Adventliche Einkehr (Ingo Baumgartner)

 

Bij de eerste zondag van de Advent

 

 
Eschweger Weihnachtsmarkt um 1816 door Ernst Christopher Metz

 

Adventliche Einkehr

Adventmarkt, glühgebirnte Helle,
ein runder Tisch, wie fein, ich stelle
mich hin und äußere den Wunsch
nach einem Gläschen Weihnachtspunsch.

Der Kellner eilt, jetzt schon zum dritten,
gar vierten  Mal, ein Pferdeschlitten
quetscht meine Zehen, weil ich lieg
und da den fünften Becher krieg.

Der Dom hat, seltsam, heut vier Türme,
im Schnee kriecht hässliches Gewürme,
doch ist’s nur eine Glühweinspur
von meiner Innenwärmungskur.

Am Nebentischchen lehnt ein Engel,
er hat genug vom Marktgedrängel
und tut, was gleich ins Auge sticht,
er säuft, der rechte Flügel bricht.

Ich geh hinüber, denn alleine
ist’s kaum adventlich, wie ich meine.
So frönen wir ab nun zu zweit
der Einkehr und Besinnlichkeit.

 

 
Ingo Baumgartner (Oberndorf an der Salzach, 24 december 1944)
Oberndorf an der Salzach

 

Zie voor de schrijvers van de 30e november ook mijn drie vorige blogs van vandaag.

Allerseelen (Rainer Maria Rilke)

Bij Allerzielen

 

 
Allerseelen door Friedrich Peter Hiddemann, 1858

 

Allerseelen

I
Rings liegt der Tag von Allerseelen
voll Wehmut und voll Blütenduft,
und hundert bunte Lichter schwelen
vom Feld des Friedens in die Luft.

Sie senden Palmen heut und Rosen;
der Gärtner ordnet sie mit Sinn –
und kehrt zum Eck der Glaubenslosen
die alten, welken Blumen hin.

II
“Jetzt beten, Willi, – und nicht reden!”
Mit großem Aug gehorcht der Knab.
Der Vater legt den Kranz Reseden
auf seines armen Weibes Grab.

“Die Mutter schläft hier! Mach ein Kreuz nun!”
Klein Willi sieht empor und macht,
wie ihm befohlen. Ach, ihn reuts nun,
daß er am Weg heraus gelacht!

Es sticht im Auge ihn – wie Weinen …
Dann gehn sie heimwärts durch die Nacht;
ganz ernst und stumm. Da lockt den Kleinen
beim Ausgang jäh der Buden Pracht.

Es blinkt durch den Novembernebel
herüber lichtbeglänzter Tand;
er sieht dort Pferdchen, Helme, Säbel
und küßt dem Vater leis die Hand.

Und der versteht. Dann gehn sie weiter
Der Vater sieht so traurig aus. –
Doch einen Pfefferkuchenreiter
schleppt Willi selig sich nach Haus.

 

 
Rainer Maria Rilke (4 december 1875 – 29 december 1926)
Glas-in-lood raam van Alfons Mucha, Sint-Vituskathedraal, Praag

 

De Duitse dichter Rainer Maria Rilke wer op 4 december 1875 in Praag geboren. Zie ook alle tags voor Rainer Maria Rilke op dit blog.

Zie voor de schrijvers van de 2e november ook mijn twee vorige blogs van vandaag.

Allerheiligen (Karel van den Oever)

Bij Allerheiligen

 

 
Allerheiligen door Johann König (1596 – 1642)

 

Allerheiligen

In de ochtend-regen,
op de straat,
mijn Engelbewaarder riep:
“Herinner je!”

Ja, het was een avond, zeer laat.
Ik drentelde aan de warme hand van mijn vader.
(Hoe veilig ik naast hem liep!)
Ik zag, voor het eerst, de vergulde straat,
de gloed der ramen, het lantaarnlicht.

O, dat was ’n wonder-nieuw zicht!

Toen plots de “Music Hall”.
Achter een dichte deur:
een gelouterd gezag,
een bestolpte muziek
– als uit een fluweelen behang –
iets ver en nostalgiek.

Een warme zaal-geur
die tochtte uit de spleet der mooie deur.
Ook een heldere luchter-gloor
scheen tusschen de spleet der mooie deur door.
Was hier het feest van een verborgen God
de luister van ’t beginnend leven,
ja, mijn levenslot?

O, achter die dichte deur:
hoe bekoorde dit hemels gezang,
wat ’n brandende gloed, wat ’n eeuwige taal!
Ik hoorde veel menschen in die zaal.

O, daarna, dagen lang:
Ik verlangde bedroefd naar die onbekende zaal
der “Music Hall”.

En nu?

Nu ga ik, verouderd en stram,
in de ochtend vol Allerheiligen-regen.
Langs mij rijdt de electrische tram
zich-zelf tegen.

Maar de stad weet niet,
mijn goede God,
hoe ik dring mijn oor, als een zot,
steeds sterker tegen uw dichte deur,
waarachter de zuivere zaal,
vol zang en Heiligen,
waarbij ik mij angstig wil beveiligen.

Want het leven: lang van duur?
O, wanneer klinkt op des afgronds gonzende schaal
het verrukkelijk uur
dat Iemand de dichte deur ontsluit
en ik mag ingaan tot die klare zaal?

 

 
Karel van den Oever (19 november 1879 – 6 oktober 1926)
Portret door C. van den Oever, 1916

 

De Vlaamse dichter, essayist en en toneelschrijver Karel van den Oever werd geboren in Antwerpen op 19 november 1879. Zie ook alle tags voor Karel van den Oever op dit blog.

Zie voor de schrijvers van de 1e november ook mijn blog van 1 november 2013 en eveneens mijn blog van 1 november 2011 deel 1 en eveneens deel 2.

Pfingsten (Emanuel Geibel)

Prettige Pinksterdagen!

 

Pinksteren in het getijdenboek
„Les Très Riches Heures“
van de hertog de Berry (15e eeuw)

 

Pfingsten

Das Fest der Pfingsten kommt im Hall der Glocken,
Da jauchzt in Frühlingsschauern die Natur;
Auf jedem Strauch des Waldes und der Flur
Schwebt eine Ros` als Flamme im Frohlocken.

O Geist, der einst in goldnen Feuerflocken
Aufs Haupt der Jünger brausend niederfuhr,
Von deinem Reichthum einen Funken nur,
Hernieder send ihn auf des Sängers Locken!

Ich weiß es wohl, nicht würdig bin ich dein;
Doch hast du nie die Tugend ja gemessen,
Der Glaube zieht, die Sehnsucht dich allein.

Der Armen hast du nimmermehr vergessen,
Du kehrtest in der Fischer Hütten ein,
Und an der Sünder Tisch hast du gesessen.

 

Emanuel Geibel (17 oktober 1815 – 6 april 1884)
Lübeck (De geboortestad van Emanuel Geibel)

 

Zie voor de schrijvers van de 9e juni ook mijn vorige twee blogs van vandaag.

Der Nachtigall Pfingstgesang (Friedrich Rückert)

Prettige Pinksterdagen!

 

Pinksteren door Giorgio Vasari, 16e eeuw

 

Der Nachtigall Pfingstgesang

Zu Pfingsten sang die Nachtigall
nachdem sie Tau getrunken;
die Rose hob beim hellen Schall
das Haupt, das ihr gesunken!

O kommt ihr alle trinkt und speist,
ihr Frühlingsfestgenossen,
weil übers ird`sche Mal der Geist
des Herrn ist ausgegossen.

Die Himmelsjünger groß und klein
sind von der Kraft durchdrungen,
man hört sie reden insgemein
zu wunderbaren Zungen.

Und da ist kein Zungam Baum
Kein Blatt ist da so kleines,
es redet auch mit drein im Traum
als seis voll süßen Weines.

Oh, Ihr Apostel gehet aus
Und predigt allen Landen
mit Säuselluft und Sturmesbraus
von dem, der ist erstanden!

Legt aus sein Evangelium,
auf Frühlingsau`n geschrieben,
daß er uns lieben will darum,
wenn wir einander lieben.

Wer liebend sich ans nächste hält
Und will nur das gewinnen,
umfaßt darin die ganze Welt,
und Gott ist mitten drinnen!

 

Friedrich Rückert (16 mei 1788 – 31 januari 1866)
Schweinfurt (De geboortestad van Rückert)

 

Zie voor de schrijvers van de 8e juni ook mijn vorige blog van vandaag.

Hemelvaart (Aart van der Leeuw)

 Bij Hemelvaartsdag

 

 
  Hemelvaart door Rembrandt Harmensz. van Rijn, 1636

 

Hemelvaart

Als ik beklim de zilvren treden,
Langzaam, en de aarde diep beneden,
Een klein insect in avondglans,
De vonk doet spranklen van zijn dans,

Laat mij dan in mijn armen dragen
De zacht gepelsde, die behagen
Zelfs in de schim zijns meesters vindt,
Warm aan zijn borst zich vleit, en spint;

En dat de hond, wild als een jongen,
Over de heemlen aangesprongen,
Blaffend met meteoren vecht,
En kwisplend ze aan mijn voeten legt;

Het milde rund laat met mij komen,
Het is misschien wat log voor dromen,
a denk, dat het toch ongevraagd
Zijn uier naar de melkweg draagt;

Dat ook de krekel, op wiens zingen
Ik vaak tot voor de troon mocht dringen,
Nu ik nog nader ben bij Hem,
Mij overweldge met zijn stem;

Laat dan de valk, die zonder vrezen
Tot in het hart der zon kan lezen,
De vleuglen uit elkander slaan,
Zodat de deuren opengaan,

En ik tezaam met mijn geleide,
Op een bebloemde lenteweide,
Een door de wind gebogen vlam,
Zal nederknielen voor het lam.

 


Aart van der Leeuw (23 juni 1876 – 17 april 1931)
Delft, wijk Hof van Delft, Buiyenwatersloot
(Aart van der Leeuw werd geboren in Hof van Delft)

 

Zie voor de schrijvers van de 29e mei ook mijn vorige blog van vandaag.

Am zweiten Sonntage nach Ostern (Annette von Droste-Hülshoff)

Am zweiten Sonntage nach Ostern

 


De Goede Herder door Philippe de Champaigne, ca.1650-60

 

Am zweiten Sonntage nach Ostern
Evang.: Vom guten Hirten

Ein guter Hirt läßt seine Schafe nimmer!
O wehe, Hirt! den ein verkümmert Lamm Einst klagend nennen wird mit Angstgewimmer,
Ein blutend wundes, eins voll Wust und Schlamm.
Was willst du sagen? Schweig!
Dein Wort ist tot, der Stirne Zeichen Kains gleich.

Weh’ Fürsten euch! die ihr des Volkes Seelen
Gen Vorteil wägt und irdisches Gedeihn.
Weh’, Eltern! denen Kindes glänzend Fehlen
Weit lieber ist, als Einfalt sonder Schein.
Ihr warbt euch das Gericht; Sprecht nicht von Ehre! Eure kennt man drüben nicht.

Hausväter, wehe! die ein dienend Wesen
Nur an sich nahmen wie gedingten Leib;
Unwürdig seid zu Hirten ihr erlesen
Freundlosem Manne, unberatnem Weib.
Habt ihr gewußt und schwiegt?
Seht, jeder Flecken brandig an der Hand euch liegt!

Und wehe, wehe Allen! deren Händen
Ward anvertraut ein überschwenglich Gut.
Weh’ Lehrer euch! die Herzen, leicht zu wenden,
Vergiftet habt mit Hohn und Übermut.
Die Pfund’, euch vorgestreckt,
Nicht wohl vergrubt ihr sie, habt sie mit Rost befleckt.

Doch bist du frei? darfst du so kühn denn sprechen
Das Bannwort über tausend Menschen aus?
Wem Kron’ und Macht, wem Haus und Hof gebrechen,
Schließt ihn die Pflicht von ihren Schranken aus?
Denk’ nach, schwer ist die Frag’;
Um dein und fremde Seele gilt’s: denk nach!

Wenn Kinderohr an deinen Lippen hänget,
Wenn Kinderblick in deinen Augen liest,
Wenn jedes kecke Wort, das vor sich dränget,
Wie glühend Blei in zarte Ohren fließt:
Bist du dann nicht der Hirt?
Ist dein die Schuld nicht, wenn das arme Lamm verirrt?

Und wenn ein schwach Gemüt, ein stumpfes Sinnen
Neugierig horcht auf jedes Wort von dir,
Um alles möchte Gleichheit sich gewinnen,
Aufzeichnet jede Miene mit Begier:
O, spricht nicht dies Gesicht:
“Ich acht’ auf dich, bei Gott! verdirb mich nicht?”

Hast du mir, Herr, an diesem Tag erschlossen,
Wem nie so ernst zuvor ich nachgedacht,
So ruf’ ich denn, in Flehen hingegossen:
Hier ist der Wille, gib mir nun die Macht;
Der Sinn so rasch und leicht –
Leg’ deine schwere Hand auf ihn, bis er entweicht!

Gewitter kannst mit deinem Hauch du hemmen,
Aus dürrem Sande Palmeninseln ziehn;
O hilf auch mir den wilden Strom zu dämmen,
Laß nicht an meiner Stirn das Kainszeichen glühn!
Und steht vielleicht es dort,
Nimm meine Tränen, Herr, und lösch es fort!

 

 
Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)
De Meersburg, waar von Droste-Hülshoff op het eind van haar leven woonde

Ostermorgen (Emanuel Geibel)

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Vrolijk Pasen! 

 

 
De verrijzenis van Christus door Jacopo Tintoretto, tussen 1579 en 1581

 

Ostermorgen

Die Lerche stieg am Ostermorgen
empor ins klarste Luftgebiet
und schmettert’ hoch im Blau verborgen
ein freudig Auferstehungslied.
Und wie sie schmetterte, da klangen
es tausend Stimmen nach im Feld:
Wach auf, das Alte ist vergangen,
wach auf, du froh verjüngte Welt!

Wacht auf und rauscht durchs Tal,
ihr Bronnen,
und lobt den Herrn mit frohem Schall!
Wacht auf im Frühlingsglanz der Sonnen,
ihr grünen Halm’ und Läuber all!
Ihr Veilchen in den Waldesgründen,
ihr Primeln weiß, ihr Blüten rot,
ihr sollt es alle mit verkünden:
Die Lieb ist stärker als der Tod.

Wacht auf, ihr trägen Menschenherzen,
die ihr im Winterschlafe säumt,
in dumpfen Lüften, dumpfen Schmerzen
ein gottentfremdet Dasein träumt.
Die Kraft des Herrn weht durch die Lande
wie Jugendhauch, o laßt sie ein!
Zerreißt wie Simson eure Bande,
und wie die Adler sollt ihr sein.

Wacht auf, ihr Geister, deren Sehnen
gebrochen an den Gräbern steht,
ihr trüben Augen, die vor Tränen
ihr nicht des Frühlings Blüten seht,
ihr Grübler, die ihr fern verloren
traumwandelnd irrt auf wüster Bahn,
wacht auf! Die Welt ist neugeboren,
hier ist ein Wunder, nehmt es an!

Ihr sollt euch all des Heiles freuen,
das über euch ergossen ward!
Es ist ein inniges Erneuen,
im Bild des Frühlings offenbart.
Was dürr war, grünt im Wehn der Lüfte,
jung wird das Alte fern und nah.
Der Odem Gottes sprengt die Grüfte –
wacht auf ! Der Ostertag ist da.

 

 
Emanuel Geibel (17 oktober 1815 – 6 april 1884)
Lübeck, Holstentor (Geibel werd geboren in Lübeck)

 

Zie voor de schrijvers van de 20e april ook mijn vorige drie vorige blogs van vandaag.

Paaszaterdag (Jacques Schreurs)

Bij Stille Zaterdag

 

 
Graflegging van Christus door Caravaggio, 1602

 

Paaszaterdag 

Nog is de stilte Gods volkomen
En boven ons, ontbladerd, staat
Het vruchtbaar hout: de Boom der bomen
Omhangen met een dageraad. 

De rijp hangt in de meidoornhagen, 
De wachters waken bij het Graf; 
Maar ons geloof zal vruchten dragen, 
Groen lover reeds draagt onze staf. 

De duiven dalen naar de beken, 
Een kleine vrouw verlaat haar huis 
En schouwt den heuvel en het Teken 
En tekent zich met Christus’ Kruis. 

Als gij de krekels in de grassen 
Het jong hoort piepen in de schaal, 
Zal u zijn heerlijkheid verrassen ! 
Want maatloos is zijn zegepraal.

 


Jacques Schreurs (9 februari 1893 – 31 januari 1966)
Sittard, oude ansichtkaart (Jacques Schreurs werd geboren in Sittard)

 

Zie voor de schrijvers van de 19e april ook mijn vorige twee blogs van vandaag.

De soldaat die Jezus kruisigde (Martinus Nijhoff)

Bij Goede Vrijdag

 

 
Christus aan het kruis door Rembrandt Harmensz. van Rijn, 1631 

 

De soldaat die Jezus kruisigde

Wij sloegen hem aan ’t kruis. Zijn vingers grepen
Wild om den spijker toen ‘k den hamer hief –
Maar hij zei zacht mijn naam en: ‘Heb mij lief -‘
En ’t groot geheim had ik voorgoed begrepen.

Ik wrong een lach weg dat mijn tanden knarsten,
En werd een gek die bloed van liefde vroeg:
Ik had hem lief – en sloeg en sloeg en sloeg
Den spijker door zijn hand in ’t hout dat barstte.

Nu, als een dwaas, een spijker door mijn hand,
Trek ik een visch – zijn naam, zijn monogram –
In ied’ren muur, in ied’ren balk of stam,
Of in mijn borst of, hurkend, in het zand,

En antwoord als de menschen mij wat vragen:
‘Hij heeft een spijker door mijn hand geslagen.’

 

 
Martinus Nijhoff (20 april 1894 – 26 januari 1953)
Den Haag, Vredespaleis (Nijhoff werd geboren in Den Haag)

 

Zie voor de schrijvers van de 18e april ook mijn vorige blog van vandaag.