerusalem

»Na ja, das sage ich doch«, unterbrach sie mich ungeduldig, »sie geraten durcheinander und explodieren.«
»Sollen sie«, sagte ich ermattet, denn wenn unsere Gespräche bereits an den simpelsten Themen scheiterten, wie da erst, wenn es sich um etwas so Unbegreifliches wie Computer handelte. Ich versuchte also, das Thema zu wechseln, doch das ließ sie nicht zu. Für sie, so wie für viele ihrer Generation, war die potentielle Apokalypse ein ebenso anregender Gesprächsstoff wie etwa der Simpson-Prozeß oder die Sexaffäre zwischen Clinton und Monica.
»Hältst du es für möglich«, fragte sie hoffnungsfroh, »daß die Welt untergeht?«
»Nein«, enttäuschte ich sie, »ich fürchte, das dauert noch ein Weilchen.«
Für sie wäre es zweifellos eine gute Nachricht gewesen, denn die Vorstellung, daß die Welt nach ihrem Tod noch weiter existieren könnte, empfand sie als ungerecht.
»Also sehr viele Menschen halten es für möglich«, belehrte sie mich, »besonders die Deutschen. Ich sehe doch manchmal RTL, und was man da so alles sagt! Richtig gruselig! Stell dir vor, die Flugzeuge fallen plötzlich vom Himmel und der Computerbug ist nicht mehr aufzuhalten und zerstört die ganze Technik.«
»Ich hoffe, als erstes zerstört er RTL.«
»Du scheinst das nicht ernst zu nehmen«, warf sie mir vor, »aber ich sage dir, viele kluge Leute, mit denen ich gesprochen habe und die etwas von diesen Dingen verstehen, haben große Zweifel, daß die Sache gutgeht.«
Die hatte ich nun leider nicht. »Die Welt geht nicht unter mit einem Knall, sondern mit einem Gewimmer«, hatte ein wirklich kluger Kopf einmal gesagt, und so sah ich es auch. Möglicherweise würden ein paar Pannen eintreten und die Versorgung der Stadt mit Elektrizität, Wasser und Telefon unterbrochen werden. Aber solange ich genug Katzenfutter hatte, konnte mir persönlich gar nichts passieren. Ich rief meine Tierhandlung an und bestellte vorsichtshalber hundert Dosen »Cat-Star«.
»Na ja«, sagte Harry, der seit einiger Zeit bei mir wohnte und die schwere Bürde der Katzenbetreuung mit mir teilte, »das reicht ja dann auch für uns.«

 


Angelika Schrobsdorff (24 december 1927 – 30 juli 2016)
Cover

 

De Amerikaanse schrijfster Stephenie Meyer werd geboren in Connecticut op 24 december 1973. Zie ook alle tags voor Stephenie Meyer op dit blog.

Uit: New Moon

“I knew it wasn’t personal, just a precaution, and I tried not to be overly sensitive about it. Jasper had more trouble sticking to the Cullens’ diet than the rest of them; the scent of human blood was much harder for him to resist than the others–he hadn’t been trying as long.
“Time to open presents,” Alice declared. She put her cool hand under my elbow and towed me to the table with the cake and the shiny packages.
I put on my best martyr face. “Alice, I know I told you I didn’t want anything–“
“But I didn’t listen,” she interrupted, smug. “Open it.” She took the camera from my hands and replaced it with a big, square silver box.
The box was so light that it felt empty. The tag on top said that it was from Emmett, Rosalie, and Jasper. Self-consciously, I tore the paper off and then stared at the box it concealed.
It was something electrical, with lots of numbers in the name. I opened the box, hoping for further illumination. But the box was empty.
“Um . . . thanks.”
Rosalie actually cracked a smile. Jasper laughed. “It’s a stereo for your truck,” he explained. “Emmett’s installing it right now so that you can’t return it.”
Alice was always one step ahead of me.
“Thanks, Jasper, Rosalie,” I told them, grinning as I remembered Edward’s complaints about my radio this afternoon–all a setup, apparently. “Thanks, Emmett!” I called more loudly.
I heard his booming laugh from my truck, and I couldn’t help laughing, too.
“Open mine and Edward’s next,” Alice said, so excited her voice was a high-pitched trill. She held a small, flat square in her hand.
I turned to give Edward a basilisk glare. “You promised.”
Before he could answer, Emmett bounded through the door. “Just in time!” he crowed. He pushed in behind Jasper, who had also drifted closer than usual to get a good look.
“I didn’t spend a dime,” Edward assured me. He brushed a strand of hair from my face, leaving my skin tingling from his touch.
I inhaled deeply and turned to Alice. “Give it to me,” I sighed.
Emmett chuckled with delight.
I took the little package, rolling my eyes at Edward while I stuck my finger under the edge of the paper and jerked it under the tape.”

 

 
Stephenie Meyer (Connecticut, 24 december 1973)

 

De Turkse dichter Tevfik Fikret werd geboren op 24 december 1867 in Istanbul. Zie ook alle tags voor Tevfik Fikret op dit blog.

 

Als het ochtend wordt

Als het ook in dit land eens ochtend wordt, Hauluk,
Als dat in mist gehulde noodlot van dit land
Wordt afgeschud door een krachtige, levenschenkende trilling
Doorde aanraking van een krachtige hand en als dat beslagen
Roestige gezicht van de natie een beetje lachen zal… – Die dag
Heb ik, zelfs als ik niet gestorven ben, zeker al een zeer verwelkte
Band met het leven; – Vestig op die dag geen hoop meer op mij, vergeet mij
Met mijn ellende in mijn verlamde en lege wereld; want mijn lamme
En kreupele blikken willen jou naar het verleden trekken; jij bent
Met heel jouw wezen en organisme de toekomst;
Jouw stem zingt nog steeds zachtjes liedjes in mijn oren!
Ja, het zal ochtend zijn, het wordt ochtend, de nachten
Zullen niet duren tot aan de dag des oordeels; tenslotte zal deze hemel,
Deze blauwe hemel jullie op een dag betreuren; wees niet bedroefd.
Vrolijkheidis de zon voor het leven, in droefenis vergaat de mens
Zoals wij… Jullie, o kleine zonnen
Van het universum van morgen, ontwaakt eindelijk één voor één!
De verten hebben het eeuwig verlangen naar licht.
Verlichting… Dat is de geest en de aspiratie van onze eeuw;
Verwijdert de wolken, schudt de schaduwen van de angsten af;
Rent in het licht naar een dankenswaardige bevrijding.
Dat is onze hoop; ook als wij zouden sterven, zal het vaderland
Zeker met en door jullie leven, ver van die duisternis der kerkers!

 

Vertaald door S Sötemann

 

 
Tevfik Fikret (24 december 1867 – 19 augustus 1915)
Borstbeeld bij het voormalige woonhuis van Fikret, nu het Aşiyan Museum in Istanboel

 

De Engelse dichter en cultuurcriticus Matthew Arnold werd geboren op 24 december 1822 in Laleham, Middlesex. Zie ook alle tags voor Matthew Arnold op dit blog.

 

Stanzas From The Grande Chartreuse(Fragment)

Approach, for what we seek is here!
Alight, and sparely sup, and wait
For rest in this outbuilding near;
Then cross the sward and reach that gate.
Knock; pass the wicket! Thou art come
To the Carthusians’ world-famed home.

The silent courts, where night and day
Into their stone-carved basins cold
The splashing icy fountains play–
The humid corridors behold!
Where, ghostlike in the deepening night,
Cowl’d forms brush by in gleaming white.

The chapel, where no organ’s peal
Invests the stern and naked prayer–
With penitential cries they kneel
And wrestle; rising then, with bare
And white uplifted faces stand,
Passing the Host from hand to hand;

Each takes, and then his visage wan
Is buried in his cowl once more.
The cells!–the suffering Son of Man
Upon the wall–the knee-worn floor–
And where they sleep, that wooden bed,
Which shall their coffin be, when dead!

 


Matthew Arnold (24 december 1822 – 15 april 1888)
Karikatuur door Frederick Waddy, 1872

Emile Nelligan

De Canadese dichter Emile Nelligan werd geboren in Montreal op 24 december 1879. Hij was de eerste zoon van David Nelligan, die op 12-jarige leeftijd vanuit Dublin, Ierland, in Quebec aankwam. Zijn moeder was Émilie Amanda Hudon, uit Rimouski, Quebec. Als aanhanger van het Symbolisme schreef hij poëzie die sterk beïnvloed was doorCharles Baudelaire, Paul Verlaine, Georges Rodenbach en Edgar Allan Poe. Net als Arthur Rimbaud was hij een vroegrijp talent dat zijn eerste gedichten publiceerde op de leeftijd van 16 jaar. In 1899 begon Nelligan vreemd gedrag te vertonen. Er werd gezegd dat hij luidruchtig poëzie had gereciteerd voor passerende vreemden en hij sliep in kapellen. Hij had ook last van hallucinaties en probeerde zelfmoord te plegen. Op verzoek van zijn ouders werd hij opgenomen in een psychiatrisch ziekenhuis. Daar werd hij gediagnosticeerd met dementia praecox (nu vaker aangeduid als schizofrenie). Hij heeft na zijn opname in het ziekenhuis geen poëzie meer geschreven. Geen enkele biografische bron die tijdens het leven van Nelligan werd gepubliceerd bevat bevestigde gegevens over het feit dat Nelligan seksuele of romantische relaties had met zowel mannen als vrouwen, hoewel sommige postume bronnen hebben gesuggereerd dat hij de minnaar was van dichter Arthur de Bussières. Binnen de kring van École littéraire de Montréal waarmee zowel Nelligan als Bussières geassocieerd waren, werd algemeen aangenomen dat Nelligan was opgenomen omdat zijn moeder hem en Bussières samen in bed had ontdekt, hoewel dit pas eind 20e eeuw op ruime schaal bekend werd en onbevestigd bleef. In 1903 werden zijn verzamelde gedichten met groot succes in Canada gepubliceerd. Nelligan was zich er misschien nooit bewust van dat hij tot de grootste dichters van de Fransen werd gerekend. Verschillende scholen en bibliotheken in Quebec zijn naar hem vernoemd, en Hotel Nelligan is een viersterrenhotel in het oude Montreal.

Chapelle dans les bois

Nous étions là deux enfants blêmes
Devant les grands autels à franges,
Où Sainte Marie et ses anges
Riaient parmi les chrysanthèmes.

Le soir poudrait dans la nef vide;
Et son rayon à flèche jaune,
Dans sa rigidité d’icone
Effleurait le grand Saint livide.

Nous étions là deux enfants tristes
Buvant la paix du sanctuaire,
Sous la veilleuse mortuaire
Aux vagues reflets d’améthyste.

Nos voix en extase à cette heure
Montaient en rogations blanches,
Comme un angélus des dimanches,
Dans le lointain qui prie et pleure…

Puis nous partions… Je me rappelle!
Les bois dormaient au clair de lune,
Dans la nuit tiède où tintait une
Voix de la petite chapelle…

 

Devant deux portraits de ma mère

Ma mère, que je l’aime en ce portrait ancien,
Peint aux jours glorieux qu’elle était jeune fille,
Le front couleur de lys et le regard qui brille
Comme un éblouissant miroir vénitien!

Ma mère que voici n’est plus du tout la même;
Les rides ont creusé le beau marbre frontal;
Elle a perdu l’éclat du temps sentimental
Où son hymen chanta comme un rose poème.

Aujourd’hui je compare, et j’en suis triste aussi,
Ce front nimbé de joie et ce front de souci,
Soleil d’or, brouillard dense au couchant des années.

Mais, mystère du coeur qui ne peut s’éclairer!
Comment puis-je sourire à ces lèvres fanées!
Au portrait qui sourit, comment puis-je pleurer!

 

Rêve d’une nuit d’hôpital

Cécile était en blanc, comme aux tableaux illustres
Où la Sainte se voit, un nimbe autour du chef.
Ils étaient au fauteuil Dieu, Marie et Joseph;
Et j’entendis cela debout près des balustres.

Soudain au flamboiement mystique des grands lustres,
Eclata l’harmonie étrange, au rythme bref,
Que la harpe brodait de sons en relief…
Musiques de la terre, ah ! taisez vos voix rustres!…

Je ne veux plus pécher, je ne veux plus jouir,
Car la sainte m’a dit que pour encor l’ouïr,
Il me fallait vaquer à mon salut sur terre.

Et je veux retourner au prochain récital
Qu’elle me doit donner au pays planétaire,
Quand les anges m’auront sorti de l’hôpital.

Emile Nelligan (24 december 1879 – 18 november 1941)


The Christmas Tree (Robert W. Service)

 

Bij de vierde zondag van de Advent

 

 
Am stillen Herd door Maximilian Schaefer, 1894

 

The Christmas Tree

In the dark and damp of the alley cold,
Lay the Christmas tree that hadn’t been sold;
By a shopman dourly thrown outside;
With the ruck and rubble of Christmas-tide;
Trodden deep in the muck and mire,
Unworthy even to feed a fire…
So I stopped and salvaged that tarnished tree,
And thus is the story it told to me:

“My Mother was Queen of the forest glade,
And proudly I prospered in her shade;
For she said to me: ‘When I am dead,
You will be monarch in my stead,
And reign, as I, for a hundred years,
A tower of triumph amid your peers,
When I crash in storm I will yield you space;
Son, you will worthily take my place.’

“So I grew in grace like a happy child,
In the heart of the forest free and wild;
And the moss and the ferns were all about,
And the craintive mice crept in and out;
And a wood-dove swung on my highest twig,
And a chipmunk chattered: ‘So big! So big!’
And a shy fawn nibbled a tender shoot,
And a rabbit nibbled under my root…
Oh, I was happy in rain and shine
As I thought of the destiny that was mine!
Then a man with an axe came cruising by
And I knew that my fate was to fall and die.

“With a hundred others he packed me tight,
And we drove to a magic city of light,
To an avenue lined with Christmas trees,
And I thought: may be I’ll be one of these,
Tinselled with silver and tricked with gold,
A lovely sight for a child to behold;
A-glitter with lights of every hue,
Ruby and emerald, orange and blue,
And kiddies dancing, with shrieks of glee –
One might fare worse than a Christmas tree.

“So they stood me up with a hundred more
In the blaze of a big department store;
But I thought of the forest dark and still,
And the dew and the snow and the heat and the chill,
And the soft chinook and the summer breeze,
And the dappled deer and the birds and the bees…
I was so homesick I wanted to cry,
But patient I waited for someone to buy.
And some said ‘Too big,’ and some ‘Too small,’
And some passed on saying nothing at all.
Then a little boy cried: Ma, buy that one,’
But she shook her head: ‘Too dear, my son.”
So the evening came, when they closed the store,
And I was left on the littered floor,
A tree unwanted, despised, unsold,
Thrown out at last in the alley cold.”

Then I said: “Don’t sorrow; at least you’ll be
A bright and beautiful New Year’s tree,
All shimmer and glimmer and glow and gleam,
A radiant sight like a fairy dream.
For there is a little child I know,
Who lives in poverty, want and woe;
Who lies abed from morn to night,
And never has known an hour’s delight…”

So I stood the tree at the foot of her bed:
“Santa’s a little late,” I said.
“Poor old chap! Snowbound on the way,
But he’s here at last, so let’s be gay.”
Then she woke from sleep and she saw you there,
And her eyes were love and her lips were prayer.
And her thin little arms were stretched to you
With a yearning joy that they never knew.
She woke from the darkest dark to see
Like a heavenly vision, that Christmas Tree.

Her mother despaired and feared the end,
But from that day she began to mend,
To play, to sing, to laugh with glee…
Bless you, O little Christmas Tree!
You died, but your life was not in vain:
You helped a child to forget her pain,
And let hope live in our hearts again.

 


Robert W. Service (16 januari 1874 – 11 september 1958)
Preston, Lancashire, de geboorteplaats van Robert W. Service, in de Adventstijd

 

Zie voor de schrijvers van de 23e december ook mijn drie vorige blogs van vandaag.

Robert Bly, Hans Tentije, Hans Kloos, Carol Ann Duffy, Volker Jehle, Tim Fountain, Donna Tartt

De Amerikaanse dichter en schrijver Robert Bly werd geboren op 23 december 1926 in Madison, Minnesota. Zie ook alle tags voor Robert Bly op dit blog.

 

A Month Of Happiness

A blind horse stands among cherry trees.
And bones shine from cool earth.
The heart leaps
Almost up to the sky! But laments
And filaments pull us back into the dark.
Night takes us. But
A paw
Comes out of the dark
To light the road. I’ll be all right.
I follow my own fiery traces through the night.

 

Living at the End of Time

There is so much sweetness in children’s voices,
And so much discontent at the end of day,
And so much satisfaction when a train goes by.

I don’t know why the rooster keeps crying,
Nor why elephants keep raising their trunks,
Nor why Hawthorne kept hearing trains at night.

A handsome child is a gift from God,
And a friend is a vein in the back of the hand,
And a wound is an inheritance from the wind.

Some say we are living at the end of time,
But I believe a thousand pagan ministers
Will arrive tomorrow to baptize the wind.

There’s nothing we need to do about John. The Baptist
Has been laying his hands on earth for so long
That the well water is sweet for a hundred miles.

It’s all right if we don’t know what the rooster
Is saying in the middle of the night, nor why we feel
So much satisfaction when a train goes by.

 

Awakening

We are approaching sleep: the chestnut blossoms in the mind
Mingle with thoughts of pain
And the long roots of barley, bitterness
As of the oak roots staining the waters dark
In Louisiana, the wet streets soaked with rain
And sodden blossoms; out of this
We have come, a tunnel softly hurtling into darkness.

The storm is coming. The small farmhouse in Minnesota
Is hardly strong enough for the wind.
Darkness, darkness in grass, darkness in trees.
Even the water in wells trembles.
Bodies give off darkness, and chrysanthemums
Are dark, and horses, who are bearing great loads of hay
To the deep barns where the dark air is moving from corners.

Lincoln’s statue, and the traffic.
From the long past Into the long present
A bird, forgotten in these troubles, warbling,
As the great wheel turns around, grinding
The living in water.
Washing, continual washing, in water now stained
With blossoms and rotting logs,
Cries, half-muffled, from beneath the earth, the living awakened
at last like the dead.

 

 
Robert Bly (Madison, 23 december 1926)

 

De Nederlandse dichter en schrijver Hans Tentije (pseudoniem van Johann Krämer) werd geboren in Beverwijk op 23 december 1944. Zie ook alle tags voor Hans Tentije op dit blog.

 

Orvieto

Een slingerende weg en haarspeldscherpe
lussen tillen langs brokkelige, overgroeide weringen
het tufstenen plateau hoger en hoger, tot voor de poorten
van een later in de middag weer ontwaakte stad

voor de kathedraal sluit je vol ongeloof
je ogen even en over je oogleden strijkt zijn schittering
het goud van een heel verleden uit

getemperd, wijngeel licht valt
door wat marmeren triten lijken, met een nervatuur
van verkoolde bliksemschichten, van eeuwen terug geronnen
levenslopen, van vloedlijnen, opgestuwd
en onderaards nagolvend bloed dat in gebergten
strandde, zich daar begroef –

iemand brengt een grafstuk, vol overdadig
groen en aronskelken, naar de zijkapel, waar hardop, iets
te loslippig bidden zelfs verboden is

een lijkwagen draait met hangende vaantjes
het domplein op, verspilt zijn enorme motorvermogen
aan het vervoer van een simpele kist, het requiem
zal dadelijk worden opgedragen

vier pilasters laten, door druivenranken
en acanthusblad omlijst, een reeks uitgehouwen
bijbelse taferelen zien – bij de jongste dag zoek je je gezicht
tussen dat van de vele, vele verdoemden –
je vindt het niet, vooralsnog

 

Semana tragica

Onderkruipers van de staking bemanden de trams
de trams van Barcelona, die later op de dag massaal
gekanteld zouden worden, meestal ver van de smorgens vroeg
nog uitgeschrobde remises vandaan

looiers en wevers, dokwerkers en werklozen stalen ’t brood
terug uit de ovens, geweren van de handelaars
en vrouwen die niks hadden als armoe, als schimmen van
kinderen, ze veegden hun angst af aan hun schort
wat overbleef waren afbrokkelende barrikaden

kerken en kloosters in brand gestoken
o, zoveel warmer dan al die geile kaarsen daar
druipend voor een madonna-beeld, een schitterend
gezicht vanaf Montjuich

lijken werden opgegraven, alsof er in de straten
niet genoeg van waren; verkleed in geplunderde priestergewaden
renden er mensen door een uitgestorven stad
toen kwamen de troepen want macht eist altijd bloed
tragiese eeuw waarin revoluties zo verlopen

fluweel van woorden over alles, steeds dunner mettertijd

 


Hans Tentije (Beverwijk, 23 december 1944)

 

De Nederlandse dichter, schrijver en vertaler Hans Kloos werd geboren in Baarn op 23 december 1960. Zie ook alle tags voor Hans Kloos op dit blog.

 

Een psalm

Er is me veel
over je verteld.
Dat deden ze goed.
Er is me vaak
verteld dat jij dat ook was,
goed. Er is me veel
bijgebleven; van soep en kwartels,
lemen voeten en een kraaiende haan,
van het licht dat er was
toen jij zei dat het er moest zijn.
Er is me veel verteld.

En zo ben ik
in je gaan geloven.
Dat deed ik goed.
En zo ging ik
je zien, dat je god was,
goed. En zo zag ik
je in nachten van het bange kind,
lichtend water en een boerend hert,
in het licht dat er was
toen ik keek naar mensen bij een bushalte.
Zo ben ik gaan geloven.

En zo ben jij
een leven gaan leiden
in mij. Dat ging goed.
En zo ben jij
groot geworden, groter dan ik,
God. En zo werd je
almachtig, de vader van het bange kind,
levend water en een kraaiende haan
en het licht dat er was
toen ik vroeg of jij met me zou zijn.
Zo ben jij een leven gaan leiden.

En zo ben ik
in jou klein geworden.
Dat ging niet goed.
En ik werd zo
weinig dat jij vlees werd,
woord. En zo ben ik
opgegaan in het zwijgen van het bange kind,
stenen tafelen en het kraaien van een haan,
in het licht dat er was
toen jij zei dat ik stil moest zijn.
Zo ben ik klein geworden.

En toen ben ik
uit je opgestaan.
Dat deed pijn.
En toen ging ik
me zien, dat ik alleen was,
vlees. En zo zag ik
me in hoofd, schouders, knie en teen,
volle handen en een kraaiend kruis,
in het licht dat er was
toen ik keek naar de zon op mijn voeten.
Zo ben ik opgestaan.

En ik heb veel
over je verteld.
Dat doe ik goed.
En ik heb vaak
verteld dat jij er niet was,
alleen. En ik heb veel
overgehouden; soep en kwartels,
hemelvoeten en een kraaiende haan
en het licht dat er is
als ik vertel van mensen bij een bushalte.
Zo ben jij mijn verhaal geworden.

 


Hans Kloos (Baarn, 23 december 1960)

 

De Britse dichteres en toneelschrijfster Carol Ann Duffy werd geboren in een rooms-katholiek gezin in de Gorbals, een arm deel van Glasgow, op 23 december 1955. Zie ook alle tags voor Carol Ann Duffy op dit blog.

 

Words, Wide Night

Somewhere on the other side of this wide night
and the distance between us, I am thinking of you.
The room is turning slowly away from the moon.

This is pleasurable. Or shall I cross that out and say
it is sad? In one of the tenses I singing
an impossible song of desire that you cannot hear.

La lala la. See? I close my eyes and imagine the dark hills I would have to cross
to reach you. For I am in love with you

and this is what it is like or what it is like in words.

 

Prayer

Some days, although we cannot pray, a prayer
utters itself. So, a woman will lift
her head from the sieve of her hands and stare
at the minims sung by a tree, a sudden gift.

Some nights, although we are faithless, the truth
enters our hearts, that small familiar pain;
then a man will stand stock-still, hearing his youth
in the distant Latin chanting of a train.

Pray for us now. Grade 1 piano scales
console the lodger looking out across
a Midlands town. Then dusk, and someone calls
a child’s name as though they named their loss.

Darkness outside. Inside, the radio’s prayer –
Rockall. Malin. Dogger. Finisterre.

 

 
Carol Ann Duffy (Glasgow, 23 december 1955)

 

De Duitse schrijver, literatuurcriticus en redacteur Volker Jehle werd geboren op 23 december 1954 in Balingen. Zie ook alle tags voor Volker Jehle op dit blog.

Uit: Hildersheimers als Trauzeugen

“Am 9. März, kurz vor 15 Uhr, betraten wir das Tübinger Hotel Krone. Hildesheimers waren noch nicht da. Während wir in der Rezeption warteten, malten wir uns aus, was wir tun sollten, falls sie nicht rechtzeitig kämen – die Hochzeit war auf 15.30 Uhr festgesetzt.
Ein Desaster wäre durchaus möglich gewesen, schließlich waren die beiden nur deshalb in Tübingen, weil Walter Jens sechzigsten Geburtstag hatte, den er aber zweimal feiern mußte, eine Feier, an der Hans Mayer teilnahm, die andere, an der Marcel Reich-Ranicki teilnahm. Nur Hildesheimer nahm an beiden teil, weil er, wie er gesagt hatte, mit beiden konnte, mit Mayer und Reich-Ranicki. Darin lag die Gefahr des Desasters aber gar nicht, sondern darin, daß Hildesheimers zwischen den beiden Feiern für uns Zeit reserviert hatten; wir hatten unsere Hochzeit extra so gelegt.
Doch kurz nach 15 Uhr kamen sie. Silvia Hildesheimer meinte, wir seien ja über­pünktlich, Wolfgang Hildesheimer fragte: „Wird schon geheiratet?“
Sie trugen den Ordner mit Reproduktionen seiner Bilder, den ich aus meinem Hildes­heimer-Archiv mitgebracht hatte, ins Zimmer hinauf. Er kam als erster wieder herunter und brachte ein flaches Päckchen mit, in rosa Seidenpapier eingeschlagen, nicht ganz quadratisch.
„Das ist mein Hochzeitsgeschenk. Wie finden Sie es?“
Er hielt es hoch, als Querformat.
„Also ich würde sagen, so hat es die beste Wirkung. Finden Sie nicht? Obwohl, Sie, als moderne Menschen, würden es eher so herum hängen.“
Er hielt es als Hochformat und fragte Silvia, die gerade gekommen war: „Was findest du? Sie würden es als moderne Menschen tatsächlich so herum bevorzugen.“
„Du hast recht, es hat so eine ganz eigene Wirkung.“
Ich nahm es und drehte es so um, daß der Tesafilm vorn war: „Wie wäre es so herum?“
Er besah sich‘s aufmerksam. „Tatsächlich – das wäre eine ausgefallene Lösung!“
Wir öffneten das Päckchen, die Zeichnung Beschwörung kam zum Vorschein. Zuerst, be­merkte er, hätte er sich für Unhaltbarer Zustand entschieden gehabt, aber das sei eben doch etwas gewagt, vor allem überm Ehebett, und daß es dorthin gehängt werde, sei selbst­verständlich. Dann füllte er den Trauzeugenzettel aus, schrieb bei sich „Schriftsteller“ und bei Silvia „Malerin“.
Zu ihr: „Das gibt dir Auftrieb.“ Zu uns: „Sie hat nämlich ein Bild begonnen, das dieses Jahr noch fertig werden könnte.“ Ohne Pause: „Haben Sie eigentlich schon Namen für das Kind ausgewählt?“
Wir zögerten. Die Namen hatten wir noch niemandem gesagt. „Für ein Mädchen Ulrike, für einen Buben Martin.“

 


Volker Jehle (Balingen, 23 december 1954)

 

De Britse schrijver Tim Fountain werd geboren op 23 december 1967 in Dewsbury, West Yorkshire. Zie ook alle tags voor Tim Fountain op dit blog.

Uit: Dandy In The Underworld

“Of all the sexual perversions I find monogamy the most un-natural. In my opinion if you say you are enjoying sex with the same person after a couple of years you’re either a liar or you’re on something. I mean even though the Ivy serves perfect Shepherds pie it doesn’t stop one occasionally craving a visit to the Wolseley does it? Variety is the spice of life after all and love is merely the delusion that one person differs from another. Were Ito remain monogamous I would make one woman happy but all the rest of the women in the world unhappy — what right have I to do that? You see I think sex has absolutely nothing to do with morals, it’s a compulsion, like murder. I’ve no doubt Henrietta will succumb to my charms today after a nice plummy Claret.
He notices a scarf on the floor.
Look, she left her scarf.
He picks it up and places it over the back of his throne.
I’ll just place it there and then after lunch she can come and collect it.
He goes to the windows and throws back the shutters, light floods in to reveal his full studio in all its glory. There is a desk and chair downstage right. On a wall is a gun mounted on velvet in a picture frame. Downstage left there is his throne. There is a painting upstage centre on an easel and covered in a sheet. Behind it on the back wall is a kind of shrine to St Sebastian. There are hundreds of photographs and pieces of publicity material dedicated to him. Welcome to the strong sad kingdom of self. (He laughs at himself) I subscribe to the Quentin Crisp school of home decoration: You must have nothing around you that does not express the kind of person you have decided to become. I’m aiming to be a self-absorbed twat — after all it takes so much finesse to fall in love with yourself. But actually I have to be surrounded by my press cuttings if I am to discover who I truly am. I’m a controversial figure. People either dislike me or hate me. This was The News of the Worldwhen I crucified myself in the Phillipines. Pointing to a front page of the News of the World pinned on the wall. It reads. ‘Art freak crucifies himself. Jesus died to save humanity. I did it to save my career. In my opinion neither of us had much success.”

 


Tim Fountain (Dewsbury, 23 december 1967)

 

De Amerikaans schrijfster Donna Tartt werd geboren in Greenwood, Mississippi, op 23 december 1963. Zie ook alle tags voor Donna Tart op dit blog.

Uit: The Secret History

“Does such a thing as “the fatal flaw,” that showy dark crack running down the middle of a life, exist outside literature? I used to think it didn’t. Now I think it does. And I think that mine is this: a morbid longing for the picturesque at all costs.
 A moi. L’histoire d’une de mes folies.
My name is Richard Papen. I am twenty-eight years old and I had never seen New England or Hampden College until I was nineteen. I am a Californian by birth and also, I have recently discovered, by nature. The last is something I admit only now, after the fact. Not that it matters.
I grew up in Plano, a small silicon village in the north. No sisters, no brothers. My father ran a gas station and my mother stayed at home until I got older and times got tighter and she went to work, answering phones in the office of one of the big chip factories outside San Jose.
Plano. The word conjures up drive-ins, tract homes, waves of heat rising from the blacktop. My years there created for me an expendable past, disposable as a plastic cup. Which I suppose was a very great gift, in a way. On leaving home I was able to fabricate a new and far more satisfying history, full of striking, simplistic environmental influences; a colorful past, easily accessible to strangers.
The dazzle of this fictive childhood—full of swimming pools and orange groves and dissolute, charming show-biz parents—has all but eclipsed the drab original. In fact, when I think about my real childhood I am unable to recall much about it at all except a sad jumble of objects: the sneakers I wore year-round; coloring books and comics from the supermarket; little of interest, less of beauty. I was quiet, tall for my age, prone to freckles. I didn’t have many friends but whether this was due to choice or circumstance I do not now know. I did well in school, it seems, but not exceptionally well; I liked to read—Tom Swift, the Tolkien books—but also to watch television, which I did plenty of, lying on the carpet of our empty living room in the long dull afternoons after school.
I honestly can’t remember much else about those years except a certain mood that permeated most of them, a melancholy feeling that I associate with watching “The Wonderful World of Disney” on Sunday nights. Sunday was a sad day—early to bed, school the next morning, I was constantly worried my homework was wrong—but as I watched the fireworks go off in the night sky, over the floodlit castles of Disneyland, I was consumed by a more general sense of dread, of imprisonment within the dreary round of school and home: circumstances which, to me at least, presented sound empirical argument for gloom. My father was mean, and our house ugly, and my mother didn’t pay much attention to me; my clothes were cheap and my haircut too short and no one at school seemed to like me that much; and since all this had been true for as long as I could remember, I felt things would doubtless continue in this depressing vein as far as I could foresee. In short: I felt my existence was tainted, in some subtle but essential way.”

 


Donna Tartt (Greenwood, 23 december 1963)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 23e december ook mijn vorige twee blogs van vandaag.

Marcelin Pleynet, Norman Maclean, Sara Coleridge, J.J.L. ten Kate, Giusepe di Lampedusa, Iván Mándy

De Franse dichter, schrijver en essayist Marcelin Pleynet werd geboren op 23 december 1933 in Lyon. Zie ook alle tags voor Marcelin Pleynet op dit blog.

Uit: Chagall en France

« Chagall arrive pour la première fois à Paris en 1910, il a vingt-trois ans, il n’en repartira qu’en 1914, pour revenir en 1923 et rester en France jusqu’à ce que la guerre l’en chasse, en 1941. Il séjournera alors aux États-Unis, de 1941 à 1948, date à laquelle il s’installe définitivement en France.
Si l’on fait le compte, on constate que Chagall a passé plus des deux tiers de sa vie en France, et notamment dans la maturité de son âge et de son art.
Certes, dans un poème qui fut très souvent reproduit, Chagall prend soin de préciser : « Seul est le mien / Le pays qui se trouve dans mon âme », avant de poursuivre en développant les thèmes qui illustrent son œuvre : « En moi fleurissent des jardins / Mes fleurs sont inventées / Les rues m’appartiennent / Mais il n’y a pas de maisons / Elles ont été détruites dès mon enfance / Les habitants vagabondent dans l’air / À la recherche d’un logis / Ils habitent mon âme.»
Ce qui est une autre façon de dire que le seul pays qu’il se reconnaît est celui que déploient sa peinture et son âme (l’âme de sa peinture), et que sa peinture ne connaît pas de frontière. Et en effet la peinture de Chagall ne connaît pas de frontière, elle est certainement aujourd’hui l’œuvre la plus universelle qui soit. Pourtant, Chagall vécut près de soixante ans en France et il n’a jamais manqué de souligner (alors même qu’il s’était momentanément installé aux États-Unis) tout ce qui le rattachait à l’art et à la culture française.
En 1943, lors d’une conférence prononcée au « Pontigny » franco-américain, à Mount’Holyoke College et publiée dans La Renaissance, revue de l’École libre des hautes études de New York, Chagall déclare : « Je suis arrivé à Paris comme poussé par le destin .. Le soleil de l’art ne brillait alors qu’à Paris, et il me semblait et il me semble jusqu’à présent qu’il n’y a pas de plus grande révolution de l’œil que celle que j’ai rencontrée en 1910, à mon arrivée à Paris. Les paysages, les figures de Cézanne, Manet, Monet, Seurat, Renoir, Van Gogh, le fauvisme de Matisse et tant d’autres me stupéfièrent. Ils m’attiraient comme un phénomène de la nature.”

 

 
Marcelin Pleynet (Lyon, 23 december 1933)
La joie familiale door Marc Chagall, 1976

 

De Amerikaanse schrijver Norman Fitzroy Maclean werd geboren op 23 december 1902 in Clarinda, Iowa. Zie ook alle tags voor Norman Maclean op dit blog.

Uit: A River Runs Through It

“The fight seemed suddenly to stop itself. She was lying on the floor IletNN cell us. Then we but h began to cry and fight in a rage, each one shouting, “You son of bitch, you knocked my mother down.” She got off the floor, and, blind without her glasses, staggered in circles between us, saying without recognizing which one she was addressing, “No, it wasn’t you. I just slipped and fell.” So this was the only time we ever fought. Perhaps we always wondered which of us eras tougher, but, if boyhood questions aren’t answered before a certain point in time, they can’t ever be raised again. So we returned to being gracious to each other, as the wall sug-gested that we should be. We also felt that the woods and rivers were gracious to us when we walked together beside them. It is true that we didn’t often fish together anymore. We were both in our early thirties now, and “now” from here on is the summer of 1937. My ft tiler had retired and he and mother were living in Missoula, our old home town, and Paul was a reporter in Helena, the state capital. I had “gone off and got married,” to use my brother’s description of this event in my life. At the moment, I was living with my wife’s family in the little town of Wolf Creek, but, since Wolf Creek is only forty miles from Helena, we still saw each other from time to time, which meant, of course, fishing now and then together. In fact, the reason I had come to Helena now was to see him about fishing. The fact also is that my mother-in-law had asked me to. I wasn’t happy, but I was fairly sure my brother would finally say yes. He had never said plain no to me, and he loved my mother-in-law and my wife, whom he included in the si gn on the wall, even though he could never under-stand “what had come over me” that would explain why marriage had ever crossed my mind. I ran into him in front of the Montana Club, which was built by rich gold miners supposedly on the spot where gold was discovered in Last Chance Gulch.”

 


Norman Maclean (23 december 1902 – 2 augustus 1990)
Scene uit de film van Robert Redford uit 1992 met Craig Sheffer (Norman) en Brad Pitt (Paul)

 

De Engelse dichteres, schrijfster en vertaalster Sara Coleridge werd geboren op 23 december 1802 in Greta Hall, Keswick. Zie ook alle tags voor Sara Coleridge op dit blog.

 

The Boy That Would Rather Be Naughty Than Good (Fragment)

Young Ronald one day in a fury was roaring,
His passion still higher and higher was soaring;
Cried he, while the tears from his eyelids were pouring,
“I’d rather be naughty than good!”
To learn stupid lessons I’ll never engage,
I’ll storm, and I’ll bluster and riot and rage,
I ne’er will consent to be kept in a cage,
I will go and walk in the wood.”

His mother, astonished, cried “Ronald, for shame!
This terrible temper unless you can tame,
Such folly the rod must be called to reclaim,
And every one else will be ruffled.
Don’t stare with your eyes, and don’t wrinkle your brow,
Nor stamp and kick up such a dust and a row,
Nor shake your head angrily like the mad cow
Whose horns the old farmer has muffled.

 

 
Sara Coleridge (23 december 1802 – 3 mei 1852)

 

De Nederlandse dichter-dominee Jan Jakob Lodewijk ten Kate werd geboren op 23 december 1819 in Den Haag. Zie ook alle tags voor J.J.L. ten Kate op dit blog.

 

Bloemkrans
voor de liefste

Wanneer, ook dán als de andre tekens zwijgen,
De ziel haar zucht in kleuren wedergeeft,
De Min haar blos in ’t rozenblad doet stijgen,
De Erinnring in ’t vergeet-mij-nietje beeft;
Als Hope fladdert in de groene twijgen,
De Rouw in ’t lover der cypresse zweeft;
Als Jaloezij de gele tulp doet hijgen,
De Glorie in de frissen lauwer leeft:

Dan diende ik U een bonte krans te schenken,
Waaruit ge U álle kleuren toe zag wenken
Op ’t levendig fluweel van blad en bloem:
Gij immers zijt mijn Liefde, mijn Herdenken,
Mijn Vreugde en Smart, mijn IJver en mijn Roem,
Die ik de mijne in dood en leven noem!

 

Werd de Liefde eens geknakt

Werd de Liefde eens geknakt in haar tedere knop,
Tot haar blaren verwelkten en vielen,
Geen genegenheids-zon wekt haar leven weer op,
Want maar eens bloeit de lente der zielen.

Is de Hope misleid, dan ontvlucht zij het hart,
En keert weer door beloften noch giften;
Maar de Erinnring blijft achter en leeft van de smart,
En broedt voort op de puinhoop der driften.

Men verhaalt, dat de zwaluw haar nestje ontwijkt,
Als de stormwind de gevel doet kraken;
Maar de nachtuil keert in tot het huis dat bezwijkt,
Waar ze bouwt in een klove der daken.

 

Sonnet op het Sonnet

Geverfde pop, met rinkelen omhangen,
Gebulte jonkvrouw in uw staal’ korset,
Lamzaligste aller vormen, stijf Sonnet!
Wat rijmziek mispunt deed u ’t licht erlangen?

Te klein om één goed denkbeeld op te vangen,
Voor epigram te groot en te koket,
Vooraf geknipt, koepletje voor koeplet,
Kroopt ge onverdiend in onze minnezangen.

Neen! de echte Muze eist vrijheid; en het Lied,
Onhoudbaar uit het zwoegend hart gerezen,
Zij als een bergstroom die zijn band ontschiet!

Gij deugt tot niets, tenzij het deugen hiet,
Om, enkel door de broddelaars geprezen,
Op Geysbeek een berijmd vervolg te wezen.

 


J.J.L. ten Kate (23 december 1819 – 24 december 1889)

 

De Italiaanse schrijver Giuseppe Tomasi di Lampedusa werd geboren in Palermo op 23 december 1896. Zie ook alle tags voor Giuseppe Tomasi di Lampedusa op dit blog.

Uit: The Leopard (Vertaald door Archibald Colquhoun)

“And the Sedira, all the various Sedira, from the petty one who violated arithmetic at Donnafugata to the major ones at Palermo and Turin, had they not committed a crime by choking such consciences? Don Fabrizio could not know it then, but a great deal of the slackness and acquiescence for which the people of the South were to be criticised during the next decade, was due to the stupid annulment of the first expression of liberty ever offered them. Don Ciccio had said his say. And now his genuine but rarely shown side of “austere man of principle” was taken over by one much more frequent and no less genuine, that of snob. For Tumeo belonged to the zoological species of “passive snob”, a species unjustly reviled nowadays. Of course the word “snob” was unknown in the Sicily of 186o; but just as tuberculosis existed before Koch, so in that remote era there were people for whom to obey, imitate and above all avoid distressing those whom they considered of higher social rank than themselves was the supreme law of life; snobbery, in fact, is the opposite of envy. At that time a man of this type went under various names; he was called “devoted”, “attached”, “faithful;” and life was happy for him since a nobleman’s most fugitive smile was enough to flood an entire day with sun; and accompanied by such affectionate appellatives, the restorative graces were more frequent than they are to-day. Now Don Ciccio’s frankly snobbish nature made him fear causing Don Fabrizio distress, and he searched diligently round for ways to disperse any frowns he might be causing on the Prince’s Olympian brow; the best means to hand was suggesting they should start shooting again; and so they did. Surprised in their afternoon naps some wretched woodcock and another rabbit fell under the marks-men’s fire, particularly accurate and pitiless that day as both Salina and Tumeo were identifying those innocent creatures with Don Calogero Sedira.”

 


Giuseppe Tomasi di Lampedusa (23 december 1896 – 23 juli 1957)
Claudia Cardinale en Alain Delon in de gelijknamige film van Luchino Visconti, 1963

 

De Hongaarse schrijver Iván Mándy werd geboren op 23 december 1918 in Boedapest. Zie ook alle tags voor Iván Mándy op dit blog.

Uit: The Watermelon Eaters (Vertaald door Albert Tezla)

“And the Sedira, all the various Sedira, from the petty one who violated arithmetic at Donnafugata to the major ones at Palermo and Turin, had they not committed a crime by choking such consciences? Don Fabrizio could not know it then, but a great deal of the slackness and acquiescence for which the people of the South were to be criticised during the next decade, was due to the stupid annulment of the first expression of liberty ever offered them. Don Ciccio had said his say. And now his genuine but rarely shown side of “austere man of principle” was taken over by one much more frequent and no less genuine, that of snob. For Tumeo belonged to the zoological species of “passive snob”, a species unjustly reviled nowadays. Of course the word “snob” was unknown in the Sicily of 186o; but just as tuberculosis existed before Koch, so in that remote era there were people for whom to obey, imitate and above all avoid distressing those whom they considered of higher social rank than themselves was the supreme law of life; snobbery, in fact, is the opposite of envy. At that time a man of this type went under various names; he was called “devoted”, “attached”, “faithful;” and life was happy for him since a nobleman’s most fugitive smile was enough to flood an entire day with sun; and accompanied by such affectionate appellatives, the restorative graces were more frequent than they are to-day. Now Don Ciccio’s frankly snobbish nature made him fear causing Don Fabrizio distress, and he searched diligently round for ways to disperse any frowns he might be causing on the Prince’s Olympian brow; the best means to hand was suggesting they should start shooting again; and so they did. Surprised in their afternoon naps some wretched woodcock and another rabbit fell under the marks-men’s fire, particularly accurate and pitiless that day as both Salina and Tumeo were identifying those innocent creatures with Don Calogero Sedira.”

 


Iván Mándy (23 december 1918 – 26 oktober 1995)
Adventstijd in Boedapest

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 23e december ook mijn vorige blog van vandaag.

Christa Winsloe, Albert Ehrenstein, Harry Shearer, Charles Sainte-Beuve, Mathilde Wesendonck, Martin Opitz

De Duits- Hongaarse schrijfster en beeldend kunstenares Christa Winsloe werd geboren in Darmstadt op 23 december 1888. Zie ook alle tags voor Christa Winsloe op dit blog.

Uit: Das Mädchen Manuela (Vertaald door Ruth Baumgarten und Karsten Witte)

„Elisabeth von Bernburg war die Tochter eines hohen Offiziers, wie Fräulein von Kesten, wie fast alle Erzieherinnen der Anstalt. Sie war achtundzwanzig Jahre alt und von diesen achtundzwanzig Jahren nun schon fünf Jahre im Stift, nachdem, wie man munkelte, ihre Verlobung mit einem jungen Dragonerleutnant zurückgegangen war, der Kühle und heftigen seelischen Abwehr des jungen Mädchens wegen, die den Leutnant veranlaßt hatten, kurz vor der Hochzeit die Verbindung zu lösen. Andere wieder wollten wissen, daß Fräulein von Bernburg selbst es gewesen war, die ihrem Verlobten erklärt hatte, sie könne ihn nicht und überhaupt niemals einen Mann heiraten. Diese Äußerung sollte ungeheuer viel Staub aufgewirbelt und zu den verwegensten Deutungen Anlaß gegeben haben. Selbst unter den Zöglingen des Helenenstifts ging sie um; wer sie aufgebracht hatte, wußte niemand so recht genau. Vermutlich aber war es Ilse gewesen, die solche Nachrichten aus den Ferien in Berlin mitbrachte, und zwar geradeswegs von dem sehr jungen zweiten Papa, den sie bekommen hatte, nachdem ihre Mama sich von ihrem Vater getrennt hatte. »Kinder«, sagte sie, »die Bernburgerin … Stellt euch doch vor, daß sie hätte heiraten können und daß sie da lieber hierhergekommen ist! Sie will überhaupt keine eigenen Kinder, soll sie gesagt haben – und dann soll sie den Mann einfach vor die Brust gestoßen haben, als er sie küssen wollte.« Oda und Mia sahen einander an und lachten ihr nicht ganz sauberes Lachen. Aber Manuela fuhr auf. »Ilse, du sollst nicht immer sagen >die Bernburgerin< -und dann, das sind doch ihre Privatsachen, und keiner weiß doch, wie es wirklich gewesen ist.« »Na, hör mal«, sagte Ilse gekränkt, »ein Dragonerleutnant! Also, so was sollte mir nicht passieren!« Alles lachte, nur Marga zischte: »Ruhe!«, denn sie hörte Fräulein von Kesten draußen leise vorbeischleichen. Manuela blieb nachdenklich. In mehr als einer Nacht, wenn Fräulein von Bernburg das Licht im Schlafsaal gelöscht hatte und rings um sie her das Tuscheln begann und die kleinen elektrischen Taschenlampen unter den Kopfkissen hervorgeholt wurden, lag sie und quälte sich ab mit der Frage, was Fräulein von Bernburg nun wohl tat in ihrem Zimmer? Ob sie gern hier war? Ob sie sich nicht doch manchmal sehnte, einen Mann und Kinder zu haben? – Kinder zu haben – ja, das dachte auch Manuela sich schön. Einen Mann, nein, das konnte man sich schwer vorstellen – und Fräulein von Bernburg mit einem Mann, das war ein Gedanke, der sich nicht fassen ließ. Miß Evans, die, die hatte ihren Bräutigam irgendwo in England, und sie sparte sich bloß noch etwas, so hieß es, ehe sie heiraten wollte. Das war ganz in der Ordnung, auch Fräulein von Attems konnte man sich vorstellen als eine Gutsfrau, die in Küche und Keller wirtschaftete – aber Fräulein von Bernburg … „

 


Christa Winsloe (23 december 1888 – 10 juni 1944)
Scene uit de film « Mädchen in Uniform » met o.a. Lilli Palmer en Romy Schneider. De film is gebasseerd op de roman „The Child Manuela“ van Winsloe

 

De Oostenrijkse expressionistische dichter en schrijver Albert Ehrenstein werd op 23 december 1886 in Wenen geboren. Zie ook alle tags voor Albert Ehrenstein op dit blog.

 

WOZU

Ich habe gelebt und gelitten
Und habe mir nichts erstritten.
Wer weiß es, wer weiß es
Nach hundert Jahren?

Ich habe gelebt und gelitten
Und hab mir den Tod erstritten.
Wer weiß es, wer weiß es
Nach hundert Jahren?

 

DER ENGEL

Ein silberstiller Sonnenklang;
Ins Wintertal Lichtstrahl sich schwang
Und stillt mit stummem Saitenspiel
Den wilden Wanderer Ohneziel —

Über graue Wiesen der Grüne schritt:
Tausanft der Erde einziger Engel glitt,
Der Frühling.

Erklangen und schwangen im Blumengeläut
Die Berg und Täler brustweit und breit.
Und Glück und Liebe und Liebe.

 

 
Albert Ehrenstein (23 december 1886 – 8 april 1950)
Portret door Oskar Kokoschka bij bovenstaande gedichten

 

De Amerikaanse schrijver en komische acteur Harry Shearer werd geboren op 23 december 1943 in Los Angeles. Zie ook alle tags voor Harry Shearer op dit blog.

Uit: Not Enough Indians

“His Hotel Katmandu, opened the previous year, offered a computer-generated Himalayan skyline out of every window and a twice-daily audience with the Dalai Lama for groups of twenty tourists willing to pony up a hun-dred dollars per head. None of them had yet objected that Katmandu was in Nepal while the Dalai Lama came from Tibet. Tony’s previous venture, the Milano, featured a three-fifths-sized replica of the Duomo and slimmed-down versions of famous operas by a company from La Scala. That was part of what so steamed him about Wowosa, as he sat with Serena in Chips, the utilitarian coffee shop tucked at the far end of the slots floor, after Don Nightswim had excused himself, nodding his good-bye and then catching his weighty headdress just as the feathers were about to take a dive into Tony’s chicken in a pot. “Damnit, Reeny, they don’t do doodley fuckin’ squat except plug in the machines and count the money. No goddamn amenities, you know what I mean?” Serena nodded her sad agreement. “It’s not a hotel, there’s no en-tertainment, this rat-infested dump is the closest thing they have to a goddamn restaurant…. Their costs are zip fuckin’ diddley zilch. It’s just pure gaming, pure f-ing profit. And you know how they get away with it? Because they’re fucking Indians,” Tony sputtered, before remem-bering to look around to see if any Wowosas were mind-ing the coffee shop. Of course, how could you tell? Judging by Don Nightswim, the W’s looked just like average specimens who’d suddenly hit the jackpot by dis-covering they had a teaspoon, or an eyedropperful, of In-dian blood in them. Some great-great-grandfather had taken an extremely temporary liking to some squaw, wham-bam-ugh, and now here these lucky bastards were, sitting on the biggest money pot since the Alaskan pipeline plopped on the tundra. “Tone,” Serena purred. “It’s okay. What you’re doing is reinventing the whole idea of a gaming resort. These peo-ple are just living in the past.” Serena still had her good looks — great looks, if you counted the fake tits — that had originally attracted Tony to her when she was a cov-ered dancer in Oops!, the naughty nude show at Tony’s first big hotel, the Gold Rush.”

 

 
Harry Shearer (Los Angeles, 23 december 1943)

 

De Franse dichter, schrijver en criticus Charles Augustin Sainte-Beuve werd geboren op 23 december 1804 in Boulogne-sur-Mer. Zie ook alle tags voor Charles Sainte-Beuve op dit blog.

Uit: Molière

« Il y a en poésie, en littérature, une classe d’hommes hors de ligne, même entre les premiers, très-peu nombreuse, cinq ou six en tout, peut-être, depuis le commencement, et dont le caractère est l’universalité, l’humanité éternelle intimement mêlée à la peinture des mœurs ou des passions d’une époque. Génies faciles, forts et féconds, leurs principaux traits sont dans ce mélange de fertilité, de fermeté et de franchise ; c’est la science et la richesse du fonds, une vraie indifférence sur l’emploi des moyens et des genres convenus, tout cadre, tout point de départ leur étant bon pour entrer en matière ; c’est une production active, multipliée à travers les obstacles, et la plénitude de l’art fréquemment obtenue sans les appareils trop lents et les artifices. Dans le passé grec, après la grande figure d’Homère, qui ouvre glorieusement cette famille et qui nous donne le génie primitif de la plus belle portion de l’humanité, on est embarrassé de savoir qui y rattacher encore. Sophocle, tout fécond qu’il semble avoir été, tout humain qu’il se montra dans l’expression harmonieuse des sentiments et des douleurs, Sophocle demeure si parfait de contours, si sacré, pour ainsi dire, de forme et d’attitude, qu’on ne peut guère le déplacer en idée de son piédestal purement grec. Les fameux comiques nous manquent, et l’on n’a que le nom de Ménandre, qui fut peut-être le plus parfait dans la famille des génies dont nous parlons ; car chez Aristophane la fantaisie merveilleuse, si athénienne, si charmante, nuit pourtant à l’universalité.  À Rome je ne vois à y ranger que Plaute, Plaute mal apprécié encore, peintre profond et divers, directeur de troupe, acteur et auteur, comme Shakspeare et comme Molière, dont il faut le compter pour un des plus légitimes ancêtres. Mais la littérature latine fut trop directement importée, trop artificielle dès l’abord et apprise des Grecs, pour admettre beaucoup de ces libres génies. Les plus féconds des grands écrivains de cette littérature en sont aussi les plus littérateurs et rimeurs dans l’âme, Ovide et Cicéron. Au reste, à elle l’honneur d’avoir produit les deux plus admirables poëteC’est aux temps modernes et à la renaissance qu’il faut demander les autres hommes que nous cherchons : Shakspeare, Cervantes, Rabelais, Molière, et deux ou trois depuis, à des rangs inégaux, les voilà tous ; on les peut caractériser par les ressemblances. Ces hommes ont des destinées diverses, traversées ; ils souffrent, ils combattent, ils aiment. Soldats, médecins, comédiens, captifs, ils ont peine à vivre ; ils subissent la misère, les passions, les tracas, la gêne des entreprises. Mais leur génie surmonte les liens, et, sans se ressentir des étroitesses de la lutte, il garde le collier franc, les coudées franches. Vous avez vu de ces beautés vraies et naturelles qui éclatent et se font jour du milieu de la misère, de l’air malsain, de la vie chétive ; vous avez, bien que rarement, rencontré de ces admirables filles du peuple, qui vous apparaissent formées et éclairées on ne sait d’où, avec une haute perfection de l’ensemble, et dont l’ongle même est élégant : elles empêchent de périr l’idée de cette noble race humaine, image des Dieux. s des littératures d’imitation, d’étude et de goût, ces types châtiés et achevés, Virgile, Horace! »

 

 
Charles Sainte-Beuve (23 december 1804 – 13 oktober 1869)
Cover biografie

 

De Duitse dichteres en schrijfster Mathilde Wesendonck werd geboren als Agnes Luckemeyer op 23 december 1828 in Elberfeld. Zie ook alle tags voor Mathilde Wesendonck op dit blog.

 

An Guido

I.
Ruhe holder Knabe,
Ruhe sanft und lind
Nun im frühen Grabe,
Du mein liebes Kind!

Weiß dich da geborgen
Vor der Erde Noth;
Schützet uns vor Sorgen
Einzig doch der Tod!

Rinnen meine Thränen
Noch so heiß herab,
Glücklich muß ich wähnen
Dich im kühlen Grab.

Ob das Herz in Bangen
Nach dem Liebling ruft,
Schweiget sein Verlangen
Vor der stillen Gruft.

Möchte nimmer stören
Deine süße Ruh’;
Leiden abzuwehren,
Schlafe, Liebling, du!

Schlafe – laß mich weinen,
Weinen lang und schwer,
Du, in süßen Träumen,
Hörst es ja nicht mehr!

Schwebe, Engel, schwebe
Leuchtend himmelan,
Wie die Sterne webe
Deine lichte Bahn;

Hebe dich zur Sonne,
Tauch in Aether’s Blau,
Unermeßne Wonne
Kränze deine Brau’.

 


Mathilde Wesendonck (23 december 1828 – 31 augustus 1902)
Portret door Ernst Benedikt Kietz van Mathilde met haar zoontje Guido, 1856

 

De Duitse dichter Martin Opitz von Boberfeld werd geboren op 23 december 1597 in Bunzlau (Silezië). Zie ook alle tags voor Martin Opitz op dit blog.

 

Sonnet XII

Wann ich mit frieden kan in deinen Armen liegen /
So hab’ ich schon genung: mehr ehre wüntsch’ ich nicht
Auff dieser weiten Welt/ als dir/ mein Trost vnd Liecht/
In deiner weissen Schoß zu ruhen nach genügen.
Diß ist mein bester zweck: es mag ein andrer kriegen
Dem Mars im Hertzen steckt das aus jhm selber bricht /
Nach Helm’ vnd Waffen greifft/ den kühnen Feind bespricht
Vnd wanckt nicht vmb ein Haar/ wil sterben oder siegen.
So wilde bin ich nicht: Dorinde/ wann du dich
Vmb meine Schuldern wirffst das ist ein krieg für mich;
Hiervon soll meinen Sinn kein Ruhm vnd Gut bewegen.
Das Glücke deiner Gunst hat bey mir grössern schein
Als etwan Cesar selbst vnd Alexander seyn/
Vnd diese gantze Welt zun Füssen können legen.

 

 
Martin Opitz (23 december 1597 – 20 augustus 1639)
Bunzlau (Nu: Bolesławiec) in de kersttijd

Astrid Lampe, Margit Schreiner, Hugo Loetscher, Jean Racine, Kenneth Rexroth, E. A. Robinson, Felicitas Hoppe

De Nederlandse dichteres en schrijfster Astrid Lampe werd geboren in Tilburg op 22 december 1955. Zie ook alle tags voor Astrid Lampe op dit blog.

 

dit boek spekt je
wie eine Großstadt

vol klinkers
het oude deel kras
één kras en je straat lag open wat een knoeiboel
dit nieuwe hart je fietskoerier
monstert het plan

dit plan spekt ons
wie ein Vorort

froh Ort ja harde banden

hard je banden olijk de boel en evenzo hopla de meisjes de
nieuwste tomtom ha kogellagers en vet het

zelfde plasje data van daarnet maar nu lopend
een lopend buffet (wel vaart houden!)
radijsroos / roos / spiegel – gespiegeld snelbuffet! – kon je keren be-
zin!
je stad een sonnet

 

Speeldoos van stofnaam

je tuimelde uit me als uit
sitspapier, veloursgevoerd de
uitgespaarde vormen der
geschenkverpakking, die droeg ik je
– ruimschoots
nog na

me

binnestebuiten in
lammetjesbaai en
aai aai kind je
moeder zo
moedertjesmoe

caoutchouc, caoutchouc of
het lied wat zij zong over
verende armpjes, wolkig
en warmpjes caoutchouc

– polentababy

eenvoud van lied
in tweevoud van woordjes
het dansende koord tot
de muziek

lammetjesbaai en
aai aai polentababy
– toe slaap diertje – je
moeder zo
moedertjesmoe

 

 
Astrid Lampe (Tilburg, 22 december 1955)

 

De Oostenrijkse schrijfster Margit Schreiner werd geboren op 22 december 1953 in Linz. Zie ook alle tags voor Margit Schreiner op dit blog.

Uit: Kein Platz mehr

„Allein die Dinge, die sich im Laufe eines Lebens ansammeln! Auch wenn man, so wie ich, ein paar Dutzend Mal umgezogen ist und dabei jeweils das meiste zurückgelassen hat. Es sammeln sich Bücher, Papiere, Unterlagen, Steuererklärungen, Kontoauszüge, Versicherungspolicen und so weiter an. Abgesehen natürlich von der Kleidung, dem Hausrat, den Bildern, Fotos, Schmuck, Kerzen, Zeitungsartikeln, Lampen, Möbeln et cetera. In Italien lebten eine alte russische Prinzessin und ein ehemaliger italienischer General in der Wohnung neben mir, deren sieben Zimmer mit so vielen Wertgegenständen und Ramsch vollgestellt waren, dass nur schmale Gänge blieben, durch die man sich vorsichtig tasten musste. Bei der Einladung »Nehmen Sie doch Platz« war ich ratlos. Uralte Samtsofas, mit verschlissenem Brokat bezogene Stühle, wackelige Thonet-Sessel, alles war vollgeräumt mit Zeitungen, Büchern, Kleidungsstücken. Ich trank den angebotenen Kaffee schließlich stehend. Wie die Prinzessin und der General auch. Damals schwor ich mir, jede Ansammlung von Gegenständen über das Notwendige hinaus für meinen Teil zu vermeiden. Als ich Italien verließ, nahm ich nicht mehr mit als in meinem vw-Kombi Platz hatte. Im ersten Jahr in Österreich wurde genau das zum Problem: Ich konnte nicht einmal einen Knopf annähen, weil das Zubehör fehlte. Alles fehlte. Bereits nach drei Jahren sah die Sache schon ganz anders aus. Keine Ahnung, wie uns all das nützliche Zeug zugewachsen ist und immer noch zuwächst, sodass es keinen Ort in unserer hundertzwölf Quadratmeter großen Wohnung mehr gibt, wo noch für irgendetwas Platz wäre. Jetzt muss ich hinzufügen, es handelt sich um eine Dachwohnung mit durch die Schrägen bedingtem Mangel an Plätzen, an denen man Schränke, Kommoden etc. aufstellen könnte. Dafür gibt es aber überall Spitzböden, Verschläge, Hohlräume unter den Dachschrägen, in die man praktisch hineinkriechen muss, um all die unentbehrlichen Dinge, die aber nicht täglich gebraucht werden —Schlafsäcke, Zelte, Boote, Rollerblades, Wolle, aufblasbare Gästematratzen, Koffer, Taschen und so weiter —, hineinzustopfen. Dadurch verliere ich naturgemäß den Überblick. Und weil ich bei Bedarf zu faul bin, auf allen Vieren in die Verschläge zu kriechen, um die zweckmäßigste Tasche oder den zweckmäßigsten Koffer für den jeweiligen Anlass unter all den Taschen und Koffern zu suchen, stellt sich schließlich heraus, dass ein Koffer und eine Tasche zur Not für alle Gelegenheiten ausreichen. Erstaunlich ist, dass auch nach dem Auszug unserer erwachsenen Tochter mit all ihren Kleidern, Büchern. Tischen, Sesseln, Zeichnungen, Skizzen, Objekten, Andenken, Bücherregalen nicht etwa mehr Platz gewonnen wurde. Im Gegenteil!”

 

 
Margit Schreiner (Linz, 22 december 1953)

 

De Zwitserse schrijver Hugo Loetscher werd geboren op 22 december 1929 in Zürich. Zie ook alle tags voor Hugo Loetscher op dit blog.

Uit:Unterwegs in meinem Brasilien

„An einen weiteren oder gar regelmäßigen Aufenthalt in Portugal war kaum mehr zu denken. Dies war umso ärgerlicher, als ich etwas Portugiesisch gelernt hatte. Aber anderseits: Gab es nicht eine lusitanische Welt? Und gehörte zu dieser lusitanischen Welt nicht Brasilien? Führte ein logischer Weg der Portugiesen nicht über den Südatlantik nach Südamerika? Meine Entdeckung Brasiliens verdanke ich einem Diktator und einem Fernsehredaktor, was nicht als Empfehlung gemeint ist.
Ohne es zu beabsichtigen, hatte ich mich literarisch auf Brasilien vorbereitet. Der erste Text, den ich auf Portugiesisch als Ganzes las, war die Predigt des heiligen Antonius an die Fische von António Vieira. In seiner Rollenpredigt übte dieser Jesuit aus dem 17. Jahrhundert schärfste Kritik an den portugiesischen Kolonialisten: »Dass ihr Fische einander fresst, ist ein Skandal. Der ist umso übler, als die großen die kleinen fressen. Umgekehrt wäre weniger schlimm. Da würde ein großer für sehr viele kleine genügen.«
Die Predigt gab ich auf Deutsch heraus und schrieb dazu eine längere Einleitung. Dies schien mir schon deswegen aktuell, weil sich in den sechziger Jahren wieder einmal die biedere Auf‌fassung breitmachte, edle Gefühle und anständige Gesinnung genügten für Literatur. Vieira bot ein Beispiel dafür, wie Moralität und stilistische Verantwortung eine gültige Verbindung eingehen. Das Vorwort erwies sich im Nachhinein als poetische Konfession.
Klar, dass ich beabsichtigte, die Orte aufzusuchen, an denen Vieira gewirkt hatte. Bahia, und hoch im Norden, in Maranhão, São Luís, wo er seine Predigt gehalten hatte.
Aber Brasilien begann in Rio. Und es begann atemberaubend, ohrenbetörend und augenbegeilend.
Der Abflug war kurzfristig entschieden worden, auch wenn es wie nach touristischer Planung aussah. Ich kam an einem Freitagmorgen an. Die erste Begrüßung mit einem cafézinho (Kaffeechen) und die Bekanntschaft mit Tropenfrüchten, deren Namen ich von nun an zu lernen hatte. Ein flüchtiges Flanieren durch die Renommierstraße Rio Branco. Ein koloniales Kloster als historische Reminiszenz und die Schattenschluchten zeitgenössischer Wolkenkratzer. Die erste cachaça (Zuckerrohrschnaps) an der Praça Mauá, damals noch mit Hafenkneipen und Matrosenbetrieb. Ein Tag des Jetlags, aufgekratzt und benommen unter einem feuchtheißen Himmel.
Und am andern Morgen Trommeln, die weckten. Samstag vor dem Karneval. Ich begab mich hinunter vors Hotel und folgte einer musizierenden Gruppe, ließ diese und zog einer anderen nach, hängte mich dort an und ließ mich hier treiben. Von Taumel zu Taumel und von einem Tag in den andern hinein. Der schwarze Junge, der mit einer Hühnerfeder im Kraushaar sich in einen Indio verwandelte.“

 


Hugo Loetscher (22 december 1929 – 18 augustus 2009)

 

De Franse dichter en schrijver Jean Racine werd geboren op 22 december 1639 in La Ferté-Milon. Zie ook alle tags voor Jean Racine op dit blog.

Uit: Phèdre

HIPPOLYTE
Cher Théramène, arrête, et respecte Thésée.
De ses jeunes erreurs désormais revenu,
Par un indigne obstacle il n’est point retenu;
Et fixant de ses vœux l’inconstance fatale,
Phèdre depuis longtemps ne craint plus de rivale.
Enfin en le cherchant je suivrai mon devoir,
Et je fuirai ces lieux que je n’ose plus voir.
THÉRAMÈNE
Hé ! depuis quand, Seigneur, craignez-vous la présence
De ces paisibles lieux si chers à votre enfance,
Et dont je vous ai vu préférer le séjour
Au tumulte pompeux d’Athène et de la cour ?
Quel péril, ou plutôt quel chagrin vous en chasse ?
HYPPOLYTE
Cet heureux temps n’est plus. Tout a changé de face
Depuis que sur ces bords les dieux ont envoyé
La fille de Minos et de Pasiphaé.
THÉRAMÈNE
J’entends. De vos douleurs la cause m’est connue.
Phèdre ici vous chagrine et blesse votre vue.
Dangereuse marâtre, à peine elle vous vit,
Que votre exil d’abord signala son crédit.
Mais sa haine sur vous autrefois attachée,
Ou s’est évanouie, ou s’est bien relâchée.
Et d’ailleurs quels périls vous peut faire courir
Une femme mourante, et qui cherche à mourir ?
Phèdre, atteinte d’un mal qu’elle s’obstine à taire,
Lasse enfin d’elle-même et du jour qui l’éclaire,
Peut-elle contre vous former quelques desseins ?

 


Jean Racine (22 december 1639 – Parijs, 21 april 1699)
Phèdre et Hippolyte door Pierre-Narcisse Guérin, ca, 1802

 

De Amerikaanse dichter Kenneth Rexroth werd geboren in South Bend (Indiana) op 22 december 1905. Zie ook alle tags voor Kenneth Rexroth op dit blog.

 

Discrimination

I don’t mind the human race.
I’ve got pretty used to them
In these past twenty-five years.
I don’t mind if they sit next
To me on streetcars, or eat
In the same restaurants, if
It’s not at the same table.
However, I don’t approve
Of a woman I respect
Dancing with one of them. I’ve
Tried asking them to my home
Without success. I shouldn’t
Care to see my own sister
Marry one. Even if she
Loved him, think of the children.
Their art is interesting,
But certainly barbarous.
I’m sure, if given a chance,
They’d kill us all in our beds.
And you must admit, they smell.

 

Dimanche bleu

Chestnut flowers are falling
In the empty street that smells
Of hospitals and cooking.
The radio is breaking
Somebody’s heart somewhere
In a dirty bedroom.
Nobody Is listening.
For ten miles In either direction
The houses are all empty.
Nobody lives in this city.
Outside the city limits
Are green and white cemeteries.
Nobody is in the graves.
At very long intervals
The broken cast iron fountain
In the courtyard sneezes and spurts.
In the dirty bedroom
Three young whores are shooting dice.
At very long intervals
One of them speaks to the dice.
Otherwise they are silent.
After the chestnut blossoms
Have all fallen the yellow
Sun will set and stars shine
Over the empty city
And papers blow down the street.

 

 
Kenneth Rexroth (22 december 1905 – 6 juni 1982)
Hier met Allen Ginsberg (midden) en James Laughlin (rechts)

 

De Amerikaanse dichter Edwin Arlington Robinson werd geboren op 22 december 1869 in Head Tide, Maine. Zie ook alle tags voor E. A. Robinson op dit blog.

 

Octaves

I
We thrill too strangely at the master’s touch;
We shrink too sadly from the larger self
Which for its own completeness agitates
And undetermines us; we do not feel—
We dare not feel it yet—the splendid shame
Of uncreated failure; we forget,
The while we groan, that God’s accomplishment
Is always and unfailingly at hand.
II
Tumultuously void of a clean scheme
Whereon to build, whereof to formulate,
The legion life that riots in mankind
Goes ever plunging upward, up and down,
Most like some crazy regiment at arms,
Undisciplined of aught but Ignorance,
And ever led resourcelessly along
To brainless carnage by drunk trumpeters.
III
To me the groaning of world-worshippers
Rings like a lonely music played in hell
By one with art enough to cleave the walls
Of heaven with his cadence, but without
The wisdom or the will to comprehend
The strangeness of his own perversity,
And all without the courage to deny
The profit and the pride of his defeat.

 

 
E. A. Robinson (22 december 1869 – 6 april 1935)
Portret door Lilla Cabot Perry, 1916

 

De Duitse schrijfster Felicitas Hoppe werd geboren op 22 december 1960 in Hameln. Zie ook alle tags voor Felicitas Hoppe op dit blog.

Uit: Hoppe

„Der faktische Vater des faktischen Einzelkindes dagegen verliert sich im Vagen: »Er mieteteHäuseran,dieerniemalsbewohnte.Ichsaßmutterseelenallein auf hohen Veranden in Schaukelstühlen, verhandelte mit Putzfrauen, Gärtnern und vorübergehenden Hauslehrern. Meinen Erfindervaterhabe ichnie gesehen.« Das dürfte, in Abgleichung mit dem Tagebuch ihres Vaters, kaum der Wahrheit entsprechen. Die Mittel des reisenden Patentagenten waren begrenzt und ließen eine Haushaltsführung oben beschriebener Art nicht zu. Hoppes Unterschlagung überprüfbarer Fakten dient einzig der literarischen Ausformung ausufernder Phantasien, wie sie ihr gesamtes Werk prägen. Während der wirkliche Vater schrumpft, wächst der Erbauer des ersten Kaspertheaters und neben ihm die Gastgeberkönigin, die Sahne über Fruchtschalen und Quarkspeisen schlägt: »Was immer sie auftischte, alles machte sieschmackhaft.« Über Hoppes leibliche Mutter wissen wir wenig, aber genug, um mit Sicherheit sagen zu können, dass sie, eine erzkatholischeundhochtalentierteKlavierlehrerinausBreslau, weder Sahne schlug noch jemals auf Tournee durch Niedersachsen gegangen sein dürfte, sondern sich nach der Trennung von Hoppes Vater in umgekehrter Richtung auf denWegdurchdieWeltmachteundbaldaufhörte,Briefezu schreiben. Die niedersächsische Welt der Felicitas Hoppe, ihre Kindheit in der katholischen Diaspora als drittes von fünf Kindern kleinbürgerlicher, aus Schlesien vertriebener Eltern, die sie immer wieder beharrlich gegen jene andere, unberechenbareWeltihrerwirklichenKindheitaufruft,entpuppt sich als Kulisse unaufhörlich neuorganisierter Fluchtennachinnen:»Sobaldesdunkelwurde,versammeltenwir uns vor dem Vorhang des ersten und einzigen Kaspertheaters in der Erwartung, dass er sich auftun würde, um uns endlich das Krokodil zu zeigen. Und um die warme Stimme unseres Vaters zu hören, die uns jeden Sonntag von vorne fragt, ob wir alle noch da sind, und die uns jeden Sonntag aufsNeue verrät,dass esdasKrokodil garnicht gibt.«
Hoppes kanadische Kinderjahre dagegen sind verbrieft, das Haus in Brantford (Ontario) »mein erster Iglu«, der Eispalast des einzigen Kindes eines »Erfindervaters«, der morgens gegen sieben das Haus verlässt und selten vor sieben zurückkommt, während Felicitas vormittags in die Schule undnachmittags,ohneWissendesVaters,aufsEisgeht:»Es war Wayne (gemeint ist vermutlich der kanadische Eishockeyspieler Wayne Gretzky /fh), der mich überredete mitzukommen. Er war klein, dünn wie Docht (nur eine von zahlreichen Anspielungen Hoppes auf ihr Lieblingsbuch, Carlo Collodis Pinocchio/fh), konnte ukrainische Lieder und war ein Genie, auf dem Eis auf Siege von hinten fixiert, hinterdem Torunberechenbar.«

 


Felicitas Hoppe (Hameln, 22 december 1960)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 22e december ook mijn vorige blog van vandaag.