Thomas Mann, Aleksandr Poesjkin, Lesley Blanch, Sarah Dessen

De Duitse schrijver Thomas Mann werd geboren in Lübeck op 6 juni 1875. Zie ook mijn blog van 6 juni 2010 en eveneens alle tags voor Thomas Mann op dit blog.

Uit: Tristan

„Hier ist >Einfried<, das Sanatorium! Weiß und geradlinig liegt es mit seinem langgestreckten Hauptgebäude und seinem Seitenflügel inmitten des weiten Gartens, der mit Grotten, Laubengängen und kleinen Pavillons aus Baumrinde ergötzlich ausgestattet ist, und hinter seinen Schieferdächern ragen tannengrün, massig und weich zerklüftet die Berge himmelan.

Nach wie vor leitet Doktor Leander die Anstalt. Mit seinem zweispitzigen schwarzen Bart, der hart und kraus ist wie das Roßhaar, mit dem man die Möbel stopft, seinen dicken, funkelnden Brillengläsern und diesem Aspekt eines Mannes, den die Wissenschaft gekältet, gehärtet und mit stillem, nachsichtigem Pessimismus erfüllt hat, hält er auf kurz angebundene und verschlossene Art die Leidenden in seinem Bann, — alle diese Individuen, die, zu schwach, sich selbst Gesetze zu geben und sie zu halten, ihm ihr Vermögen ausliefern, um sich von seiner Strenge stützen lassen zu dürfen.

Was Fräulein von Osterloh betrifft, so steht sie mit unermüdlicher Hingabe dem Haushalte vor. Mein Gott, wie tätig sie, treppauf und treppab, von einem Ende der Anstalt zum anderen eilt! Sie herrscht in Küche und Vorratskammer, sie klettert in den Wäscheschränken umher, sie kommandiert die Dienerschaft und bestellt unter den Gesichtspunkten der Sparsamkeit, der Hygiene, des Wohlgeschmacks und der äußeren Anmut den Tisch des Hauses, sie wirtschaftet mit einer rasenden Umsicht, und in ihrer extremen Tüchtigkeit liegt ein beständiger Vorwurf für die gesamte Männerwelt verborgen, von der noch niemand darauf verfallen ist, sie heimzuführen. Auf ihren Wangen aber glüht in zwei runden, karmoisinroten Flecken die unauslöschliche Hoffnung, dereinst Frau Doktor Leander zu werden…“

Manns werkkamer en schrijftafel, nu in het Thomas Mann Archiv in Zürich

††Ozon und stille, stille Luft … für Lungenkranke ist >Einfried<, was Doktor Leanders Neider und Rivalen auch sagen mögen, aufs wärmste zu empfehlen. Aber es halten sich nicht nur Phthisiker, es halten sich Patienten aller Art, Herren, Damen und sogar Kinder hier auf: Doktor Leander hat auf den verschiedensten Gebieten Erfolge aufzuweisen. Es gibt hier gastrisch Leidende, wie die Magistratsrätin Spatz, die überdies an den Ohren krankt, Herrschaften mit Herzfehlern, Paralytiker, Rheumatiker und Nervöse in allen Zuständen. Ein diabetischer General verzehrt hier unter immerwährendem Murren seine Pension. Mehrere Herren mit entfleischten Gesichtern werfen auf jene unbeherrschte Art ihre Beine, die nichts Gutes bedeutet. Eine fünfzigjährige Dame, die Pastorin Höhlenrauch, die neunzehn Kinder zur Welt gebracht hat und absolut keines Gedankens mehr fähig ist, gelangt dennoch nicht zum Frieden, sondern irrt, von einer blöden Unrast getrieben, seit einem Jahre bereits am Arm ihrer Privatpflegerin starr und stumm, ziellos und unheimlich durch das ganze Haus.

Dann und wann stirbt jemand von den >Schweren<, die in ihren Zimmern liegen und nicht zu den Mahlzeiten noch im Konversationszimmer erscheinen, und niemand, selbst der Zimmernachbar nicht, erfährt etwas davon. In stiller Nacht wird der wächserne Gast beiseite geschafft, und ungestört nimmt das Treiben in >Einfried< seinen Fortgang, das Massieren, Elektrisieren und Injizieren, das Duschen, Baden, Turnen, Schwitzen und Inhalieren in den verschiedenen mit allen Errungenschaften der Neuzeit ausgestatteten Räumlichkeiten…“

†Thomas Mann (6 juni 1875 – 12 augustus 1955)

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Thomas Mann, Hans-Ulrich Treichel, Marguerite Radclyffe Hall, Marcellus Emants

Op 12 augustus 1955 overleed de Duitse schrijver Thomas Mann. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Thomas Mann op dit blog.

 

Uit: Buddenbrooks

 

Die allgemeine Munterkeit hatte nun ihren Gipfel erreicht, und Herr Köppen verspürte das deutliche Bedürfnis, ein paar Knöpfe seiner Weste zu öffnen; aber das ging wohl leider nicht an, denn nicht einmal die alten Herren erlaubten sich dergleichen. Lebrecht Kröger saß noch genau so aufrecht an seinem Platze wie zu Beginn der Mahlzeit, Pastor Wunderlich blieb weiß und formgewandt, der alte Buddenbrook hatte sich zwar ein bißchen zurückgelegt, wahrte aber den feinsten Anstand, und nur Justus Kröger war ersichtlich ein wenig betrunken.
Wo war Doktor Grabow? Die Konsulin erhob sich ganz unauffällig und ging davon, denn dort unten waren die Plätze von Mamsell Jungmann, Doktor Grabow und Christian frei geworden, und aus der Säulenhalle klang es beinahe wie unterdrücktes Jammern. Sie verließ schnell hinter dem Folgmädchen, das Butter, Käse und Früchte serviert hatte, den Saal – und wahrhaftig, dort im Halbdunkel, auf der runden Polsterbank, die sich um die mittlere Säule zog, saß, lag oder kauerte der kleine Christian und ächzte leise und herzbrechend.
“Ach Gott, Madamchen!” sagte Ida, die mit dein Doktor bei ihm stand, “Christian, dem Jungchen, ist gar so schlecht… “

 

 

 

Het graf van Thomas Mann in Kilchberg bij Zürich

 


“Mir ist übel, Mama, mir ist verdammt übel!” wimmerte Christian, während seine runden, tiefliegenden Augen über der allzu großen Nase unruhig hin und her gingen.
Er hatte das “verdammt” nur aus übergroßer Verzweiflung hervorgestoßen, die Konsulin aber sagte:
“Wenn wir solche Worte gebrauchen, straft uns der liebe Gott mit noch größerer Übelkeit! ”
Doktor Grabow fühlte den Puls; sein gutes Gesicht schien noch länger und milder geworden zu sein.
“Eine kleine Indigestion… nichts von Bedeutung, – Frau Konsulin!” tröstete er. Und dann fuhr er in seinem langsamen, pedantischen Amtstone fort: “Es dürfte das beste sein, ihn zu Bette zu bringen… ein bißchen Kinderpulver, vielleicht ein Täßchen Kamillentee zum Transpirieren … Und strenge Diät, – Frau Konsulin? Wie gesagt, strenge Diät. Ein wenig Taube, – ein wenig Franzbrot…”

 

 

 

Thomas Mann (6 juni 1875 – 12 augustus 1955)

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Thomas Mann, Aleksandr Poesjkin, Lesley Blanch, Sarah Dessen

De Duitse schrijver Thomas Mann werd geboren in Lübeck op 6 juni 1875. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2009 en ook mijn blog van 6 juni 2010 en eveneens alle tags voor Thomas Mann op dit blog.

Uit: Tonio Kröger

„Die Wintersonne stand nur als ein armer Schein, mil­chig und matt hinter Wolkenschichten über der engen Stadt. Naß und zugig war’s in den giebeligen Gassen, und manchmal fiel eine Art von weichem Hagel, nicht Eis, nicht Schnee.
Die Schule war aus. Ueber den gepflasterten Hof und heraus aus der Gatterpforte strömten die Scharen der Befreiten, teilten sich und enteilten nach rechts und links. Große Schüler hielten mit Würde ihr Bü­cherpäckchen hoch gegen die linke Schulter gedrückt, indem sie mit dem rechten Arm wider den Wind dem Mittagessen entgegen ruderten; kleines Volk setzte sich lustig in Trab, daß der Eisbrei umherspritzte und die Sieben Sachen der Wissenschaft in den Seehunds­ränzeln klapperten. Aber hie und da riß alles mit from­men Augen die Mützen herunter vor dem Wotanshut und dem Jupiterbart eines gemessen hinschreitenden Oberlehrers …
»Kommst du endlich, Hans?« sagte Tonio Kröger, der lange auf dem Fahrdamm gewartet hatte; lächelnd trat er dem Freunde entgegen, der im Gespräch mit anderen Kameraden aus der Pforte kam und schon im Begriffe war, mit ihnen davon zu gehen … »Wieso?« fragte er und sah Tonio an … »ja, das ist wahr! Nun gehen wir noch ein bißchen.«

Thomas Mann (6 juni 1875 – 12 augustus 1955)
Thomas Mann als 9-jarige in Lübeck

Armin Martens,

Het model voor Hans Hansen

Tonio verstummte, und seine Augen trübten sich. Hatte Hans es vergessen, fiel es ihm erst jetzt wieder ein, daß sie heute Mittag ein wenig zusammen spazie­ren gehen wollten? Und er selbst hatte sich seit der Verabredung beinahe unausgesetzt darauf gefreut!
»Ja, adieu, ihr! « sagte Hans Hansen zu den Kamera­den.»Dann gehe ich noch ein bißchen mit Kröger.« – Und die Beiden wandten sich nach links, indes die Anderen nach rechts schlenderten.
Hans und Tonio hatten Zeit, nach der Schule spa­zieren zu gehen, weil sie beide Häusern angehörten, in denen erst um vier Uhr zu Mittag gegessen wurde. Ihre Väter waren große Kaufleute, die öffentliche Aemter bekleideten und mächtig waren in der Stadt. Den Hansens gehörten schon seit manchem Men­schenalter die weitläufigen Holz-Lagerplätze drunten am Fluß, wo gewaltige Sägemaschinen unter Fauchen und Zischen die Stämme zerlegten. Aber Tonio war Konsul Krögers Sohn, dessen Getreidesäcke mit dem breiten schwarzen Firmendruck man Tag für Tag durch die Straßen kutschieren sah; und seiner Vorfah­ren großes altes Haus war das herrschaftlichste der ganzen Stadt … Beständig mußten die Freunde, der vielen Bekannten wegen, die Mützen herunter neh­men, ja, von manchen Leuten wurden die Vierzehn­jährigen zuerst gegrüßt …“

Breite Straße 38 in Lübeck

Het geboortehuis

Untere Breite Straße

Rond 1880

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Thomas-Mann-Prijs voor Christa Wolf

Thomas-Mann-Prijs voor Christa Wolf

 

 De Thomas-Mann-Prijs van de Hanzestad Lübeck en de Beierse Academie voor Schone Kunsten is een literaire prijs, die in 2010 voor de eerste keer is toegekend. Hij lkomt voort uit de Thomas Mann Prijs van de Hanzestad Lübeck en de Literatuur Prijs van de Beierse Academie voor Schone Kunsten. In 1975 doneerde de Hanzestad Lübeck n.a.v. de 100ste geboortedag van Thomas Mann een literaire prijs voor persoonlijkheden “die zich hebben onderscheiden door hun literaire werk in de geest van de humaniteit die het werk van Thomas Mann kenmerkte”.  In 2008 werd Prijs van de Beierse Academie voor Schone Kunsten omgedoopt tot Thomas Mann Literatuurprijs. De Thomas Mann Gesellschaft in Lübeck protesteerde vervolgens in een open brief tegen de naamgeving van de Beierse prijs. Dit zou schade doen aan de reputatie van de schrijver en tot verwarring leiden, omdat Thomas Mann 75 jaar eerder verdreven was uit München. In de zomer van 2008 stelde een auteur van het culturele tijdschrift Unser Lübeck, met goedvinden van de redactie, voor om een gemeenschappelijke prijs in te stellen. Daarover werd in 2009 overeenstemming bereikt. De prijs wordt afwisselend toegekend in Lübeck en in München. De prijs wordt toegekend voor het levenswerk van een auteur of voor een uitstekende prestaties op het gebied van de literatuur en is begiftigd met 25.000  Euro. De eerste prijswinnaar van de nieuwe prijs is de schrijfster Christa Wolf. De Thomas-Mann-Prijs 2010 werd op 24 oktober 2010 in het Theater Lübeck uitgereikt.

 

 

De Duitse schrijfster Christa Wolf werd geboren op 18 maart 1929 in het huidige Poolse Gorzów Wielkopolski. Zie ook mijn blog van 18 maart 2007 en ook mijn blog van 18 maart 2008 en ook mijn blog van 18 maart 2009 en mijn blog van 19 maart 2010.

 

Uit Was Bleibt

 

Nur keine Angst. In jener anderen Sprache, die ich im Ohr, noch nicht auf der Zunge habe, werde ich eines Tages auch darüber reden. Heute, das wußte ich, wäre es noch zu früh. Aber würde ich spüren, wenn es an der Zeit ist? Würde ich meine Sprache je finden? Einmal würde ich alt sein. Und wie würde ich mich dieser Tage dann erinnern? Der Schreck zog etwas in mir zusammen, das sich bei Freude ausdehnt. Wann war ich zuletzt froh gewesen? Das wollte ich jetzt nicht wissen. Wissen wollte ich – es war ein Morgen im März, kühl, grau, auch nicht mehr allzu früh -, wie ich in zehn, zwanzig Jahren an diesen noch frischen, noch nicht abgelebten Tag zurückdenken würde. Alarmiert, als läute in mir eine Glocke Sturm, sprang ich auf und fand mich schon barfuß auf dem schön gemusterten Teppich im Berliner Zimmer, sah mich die Vorhänge zurückreißen, das Fenster zum Hinterhof öffnen, der von überquellenden Mülltonnen und Bauschutt besetzt, aber menschenleer war, wie für immer verlassen von den Kindern mit ihren Fahrrädern und Kofferradios, von den Klempnern und Bauleuten, selbst von Frau G., die später in Kittelschürze und grüner Strickmütze herunterkommen würde, um die Kartons der Samenhandlung, der Parfümerie und des Intershops aus den großen Drahtcontainern zu nehmen, sie platt zu drücken, zu handlichen Ballen zu verschnüren und auf ihrem vierrädrigen Karren zum Altstoffhändler um die Ecke zu bringen. Sie würde laut schimpfen über die Mieter, die ihre leeren Flaschen aus Bequemlichkeit in die Mülltonnen warfen, anstatt sie säuberlich in den bereitgestellten Kisten zu stapeln, über die Spätheimkehrer, die beinahe jede Nacht die vordere Haustür aufbrachen, weil sie immer wieder ihren Schlüssel vergaßen, über die Kommunale Wohnungsverwaltung, die es nicht fertigbrachte, eine Klingelleitung zu legen, am meisten aber über die Betrunkenen aus dem Hotelrestaurant im Nebenhaus, die unverfroren hinter der aufgebrochenen Haustür ihr Wasser abschlugen. Die kleinen Tricks, die ich mir jeden Morgen erlaubte: ein paar Zeitungen vom Tisch raffen und sie in den Zeitungsständer stecken, Tischdecken im Vorübergehen glattstreichen, Gläser zusammenstellen, ein Lied summen (“Geht nicht, sagten kluge Leute, zweimal zwei ist niemals drei”), wohl wissend, alles, was ich tat, war Vorwand, in Wirklichkeit war ich, wie an der Schnur gezogen, unterwegs zum vorderen Zimmer, zu dem großen Erkerfenster, das auf die Friedrichstraße blickte und durch das zwar keine Morgensonne hereinfiel, denn es war ein sonnenarmes Frühjahr, aber doch Morgenlicht, das ich liebe, und von dem ich mir einen gehörigen Vorrat anlegen wollte, um in finsteren Zeiten davon zu zehren.“

 


Christa Wolf (Gorzów Wielkopolski, 18 maart 1929)

Thomas Mann, Marguerite Radclyffe Hall, Marcellus Emants, Anthony Swofford, Hans-Ulrich Treichel, Stefano Benni, Jacinto Benavente, Réjean Ducharme, Robert Southey

Op 12 augustus 1955 overleed de Duitse schrijver Thomas Mann. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2006 en ook mijn blog van 12 augustus 2007 en ook mijn blog van 12 augustus 2008 en ook mijn blog van 12 augustus 2009.

Uit: Der Zauberberg

„Es war ein kühler, bedeckter Morgen – gegen halb neun Uhr. Wie er es sich vorgenommen, atmete Hans Castorp tief die reine Frühluft, diese frische und leichte Atmosphäre, die mühelos einging und ohne Feuchtigkeitsduft, ohne Gehalt, ohne Erinnerungen war… Er überschritt den Wasserlauf und das Schmalspurgeleise, gelangte auf die unregelmäßig bebaute Straße, verließ sie gleich wieder und schlug einen Wiesenpfad ein, der nur ein kurzes Stück zu ebener Erde lief und dann schräg hin und ziemlich steil den rechtsseitigen Hang emporführte. Das Steigen freute Hans Castorp, seine Brust weitete sich, er schob mit der Stockkrücke den Hut aus der Stirn, und als er, aus einiger Höhe zurückblickend, in der Ferne den Spiegel des Sees gewahrte, an dem er auf der Herreise vorübergekommen war, begann er zu singen.

 mann davos

Thomas Mann in Davos in 1921
Thomas Mann bezocht zijn zieke vrouw in 1912 in Davos, die daar kuurde. Het bezoek inspireerde hem tot het schrijven van zijn monumentale roman Der Zauberberg.

 

Er sang die Stücke, über die er eben verfügte, allerlei volkstümlich empfindsame Lieder, wie sie in Kommers- und Turnliederbüchern stehen, unter anderem eines, worin die Zeilen vorkamen: “Die Barden sollen Lieb’ und Wein, Doch öfter Tugend preisen” – sang sie anfangs leise und summend, dann laut und aus ganzer Kraft. Sein Bariton war spröde, ab Der Zauberberg er heute fand er ihn schön, und das Singen begeisterte ihn mehr und mehr. Hatte er zu hoch eingesetzt, so verlegte er sich auf fistelnde Kopftöne, und auch diese erschienen ihm schön. Wenn sein Gedächtnis ihn im Stich ließ, so half er sich damit, daß er der Melodie irgendwelche sinnlosen Silben und Worte unterlegte, die er nach Art der Kunstsänger formenden Mundes und mit prunkendem Gaumen-r in die Lüfte sandte, und ging schließlich dazu über, sowohl was den Text als auch was die Töne betraf, nur noch zu phantasieren und seine Produktion sogar mit opernhaften Armbewegungen zu begleiten. Da es sehr anstrengend ist, zugleich zu steigen und zu singen, so wurde ihm bald der Atem knapp und fehlte ihm immer mehr. Aber aus Idealismus, um der Schönheit des Gesanges willen, bezwang er die Not und gab unter häufigen Seufzern sein Letztes her, bis er sich endlich in äußerster Kurzluftigkeit, blind, nur ein farbiges Flimmern vor Augen und mit fliegenden Pulsen unter einer dicken Kiefer niedersinken ließ, – nach so großer Erhebung plötzlich die Beute durchgreifender Verstimmung, eines Katzenjammers, der an Verzweiflung grenzte.“

mann

Thomas Mann (6 juni 1875 – 12 augustus 1955)
Met Hermann Hesse (r) in Davos, in het midden Katia Mann

 

Zie voor Thomas Mann ook mijn blog van 6 juni 2010 en ook mijn blog van 6 juni 2009, en mijn blog van 6 juni 2008 en mijn blog van 6 juni 2007, en mijn blog van 6 juni 2006

 

De Engelse dichteres en schrijfster Marguerite Radclyffe Hall werd geboren op 12 augustus 1880 in Bournemouth. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2007 en ook mijn blog van 12 augustus 2008 en ook mijn blog van 12 augustus 2009.

In A Garden

IN the garden a thousand roses,
A vine of jessamine flower,
Sweetpeas in coquettish poses,
Sweetbrier with its fragrant dower.

There are hollyhocks tall and slender,
And marigolds gay and fair,
And sunflowers in glowing splendour,
Geraniums rich and rare ;

And the wee, white, innocent daisy,
Half hidden amid the lawn ;
A bee grown drowsy and lazy
On honey he’s drunk since dawn

Is reposing with wings extended
On some soft, passionate rose,
Aglow with a blush more splendid
Than ever a fair cheek knows.

While a thrush, in the ivy swinging
That clusters over the gate,
Athrob with the spring is singing,
And ardently calls his mate.

For the spirit of all sweet odours
The soul of a June unborn
Has hallowed my humble garden,
And whispered to me since dawn.

And the flowers in a prayer of rapture,
Bent low to that spell divine,
Are wafting their sweetest incense
In clouds, at his sunlit shrine.

 

Love Triumphant

Ere the first grief was born
Love was.

And after griefs are gone
Love still shall triumph on.
Ere the first grief was born
Love was.

In Eden grief became
Love’s slave.
For in the dust and woe
Lost Adam still could know
Fond recompense, and so
Did grief become Love’s slave.

 hall

Marguerite Radclyffe Hall (12 augustus 1880 – 7 oktober 1943)
Radclyffe Hall (r) met Lady Una Trowbridge

 

De Nederlandse schrijver Marcellus Emants werd op 12 augustus 1848 in Voorburg geboren. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2007 en ook mijn blog van 12 augustus 2008 en ook mijn blog van 12 augustus 2009.

Uit: Dood

„De groote cavalerie-manoeuvres waren op hoog bevel gestaakt en de troepen teruggekeerd naar hunne garnizoenen.

Luitenant van Harden was er niet rouwig om.

Ofschoon hij zich nooit in het openbaar, zelden onder vrienden, over den gang van zaken op militair gebied beklaagde, droeg hij toch de verlammende overtuiging met zich om, dat onkunde en sleurgeest, laffe jaloezie en bekrompen eigenwaan aan een flinke organisatie onzer strijdbare krachten in den weg stonden. Ook bij de laatste oefeningen was, zijns inziens, het gebrek aan eene energieke leiding duidelijk gebleken en herhaaldelijk had hij zich geschaamd tegenover de vreemde officieren, die de manoeuvres medemaakten. Met hart en ziel soldaat was hij een vijand van soldaatje-spelen; onder zijn gelijkmatige opgeruimdheid lag een even gelijkmatige, diepe ernst. Aan wedrennen nam hij nooit deel; van luidruchtige feesten bleef hij weg, indien dit gebeuren kon zonder iemand te kwetsen; voor een gezelligen avond onder vrienden was hij echter altijd te krijgen en geraakte een officier van het regiment in moeilijkheden, dan klopte hij ’t eerst, en dikwijls alleen, bij van Harden aan om hulp of raad.

Dat hij knap was in zijn vak, wisten ook zij, die hem maar uit de verte kenden; eenige intiemen stelden hem insgelijks als denker, als wijze op hoogen prijs. – Hoewel groot en forsch gebouwd, muntte hij niet uit door mannelijk schoon. De breede borst door de donkerblauwe attila omsloten, de oogen bijna verborgen onder het zwarte haar van zijn kolbak, den langen, rossig blonden knevel om de mondhoeken neerhangend tot beneden de kin, maakte hij in zijn stramme houding te paard struisvogel-politiek.“

emants

Marcellus Emants (12 augustus 1848 – 14 oktober 1923)

 

De Amerikaanse schrijver Anthony Swofford werd geboren op 12 augustus 1970 in Fairfield, California. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2009.

Uit: Jarhead

„After hearing the news of imminent war in the Middle East, we march in a platoon formation to the base barber and get fresh high-and-tight haircuts. And no wonder we call ourselves jarheads — our heads look just like jars.
Then we send a few guys downtown to rent all of the war movies they can get their hands on. They also buy a hell of a lot of beer. For three days we sit in our rec room and drink all of the beer and watch all of those damn movies, and we yell Semper fi and we head-butt and beat the crap out of each other and we get off on the various visions of carnage and violence and deceit, the raping and killing and pillaging. We concentrate on the Vietnam films because it’s the most recent war, and the successes and failures of that war helped write our training manuals. We rewind and review famous scenes, such as Robert Duvall and his helicopter gunships during Apocalypse Now, and in the same film Martin Sheen floating up the fake Vietnamese Congo; we watch Willem Dafoe get shot by a friendly and left on the battlefield in Platoon; and we listen closely as Matthew Modine talks trash to a streetwalker in Full Metal Jacket. We watch again the ragged, tired, burnt-out fighters walking through the villes and the pretty native women smiling because if they don’t smile, the fighters might kill their pigs or burn their cache of rice. We rewind the rape scenes when American soldiers return from the bush after killing many VC to sip cool beers in a thatch bar while whores sit on their laps for a song or two (a song from the fifties when America was still sweet) before they retire to rooms and fuck the whores sweetly. The American boys, brutal, young farm boys or tough city boys, sweetly fuck the whores. Yes, somehow the films convince us that these boys are sweet, even though we know we are much like these boys and that we are no longer sweet.“

swofford

Anthony Swofford (Fairfield, 12 augustus 1970)
Hier met acteur Jake Gyllenhaal (l) die Swofford speelt in de verfilming van Jarhead

 

De Duitse dichter en schrijver en germanist Hans-Ulrich Treichel werd geboren op 12 augustus 1952 in Versmold. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2007 en ook mijn blog van 12 augustus 2008 en ook mijn blog van 12 augustus 2009.

Was es war

Daß sich ihr Schlaf
Mit seinem Schlaf vermischte
Daß ihre Furcht sich
Ganz in ihm verlor

Daß er sie auch
An kalten Tagen küßte
Daß sie in seinen
Armen niemals fror

Daß sich ihr Fleisch
Nicht mehr an seinem rieb:
Das war es was
Sie auseinandertrieb.

 

Die Wolken

Die Wolken, sagst du,
der Wind und der Regen,
die Steine, sagst du,
die Nacht und der Tag

Wenn es ihn gäbe,
den Wind und den Regen,
wenn es sie gäbe,
die Nacht und die Steine

Wenn es dich gäbe,
wir liebten uns längst.

 

Einsicht

Noch ist alles möglich,
Wir haben uns flüchtig gestreift.
Der Rest: wahrscheinlich tödlich.
Die Kunst: daß man es begreift.

Wir sollten es dabei belassen.
Ein Hauch ist fast wie ein Kuß.
Sich lieben heißt auch sich verpassen.
Auf andere Art. Und Schluß.

 treichel

Hans-Ulrich Treichel (Versmold, 12 augustus 1952)

 

De Italiaanse schrijver, satiricus en journalist Stefano Benni werd geboren op 12 augustus 1947 in Bologna. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2009.

Uit: Bruder Geldautomat

“Banco di san francesco.
Bitte führen sie ihre karte ein.
Guten morgen signor piero.
Guten Morgen.
Folgende vorgänge sind möglich: kontostand, auszahlung, kontoauszug.
Ich möchte Geld abheben.
Bitte geben sie die geheimnumme rein.
Ja …sechs, drei, drei, zwei, eins.
Ihr vorgang wird bearbeitet. bitte warten.
Ja, danke.
Etwas geduld bitte. bei der hitze ist der zentralcomputer langsam wie ein nilpferd.
Ich verstehe.
Oweh, signor piero, das sieht aber gar nicht gut aus.
Was ist los?
Sie haben diesen monat bereits alles geld abgehoben, das ihnen zur verfügung steht.
Wirklich?
Ausserdem ist ihr konto im minus.
Das wusste ich …
Und warum haben sie die karte eingeführt?
Naja…wissen Sie, ich wusste nicht weiter …vielleicht
Hab ich gehofft, Sie irren sich mal.
Wir irren uns nie, signo rpiero.
Entschuldigen Sie vielmals. Aber wissen Sie, zurZeit hab
Ich wirklich Probleme.
Wegen ihrer frau, nicht wahr?
Woher wissen Sie das?
Die signora hat kürzlich ihr konto aufgelöst.
Stimmt. Sie ist umgezogen, in eine andere Stadt.
mit doktor vanini, stimmt’s?“

 benni

Stefano Benni (Bologna,12 augustus 1947)

 

De Spaanse dichter en schrijver Jacinto Benavente werd geboren in Madrid op 12 augustus1866. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2009.

Uit: Autumnal Roses (Vertaald door John Garrett Underhill)

„RAMÓN: We never learn to know each other fully. I am not a poet, but I understand Isabel’s heart better than you do. There was a time when I felt my Carmen’s love grow cold, as Isabel does yours. Her spirit was dreamy, ambitious, while our life was prosaic indeed. I am a man so blind to idealities that it seems to me a crime not only to dream, but to sleep, unless the provision for the morrow is assured. My one thought was to work–for the sake of my wife and my children, naturally; but work, which bound me to them most closely, was, as it appeared, that which pushed them farthest away. So I observed at first a certain wistfulness, an impatience in Carmen, then coldness and indifference, then … then … how can I tell? If I had not been so sure of her honor, I might even have believed that her heart was no longer mine. I sought to impose myself, my complaints became violent and loud; I turned to threats, but the most that I could achieve was submission, respect, the outward show of love–love still absented itself and grew cold. So then, I waited; I waited, working on as before, with the same purpose–my wife, my children, and with the same love. I was hers, always hers! Then, one day, as I sat over my books and accounts, I felt two arms steal about my neck, which hugged me tight, and another face pressed close to mine, looming up over the accounts, and two tears fell upon the page and blotted the figures out, and a voice said to me, and a soul quivered in that voice: “Ramón, how good you are! And how I love you!” It was love which had returned again, love at last had understood–who knows after how many wanderings? For the poetry of our lives today, which are barren of swords and lances and princesses and troubadours and Moors, consists in simple duty done and the tasks of every day. Either you misjudge Isabel, or you misjudge yourself. When love absents itself and grows cold, how detain it in its flight? By threats, perhaps, by force? By murder and sudden death? When the bird leaves the cage, how recall him as he flies? Either you must shoot him, resolved that he will be yours or belong to nobody, in which case you will surely recover him, but you will recover him dead, or otherwise, if you prefer him as he was, you have no recourse but to wait–to wait until the cage shall seem sweeter in his eyes than the liberty which he has enjoyed.“

benavente

Jacinto Benavente (12 augustus 1866 – 14 juli 1954)
Portret door Joaquín Sorolla

 

De Canadese Franstalige schrijver Réjean Ducharme werd geboren op 12 augustus 1941 in Saint-Félix-de-Valois, Québec. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2008 en mijn blog van 12 augustus 2009.

Uit: Le Cid maghané

« LE COMTE : C’est à moi que la job revenait. Il y a pas à sortir de là. / DON DIÈGUE : Tu as menti. / COMTE : Je vais te le montrer si j’ai menti, moi! / DIÈGUE : Envoie donc pour voir si tu es capable, jeune faluette! / COMTE : Tu t’es usé la langue à lécher les bottes du roi. Il te reste même plus assez de langue dans la bouche pour communier. / DIÈGUE : Tu as la langue trop sale pour les lécher, les bottes du roi. / COMTE : Le roi a choisi un vieux parce qu’il est vieux lui itou et qu’il a peur des jeunes. / DIÈGUE : Jaloux! / COMTE : J’t’avertis : tu ambitionnes. / DIÈGUE : Puant! / COMTE : Tu mérites une bonne claque sur la gueule. Elle s’en vient. La voilà. Catche-la! (Claque sur la gueule. Don Diègue tombe, se relève.) / DON DIÈGUE : Je vais le dire à mon gars. »

ducharme

Réjean Ducharme (Saint-Félix-de-Valois, 12 augustus 1941)

 

De Engelse dichter en schrijver Robert Southey werd geboren in Bristol op 12 augustus 1774. Zie mijn blog van 12 augustus 2009.

Sonnet

With wayworn feet a Pilgrim woe-begone
Life’s upward road I journeyed many a day,
And hymning many a sad yet soothing lay
Beguil’d my wandering with the charms of song.
Lonely my heart and rugged was my way,
Yet often pluck’d I as I past along
The wild and simple flowers of Poesy,
And as beseem’d the wayward Fancy’s child
Entwin’d each random weed that pleas’d mine eye.
Accept the wreath, BELOVED! it is wild
And rudely garlanded; yet scorn not thou
The humble offering, where the sad rue weaves
‘Mid gayer flowers its intermingled leaves,
And I have twin’d the myrtle for thy brow.

 

Poems On The Slave Trade – Sonnet I

Hold your mad hands! for ever on your plain
Must the gorged vulture clog his beak with blood?
For ever must your Nigers tainted flood
Roll to the ravenous shark his banquet slain?
Hold your mad hands! what daemon prompts to rear
The arm of Slaughter? on your savage shore
Can hell-sprung Glory claim the feast of gore,
With laurels water’d by the widow’s tear
Wreathing his helmet crown? lift high the spear!
And like the desolating whirlwinds sweep,
Plunge ye yon bark of anguish in the deep;
For the pale fiend, cold-hearted Commerce there
Breathes his gold-gender’d pestilence afar,
And calls to share the prey his kindred Daemon War.

southey

Robert Southey (12 augustus 1774 – 21 maart 1843)
Portret door Thomas Lawrence

Thomas Mann, Aleksandr Poesjkin, Sarah Dessen, Lesley Blanch, Jean Cayrol

De Duitse schrijver Thomas Mann werd geboren in Lübeck op 6 juni 1875. Zie ook mijn blog van 23 maart 2006mijn blog van 6 juni 2006, mijn blog van 12 augustus 2006,en mijn blog van 6 juni 2007mijn blog van 12 augustus 2007, en mijn blog van 6 juni 2008 , mijn blog van 12 augustus 2008 en ook mijn blog van 6 juni 2009 en mijn blog van 12 augustus 2009.

Uit: Herr und Hund

„Wenn die schöne Jahreszeit ihrem Namen Ehre macht und das Tirili der Vögel mich zeitig wecken konnte, weil ich den vorigen Tag zur rechten Stunde beendigte, gehe ich gern schon vor der ersten Mahlzeit und ohne Hut auf eine halbe Stunde ins Freie, in die Allee vorm Hause oder auch in die weiteren Anlagen, um von der jungen Morgenluft einige Züge zu tun und, bevor die Arbeit mich hinnimmt, an den Freuden der reinen Frühe ein wenig teilzuhaben. Auf den Stufen, welche zur Haustüre führen, lasse ich dann einen Pfiff von zwei Tönen hören, Grundton und tiefere Quart, so, wie die Melodie des zweiten Satzes von Schuberts unvollen­deter Sinfonie beginnt, – ein Signal, das etwa als die Vertonung eines zweisilbigen Rufnamens gelten kann. Schon im nächsten Augenblick, während ich gegen die Gartenpforte weitergehe, wird in der Ferne, kaum hör­bar zuerst, doch rasch sich nähernd und verdeutlichend, ein feines Klingeln laut, wie es entstehen mag, wenn eine Polizeimarke gegen den Metallbeschlag eines Halsbandes schlägt; und wenn ich mich umwende, sehe ich Bauschan in vollem Lauf um die rückwärtige Hausecke biegen und gerade auf mich zustürzen, als plane er, mich über den Haufen zu rennen. Vor Anstrengung schürzt er die Unterlippe ein wenig, so daß zwei, drei seiner unteren Vorderzähne entblößt sind und prächtig weiß in der frühen Sonne blitzen.
Er kommt aus seiner Hütte, die dort hinten unter dem Boden der auf Pfeilern ruhenden Veranda steht, und worin er, bis mein zweisilbiger Pfiff ihn aufs äu­ßerste belebte, nach wechselvoll verbrachter Nacht in kurzem Morgenschlummer gelegen haben mag. Die Hütte ist mit Vorhängen aus derbem Stoff versehen und mit Stroh ausgelegt, woher es kommt, daß ein oder der andere Halm in Bauschans obendrein vom Liegen etwas struppigem Fell haftet oder sogar zwischen sei­nen Zehen steckt: ein Anblick, der mich jedesmal an den alten Grafen von Moor erinnert, wie ich ihn einst, in einer Aufführung von höchst akkurater Einbildungs­kraft, dem Hungerturme entsteigen sah, einen Stroh­halm zwischen zwei Trikotzehen seiner armen Füße. Unwillkürlich stelle ich mich seitlich gegen den Her­anstürmenden, in Abwehrpositur, denn seine Schein­absicht, mir zwischen die Füße zu stoßen und mich zu Falle zu bringen, hat unfehlbare Täuschungskraft.

Denkmal_Thomas_Mann(3)
ThomasMannHunde1
Thomas Mann (6 juni 1875 – 12 augustus 1955)
Met Bauschan in brons vereeuwigd in Gmund am Tegernsee

†

thomasmann_haus

Thomas Manns vakantiehuis in Nida (Litouwen) waar hij in de jaren 1930 – 1932 met zijn gezin vakantie vierde en werkte aan de Joseph tetralogie.

 

 De Russische dichter en schrijver Aleksandr Poesjkin werd geboren in Moskou op 6 juni 1799. Zie ook mijn blog van 6 juni 2007 en ook mijn blog van 6 juni 2008 en ook mijn blog van 6 juni 2009.

Uit: Die Pique-Dame

„Die Pique-Dame bedeutet versteckte Feindseligkeit.

(Neuestes Wahrsagebuch)

Beim Gardeoffizier Narumow fand ein Kartenabend statt. Die lange Winternacht ging ganz unmerklich dahin, und man setzte sich zum Souper erst um fünf Uhr morgens. Diejenigen, die gewonnen hatten, zeigten großen Appetit, die andern saßen zerstreut vor den leeren Tellern. Als der Champagner kam, wurde die Unterhaltung lebhafter, und alle nahmen an ihr teil.

»Nun, wie geht’s, Ssurin?« fragte der Gastgeber. »Schlecht, ich habe alles verloren, wie gewöhnlich. Ich muß gestehen, ich habe immer Pech: ich spiele Mirandole, ruhig, gelassen, lasse mich durch nichts aus der Fassung bringen, und doch verliere ich immer.« »Hast du dich denn nie hinreißen lassen, Route zu setzen? … Ich bewundere deine Selbstbeherrschung!« »Wie gefällt euch der Hermann?« sagte ein Gast, auf einen jungen Genieoffizier zeigend. »Er hat noch nie im Leben eine Karte angerührt, nie gesetzt, und doch bringt er es fertig, mit uns bis fünf Uhr dazusitzen und dem Spiel zuzuschauen.«

»Das Spiel interessiert mich sehr,« sagte Hermann, »ich bin aber nicht in der Lage, das Unentbehrliche auf die Karte zu setzen, um Überflüssiges zu gewinnen.«

»Hermann ist ein Deutscher: er ist sparsam und vernünftig  – das ist die Sache!« versetzte Tomskij. »Wen ich aber nicht begreife, das ist meine Großmutter Anna Fjodorowna.«

»Wieso?« riefen die Gäste.

»Ich finde es unbegreiflich,« fuhr Tomskij fort, »warum sie nie pointiert.«

»Es wäre doch weit merkwürdiger, wenn eine achtzigjährige Alte pointieren würde,« bemerkte Narumow.

»Wißt ihr denn gar nichts von ihr?«

»Nein, wirklich nichts.«

»Also hört! Ihr müßt wissen, daß meine Großmutter vor sechzig Jahren in Paris war und dort großen Erfolg hatte. Das ganze Volk lief zusammen, um die ›Venus moscovite‹ zu sehen. Selbst Richelieu machte ihr den Hof, und
meine Großmutter behauptet, er hätte sich ihretwegen beinahe das Leben genommen. Um jene Zeit spielten die Damen noch Pharao.“

AleksandrPushkin

Aleksandr Poesjkin (6 juni 1799- 10 februari 1837)
Portret door Vasili Tropinin, 1827

 

De Amerikaanse schrijfster Sarah Dessen werd geboren op 6 juni 1970 in Evanston, Illinois. Zie ook mijn blog van 6 juni 2009.

 Uit: Along for the Ride

 „My mother claimed not to be surprised. Ever since the divorce, she’d been predicting it would not be long before my dad, as she put it, “shacked up with some coed.” At twenty-six, Heidi was the same age my mother had been when she had my brother Hollis, followed by me two years later, although they could not be more different. Where my mother was an academic scholar with a smart, sharp wit and a nationwide reputation as an expert on women’s roles in Renaissance literature, Heidi was…well, Heidi. The kind of woman whose strengths were her constant selfmaintenance (pedicures, manicures, hair highlights), knowing everything you never wanted to about hemlines and shoes, and sending entirely too chatty e-mails to people who couldn’t care less.

Their courtship was quick, the implantation (as my mother christened it) happening within a couple of months. Just like that, my father went from what he’d been for years—husband of Dr. Victoria West and author of one well-received novel, now more known for his interdepartmental feuds than his long-in-progress followup— to a new husband and father to be. Add all this to his also-new position as head of the creative writing department at Weymar College, a small school in a beachfront town, and it was like my dad had a whole new life. And even though they were always inviting me to inviting me to come, I wasn’t sure I wanted to find out if there was still a place for me in it.“

Sarah Dessen

Sarah Dessen (Evanston, 6 juni 1970)

 

 De Engelse schrijfster Lesley Blanch werd geboren op 6 juni 1904 in Londen geboren. Zie ook mijn blog van 6 juni 2009.

 Uit: The Wilder Shores Of Love

 „Everything about her was extraordinary. She was a woman, dressed as a man. A European turned Arab. A Russian who transposed ‘nitchevo’ into ‘mektoub’, whose untidy mystical torments, l’âme slave, found peace in Islam’s faith – and flesh. She was born on the prim, pale lakeside of Geneva. She died on the burning desert. She was an expatriate wanderer whose nomadic Slav background led her to range the desert insatiably: yet she dreamed of a petit-bourgeois haven, a grocer’s shop in some obscure little Algerian town where she and her Arab husband and all his hordes of relatives could conduct a modest business. She adored her insignificant husband, but her sensual adventures were without number. Her behaviour was outrageous: she drank, she smoked hashish, but déclassée, she remained racée. She was the outcast, despised and rejected by French Administration and the colony in general. But she was General Lyautey’s trusted friend. She was a writer who was almost unrecognised, and quite penniless till after her death, when, ironically, posthumous editions of her books earned a small fortune —- for others. Her death was strangest of all, for she was drowned in the desert.

In her brief lifetime Isabelle Eberhardt aroused violent interest. She was loathed or loved, rejected or despised. No one was indifferent to her. Her echoes have never died. No one who knew her ever forgot her. Those who had never known her felt the strange, compelling force of her character. She was a legend during her lifetime.“

LBlanch

 

De Franse dichter en schrijver Jean Cayrol werd geboren op 6 juni 1911 in Bordeaux. Zie ook mijn blog van 6 juni 2009.

Père Jacques, mon pur feu flambant

Père Jacques, vous me donnez la force d’être à visage ouvert
et je vous trouve sur mon chemin, en pleine gloire.
Mes cheveux blancs ont perdu le vert de mes hivers
et je suis dans vos silences, à jamais sans histoires.

Père Jacques, que je ne sois pas cet enfant misérable,
un errant qui se plaint et ne sait que trahir.
Vous, le tendre invité invisible à ma table
vous faites respirer les cordes de ma lyre.

Père Jacques, mon compagnon du jour, mon trésor
qui me gardez du Mal dont je suis un veilleur.
Par chacun de vos mots si brillants dans votre or
aide-moi à parler de la cendre d’un cœur.

Père Jacques aux mains ouvertes par nos plaies,
je ne deviens plus qu’un seul de vos soupirs.

Vous m’avez ouvert les yeux, vous m’avez donné la Clef.
Ne me laissez pas seul sur un trop vieux navire.

Vous m’êtes l’immortel tremblement de la Paix.

Jean-CAYROL

Jean Cayrol (6 juni 1911 – 10 februari 2005)

Zie voor nog meer schrijvers van de 6e juni ook mijn vorige blog van vandaag.

Antoon Coolen, Ida Boy-Ed, Nick Hornby, Thornton Wilder, David Wagner, Rolf Schneider, Cynthia Ozick, Helen Meier, Anton Wildgans

De Nederlandse schrijver Antoon Coolen werd geboren in Wijlre in Zuid-Limburg op 17 april 1897.

 

Uit: De Oost-Brabanters

 

AAN den Oost-Brabanter geldt algemeen, dat hij een vroolijken, opgeruimden aard heeft en zelfs dicht men hem de deugd van een humor toe, van dien min of meer befaamden, Brabantschen humor, welke te verbinden is met het beeld van het oolijke boertje, dat een zijden pet draagt en een pijp rookt met krom roer. In Brabant wonen echter nog andere menschen dan boeren en zelfs waar de boeren wonen, is – ik hoop niet, dat dit teleurstelt – dat geijkte, onnoozele almanakkenboertje niet te vinden. Het historische lot van den Brabanter der Meierijsche zandgronden, gevormd en bepaald in de ruim anderhalve eeuw der geschiedenis van de generaliteit, is vervangen door een ander. Na de economische onderdrukking door een uitmergelend belastingstelsel, dat de Staten-Generaal het veroverde wingewest oplegden, en na de ruim anderhalve eeuw der plakkaten van die zelfde Staten, die den Brabanter in zijn godsdienst op de bitterste wijze vervolgden – tevergeefs! – kreeg hij ten deel den welwillenden glimlach van dien noordeling, die de Brabanters wel vermakelijke luidjes vindt, met wie je in den Bosch, als ’t Carnaval is en als ze allemaal zoo gek doen, best eens gezellig pret kunt komen maken. Die Brabanters nemen het allemaal nog al van den lichten kant op, zegt men. Maar men doet daarmee onrecht aan den kwalijk begrepen glimlach, dien ze, mèt hun wijsheid, overgehouden hebben op zooveel dingen, welke waarlijk dapper zijn gedragen, zonder dat ze nu dadelijk licht waren op te nemen.

In den tachtigjarigen oorlog waren deze streken een gebied, dat verwoest, geplunderd en verbrand werd en beurtelings het slachtoffer was zoowel van de Staatsche troepen als van den moedwil der Spaansche soldaten. Nu de tragedie geleden en alles verre geschiedenis is, zit er misschien voor hen, die zoo graag de leukheid van den Brabanter waardeeren, iets komisch in deze positie, waarin van twee zijden de slagen vielen, een positie, die Brabant voortdurend innam toen het voor de oorlogende Republiek een soort stootblok was en ‘schatten gelds, niet voor eigen veiligheid, doch voor die van Holland kon opbrengen.’

 

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Antoon Coolen (17 april 1897 – 9 november 1961)
Antoon Coolenmonument door Hans Godefroy in Waalre

 

De Duitse schrijfster Ida Boy-Ed werd geboren op 17 april 1852 in Bergedorf (Hamburg).

 

Uit: Thomas Mann: Königliche Hoheit

 

“Um sich an diesen Stoff zu wagen, bedurfte es einer Unbefangenheit von meisterlicher Ruhe und Größe. Dazu einer vollkommen kristallklaren Objektivität zu[135] politischen Dingen. Die Tragödie des Einsamen konnte nur ein Einsamer schreiben, einer, der Zärtlichkeit für die latente Tragik der Einsamkeit hat und zugleich das ironische Lächeln über ihre Schiefheiten. Also Thomas Mann.

Seine soeben herausgekommene monumentale Romandichtung »Königliche Hoheit« ist ein kulturgeschichtliches Dokument von so umfassender Art, das Sozialkritische ist darin so durchaus von dem Poetischen durchdrungen, daß man vor der Tatsache steht: Thomas Mann hat sich zum zweitenmal für seinen eigenen Stoff eine eigene Form geschaffen, und die deutsche Literatur besitzt noch kein Werk, an dem dies, als von verwandter Art, gemessen werden könnte.

Werke nun, die ihren Maßstab in sich selbst tragen, sind der Kritik nur dann zugänglich, wenn in ausführlicher Eindringlichkeit das Problem, die Kompositionstechnik, die Sprachtechnik, die plastische Greifbarkeit der Gestaltung und der Gestalten aufgezeigt werden kann, wozu mir hier im erwünschten Maß keinenfalls der Platz eingerä
umt werden könnte.

Was mir am allerwunderbarsten erscheint und das Wort »Poeten sind Propheten« wieder einmal wahrmacht, ist, daß Mann schon seit vier Jahren mit dieser Arbeit in heißem Mühen rang, ja, ihr Sklave war, und daß sich inzwischen dies sein Problem durch die Ereignisse der Welt aufdrängte … Er hat es im Sinn des aristokratischen Künstlers gelöst, in welchem sich immer, fast auf das paradoxeste, die Erkenntnis und das analytisch Auflösende mit dem Konservativen verbindet. Soweit man bei dem über den Dingen schwebenden Geist Manns, bei der anmutigen Ironie seiner [136] Schilderungen überhaupt von einer Parteinahme des Dichters sprechen darf, muß man sagen: der Fürst ist ihm das notwendige Symbol, des Volkes erhöhtes Wunschbild, in dessen Anblick es hochleben und seiner selbst froh werden kann.”

 

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Ida Boy-Ed (17 april 1852 – 13 mei 1928)
Ida Boy-Ed met Thomas Mann aan het raam van haar woning bij het Lübecker Burgtor

 

De Engelse schrijver Nick Hornby werd geboren op 17 april 1957 in Redhill.

 

Uit: Juliet, Naked

 

They had flown from England to Minneapolis to look at a toilet. The simple truth of this only struck Annie when they were actually inside it: apart from the graffiti on the walls, some of which made some kind of reference to the toilet’s importance in musical history, it was dank, dark, smelly and entirely unremarkable. Americans were very good at making the most of their heritage, but there wasn’t much even they could do here.

“Have you got the camera, Annie?” said Duncan.

“Yes. But what do you want a picture of ?”

“Just, you know . . . “

“No.”

“Well . . . the toilet.”

“What, the . . . What do you call those things?”

“The urinals. Yeah.”

“Do you want to be in it?”

“Shall I pretend to have a pee?”

“If you want.”

So Duncan stood in front of the middle of the three urinals, his hands placed convincingly in front of him, and smiled back over his shoulder at Annie.

“Got it?”

“I’m not sure the fl ash worked.”

“One more. Be silly to come all the way here and not get a good one.”

This time Duncan stood just inside one of the stalls, with the door open. The light was better there, for some reason. Annie took as good a picture of a man in a toile
t as one could reasonably expect. When Duncan moved, she could see that this toilet, like just about every other one she’d ever seen in a rock club, was blocked.

“Come on,” said Annie. “He didn’t even want me in here.”

This was true. The guy behind the bar had initially suspected that they were looking for a place where they could shoot up, or perhaps have sex. Eventually, and hurtfully, the barman had clearly decided that they were capable of doing neither thing.

Duncan took one last look and shook his head. “If toilets could talk, eh?”

Annie was glad this one couldn’t. Duncan would have wanted to chat to it all night.”

 

Hornby

Nick Hornby (Redhill, 17 april 1957)

 

De Amerikaanse schrijver Thornton Niven Wilder werd geboren op 17 april 1897 in Madison, Wisconsin.

 

Uit: The Bridge of San Luis Rey

 

On Friday noon, July the twentieth, 1714, the finest bridge in all Peru broke and precipitated five travelers into the gulf below. This bridge was on the highroad between Lima and Cuzco and hundreds of persons passed over it every day. It had been woven of osier by the Incas more than a century before and visitors to the city were always led out to see it. It was a mere ladder of thin slats swung out over the gorge, with handrails of dried vine. Horses and coaches and chairs had to go down hundreds of feet below and pass over the narrow torrent on rafts, but no one, not even the Viceroy, not even the Archbishop of Lima, had descended with the baggage rather than cross by the famous bridge of San Luis Rey. St. Louis of France himself protected it, by his name and by the little mud church on the further side. The bridge seemed to be among the things that last forever; it was unthinkable that it should break. The moment a Peruvian heard of the accident he signed himself and made a mental calculation as to how recently he had crossed by it and how soon he had intended crossing by it again. People wandered about in a trance-like state, muttering; they had the hallucination of seeing themselves falling into a gulf.

There was a great service in the Cathedral. The bodies of the victims were approximately collected and approximately separated from one another, and there was great searching of hearts in the beautiful city of Lima. Servant girls returned bracelets which they had stolen from their mistresses, and usurers harangued their wives angrily, in defense of usury. Yet it was rather strange that this event should have so impressed the Limeans, forin that country those catastrophes which lawyers shockingly call the “acts of God” were more than usually frequent. Tidal waves were continually washing away cities; earthquakes arrived every week and towers fell upon good men and women all the time. Diseases were forever flitting in and out of the provinces and old age carried away some of the most admirable citizens. That is why it was so surprising that the Peruvians should have been especially touched by the rent in the bridge of San Luis Rey.“

 

Wilder

Thornton Wilder (17 april 1897 – 7 december 1975)
Cover Time, 12 januari 1953

 

Zie voor de vier bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 17 april 2007 en ook mijn blog van 17 april 2008 en ook mijn blog van 17 april 2009.

 

 

De Duitse schrijver David Wagner werd geboren op 17 april 1971 in Andernach. Zie ook mijn blog van 17 april 2007 en ook mijn blog van 17 april 2009.

 

Uit: Vier Äpfel

 

“Lange bin ich gar nicht gern in Supermärkte gegangen. Heute aber trete ich durch die leise zur Seite gleitende Schiebetür und sehe gleich den Rücken meiner Lieblingskassiererin an der Kasse links, ich erkenne sie an ihrem langen, blonden, gewellten Haar. Ich bleibe stehen, suche in meiner Hosentasche nach einer Münze für das Einkaufswagenschloß und schaue zu, wie sie das Strichcode-Etikett einer Käse- oder Fleischwarentüte mit unnachahmlicher Handbewegung über das Scannerfeld ihrer Computerkasse schwenkt. Dann durchquere ich den Raum vor den Kassen, löse einen Einkaufswagen von der Kette, ziehe ihn heraus, wende Richtung Drehkreuz und schiebe ihn durch den Vorhang aus den drei signalorangefarbenen Plastikelementen, die mich immer an ihre entfernten Verwandten, die Fliegenvorhänge aus bunten Plastikstreifen, erinnern. Hinter solchen Strandhüttenvorhängen liegt das Meer, hier, im Supermarkt, zeigen sie nur an, wo der Verkaufsraum beginnt.

Ich gebe dem Einkaufswagen einen Stoß, er rollt unter der Sperre hindurch, die schmalen Plastikzungen klappen nach hinten und schwingen schon wieder vor, während ich durch das Drehkreuz gehe, in dem ich mich, wie immer, für einen kurzen Augenblick gefangen fühle,bevor ich die Verkaufs-fläche betrete und in ein großes, gut ausgeleuchtetes Stillleben gelange, aus Äpfeln, Birnen, Pfirsichen und Bananen, Gurken, Möhren, Paprikaschoten und Tomaten.

Vor dem Obst reiße ich eine transparente Plastiktüte von einer der senkrecht angebrachten, drehbar gelagerten Tütenrollen und suche unter all den angebotenen Apfelsorten nach einer, die mir weniger künstlich erscheint als die anderen. Natürlich muß ich dabei berücksichtigen, daß die Züchter, die heute womöglich Produktdesigner heißen, sicher längst einen Apfel entwickelt haben, der den

Anschein erweckt, gerade erst von einer naturbelassenen Streuobstwiese gepflückt worden zu sein, tatsächlich aber schon Wochen im Bauch eines Schiffes oder in der kontrollierten Atmosphäre eines Lagerhauses bei abgesenktem Sauerstoffgehalt gelegen hat.”

 

DavidWagner

David Wagner (Andernach, 17 april 1971)

 

De Duitse schrijver Rolf Schneider werd geboren op 17 april 1932 in Chemnitz. Zie ook mijn blog van 17 april 2009.

 

Uit: Das Mittelalter

 

Das römische Imperium umfasste in Zeiten seiner größten Macht und Ausdehnung sämtliche Gebiete, die an das Mittelmeer grenzten, man darf von einem Weltreich sprechen. Die Zahl der von

Rom beherrschten Völkerschaften war entsprechend groß, und immer wieder gab es Erhebungen, auch kam es häufig zu militärischen Überfällen von außerhalb. Im vierten nachchristlichen

Jahrhundert erfolgten derlei Angriffe bevorzugt durch germanische Stämme, die sich auf der Suche nach neuen Siedlungsgebieten befanden, denn ihr überwiegend in südliche Richtungen erfolgender

Wanderzug berührte meist römische Territorien.

Das Herkunftsgebiet der Germanenvölker lag an der Ostsee. Der Name der südschwedischen Insel Gotland hält die Erinnerung an zwei dieser Stämme wach : Ost- und Westgoten. Außer Goten waren Wandalen unterwegs, Langobarden, Sachsen, Franken, Burgunder.

Von einer gemeinsamen germanischen Identität kann jedoch kaum die Rede sein. Jener Sammelbegriff kam durch römische Historiker auf, und sieht man von einigen religiösen Parallelen ab, wiesen allenfalls die Sprachen größere Gemeinsamkeiten auf. Alle Germanen benutzten eine verwandte Grammatik und einen ähnlichen Wortschatz, die – vielleicht – auf einen gemeinsamen Urdialekt zurückgingen. Ansonsten waren sich die einzelnen Stämme eher fremd, im Konfliktfall feindlich gesinnt, und nicht einmal innerhalb einer einzelnen Völkerschaft hielt man dauerhaft zusammen, vielmehr konnte sie in Untergruppierungen zerfallen, die sich blutige Gemetzel lieferten.

Die Ursachen für die im vierten Jahrhundert anhebenden Wanderbewegungen (an der durchaus nicht alle Germanen teilnahmen) waren vielfältig. Sie wurden durch eine Veränderung des Klimas ausgelöst, wohl auch durch Bevölkerungswachstum, vor allem aber durch den Einfall der Hunnen.”

 

Schneider

Rolf Schneider (Chemnitz, 17 april 1932)

 

 

De Amerikaanse schrijfster Cynthia Ozick werd geboren op 17 april 1928 in New York. Zie ook mijn blog van 17 april 2007 en ook mijn blog van 17 april 2008 en ook mijn blog van 17 april 2009.

 

Uit: The Din in the Head

 

When Susan Sontag died in the winter of 2004 — at seventy- one, far too soon for her powers to have been exhausted or her intellect slaked — she left a memorable and mottled trail. Much of her life will endure in photographs— but cameras, she argued, do not so much defeat transience as render it “more acute.” Still, here she is on the back cover of my browning paperback copy of The Benefactor, a first novel published in 1963, when she was thirty: dark-haired, dark-browed, sublimely perfected in her youth. The novel, which reads like an audacious, sly, somewhat stilted translation from the French of a nineteenth-century philosophical memoir, ends with “a photograph of myself” — the self of the old narrator, who is contemplating his death. How distant death must have seemed to the young novelist then! In another photograph, dated 1975, she is lying on her back, hands under her head, with strongly traced Picasso eyelids and serene lips less curled than Mona Lisa’s: beautiful at forty-two. Like any celebrity, she could be watched as she aged. Ultimately there came the signature white slash through the blackened forelock, and the face grew not harder but hardier (despite recurrent illness, throughout which she was inordinately courageous). She had a habit of tossing back her long loose hair when it fell, as it did from moment to moment, over her eyes: the abrupt shake of the head, once girlish, turned incongruous in the sexagenarian. She was tall and big- shouldered. She dominated any room, any platform; her voice was pitched low, mannish, humorous, impassioned, impatient. Shewas more than a presence: it was as if she had been inscribed in a cartouche — a figure who had, in effect, founded the culture in which she moved. And wherever she moved, the currents flowed with her.

 

CynthiaOzick

Cynthia Ozick (New York, 17 april 1928)

 

De Zwitserse schrijfster Helen Meier werd geboren op 17 april 1929 in Mels, Kanton St. Gallen. Zie ook mijn blog van 17 april 2009.

 

Uit: Schlafwandel

 

Davide Signoretti war tot, und für Nora Korn, seine Geliebte, änderte sich das Leben und das Erinnern. Davides letzte zwei Lebensjahre, in denen er zu kränkeln begonnen hatte, hatten ihre Meinung verstärkt, durch die katholische Kirche eines wichtigen Teils ihrer Jugend beraubt worden zu sein. Ihr Zorn über Nichtgelebtes trieb sie, ein Stück über einen Papstmord zu schreiben, und das ohne jede Schreiberfahrung. Zu ihrer Überraschung wurde es angenommen. Nora saß einige Zeit danach mit dem Intendanten, der Dramaturgin Frau Claassen, der Regisseurin und einem Mann unbestimmter Aufgabe im Restaurant, das neben dem Theater in einem kleinen Park lag. »Erzählen Sie uns, was Sie sich beim Schreiben des Stücks gedacht haben«, sagte die Regisseurin. Nora, verwirrt, beschämt, daß sie sich nicht mehr genau erinnerte – hatte sie es in Trance oder Trauer hervorgewürgt, in einer Art von Tollheit oder Trotz hingeschmettert –, fing an, über die Vernichtung des Symbolträgers anstelle seiner Lehre zu stammeln, spürte die Dünne der Argumentation, verhaspelte sich, fühlte sich unbehaglich. Der Intendant runzelte die Stirn, schürzte die Lippen. »Frau Claassen«, sagte er, »erklären Sie uns das Stück, es hat einige schwache Stellen, aber es läßt sich daraus etwas machen.« Die junge Frau krauste ihr Näschen, Rosenröte überflutete sie, nervös strich sie die Haarwelle hinter das Ohr, begann zu sprechen, wurde ruhig, und Nora hörte etwas ganz anderes als das, woran sie je gedacht hatte. Das Stück erschien ihr wie neu geschrieben, geistreicher, dichter, es bekam Form, die einer Aufführung wert war. Die handelnden Personen wurden zu Menschen, zu Wütenden, zu Suchenden, Irrenden, zu Bajassen, zu Ho‡enden, Verzweifelten. Und von diesen Augenblicken der Betrachtung und Bewunderung der schönen Vortragenden, den Augenblicken der Bezauberung durch ihre Redegewandtheit, wachte in Nora das auf, was an jenem Nachmittag weder Gedanke noch Ahnung war.”

 

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Helen Meier (Mels, 17 april 1929)

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Anton Wildgans werd geboren op 17 april 1881 in Wenen. Zie ook mijn blog van 17 april 2009.

 

Uit: Die alte Josefstadt

 

Die Josefstadt meiner Kindheit war nicht mehr jener vormärzliche Vorort, der den Basteien der Inneren Stadt, etwa vom Schottentor bis zum Burgtor, gegenüberlag. Mit den Befestigungen waren auch jene weithingedehnten Wiesenflächen verschwunden, die man in dieser Gegend das Josefstädter Glacis nannte. Als ich, ein kaum Fünfjähriger, mit dem Vater von der Vorstadt Unter den Weißgärbern in die Josefstadt übersiedelte, umgab bereits der breite, prächtige Gürtel der Ringstraße die Innere Stadt, die Monumentalbauten zwischen Alsergrund und Bellaria standen längst vollendet und die herrlichen Gärten des Viertels um das neue Rathaus herum waren schon angelegt. Dem Kinde bot sich all die junge Pracht als das Gegebene dar, für Eltern und Großeltern jedoch war jedes Plätzchen des verwandelten Bodens voll der Beziehung auf das noch eben Gewesene, belebt von Erinnerungen und – bei allem Stolz auf den großstädtischen Aufschwung! – umwoben von der uneingestandenen Sehnsucht nach dem Vergangenen. Ihnen war ja noch auf dem Platze des heutigen Volksgartens die biedermeierische Fröhlichkeit und Eleganz des Paradeisgartl Wirklichkeit gewesen; Allerältesten wollte sogar noch Beethoven, von seiner letzten Wohnung im Schwarzspanierhause über das Glacis der Stadt zuschreitend, begegnet sein; Grillparzer, Raimund und Nestroy, die Protagonisten des alten Burgtheaters, Bauernfeld und Schwind, sie bevölkerten noch die Erlebniswelt der Minderalten, wurden dem Zuhörenden in unzähligen Anekdoten an bestimmten Straßenkrümmungen, an gewissen Fenstern graugewordener Zinshäuser und an den Stammtischen altväterischer Gasthäuser förmlich wieder leibhaftig und erfüllten die ehrfurchtwillige Phantasie des Kindes mit dem verklärten Abglanz jener gemütlichen Heroenzeit Alt-Wiener Kultur, die uns heute wie ein idyllisches Märchen anmutet, obwohl auch sie bekümmert war durch weltumwälzende Kriege und verheerende Seuchen, durch Not und Unzufriedenheit der Völker und durch das verhängnisvolle Ränkespiel der Mächtigen.

 

wildgans

Anton Wildgans (17 april 1881 – 3 mei 1932)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 17e april ook mijn vorige blog van vandaag.

 

Hans-Ulrich Treichel, Thomas Mann, Stefano Benni, Jacinto Benavente

De Duitse dichter en schrijver en germanist Hans-Ulrich Treichel werd geboren op 12 augustus 1952 in Versmold. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2007 en ook mijn blog van 12 augustus 2008.

 

Prometheus

Von weit her
schaue ich hinab auf eure
blutroten Landschaften.

Was kümmern mich
eure Geschäfte; der dunkle Atem,
der aus euren Städten schlägt. Was kümmert
mich das ewige Kriegsgeschrei.

Fern von euch
bin ich frei von euch.

Gebunden an die einzige meiner
Gewohnheiten: den immerwährenden Schmerz.
Gebunden an das einzige meiner Laster:
die Unsterblichkeit.

 

So viel Vergessen

 

So viel Laub,
die krachenden Zweige,
scharfe Schläge ins
kalte Gesicht

Was ich auch sage
und was ich verschweige:
vergib es mir nicht.

So viel Vergessen, die
schreiende Lust. Mein Herz in
den Wolken und ein Stein
in der Brust.

 

hans-ulrich-treichel

Hans-Ulrich Treichel (Versmold, 12 augustus 1952)

 

Op 12 augustus 1955 overleed de Duitse schrijver Thomas Mann. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2006 . Zie ook mijn blog van 12 augustus 2007 en ook mijn blog van 12 augustus 2008.

 

Uit: Buddenbrooks

 

„Hiermit begannen schöne Sommerwochen für Tony Buddenbrook, kurzweiligere und angenehmere, als sie jemals in Travemünde erlebt hatte. Sie blühte auf, nichts lastete mehr auf ihr; in ihre Worte und Bewegungen kehrten Keckheit und Sorglosigkeit zurück. Der Konsul betrachtete sie mit Wohlgefallen,

wenn er Sonntags mit Tom und Christian nach Travemünde kam. Dann speiste man an der Table d’hoˆ te, trank bei der Kurmusik den Kaffee unter dem Zeltdach der Konditorei und sah drinnen im Saale der Roulette zu, um die lustige Leute, wie Justus Kröger und Peter Döhlmann, sich drängten: Der Konsul spielte niemals. –

Tony sonnte sich, sie badete, aß Bratwurst mit Pfeffernußsauce und machte weite Spaziergänge mit Morten: den Chausseeweg zum Nachbarort, den Strand entlang zu dem hoch gelegenen »Seetempel«, der eine weite Aussicht über See und Land beherrschte, oder in das Wäldchen hinauf, das hinterm Kurhause lag und auf dessen Höhe die große Table d’hoˆ te-Glocke hing . . . Oder sie ruderten über die Trave zum  »Priwal«, wo es Bernstein zu finden gab . . .

Morten war ein unterhaltender Begleiter, wiewohl seine Meinungen ein wenig hitzig und absprechend waren. Er führte über alle Dinge ein strenges und gerechtes Urteil mit sich, das er mit Entschiedenheit hervorbrachte, obgleich er rot dabei  wurde. Tony ward betrübt und sie schalt ihn, wenn er mit etwas

ungeschickter aber zorniger Geste alle Adeligen für Idioten und Elende erklärte; aber sie war sehr stolz darauf, daß er ihr gegenüber offen und zutraulich seine Anschauungen aussprach, die er den Eltern verschwieg . . . Einmal sagte er:

»Dies muß ich Ihnen noch erzählen: Auf meiner Bude in Göttingen habe ich ein vollkommenes Gerippe . . . wissen Sie, so ein Knochengerippe, notdürftig mit etwas Draht zusammengehalten.

Na, diesem Gerippe habe ich eine alte Polizistenuniform angezogen . . . ha! Finden Sie das nicht ausgezeichnet?

Aber sagen Sie es um Gottes Willen nicht meinem Vater!« –

Es konnte nicht fehlen, daß Tony oftmals mit ihrer städtischen Bekanntschaft am Strande oder im Kurgarten verkehrte, daß sie zu dieser oder jener Re´union und Segelpartie hinzugezogen wurde. Dann saß Morten »auf den Steinen«. Diese  Steine waren seit dem ersten Tage zwischen den beiden zur stehenden Redewendung geworden. »Auf den Steinen sitzen« das bedeutete: »Vereinsamt sein und sich langweilen«. Kam ein Regentag, der die See weit und breit in einen grauen Schleier hüllte, daß sie völlig mit dem tiefen Himmel zusammenfloß der den Strand durchweichte und die Wege überschwemmte, dann sagte Tony:

»Heute müssen wir beide auf den Steinen sitzen . . . das heißt in der Veranda oder im Wohnzimmer. Es bleibt nichts übrig, als daß Sie mir Ihre Studentenlieder vorspielen, Morten, obgleich es mich greulich langweilt.«

»Ja«, sagte Morten, »setzen wir uns . . . Aber, wissen Sie, wenn Sie dabei sind, so sind es keine Steine mehr!«

 

Mann

Thomas Mann (6 juni 1875 – 12 augustus 1955)

 

Buddenbrookhaus

Katia und Thomas Mann voor het in WO II
verwoeste Buddenbrookhaus, 1953

 

De Italiaanse schrijver, satiricus en journalist Stefano Benni werd geboren op 12 augustus 1947 in Bologna. Benni brak als schrijver door in 1983 met zijn roman Terra!. Hij is een van de succesvolste schrijvers van Italië met 2,5 miljoen verkochte boeken. In 1989 regiseerde hij de film Musica per vecchi animali. Ook schrijft hij toneelstukken en colums.

 

Uit: Papa komt op TV (Vertaald door Marc Vingerhoedt)

 

Alles is klaar in huize Minardi. Mevrouw Leo heeft het televisiescherm schoongemaakt met alcohol, ze heeft haar trouwfoto op het toestel gezet en ze heeft de hoes van de sofa gehaald zodat die met zijn wervelende zonnebloemen nu een schitterende aanblik biedt. Ze heeft een schaal zoutjes klaargezet, een panettone, Schotse Whisky en sinaasappellimonade voor de kinderen. De bladeren van de ficus glimmen en op het glazen tafeltje ligt het mooiste kleedje. De drie kinderen volgen haar met hun blik, terwijl ze controleert of alles in orde is, door de krullen van haar permanent woelt en met haar hoge hakken de geboende vloer teistert. Ze hadden haar thuis nooit gezien zonder pantoffels.
Ook de drie kinderen zijn klaar.
Patrizio, twaalf jaar, zit op de sofa in zijn geliefkoosde, vuurrode joggingpak en met een petje van de Chicago Bulls op het hoofd.
Lucilla, zeven jaar, draagt een pyjama met dinosaurusjes en heeft een zwangere Barbie op de arm.
Pastrocchietto, twee jaar, zit vastgebonden in zijn kinderstoel. Hij kan nauwelijks bewegen en speelt met een lepel. Hij heeft siroop met codeïne gekregen om hem rustig te houden.
Er wordt aan de deur gebeld. Het is de buurvrouw, Mariella, met haar man Mario. Ze hebben chocolaatjes meegebracht en ijs dat meteen de diepvriezer ingaat zodat het niet kan smelten.
Mario draagt voor de gelegenheid een pak en een das. Hij groet de kinderen en schudt krachtig de hand van Patrizio.“

 

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Stefano Benni (Bologna,12 augustus 1947)

 

De Spaanse dichter en schrijver Jacinto Benavente werd geboren in Madrid op 12 augustus1866. Hij was de zoon van een bekende arts en genoot een uitstekende opvoeding temidden van een goede culturele en economische omgeving. Reeds vroeg las hij boeken in drie talen zodat hij de universele klassiekers leerde kennen en hij vertaalde zelfs Molière en Shakespeare naar het Spaans. Hij begon ingenieursstudies en rechten in Madrid onder druk van zijn vader maar gaf die op wanneer zijn vader stierf om zich nadien helemaal aan de literatuur te wijden. Zijn eerste werk dat werd opgevoerd was El nido ajeno (1894) en onmiddellijk daarna Gente conocida (1896), waarmee hij zich een plaats veroverde in de Spaanse theaters. Zijn eerste succes kwam er met La noche del sábado (1903) en hij bereikte zijn hoogtepunt met Los intereses creados in 1907. In 1919 werd hij lid van de Academia Española en in 1922 kreeg hij de Nobelprijs literatuur, waarbij men uitdrukkelijk de verdiensten vermeldde van zijn belangrijkste werk, Los Intereses creados en van zijn pogingen om de traditie van het Spaanse theater waardig voort te zetten. Hij reisde drie maal naar Amerika als auteur of artistiek directeur en maakte verschillende reizen door Europa.

Uit: No Smoking  (No Fumadores, vertaald door John Garrett Underhill)

 

„LADY: For goodness’ sake, don’t stop upon our account! Smoke as much as you want to–it doesn’t bother me, or my daughter, either. We are used to it. Her poor father, my first husband–who is now in glory–was never without a cigar in his mouth. As he bit off one, it lit it with the butt of the other. And my second husband–who now rests in peace–they were alike as two buttons; you could scarcely tell the difference. I had a difficulty at one time myself, a suffocating feeling, all stuffed up here–terrible distress–and the doctors were telling me that it was asthma and that it wasn’t asthma– Well, I smoked then myself–aromatic cigarettes–which didn’t do me any good, either, by the way, I can say that. So you see as far as we are concerned, you needn’t think you are inconveniencing us. You can’t annoy us by smoking. Before we changed we were travelling in the ladies’ compartment, and we transferred to this one as soon as we could because there were people in it one simply couldn’t travel with; they were out of the question. You would think that people who travelled first class would have manners, that they would know something. But not a bit of it! Believe me, if you want to find out what people are like, play cards with them, or watch them eat, or else go travelling. You’ll find out soon enough. There was a woman in that compartment–I say she was a woman because I don’t know what else to call her–with her companion–she must have been her companion, she was with her anyway–well, I can tell you I was mortified. I was ashamed–such a conversation! Between the two of them! They might as well have been sitting in their own parlors. As far as that goes, you know, speaking for myself, a widow twice, it was nothing to me; but before my daughter…. I had to make her sit with her head out of the window all the way. It was pretty chilly for her. You can see for yourself she has taken cold. And she’s got a cinder in her eye, too–worse luck! Her eyes are the best part of her.“

 

Benavente

Jacinto Benavente (12 augustus 1866 – 14 juli 1954)

Thomas Mann, Aleksandr Poesjkin, Sarah Dessen, Hendrik van Teylingen, V. C. Andrews, Lesley Blanch, Jean Cayrol, Eliza Orzeszkowa, Adolf Heyduk, Annie Fields, Ignaz Vinzenz Zingerle, Louis Sébastien Mercier, Pierre Corneille

 De Duitse schrijver Thomas Mann werd geboren in Lübeck op 6 juni 1875. Zie ook mijn blog van 23 maart 2006. en ook mijn blog van 6 juni 2008 en ook mijn blog van 6 juni 2007mijn blog van 6 juni 2006 en mijn blog van 12 augustus 2006 mijn blog van 12 augustus 2007, en ook mijn blog van 12 augustus 2008.

 Uit: Der Tod in Venedig

“Es war eine Gruppe halb und kaum Erwachsener, unter der Obhut einer Erzieherin oder Gesellschafterin um ein Rohrtischchen versammelt: drei junge Mädchen, fünfzehn-bis siebzehnjährig, wie es schien, und ein langhaariger Knabe von vielleicht vierzehn Jahren. Mit Erstaunen bemerkte Aschenbach, daß der Knabe vollkommen schön war. Sein Antlitz,–bleich und anmutig verschlossen, von honigfarbenem Haar umringelt, mit der gerade abfallenden Nase, dem lieblichen Munde, dem Ausdruck von holdem und göttlichem Ernst, erinnerte an griechische Bildwerke aus edelster Zeit, und bei reinster Vollendung der Form war es von so einmalig-persönlichem Reiz, daß der Schauende weder in Natur noch bildender Kunst etwas ähnlich Geglücktes angetroffen zu haben glaubte. Was ferner auffiel, war ein offenbar grundsätzlicher Kontrast zwischen den erzieherischen Gesichtspunkten, nach denen die Geschwister gekleidet und allgemein gehalten schienen. Die Herrichtung der drei Mädchen, von denen die Älteste für erwachsen gelten konnte, war bis zum Entstellenden herb und keusch. Eine gleichmäßig klösterliche Tracht, schieferfarben, halblang, nüchtern und gewollt unkleidsam von Schnitt, mit weißen Fallkrägen als einziger Aufhellung, unterdrückte und verhinderte jede Gefälligkeit der Gestalt. Das glatt und fest an den Kopf geklebte Haar ließ die Gesichter nonnenhaft leer und nichtssagend erscheinen. Gewiß, es war eine Mutter, die hier waltete, und sie dachte nicht einmal daran, auch auf den Knaben die pädagogische Strenge anzuwenden, die ihr den Mädchen gegenüber geboten schien. Weichheit und Zärtlichkeit bestimmten ersichtlich seine Existenz. Man hatte sich gehütet, die Scheere an sein schönes Haar zu legen; wie beim Dornauszieher lockte es sich in die Stirn, über die  hren und tiefer noch in den Nacken. Ein englisches Matrosenkostüm, dessen bauschige Ärmel sich nach unten verengerten und die feinen Gelenke seiner noch kindlichen, aber schmalen Hände knapp umspannten, verlieh mit seinen Schnüren, Maschen und Stickereien der zarten Gestalt etwas Reiches und Verwöhntes. Er saß, im Halbprofil gegen den Betrachtenden, einen Fuß im schwarzen Lackschuh vor den andern gestellt, einen Ellenbogen auf die Armlehne seines Korbsessels gestützt, die Wange an die geschlossene Hand geschmiegt, in einer Haltung von lässigem Anstand und ganz ohne die fast untergeordnete Steifheit, an die seine weiblichen Geschwister gewöhnt schienen. War er leidend? Denn die Haut seines Gesichtes stach weiß wie Elfenbein gegen das goldige Dunkel der umrahmenden Locken ab. Oder war er einfach ein verzärteltes Vorzugskind, von parteilicher und launischer Liebe getragen? Aschenbach war geneigt, dies zu glauben. Fast jedem Künstlernaturell ist ein üppiger und verräterischer Hang eingeboren, Schönheit schaffende Ungerechtigkeit anzuerkennen und aristokratischer Bevorzugung Teilnahme und Huldigung entgegenzubringen.“

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Thomas Mann (6 juni 1875 – 12 augustus 1955)
Portret door Dieter van Offern

 

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Thomas Manns laatste villa in Kilchberg, Zwitserland. Zijn zoon
Golo Mann bleef er ook na het overlijden van zijn ouders wonen tot
zijn eigen dood in 1994.

 

 De Russische dichter Aleksandr Sergejevitsj Poesjkin werd geboren in Moskou op 6 juni 1799. Zie ook mijn blog van 6 juni 2007 en ook mijn blog van 6 juni 2008 †

Angel

By gates of Eden, Angel, gentle,
Shone with his softly drooped head,
And Demon, gloomy and resentful
Over the hellish crevasse flapped.

The spirit of qualm and negation
Looked at another one – of good,
And fire of the forced elation
First time he vaguely understood
.

I’ve seen you,” he enunciated, –
“And not in vain you’ve sent me light:
Not all in heaven I have hated,
Not all in world I have despised.”

 

Solitude

He’s blessed, who lives in peace, that’s distant
From the ignorant fobs with calls,
Who can provide his every instance
With dreams, or labors, or recalls;
To whom the fate sends friends in score,
Who hides himself by Savior’s back
From bashful fools, which lull and bore,
And from the impudent ones, which wake.

 

To My Friends

The chain of golden days and nights
Is still your heritage from Deity,
And, still, the languid maidens’ eyes
Are turned to you as well intently.
So, play and sing, friends of my years!
Lose very quickly passing evening,
And, at your heedless joy and singing,
I will be smiling through my tears.

Vertaald door Yevgeny Bonver

Pushkin

Aleksandr Poesjkin (6 juni 1799- 10 februari 1837)
Portret door Alexander Vereinov

 

De Amerikaanse schrijfster Sarah Dessen werd geboren op 6 juni 1970 in Evanston, Illinois, en groeide op in North Carolina. Zij studeerde Engels en Creative Writing. Na haar studie gaf ze een aantal jaren les, maar ze is inmiddels full time schrijfster. Zij wordt gerekend tot de schrijfsters van zogenaamde chicklit. Twee van haar romans vormden de basis voor de film How To Deal uit 2003.

Uit: Lock and Key

“And finally,” Jamie said as he pushed the door open, “we come to the main event. Your room.”

I was braced for pink. Ruffles or quilting, or maybe even appliqué. Which was probably kind of unfair, but then again, I didn’t know my sister anymore, much less her decorating style. With total strangers, it had always been my policy to expect the worst. Usually they — and those that you knew best, for that matter — did not disappoint.

Instead, the first thing I saw was green. A large, high window, on the other side of which were tall trees separating the huge backyard from that of the house that backed up to it. Everything was big about where my sister and her husband, Jamie, lived — from the homes to the cars to the stone fence you saw first thing when you pulled into the neighborhood itself, made up of boulders that looked too enormous to ever be moved. It was like Stonehenge, but suburban. So weird.

It was only as I thought this that I realized we were all still standing there in the hallway, backed up like a traffic jam. At some point Jamie, who had been leading this little tour, had stepped aside, leaving me in the doorway. Clearly, they wanted me to step in first. So I did.“

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Sarah Dessen (Evanston, 6 juni 1970)

 

De Nederlandse dichter en vertaler Hendrik van Teylingen werd geboren op 6 juni 1938 in IJmuiden. Zie ook mijn blog van 6 juni 2007

 

Overbuur

Kan ik ook zo zacht:
ondersteboven beven
in de Spiegelgracht.

 

 Geboortedorp

Ik ken hier geen kip.
Zeker zondvloed gehad.
Op de kerk staat een schip.

 

Narcissus

Van de wallekant
slurp ik Eigen Viswater
uit een rimpelmond.

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Hendrik van Teylingen  (6 juni 1938 – 25 december 1998)

 

De Amerikaanse schrijfster V. C. Andrews (eig. Cleo Virginia Andrews) werd geboren in Portsmouth op 6 juni 1923. Veel boeken hebben te maken met familiegeheimen en verboden liefde. Haar bekendste omnibus is Bloemen op Zolder (1979). Dit is een verhaal over vier kinderen die op de zolder van hun overreligieuze oma worden verstopt. Andrews overleed op 63-jarige leeftijd in 1986 aan borstkanker. Omdat haar boeken zo succesvol waren werd er na haar dood een schrijver gehuurd, Andrew Neiderman, om haar boeken af te maken.

Uit: Flowers in the Attic

Truly, when I was very young, way back in the Fifties, I believed all of life would be like one long and perfect summer day. After all, it did start out that way. There”s not much I can say about our earliest childhood except that it was very good, and for that, I should be everlastingly grateful. We weren”t rich, we weren”t poor. If we lacked some necessity, I couldn”t name it; if we had luxuries, I couldn”t name those, either, without comparing what we had to what others had, and nobody had more or less in our middle-class neighborhood. In other words, short and simple, we were just ordinary, run-of-the-mill children. Our daddy was a P.R. man for a large computer manufacturing firm located in Gladstone, Pennsylvania: population, 12,602. He was a huge success, our father, for often his boss dined wi
th us, and bragged about the job Daddy seemed to perform so well. “It”s that all-Amarican, wholesome, devastatingly good-looking face and charming manner that does them in. Great God in heaven, Chris, what sensible person could resist a fella like you?” Heartily, I agreed with that. Our father was perfect. He stood six feet two, weighed 180 pounds, and his hair was thick and flaxen blond, and waved just enough to be perfect; his eyes were cerulean blue and they sparkled with laughter, with his great zest for living and having fun. His nose was straight and neither too long nor too narrow, nor too thick. He played tennis and golf like a pro and swam so much he kept a suntan all through the year. He was always dashing off on airplanes to California, to Florida, to Arizona, or to Hawaii, or even abroad on business, while we were left at home in the care of our mother.”

Andrews

V. C. Andrews (6 juni 1923 – 19 december 1986)

 

De Engelse schrijfster Lesley Blanch werd geboren op 6 juni 1904 in Londen geboren. De liefde voor reizen kreeg ze van haar moeder. De kunst van het schrijven en de liefde voor oosterste landen had ze van haar vader. Ze studeerde schilderkunst aan de kunstacademie The Slade School of Fine Art. In 1937 werd Blanch na redactiewerk hoofdredactrice voor Vogue in Groot-Brittannië. Hier stopte ze in 1944 mee. Tussen 1944 en 1961 was Blanch getrouwd met de Franse auteur Romain Gary. Toen in 1954 haar eerste boek The Wilder Shores of Love uit kwam, was Lesley Blanch al een bekend journalist en reiziger.  Blanch, die later nog kookboeken en een 11-delige autobiografie schreef, overleed op 102-jarige leeftijd.

Uit: Journey into the mind’s eye

The Traveller was from Moscow, ‘a Muscovite’ he said, but later I was to learn he was of Tartar blood; and unmistakably, the Ta-tze or Mongol hordes had stamped their imprint on his strange countenance. The dark slit eyes, the pointed ears, the Chinese-bald skull, the slight, yet cruel smile which sometimes passed across his usually impassive face — all these spoke of Asia, where he roamed, in spirit, and in fact.

Whenever he came to Europe, he would visit us, and then, reaching my nursery, sit beside the fire, his huge shadow spread-eagled —- a double-headed Russian eagle to me — across the rosy wallpaper. Shrugging and gesticulating with odd, unexpected movements, his long, bent-back fingers cracking, the nail of one little finger sprouted to astonishing length, he would spin a marvellous web of countries, cities, people and things, conjuring for me a world of shimmering images.  

Every Easter, I received the lovely painted eggs of Russian tradition; some were in papier mâché, elaborately decorated with the Imperial eagle or some regimental insignia; some were gaily painted with peasant designs. When I was six he had sent a tiny one in dark blue enamel with a ribbon of pin’s-head diamonds around it, a lavish Fabergé toy. ‘Diamonds for a child! It doesn’t seem natural does it?’ sniffed Nanny, putting it out of reach, until my mother appropriated it for her dressing-table, where it hung beside the looking-glass, on a blue ribbon.“

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Lesley Blanch (6 juni 1904 – 6 mei 2007)

 

De Franse dichter en schrijver Jean Raphaël Marie Noël Cayrol werd geboren op 6 juni 1911 in Bordeaux. Tot zijn bekendste werken behoren « Poèmes de la nuit et du brouillard“ (1945) en „Muriel ou le temps d’un retour“ (1963) die allebei door Alain Resnais werden verfilmd. In „Poèmes de la nuit et du brouillard“ verwerkte hij zijn tijd in het verzet tijdens WO II, zijn gevangenname in 1942 en zijn deportatie naar het concentratiekamp Mauthausen-Gusen waar hij vanaf 1943 dwangarbeid moest verrichten. Als uitgever bij Éditions du Seuil was hij ontdekker en promotor van schrijvers als Philippe Sollers en Denis Roche. Cayrol was lid van de Académie Goncourt.

J’accuse

Au nom du mort qui fut sans nom
Au nom des portes verrouillées
Au nom de l’arbre qui répond
Au nom des plaies au nom des prés mouillés

Au nom du ciel en feu de nos remords
Au nom d’un père qui n’aura plus de fils
Au nom du livre où le sage s’endort
Au nom de tous les fruits qui mûrissent

Au nom de l’ennemi au nom du vrai combat
Où l’oiseau avait fait son nid
Au nom du grand retour de flamme et de soldats
Au nom des feuilles dans le puits

Au nom des justices sommaires
Au nom de la paix si faible et dans nos bras
Au nom des nuits vivantes d’une mère
Au nom d’un peuple dont s’effacent les pas

Au nom de tous les noms qui n’ont plus de renom
Au nom des lois remuantes au nom des Voix
Qui disent oui qui disent non
Au nom des hommes aux yeux de proie

Amour je te livre aux premières fureurs de la Joie.

Caryol

Jean Cayrol (6 juni 1911 – 10 februari 2005)

 

De Poolse schrijfster Eliza Orzeszkowa werd geboren op 6 juni 1842 in Hrodna in het gouvernement Grodno (tegenwoordig Belarus). Vanaf 1863 publiceerde zij romans in de trand van George Sand die vaak de onderdrukking van intellectuele vrouwen door hun begriploze mannen tot onderwerp hebben. Zij brak echter pas door met haar romans Eli Makower (1874) en Meir Ezofowicz (1878), waarin de strijd tussen joodse orthodoxie en religieuze vrijheid centraal staat.

Uit: An Obscure Apostle (Vertaald door C. S. De Soissons)

„Far, far from the line of the railroads which run through the Bialorus (a part of Poland around the city of Mohileff which now belongs to Russia), far from even the navigable River Dzwina, in one of the most remote corners of the country, amidst quiet, large, level fields–still existing in some parts of Europe–between two sandy roads which disappear into the depths of a great forest, there is a group of gray houses of different sizes standing so closely together that anyone looking at them would say that they had been seized by some great fright and had crowded together in order to be able to exchange whispers and tears.

This is Szybow, a town inhabited by Israelites, almost exclusively, with the exception of a small street at the end of the place in which, in a few houses, live a few very poor burghers and very quiet

old retired officials.

It is the only street that is quiet, and the only street in which flowers bloom in summer. In the other streets no flowers bloom, and they are dreadfully noisy. There the people talk and move about continually, industriously, passionately, within the houses and in the narrow dark alleys called streets, and in the round, comparatively large market-place in the centre of the town, around which there are numerous doors of stinking small shops.“

Eliza_Orzeszkowa

Eliza Orzeszkowa (6 juni 1842 – 18 mei 1910)

 

De Tsjechische dichter Adolf Heyduk werd geboren op 6 juni 1836 in Rychmburk. Hij bezocht de school in Praag en studeerde daarna techniek in Brünn en Praag. In 1860 werd hij docent tekenen en bouw in Písek. Hij schreef ongeveer zestig dichtbundels, waarvan er maar weinig bekend zijn. Wel werden veel van zijn gedichten op muziek gezet, met name door Antonin Dvořák.

Mein Lied ertönt, ein Liebespsalm

Mein Lied ertönt, ein Liebespsalm,
beginnt der Tag zu sinken,
und wenn das Moos, der welke Halm
Tauperlen heimlich trinken.

Mein Lied ertönt voll Wanderlust,
wenn wir die Welt durchwallen,
nur auf der Puszta weitem Plan
kann froh mein Sang erschallen.

Mein Lied ertönt voll Liebe auch,
wenn Heidestürme toben;
wenn sich befreit zum letzten Hauch
des Bruders Brust gehoben!

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Adolf Heyduk (6 juni 1835 – 6 februari 1923)

 

De Amerikaanse schrijfster Annie Adams Fields werd geboren op 6 juni 1834 in Boston. Zij was getrouwd met de schrijver en uitgever James Thomas Fields. Samen met hem stimuleerde zij schrijvers als Sarah Orne Jewett, Mary Freeman en Emma Lazarus. Zij was bevriend met belangrijke personen uit het literaire leven. Hoewel zij ook gedichten publiceerde is zij vooral door haar levensbeschrijvingen bekend geworden.

Uit: LIFE AND LETTERS OF HARRIET BEECHER STOWE

„Harriet Beecher was born in Litchfield, June 14, 1811. This town was first settled in 1720 in a pleasant high country among hills, lakes, and valleys. Evidently intelligent men founded also this settlement, because they were stirring patriots during the war of the revolution, and were visited by Washington, Lafayette, Rochambeau, and many of the principal officers of the army. One of the chief heroes of that time lived to be a parishioner of Dr. Beecher. Also during his life in Litchfield and helping to make the town famous, were, among others, Governor Oliver Wolcott, Jr., a member of Washington’s cabinet, John Pierpont the poet, and Judge Reeve. These men became intimate friends of Dr. Beecher; especially Judge Reeve, who had founded in Litchfield a celebrated law school, to which young men were sent from nearly every State in the union. The Reverend Mr. Huntington, who preceded Dr. Beecher, wrote of Litchfield: “It is a delightful village on a fruitful hill, richly endowed with schools, both professional and scientific, with its remarkable governors and judges, with its learned lawyers and senators, and representatives both in the National and State departments, and with a population enlightened and respectable. Litchfield was now in its glory.”

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Annie Fields (6 juni 1834 – 5 januari 1915)
Portret door John Singer Sargent

 

De Zuidtiroolse schrijver en germanist Ignaz Vinzenz Zingerle werd geboren op 6 juni 1825 in Meran. In 1848 werd hij leraar, in 1858 directeur van de universiteirtsbibliotheek in Innsbruck. Een jaar later werd hij in dezelfde plaats hoogleraar Duitse taal –en literatuur. Hij publiceerde gedichten en verzameldesamen met zijn broer Josef Zingerle Tiroolse sprookjes en sagen.

Uit: Sagen aus Tirol (Der Almgeist)

„Einst giengen drei Knechte abends in den Wald. Als es anfieng graudunkel zu werden, waren sie nicht mehr weit von der Saubacher Alpe. Weil die Nacht vor der Thüre war, giengen sie hinauf und nahmen in einer Sennhütte Nachtquartier. Sie trugen dürres Reisig zusammen, machten Feuer auf und vertrieben sich mit Jodeln und Spaß
en die Zeit. Einer nahm einen hölzernen Block, schnitzte daraus eine plumpe Figur, die er den Almgeist nannte. Dann legten ihr die zwei älteren Knechte unter lautem Gelächter eine alte lumpige Jacke an und setzten ihr einen durchlöcherten Hut auf. Dann hieb der erste ihr Hände und Füße ab, und der Zweite warf sie in’s Feuer mit den höhnenden Worten: »Hier brate, damit wir dich fressen können.« Der Jüngste schaute zu, schüttelte aber bedenklich den Kopf und meinte, sie sollten nicht so thun, der Almgeist könnte kommen und sich rächen.“

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Ignaz Vinzenz Zingerle (6 juni 1825 – 17 september 1892)

 

De Franse schrijver en politicus Louis Sébastien Mercier werd geboren in Parijs op 6 juni 1740. Zie ook mijn blog van 6 juni 2007

Uit: L’An 2440, rêve s’il en fût jamais

„J’arrive, je cherche des yeux ce palais superbe d’où partaient les destinées de plusieurs nations. Quelle surprise! je n’aperçus que des débris, des murs entrouverts, des statues mutilées; quelques portiques, à moitié renversés, laissaient entrevoir une idée confuse de son antique magnificence. Je marchais sur ces ruines, lorsque je fis rencontre d’un étrange vieillard assis sur le chapiteau d’une colonne.
“Oh ! Lui dis-je, qu’est devenu ce vaste palais ?
– Il est tombé !
– Comment ?
– Il s’est écroulé sur lui-même. Un homme, dans son orgueil impatient a voulu forcer ici la nature; il a précipité édifices sur édifices; avide de jouir dans sa volonté capricieuse, il a fatigué ses sujets. Ici est venu s’engloutir tout l’argent du royaume. Ici a coulé un fleuve de larmes pour composer ces bassins dont il ne reste aucun vestige. Voilà ce qui subsiste de ce colosse qu’un million de mains ont élevé avec tant d’efforts douloureux. Ce palais péchait par ses fondements; il était l’image de la grandeur de celui qui l’a bâti. Les rois, ses successeurs, ont été obligés de fuir, de peur d’être écrasés. Puissent ces ruines crier à tous les souverains que ceux qui abusent d’une puissance momentanée ne font que dévoiler leur faiblesse à la génération suivante…“

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Louis Sébastien Mercier ( 6 juni 1740 – 25 april 1814)

 

De Franse schrijver Pierre Corneille werd geboren in Rouen op 6 juni 1606. Zie ook mijn blog van 6 juni 2007 en ook mijn blog van 6 juni 2008

Excuse à Ariste

… Je sais ce que je vaux, et crois ce qu’on m’en dit.
Pour me faire admirer je ne fais point de ligue :
J’ai peu de voix pour moi, mais je les ai sans brigue ;
Et mon ambition, pour faire plus de bruit,
Ne les va point quêter de réduit en réduit ;
Mon travail sans appui monte sur le théâtre ;
Chacun en liberté l’y blâme ou l’idolâtre.
Là, sans que mes amis prêchent leurs sentiments,
J’arrache quelquefois trop d’applaudissements ;
Là, content du succès que le mérite donne,
Par d’illustres avis je n’éblouis personne ;
Je satisfais ensemble et Peuple et Courtisans ;
Et mes vers en tous lieux sont mes seuls partisans ;
Par leur seule beauté ma plume est estimée ;
Je ne dois qu’à moi seul toute ma renommée,
Et pense, toutefois, n’avoir point de rival
A qui je fasse tort en le traitant d’égal…

francoissicrecarnavalet

Pierre Corneille (6 juni 1606 – 1 oktober 1684)
Portret door François Sicre

Charlotte Brontë, Patrick Rambaud, Jamie McKendrick, John Mortimer, Meira Delmar, Peter Schneider, Michael Mann, Népomucène Lemercier

De Britse schrijfster Charlotte Brontë werd geboren in Thornton op 21 april 1816. Zie ook alle tags voor Charlotte Brontë op dit blog.

Uit: Shirley

Yet even in those days of scarcity there were curates: the precious plant was rare, but it might be found. A certain favoured district in the West Riding of Yorkshire could boast three rods of Aaron blossoming within a circuit of twenty miles. You shall see them, reader. Step into this neat garden-house on the skirts of Whinbury, walk forward into the little parlour–there they are at dinner. Allow me to introduce them to you:–Mr. Donne, curate of Whinbury; Mr. Malone, curate of Briarfield; Mr. Sweeting, curate of Nunnely. These are Mr. Donne’s lodgings, being the habitation of one John Gale, a small clothier. Mr. Donne has kindly invited his brethren to regale with him. You and I will join the party, see what is to be seen, and hear what is to be heard. At present, however, they are only eating; and while they eat we will talk aside.
These gentlemen are in the bloom of youth; they possess all the activity of that interesting age–an activity which their moping old vicars would fain turn into the channel of their pastoral duties, often expressing a wish to see it expended in a diligent superintendence of the schools, and in frequent visits to the sick of their respective parishes. But the youthful Levites feel this to be dull work; they prefer lavishing their energies on a course of proceeding, which, though to other eyes it appear more heavy with ennui, more cursed with monotony, than the toil of the weaver at his loom, seems to yield them an unfailing supply of enjoyment and occupation.”

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Charlotte Brontë (21 april 1816 – 31 maart 1855)
Portret door Evert A. Duyckinck

 

 

De Franse schrijver Patrick Rambaud werd geboren op 21 april 1946 in Parijs. Zie ook alle tags voor Patrick Rambaud op dit blog.

Uit: Chronique du règne de Nicolas Ier

“Le petit marquis de Benamou possédait la science des courbes et parvenait à enjôler. Il fut cependant confiné dans une annexe du Château, face aux appartements privés en réfection, de l’autre côté de la rue. Aussitôt posé, il gonfla ses plumes et bomba son bréchet à la façon des dindonneaux. Il couvrit de médailles et de rubans l’acteur et le réalisateur d’un film tiré de son ouvrage sur le défunt monarque qu’il avait adulé en nécrophage, puis, dans la foulée, dix journalistes convenables aux yeux du Prince puisqu’ils passaient fort bien
le cirage et la brosse. Notre petit marquis savait, pour l’éprouver lui-même, que les gens de peu savourent la gloriole sous forme de hochets, autant que les enfants leurs sucreries. Ces cérémonies n’empêchaient pas le petit marquis de progresser dans la goujaterie et le paraître. Il se rendit un jour à l’hôtel Raphaël où il faisait bon se montrer, s’installa de son propre chef à la meilleure table. M. Bertrand, célèbre maître des cocktails, mondialement connu et que saluaient les habitués de l’établissement, osa s’approcher et signifia avec déférence que cette place était ré­servée depuis le matin à un autre illustre. Quoi? Qu’y avait-il? De quel droit? Notre petit marquis étouffa de colère: ne l’avait-on pas reconnu? Savait-on quel il était? Son rôle influent, sa puissance? Comment osait-on lui demander de changer de fauteuil mou? Comment? Un malotru voulait l’asseoir à la table voisine, qu’il n’avait pas élue? Outrecuidance! Manque de tact! Il lança au visage de M. Bertrand une pleine écuelle de cacahuètes, sortit sur une colère qui résonna dans ces lieux feutrés, menaça de féroces représailles; rentré dans son annexe avec ses gardes du corps qui cachaient leur amusement, il tempêta, cria, se roula sur la moquette et, entre deux hoquets, voua l’insolent barman aux flammes de l’Enfer. »

 

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Patrick Rambaud (Parijs, 21 april 1946)

 

Onafhankelijk van geboortedagen

 

De Engelse dichter en vertaler Jamie McKendrick werd geboren in 1955 in Liverpool. Zie ook alle tags voor Jamie McKendrick op dit blog.

 

 

Good Hedges

 

He wants the holly tree cut down to size,
the holly tree where the birds are sound, and safe
from his cat whose snickering impersonation
of birdsong – more like the din a mincer makes –
fools no-one, and charms nothing out of the trees.

 

He wants us to tidy up the pyracantha sprouting
its fire-thorns and berry-laden fractals, and clip
the brambles, the lilacs, everything wild.
Next he’ll want the hedgehog’s spikes filed down,
the moles claws bound up with green twine

 

— already he’s replaced his own hair with ginger nylon.
His light he says is being blocked. It’s dark
where he is. He has a point — so many deaths
in these few houses, it’s like something
loosed from the bible. One lucky escape, though:

 

the bearded roofer, one along, who lost
his footing, high on the scaffolding, and fell,
with his deck of tiles, on his shoulder and skull.
Sometimes tears come to his eyes for no reason
he can think of, but now the sun’s out he sits again

 

on the patio, plucking from his banjo
some Appalachian strand of evergreen bluegrass
then an Irish reel where his fingers scale
a glittering ladder like a waterfall
so even the songbirds hush in the holly tree.

 

 

 

On/Off

 

The switch stuck through the lampstand’s neck

like an arrow shaft of walrus ivory

in a Welsh epic

has lost its feathers and its head.

Peacock feathers and a gold head.

Its Fiat Lux

with a length of flex,

its shift, its crick has made me

blink like a lemur at the lack

of the moon or a star

or a thing between. But it’s good

how someone takes off their earrings

with the motion of shelling a pea.

A tiny snap. Like the hasp-click

of a calyx

at the press of a picker’s thumb.

A sound like lifting an airtight lid

or a pin dropping in a pyramid.

Then the lobe’s set free

and breathes with delight

to shed the slight weight

of the earrings.

Earrings that might be twin filaments,

a pair of ball-bearings

or a hammock-faced moon and a tarnished star.

 

Jamie McKendrick

Jamie McKendrick (Liverpool, 1955)

 

De Engelse schrijver John Mortimer werd geboren op 21 april 1923 in Londen. Hij studeerde aan de Universiteit van Oxford, Brasenose College. Tijdens de Tweede Wereldoorlog schreef hij scenario’s voor draaiboeken voor propagandafilms. In 1948 begon hij te werken als advocaat en ongeveer tegelijkertijd begon hij zijn carrière als schrijver. Hij schreef talrijke romans, korte verhalen, theaterstukken en scenario’s. Mortimers bekendste schepping is de figuur van de excentrieke advocaat Horace Rumpole, die in 1975 voor het eerst verscheen in Rumpole of the Bailey. Rumpoles avonturen werden ongeveer gelijktijdig uitgebracht als kort verhaal en als televisieserie, met de Australische acteur Leo McKern in de titelrol. Na McKerns dood in 2002, kwam er een vervolg met Timothy West. Zie ook mijn blog van 17 januari 2009.

Uit: Rumpole and the Brave New World

“At my age I’m about as far from childhood as it’s possible to be. I’m nearer toppling off the peg than joining in adolescent games, but there was one case which gave me an alarming and, I hope, interesting insight into the world of the youth of today.

It began when one of Hilda’s innumerable relatives, her niece Cynthia, a student at Oxford, was taking part in a performance of The Messiah and sent an invitation to Hilda saying that she wished we would both come. Naturally I did my best to have an important legal fixture on the date specified, but work was as plentiful as Manhattan cocktails in the desert. When I told Hilda that my practice was more important than the concert she went down to my chambers and checked up with Henry, my clerk, in the most treacherous manner. I was therefore condemned to the oratorio. So I was to be found on that particular Thursday, not in number one court in the Old Bailey, or even before the Snaresbrook magistrate, but in the vast auditorium which is the Sheldonian theatre in Oxford. It was there, many years ago, that I had taken my degree, kneeling and being bumped on the head with a Bible.”

I can remember my days at Keble College as peaceful and untroubled, and I can’t say that I was taught anything that would help me to become known throughout the Temple as one of the deadliest cross-examiners in the trade. Instead, the tutors and lecturers wanted to discuss property laws, the more obscure provisions of banking acts and rights of way.”

Mortimer

John Mortimer (21 april 1923 – 16 januari 2009)

 

De Columbiaanse dichteres Meira Delmar (eig. Olga Isabel Chams Eljach) werd geboren in  Barranquilla op 21 april 1922. Meira del Mar (studeerde muziek aan het conservatorium Pedro Biava van de universiteit van Atlántico en kunstgeschiedenis en literatuur in Rome. Gedurende 36 jaar was zij hoofd van de Biblioteca Pública Departamental del Atlántico. Voor haar werk ontving zij diverse onderscheidingen, zols een eredoctoraat van de universiteit van Atlanticó, het “Simón Bolívar”-ereteken van het ministerie van nationale opvoeding en de nationale prijs voor poëzie.

The flowering tree

Against the blue of the sky – the sky so clean
that seems to be washed by the hands of God –
How well the tree looks , softly inclined
under the rosy weight of his flowering branches!

I see him leaning his forehead on the white panes
of the window; and he reminds me,
all full of flowers, butterflies and trills¸
of a small poem he used to recite . . .

Who knows of the things the moon tells him
when she comes at night to talk with him!
Many a time I’ve seen him ecstatic listening to her
strangely peaceable until dawn comes . . .

And the breeze no longer runs naked through the fields!
He, every morning, when he sees her walk by,
throws such a pretty satin cape
over her shoulder, in a gentle gesture.

We have been, for some time, the best of friends!
And I, who never tell anybody of my secret love,
have let his soul come near to my lips . . .
and have given everything to the good, flowering tree!

 

 

Death, in Venice,

 

they take on a trip

like a bride.

 

Between two blues

the mournful gondola

glides,

covered by slow velvets,

and you hardly perceive

the light thud

of one dip of an oar and then another.

 

Slowly, follows

like a floating garden,

the one carrying the farewell

made of roses

from friends.

 

And the mourners close

the cortège,

that is lost in the sea.

Accompanying them,

with its finger on its lips,

silence.

 

Not far off, the island waits.

 

Behind the rosy wall

that encloses it

cypresses ascend, tall

and dark.

 

 

Vertaald door Nicolás Suescún

 

 

meiraDelmar

Meira Delmar (21 april 1922 – 18 maart 2009)

 

De Duitse schrijver Peter Schneider werd geboren in Lübeck op 21 april 1940. Van 1945 tot 1950 woonde hij in Grainau nabij Garmisch-Partenkirchen en daarna in Freiburg im Breisgau. Hij studeerde germanistiek, geschiedenis en filosofie in Freiburg en München. In 1962 ging hij in Berlijn verder studeren. Hij werd een van de woordvoerders van de Berlijnse studentenbeweging. Zijn roman Lenz werd in 1973 een cultboek van teleurgesteld links. Het beschreef het falen van de utopie en de revolte.  Naast verhalen schrijft Schneider ook verhalen, hoorspelen en essays.

 

Uit: Skylla

 

“Damals, als ich zum ersten Mal auf dem Hügel stand, habe ich mir gewünscht, auf ihm alt zu werden. Jetzt bin ich so alt, wie ich nie werden wollte, und frage mich, was ich mir damals gewünscht habe.

Wenn ich am Nachmittag vom Meer zurückkehre und die Sonne sich dort im Nussbaum fängt, sich in der Baumkrone rot aufbläht und den ganzen Horizont zum Glühen bringt, und dann in ungeheurem Tempo – man kann gerade mal bis zwanzig zählen!

– in dem dunstigen Gewaber zwischen Meer und Himmel verschwindet, ist alles wieder wie am Anfang. Ja, du hast gut gewählt. Mit der gleichen Gewissheit, mit der du die Frau deines Lebens erkannt hast, als du ihr zum ersten Mal begegnet bist, hast du dich für dieses Stück Erde entschieden. Und dann kommen die ersten Enttäuschungen, die kleinen und großen Katastrophen,

die Kompromisse und Betrügereien: die übliche Enttäuschung des Wunsches durch seine Erfüllung. Aber die Euphorie des ersten Blicks, sie stellt sich immer wieder ein. Es ist der schönste Punkt im Umkreis von hundert Quadratkilometern. Hinten die kahlen, elefantengrauen Bergrücken, vorn das ungeheure Meer.

Die Zeit vergeht hier oben anders als in den Städten. Ich sehe die weiß schimmernden Bugwellen, die die Passagierdampfer und Containerschiffe in die Wasserfl äche schneiden, die von hier aus wie blaues, gehämmertes Metall aussieht, und weiß, dass schon vor Jahrtausenden anders geformte Schiffe, von Seeleuten einer anderen Art gelenkt, ähnliche Bugwellen erzeugt haben.

Dort, hinter der Mauer an der Stirnseite des Hügels, mögen vor fünfhundert Jahren Mönche gekniet und ihre Gebete zum Himmel geschickt haben. Womöglich waren sie die letzten, aber ganz sicher nicht die ersten Besiedler des Hügels, denn unter den mittelalterlichen Ruinen kommen römische Mauern zum Vorschein und unter diesen wieder andere, die von noch früheren Generationen zeugen. Vor den Menschen müssen Adler hier gehaust haben.”

 

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Peter Schneider (Lübeck, 21 april 1940)

 

De Duitse literatuurwetenschapper en musicus Michael Mann werd als jongste kind van Thomas en Katia Mann geboren op 21 april 1919 in München. De familie noemde hem “Bibi”. Vanaf 1933 leefde hij met zijn familie eerst in Zwitserland, daarna in de VS. Hij trouwde in 1939 met de Zwitserse Grete Moser. Het echtpaar had twee zonen, Frido en Tony, en een adoptiefdochter Raju. Michael Mann studeerde in Zürich, Parijs en New York viool en altviool en was tussen 1942 en 1947 verbonden aan het symfonieorkest van San Francisco. In 1951 ging hij met de pianiste Yaltah Menuhin, zus van Yehudi, op toernee..Deze moest afgebroken worden omdat er geruchten waren over een verhouding tussen de twee. In 1957 besloot Mann zijn viool aan de wilgen te hangen en ging hij aan de universiteit van Harvard germanistiek studeren. Vervolgens was hij van 1964 tot 1977 professor voor Duitse literatuur aan de universiteit van Berkeley. In 1968 ontving hij de Schubart-Literaturpreis.

 

Uit: Die Tagebücher: Thomas Mann (4 november 1951)

Yaltas Ehemann betrachtet Biibi als ‘mental case’ und lässt über Fortstzung des ausgedehten Konzertprogramms […] nicht mit sich reden. Die Lage sehr schwierig ohne dass der Zügellose und durch extreme Anstrengungen Überreizte sich schon Rechenschaft davon gäbe. Auch die Frau verängstigt. Ratlosigkeit.

[..] Was soll mit dem jungen Menschen werden, dessen ganze nächste Zukunft auf die Zusammenarbeit mit der ‘sister of’ gestellt war, der es aber, verwildert durch die Huldigungen, die ihm von der Familie Menuhin, selbst von Yehudi, entgegengebracht wurden, unglaublich an Berherrschung hat fehlen lassen. Aber ich redete ihm bei Tische gut zu und sagte, er brache die Verbindung mit Yalta nicht.” 

Michael_Mann

Michael Mann (21 april 1919 – 1 januari 1977)
V.l.n.r.: Michael Mann, Monika Mann, de kleine Frido, Gret Mann, Katia Mann, Thomas Mann

 

De Franse dichter en schrijver Népomucène Lemercier werd geboren op 21 april 1771 in Parijs. Beroemd werd hij in 1797 met zijn drama Agamemnon. Zijn openhartigheid leverde hem moeilijkheden met Napoleon op toen deze eerste consul was. Het gedenkwaardigste is het filosofische gedicht La Panhypocrisiade, ou la Comédie infernale du XVI. Siècle (in zestien zangen) uit 1819.

 

 

La panhypocrisiade (Fragment)

 

RABELAIS :

 

C’est Carême-Prenant, que l’orgueil mortifie :

Son peuple, ichtyophage, efflanqué, vaporeux,

A l’oreille qui tinte et l’esprit rêve-creux.

Envisage non loin ces zélés Papimanes,

Qui, sur l’amour divin, sont plus forts que des ânes,

Et qui, béats fervents, engraissés de tous biens,

Rôtissent mainte andouille et maints luthériens.

Ris de la nation des moines gastrolâtres :

Aperçois-tu le dieu dont ils sont idolâtres ?

Ce colosse arrondi, grondant, sourd, et sans yeux,

Premier auteur des arts cultivés sous les cieux,

Seul roi des volontés, tyran des consciences,

Et maî
tre ingénieux de toutes les sciences,

C’est le ventre ! le ventre ! Oui, messire Gaster

Des hommes de tout temps fut le grand magister,

Et toujours se vautra la canaille insensée

Pour ce dieu, dont le trône est la selle percée.

 

Lemercier

Népomucène Lemercier (20 april 1771 – 7 juni 1840)