Jan Lauwereyns, Reinout Verbeke, Bruce Chatwin, Daphne du Maurier, Kathleen Jamie, Armistead Maupin, Alphonse Daudet, Kōji Suzuki

De Vlaamse dichter Jan Lauwereyns werd geboren op 13 mei 1969 in Antwerpen. Zie ook alle tags voor Jan Lauwereyns op dit blog.

Lectori salutem

Je fronst je lippen bij het lezen van de achterflap.
Je tandenknarst en spreidt je neusvleugels –
de onderlip kon wat meer nadruk hebben.
Het haar helt over je wenkbrauwen, valt dan
in pieken naar beneden.

Zo gaat het in een handomdraai pijpen-
stelen regenen op hardhorige tortelduiven
en zachtjes fluisterende pantervrouwen,
en alles wat in spiegelschrift geschreven
wordt, verdrinkt dan in de plas.

 

Zeer persoonlijke muggen en hun tijd

Het gieren van golven,
de versterkte luchtstroom.

‘Iets coronaals, dat je net hebt gehoord
als je het hoorde.’

Ze verscheen als een kleine zwarte stip
die zich traag maar zeker over de
zonneschijf voortbewoog.

De gedachte liet zich weer denken
dat automorfe functies toch wel
noodzakelijk waren.

‘Het kan zijn dat er iemand is.’
Aldus het nagelaten bloed.

Hebben we bewijs van spijt?

(Rommelige ingewikkelde grafieken.)
(Niets nieuws vergeleken bij vorig jaar.)

 

Fragmenten galopperen

Het labyrint, aandacht,
is niets dan een weg om het lichaam
van dit woord naar het volgende te voeren.

Hoe de hiel zich licht!
Hoe de enkel scharniert!

Das Fragment an sich, da capo con malinconia.

Askleurig stromend
laat de rivier dwars door goud
de tijger drinken.

Muze, vernietig ons integraal.
Handen, krabbelen maar.

The flight to Seoul [uitgesproken als ziel]
is now ready for boarding.

Lippen, doe jullie ding.

 
Jan Lauwereyns (Antwerpen, 13 mei 1969)

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Gregor von Rezzori, Theo van Baaren, Reinhold Schneider, Jacob Haafner, Adolf Muschg, Roch Carrier, Franz Michael Felder

De Oostenrijkse schrijver en acteur Gregor von Rezzori werd geboren op 13 mei 1914 in Czernowitz. Zie ook alle tags voor Gregor von Rezzori op dit blog.

Uit: Mir auf der Spur

„Es war einmal ein Tag, da wollte ich einen Blick in die Zukunft tun. Einen winzigen nur, allerdings. Nach einigen vorangegangenen Einblicken in das, was doch demnächst Vergangenheit sein sollte, bin ich nicht mehr neugierig auf morgen. Das Kommende kommt, habe ich gelernt. Das Geschehende geschieht. Es geschieht mit mir über mich hinweg. Es läßt mir kaum Entscheidung über den nächsten Augenblick. Ich weiß: Dieser nächste Augenblick – jedernächste Augenblick – birst vor Fatalität. Was immer ich nach Gutdünken wähle, wird Folgen haben, deren Wendungen ich nicht voraussehe. Sie werden mitbestimmt von der Zeit. Sie verlaufen darin, wie alles sich in der Zeit verläuft. Daß es gewesen ist, davon zeugt allein, was sich davon erzählen läßt. Die Welt ist ein ungeheuerlicher Speicher von erzähltem Wiedererzählbarem. Alles Gewesene ist gewesen wie die Saurier. Es war einmal.
An jenem fernen Tag war ich bedrängt von einem Wunsch und mußte wissen, ob er in Erfüllung gehen würde. Es war der Wunsch, einen Schritt aus Deutschland hinauszutun. Nach Deutschland war ich geraten wie in eine Falle. Das Zeitgeschehen hatte mich hingeschwemmt. Gestrandet war ich in Hamburg an der Elbe. Dort gehörte ich nicht hin. Ich war’s nicht, der dort unter meinem Namen, mit meiner Nase, meinem blauen Blick, meinen besonderen unvermerkten Merkmalen und in meinen Kleidern herumlief; und war doch erst recht auf mich festgelegt. Mir war nicht wohl in meiner Haut. Ich verspürte das Bedürfnis, aus mir heraus zu mir zurückzufinden. Es lag aber nicht in meiner Macht, anderswohin zu gehen und wieder in meine alte Haut zu schlüpfen. Sie war mir abhanden gekommen. Später habe ich versucht, mir einige ihr ähnliche umzulegen. Es waren Verkleidungen. Das Kostüm paßte nicht zur Epoche. Damals erst recht nicht.“

 
Gregor von Rezzori (13 mei 1914 – 23 april 1998)

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