Wolf Wondratschek, Danielle Steel, Erwin Strittmatter, Sir Walter Scott, Julia Mann – da Silva-Bruhns

De Duitse dichter en schrijver Wolf Wondratschek werd geboren op 14 augustus 1943 in Rudolstadt. Zie ook alle tags voor Wolf Wondratscheck op dit blog.

 

Uit: Mozarts Friseur

 

Der Friseur, so die Legende, ist eine Mischung aus einem arabischen Findelkind und einem (gewordenen) Wiener, aufgefunden von Nomaden und von ihnen am Leben gehalten, gesäugt von Kamelen, nachts warm gehalten von ihrem Dung, bemuttert von Palmenschatten, in die man ihn während der Ruhepausen bettete. Die Hölle war es trotzdem. Mit dem Lebenswillen eines Weggeworfenen wehrte er sich gegen das Verdursten und Verhungern, gegen Fieber und das Verbrennen der Augen. Bedürfnislos wie die Tiere, die ihn trugen, kam er durch. Eine Gruppe von Matrosen, die um eine Wasserpfeife saß, nahm das verlorene kleine Bündel in Port Said an Bord ihres Frachters (mit Ziel São Paulo), in keiner Absicht. In den Wüsten, erklärten sie, sei der Sand, am Himmel die Sonne, auf See jede Welle wahnsinnig. Daran solle er sich unter Menschen bis zu seiner Todesstunde erinnern.
Der Friseur kann den Wortlaut dieser seltsam bedrohlichen, knapp und endgültig klingenden Botschaft noch heute, fast ein halbes Menschenleben später, im Schlaf aufsagen, ist aber dem Entschluß zu seiner Entschlüsselung aus Gründen, über die er erst lange nachdenken müßte, bisher immer ausgewichen. Nicht, daß ihm dazu die Zeit gefehlt hätte, natürlich nicht. Aber es klappte beim Nachdenken mit den Gedanken nicht, sie waren nie zu dressieren. Und trainiert hat er das Denken später auch nie. Er geht noch immer auf Sand oder Wasser, wenn er denkt. Es gibt keinen Grund, keinen festen Boden, er sinkt ein, das Gehen seiner Gedanken ist schwer und ermüdend. Auch deshalb erinnert er sich jener lange zurückliegenden Zeit, als er an Gedanken noch nicht einmal gedacht hatte. Das Schweigen der Männer, die ihn aufgezogen hatten, war so selbstverständlich wie ihre Befehle verständlich waren. Unterhielten sie sich, benutzten sie nicht Worte, sondern machten Musik, einige tanzten. Sie lasen keine Bücher, schrieben keine Briefe, stellten keine Fragen, auch ihm nicht. Die Sonne ging morgens auf und abends ging sie unter, kein Gedanke würde daran etwas ändern, auch der Gedanke an Profite nicht. Es war das Leben ein stummes Vorwärtskommen auf beschwerlichen Routen, ein Ausruhen zwischendurch, ein Aufbrechen zu einem Ziel, von dem aus sie nach einigen Tagen oder Wochen wieder in die Wüste zurückkehrten, wieder beladen, wieder im Kampf mit dem Auftrag, eine Ladung ins Landesinnere zu bringen, zu Oasen oder Handelsstationen, und von dort eine andere zurück zum Fluß oder zur Küste.
Da ihm Gefahren unbekannt waren, dachte er über sie auch nicht nach. Luftspiegelungen, falls er sie überhaupt wahrnahm, hielt er für wirklich. Ein Spiel war nichts, was ihm widerfuhr. Er spielte nicht, mit nichts, nicht unterwegs. Er dachte sich auch nichts bei dem Spaß, unter die Bäuche der Kamele zu kriechen, um die dort herunterhängenden Haarbüschel erst zu entflechten, um sie anschließend wieder zu kleinen Zöpfen binden zu können. Mach nur weiter so, sagten die Männer und gaben ihm Fußtritte.
Das alles änderte sich mit den Matrosen.”

 

 

 

Wolf Wondratschek (Rudolstadt, 14 augustus 1943)

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John Galsworthy, Marie Delle Grazie, Johannes Trojan, Ernest Thayer, Carola Herbst, Sibilla Aleramo, Alice Rivaz

De Britse schrijver John Galsworthy werd geboren op 14 augustus 1867 in Kingston Hill in Surrey. Zie ook alle tags voor John Galsworthy op dit blog en ook mijn blog van 14 augustus 2010.

 

 Uit:The Forsyte Saga

 

“Over against the piano a man of bulk and stature was wearing two waistcoats on his wide chest, two waistcoats and a ruby pin, instead of the single satin waistcoat and diamond pin of more usual occasions, and his shaven, square, old face, the colour of pale leather, with pale eyes, had its most dignified look, above his satin stock. This was Swithin Forsyte. Close to the window, where he could get more than his fair share of fresh air, the other twin, James–the fat and the lean of it, old Jolyon called these brothers–like the bulky Swithin, over six feet in height, but very lean, as though destined from his birth to strike a balance and maintain an average, brooded over the scene with his permanent stoop; his grey eyes had an air of fixed absorption in some secret worry, broken at intervals by a rapid, shifting scrutiny of surrounding facts; his cheeks, thinned by two parallel folds, and a long, clean-shaven upper lip, were framed within Dundreary whiskers. In his hands he turned and turned a piece of china. Not far off, listening to a lady in brown, his only son Soames, pale and well-shaved, dark-haired, rather bald, had poked his chin up sideways, carrying his nose with that aforesaid appearance of ‘sniff,’ as though despising an egg which he knew he could not digest. Behind him his cousin, the tall George, son of the fifth Forsyte, Roger, had a Quilpish look on his fleshy face, pondering one of his sardonic jests. Something inherent to the occasion had affected them all.

Seated in a row close to one another were three ladies–Aunts Ann, Hester (the two Forsyte maids), and Juley (short for Julia), who not in first youth had so far forgotten herself as to marry Septimus Small, a man of poor constitution. She had survived him for many years. With her elder and younger sister she lived now in the house of Timothy, her sixth and youngest brother, on the Bayswater Road. Each of these ladies held fans in their hands, and each with some touch of colour, some emphatic feather or brooch, testified to the solemnity of the opportunity.

In the centre of the room, under the chandelier, as became a host, stood the head of the family, old Jolyon himself. Eighty years of age, with his fine, white hair, his dome-like forehead, his little, dark grey eyes, and an immense white moustache, which drooped and spread below the level of his strong jaw, he had a patriarchal look, and in spite of lean cheeks and hollows at his temples, seemed master of perennial youth. He held himself extremely upright, and his shrewd, steady eyes had lost none of their clear shining. Thus he gave an impression of superiority to the doubts and dislikes of smaller men. Having had his own way for innumerable years, he had earned a prescriptive right to it. It would never have occurred to old Jolyon that it was necessary to wear a look of doubt or of defiance.”

 

 


John Galsworthy (14 augustus 1867 – 31 januari 1933)

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Amélie Nothomb, Jens Bisky, Nikolaus Lenau, Tom Perrotta

De Franstalige Belgische schrijfster Amélie Nothomb werd geboren in Kobe in Japan op 13 augustus 1967. Zie ook alle tags voor Amélie Nothomb op dit blog.

 

Uit: Attentat (Vertaald door Wolfgang Krege)

 

“Als ich mich zum ersten Mal im Spiegel sah,mußte ich lachen: Unglaublich, das sollte ich sein?

Wenn ich mich heute sehe, lache ich, weil ich nun weiß, ich bin es. Und soviel Häßlichkeit hat etwas

Lustiges. Schnell flog mir ein Spitzname zu. Ich muß sechs gewesen sein, als ein Junge auf dem Hof

mir zurief: »Quasimodo!« Begeistert wiederholten die anderen im Chor: »Quasimodo! Quasimodo!«

Dabei hatte keiner von ihnen je von Victor Hugos Glöckner gehört. Aber der Name schien so gut zu passen, daß man ihn nur einmal gehört haben mußte, und er saß.

Bald hieß ich nur noch Quasimodo.

Niemandem außer den Scheusalen sollte erlaubt sein, von der Schönheit zu reden. Ich bin das häßlichste Geschöpf, das ich kenne; also glaube ich mich dazu berechtigt. Dies ist ein solches Privileg, daß ich mein Schicksal nicht beklage.

Und außerdem ist es eine Lust, häßlich zu sein. Welch ein Vergnügen, zum Beispiel, durch die Straßen zu schlendern und in den Gesichtern der Passanten den herrlichen Moment zu erfassen, in dem ich in ihr Blickfeld trete! Freudig koste ich ihre Reaktionen aus: Entsetzen, angewiderte Grimassen, verlegenes Zur-Seite-Schauen; und ich sonne mich in der kindlichen Verzückung mancher Leute, die den Blick gar nicht von mir abwenden können.

Ich möchte ihnen zurufen: »Das ist noch gar nichts, Sie sehen ja nur mein Gesicht! Wie würden

Sie erst staunen, wenn Sie meinen Körper sähen!«

Mit der Schönheit hat es etwas auf sich, das nicht angemessen gewürdigt wird: Man ist sich einig, daß

es weniger auf das Äußere als auf Seele, Charakter, innere Werte usw. ankommt. Trotzdem stellt man

unbeirrt die wohlgeratenen Körper und ebenmäßigen Gesichter ins Scheinwerferlicht, während man

Mißgeburten wie Mich in die dunklen Winkel verbannt.

Woran man sieht, wie die Leute lügen. Ich frage mich, ob ihnen das klar ist. Die Vorstellung, daß sie lügen könnten, ohne es zu wissen, regt mich auf.

Ich hätte Lust, ihnen ins Gesicht zu sagen: »Gebt euch so feingeistig und seelenvoll, wie ihr wollt!

Wenn es euch Spaß macht, dann behauptet nur weiter, ihr würdet die Menschen nicht nach ihrem Aussehen beurteilen! Aber seid nicht so blöd, es selber zu glauben!«

 

 

 

Amélie Nothomb (Kobe, 13 augustus 1967)

 

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Rudolf G. Binding, Vladimir Odojevski, Julia Mann, Will Clarke, Rappa, Albert Sorel

De Duitse dichter en schrijver Rudolf G. Binding werd geboren op 13 augustus 1867 in Basel. Zie ook alle tags voor Rudolf G. Binding op dit blog en ook mijn blog van 13 augustus 2010.

 

 

August

 

Ernster August! Versengst du

mit dörrenden Stürmen die Liebe?

Brechen Wellen des Meeres

ein in die Müde der Augen?

 

Zittert das Licht aus zu hoher

Wölbung des Äthers?

oder wehrt sich das Herz

übermächtiger Glut?

 

Nun sind die Felder geleert.

Die Wälder verdunkeln.

Lichter süßer und liebender

hat uns der Mai einst umarmt.

 

Wehre dich, Herz!

Sammle das Süße in dir.

Sammle es heimlich zum Süßesten.

 

Jetzt reift die Süßeste blutend –

reift die Brombeere

unter dem Dornengerank.

 

 

 

September

 

Trunken steht nun der Baum.

Rundum gestützt trägt sein Schoß

tausend Früchte des Jahrs.

Liebe des Sommers war groß.

 

Tropft auch der Seim aus in der Frucht,

klopft auch der Apfel ins Gras –

keine des Blühens im Mai,

keiner der Liebe vergaß.

 

Reife, reife auch du,

Liebe, in uns wie der Saft

der in der reifenden Frucht

Keim neuen Lebens erschafft.

 

 

 

Oktober

 

Großes Jahr! In jedem Fass

schwillt der Wein zu süßer Schwere.

Herbst berauscht ohn Unterlass

wo ich liebe und begehre.

 

Weiß ich noch von Lieb und Hass

wenn ich herbstlich so sie büße?

Licht! Oh, Licht wird niemals blass

wo ich liebe, wo ich grüße.

 

 



Rudolf G. Binding (13 augustus 1867 – 4 augustus 1938)
  

Basel

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Thomas Mann, Hans-Ulrich Treichel, Marguerite Radclyffe Hall, Marcellus Emants

Op 12 augustus 1955 overleed de Duitse schrijver Thomas Mann. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Thomas Mann op dit blog.

 

Uit: Buddenbrooks

 

Die allgemeine Munterkeit hatte nun ihren Gipfel erreicht, und Herr Köppen verspürte das deutliche Bedürfnis, ein paar Knöpfe seiner Weste zu öffnen; aber das ging wohl leider nicht an, denn nicht einmal die alten Herren erlaubten sich dergleichen. Lebrecht Kröger saß noch genau so aufrecht an seinem Platze wie zu Beginn der Mahlzeit, Pastor Wunderlich blieb weiß und formgewandt, der alte Buddenbrook hatte sich zwar ein bißchen zurückgelegt, wahrte aber den feinsten Anstand, und nur Justus Kröger war ersichtlich ein wenig betrunken.
Wo war Doktor Grabow? Die Konsulin erhob sich ganz unauffällig und ging davon, denn dort unten waren die Plätze von Mamsell Jungmann, Doktor Grabow und Christian frei geworden, und aus der Säulenhalle klang es beinahe wie unterdrücktes Jammern. Sie verließ schnell hinter dem Folgmädchen, das Butter, Käse und Früchte serviert hatte, den Saal – und wahrhaftig, dort im Halbdunkel, auf der runden Polsterbank, die sich um die mittlere Säule zog, saß, lag oder kauerte der kleine Christian und ächzte leise und herzbrechend.
“Ach Gott, Madamchen!” sagte Ida, die mit dein Doktor bei ihm stand, “Christian, dem Jungchen, ist gar so schlecht… “

 

 

 

Het graf van Thomas Mann in Kilchberg bij Zürich

 


“Mir ist übel, Mama, mir ist verdammt übel!” wimmerte Christian, während seine runden, tiefliegenden Augen über der allzu großen Nase unruhig hin und her gingen.
Er hatte das “verdammt” nur aus übergroßer Verzweiflung hervorgestoßen, die Konsulin aber sagte:
“Wenn wir solche Worte gebrauchen, straft uns der liebe Gott mit noch größerer Übelkeit! ”
Doktor Grabow fühlte den Puls; sein gutes Gesicht schien noch länger und milder geworden zu sein.
“Eine kleine Indigestion… nichts von Bedeutung, – Frau Konsulin!” tröstete er. Und dann fuhr er in seinem langsamen, pedantischen Amtstone fort: “Es dürfte das beste sein, ihn zu Bette zu bringen… ein bißchen Kinderpulver, vielleicht ein Täßchen Kamillentee zum Transpirieren … Und strenge Diät, – Frau Konsulin? Wie gesagt, strenge Diät. Ein wenig Taube, – ein wenig Franzbrot…”

 

 

 

Thomas Mann (6 juni 1875 – 12 augustus 1955)

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Anthony Swofford, Stefano Benni, Jacinto Benavente, Réjean Ducharme, Robert Southey

De Amerikaanse schrijver Anthony Swofford werd geboren op 12 augustus 1970 in Fairfield, California. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2009 en ook mijn blog van 12 augustus 2010

Uit: Jarhead

 

“There is talk that many Vietnam films are antiwar, that the message is war is inhumane and look what happens when you train young American men to fight and kill, they turn their fighting and killing everywhere, they ignore their targets and desecrate the entire country, shooting fully automatic, forgetting they were trained to aim. But actually, Vietnam war films are all pro-war, no matter what the supposed message, what Kubrick or Coppola or Stone intended. Mr. and Mrs. Johnson in Omaha or San Francisco or Manhattan will watch the films and weep and decide once and for all that war is inhumane and terrible, and they will tell their friends at church and their family this, but Corporal Johnson at Camp Pendleton and Sergeant Johnson at Travis Air Force Base and Seaman Johnson at Coronado Naval Station and Spec 4 Johnson at Fort Bragg and Lance Corporal Swofford at Twentynine Palms Marine Corps Base watch the same films and are excited by them, because the magic brutality of the films celebrates the terrible and despicable beauty of their fighting skills. Fight, rape, war, pillage, burn. Filmic images of death and carnage are pornography for the military man; with film you are stroking his c—-, tickling his b—– with the pink feather of history, getting him ready for his real First F—. It doesn’t matter how many Mr. and Mrs. Johnsons are antiwar — the actual killers who know how to use the weapons are not.

We watch our films and drink our beer and occasionally someone begins weeping and exits the room to stand on the catwalk and stare at the Bullion Mountains, the treacherous, craggy range that borders our barracks. Once, this person is me. It’s nearly midnight, the temperature still in the upper nineties, and the sky is wracked with stars. Moonlight spreads across the desert like a white fire. The door behind me remains open, and on the TV screen an ambush erupts on one of the famous murderous hills of xml:namespace prefix = st1 />Vietnam.”

 

 

 

Anthony Swofford (Fairfield, 12 augustus 1970)

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Ernst Stadler, Hugh MacDiarmid, Yoshikawa Eiji, Fernando Arrabal

De Duitse dichter Ernst Stadler werd geboren op 11 augustus 1883 in Colmar (Kolmar). Zie ook mijn blog van 11 augustus 2007 en ook mijn blog van 11 augustus 2008 en ook mijn blog van 11 augustus 2009 en ook mijn blog van 11 augustus 2010.

 


Aus der Dämmerung

 

In Kapellen mit schrägen Gewölben· zerfallnen Verließen

und Scheiben flammrot wie Mohn und wie Perlen grün

und Marmoraltären über verwitterten Fliesen

sah ich die Nächte wie goldne Gewässer verblühn:

 

der schlaffe Rauch zerstäubt aus geschwungnen Fialen

hing noch wie Nebel schwankend in starrender Luft·

auf Scharlachgewirken die bernsteinschillernden Schalen

schwammen wie Meergrundwunder im bläulichen Duft.

 

In dämmrigen Nischen die alten süßen Madonnen

lächelten müd und wonnig aus goldrundem Schein.

Rieselnde Träume hielten mich rankend umsponnen·

säuselnde Lieder sangen mich selig ein.

 

Des wirbelnden Frühlings leise girrendes Locken·

der Sommernächte Duftrausch weckte mich nicht:

Blaß aus Fernen läuteten weiße Glocken . .

Grün aus Kuppeln sickerte goldiges Licht . .

 

 

 

Die Rosen im Garten

 

Die Rosen im Garten blühn zum zweiten Mal. Täglich schießen sie in dicken Bündeln

In die Sonne. Aber die schwelgerische Zartheit ist dahin,

Mit der ihr erstes Blühen sich im Hof des weiß und roten Sternenfeuers wiegte.

Sie springen gieriger, wie aus aufgerissenen Adern strömend,

Über das heftig aufgeschwellte Fleisch der Blätter.

Ihr wildes Blühen ist wie Todesröcheln,

Das der vergehende Sommer in das ungewisse Licht des Herbstes trägt.

 

 

 

Fluß im Abend

 

Der Abend läuft den lauen Fluß hinunter,

Gewittersonne übersprengt die Ufersenkung bunter.

Es hat geregnet. Alle Blätter dampfen Feuchte.

Die Weidenwildnis streckt mit hellen Tümpeln sich ins witternde Geleuchte.

Weiße Nebel sich ins Abendglänzen schwingen.

Unterm seichten Fließen dumpf und schrill die mitgezognen Kiesel klingen.

Die Pappeln stehn im Licht, traumgroße Kerzen dick mit gelbem Honigseimbeträuft –

Mir ist, als ob mein tiefstes Glück durch grüne Ufer in den brennenden Gewitterabendläuft.

 



Ernst Stadler (11 augustus 1883 – 30 oktober 1914)

Colmar

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Andre Dubus, Alex Haley, Enid Blyton, Karl Hoche

De Amerikaanse schrijver en essayist Andre Dubus werd geboren op 11 augustus 1936 in Lake Charles, Louisiana. Zie ook mijn blog van 11 augustus 2009 en ook mijn blog van 11 augustus 2010.

 

Uit: Killings

‘He walks the Goddamn streets,’ Matt said. ‘I know. He was in my place last night, at the bar. With a girl.’ ‘I don’t see him. I’m in the store all the time. Ruth sees him. She sees him too much. She was at Sunnyhurst today getting cigarettes and aspirin, and there he was. She can’t even go out for cigarettes and aspirin. It’s killing her.’ ‘Come back in for a drink.’ Matt looked at his watch. Ruth would be asleep. He walked with Willis back into the house, pausing at the steps to look at the starlit sky. It was a cool summer night; he thought vaguely of the Red Sox, did not even know if they were at home tonight; since it happened he had not been able to think about any of the small pleasures he believed he had earned, as he had earned also what was shattered now forever: the quietly harried and quietly pleasurable days of fatherhood. They went inside. Willis’s wife, Martha, had gone to bed hours ago, in the rear of the large house which was rigged with burglar and fire alarms. They went downstairs to the game room: the television set suspended from the ceiling, the pool table, the poker table with beer cans, cards, chips, filled ashtrays and the six chairs where Matt and his friends had sat, the friends picking up the old banter as though he had only been away vacation; but he could see the affection and courtesy in their eyes Willis went behind the bar and mixed them each a Scotch and soda; he stayed behind the bar and looked at Matt sitting on the stool. ‘How often have you thought about it?’ Willis said. ‘Every day since he got out. I didn’t think about bail. I thought I wouldn’t have to worry about him for years. She sees him all time. It makes her cry.’ ‘He was in my place a long time last night. He’ll be back.’ ‘Maybe he won’t.’ ‘The band. He likes the band.

 


Andre Dubus (11 augustus 1936 –  24 februari 1999)

In 1963 

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70 Jaar Kees van Kooten, Alfred Döblin, Moses Isegawa, Mark Doty, Jerzy Pilch

De Nederlandse schrijver en cabaretier Kees van Kooten werd geboren op 10 augustus 1941 in Den Haag. Zie ook alle tags voor Kees van Kooten op dit blog. Kees van Kooten viert vandaag zijn 70e verjaardag.

 

Uit: Scheren

 

‘Het is niet zoals er sommigen zijn die dit de laatste tijd overal schijnen rond te beweren (achter mijn rug en hun hand natuurlijk altijd hoor, zo doen de dames en heren wel, want kom je ze ergens gewoon tegen dan zijn ze een en al Hoe gaat het en ooh dan zie je er ineens ZO goed uit en dan vinden ze je toch ZO’N leuke broek aandragen en zo die dingen) maar ik herhaal dat het dus ABsoluut niet is dat ik het mij niet zou kunnen verOORloven, een elektries scheerapparaat.

Toevallig heb ik namelijk zojuist DUIZEND GULDEN op DE BANK gezet tegen een looptijd van achtenkwart procent over zeven jaar, dat ik dat sommetje daar rustig kan laten liggen staffelen, dus dan zou IK mij als diegene geen electries scheerapparaat kunnen behappen?! Nou al is het een electroniese digitaal-shaver met 24 koppen en ingebouwde elektret-mikrofoons – die koop ik namelijk ZO, als ik hem zou willen. Want dan wil ik diezelfde mensen die mij op deze insinuerende wijze rondstrooien wel even verklappen dat ik namelijk toevallig NOG EEN KEER DUIZEND GULDEN op een ANDERE BANK heb staan uitgroeien! En wel expres mijn bedje een beetje verspreid à zevenhalf procent over zes jaar tijds. Dus hiermee moge ik dan definitief het praatje van de wereld afdoen dat ik bepaalde zaken niet zou kunnen betalen. Ik kan ALLES betalen. Ik kan elk electries apparaat, ALS het maar bestaat, in huis halen, als ik hier behoefte voor zou voelen hebben. Wat mijn ogen zien, kunnen mijn handen neertellen. En of bepaalde mensen hier vooral goede nota van willen knopen! De enige reden dat ik geen electries scheerapparaat heb, is, dat ik geen electries scheerapparaat heb. Ik heb geen electries scheerapparaat omdat ik mij nog steeds niet electries scheer.

En wel hierom: dat ik mij nooit electries ben gaan scheren, maar altijd aan het mesje heb vastgehouden.

Aan extra haargroei blijft het bij mij bij mijn bovenlip (maar dan daarboven) en de Kin Rondom. Maar die moeten dan ook elke dag ontdaan worden. Een Baard als zodanig ontspringt mij echter niet. Met een eenvoudig Krabbertje scheer ik mijn gezicht binnen vier minuten Het Heertje. Tegen vieren ’s middags, als mijn opkomende snor zijn “shadow” over mijn hoofd begint te “five o’clocken” schaaf ik de boel in een extra beurtje voor als ik ergens heenmoet wel eens opnieuw helemaal morgenschoon. Verder niks geen problemen. Wat mijn kwaliteit van Scheren aangaat draai ik ergens middenin het grote slappe mannenpeloton mijn rondjes”.

 

 

Kees van Kooten (Den Haag, 10 augustus 1941)

In zijn rol van het vieze mannetje 

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Robin Pilcher, Jorge Amado, René Crevel, Blanca Varela, Barbara Erskine, Michail Zosjtsjenko, Philipp Nicolai, Joseph Bialot, Piet Bakker

De Poolse schrijver Jerzy Pilch werd geboren op 10 augustus 1952 in Wisla. Zie ook alle tags voor Jerzy Pilch op dit blog en ook mijn blog van 10 augustus 2010.

 

Uit: The Long Way Home

 

Alloa, Scotland‚December 1988

As she left the driveway and ran down the narrow lane leading to the farm, the silence of that cold winter morning was absolute, save for the crunch of breaking ice as her Doc Martens stamped through the puddles that ran ribbon-like along the rutted track. Tears glistened on her rosy cheeks, but the broad smile on her face showed that they were due to the frigid air nipping at her brown eyes rather than from any feeling of unhappiness. In fact, Claire Barclay could not have been happier. The cold that penetrated her padded jacket and bit at her ears through the woolly hat she wore pulled over her short hennaed hair was counteracted by a tingling warmth flooding from deep within.

Because Claire Barclay was most definitely in love.

Actually, she had been in love with Jonas Fairweather, expert motor mechanic and budding champion rally driver, ever since she had first come to Scotland at the age of eleven, but even though she had spent nearly every day of the next seven years in his company, she had never told him. And he had never said anything to her. They had never even kissed.

So the question that had arisen on so many occasions in Claire’s mind was when to broach this subject, and take their friendship from its present stage into one of deep and everlasting affection.

Today was the day, the time was right. She had finished with school and now had nine months to spend with Jonas before she went on to university at St. Andrews. And it was Christmas, the season of glad tidings. The previous evening, they had been together in the workshop, and they had talked and laughed while he worked on his car until well after eleven o’clock. When she left, his farewell had not been the usual muffled goodbye called out from the depths of the car engine. He had walked with her to the door and stood close, spinning a spanner in his hand, catching her eye and smiling at her. She had sensed then that something was going to happen, but he had just slipped the spanner into the pocket of his coveralls, pushed the door open and said, “See you tomorrow then.”

 

 

Robin Pilcher (Dundee, 10 augustus 1950)

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