Rainer Stolz

De Duitse dichter en schrijver Rainer Stolz werd geboren in Hamburg op 22 januari 1966. Hij woont nu in Berlijn. Zie ook mijn blog van 14 juli 2010.

Großstadtkino

Eine Stadt, in der Berührungen

versehentlich passieren

lässt Blüten riechen nach Klischee.

Auf einem Briefkasten grüne Pumps –

danach ein Sirenengesang

aus einer Gegensprechanlage.

Berlin ist eine Trailershow.

Studenten, die agitieren

für Zeitungsabos.

Ein schöner Mann ohne Feuer

entpuppt sich als Statist.

Tauben probieren, trotz

Stacheln auf Leuchtbuchstaben

über den Köpfen der Menge

ihre Geschäfte zu machen.

Selten glückt hier ein Impulskauf.

Dann aber fühlst du dich mündiger

und verbrauchter, sagst mit Stil “Ciao”

zum jungen Auto mit der Frau

das dich beinah überfahren hätte.

In der Bahn: “Das tote Busenwunder!”

und die netten Schwiegersöhne

lassen ihre Bierdosen lachen.

Der Bahnmusikant bricht ab.

Aus Versehen steigst du aus.

Der Film läuft.


Rainer Stolz (Hamburg, 22 januari 1966)

Wilhelm Genazino, Lord Byron, Krzysztof Kamil Baczyński, Herwig Hensen, Rainer Brambach, Henry Bauchau, Francis Picabia, Mary Hayley Bell, Antonio Gramsci

De Duitse schrijver Wilhelm Genazino werd geboren op 22 januari 1943 in Mannheim. Zie ook mijn blog van 22 januari 2007 en ook mijn blog van 22 januari 2008 en ook mijn blog van 22 januari 2009 en ook mijn blog van 22 januari 2010.

 

Uit: Abschaffel

 

“Weil seine Lage unabänderlich war, mußte Abschaffel arbeiten. Er war schon mehrere Jahre in der gleichen Firma beschäftigt; er war Angestellter, und er arbeitete in einem Großraumbüro, das die Firma vor zwei Jahren eingerichtet hatte.

In dem Großraumbüro saßen sich alle Angestellten in Zweiergruppen gegenüber. Zwischen den einzelnen Schreibtischkomplexen standen Gummibäume und andere Topfpflanzen, über die Abschaffel gelegentlich lachen mußte. Überhaupt war es ihm möglich, in diesem Büro sein Leben vorübergehend zu vergessen. Er mußte oft lachen, nicht nur über die Pflanzen zwischen den Schreibtischen. Er lachte über den mannigfachen Betrug, der hier mit den Angestellten getrieben

wurde und der die Angestellten dazu ermunterte, sich auch selbst zu betrügen. Ein erster Höhepunkt des Betrugs waren die Berufsbezeichnungen der Angestellten; sie galten als Kaufleute, und in ihren Papieren und Zeugnissen wurden sie sogar Exportkaufmann, Importkaufmann oder Speditionskaufmann genannt. Sie telefonierten ein wenig, bis der Morgen vorüber war, oder sie füllten Formulare aus oder diktierten Briefe.

Auch Abschaffel füllte Papiere aus, errechnete Frachtmargen oder bediente einen IBM Schreibautomaten. Ruhig standen und saßen diese etwa hundert Angestellten in ihren weißen Hemden und grauen Anzugjacken da und zogen über den Knien ihre Hosen hoch, wenn sie sich setzten. Gelegentlich verschwand eine junge Angestellte in der Toilette und kam bald wieder heraus mit frisch geschminkten Lippen. Auch darüber wollte Abschaffel eigentlich lachen, aber er behielt es für sich, weil er nicht mochte, daß in diesem Büro über ihn nachgedacht wurde. Der etwa fünfzigjährige Mann, der ihm in grünlich schimmerndem Anzug gegenübersaß, war einer der Lächerlichsten im ganzen Büro.”

 

 

Wilhelm Genazino (Mannheim,  22  januari 1943)

 

 

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August Strindberg, Howard Moss, Louis Pergaud, Hermann Lingg, Gotthold Ephraim Lessing, Helen Hoyt, Sir Francis Bacon, Guilbert de Pixérécourt, Ingrid Puganigg

De Zweedse schrijver Johan August Strindberg werd op 22 januari 1849 in Stockholm geboren. Zie ook mijn blog van 20 januari 2007 en ook mijn blog van 22 januari 2009 en ook mijn blog van 22 januari 2010. 

 

Uit: Paul and Peter (Vertaald door Peter Constantine)

 

“The glow on the hearth grew dimmer and the conversations duller. The men snored, their throats rattling like horseflies in wooden jars. The women nodded off, and Mats and Karen nestled closer together. The young people fell silent, and soon the whole household had slipped into an afternoon sleep.
Peter’s wife woke up first; it was already completely dark. She blew on the fire in the hearth and lit the lamps. The men gradually woke up, and movement came back into the house. The mothers and young people sat on the straw in front of the hearth and cracked nuts and told legends. Paul brought in a keg of Spanish wine, which he and Peter would swig from while talking and playing cards through the long winter night. They filled their cups and emptied them, Peter feeling that the wine was too sweet for him. Paul boldly picked up the threads of their earlier conversation in order to set things straight.
“Well, Peter, if you have anything to say about you-know-what, pull out the plug and let the words flow!”
“All right,” Peter said. “But I always thought that when the true Abraham comes, it is Sara who dances. Fine! So, tell me, what can my son expect as a dowry from your daughter?”
“I will give my daughter as much as you give your son.”
Peter scratched his head.
“Well, that depends on what kind of year I’ll have. A trousseau means money and if I have a bad year there’ll be no money. Right now there’s no way I can tell how things will go–in autumn snow fell on the seed while the field was still wet.”
 

 

 

August Strindberg (22 januari 1849 – 14 mei 1912)

Portret door Edvard Munch, 1892

 

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