Ivan Toergenjev, Erika Mann, Jan Decker, Velemir Chlebnikov, Anne Sexton, Karin Kiwus

De Russische schrijver Ivan Sergejevitsj Toergenjev werd geboren op 9 november 1818 in Orjol, in de Oekraïne. Zie ook mijn blog van 9 november 2010 en eveneens alle tags voor Ivan Toergenjev op dit blog.

 

Uit: Faust (Vertaald door Dorothea Trottenberg)

“Von Pavel Aleksandrovič B… an
Semjon Nikolaevič V…
Landgut M., 6.Juni 1850
Vor drei Tagen bin ich hier angekommen, lieber Freund, und wie versprochen, greife ich zur Feder und schreibe Dir. Seit dem Morgen geht ein leichter Sprühregen nieder: Man kann nicht nach draußen; außerdem will ich mit Dir plaudern. Da bin ich nun wieder in meinem alten Nest, wo ich – ich getraue mich kaum, es zu sagen – neun ganze Jahre nicht gewesen bin. Was ist nicht alles geschehen in diesen neun Jahren! Wahrhaftig, wenn man so überlegt, ist es, als sei ich ein anderer Mensch geworden. Und tatsächlich, ich bin ein anderer: Erinnerst Du Dich noch an den kleinen, angelaufenen Spiegel meiner Urgroßmutter im Salon, den mit den seltsamen Schnörkeln in den Ecken– Du hast immer überlegt, was er wohl vor hundert Jahren gesehen haben mag – ; gleich nach meiner Ankunft stellte ich mich davor und war unwillkürlich betroffen. Plötzlich sah ich, wie alt ich geworden bin und wie ich mich in letzter Zeit verändert habe. Im übrigen bin nicht nur ich älter geworden. Mein Häuschen, schon lange baufällig, steht gerade eben noch, es ist krumm und schief und in den Boden eingesunken. Meine gute Vasiljevna, die Beschließerin (Du hast sie sicher nicht vergessen: Sie hat Dich immer mit so feiner Konfitüre bewirtet), ist ganz mager geworden und hat einen krummen Rücken bekommen; als sie mich sah, konnte sie nicht einmal rufen oder weinen, sondern sie ächzte und hustete nur, setzte sich erschöpft auf einen Stuhl und winkte ab. Der alte Terentij ist noch ganz munter, er hält sich gerade, wie früher, und stellt beim Gehen die Füße nach außen, die Beine noch immer in die gleichen gelblichen NankingHosen gekleidet, die Füße noch immer in den gleichen knarzenden Ziegenlederschuhen mit dem hohen Spann und den Schleifen, über die Du oftmals ganz gerührt warst… Aber mein Gott! Wie diese Hosen jetzt um seine mageren Beine schlottern! Wie weiß sein Haar geworden ist! Und sein Gesicht ist auf Faustgröße zusammengeschrumpft; aber als er anfing, mit mir zu sprechen, als er anfing, im Nachbarzimmer Anweisungen und Befehle zugeben, da mußte ich über ihn lachen, und gleichzeitig tat er mir leid. Alle Zähne sind ihm ausgefallen, und er nuschelt pfeifend und zischend vor sich hin. Dafür ist der Garten wunderschön geworden: Die kleinen bescheidenen Sträucher, der Flieder, die Akazien, das Geißblatt (weißt Du noch, wir haben sie zusammen gepflanzt) sind zu prachtvollen, dichten Büschen herangewachsen; die Birken, die Ahornbäume – sie alle sind in die Höhe geschossen und in die Breite gegangen; die Lindenalleen sind besonders schön geworden.”

 

Ivan Toergenjev (9 november 1818 – 3 september 1883)

Borstbeeld in Baden-Baden

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Roger McGough, Mohammed Iqbal, Karin Kiwus, Imre Kertész, Carl Sagan, Raymond Devos

De Engelse dichter en schrijver Roger Joseph McGough werd geboren op 9 november 1937 in Litherland, Lancashire. Zie ook mijn blog van 9 november 2008 en ook mijn blog van 9 november 2009 en ook mijn blog van 9 november 2010

 

The Leader

I wanna be the leader

I wanna be the leader

Can I be the leader?

Can I? I can?

Promise? Promise?

Yippee I’m the leader

I’m the leader

 

The Identification

So you think its Stephen?

Then I’d best make sure

Be on the safe side as it were.

Ah, theres been a mistake. The hair

you see, its black, now Stephens fair …

Whats that? The explosion?

Of course, burnt black. Silly of me.

I should have known. Then lets get on.

The face, is that the face mask?

that mask of charred wood

blistered scarred could

that have been a child’s face?

The sweater, where intact, looks

in fact all too familiar.

But one must be sure.

The scoutbelt. Yes thats his.

I recognise the studs he hammered in

not a week ago. At the age

when boys get clothes-conscious

now you know. Its almost

certainly Stephen. But one must

be sure. Remove all trace of doubt.

Pull out every splinter of hope.

Pockets. Empty the pockets.

Handkerchief? Could be any schoolboy’s.

Dirty enough. Cigarettes?

Oh this can’t be Stephen.

I dont allow him to smoke you see.

He wouldn’t disobey me. Not his father.

But that’s his penknife. Thats his alright.

And thats his key on the keyring

Gran gave him just the other night.

Then this must be him.

I think I know what happened

… … … about the cigarettes

No doubt he was minding them

for one of the older boys.

Yes thats it.

Thats him.

Thats our Stephen.

 

Roger McGough (Litherland, 9 november 1937)

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Kazuo Ishiguro, Elfriede Brüning, Joshua Ferris, Detlef Opitz, Zinaida Gippius

De Japanse schrijver Kazuo Ishiguro werd op 8 november 1954 geboren in Nagasaki. Zie ook mijn blog van 8 november 2010 en eveneens alle tags voor Kazuo Ishiguro op dit blog.

 

Uit: Nocturnes

The morning I spotted Tony Gardner sitting among the tourists, spring was just arriving here in Venice. We’d completed our first full week outside in the piazza — a relief, let me tell you, after all those stuffy hours performing from the back of the cafe, getting in the way of customers wanting to use the staircase. There was quite a breeze that morning, and our brand-new marquee was flapping all around us, but we were all feeling a little bit brighter and fresher, and I guess it showed in our music.
But here I am talking like I’m a regular band member. Actually, I’m one of the ‘gypsies’, as the other musicians call us, one of the guys who move around the piazza, helping out whichever of the three cafe orchestras needs us. Mostly I play here at the Caffè Lavena, but on a busy afternoon, I might do a set with the Quadri boys, go over to the Florian, then back across the square to the Lavena. I get on fine with them all — and with the waiters too — and in any other city I’d have a regular position by now. But in this place, so obsessed with tradition and the past, everything’s upside down. Anywhere else, being a guitar player would go in a guy’s favour. But here? A guitar! The café won’t like it. Last autumn I got myself a vintage jazz model with an oval sound-hole, the kind of thing Django Reinhardt might have played, so there was no way anyone would mistake me for a rock-and-roller. That made things a little easier, but the cafe managers, they still don’t like it. The truth is, if you’re a guitarist, you can be Joe Pass, they still wouldn’t give you a regular job in thissquare.
There’s also, of course, the small matter of my not being Italian, never mind Venetian. It’s the same for that big Czech guy with the alto sax. We’re well liked, we’re needed by the other musicians, but we don’t quite fit the official bill. Just play and keep your mouth shut, that’s what the cafe managers always say. That way the tourists won’t know you’re not Italian. Wear your suit, sunglasses, keep the hair combed back, no one will know the difference, just don’t start talking.“

 

Kazuo Ishiguro (Nagasaki, 8 november 1954)

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Peter Weiss, Martha Gellhorn, Margaret Mitchell, Bram Stoker, Carl-Henning Wijkmark

De Duitse schrijver Peter Weiss werd geboren op 8 november 1916 in Nowawes (het tegenwoordige Neubabelsberg) bij Berlijn. Zie ook mijn blog van 8 november 2006 en ook mijn blog van 8 november 2008 en ook mijn blog van 8 november 2010.

 

Uit: Die Ästhetik des Widerstands

„Der Frau mit den umschatteten Augen, rechts vorn, war anzusehn, dass sie in einem Kellerloch zu Hause war, dass ihre Kinder hungerten. Der Maler hatte ihre Dürftigkeit gekennzeichnet, er hatte die Arbeitshetze wiedergegeben, die unwürdigen Verhältnisse, unter denen die Arbeitenden sich wuschen und ihre Mahlzeit einnahmen, und doch weckte das Bild keine Empörung. Vielmehr gemahnte es an etwas Unabwendbares. Der arbeitende Mensch war Träger der Aktion, voller Sicherheit verrichtete er

seine Aufgaben, jeder Griff, jede Geste schien ihm selbstbewusste Größe zu verleihn, seine Leistungskraft aber, darauf wies mein Vater hin, war nur dazu angetan, unsichtbare Kassen und Tresore zu füllen. Bei allem Mitgefühl, das der Künstler für die soziale Lage der Arbeiter gespürt haben mochte, waren die Männer, mit ihren zerfurchten Gesichtern und den vor der Glut zusammengekniffnen Augen, ihren um die Werkzeuge geballten Fäusten, doch losgelöst worden

von den gesellschaftlichen Kenntnissen, Dokumentationen und Organisationen, die damals bereits Wirklichkeit besaßen. Als Laufjunge dienend bei Alfa Laval sah ich, wen Menzels Meisterschaft vors bewundernde Publikum gestellt hatte, den deutschen Arbeitsmann aus Bismarcks und Wilhelms Reich, unangefochten vom Kommunistischen Manifest, in seiner einzigen Befugnis, wacker und treu zu sein. Seine mit Glanzlichtern und fließenden Schatten versehne Gestalten waren Handlanger des Eisens. Diesem war etwas Elementares zu eigen. Mit seiner intensiven Glut war es mehr als Metall, es symbolisierte die Expansion des industriellen Imperialismus. Der Arbeiter war grade so viel wert, wie der Lohn, den er empfing. Hauptfigur des Werks, dessen Materialtreue die Freude des Fachmanns war, war nicht der Arbeitende, sondern die weißglühende sinterspritzende Luppe, die zur Akkumulation des Kapitals unter die Walztrommeln kam. Vielleicht hätte mich diese Lesart des Bilds noch nicht überzeugt, wenn ich das Gemälde im Museum nicht flankiert gesehn hätte von zwei andern Werken des Malers.“

 

Peter Weiss (8 november 1916 – 10 mei 1982)

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Albert Camus, Albert Helman, Pierre Bourgeade, Antonio Skármeta, W. S. Rendra

De Franse schrijver en filosoof Albert Camus werd geboren op 7 november 1913 in Mondovi, Algerije. Zie ook mijn blog van 7 november 2010 en eveneens alle tags voor Albert Camus op dit blog.

 

Uit: Der Fremde (Vertaald door Uli Aumüller)

“Heute ist Mama gestorben. Vielleicht auch gestern, ich weiß nicht. Ich habe ein Telegramm vom Heim bekommen: «Mutter verstorben. Beisetzung morgen. Hochachtungsvoll.» Das will nichts heißen. Es war vielleicht gestern.

Das Altersheim ist in Marengo, achtzig Kilometer von Algier entfernt. Ich werde den Bus um zwei nehmen und nachmittags ankommen. Auf die Weise kann ich Totenwache halten und

bin morgen Abend wieder zurück. Ich habe meinen Chef um zwei Tage Urlaub gebeten, und bei

so einem Entschuldigungsgrund konnte er sie mir nicht abschlagen. Aber er sah nicht erfreut aus. Ich habe sogar gesagt: «Es ist nicht meine Schuld.» Er hat nicht geantwortet. Da habe ich gedacht, dass ich das nicht hätte sagen sollen. Ich brauchte mich ja nicht zu entschuldigen. Vielmehr hätte er mir sein Beileid aussprechen müssen. Aber das wird er wahrscheinlich übermorgen tun, wenn er mich in Trauer sieht. Vorläufig ist es ein bisschen so, als wäre Mama gar nicht tot. Nach der Beerdigung allerdings wird es eine abgeschlossene Sache sein, und alles wird einen offizielleren Anstrich bekommen haben.

Ich habe den Bus um zwei genommen. Es war sehr heiß. Ich habe im Restaurant von Céleste

gegessen, wie gewöhnlich. Sie hatten alle viel Mitgefühl mit mir, und Céleste hat gesagt: «Man

hat nur eine Mutter.» Als ich gegangen bin, haben sie mich zur Tür begleitet. Ich war etwas abgelenkt, weil ich noch zu Emmanuel hinaufmusste, um mir einen schwarzen Schlips und eine Trauerbinde von ihm zu borgen. Er hat vor ein paar Monaten seinen Onkel verloren.

Ich bin gelaufen, um den Bus nicht zu verpassen. Diese Hetze, dieses Laufen – wahrscheinlich

war es all das, zusammen mit dem Gerüttel, dem Benzingeruch, der Spiegelung der Straße und

des Himmels, weswegen ich eingenickt bin. Ich habe fast während der ganzen Fahrt geschlafen. Und als ich aufgewacht bin, war ich gegen einen Soldaten gerutscht, der mich angelächelt hat und gefragt hat, ob ich von weit her käme. Ich habe «ja» gesagt, um nicht weiterreden zu müssen.”

 

Albert Camus (7 november 1913 – 4 januari 1960)

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Vladimir Volkoff, Auguste Villiers de L’Isle-Adam, Friedrich zu Stolberg-Stolberg, Johann Gottfried Schnabel, Gédéon Tallemant des Réaux

De Franse schrijver Vladimir Volkoff werd geboren in Parijs op 7 november 1932. Zie ook alle tags voor Vladimir Volkoff op dit blog.

 

Uit: Chroniques angéliques

„Àmon ange gardien

Avoue que c’est étrange.

Je ne suis pas tout à fait sûr que tu existes (ne te vexe pas, je ne suis pas tout à fait sûr d’exister moi-même), et pourtant je t’invoque tous les jours. Solennellement. En slavon. Je te dis : ” Ange Gardien de par le Seigneur à moi envoyé, pardonne-moi tout ce par quoi je t’ai chagriné la journée passée et aide-moi à commencer la prochaine pour ton réconfort et le salut de mon âme. ” Ma mère a composé cette prière : elle m’en remplace une autre que l’Église orthodoxe recommande de dire tous les matins.

C’est que l’Église chrétienne, aussi bien orthodoxe que catholique ou protestante, avec toutes les religions monothéistes, croit fermement en vous autres anges : les juifs croient en vous, les musulmans croient en vous, les bons chrétiens croient en vous. Si certains d’entre eux se permettent de douter de votre existence, c’est respectueusement. Il n’y a que les descendants de M. Homais, civils ou ecclésiastiques, qui vous ont carrément radiés des rôles avec une désinvolture qu’ils prennent pour la marque d’esprits supérieurs.

Mais entre croire en vous et savoir qui vous êtes et comment vous comprendre et comment vous parler et comment vous traiter, il y a du chemin. Si bien que je ne suis pas sûr d’avoir le droit de faire ce que je fais ici en inventant vos chroniques.

Quand j’étais petit, on m’assurait qu’il ne fallait jamais toucher un papillon parce que ses ailes étaient couvertes d’un pollen qui lui permettait de voler. Peut-être la recommandation est-elle valable pour les anges et ferais-je mieux de ne pas transgresser votre intangibilité ?

Mais peut-être aussi n’est-ce qu’une question de tact et, si, nous autres gens soi-disant cultivés, nous nous croyons obligés de prendre un ton amusé à votre sujet, est-ce la faute des savants qui vous ont chloroformés, épinglés et catalogués au lieu de s’inspirer du dicton américain : ” Pourquoi les anges volent-ils ? Parce qu’ils se prennent à la légère.”

 

Vladimir Volkoff (7 november 1932 – 14 september 2005)

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Robert Musil, Michael Cunningham, Nelleke Noordervliet, Bea Vianen, Bert Vanheste

De Oostenrijkse schrijver Robert Musil werd geboren op 6 november 1880 in Klagenfurt. Zie ook alle tags voor Robert Musil op dit blog.

Uit: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß

»Also nicht wahr, lieber Beineberg, Sie geben mir auf meinen Buben acht?« wandte sich Hofrat Törleß an den jungen Baron Beineberg, einen langen, knochigen Burschen mit mächtig abstehenden Ohren, aber ausdrucksvollen, gescheiten Augen.
Der kleine Törleß schnitt ob dieser Bevormundung ein mißmutiges Gesicht und Beineberg grinste geschmeichelt und ein wenig schadenfroh.
»Überhaupt«, — wandte sich der Hofrat an die übrigen, — »möchte ich Sie alle gebeten haben, falls meinem Sohne irgend etwas sein sollte, mich gleich davon zu verständigen.«
Dies entlockte nun doch dem jungen Törleß ein unendlich gelangweiltes: »Aber Papa, was soll mir denn passieren?!« obwohl er schon daran gewöhnt war, bei jedem Abschiede diese allzugroße Sorgsamkeit über sich ergehen lassen zu müssen.
Die anderen schlugen indessen die Hacken zusammen, wobei sie die zierlichen Degen straff an die Seite zogen, und der Hofrat fügte noch hinzu: »Man kann nie wissen, was vorkommt, und der Gedanke, sofort von allem verständigt zu werden, bereitet mir eine große Beruhigung: schließlich könntest du doch auch am Schreiben behindert sein.

 

Scene uit een toneeluitvoering in het Rheinische Landestheater in Neuss, 2010

 

Dann fuhr der Zug ein. Hofrat Törleß umarmte seinen Sohn, Frau von Törleß drückte den Schleier fester ans Gesicht, um ihre Tränen zu verbergen, die Freunde bedankten sich der Reihe nach, dann schloß der Schaffner die Wagentür.
Noch einmal sah das Ehepaar die hohe, kahle Rückfront des Institutsgebäudes, — die mächtige, langgestreckte Mauer, welche den Park umschloß, dann kamen rechts und links nur mehr graubraune Felder und vereinzelte Obstbäume.


Die jungen Leute hatten unterdessen den Bahnhof verlassen und gingen in zwei Reihen hintereinander auf den beiden Rändern der Straße, — so wenigstens dem dicksten und zähesten Staube ausweichend, — der Stadt zu, ohne viel miteinander zu reden.
Es war fünf Uhr vorbei und über die Felder kam es ernst und kalt, wie ein Vorbote des Abends. Törleß wurde sehr traurig.
Vielleicht war daran die Abreise seiner Eltern schuld, vielleicht war es jedoch nur die abweisende, stumpfe Melancholie, die jetzt auf der ganzen Natur ringsumher lastete und schon auf wenige Schritte die Formen der Gegenstände mit schweren glanzlosen Farben verwischte.

 

Robert Musil (6 november 1880 – 15 april 1942)

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Bodenski, James Jones, Galaktion Tabidze, Jonas Lie, Johannes Jörgensen

De Duitse dichter, componist en musicus Bodenski (eig. Michael Boden) werd geboren op 6 november 1965 in Potsdam. Zie ook alle tags voor Bodenski op dit blog en ook mijn blog van 6 november 2010‘.

 

Ein Baum

Ich schneide mir das Haar nicht mehr,
horch wie mir Blätter treiben.
Der Wald pflanzt Hölzer in mein Herz,
ich streck die Arme himmelwärts,
um immer hier zu bleiben.

Die Nägel senken sich hinein
ins Reich der Mutter Erde.
Schon krümmt und bricht sich mir die Haut,
hab Sand und Steine viel verdaut,
dass ich so müde werde.

Ein Baum, mit Käfern im Gesicht,
mit Moos in meinem Haar,
die Haut so hart wie Stein.

Durch meine Finger geht der Wind,
war`s gestern, war es heute.
Den Winter lang werd ich nicht wach,
ein Specht klopft an mein Schädeldach
und hofft auf fette Beute.

Mein Haupt wird grün, der Sommer kommt
mit Tautropfen und Regen.
Ein Zittern geht durch meinen Stamm,
ich hör sie schon, sie kommen an
die Männer mit den Sägen.

Ein Baum, mit Käfern im Gesicht
mit Moos in meinem Haar,
die Haut so hart wie Stein.

 


Bodenski (Potsdam, 6 november 1965)

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Bert Wagendorp

De Nederlandse schrijver en journalist Bert Wagendorp werd geboren in Groenlo op 5 november 1956. Wagendorp studeerde Nederlandse Taal- en Letterkunde aan de Rijksuniversiteit Groningen. Daarna was hij enige tijd werkzaam als copywriter in de reclame. In 1985 werd hij sportverslaggever bij de Leeuwarder Courant. In 1988 verhuisde hij naar de Volkskrant. Voor die krant versloeg hij tussen 1989 en 1994 zes keer de Tour de France. Van 1996 tot 2000 was hij correspondent in Londen. In 1995 verscheen zijn roman De Proloog, de beklemmende beschrijving van een doorwaakte nacht van een wielrenner die de proloog van de Tour de France moet winnen. Het boek kreeg uitstekende kritieken en werd in 2001 in het Duits vertaald (Der Prolog). In 2005 verscheen De dubbele schaar, een bundel met vier fictieve verhalen tegen een min of meer herkenbare, historische sportieve achtergrond. De dubbele schaar werd derde in de verkiezing van het beste sportboek van 2005, de Nico Scheepmaker Beker. In 2006 kwam bij uitgeverij L.J. Veen het boek Sportleven uit, met zijn verzameld sportwerk, waaronder een keuze uit de sportcolumns die hij tussen 2000 en 2006 schreef voor de Volkskrant. In december 2006 volgde hij Jan Blokker bij de Volkskrant op als algemeen columnist. Bert Wagendorp is mede-oprichter en redacteur van het literaire wielertijdschrift De Muur. Hij schreef het hoofdverhaal van het boek Tussen Bordeaux en Alpe d’Huez, over de Nederlandse aanwezigheid in de Tour de France. Daarnaast verschenen verhalen van zijn hand in het literaire voetbaltijdschrift Hard Gras en het literaire schaatstijdschrift Zwart IJs.

Uit: Uit het water klinkt een klaaglied uit verdronken mobieltjes (Column)

„In de Rijn bij Alphen aan den Rijn liggen vijf mobieltjes. Ik weet dat, omdat Martin Verkerk ze er zelf heeft ingeflikkerd. Hij vertelde dat in een interview met de Volkskrant. Hij gooide ze in de Rijn uit woede en frustratie. Ook brak hij daarom alles af wat in zijn buurt kwam. Verder was het vloeken, janken en zuipen, ook al uit frustratie.

Martin Verkerk is topsporter. Hij bereikte in 2003 de finale van Roland Garros in Parijs, waarna hij op een boerenwagen door zijn dorp werd gereden en iedereen hem geweldig vond.

Martin heeft daarna erg getobd met zijn schouder. Daarvoor moest hij steeds naar New York, want van schouders weten ze hier niks. Hij raakte door dit gedoe ook nog in een soort depressie en kreeg verder de ziekte van Pfeiffer. Daardoor ging hij zuipen en zag hij ‘alle kroegen’ van de Randstad van binnen.

Ik wil daar niet denigrerend over doen. Het zijn er nogal wat, alle kroegen van de Randstad, en dan ook nog zuipen, mét die zere schouder, ik geef het je te doen. Je merkt bij topsporters altijd weer dat ze de lat graag hoog leggen.

Martin Verkerk over zijn gezuip: ‘Wat kon ik anders?’

Ik zou het echt niet weten. Het is nu eenmaal verdomd moeilijk jezelf zo’n geweldige trap onder je reet te geven dat je met een grote boog zelf de Rijn invliegt, achter je mobieltjes aan.

Veel topsporters zijn best te pruimen, vooral degenen die inzien dat wat ze doen weliswaar best aardig is, maar dat er ook ándere bezigheden bestaan die minstens zo zinvol zijn als per fiets een berg beklimmen of een balletje met tweehonderd kilometer per uur over een net meppen – de specialiteit van Martin Verkerk vóór hij mobieltjes met een kilometertje of vijftig de Rijn in sodemieterde.“

Bert Wagendorp (Groenlo, 5 november 1956)

Joyce Maynard, Hanns-Josef Ortheil, Andreas Stichmann, Ulla Berkéwicz, Mikhail Artsybashev

De Amerikaanse schrijfster Joyce Maynard werd geboren op 5 november 1953 in Durham, New Hampshire. Zie ook alle tags voor Joyce Maynard op dit blog.

 

Uit: Dochters van het land (Vertaald door Anke ten Doeschate)

Oktober 1949

Het begint met een zwoele noordoostenwind die over de velden waait en merkwaardig warm is voor de tijd van het jaar. Al voordat de wind het huis bereikt, ziet Edwin Plank hem aankomen. Hij ruist door het droge gras en door de laatste rijen maïs die nog op het veld beneden bij de schuur staan, de enige

plek waar hij met de tractor nog niet is geweest.

In de tijd die het kost om een kop koffi e in te schenken en de hond binnen te roepen (hoewel de wind Sadie allang tot een spurt naar het huis heeft aangezet), wordt de lucht donker. Kraaien en spreeuwen cirkelen boven de schuur, op zoek naar de dakspanten. Het is nog geen vier uur en binnenkort loopt

de zomertijd af, maar nu de zon is verdwenen achter de brede, platte wolkenbank die komt opzetten, zou het evengoed al schemerdonker kunnen zijn. Misschien dat het vee daarom met langgerekte, lage geluiden zijn beklag doet. De dieren voelen haarfi jn aan dat dingen niet zijn zoals ze zouden moeten

zijn op de boerderij.

Als Edwin met zijn koffi e op de veranda staat, roept hij zijn vrouw Connie. Ze staat met een mand op het erf en haalt de was van de lijn die ze die ochtend te drogen heeft gehangen. Vier dochters betekent veel was. Katoenen jurkjes, bloesjes en broeken, alles in het roze, en natuurlijk luiers. En haar eigen degelijke, witte katoenen ondergoed, maar daar heeft Connie het liever niet over.

Terwijl ze de laatste, nog niet helemaal droge kledingstukken van de lijn haalt, net voordat de wind ze te pakken krijgt, spookt het al door haar hoofd dat als de stroom door het noodweer uitvalt, wat hoogstwaarschijnlijk gaat gebeuren, en haar man niet naar het honkbal op de radio kan luisteren, hij

vanavond misschien met haar naar bed zal willen. Ze had gehoopt dat de World Series hem een tijdje zouden bezighouden. De Boston Red Sox doen dan wel niet mee nu ze, zoals altijd, in september zijn uitgeschakeld, maar toch slaat Edwin de Series nooit over.“

 

Joyce Maynard (Durham, 5 november 1953)

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