Karfreitag (Peter Hille)

Bij Goede Vrijdag

 

 
Kruisiging door Jusepe de Ribera, ca. 1620

 

Karfreitag

Karfreitags Krone. Heldenkönig! Einsames Haupt.
Verstoßen. Erheben
Die feige Flucht verdammender Hände.
Ein suchender führender Quell.
Wenn ich erhöht sein werde, will ich alle zu mir ziehen.
Und die Welt, die schwere Welt, die leichtsinnschwere Welt,
Fast schon oben, reißt ab, eine Wunde reißt auf,
Der Seele, Wunde des Leibes, Wunde des Todes:
Vater verzeihe ihnen, sie wissen nicht, was sie tun.
Zum schmerzlichen Hohn der Dornenkrone
Fallen kühlende Tropfen fühlender Größe.
Dem bedeutenden, einsamen Menschen an seinem Tage nahe sei,
So ist stiller Freitag, so ist Ostern
Trauerhelles Opferglück.
Abschiednehmendes Wiedersehn.

 

 
Peter Hille (11 september 1854 – 7 mei 1904)
Erwitzen, kapel Sint Agatha. Peter Hille werd in Erwitzen geboren.

 

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Gethsemane und Golgatha (Friedrich Nietzsche)

Bij Witte Donderdag

 

 
Christus in de tuin van Gethsemane door Heinrich Hofmann, 1890

 

Gethsemane und Golgatha

Des Mondes Helle zuckt in ungewissen,
Zerstreuten Strahlen durch die Mitternacht;
Die Wolken fliegen wie vom Sturm zerrissen,
Ein aufgelöstes Heer nach wilder Schlacht,
Der Kidron braust in ungestümem Drängen –
Der Ölberg ruht auf stummen Felsenhängen.

Herr, deine Jünger schlafen, hingestreckt
Auf feuchtem Boden, und manch’ ängstlich Bild
Scheucht ihrer Seelen Ruhe und erschreckt
Die Stille, die die Schlummernden umhüllt.
Sie sehen dich im Traum zu ihnen treten,
Sie sehn dich seufzen, sehn dich ängstlich beten.

Doch du liegst einsam! Keine Welt erfaßt
Die Qualen, die dein großes Herz umfluten;
Du liegst gebeugt von ungemess’ner Last,
Und alle Wunden brechen auf und bluten.
Das ist dein letztes, schwerstes Todesringen,
Und Erd’ und Hölle will dich niederzwingen.

Da steht vor deinem Blick ein Berg der Qual
Darauf ein Kreuz und frecher Spötter Fülle;
Das ist dein Berg, dein Kreuz, dein Marterpfahl.
Das ist dein Los, – nein, ’s ist dein eigner Wille.
Und nicht genug – was nie ein Mensch kann sagen –
Die Hölle selber kommt dich anzuklagen.

Du willst die Sünde tragen, und sie naht,
Aus tiefster Finsternis ans Licht gekrochen;
Da naht verstörten Blicks des Zweifels Saat,
Und Greuel, stumm und tief, nie ausgesprochen!
Sie nahen dir mit drohender Gebärde,
Sie wolln dich niederziehn zu Tod und Erde.

Du ringst gewaltig – blutger Tränen Flut
Sie künden deiner Seelen tiefstes Wehe,
“Vorüber geht er nicht, der Kelch voll Blut,
Du mußt ihn trinken, Gott, Dein Will’ geschehe.”
Und wieder naht mit leisem Flügelschlage
Ein Engel, wie an dem Versuchungstage.

O Stätten heiligster Vergangenheit!
Gethesemane und Golgatha! Ihr tönet
Die frohste Botschaft durch die Ewigkeit,
Ihr kündet, daß der Mensch mit Gott versöhnet,
Versöhnet durch das Herz, das hier gerungen,
Das dort verblutet und den Tod bezwungen!

O Stätten heilig ernster Gegenwart!
Zu denen sich die müde Seele führet
Und still der ewigen Lebensfluten harrt,
Die auch noch jetzt ein Engel Gottes rühret.
Es nah’n die Kranken – und der Himmel schließet
Sich auf, und Lebenswasser fließet!

O Stätten, ihr, der Zukunft Weltgericht,
Der Frommen Hoffnung und der Sünder Grauen!
Vor euch wird eitler Ruhm und Glanz zunicht,
Von euch wird Segen auf die Welten tauen.
So schaut ihr, vorwärts, rückwärts, auf die Zeiten,
Merksteine in dem Strom der Ewigkeiten.

 


Friedrich Nietzsche (15 oktober 1844 – 25 augustus 1900)
Röcken, de geboorteplaats van Friedrich Nietzsche

 

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Palmsonntag (Stefan Zweig)

 

Bij Palmzondag

 

 
De intocht van Christus in Jeruzalem door Peter Paul Rubens, 1632

 

Palmsonntag

Du Tag, der jedem Pilger Seligkeit verkündet,
Der jedem Leidensweg ein Morgenrot entzündet,
Du schöner Tag der Kinder, die mit grünen Zweigen
Die Straßen auf und ab sich sehr geschäftig zeigen
Und unterwegs den duftigen Reichtum gerne mehren,
Um Armevoll von frischem Glück nach Haus zu kehren

An jenem Tage sucht auch ich den jungen Ast,
Als Halt für meines Schicksals wintermüde Last.
Ich ging, ich schritt voran, auf trauervollen Wegen
Durch Sonne bald und bald durch grauen Regen,
Von Kerzenglanz verlockt, der unsre Andacht weiht
Und unserm Gottesdienst so holde Anmut leiht.
Die Chöre waren voll von hellem Kindersingen,
Das durch die Kirche zog auf unschuldsfrohen Schwingen;
Und Gott allein vernahm durch diesen lauten Sang
Ein Beten und ein Lied, das weinend aufwärts rang:

»Von einer Verbannung zur anderen ruhlos vertrieben,
Wahrhaftig, ich weiß keine Heimat, die je mir geblieben!
Die Bäume zumindest, sie haben doch Zeit, um zu blühn,
Um Früchte zu tragen, zu wachsen, zu Tode zu glühn,
Mir, mir ward nicht Zeit! Meine Pflicht will nicht warten und weilen,
Gott! Zwing mich nicht immer, aus Frieden in Fremde zu eilen;
Gott! Gönn mir im Schatten am Wegrand ein wenig Bestand,
Meine Kinder im Arm, meine Stirne gestützt in die Hand!

Ich kann nicht mehr gehn. Ich komme … ich sah … und ich falle,
Ich holte dort droben vom Berg eine Blume; ich walle
An rosenkranztragenden Gräbern vorbei wie gehetzt,
Die Füße vom steinigen Bergpfad erlahmt und verletzt.
Gott! bin ich der Vogel mit ewig gebreiteten Schwingen,
So laß mich noch einmal das Haupt meines Sohnes umschlingen;

Des blondfrohen Knaben, der ohne mich wandert und strebt,
Die ich sein Gemüt doch mit Seele und Sehnsucht durchwebt!
Du Gott der Bedrückten, — Gott! bist du wirklich mein Vater,
So sei du den Meinen ein Retter, sei mir ein Berater,
Laß nicht meine Sorgen die Boten des Kommenden sein,
Nein, zeig uns den Hafen und führ uns in Frieden hinein;
In Nacht, in verfrühte, laß endlich ein Morgenrot dringen,
Verbiete den Wegen, mich weiter und weiter zu zwingen,
Bezeichne für uns einen Ort, eine Heimat, die Ruh,
Und führe den knieenden Kindern den Vater zu!« —

Die Orgel schwieg; der Glanz erlosch, mein heißes Sinnen
Ward still, um tief im Herzen heimlich fortzuspinnen;
Im Herzen, das nun doch die neue Hoffnung trank,
Die aus dem Lied der vielen in mich niedersank.
Ein Greis beglückte mich mit einem schlanken Zweige,
Weihwasser tropfte durch das Grün in meinen Händen,
Und froh betrat ich meine winterkalten Steige,
Mit festem Schritt den Erdenweg zu enden …

 


Stefan Zweig (28 november 1881 – 22 februari 1942) 
Wenen. Stefan Zweig werd geboren in Wenen

 

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Am vierten Sonntage in der Fasten (Annette von Droste-Hülshoff)

 

Bij de vierde zondag van de vasten

 

 
De droom van St. Jozef door Anton Raphael Mengs, ca. 1773/1774

 

Am vierten Sonntage in der Fasten
Josephsfest

Gegrüßt in deinem Scheine,
Du Abendsonne reine,
Du alter Lilienzweig,
Der du noch hast getragen
In deinen grauen Tagen
So mildes Blütenreich!

Je mehr es sich entfaltet,
Zum Ehrenkranz gestaltet,
Der deine Stirn umlaubt:
Je mehr hast du geneiget,
In Ehrfurcht ganz gebeuget
Dein gnadenschweres Haupt.

Wie ist zu meinem Frommen
Dein freundlich Fest gekommen
In diese ernste Zeit!
Ich war fast wie begraben;
Da kömmst du mich zu laben
Mit seltner Freudigkeit.

Zu dir will ich mich flüchten,
Mein scheues Leben richten,
O Joseph, milder Hauch!
Du hast gekannt die Fehle
In deiner starken Seele,
Und die Vergebung auch!

Was hast du nicht geduldet,
Da im Geheim verschuldet
Maria dir erschien?
Und konntest ihr nicht trauen,
Worauf die Himmel bauen,
Und hast ihr doch verziehn!

Und da du mußtest scheiden
Mit deinen lieben Beiden,
Wie groß war deine Not!
Die Wüste schien dir lange;
Doch war vom Untergange
Dein liebes Kind bedroht.

Und da Er glanzumkrönet,
Wie bist du nicht gehöhnet
Um seine Gotteskraft!
Wie mag, den Groll zu laben,
Dich nicht gelästert haben
Die arge Priesterschaft!

Und gar, wenn gottdurchdrungen
Dich grüßten fromme Zungen
Und priesen laut und weit:
Wie hast du nicht in Zagen
An deine Brust geschlagen
In deiner Sündlichkeit!

So hast du viel getragen,
Unendlich viele Plagen,
Mit freundlicher Geduld,
Und ist in all den Jahren
Manch Seufzer dir entfahren
Und manche kleine Schuld.

Du frommer Held im Glauben,
Den schrecklich dir zu rauben
Sich alle Welt verband,
Hast können nicht erhalten
Ein unbeflecktes Walten
An deines Jesu Hand.

Was soll ich denn nicht hoffen,
Da noch der Himmel offen,
Und meine Seele still?
Will sich die Gnade nahen:
Ich kann sie wohl empfahen,
So Gott mir helfen will.

Zerrissen in den Gründen
Bin ich um meine Sünden,
Und meine Reu’ ist groß!
O hätt’ ich nur Vertrauen,
Die Hütte mein zu bauen
In meines Jesu Schoß!

 

 
Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)
Friedhofskapelle Mariä Himmelfahrt in Meersburg, linker zijaltaar. Annette von Droste-Hülshoff werd in Meersburg begraven.

Am dritten Sonntage in der Fasten (Annette von Droste-Hülshoff)

 

Bij de derde zondag van de vasten

 

 
“Jesus treibet Teufel aus” door Julius Schnorr von Carolsfeld, 1860

 

Am dritten Sonntage in der Fasten
Evang: Jesus treibt den Teufel aus

»Mein Nam’ ist Legion, denn unserer sind Viele!«
So spricht der finstre Geist.
Sein Nam’ ist Legion, weh mir, daß ich es fühle!
Daß es mich zittern heißt!

Wo kindlich dem Gemüt in Einfalt und Vertrauen
Nichts als sein Jesu kund,
Da kann der Finstre nicht die wirren Höhlen bauen
Im einfach lichten Grund.

Doch du, mein schuldvoll Herz, in deinem eitlen Wissen,
In deinem irren Tun:
Wie sind dir tausend brand’ge Stellen aufgerissen,
Worin die Nacht kann ruhn!

Und raff’ ich mich empor, und will ich mich erkühnen
Zu heil’gen Namens Schall,
O, könnte nicht vielleicht mein guter Wille dienen
Zu neuem schwerem Fall!

Denn daß die Welt mich nicht, die Menschen mich nicht kennen,
Die gleißend wie das Meer,
Daß sie mich oft sogar noch hell und freudig nennen,
Das senkt unendlich schwer!

Mich kennen muß die Welt, ich muß Verachtung tragen,
Wie ich sie stets verdient;
Ich Wurm, der den, den Engel kaum zu nennen wagen
Zu preisen mich erkühnt!

Laß in Zerknirschung mich, laß mich in Furcht dich singen,
Mein Heiland und mein Gott!
Daß nicht mein Lied entrauscht, ein kunstvoll sündlich Klingen,
Ein Frevel und ein Spott.

Ach, wer so leer wie ich in Worten und in Werken,
An Sinnen so verwirrt,
Dess Lied kann nur des Herrn barmherzig Wunder stärken,
Daß es zum Segen wird.

Ist nicht mein ganzer Tag nur eine Reihe Sünden?
Muß oft in Traumeswahn,
Oft wachend die Begier nicht zahllos Wege finden,
Nur nie die Himmelsbahn?

Tönt nicht der Kampfgesang der Lust von allen Seiten?
Und bringt er nicht den Sieg?
Ist nicht mein Leben nur ein flüchtig kraftlos Streiten,
Ein schmachbedeckter Krieg?

Und mein’ ich eine Zeit, daß ich den Sieg errungen,
Weil die Begierde schwand:
Da bin ich ausgeschlürft wie von Empusenzungen,
Wie eine tote Hand!

Und ist mir’s eine Zeit, als will das Leben ziehen
Ins Herze gar erstarrt:
Da muß mit ihm zugleich der Übermut entglühen,
Der eines Hauchs geharrt.

Und wird mir’s endlich klar, umsprüht von Leidensfunken,
Wie klein, wie Nichts ich bin;
Da bin ich ausgebrannt, zu Asche eingesunken,
Verglüht an Geist und Sinn.

Das hast du selber dir, du schuldvoll Herz, zu danken;
Mein Jesu lieb und traut,
Wärst du nur irgend treu, er würde nimmer wanken
Von der geliebten Braut.

Doch daß du schlummernd läßt durch alle Tore ziehen
Den grausen Höllenbund,
Daß überall für ihn die Siegeskränze blühen
Aus deinem eignen Grund;

Daß du dich töricht wähnst in vollem hellem Laube,
Du armer dürrer Zweig!
Daß du, indes der Feind frohlockt in deinem Raube.
Dich herrlich wähnst und reich:

Das ist warum du stirbst, daß du in Wahnes Gluten
Nicht kennst den eignen Schmerz,
O, fühltest du dich selbst aus allen Adern bluten,
Du töricht frevelnd Herz!

So schaue deine Not! Noch fielen nicht die Schranken
Der dunklen Ewigkeit.
»Sein Nam’ ist Legion«, o fasse den Gedanken!
Es ist die letzte Zeit!

 

 
Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)
Friedhofskapelle Mariä Himmelfahrt in Meersburg. Annette von Droste-Hülshoff werd in Meersburg begraven.

 

Chanson pour mourir d’amour au temps de carnaval (Louis Aragon)

Bij Carnaval

 


Le Carnaval de Cassel door Alexis Bafcop, 1876

 

Chanson pour mourir d’amour au temps de carnaval

Dimanche et
Lundi nettoyez
Paris
Dimanche pleurons que mardi je rie
Lundi domino sans poudre de riz
L’amour se perdra dans ta féerie
Mardi
Mardi gras tous les toits sont frits
Mardi
Mardi gras
Mardi
Mardi gris
Par où t’en viens-tu
Mercredi des
Cendres

Mardi
Mercredi
Mon cœur s’y perdit

Mercredi me fait un signe de croix
Mercredi menteur veux-tu que je croie
Qu’Amour est en terre et déjà tout froid
Il est mon
Seigneur et je suis sa proie
La nuit sera longue et le lit étroit
Le ciel est ouvert tout rouge à l’endroit
Par où tu t’en vas
Mercredi descendre

Mardi
Mercredi
Mon cœur s’y perdit

 

 
Louis Aragon (3 oktober 1897 – 24 december 1982)
Neuilly-sur-Seine, de geboorteplaats van Louis Aragon

 

Zie voor de schrijvers van de 28e februari ook mijn vorige blog van vandaag.

Carnival Evening (Linda Pastan)

Bij Carnaval

 


Carnival Evening door Henri Rousseau, 1886

 

Carnival Evening

Despite the enormous evening sky
spreading over most of the canvas,
its moon no more
than a tarnished coin, dull and flat,

in a devalued currency;
despite the trees so dark themselves,
stretching upward like supplicants,
utterly leafless; despite what could be
a face, rinsed of feeling, aimed
in their direction,

the two small figures
at the bottom of this picture glow
bravely in their carnival clothes,
as if the whole darkening world
were dimming its lights for a party.

 

 
Linda Pastan (New York, 27 mei 1932)
Een Mardi Gras penthouse party op Fifth Avenue, New York

 

Zie voor de schrijvers van de 27e februari ook mijn vorige blog van vandaag.

Fastnacht (Achim von Arnim)

Bij Carnaval

 

 
Großer Karneval door Karl Hofer, 1928

 

Fastnacht

Die Fastnacht bringt uns Freuden zwar
Vielmehr denn sonst ein ganzes halbes Jahr,
Ich macht mich auf und thät spazieren gehen,
An einen Tanz,
Mir ward ein Kranz
Von Blümlein Glanz,
Des erfreut ich mich gar sehr.

Ich bot der Jungfrau meinen Gruß,
Ganz freundlich trat sie mir auf meinen Fuß,
Sie sprach: “Gut Gesell, wenn ich dir sagen sollt,
Wenn du nur wollst,
Ich wär dir hold.
Kein Silber und Gold
Ist meiner Lieb ein Sold.

Hinter meins Vaters Hof steht ein Thür,
Da ist weder Schloß noch Riegel dafür,
Da geh hinein, daß man dich nicht seh noch spür,
Sie ist geschmiert,
Daß sie nicht klirrt,
Kein Mensch dich irrt,
Tritt fröhlich hinein zu mir.”

Des Nachts hob sich ein Wetter groß,
Das über Berg und tiefe Thal herfloß,
Desselben Wegs mich nie keinmahl verdroß;
Ich stahl mich aus,
Still wie ein Maus,
Und kam ins Haus,
Und lebt im Saus,
Mit der Lieben die ganze Nacht.

 

 
Achim von Arnim (26 januari 1781 – 21 januari 1831)
Berlijn, Nikolaiviertel. Achim von Arnim werd geboren in Berlijn

 

Zie voor de schrijvers van de 26e februari ook mijn twee vorige blogs van vandaag.

Nähe des Geliebten (Johann Wolfgang von Goethe), Piet Paaltjens, Hanna Bervoets

 

Bij Valentijnsdag – Dolce far niente

 

The Eve of St Valentine door George Smith, 1871

 

Nähe des Geliebten

Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer
vom Meere strahlt;
ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer
in Quellen malt.

Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
der Staub sich hebt;
in tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege
der Wanderer bebt.

Ich höre dich, wenn dort mit dumpfen Rauschen
die Welle steigt;
im stillen Haine geh ich oft zu lauschen,
wenn alles schweigt.

Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne,
du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne.
O wärst du da!

 

 
Johann Wolfgang von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)
Frankfurt am Main, Der Römer. Goethe werd geboren in Frankfurt.

Lees verder “Nähe des Geliebten (Johann Wolfgang von Goethe), Piet Paaltjens, Hanna Bervoets”

Candlemass (Malcolm Guite)

Bij Maria Lichtmis

 

 
Presentatie van de Heer in de Tempel door Fra Bartolomeo, 1516

 

Candlemas

They came, as called, according to the Law.
Though they were poor and had to keep things simple,
They moved in grace, in quietness, in awe,
For God was coming with them to His temple.

Amidst the outer court’s commercial bustle
They’d waited hours, enduring shouts and shoves,
Buyers and sellers, sensing one more hustle,
Had made a killing on the two young doves.

They come at last with us to Candlemas
And keep the day the prophecies came true
We glimpse with them, amidst our busyness,
The peace that Simeon and Anna knew.

For Candlemas still keeps His kindled light,
Against the dark our Saviour’s face is bright.

 

 
Malcolm Guite (Ibadan, 12 november 1957)
Ibadan, Nigeria. Oritamefa Baptist Church. Malcolm Guite werd geboren in Ibadan.

 

Zie voor de schrijvers van de 2e februari ook mijn vorige blog van vandaag.