Benjamin von Stuckrad-Barre, Leopold von Sacher-Masoch, Ethan Mordden, Lewis Carroll, Rudolf Geel, Neel Doff

De Duitse schrijver Benjamin von Stuckrad-Barre werd op 27 januari 1975 in Bremen geboren. Zie ook alle tags voor Benjamin von Stuckrad-Barre op dit blog.

Uit: Soloalbum

„…Ich gehöre zum Rest von vielleicht 10 Leuten. Ich kenne niemanden mehr, Christian ist auch weg (WOHIN?), die verbliebenen Männer sind allesamt so Verbindungstrottel mit Uniform und vernarbter Fresse. Der eine guckt mich an, mein Pullover missfällt ihm offenbar. Er ist nicht betrunken, er ist besoffen.
– Ist hier jetzt Pulloverparty, du kleiner Straßenköter?
– Ja, genau, Pulloverparty, aber Fettsäcke mit großem Latinum dürfen auch im Matrosenanzug kommen, das ist kein Problem. Oder hattest Du Probleme reinzukommen?
Das war jetzt ein guter Witz, würde ich sagen, auch angemessen, da er ja angefangen hat usw. Kann ich gleich vergessen diese Argumente, denn jetzt sagt er seinen Freunden Bescheid, so läuft das ja immer. Man muss dann einfach abhauen. Habe ich jetzt verpasst. Ganz so böse meinte ich es auch nicht, im Gegenteil, ich finde es sogar fair, so Verbindungswichsern mal einen objektiven Tip zu geben hinsichtlich ihrer Kleidung, Gesinnung und Lebensführung, denn deshalb sind sie ja in einer Verbindung, um genau dem zu entgehen – das sind in der Schule immer die Dicken oder Stotternden oder Pickligen oder Schüchternen gewesen, die (gleich nach Lego-Technik statt Playmobil) zur Schach AG rannten und dann später froh waren, dass es außer „Actionfilmen“, Toten Hosen-Konzerten, der Zeitschrift P.M. und Stephen King-Büchern noch was gibt…“

 
Benjamin von Stuckrad-Barre (Bremen, 27 januari 1975)

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Menno ter Braak, Achim von Arnim, Jonathan Carroll, Gerrit Jan Zwier

De Nederlandse schrijver Menno ter Braak werd geboren op 26 januari 1902 in Eibergen. Zie ook alle tags voor Menno ter Braak op dit blog.

Uit: De nieuwe elite

“Terwijl het geraas van den Teutoneninval in Tsjecho-Slowakije mijn ooren nog verdooft, volg ik met een nieuwsgierigheid, die mijzelf bij tijd en wijle pervers lijkt, mijn gedachten over een nieuwe elite: een zeepbel, ‘unzeitgemässe Betrachtungen’, voorbestemd om weggeblazen te worden door de losgebroken orkaan van het bruut geweld. Of… waren alle gedachten, die zich opdrongen tegen het rumoer van den tijd in, misschien ‘unzeitgemäss’? Denken wij niet juist daarom voortdurend na over het probleem van een elite, omdat wij de ‘oude’ elites niet meer kunnen erkennen en de zoogenaamde ‘nieuwe’ (de ‘Massenelite’, volgens een term van Hermann Rauschning) slechts erkennen onder protest van onze geheele persoonlijkheid? In het gedachtenspel is altijd een element van dwaasheid en nutteloosheid, maar nu meer dan ooit; waarom zou men gedachten ten einde denken, als ieder oogenblik het geweld de elementaire voorwaarden tot denken onmogelijk kan maken en daardoor het geheele denken problematisch wordt? Is zelfs de veronderstelling, dat gedachten ‘unzeitgemäss’ kunnen zijn, niet een vorm van romantische hoop op een verwerkelijking, die voor ons nooit komen zal, voor ons, die een oorlog zagen ‘uitbannen’ om twintig jaar later met een totalen oorlog te worden geconfronteerd?… Maar de zeepbel danst, en het protest wordt feller; er is geen keuze, wij moeten denken en ten einde denken.
Er is geen troost te vinden in de befaamde historische parallellen, die altijd opgaan toe zij niet meer opgaan; meer troost biedt dan nog de zeepbel, de geschiedenis is hoogstens een arsenaal van vergelijkingsmateriaal. Zoo kan men een merkwaardig parallelisme constateeren tusschen de Duitsche revolutie van Hitler en de Fransche revolutie van 1789; Golo Mann en Denis de Rougemont hebben onafhankelijk van elkaar dat parallelisme aangewezen.”

 
Menno ter Braak (26 januari 1902 – 14 mei 1940)
V.l.n.r. Katia Mann, Menno ter Braak en Thomas Mann bij het Mauritshuis in Den Haag, 1939

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Bhai, Rudolf Alexander Schröder, François Coppée, Eugène Sue, Jochen Missfeldt

De Surinaamse dichter Bhai (eig.James Ramlall) werd geboren op 26 januari 1935 in het toenmalige district Suriname. Zie ook alle tags voor Bhai op dit blog.

ma-beta
(Moeder en Zoon)

Blank
is het rijstveld.
Een slanke vrouw
met bibit in d’r hand

Mááaaa…………!

De stilte verbroken;
brokstukken vallen uiteen.
De echo weergalmt,
De luchtzee resoneert,
De blanke watermassa rimpelt,
De bladeren aan de bomen ritselen.
Dan richt de vrouw zich op,
kijkt,
legt de jonge plantjes neer
en glimlacht:
Mijn zoon is thuisgekomen!

 

chiriya aur naiya
(Vogel en Schip)

Ik ben een kleine, niet’ge koyal,
gezeten op een amrud-twijg.
De baren van de luchtzee
doen deinen mijn tere weke boot….
Schommel maar mijn scheepje,
dein maar op en neer.
Je lading zal nimmer kantelen,
noch zinken zal ze ooit:
Weet dat jouw lading vleugels heeft!

 
Bhai (District Suriname, 26 januari 1935)

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Philip José Farmer, Alfons Paquet, Lode Baekelmans, Jan van Hoogstraten, Delphine Gay, Sabino Arana Goiri

De Amerikaanse schrijver Philip José Farmer werd geboren in North Terre Haute (Indiana) op 26 januari 1918. Zie ook alle tags voor Philip José Farmer op dit blog.

Uit: To Your Scattered Bodies Go

“Slowly, he turned over in a somersault. Then the resistance halted him with his fingertips about six inches from the rod. He straightened his body out and moved forward a fraction of an inch. At the same time, his body began to rotate on its longitudinal axis. He sucked in air with a loud sawing noise. Though he knew no hold existed for him, he could not help flailing his arms in panic to try to seize onto something.
Now he was face “down,” or was it “up”? Whatever the direction, it was opposite to that toward which he had been looking when he had awakened. Not that this mattered. “Above” him and “below” him the view was the same. He was suspended in space, kept from falling by an invisible and unfelt cocoon. Six feet “below” him was the body of a woman with a very pale skin. She was naked and completely hairless. She seemed to be asleep. Her eyes were closed, and her breasts rose and fell gently. Her legs were together and straight out, and her arms were by her side. She turned slowly like a chicken on a spit.
The same force that was rotating her was also rotating him. He spun slowly away from her, saw other naked and hairless bodies, men, women, and children, opposite him in silent spinning rows. Above him was the rotating naked and hairless body of a Negro.”

 
Philip José Farmer (26 januari 1918 – 25 februari 2009)

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Am dritten Sonntage nach Heilige Drei Könige (Annette von Droste-Hülshoff)

Am dritten Sonntage nach Heilige Drei Könige

 

melchior
Jezus geneest een melaatse door Jean-Marie Melchior Doze, 1864

 

Am dritten Sonntage nach Heilige Drei Könige
Evang.: Vom Aussätzigen und Hauptmann

“Geh hin, und dir gescheh, wie du geglaubt!”
Ja, wer da glaubt, dem wird sein Heil geschehen;
Was aber ihm, dem in verborgnen Wehen
Das Leben hat sein Heiliges geraubt?

Herr, sprich ein Wort, so wird dein Knecht gesund!
Herr, sprich das Wort, ich kann ja nichts als wollen;
Die Liebe kann das Herz dir freudig zollen,
Der Glaube wird ja nur als Gnade kund!

Wie kömmt es, da ich dich am Abend rief,
Da ich am Morgen ausging dich zu finden,
Daß du in Lauheit und des Zweifels Sünden
Mich sinken ließest, tiefer stets und tief?

Ist nicht mein Ruf in meiner höchsten Not
Zu dir empor geschollen aus der Tiefe?
Und war es nicht, als ob ich Felsen riefe?
Indes mein Auge stets von Tränen rot.

Verzeih, o Herr, was die Bedrängnis spricht!
Ich habe dich doch oft und süß empfunden,
Ich war ja Eins mit dir zu ganzen Stunden,
Und in der Not gedacht’ ich dessen nicht!

Und ist mir nun, als sei ich ganz allein
Von deinem weiten Gnadenmahl verloren,
Der ausgesperrte Bettler vor den Toren:
O Gott, die Schuld ist doch gewißlich mein!

Fühlt’ ich in Demut, wie ich nimmer wert,
Daß ich dein Wort in meinem Geist empfangen,
Daß meine Seufzer an dein Ohr gelangen,
Daß meine Seele dich erkennt und ehrt?

Mein Herr, gedenke meiner Sünden nicht!
Wie oft hab’ ich auf selbstgewähltem Pfade
Geschrien im Dunkel, Gott, um deine Gnade
Wie um ein Recht und wie um eine Pflicht!

O hätt’ ich ihre Gaben nicht versäumt,
Hätt’ ich sie nicht zertreten und verachtet!
Ich stände nicht so grauenvoll umnachtet,
Daß das entfloh’ne Licht mir wie geträumt.

Wie oft ist nicht, noch eh’ die Tat geschah,
Die als Gedanke lüstern mich umflogen,
In milder Warnung still vorbeigezogen
Dein Name mir, dein Bild auf Golgatha!

Und wenn ich nun mich frevelnd abgewandt,
Die Sünde, die ich klar erkannt begangen,
Wie hast du dann in reuigem Verlangen
Nicht oft in meiner Seele nachgebrannt!

Ach, viel und schwere Sünden übt’ ich schon,
Noch mehr der Fehle, klein in ihren Namen,
Doch groß in der Verderbnis tiefstem Samen,
Taub für des jammernden Gewissens Ton!

Nun ist mir endlich alles Licht dahin
Und öfters deine Stimme ganz verschollen;
Doch wirf mich, o du siehst, ich kann noch wollen,
Nicht zu den Toten, weil ich lebend bin!

Mein Jesu, sieh, ich bin zu Tode wund
Und kann in der Zerrüttung nicht gesunden!
Mein Jesu, denk’ an deine bittern Wunden
Und sprich ein Wort, so wird dein Knecht gesund!

 

 
Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)
Haus Rüschhaus, waar Annette vanaf 1826 woonde, van boven gezien

Jos van Daanen

De Nederlandse dichter en schrijver Jos van Daanen werd geboren op 26 januari 1959 in Kerkrade.Na het behalen van zijn vwo-diploma studeerde hij Nederlandse taal- en letterkunde en Algemene Literatuurwetenschap in Nijmegen. Gedichten van hem verschenen onder andere in Gierik & Nieuw Vlaams Tijdschrift, Krakatau, Op Ruwe Planken en in gelegenheidsbundels. Ook geeft hij regelmatig acte de présence met zijn gedichten bij diverse poëziepodia.

 

Tot er woorden waren, waren we niets

In het bladstil, in het oranje waar zon en maan
de schemering bedrijven, in de blik van glurend fauna
en de klamme veeg van klossend water over griend
zijn we opgestaan.

We schepten loof en legden op- en ondergang
op linnen vast. Jij zat in alle kleuren en ik schiep koffie,
sigaretten om het ruwe leven af te dwingen. Samen
gaven we licht.

Maar tot er woorden waren, waren we niets, en zelfs nu
zijn we nauwelijks. We zijn nog maar amper
goden in het spel, te druk met het wijzigen
van de regels.

 

 
Jos van Daanen (Kerkrade, 26 januari 1959)

Renate Dorrestein, William S. Maugham, Virginia Woolf, Stephen Chbosky, David Grossman, J. G. Farrell

De Nederlandse schrijfster Renate Dorrestein werd geboren in Amsterdam op 25 januari 1954.Zie ook alle tags voor Renate Dorrestein op dit blog. Renate Dorrestein viert vandaag haar 60e verjaardag.

Uit: Een hart van steen

“Het liep tegen het einde van de zomervakantie; ik weet het nog precies. Elke avond zaten er dikke, taaie teken tussen je tenen die je er volgens Billie tegen de klok in uit moest draaien, anders kreeg je de ziekte van Lyme. We hadden die dag bosbessen geplukt, onze tanden waren er nog blauw van. Alleen Kester had de zijne gepoetst. Mijn broer was de laatste tijd in een verbeten gevecht verwikkeld met het vuil van de wereld. Hij waste elke dag zijn oksels en zijn gezicht, maar hij bleef stinken en hij zag er altijd uit als een beduimelde oude krant. Om hem te laten merken dat het mij niets uitmaakte, ging ik onder het lezen af en toe even tegen hem aan hangen.
Hij zat met gekruiste benen op zijn rode sprei, de voeten onder zich getrokken. Hij had sinds kort stugge zwarte haren op zijn tenen, waarvoor hij zich doodschaamde.
Hij wachtte de afloop van Batman niet af, maar pakte Billies vijl van de vloer en begon ermee onder zijn nagels te peuteren.
Onze bedden stonden tegen de vier muren geschoven:
we hadden allemaal ons eigen domein. Soms, als we ruzie hadden, trokken we met krijtstrepen op de plankenvloer om ons gebied af te bakenen, of we legden gore, weke vondsten uit de vijver bij elkaar onder de lakens.
‘Zou het nog lang duren?’ zei Billie terwijl ze naast me kwam zitten.
Kester boog de vijl met zijn duim achterover en liet hem toen met een zoevend geluid in haar richting schieten.
‘Moeten we geen water koken?’
‘We zitten hier niet op de High Chaparall,’ zei mijn zuster. Ze krabde verveeld aan haar kuit.
We zaten een tijdje zwijgend bijeen, te moe om nieuwe afleiding te verzinnen. Ten slotte zei Kes: ‘Je hoeft niet van me te houden, Scarlett, maar kus me.’

 
Renate Dorrestein (Amsterdam, 25 januari 1954)

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Alessandro Baricco, Stefan Themerson, Jozef Slagveer, Paavo Haavikko, Robert Burns, Vladimir Vysotsky

De Italiaanse schrijver Alessandro Baricco werd geboren op 25 januari 1958 in Turijn. Zie ook alle tags voor Alessandro Baricco op dit blog.

Uit: City (Vertaald door Ann Goldstein)

“It was Shatzy’s voice. It came from outside the door. The bathroom door.
“I’m coming, I’m coming.”
Music of flushing. Tap on. Tap off. Pause. Door opens.
“They’ve been waiting half an hour for you.”
“I’m coming.”
Some people from the local TV station had come to Gould’s house. They wanted to do a feature for the Friday evening special. Title: Portrait of a Child Genius. They had set up the camera in the living room. What they had in mind was a half-hour interview. They counted on working up a sad story of a boy condemned by his intelligence to solitude and success. Its brilliance lay in their having found someone whose life was a tragedy not because he was terribly unfortunate but, on the contrary, because he was terribly fortunate. If it wasn’t exactly brilliant at least it seemed like a good idea.
Gould sat on the sofa, in front of the camera. Poomerang was beside him, also sitting. Diesel didn’t fit on the sofa, so he sat on the floor, although it took him a while to get there. And then it wasn’t clear how he would ever get up. Anyway. They arranged the microphones and turned on the spots. The interviewer smoothed her skirt over her crossed legs.”

 
Alessandro Baricco (Turijn, 25 januari 1958)

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Daniel von Lohenstein, Friedrich Jacobi, Alfred Gulden, Eva Zeller, Stéphanie de Genlis

De Duitse dichter Daniel Caspar von Lohenstein werd geboren op 25 januari 1635 in Nimptsch, in Silezië. Zie ook alle tags voor Daniel Caspar von Lohenstein op dit blog.

Umschrift eines Sarges

Irdisches und sterblich Volk, lebend-todte Erdengäste,
Ihr Verwürflinge des Himmels, ihr Gespenster dieser Welt,
Denen Nichts, als falsche Waare, Nichts, als Rauch und Wind gefällt,
Thoren, klettert und besteigt die bequalmten Ehrenäste,
Setzt euch Säulen von Porphyr, mauert euch aus Gold Paläste,
Festigt Tempel euch aus Marmor, der der Zeit die Wage hält,
Rafft zu euch mit gicht’gen Klauen er verdammten Klumpen Geld,
Macht euch euer stolzes Lob durch gelehrte Schriften feste;

Aber wißt, wenn das Verhängniß euer Lebensgarn reißt ab,
Schwindet Wissenschaft und Kunst, Schätze, Reichthum, Ehr’ und Titel,
Und ihr nehmet Nichts mit euch, als den nackten Sterbekittel,
Wo ihr auch noch aus dem allen noch erschwitzet Sarg und Grab!
Tausend, Tausend sind gewest, die mich nicht erlangt noch haben,
Die die Lüfte, die die Gluth, die der blaue Schaum begraben.

 
Daniel Caspar von Lohenstein (25 januari 1635 – 28 april 1683)
Het landgoed Kittelau dat von Lohenstein in 1673 verwierf

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E. Th. A. Hoffmann, Ivan Ivanji, Eugen Roth, Ulrich Holbein, Edith Wharton, Charles Sackville, John Donne

De Duitse dichter en schrijver Ernst Theodor Amadeus Hoffmann werd geboren in Koningsbergen op 24 januari 1776. Zie ook alle tags voor E. Th. A. Hoffmann op dit blog en ook deze tags op dit blog.

Uit: Die Geschichte vom verlornen Spiegelbilde.

„Endlich war es doch so weit gekommen, daß Erasmus Spikher den Wunsch, den er sein Leben lang im Herzen genährt, erfüllen konnte. Mit frohem Herzen und wohlgefülltem Beutel setzte er sich in den Wagen, um die nördliche Heimath zu verlassen und nach dem schönen warmen Welschland zu reisen. Die liebe fromme Hausfrau vergoß tausend Thränen, sie hob den kleinen Rasmus, nachdem sie ihm Nase und Mund sorgfältig geputzt, in den Wagen hinein, damit der Vater zum Abschiede ihn noch sehr küsse. „Lebe wohl, mein lieber Erasmus Spikher,“ sprach die Frau schluchzend, „das Haus will ich Dir gut bewahren, denke fein fleißig an mich, bleibe mir treu und verliere nicht die schöne Reisemütze, wenn Du, wie Du wol pflegst, schlafend zum Wagen herausnickst.“ – Spikher versprach das. –
In dem schönen Florenz fand Erasmus einige Landsleute, die voll Lebenslust und jugendlichen Muths in den üppigen Genüssen, wie sie das herrliche Land reichlich darbot, schwelgten. Er bewies sich ihnen als ein wackrer Kumpan und es wurden allerlei ergötzliche Gelage veranstaltet, denen Spikhers besonders muntrer Geist und das Talent, dem tollen Ausgelassenen das Sinnige beizufügen, einen eignen Schwung gaben. So kam es denn, daß die jungen Leute (Erasmus erst sieben und zwanzig Jahr alt, war wol dazu zu rechnen) einmal zur Nachtzeit in eines herrlichen, duftenden Gartens erleuchtetem Boskett ein gar fröhliches Fest begingen. Jeder, nur nicht Erasmus, hatte eine liebliche Donna mitgebracht. Die Männer gingen in zierlicher altteutscher Tracht, die Frauen waren in bunten leuchtenden Gewändern, jede auf andere Art, ganz fantastisch gekleidet, so daß sie erschienen wie liebliche wandelnde Blumen. Hatte Diese oder Jene zu dem Saitengelispel der Mandolinen ein italienisches Liebeslied gesungen, so stimmten die Männer unter dem lustigen Geklingel der mit Syrakuser gefüllten Gläser einen kräftigen deutschen Rundgesang an. – Ist ja doch Italien das Land der Liebe. Der Abendwind säuselte wie in sehnsüchtigen Seufzern, wie Liebeslaute durchwallten die Orange- und Jasmindüfte das Boskett, sich mischend in das lose neckhafte Spiel, das die holden Frauenbilder, all’ die kleinen zarten Buffonerien, wie sie nur den italienischen Weibern eigen, aufbietend, begonnen hatten.“

 
E. Th. A. Hoffmann (24 januari 1776 – 25 juni 1822)
Hoffmann met zijn vriend Ludwig Devrient in de Weinstube Lutter & Wegner, aquarel door Carl Themann, ca. 1832

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