Lars Gustafsson, Peter Høeg, Gary Paulsen, Dennis Potter, Henri Barbusse

 

De Zweedse dichter en schrijver Lars Gustafsson werd geboren in Västeras, op 17 mei 1936. Zie ook alle tags voor Lars Gustafsson op dit blog.

 

Elegie auf einen Labrador

Mitten im Sommer gibt es bei uns Tage,
an denen es plötzlich Herbst ist.
Die Krähen im Baum schlagen schärfere Töne an.
Die Klippen ragen deutlicher aus dem See als sonst.
Sie wissen etwas. Sie haben es immer gewußt.
Wir auch, doch wollen wir nichts davon wissen.
Auf dem Heimweg bist du oft am Bug gestanden,
an solchen Abenden, hast den Gerüchen nachgespürt,
die übers Wasser kamen, mit ruhig gesammelten Blick,
den Abend entziffert, die schwache Rauchfahne
eines Sommerhauses, den Pfannkuchen, der irgendwo
drei Kilometer weiter briet, einen Dachs bemerkt,
der ich weiß nicht wo in der Dämmerung stand
und etwas witterte, ganz wie du. Unsere Freundschaft
war natürlich ein Kompromiß: wir lebten zusammen
in zwei verschiedenen Welten, der meinigen
mit ihren Buchstaben, einem lebenslänglichen Text,
und der deinen mit ihren Gerüchen. Ich hätte viel
für deine Kenntnisse gegeben, für dein Vermögen,
ein Gefühl wie Eifer, Haß oder Liebe wie eine Welle
über den ganzen Körper hinlaufen zu lassen
von der Nase bis zum Schwanz, für deine Unfähigkeit,
dich damit abzufinden, daß der Mond eine Tatsache ist.
Bei Vollmond hast du dich lauthals darüber beklagt.
Als Gnostiker warst du mir überlegen, und somit
hast du dauernd im Paradies gelebt. Auch pflegtest du
Schmetterlinge aufzuschnappen im Sprung und sie dann
hinunterzuschlucken. Abstoßend fanden manche das.
Mir gefiel es. Warum habe ich es dir darin
nie gleichtun können? Und dann die Türen!
Waren sie zu, so legtest du dich hin und schliefst ein;
irgend jemand würde sie sicherlich öffnen,
früher oder später. Du hattest recht. Ich hatte unrecht.
Heute, da diese lange, stumme Freundschaft vorbei ist
für immer, frage ich mich, ob auch ich am Ende
etwas konnte, was dir imponiert hat. Ich meine nicht
deinen festen Glauben, daß ich es war, der die Gewitter
hervorrief. Das war ein Wahn. Ich denke eher,
mein sichres Gefühl dafür, daß der Ball vorhanden war,
auch wenn er sich hinter dem Sofa versteckt hielt,
hat dir eine Ahnung verschafft von meiner Welt.
Fast alles in meiner Welt hält sich versteckt
hinter etwas anderem. Ich nannte dich“Hund”.
Ich frage mich ganz im Ernst: Hast du mich wohl
für einen größern, lauteren “Hund” gehalten,
oder für etwas anderes, etwas für immer Unbekanntes,
das einfach ist, was es ist, und existiert
auf seine Weise und damit basta: den Pfiff
durch den nächtlichen Park, dem zu folgen
man sich angewöhnt hat ohne so recht zu wissen,
was das ist, dem man folgt. Und ich
wußte ebensowenig von dir und davon, was du warst.
Von diesem objektiveren Standpunkt aus
waren wir zwei Organismen, zwei jener Orte,
an denen das Universum sich in sich selber
verknotet, verwickelt, kurzlebige, komplexe Strukturen
aus Eiweiß, die sich immer weiter verheddern müssen,
um zu überleben, bis das Ganze versagt
und sich wieder vereinfacht, der Knoten sich löst,
das Rätsel verschwindet. Du warst eine Frage,
gerichtet an eine andere Frage, sonst nichts,
und keine von beiden konnte der andern Antwort geben.

 

Vertaald door Hans Magnus Enzensberger

 

Lars Gustafsson (Västeras, 17 mei 1936)

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Adrienne Rich, Paul Gellings, Friedrich Rückert, Jakob van Hoddis

De Amerikaanse dichteres Adrienne Rich werd 16 mei 1929 geboren te Baltimore. Zie ook alle tags voor Adrienne Rich op dit blog.

 

Quarto
June 8, 2009

1.
Call me Sebastian, arrows sticking all over
The map of my battlefields. Marathon.
Wounded Knee. Vicksburg. Jericho.
Battle of the Overpass.
Victories turned inside out
But no surrender

Cemeteries of remorse
The beaten champion sobbing
Ghosts move in to shield his tears

2.
No one writes lyric on a battlefield
On a map stuck with arrows
But I think I can do it if I just lurk
In my tent pretending to
Refeather my arrows

I’ll be right there! I yell
When they come with their crossbows and white phosphorus
To recruit me
Crouching over my drafts
lest they find me out
and shoot me

3.
Press your cheek against my medals, listen through them to my heart
Doctor, can you see me if I’m naked?

Spent longer in this place than in the war
No one comes but rarely and I don’t know what for

Went to that desert as many did before
Farewell and believing and hope not to die

Hope not to die and what was the life
Did we think was awaiting after

Lay down your stethoscope back off on your skills
Doctor can you see me when I’m naked?

4.
I’ll tell you about the mermaid
Gets legs for dancing Sheds swimmable tail
Sings like the sea with a choked throat
Knives straight up her spine
Lancing every step
There is a price
There is a price
For every gift
And all advice

 

Adrienne Rich (16 mei 1929 – 27 maart 2012)

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In Memoriam Carlos Fuentes

 

In Memoriam Carlos Fuentes

 

De Mexicaanse schrijver Carlos Fuentes is in een ziekenhuis in Mexico-Stad op 83-jarige leeftijd overleden. Het bericht over zijn dood werd dinsdag via Twitter bevestigd door president Calderón. Carlos Fuentes Macías werd op 11 november 1928 in Panama-Stad geboren. Zie ook alle tags voor Carlos Fuentes op dit blog.

 

Uit: Inez (Vertaald door Margaret Sayers Peden)

 

„Could this round seal be the key to his own personal dwelling? Not the physical house where he was living in Salzburg; not the transitory houses he had lived in throughout his itinerant profession; not his childhood house in Marseilles, tenaciously forgotten so that he would not have to recall ever again, the migrant’s poverty and humiliation; not even the cave, our first castle, we can reconstruct in our imagination. Could it be the original space, the intimate, inviolable, irreplaceable circle that contains us all but at the price of exchanging sequential memory for an initial memory that is complete in itself and has no need to consider the future?
Baudelaire evokes a deserted house filled with moments now dead. Is it enough to open a door, uncork a bottle, take down an old suit, for a soul to come back to fill it?
Inez.
He repeated the woman’s name.
Inez.
It rhymed with “regress,” Ee-ness, and in the crystal seal the maestro hoped to find the impossible reflection of both: Inez and a return to a time before the years prohibiting his love. Inez. Regress.
It was a crystal seal. Opaque but luminous. That was its greatest marvel. In its place on the tripod by the window, light could shine through it, and then the crystal scintillated. It shot delicate sparks, and illegible letters appeared, revealed by the light: letters of a language unknown to the aged orchestra conductor, a score in a mysterious alphabet, perhaps the language of a lost people, maybe a voiceless clamor that came from a long-ago time and in a certain way mocked the professional artist who was so faithful to the composition that even knowing it by memory he had to have it before his eyes as he directed…
Light in silence.
Lyrics without voice.“

 

 

 


Carlos Fuentes (11 november 1928 – 15 mei 2012)

Arthur Schnitzler, Albert Verwey, Michael Lentz

150 Jaar Arthur Schnitzler

De Oostenrijkse schrijver en arts Arthur Schnitzler werd geboren in Wenen op 15 mei 1862.Dat is vandaag precies 150 jaar geleden. Zie ook alle tags voor Arthur Schnitzler op dit blog.

Uit: Traumnovelle

„Und so saßen Mann und Frau, im Grunde froh, einem enttäuschend banalen Maskenspiel entronnen zu sein, bald wie zwei Liebende unter andern verliebten Paaren im Büfettraum bei Austern und Champagner, plauderten sich vergnügt, als hätten sie eben erst Bekanntschaft miteinander geschlossen, in eine Komödie der Galanterie, des Widerstandes, der Verführung und des Gewährens hinein; und nach einer raschen Wagenfahrt durch die weiße Winternacht sanken sie einander daheim zu einem schon lange Zeit nicht mehr so heiß erlebten Liebesglück in die Arme. Ein grauer Morgen weckte sie allzubald. Den Gatten forderte sein Beruf schon in früher Stunde an die Betten seiner Kranken; Hausfrau- und Mutterpflichten ließen Albertine kaum länger ruhen. So waren die Stunden nüchtern und vorbestimmt in Alltagspflicht und Arbeit hingegangen, die vergangene Nacht, Anfang wie Ende, war verblaßt, und jetzt erst, da beider Tagewerk vollendet, das Kind schlafen gegangen und von nirgendher eine Störung zu gewärtigen war, stiegen die Schattengestalten von der Redoute, der melancholische Unbekannte und die roten Dominos, wieder zur Wirklichkeit empor; und jene unbeträchtlichen Erlebnisse waren mit einemmal vom trügerischen Scheine versäumter Möglichkeiten zauberhaft und schmerzlich umflossen. Harmlose und doch dauernde Fragen, verschmitzte, doppeldeutige Antworten wechselten hin und her; keinem von beiden entging, daß der andere es an der letzten Aufrichtigkeit fehlen ließ, und beide fühlten sich zu gelinder Rache aufgelegt. Sie übertrieben das Maß der Anziehung, das von ihren unbekannten Redoutenpartnern auf sie ausgestrahlt hätte, spotteten der eifersüchtigen Regungen, die der andere merken ließ, und leugneten ihre eigenen weg. Doch aus dem leichten Geplauder über die nichtigen Abenteuer der verflossenen Nacht gerieten sie in ein ernsteres Gespräch über jene verborgenen, kaum geahnten Wünsche, die auch in die klarste und reinste Seele trübe und gefährliche Wirbel zu reißen vermögen, und sie redeten von den geheimen Bezirken, nach denen sie kaum Sehnsucht verspürten und wohin der unfaßbare Wink des Schicksals sie doch einmal, und wär’s auch nur im Traum, verschlagen könnte.

Fridolin nickte. “Was war’s mit dem?” fragte er.“

Arthur Schnitzler (15 mei 1862 – 21 oktober 1931)

Monument in het Türkenschanzpark in Wenen

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Pem Sluijter, Max Frisch, W.J.M. Bronzwaer, Frits van Oostrom

 De Nederlandse dichteres en schrijfster Pem Sluijter werd geboren in Middelburg op 15 mei 1939. Zie ook alle tags voor Pem Sluijter op dit blog.

 

Niet meer dezelfden

Drie koningen staan
uit aanbidding op niet meer dezelfden.
De sterreus die hen
de onzekere tocht deed wagen
met weerbarstige kamelen nukkige
drijvers en uitflakkerend vuur
moet teruggekeerd zijn in haar baan,
mogelijk als supernova ingestort;
zwart groeiend gat waar eerst
de hemel openstond –je zag en hoorde.

De nacht springt op onveilig.

Een Nessushemd is ten paleize uitgelegd
na hun bezoek. Zij, die de Koning
der koningen onder koningen zochten
misleid door eigen logica,
vertrekken omzichtig.

De ezel balkt kort naar de os,
in Rama laat een vrouw
haar rouwkreet horen.

Deze Geboorte betekent niet minder
dan de Dood, dood voor hen.
Bittere folterende pijn. Nooit meer
dezelfden; geen geruststelling
vinden in het leven dat zij kennen
waaraan zij zijn gewend waarnaar zij
terugkeren in hun koninkrijken.

 


Pem Sluijter (15 mei 1939 – 18 december 2007)
Middelburg, Abdijplein met de Lange Jan toren

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Edwin Muir

 

De Schotse dichter, schrijver en vertaler Edwin Muir werd geboren op 15 mei 1887 in Deerness op de Orkney-eilanden, waar zijn moeder ook geboren werd. In 1901, toen hij 14 was, verloor zijn vader de boerderij en verhuisde het gezin naar Glasgow. In snelle opeenvolging stiereven zijn vader, twee broers en zijn moeder binnen een paar jaar. Zijn leven als een jonge man was een deprimerende ervaring, en betrof een reeks onaangename banen in fabrieken en kantoren, met inbegrip van het werken in een fabriek, waar uit botten houtskool werd gemaakt. Muir trouwde in 1919 met Willa Anderson en verhuisde naar Londen. Over deze, Muir schreef gewoon ‘Mijn huwelijk was de meest gelukkige gebeurtenis in mijn leven’. Zij zouden later samen werken aan veelgeprezen Engels vertalingen van schrijvers als Franz Kafka, Gerhart Hauptmann, Sholem Asch, Heinrich Mann en Hermann Broch .
Tussen 1921 en 1923, Muir leefde in Praag, Dresden, Italië, Salzburg en Wenen. Hij keerde terug naar het Verenigd Koninkrijk in 1924. Tussen 1925 en 1956 publiceerde Muir zeven bundels poëzie die werden verzameld na zijn dood en gepubliceerd in 1991 als The Complete Poems van Edwin Muir. Verder publiceerde hij drie romans, en in 1935 kwam hij naar St. Andrews, waar hij zijn controversiële Scott en Schotland (1936) schreef. Van 1946 tot 1949 was hij directeur van de British Council in Praag en Rome. 1950 zag zijn benoeming tot directeur van Newbattle Abbey College (een school voor werkende klasse mannen) in Midlothian, waar hij collega-Orcadian dichter, George Mackay Brown, ontmoette. In 1955 werd hij Norton hoogleraar Engels aan de Universiteit van Harvard. Hij keerde terug naar Groot-Brittannië in 1956, maar stierf in 1959 op Swaffham Prior, Cambridge, en werd daar begraven.

 

 

The Castle

 

All through that summer at ease we lay,
And daily from the turret wall
We watched the mowers in the hay
And the enemy half a mile away
They seemed no threat to us at all.

For what, we thought, had we to fear
With our arms and provender, load on load,
Our towering battlements, tier on tier,
And friendly allies drawing near
On every leafy summer road.

Our gates were strong, our walls were thick,
So smooth and high, no man could win
A foothold there, no clever trick
Could take us, have us dead or quick.
Only a bird could have got in.

What could they offer us for bait?
Our captain was brave and we were true….
There was a little private gate,
A little wicked wicket gate.
The wizened warder let them through.

Oh then our maze of tunneled stone
Grew thin and treacherous as air.
The cause was lost without a groan,
The famous citadel overthrown,
And all its secret galleries bare.

How can this shameful tale be told?
I will maintain until my death
We could do nothing, being sold;
Our only enemy was gold,
And we had no arms to fight it with.

 

 

Merlin

 

O Merlin in your crystal cave
Deep in the diamond of the day,
Will there ever be a singer
Whose music will smooth away
The furrow drawn by Adam’s finger
Across the memory and the wave?
Or a runner who’ll outrun
Man’s long shadow driving on,
Break through the gate of memory
And hang the apple on the tree?
Will your magic ever show
The sleeping bride shut in her bower,
The day wreathed in its mound of snow
and Time locked in his tower?

 

 

Edwin Muir (15 mei 1887 -3 januari 1959)

Jo Gisekin, Karl-Markus Gauß, Eoin Colfer, Gaby Hauptmann, Dante Alighieri, Krister Axel, Jens Sparschuh

De Vlaamse dichteres Jo Gisekin werd geboren in Gent op 14 mei 1942. Zie ook alle tags voor Jo Gisekin op dit blog.

 

Gedicht voor de meester van mijn zoon

Het leek een morgen om niet te vergeten
een beetje kil een beetje klam
bedampt nog van de nacht
waarlangs de zomer
stiekem voorbij was gegaan

Ik had de wekker gehoord
het aanzwellend kabaal
van drie paar kindervoetjes
op de trap
het doorspoelen na het zoveelste
plasje

tegen de afgebladderde muur
weerbarstige kamperfoelie in mijn tuin
en een herfstroos
zich moeizaam ontplooiend
in het behang van een spinneweb

En dan de speelplaats
platgewalst door duizend voetjes
en moeders zichtbaar opgedirkt
door Elisabeth Arden en geur
van Chanel dixneuf
met bruine benen uit Guadaloupe
sieraad van een zilte zomer
op hooggehakte pumps

In langgerekte rijen
een beetje loom een beetje lam voor ’t eerst mijn zoon
zijn blauwe dasje om, zijn grotemensenhemd
en in zijn veel te holle boekentas
een stift, een potlood en een gom en
schriftjes voor de letters s en c en h
van school

En plots
als een punt
op een heel grote i
de reus in de straat van kabouters
met baard en sjaal en kaki
duffelcoat
de Meester

de meester van mijn zoon

Ik dacht
mocht het straks regenen
van droefenis
in de ogen van mijn zoon
kan hij heimelijk gan schuilen
in de opgestikte zak
van zijn meesters jas.

 

Jo Gisekin (Gent, 14 mei 1942)

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Martinus Nijhoff, Jan Lauwereyns, Reinout Verbeke, Bruce Chatwin, Daphne du Maurier, Kathleen Jamie, Armistead Maupin

Bij Moederdag

 

cassat

Mary Cassat, Young Thomas And His Mother, 1893

 

Herinnering

Moeder, weet je nog hoe vroeger
Toen ik klein was, wij tesaam
Iedere nacht een liedje, moeder,
Zongen voor het raam?

Moe gespeeld en moe gesprongen
Zat ik op uw schoot en dacht
In mijn nachtgoed, kleine jongen,
Aan ’t geheim der nacht.

Want als wij dan gingen zingen
’t Oude altijd-eendre lied
Hoe God alle, alle dingen
Die wij doen, beziet.

Hoe zijn eeuwige, grote wondren
Steeds beschermend om ons zijn
– Nimmer zong je moeder, zonder ‘n
Beven dat refrein –

Dan zag ik de sterren flonkren
En de maan door de wolken gaan,
D’ Oude nacht met wijze, donkre
Ogen voor me staan.

 

Martinus Nijhoff (20 april 1894 – 26 januari 1953)

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Hagar Peeters, Bertus Aafjes, August Vermeylen, Andrej Voznesensky

De Nederlandse dichteres en schrijfster Hagar Peeters werd geboren in Amsterdam op 12 mei 1972. Zie ook alle tags voor Hagar Peeters op dit blog.

 

Raadsels van de regen

Wat is zelfgenoegzaam? Regen.
Wat is een kapstok? Een stille vriend.
Hoeveel gaten telt een knoop?
Het dubbele van een knoopsgat.
Wat wil dansen maar kan het niet? Regen.
Wat wil vuur zijn maar kan het niet worden? Regen!
Wat ligt daadwerkelijk stil? Het hart van een dode.
Wat klopt het hardst: het hart of de voet van de baby?

 

Denkend aan de dood

Ik heb zo vaak mijn eigen eind bedacht
dat het niet langer onverhoeds kan komen.

Het moet wel zijn zoals ik het voorzag;
de angstige uren in de nacht

zullen ten langen leste lonen
voor wie beseft dat van alle gedachten

die ooit werden gedacht die aan de dood
behoorden tot de meest gewone.

 

Bij Geboorte 1

Als opgebaard leven ligt daar de boreling.
Wie met hem te doen heeft, benijdt hem.

Nog nauwelijks het niets ontrukt
drukt hem al het juk van de vreugde

De pose naast de teddybeer
die opzichtig voor zijn beste vriend doorgaat.

De bezoekers koeren;
een hogere vorm van ademen.

 

Hagar Peeters (Amsterdam, 12 mei 1972)

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Eva Demski, Sabine Imhof, Farley Mowat, Dante Gabriel Rossetti

De Duitse schrijfster Eva Demski werd geboren op 12 mei 1944 in Regensburg. Zie ook alle tags voor Eva Demski op dit blog.

Uit: Von Liebe, Reichtum, Tod und Schminke

„Die sogenannte Jogginghose und ihre arschkonturierende Schwester Leggin sowie die dazugehörigen namenlosen Oberteile sind nichts anderes als ein großes Sichaufgegebenhaben. Wie gesagt, meine Klage und mein Schauder werden von manchen geteilt, auch öffentlich. Aber die da in Meersburg oder auf Föhr, in Garmisch oder Rostock herumwandern, hören es nicht, sie hören es nicht, und sehen tun sie sich ganz offenbar auch nicht. Jenes zerflossene wamperte Monster, das mit einem grünlichen Doppelsack als Beinkleid und der Aufschrift California Dream Boy auf seinem lila Bierranzen in einer Schaufensterscheibe oder im Spiegel eines Schuhgeschäfts aufscheint, kann sich als Ich ganz offenbar nicht wahrnehmen, er müßte doch sonst weinend im Rinnstein zusammensinken. Und die Frau neben ihm, deren Beine von Leopardenmuster so eng umhüllt sind, daß man deutlich die kleinen Säckchen an den Kniekehlen und weiter oben die Kimme sehen kann, die ist sich selber offenbar genauso unsichtbar. Oder sind sie alle so resigniert, so mit sich selber zerfallen, so -titanisch unglücklich über die Unzulänglichkeit des Menschen an sich, daß sie so was anziehen?
Der Jugend sehen wir viel nach und gedenken zärtlich jener Schrecknisse, die wir den eigenen Eltern bereitet haben (weißgekalkte Lippen und Metallreifen um die Mitte). Daß die Mädels für eine schöne Zeit ihres Lebens aussehen, als hätte man sie unter einem nassen Stein gefunden und ihnen dann Zement um die Füße gegossen – macht nichts. Das gibt sich, und wenn man Kinder davon abhalten kann, sich an allzu sichtbarer Stelle ein Tattoo anbringen zu lassen (»Schätzchen, wie glaubst du, daß ein Drachen auf der Stirn aussieht, wenn du vierzig bist?« Antwort: »Das werd ich nie! Eher erschieß ich mich!«) – also wenn es einem gelingt, das zu vermeiden, dann steht einer attraktiven modischen Entwicklung abseits des Freizeitkleidungsstammes, dieser Troglodyten, nichts im Weg.“

 

Eva Demski (Regensburg, 12 mei 1944)

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