Friedrich Hölderlin, Benoît Duteurtre, Jens Petersen, Touré, Gerard Malanga, Christoph Ransmayr, Henrik Ibsen, David Malouf, Henning Heske, Alicia Kozameh, Peter Berling, Josef Reding, Ralph Giordano, Andrée Chedid, Ovidius

De Duitse dichter en schrijver Johann Christian Friedrich Hölderlin werd geboren op 20 maart 1770 in Lauffen am Neckar in het Hertogdom Württemberg. Zie ook mijn blog van 20 maart 2007 en ook mijn blog van 20 maart 2008.

 

 

Menons Klagen um Diotima (Fragment)

 

IX

So will ich, ihr Himmlischen! denn auch danken, und endlich
Atmet aus leichter Brust wieder des Sängers Gebet.
Und wie, wenn ich mit ihr, auf sonniger Höhe mit ihr stand,
Spricht belebend ein Gott innen vom Tempel mich an.
Leben will ich denn auch! schon grünts! wie von heiliger Leier
Ruft es von silbernen Bergen Apollons voran!
Komm! es war wie ein Traum! Die blutenden Fittiche sind ja
Schon genesen, verjüngt leben die Hoffnungen all.
Großes zu finden, ist viel, ist viel noch übrig, und wer so
Liebte, gehet, er muß, gehet zu Göttern die Bahn.
Und geleitet ihr uns, ihr Weihestunden! ihr ernsten,
Jugendlichen! o bleibt, heilige Ahnungen, ihr
Fromme Bitten! und ihr Begeisterungen und all ihr
Guten Genien, die gerne bei Liebenden sind;
Bleibt so lange mit uns, bis wir auf gemeinsamem Boden
Dort, wo die Seligen all niederzukehren bereit,
Dort, wo die Adler sind, die Gestirne, die Boten des Vaters,
Dort, wo die Musen, woher Helden und Liebende sind,
Dort uns, oder auch hier, auf tauender Insel begegnen,
Wo die Unsrigen erst, blühend in Gärten gesellt,
Wo die Gesänge wahr, und länger die Frühlinge schön sind,
Und von neuem ein Jahr unserer Seele beginnt.

 

Hoelderlinturm_klassisch

Friedrich Hölderlin (20 maart 1770 – 7 juni 1843)
De Hölderlintoren in Tübingen

 

De Franse schrijver Benoît Duteurtre werd geboren op 20 maart 1960 in Saint-Adresse nabij le Havre, waar hij zijn schoolopleiding volgde. Toen hij zeventien was begon hij aan een studie musicologie in Rouen. Hij begon al vroeg met schrijven. In 1982 stuurde hij een manuscript naar Samuel Beckett die hem aanmoedigde het te publiceren in La Revue des Editions de Minuit. Duteurtre’s eerste roman,  Sommeil Perdu, verscheen in 1985 en gaat over een depressieve jongeman die zijn geboorteplaats inruilt voor Parijs. Zijn tweede roman Les Vaches verscheen in 1987. Sindsdien is Benoît Duteurtre een uiterst productieve schrijver gebleven.

 

Uit: La rebelle

 

« A sept heures et demie du matin, Eliane ouvrit l’oeil avec un mal de tête. Puis elle se remémora la soirée de la veille et le rideau grisâtre retomba. Elle hésita encore un instant, mais il n’y avait aucun doute : une vie nouvelle l’attendait. Elle sortit du lit, titubante et joyeuse, avala un cachet d’aspirine. Non seulement elle avait sauvé sa situation à Cogeca, mais son travail allait prendre un tour exaltant, concentré sur d’énormes enjeux médiatiques, financiers, mondains auxquels elle saurait imprimer son style et son sens de la justice sociale. Conseillère spéciale du Rimbaud Project, maîtresse d’un baron frivole et, désormais, amie intime de Marc Ménantreau, Eliane avait quitté le monde des tracasseries ordinaires. Tandis qu’elle buvait son café, elle supporta donc très mal le coup de fil d’un employé de banque, inquiet du découvert sur son compte. Au moment de toucher le premier paquet de stock-options, allait-on la déranger pour deux mille euros ?”

 

Benoît_Duteurtre

Benoît Duteurtre (Saint-Adresse, 20 maart 1960)

 

De Duitse schrijver en arts Jens Petersen werd geboren op 20 maart 1976 in Pinneberg. Zie ook mijn blog van 20 maart 2007

 

Uit: Im Auge des Jägers

„Es war der Dritte in diesem Jahr, keine hohe Zahl. Der erste war ein Dicker gewesen, die zweite eine Frau. Seit fünfundneunzig, als ihm ein Kater ins Schußfeld geraten war, hatte es keine Zwischenfälle mehr gegeben; Kater mochte er seitdem nicht.

Was mochte Fred überhaupt?

Früher hatte er gern gebumst, war gern mit dem Wagen gefahren, hatte bei Boxkämpfen manchmal vor Freude oder Wut geschrien … er trank einen Schluck aus der Wasserflasche und legte an.

Tom. Wollte der alte Mutzke nicht Toms Zimmer streichen? Hatte Mutzke ihm das nicht letzte Woche versprochen, als sie bei Trine Skat gekloppt und gezecht hatten? Diesem Kerl würde er gelegentlich was erzählen. Große Töne spucken; nach drei, vier Korn die Segel streichen: Schön! Aber seine Versprechen nicht zu halten … wie war das damals mit dieser rostigen Anhängerkupplung gewesen? Hatte Mutzke da auch behauptet, er könnte vielleicht was drehen?

Im Souterrain des Nachbarhauses erschien die Zielperson. Er atmete aus, hielt zwei Sekunden die Luft an und drückte ab. Dann schob er das Gewehr in die stoffgefütterte Posterrolle, stand auf, nahm seine Einkaufstüten und fuhr mit dem Lift nach unten.

Die Straßenlaternen brannten schon, aber der seit Tagen vorhergesagte schwere Schauer war ausgeblieben. Daß manche Menschen mit Unsinn wie der Wetterkunde ihr Geld verdienten, hätte ihn früher in die Weissglut getrieben.

Und jetzt?

Über einen wie Mutzke ärgerte er sich. Was sonst aufs Tapet kam: ein neuer Krieg am Zeitungsstand beim U-Bahn-Schacht; ein Typ, dessen riesiger Köter gegen die Fahrplantafel schiss; die Jungs mit ihren Springerstiefeln, brennende Kippen im Mund, Runen an Waggonfenster kritzelnd, Sitzpolster zerschlitzend: all das nahm er hin wie den Eintritt der Nacht.“

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Jens Petersen (Pinneberg, 20 maart 1976)

 

De Afrikaans-Amerikaanse schrijver, journalist en cultuurcriticus Touré werd geboren op 20 maart 1971 in Milton, Massachusetts. Zie ook mijn blog van 20 maart 2007

Uit: The Portable Promised Land: Stories

“First off, he drove slowly because he had to. No matter how long and hard he pressed the gas the thing would not go above twenty-five miles an hour. Also, the electrical system was so taxed by the sound system that there were brownouts when the car would only go ten or fifteen miles an hour, and blackouts where the car would just stop cold, maybe right in the middle of Freedom Ave or Funky Boulevard. And that $25,000 sound system only played songs by Stevie Wonder. He’d had it built like that. There was a special sensor they sold at Soul City Systems and when you put in a non-Stevie record it was promptly spit out. He didn’t know if records that Stevie had written and not performed or records such as “We Are the World” on which Stevie had had a tiny part would work. He didn’t ask and he never tried.

The ride had attained its vehicular elegance and superior sound because Huggy Bear had put a bank-draining amount of cash into it. It had massive problems because he was very picky about what he spent his money on. If the carburetor was falling apart and needed only $600 to be like new and Dolemite Jones from Soul City Systems called and said he had a new subwoofer, the best ever made, just $2,000, you can guess what he chose to do. Huggy Bear was what your momma would call “nigga-rich.” Someone with, say, a multithousand-dollar neck chain and nothing in the bank. Someone with a hot Lexus who lives with they moms.

 

Toure

Touré (Milton, 20 maart 1971)

 

De Amerikaanse dichter en fotograaf Gerard Joseph Malanga werd geboren op 20 maart 1943 in New York. Zie ook mijn blog van 20 maart 2007

I – beam

 

Will someone please explain what happened here?
What’s this puddle doing, for instance.
Even a wild reassessment of the unstable yellows in Turner’s
landscapes
don’t change the notion the wind was involved
or that he was near-sighted and the horizon shifted a bit.
Get real here! It never quite occurs the way you imagined it.
Might be an almost bucolic patch of shrub oak,
sunstreaked and dwindling, but there’s no more of that now.
A previous photo even shows how
the roadbed once looked. Those images fade into history and
history
has a way of not coming back …
until we’re left with a sudden wind-gust
ruffling a field of weeds and debris and whatnot.

 

Gerard-Malanga

Gerard Malanga (New York, 20 maart 1943)

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Christoph Ransmayr werd geboren op 20 maart 1954 in Wels. . Zie ook mijn blog van 20 maart 2007 en ook mijn blog van 20 maart 2008.

 

Uit: Morbus Kitahara

 

„Bering war ein Kind des Kriegs und kannte nur den Frieden. Wann immer die Rede von der Stunde seiner Geburt war, sollte er daran erinnert werden, daß er seinen ersten Schrei in der einzigen Bombernacht von Moor getan hatte. Es war eine regnerische Aprilnacht kurz vor der Unterzeichnung jenes Waffenstillstandes, der in den Schulstunden der Nachkriegszeit nur noch Der Friede von Oranienburg hieß.

Ein Bombergeschwader zog damals nach der adriatischen Küste ab und warf den Rest seiner Feuerlast über dem See von Moor in die Finsternis. Berings Mutter, eine Schwangere mit geschwollenen Beinen, trug eben einen Sack Pferdefleisch vom Anwesen eines Schwarzschlachters. Das weiche, kaum ausgeblutete Fleisch lag schwer in ihren Armen und zwang sie zu einer Erinnerung an den Bauch ihres Mannes – als sie über den Platanen am Seeufer eine ungeheure Faust aus Feuer zum Himmel steigen sah, und noch eine… und ließ den Sack auf dem Feldweg zurück und begann wie von Sinnen auf das lodernde Dorf zuzulaufen.

Die Hitze des größten Brandes, den sie je gesehen hatte, versengte ihr schon Augenbrauen und Haare, als aus einem schwarzen Haus plötzlich zwei Arme nach ihr griffen und sie in die Tiefe eines Kellers zerrten. Dort weinte sie, bis ihr ein Krampf den Atem nahm.

Zwischen schimmeligen Fässern brachte sie dann ihren zweiten Sohn um Wochen zu früh in eine Welt, die in das Zeitalter der Vulkane zurückzufallen schien: In den Nächten flackerte das Land unter einem roten Himmel. Am Tag verfinsterten Phosphorwolken die Sonne, und in Schuttwüsten machten die Bewohner von Höhlen Jagd auf Tauben, Eidechsen und Ratten. Aschenregen fiel. Und Berings Vater, der Schmied von Moor, war fern.“

 

Ransmayr

Christoph Ransmayr (Wels, 20 maart 1954)

 

 

De Noorse toneelschrijver en dichter Henrik Johan Ibsen werd geboren op 20 maart 1828. Zie ook mijn blog van 20 maart 2007 en ook mijn blog van 20 maart 2008.

 

Uit: Nora oder ein Puppenheim (Vertaald door Marie von Borch)

 

„Feuer. Wintertag.)

(Im Vorzimmer klingelt es; gleich darauf hört man, wie geöffnet wird. Nora tritt vergnügt trällernd ins Zimmer; sie hat den Hut auf und den Mantel an und trägt eine Menge Pakete, die sie rechts auf den Tisch niederlegt. Sie läßt die Tür zum Vorzimmer hinter sich offen, und man gewahrt draußen einen Dienstmann, der einen Tannenbaum und einen Korb trägt; er übergibt beides dem Hausmädchen, das ihnen geöffnet hat.)

NORA.

Tu den Tannenbaum gut weg, Helene. Die Kinder dürfen ihn jedenfalls erst heut abend sehen, wenn er geputzt ist. (Zum Dienstmann, indem sie ihr Portemonnaie hervorzieht.) Wieviel -?

DIENSTMANN.

Fünfzig Öre.

NORA.

Da ist eine Krone. Nein – behalten Sie den Rest. (Der Dienstmann dankt und geht. Nora schließt die Tür. Sie lacht noch immer stillvergnügt vor sich hin, während sie den Hut und Mantel ablegt. Sie zieht eine Tüte mit Makronen aus der Tasche und ißt ein paar; dann geht sie vorsichtig an die Tür ihres Mannes und lauscht.) Ja, er ist zu Hause. (Trällert wieder leise vor sich hin, indem sie rechts an den Tisch tritt.)

HELMER (in seinem Zimmer.)

Zwitschert da draußen die Lerche?

NORA, (während sie einige Pakete öffnet.)

Ja, das tut sie!

HELMER.

Poltert da das Eichhörnchen herum?

NORA.

Ja!

HELMER.

Wann ist das Eichhörnchen nach Hause gekommen?

NORA.

Diesen Augenblick. (Steckt die Makronentüte in die Tasche und wischt sich den Mund ab.) Komm, Torvald, und sieh Dir mal meine Einkäufe an.“

 

Ibsen_Munch

Henrik Johan Ibsen (20 maart 1828 – 23 mei 1906)
Henrik Ibsen in het Grand Café. ca. 1898, door Edvard Munch

 

De Australische schrijver David Malouf werd geboren op 20 maart 1934 in Brisbane. Zie ook mijn blog van 20 maart 2007 en ook mijn blog van 20 maart 2008.

 

Uit: The Complete Stories (The Valley of Lagoons)

 

„When I was in the third grade at primary school it was the magic of the name itself that drew me.

Just five hours south off a good dirt highway, it is where all the river systems in our quarter of the state have their rising: the big, rain-swollen streams that begin in a thousand threadlike runnels and fall in the rainforests of the Great Divide, then plunge and gather and flow wide-banked and muddy-watered to the coast; the leisurely watercourses that make their way inland across plains stacked with anthills, and run north-west and north to the Channel Country, where they break up and lose themselves in the mudflats and mangrove swamps of the Gulf.

I knew it was there and had been hearing stories about it for as long as I could
remember. Three or four hunting parties, some of them large, went out each year at the start of August, and since August was the school holidays, a good many among them were my classmates. By the time he was sixteen, my best friend, Braden, who was just my age, had been going with his father and his two older brothers, Stuart and Glen, for the past five years. But it was not marked on the wall-map in our third-grade schoolroom, and I could not find it in any atlas; which gave it the status of a secret place, accessible only in the winter when the big rains eased off and the tracks that led into it were dry enough for a ute loaded down with tarpaulins, cookpots, carbide lamps, emergency cans of petrol, and bags of flour, potatoes, onions, and other provisions to get in without sinking to the axle: a thousand square miles of virgin country known only to the few dozen families of our little township and the surrounding cane and dairy farms that made up the shire.“

 

David_Malouf

David Malouf (Brisbane, 20 maart 1934)

 

De Duitse dichter en essayist Henning Heske werd geboren op 20 maart 1960 in Düsseldorf. . Zie ook mijn blog van 20 maart 2007 en ook mijn blog van 20 maart 2008.

 

PRAG JULI 2004

 

Seit jenen Nächten

denke ich wieder

an den Frühling.

Die Male der Fackeln.

Alles nur weitere Informationen.

U-Bahn-Stationen nach Europa.

 

Und morgen ist euer Leben

wie immer.

 

Über den Hradschin

fahren wir morgens nach Theresienstadt.

Einzelzellen für fünfzehn Menschen.

Der Swimmingpool der Wachmannschaft.

Das Kino der Vergangenheit.

Die Bilder der Mädchen.

 

Zu sehen bis Gibraltar.

 

Heske

Henning Heske (Düsseldorf,  20 maart 1960)

 

De Argentijnse schrijfster Alicia Kozameh werd geboren op 20 maart 1953 in Rosario. Van 1973 tot 1975 studeerde zij filosofie en literatuurwetenschappen aan de Universidad Nacional de Rosario. Zij was ook al vroeg betrokken bij de politieke oppositie. In 1975 werd zij gearresteerd. Op kerstavond 1978 kwam zij pas vrij, maar moest zich nog wel regelmatig bij de politie melden. In 1980 ging zij in ballingschap naar de VS, later naar Mexico. In 1984 beslott zij terug te keren. Na de verschijning van haar eerste roman, Pasos bajo el agua (1987, waarin zij haar ervaringen als politieke gevangene verwerkt had, werd zij opnieuw bedreigd. In 1988 vertrok zij opnieuw uit haar land. Sindsdien woont zij in Los Angeles.

 

Uit: Alcira in Yellows (Vertaald door David E. Davis)

 

“And on the following day she made the mistake. The mistake of the word. She made the mistake of those who have the words and who use them: she went up to her mother and asked her the meaning of the episode and why her grandmother took such a spirited interest in her. Alcira’s mother, Raquel, every bit of her Raquel and fearful, planted upon Alcira a dry and concerned look, like somebody who has words but who doesn’t always use them, and with a measured slowness she approached the father. And after mulling it over for a few minutes, she decided to be straight with him, choosing not to keep her daughter’s cleverness from him, nor her mother’s wishes (although she kept them hidden, tucked away among the walls of her most personal openings, her secret but never forgotten feelings), and she related to him the whole story, not sparing any of the details. She declared: “My mother told Alcira that she has to marry a Jew when she gets older. How can she not be grateful for everything you’ve done for her, letting her stay here with us for all this time, here in our home. She’s trying to fill her head with all sorts of notions and right behind our backs. What do you think about that?” And Alcira’s father had a very clear idea of the facts. He said to Raquel, the so Raquel: “What do you think I think? This is all your doing. Your mother’s trying to get Alcira to listen to all her crap because you let her get away with it. Because you’re as big a Jew as she is. Harpies, the both of you. Filthy Jews. That’s what you are. Now get out of my sight before I toss the three of you out on your asses.”

Like tempera paint, the clabbered sun melting all over the city, overpowering, overrunning the grooves, clotting the openings. Injecting its way into the breathing of those that rush about, those who shuffle along, those who sit back and wait and those who work on only a few hours of sleep. Into the breathing of the plants. Of the insects. Of corpses stretched out in a mighty dermic sheath of unharnessed fluids and energies, the varied nature of the earth’s crust rippling with vitality.”

 

Kozameh

Alicia Kozameh (Rosario, 20 maart 1953)

 

De Duitse schrijver, filmproducent en acteur Peter Berling werd geboren op 20 maart 1934 in Meseritz-Obrawalde. Hij groeide op in Berlijn en Osnabrück. Daarna studeerde hij grafische kunst in München. Via het grafische vak kwam hij later bij de reclamefilm terecht. Peter Berling werkte ook als acteur mee in meer dan 70 films van o.a. Werner Herzog, Martin Scorsese en Volker Schlöndorff. Hij werkte als producent voor Rainer Werner Fassbinder en schreef een biografie over hem: Die 13 Jahre des Rainer Werner Fassbinder. Sinds enkele jaren schrijft hij romans die zich in de middeleeuwen afspelen.

 

Uit: Das Paradies der Assassinen

 

“Die drei Reiter folgten im bedächtigen Schritt dem lauf des Orontes. es waren zwei ältere Männer und ein Knabe, dem sie trotz seiner Jugend – er war fast noch ein Kind – ein eigenes Kamel überlassen hatten. Die sichere Art, mit der er das Tier lenkte, rechtfertigte ihr Vertrauen. sie hatten ihn in ihre Mitte genommen. Der hochgewachsene Hagere, der vorwegritt, schaute sich nicht ein einziges Mal nach ihm um. sein scharf geschnittenes Raubvogelgesicht wies herrische Züge auf, aber er war kein wirklicher Herr. Der unstete Blick, mit dem er die vor ihm liegende Landschaft musterte, verriet Verschlagenheit, gepaart mit Grausamkeit, die sich nicht versteckte, wenn er sich unbeobachtet fühlte. Der Mann am Schluss der kleinen Reisegruppe wirkte – wenn auch ungewollt – wie sein sorgfältig ausgewählter Kontrast. er war starkleibig, ein mächtiger Riese mit einem ausgesprochen gutmütigen Gesicht, es erinnerte an einen treuherzigen Bernhardiner – auch wenn seinen flinken Augen unter faltig herabhängenden Lidern nichts von dem entging, was sich um ihn herum tat. Meist aber ruhten sie wohlwollend, fast mütterlich besorgt auf dem schlanken Knaben, der vor ihm auf seinem Reittier hockte und sich des Öfteren grinsend nach ihm umsah.”

 

Berling

Peter Berling (Meseritz-Obrawalde, 20 maart 1934)

 

De Duitse schrijver Josef Reding werd geboren op 20 maart 1929 in Castrop-Rauxe. Als zestienjarige werd hij nog als soldaat ingezet gedurende WO II. Hij studeerde psychologie, kunstegeschiedenis, anglistiek en germanistiek in Duitsland en de VS. In dat laatste land sloot hij zich aan bij de burgerrechtenbeweging van Martin Luther King. Hij werkte in de slums van Harlem en New Orleans. Als een van de eerste schrijvers leverde hij authentieke reportages over de lepra- en rampengebieden in Azië, Afrika en Latijns-Amerika. Reding ontving o.a. de Romeinse prijs van de Villa Massimo, de Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis en de KOGGE-Literaturpreis. Hij schrijft gedichten en hoorspelen, maar hoofdzakelijk korte verhalen.

 

Der Paradekarren

 

Ich feile in dieser Stunde – darf ich sie in Anlehnung an die astronomische Poesie Sternstunde nennen? – an einem Schreiben an die Regierung. Es braucht mir niemand zu sagen, dass es bei einem solchen Skriptum auf einen gepflegten Stil und Präzision des Ausdrucks ankommt. Und doch möchte ich bei aller Sachlichkeit auch Spuren von Anmut in den Brief einfließen lassen; ich überlege noch, ob durch Vokabeln wie “submissest” oder “dekorierter Veteran” eine derartige Wirkung erzielt wird. Vielleicht nimmt sich eine solche Wortwahl antiquiert aus? Ich werde lieber bei einem modernen Wortschatz Anleihen machen und mich als “konstruktiver Staatsbürger” und “ordnungsliebender Charakter” bezeichnen. Ich bin nämlich ein Erfinder, und mein Berufsstand ist leicht dem Verdacht einer etwas genialen Schludrigkeit und angeschmuddelten Unzuverlässigkeit ausgesetzt. Auch rückt uns eine kraftvolle Phantasie in die gefährliche Nähe zu den Dichtern, die in unserem Staatswesen von gar manchem wackeren Beamten anarchistischer Gelüste geziehen werden.

 

reding

Josef Reding (Castrop-Rauxe, 20 maart 1929)

 

 

De Duitse schrijver en journalist Ralph Giordano werd op 20 maart 1923 in Hamburg geboren als zoon van een italiaanse vader en een joodse moeder. Vanwege zijn gedeeltelijk joodse afkomst stond hij aan vervolging door de Nazi, s bloot, maar zijn familie dook onder bij een vriend en overleefde de oorlog. In 1964 begon Giordano te werken bij de WDR, waar hij bleef tot 1988. Tegenwoordig is hij zelfstandig schrijver. Themá’s zijn vaak Nazi-Duitsland, de neo-Nazi’s en de islam. Giordano staat bekend als tegenstander van de integratie van moslims. Zo is hij ook tegen de bouw van een moskee in Keulen die hij ziet als symbool van een paralelle maatschappij.

 

Uit: Erinnerungen eines Davongekommenen

 

»Der 30. Januar 1933 war noch spurlos an mir vorbeigegangen, wie auch der Reichstagsbrand vom 27. Februar und der Boykott jüdischer Geschäfte am 1. April. Nur wenig später aber wurde das Dritte Reich Adolf Hitlers für mich spürbar – am Antrittstag auf dem Johanneum. ›Hie Arier – hie Nichtarier‹, wurde da befohlen. Worauf sich die Klasse in zwei ungleiche Gruppen teilte, eine kleinere und eine größere. Da mein Bruder und ich mit der Frage nicht das geringste anzufangen wussten, gesellten wir uns dem größeren Teil der Mitschüler zu, etwa dreißig, während der kleinere nicht mehr zählte als Finger an einer Hand. Am Nachmittag wurden wir dann von den Eltern belehrt, dass wir zu der kleineren Gruppe gehörten. Ich erinnere mich an keine Beunruhigung von Vater und Mutter, Stirnrunzeln vielleicht, das war alles. In mir sah es jedoch anders aus. Obwohl die Teilung keine äußeren Folgen hatte, etwa sitzmäßige Trennung der kleinen von der größeren Gruppe – da war dennoch etwas Unheimliches im Gange … Ohne später eintretende und heutzutage allgemein bekannte Ereignisse, deren Wurzel der Ungeist dieses denkwürdigen Tages war, vorwegnehmen zu wollen – da läutete ein schriller Alarm in mir, weil etwas fühlbar angetastet wurde, was danach nie wieder ganz ins Lot kommen wird: das Gefühl selbstverständlicher Zugehörigkeit. Diese frühe ›Sonderbehandlung‹, die erste Konfrontation mit dem kommenden Schicksal, war eine historische Urstunde meiner Biographie.«

 

Giordano

Ralph Giordano (Hamburg, 20 maart 1923)

 

De Frans-Libanese dichteres en schrijfster Andrée Chedid werd geboren op 20 maart 1920 in Caïro. Toen zij tien was ging zij naar een kostschool waar zij Frans en Engels leerde. Na een verblijf in Europa ging zij terug naar Caïro, waar zij de Amerikaanse universiteit bezocht. Sinds 1946 woont zij in Frankrijk. Haar eerste boek verscheen in het Engels: On the Trails of my Fancy.

 

La source des mots

 

« Je débutais

Au fond des lagunes

De la parole

Immergé dans ses remous

Et dans la source des mots

 

De ce temps-là

J’englobais toutes les langues

Je regorgeais de sons

Je jouais l’impossible

Sur mon clavier

 

Mais bientôt je naquis

Au monde des limites

 

Bientôt vos appels

Décryptèrent mon maquis

 

Bientôt vos voix

M’établirent en lieu

Et en frontières

 

Bientôt vos gestes

Tracèrent des règles

Dans ces marais d’infini »

 

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Andrée Chedid (Caïro, 20 maart 1920)

 

De Romeinse dichter Publius Ovidius Naso werd geboren op 20 maart 43 v. Chr. uit een welgestelde ridderfamilie te Sulmo, nu het stadje Sulmona. Zie ook mijn blog van 20 maart 2007 en ook mijn blog van 20 maart 2008.

 

Uit: Tristia  (Vertaling door M. d’Hane-Scheltema)

 

Wie ik geweest ben, ik, de speelse dichter van de liefde –
    luister, dan weet u wie u leest, ook na mijn dood:
Sulmo was mijn geboorteplaats, omringd door koele stromen,
    zo’n tienmaal negen mijl verwijderd van de Stad.
Daar zag ik dus het levenslicht en vraagt u naar een jaartal:
    dat jaar stierven twee consuls in eenzelfde strijd.
Van ouds behoorde mijn familie tot de ridderklasse,
    wat dat ook zegt … Ik was bepaald geen parvenu,
ook niet de oudste zoon: toen ik verscheen was er een broertje
    dat vier kwartalen voor mijn komst geboren was;
onze verjaardag mocht dezelfde Morgenster begroeten
    en zo’n dag werd met tweemaal offerkoek gevierd
tijdens de feestweek van de wapendragende Minerva,
    en wel de eerste dag met gladiatorenbloed.

 

Publius_Ovidius_Naso

Ovidius (20 maart 43 v. Chr. – 17 na Chr.)

 

Herinnering aan Hugo Claus

Gisteren was het een jaar geleden dat de Belgische dichter-schrijver-kunstenaar-filmer Hugo Claus overleed. Zie ook mijn blog van 5 april 2007 en ook mijn blog van 19 maart 2008.

In een tuin

 

O de brand in het nest van de zeer jonge vogels

De wind met de asse liefkoost mijn wangen

 

De ontvangen bruid ontwaakt verrast

En streelt de pijn in hare lenden open

 

En komt achter mij in de heilige boomgaard staan

Samen zien wij de bevende kinderen achter de hagen paren

 

Ik eet en slaap Ik ben bij haar verloren

Soms zeg ik als ik door de gangen van dit slapend klooster

Wandel soms verdwaal:

Verlaat mij Laat mij zwijgend achter

 

De bange boten vertragen hunne vaart

Wanneer de haven nadert bij avond

 

De boomgaard laat een voor een zijn vruchten los.

 

Claus

Hugo Claus (5 april 1929 – 19 maart 2008)