Thomas von Steinaecker, Annelies Verbeke, Dermot Bolger, Pramoedya Ananta Toer, Heinz Kahlau, Felix Mitterer, John Henry Mackay

De Duitse schrijver en journalist Thomas von Steinaecker werd geboren op 6 februari 1977 in Traunstein. Zie ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Uit: Schutzgebiet

 

Die Eingeborene hebt ihre Hängebrust mit der Hand an, damit das Baby auf ihrem Arm leichter daran saugen kann. Ab und zu kratzt sich die Frau. Bei jeder Bewegung klirren die Reife – aus Gold? -, die ihr wie ein Mühlsteinkragen vom Hals abstehen. Sie schaut teilnahmslos, als ob sie Henry nicht wahrnehmen würde. Auf der weißen Tafel vor dem Zaun ihres Geheges liest er: Négresse avec petit (Tola).
Auf der Wiese daneben haben sich die Schwarzen in einer Reihe vor einem Lagerfeuer aufgestellt, über dem ein Tier brät, machen zwei Schritte vor, beugen den Oberkörper, treten zurück, eine menschliche Welle, dazu singen sie etwas. Sie tragen schwere Holzschilder und Lanzen, ihre nackten Oberkörper sind vollständig tätowiert. Der Rauch des Feuers weht so dicht, dass der Eiffelturm, der die ganze Zeit über mächtig im Hintergrund in den Himmel ragte, verschwunden ist. Fast scheint es Henry in diesem Moment, als ob er sich tatsächlich im afrikanischen Busch befände.
Was die Tätowierungen wohl darstellen?, fragt Henrys Cousine, Mlle. Villiers, die ihr Taschentuch wieder vom Mund genommen hat, so dass ihre schmalen Lippen zum Vorschein kommen.
Ob er etwas erkennen könne.
Sie beugt sich über den hüfthohen Holzzaun, hält dabei ihren weißen Hut am Hinterkopf mit der einen Hand fest, in der anderen ihr zusammengebundenes Spitzensonnenschirmchen. Eine brünette Strähne hängt ihr ins Gesicht.
Henry ist unklar, ob das eine weitere Probe ist, das Stichwort für etwas, das von ihm erwartet wird. Kurzentschlossen ruft er nach dem Wärter mit dem gelben Tropenhelm. Einer der Eingeborenen im Gehege solle an den Zaun treten. Der harsche Befehlston aus seinem Mund überrascht ihn selbst – und freut ihn zugleich, weil er seine eigene Stimme sicher und, wie er meint, nahezu akzentfrei in der fremden Sprache reden hört. Als seine Cousine entrüstet sagt, sie verlasse unverzüglich das Gelände, weiß er, dass er richtig gehandelt hat. Mehrmals dreht sie sich um und zeigt ihm ihr schnell aufgespanntes Schirmchen, woraufhin er sie lächelnd bitten muss, zu bleiben. Schließlich lässt sie sich mit gespielt beleidigter Miene und erhobener Stupsnase dazu bewegen.
Wortlos, mittels eines Stocks, einer Art Zeigestab, hebt der Wärter den tätowierten Arm des schwarzen Mannes an, etwa so wie man ein Stück Fleisch in der Pfanne wendet, um zu überprüfen, ob es schon gar ist. Mlle. Villiers wirft zunächst nur einen kurzen angewiderten Blick darauf. Dann, nachdem Henry über die bunten Spiralen, Kreise und Rechtecke auf der Haut des Wilden streicht – ganz glatt ist sie, wie die eines Kindes -, berührt auch seine Cousine den Arm vorsichtig mit den Fingerkuppen.“

 

steinaecker

Thomas von Steinaecker (Traunstein, 6 februari 1977)

 

De Vlaamse schrijfster Annelies Verbeke werd geboren op 6 februari 1976 in Dendermonde. Zie ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Uit: Groener Gras

 

„Op een frisse lentemiddag ontmoette ze een man bij het prikkeldraad. Hij heette Bert en was een jaar of tien ouder dan zij.
`Je lijkt nogal van koeien te houden’, zei Bert.
Ze haalde haar schouders op en bleef strak voor zich uit kijken. Hij stond nogal dichtbij, vond ze. Met haar nagel verwijderde ze wat mos van een houten paaltje dat de elektrisch geladen afrastering op zijn plaats hielp te houden.
`Ken je de gebroeders Heck?’ vroeg Bert.
Lola schudde haar hoofd. Ze kende niet zo veel mensen.
`Die hebben het Heckrund ontworpen. Tot op de dag van vandaag is dat de beste poging om de oeros na te maken. Die is sinds de Middeleeuwen uitgestorven.’
Hij leek indruk op haar te willen maken.“

 

Verbeke

Annelies Verbeke (Dendermonde, 6 februari 1976)

 

De Ierse schrijver en uitgever Dermot Bolger werd geboren op 6 februari 1959 in Dublin. Zie ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Uit: In High Germany

 

„You are eleven now, Son. All you think of every day is football, football and more football. Upsetting the old man in the flat below us by kicking ball on the grass, in the car-park spaces. Anywhere you can find room in this apartment block.

How very un-German of you not to obey the house rule about making noise.The afternoon hours when one is not allowed to use the Hoover or play the radio too loud.Their neat German laws. It was never like that at home in Dublin, with kids shouting night and day. But Dublin will never be your home and it is no longer mine.

I am Irish in Germany.You are half- Irish in Germany and half-German in Ireland.Maybe it is even harder for you than for me, in no man’s land. Your German accent and your Irish looks. When you grow up, perhaps you will play football for some big German team. But if you ever become a star, I will make sure that the football shirt you wear will be the green one of Ireland.

That was the shirt I was wearing twelve years ago, when I first heard, in a phone call, that you were going to be born. Sometimes now you ask me about that. About the last time I saw Ireland play. Not in Dublin, but here in Germany, when I followed them around in Euro 1988. I saw them play England and Russia and Holland.

That was the last week of my youth or at least of my old life.The last time I stood among lots of Irish voices. The last day I woke without thinking of myself in a new way – as a father. Some nights still, when I am getting a train in the main station, I remember that night back in 1988. Holland had just beaten Ireland. I came back here to Hamburg without phoning your mother to tell her I was coming.”

 

Bolger

Dermot Bolger (Dublin, 6 februari 1959)

 

De Indonesische schrijver Pramoedya Ananta Toer werd geboren in Blora op Midden-Java op 6 februari 1925. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007 en ook mijn blog van 6 februari 2008 en ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Uit: Footsteps

 

“Within just a few weeks something wondrous happened. All the Chinese merchants in Surabaya — followed later by those in other towns — refused to patronize the European merchant houses. The big European trading house where the initial incident had taken place went bankrupt. Soon afterward several others also had to close up. These bankruptcies were followed by chaos among the banks. The business world was thrown into turmoil and confusion. The impact was felt right down to the lanes and alleys of the villages.

“It’s a boycott,” said Frischboten. He explained the Irish actions against Captain Boycott proving that it’s not just the strong who have power, but also the weak, providing they organize. “And only through organizing can the weak show their true strength. The boycott is the concrete form of the power of the weak.”

His words burned through me. I was sent aflame. Everything could be won merely by organizing the weak. So simple! I could do that, I thought, tomorrow, the next day, even now.”

 

Pramoedya_Ananta_Toer_2

Pramoedya Ananta Toer (6 februari 1925 — 30 april 2006)

 

De Duitse dichter en schrijver Heinz Kahlau werd op 6 februari 1931 geboren in het dorpje Drewitz. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007 en ook mijn blog van 6 februari 2008 en ook mijn blog van 6 februari 2009.

Doppelter Regenbogen

Du lenktest unsre rasende Maschine.
Plötzlich vor uns ein Regenbogen.
Ein Regenbogen, riefst du,
ein doppelter Regenbogen!
So lange habe ich schon keinen Regenbogen gesehn
und nun ein doppelter!
Ob er richtig rund ist?
Ich kann mich doch nicht umdrehn!
Ich drehte mich um und sagte:
Ich kann das andere Ende sehn,
aber dort ist er nur einfach.
Kannst du sehn,
ob er über den ganzen Himmel geht?
fragtest du aufgeregt.
Über den ganzen Himmel, richtig rund,
wäre das schön!
Nein, das kann auch ich nicht sehen,
war meine Antwort –
aber bestimmt ist er rund.
Bestimmt!
sagtest du noch
und dann nichts mehr.
Warum hielten wir nicht an?

 

Eine Biographie

Als er klein war, sagten ihm die Großen:
Du musst warten, wachsen und gedeihn.
Und sie haben ihn zurückgestoßen,
als er wagte, groß und kühn zu sein.

Als er jung war, sagten ihm die Alten:
Du musst älter werden und gescheiter sein.
Und sie schafften es, ihn aufzuhalten,
und sie sperrten seine Einfalt ein.

Als er groß war, war er für die Taten
schon zu alt geworden und ihm fehlte Schwung.
Und er ging, die Jungen zu verraten,
denn sie waren ihm zu kühn und viel zu jung.

Kahlau

Heinz Kahlau (Drewitz, 6 februari 1931)

 

De Oostenrijkse schrijver (toneel, hoorspelen en draaiboeken) Felix Mitterer werd geboren op 6 februari 1948 in Achenkirch, Tirol. Zie ook mijn blog van 6 februari 2008 en ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Uit: In der Löwengrube

 

„KIRSCH: Guat, probier ma des Stückl – furchtbar, furchtbar, sag i enk! Koaner hats derspielt, herum gruadert mit die Arm, alle wia die Holzpflöck! Jetzt, derentwegen, mit meiner Begabung, nit, bin i wia der Judas, wia der echte Judas gwesen, hun mi direkt verwandelt in den Judas! Brennrote Haar, brennroten Bart, so an Zinken im Gfrieß, bugglert, hatschert, der ewige Jud halt, nit? So, und was is gschechen? Die Leut, die Zuaschauer, ham geglabt, i bin der echte Judas und ham mi nach der ersten Vorstellung derartig, aber schun derartig verdroschen, daß i ins Spital müassen hun. Aber an Stolz hun i ghabt, des kunn i enk sagen. An sakkrischen Stolz. So, nachand sozuagen der zwoate Wendepunkt, fünf Jahr spater. Geh i unten in Oetz beim Lehrerhaus vorbei, dee alte Lehrer is grad gstorben gwesen, und was siech i da? Die Frau vom Lehrer steht vor an Haufen Büacher und will sie anzünden. I hupf glei eini übern Zaun und blas ihr des Zündhölzl aus und schmier ihr oane. Büacher tuast ma du koane anzünden, sag i, so a Frevel. I moan, daß Ös mi recht verstehts: Judenbüachel is freilich koans dabei gwesen, des hab i nachand schon gsechen, weil die Judenbüacheln, de ghörn freilich verbrennt. I kenn zwar koa Judenbüachel, aber da sollen furchtbare Sachen drinstehn, hun i in der Zeitung glesen. Was steht denn da drin in so an Judenbüachel, wißts Ös des?

STRASSKY: (grinsend) Dekadente Schweinereien, Herr Höllrigl! „

 

Mitterer
Felix Mitterer (Achenkirch, 6 februari 1948)

 

De Duitse dichter, schrijver en anarchist John Henry Mackay werd geboren in Greenock op 6 februari 1864. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007 en ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Heimliche Aufforderung

Auf, hebe die funkelnde Schale
Empor zum Mund,
Und trinke beim Freudenmahle
Dein Herz gesund!

Und wenn du sie hebst, so winke
Mir heimlich zu –
Dann lächle ich, und dann trinke
Ich still wie du…

Und still gleich mir betrachte
Um uns das Heer
Der trunkenen Schwätzer – verachte
Sie nicht zu sehr:

Nein, hebe die blinkende Schale,
Gefüllt mit Wein,
Und laß beim lärmenden Mahle
Sie glücklich sein.

– Doch hast du das Mahl genossen,
Den Durst gestillt,
Dann verlasse der lauten Genossen
Festfreudiges Bild

Und wandle hinaus in den Garten
Zum Rosenstrauch –
Dort will ich dich dann erwarten
Nach altem Brauch…

Und will an die Brust dir sinken,
Eh du’s erhoffst,
Und deine Küsse trinken,
Wie ehmals oft,

Und flechten in deine Haare
Der Rose Pracht –
O komme, du wunderbare,
Ersehnte Nacht!

Mackay

John Henry Mackay (6 februari 1864 – 16 mei 1933)
Mackay’s gedichten op cd

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 6e februari ook mijn vorige blog van vandaag.

 

Irmgard Keun, Ernst Wilhelm Lotz, Ugo Foscolo, Wilhelm Schmidtbonn, Alfred Mombert, Christopher Marlowe, Sergio Corazzini

De Duitse schrijfster Irmgard Keun werd geboren op 6 februari 1905 in Charlottenburg. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007 en ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Uit: Das kunstseidene Mädchen

 

„Ich bin in Berlin. Seit ein paar Tagen. Mit einer Nachtfahrt und noch neunzig Mark übrig. Damit muss ich leben, bis sich mir Geldquellen bieten. Ich habe Maßloses erlebt. Berlin senkte sich auf mich wie eine Steppdecke mit feurigen Blumen. Der Westen ist vornehm mit hochprozentigem Licht – wie fabelhafte Steine ganz teuer und mit so gestempelter Einfassung. Wir haben hier ganz übermäßige Lichtreklame. Und ich war ein Gefunkel. Und ich mit dem Feh. [Mantel aus Eichhörnchenfell] Und schicke Männer wie Mädchenhändler, ohne dass sie gerade mit Mädchen handeln, was es ja nicht mehr gibt – aber sie sehen danach aus, weil sie es tun würden, wenn was bei rauskäme. Sehr viel glänzende schwarze Haare und Nachtaugen so tief im Kopf. Aufregend. Auf dem Kurfürstendamm sind viele Frauen. Die gehen nur. Sie haben gleiche Gesichter und viel Maulwurfpelz – also nicht ganz erste Klasse- aber doch schick – so mit hochmütigen Beinen und viel Hauch um sich. Es gibt eine Untergrundbahn, die ist wie ein beleuchteter Sarg auf Schienen – unter der Erde und muffig, und man wird gequetscht. Damit fahre ich. Es ist sehr interessant und geht schnell.“

(…)

„Ich bringe ihm Berlin, das in meinem Schoß liegt. Fragt er mich: ,Liebe Volksliederstimme, wo warst du heute?´ ,Ich war – auf dem Kurfürstendamm.´ ,Was hast du gesehen?´ Und da muss ich doch viele Farben gesehen haben: ,Ich habe gesehen – Männer an Ecken, die verkaufen ein Parfüm, und keinen Mantel und kesses Gesicht und graue Mütze, – und Plakate mit nackten rosa Mädchen – keiner guckt hin – ein Lokal mit so viel Metall und wie eine Operation, da gibt es auch Austern – und berühmte Photographen mit Bildern in Kästen von enormen Leuten ohne Schönheit. Manchmal auch mit.´“

 

Keun

Irmgard Keun (6 februari 1905 – 5 mei 1982)

 

 

De Duitse dichter Ernst Wilhelm Lotz werd geboren op 6 februari 1890 in Culm. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007 en ook mijn blog van 6 februari 2009.

Frühlingsatem

Eine Liebesfrohheit hat meine Wangen rot gepudert.
Mein Atem mischt sich weich dem Tagwind.

Wo ich die Straßen betrete, sind sie zum Festzug bereitet.
Ein blumiges Schauvolk festschreitet und gleitet.

Menschen erwartungs-groß haben sich aufgestellt,
Aus allen Fenstern kommen Blicke zu mir Sonntag-erhellt.

Mit bloßem Kopfe und mit vor Jungkraft federnden Zehen
Muß ich immer und immer durch Sonnenstraßen gehen.

Ich habe ein fernblaues Mädchen am Ende der Straße erschaut,
Das liebruhelos Säulen von Sonnenstaub vor mir baut.

Und während ich gehe, geht in meiner Herzbrust jemand
mit viel schnelleren Füßen
Und ruft: Wir werden heut küssen! küssen!

Weichluft-umschlungen verzittert mein Jubelschrei hinab in die Brust,
Und mein Atem strömt ab in den Wind. Von Dächern weht ein Gelächter.

Lotz ernst-wilhelm 1

Ernst Wilhelm Lotz (6 februari 1890 – 26 september 1914)

 

De Italiaanse schrijver en dichter Ugo Foscolo (eig. Niccolò Foscolo) werd geboren op 6 februari 1778 in Zákynthos. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007 en ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

To The Night 

 

Maybe because you always have appeared

The image of that fatal rest to me,

O night! You come towards me so dear!

Escorted by the summer clouds with glee

And by the gentle breezes full of cheer,

 

Or from the snowy air you come sending

That long, uneasy darkness to the world,

O summoned night, upon the earth descending,

The darkest secrets of my heart you hold.

At sight of you my mind begins to wander

To the eternal void beyond the sky;

And all along the wretched time meanders

And with it all my worries; meanwhile I

Stand looking at your peace that calms the torment

Within my raging spirit lying dormant.

 

Vertaald door Alexander Shaumyan

 

Ugo_Foscolo

Ugo Foscolo (6 februari 1778 – 10 september 1827)
Portret door François-Xavier Fabre, 1813.

 

De Duitse schrijver Wilhelm Schmidtbonn (eig. Schmidt) werd geboren op 6 februari 1876 in Bonn. Zie ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Uit: Die Flucht zu den Hilflosen

 

Kürzlich sah ich ein Mütterchen, das am Strick einen Hund zum Töten führte…, kein schöner Hund, ein hässlicher Hund, kein Hund für Menschen…, obwohl ich meinen Hund immer angesehen habe…, nur seine Augen hatte ich immer betrachtet…, ihre blaue Tiefe hatte den ganzen Körper mit überleuchtet…, aber auf dem Leib des Hundes kann ich meine Stirn legen…, zu jeder Stunde, mitten in der Nacht…, ich war einige Jahre weg, er wartete, seine Augen waren fasst blind, ich übte Verrat… und hatte einen anderen Hund…, kann ein Hund warten?…, ein Hundejahr zählt sieben Menschenjahre…, eben strahlte er noch und schon ist er alt…, als ich nach Hause kam rief ich seinen Namen…, er erhob sich von der Erde, horchte in irgendeiner Richtung…, da erschien ein weißer Kopf…, er konnte nicht mehr springen…, er kam nicht höher als bis an meine Knie und fiel zur Erde…, ich musste ihn wieder aufrichten…, da kam mein neuer Gefährte und beide verbissen sich…, er konnte noch schreien…, seine Stimme war eine ganz fremde geworden, klirrend, blechern… und das schüttelte mein inneres am meisten – lächerlich menschenähnlich…, ich musste nach ein paar Wochen wieder weg…, er fand die offene Schublade…, verkroch sich unterm Bett und ein stöhnen, tief aus dem Urherzen der Welt selbst kam von ihm herauf…, den Hund bei den Pfoten nahm, abschied nehmend, schlug er nicht mit dem Schweif…,

 

Schmidtbonn

Wilhelm Schmidtbonn (6 februari 1876 – 3 juli 1952)
Portret door Gabriele Münters

 

De Duitse dichter en schrijver Alfred Mombert werd geboren op 6 februari 1872 in Karlsruhe. Zie ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Der Mond

 

Der Mond. Steil in der Höh.

Groß. Stumm. Weiß. Hoffnunglos weiß.

Langsam,

säuselnder Wind.

Große stille Schneeflocken

weich herab.

Kommen und Bleiben.

Ein Da-Sein.

 

 

Sleeping they bear me

 

Sleeping they bear me

Into my homeland.

From far away I come,

Hither over peaks and chasms

Over a dark ocean

Into my homeland.

 

Now that I have quelled the strongest of the giants,

Out of the darkest land

Won my way home,

Led by a white fairy hand–

 

Echo heavy the bells.

And I stagger through the streets

Sleep-bound.

 

 

Vertaald door Jethro Bithell

 

mombert

Alfred Mombert (6 februari 1872 – 8 april 1942)

 

De Engelse dichter en schrijver Christopher Marlowe werd geboren op 6 februari 1564 in Canterbury. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007 en ook mijn blog van 6 februari 2008 en ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Our conquering swords

 

Our conquering swords shall marshall us the way

We use to march upon the slaughter’d foe,

Trampling their bowels with our horses’ hoofs,

Brave horses bred on the white Tartarian hills.

My camp is like to Julius Caesar’s host,

That never fought but had the victory;

Nor in Pharsalia was there such hot war

As these, my followers, willingly would have.

Legions of spirits, fleeting in the air,

Direct our bullets and our weapons’ points,

And make your strokes to wound the senseless light;

And when she sees our bloody colours spread,

Then Victory begins to take her flight,

Resting herself upon my milk-white tent–

But come, my lords, to weapons let us fall;

The field is ours, the Turk, his wife, and all

Marlowe

Christopher Marlowe (6 februari 1564 – 30 mei 1593)

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

De Italiaanse dichter en schrijver Sergio Corazzini werd geboren op 6 februari 1886 in Rome.

 

William S. Burroughs, Joris-Karl Huysmans,Terézia Mora, Rudolf Lorenzen, Henriette Hardenberg, Luc Indestege

De Amerikaanse schrijver William S. Burroughs werd geboren in Saint Louis (Missouri) op 5 februari 1914. Zie ook mijn blog van 5 februari 2007  en ook mijn blog van 5 februari 2008 en ook mijn blog van 5 februari 2009.

Uit: The naked lunch

“Did I ever tell you about the man who taught his ass to talk? His whole abdomen would move up and down you dig farting out the words. It was unlike anything I had ever heard.
This ass talk had sort of a gut frequency. It hit you right down there like you gotta go. You know when the old colon gives you the elbow and it feels sorta cold inside, and you know all you have to do is turn loose? Well this talking hit you right down there, a bubbly, thick stagnant sound, a sound you could smell.
This man worked for a carnival you dig, and to start with it was like a novelty ventri- liquist act. Real funny, too, at first. He had a number he called The Better Ole that was a scream, I tell you. I forget most of it but it was clever. Like, “Oh I say, are you still down there, old thing?”
“Nah I had to go relieve myself.”
After a while the ass start talking on its own. He would go in without anything prepared and his ass would ad-lib and toss the gags back at him every time.
Then it developed sort of teeth-like little raspy in- curving hooks and start eating. He thought this was cute at first and built an act around it, but the asshole would eat its way through his pants and start talking on the street, shouting out it wanted equal rights. It would get drunk, too, and have crying jags nobody loved it and it wanted to be kissed same as any other mouth. Finally it talked all the time day and night, you could hear him for blocks screaming at it to shut up, and beating it with his fist, and sticking candles up it, but nothing did any good and the asshole said to him Its you who will shut up in the end. Not me. Because we dont need you around here any more. I can talk and eat AND shit.
After that he began waking up in the morning with a transparent jelly like a tadpoles tail all over his mouth. This jelly was what the scientists call un-D.T., Undifferentiated Tissue, which can grow into any kind of flesh on the human body. He would tear it off his mouth and the pieces would stick to his hands like burning gasoline jelly and grow there, grow anywhere on him a glob of it fell. So finally his mouth sealed over, and the whole head would have have amputated spontaneous- except for the EYES you dig. Thats one thing the asshole COULDNT do was see. It needed the eyes. But nerve connections were blocked and infiltrated and atrophied so the brain couldnt give orders any more. It was trapped in the skull, sealed off. For a while you could see the silent, helpless suffer- ing of the brain behind the eyes, then finally the brain must have died, because the eyes WENT OUT, and there was no more feeling in them than a crabs eyes on the end of a stalk.”

 

burroughs

William S. Burroughs (5 februari 1914 – 2 augustus 1997)

 

De Franse dichter en schrijver Charles-Marie-Georges Huysmans werd geboren op 5 februari 1848 in Parijs. Zie ook mijn blog van 5 februari 2007 en ook mijn blog van 5 februari 2008 en ook mijn blog van 5 februari 2009.

 

Rococo japonais


Ô toi dont l’oeil est noir, les tresses noires, les chairs
blondes, écoute-moi, ô ma folâtre louve !

 

J’aime tes yeux fantasques, tes yeux qui se retroussent
sur les tempes ; j’aime ta bouche rouge comme une baie
de sorbier, tes joues rondes et jaunes ; j’aime tes pieds
tors, ta gorge roide, tes grands ongles lancéolés, brillants comme
des valves de nacre.

 

J’aime, ô mignarde louve, ton énervant nonchaloir, ton
sourire alangui, ton attitude indolente, tes gestes mièvres.

 

J’aime, ô louve câline, les miaulements de ta voix, j’aime
ses tons ululants et rauques, mais j’aime par-dessus tout,
j’aime à en mourir, ton nez, ton petit nez qui s’échappe
des vagues de ta chevelure, comme une rose jaune éclose
d’ans un feuillage noir.

 

 

 

L’extase

 

La nuit était venue, la lune émergeait de l’horizon, étalant

sur le pavé bleu du ciel sa robe couleur soufre. J’étais

assis près de ma bien-aimée, oh ! bien près ! Je serrais ses

mains, j’aspirais la tiède senteur de son cou, le souffle

enivrant de sa bouche, je me serrais contre son épaule,

j’avais envie de pleurer ; l’extase me tenait palpitant,

éperdu, mon âme volait à tire d’aile sur la mer de l’infini.

 

Tout à coup elle se leva, dégagea sa main, disparut dans la

charmoie, et j’entendis comme un crépitement de pluie dans

la feuillée.

 

Le rêve délicieux s’évanouit… ; je retombais sur la terre,

sur l’ignoble terre. O mon Dieu ! c’était donc vrai, elle,

la divine aimée, elle était, comme les autres, l’esclave de

vulgaires besoins !

 

JK_Huysmans

Joris-Karl Huysmans (5 februari 1848 – 12 mei 1907)
Portret door Jean-Louis Forain

 

De Hongaarse, Duitstalige, schrijfster en vertaalster Terézia Mora werd geboren op 5 februari 1971 in Sopron. Zie ook mijn blog van 5 februari 2009.

Uit: Der einzige Mann auf dem Kontinent

„Sie beugte sich über ihn, ihre Brüste schwangen nach vorn, ein Duft stieg ihren Bauch entlan
g hoch, er hob den Kopf ein wenig, um ihren Nabel zu sehen: eine kleine Muschel, mit einer oberen Krempe; er freute sich über den Anblick, doch dieser war nur die erste Etappe, was ihn wirklich interessierte, war die Fortsetzung: der mit einer kleinen Stufe ansteigende Unterbauch, die schokobraunen Schamhaare und, je nach deren aktueller Dichtigkeit, eventuell sogar die Schamlippen – doch ausgerechnet hier geriet etwas durcheinander, ein Arm schob sich ins Bild, was macht sie da, streicht sie sich eine Strähne aus dem Gesicht?, unter dem Ellbogen blitzte eine Gruppe Stockrosen auf, dazwischen stach die Sonne herein – Nein!, sagte er. – Oh, sagte sie, du schläfst noch. – Ja, sagte er im Schlaf.

An einem Freitag, dem 5. September, kurz nach 8 Uhr am Morgen, erschien ein Mann, nicht groß, schlank, gebräunt, wohl gekämmt, am Etagenempfang im ersten Stock eines Bürohauses und fragte nach Darius Kopp von der Firma Fidelis. Die Dame am Empfang gab die Information, der Herr sei zu dieser frühen Stunde noch nicht im Hause. Der elegante Mann sagte, er habe es eilig. Die Empfangsdame, ihr Name ist Frau Bach, sah, dass ihm Schweiß auf der Stirn stand, ein Tropfen machte sich auf den Weg zur Schläfe, ein anderer zur Nase. Frau Bach fand den Mann, so wie er vor ihr stand, sehr attraktiv. Er fragte, ob er ein Paket dalassen könne. Frau Bach wurde vorsichtig. Sie wissen, die Zeiten sind gefährlich, keine unbeobachteten Gepäckstücke, in so einem großen Bürohaus einfach ein Paket anzunehmen – Ein Gerätekarton, Inhalt laut Aufschrift und Bild ein WaveLAN24-Access-Point, aber die Verpackung war geöffnet worden, das sah man –, dass Sie mir Ihre Visitenkarte dalassen, würde mir im Fall der Fälle nicht viel helfen.“

 

TereziaMora

Terézia Mora (Sopron, 5 februari 1971)

 

De Duitse schrijver en journalist Rudolf Lorenzen werd geboren op 5 februari 1922 in Lübeck. Zie ook mijn blog van 5 februari 2009.

Uit: Bad Walden

»… alles ist ausgeschöpft – nun wuchert die Phantasie! Aber es ist keine Phantasie des Übermuts, der heiteren Schrullen, es ist die Vision der Fäulnis. Die abendländische Kunst…«
Ein Knopfdruck, der Sprecher verstummte. An seiner Stelle sang nun Barry Manilow: »I can’t smile without you!« Barry Manilow greinte es in Stereo, aus allen Ecken des Peugeot jammerte er lauthals, daß er ohne irgendwen einfach nicht lächeln könnte. Der Wagen füllte sich mit einer dumpfen Aggression. Der Mann am Steuer versuchte, sich zu wehren. »Was hast du gegen den Vortrag?« fragte er. »Er handelt vom Herbst in der abendländischen Kunst.«
»Kunst! Immer nur Kunst! Viereinhalb Wochen Kunst statt Urlaub. Und nun auch noch Herbst in der Kunst. Guck doch mal aus dem Fenster! Als wenn draußen nicht genug Herbst ist. Der September ist vorbei, morgen beginnt der Oktober, und wir waren auf der ganzen Reise kaum zweimal im Meer baden.«
Schweigen. Der Frau auf dem Beifahrersitz tat es plötzlich leid, sich so erregt zu haben. Sie drückte auf den Knopf am Radio.
»…Die Farben sterben, allen voran das Blau. Nur das Rosa hält sich noch eine Weile, bis es zu einem trüben, weißlichen Aurorarot verglimmt. Das Ornament findet seine Motive im Sumpf: Schlingpflanzen, Ranken, Flechten …«
»Nein, nein!« meinte der Mann, »Jetzt wollen wir wissen, warum dieser Sänger ohne seine Angebetete nicht lächeln kann.«
Er schaltete wieder um, noch immer flennte Barry Manilow.
»Wenn ich das schon höre: Angebetete! Kannst du nicht mal deinen Sprachschatz ein wenig verjüngen, Claus? Wir leben in den Siebzigerjahren! Wir sind nicht mehr im Mittelalter. Es muß ja nicht gleich jeder merken, daß du in zwei Jahren fünfzig wirst.«
Der Mann schwieg. Er ärgerte sich nicht, er hatte in fünf Jahren Ehe gelernt, Anspielungen auf den Altersunterschied zu überhören. Neunzehn war Susanne, als sie heirateten. Nun war sie vierundzwanzig. Und sie tat noch immer, als wäre sie ein Fratz.
»Entschuldige«, sagte der Fratz, »ich wollte dich nicht kränken «; und schaltete das Kulturprogramm wieder ein.“

Rudolf_Lorenzen
Rudolf Lorenzen (Lübeck, 5 februari 1922)
Foto: Alexander Janetzko

 

 

De Duitse dichteres Henriette Hardenberg werd geboren op 5 februari 1894 in Berlijn als Margarete Rosenberg. Zie ook mijn blog van 5 februari 2007 en ook mijn blog van 5 februari 2009.

 

White and red

 

Clouds tumble from the skies,

Impenetrable hedges of white roses grow,

The heart, of marble, lies slain.

Snow stars float

In whitewashed time space.

 

A human being, resurrected, screams,

Blood sprays from the fountains of the heart,

Roses burn in arms,

Dusk shed by a lamp brightens the tears.

 

 

An image of fear

 

Evil pond surrounded by full lips

Angry ruby glass bursting off the bottom.

Secret tiger paths, sandy,

Drawn around golden almond flowers,

Labyrinth passages.

And hot rain pouring down

Among a spark dance of bo
dies.

Mangling through and through,

Sound from the top of the tower of need.

 

 

Vertaald door Johannes Beilharz

 

Hardenberg

Henriette Hardenberg (5 februari 1894 – 26 oktober 1993)

 

De Vlaamse dichter en schrijver Luc Indestege werd geboren in Zonhoven op 5 februari 1901. Zie ook mijn blog van 5 februari 2007 en ook mijn blog van 5 februari 2009.

Sonnetten van Louise Labé

Het achtste sonnet

Ik leef, ik sterf, ‘k moet branden en verdrinken
En schroeiend heet ben ‘k wijl ik koude lijd:
’t Leven te week mij en te hard terzelfdertijd,
Kwelling en vreugd steeds in elkaar verzinken.

Ik lach en ween plots en ik moet verduren
Tallooze smarten midden in ’t genot,
Mijn heil vliedt en blijft eeuwig duren. God,
Hoe ik verdor en groen in eendre ure.

Zoo leidt me Liefde in onstandvastigheid
En denk ik soms het leed hooger gestegen,
Dan voel ‘k mij wonderbaar van smart bevrijd.

Maar, bouw ik dan op vreugd mijn zekerheid
En zie ‘k het toppunt van mijn heil verkregen,
Dan voert ze mij mijn vroeger leed weer tegen.

indestege_zonhoven

Luc Indestege (5 februari 1901 – 11 juli 1974)
Zonhoven (Geen portret beschikbaar)


Zie voor nog meer schrijvers van de 5e februari ook
mijn vorige blog van vandaag.

 

Sandra Paretti, Albert Paris Gütersloh, Johan Ludvig Runeberg, Madame de Sévigné, Honorat de Bueil, Reto Finger

De Duitse schrijfster Sandra Paretti (eig. Irmgard Schneeberger) werd geboren op 5 februari 1935 in Regensburg. Zie ook mijn blog van 5 februari 2009.

 

Uit: Rose und Schwert

 

An der Seite des Grafen Frédéric Romme Allery betrat Caroline den Salon des Kaisers. Das leuchtendgelbe Kleid aus matter Seide zeichnete die sanften Linien ihrer Gestalt zärtlich nach. Ein perlenbesticktes Goldband legte sich um den weiten Ausschnitt, kreuzte sich vorne in der Mitte und lief unter der Brust weiter. Das Haar war, nach der Mode, im griechischen Stil aufgesteckt. Ein Perlenband schlang sich kunstvoll durch die dunklen Flechten.
Der Kaiser stand an den Kamin gelehnt. Er begrüßte den Grafen, dann wandte er sich Caroline zu. Er ergriff ihre Hand, kam ihrer Reverenz zuvor: „Bitte nicht, wenn Sie stehen, kann ich ihr Kleid besser betrachten – und ihre Augen.“

Wie unter einem geheimen Zwang wandte sie ihm ihr Gesicht zu, wartete. Er wollte etwas sagen – aber die Worte, die er so oft und so leicht benützt hatte, erschienen ihm diesem Mädchen gegenüber wie eine Beleidigung. Ein Leben lang hatte er die Worte der Liebe kalt und überlegt wie Waffen gebraucht. Jetzt, da er nach ihnen suchte, fehlten sie ihm. Er wandte sich fast abrupt ab. „Sie werden müde sein“, sagte er. „ Ich habe noch Pflichten. – Schlafen Sie gut.“

 

Paretti

Sandra Paretti (5 februari 1935 – 13 maart 1994)
Boekomslag

 

De Oostenrijkse schilder en schrijver Albert Paris Gütersloh (eig. Albert Conrad Kiehtreiber) werd geboren op 5 februari 1887 in Wenen.. Zie ook mijn blog van 5 februari 2009.

 

Uit: Heimito von Doderer / Albert Paris Gütersloh  Briefwechsel 1928 -1962

 

„15. August 28

Cagnes s/mer

Werter Freund

Ihre Absicht, über meine Arbeiten zu schreiben, gibt mir die Aussicht auf ein Buch, das ich zu lesen wünsche. Ihres Talentes und Ihrer Zukunft wegen erscheint mir bedeutungsvoll, daß Sie mit dieser Abhandlung eine – so weit dies möglich – neue Form des Biographischen finden: kurz, daß Sie sich selbst ausdrücken und den Gegenst
and wie das fluidische Substrat eines Gedichtes meistern. Glauben Sie mir, daß in dem Universum der gegenseitigen Erkennung, so kurz als tief, Alles enthalten ist, auch das konkret Anekdotische. Geht der Instinkt richtig, so dient auch die Phantasie mit der richtig erfundenen Geschichte. Es wäre toll, wenn man aus dem Erlebnis des intuitiven Erschauens einer Seele nicht alle die kleinen belletristischen Zahlen errechnen könnte! Binden Sie sich nur so fest oder lose an die Rücksichten auf Verlag und Leser, als Sie ihnen fruchtbare Hemmungen sind. Und bedenken Sie immer, daß Sie mir dann die größte Freude bereiten, wenn Sie mir tun, was ich Andern tat und immer wieder tun werde: wenn Sie souverain sich selbst durch ihren Gegenstand erklären. Anders steht es mit dem rein Datenmäßigen, das ich Ihnen selbstverständlich gerne gebe, da es das Spirituelle Ihrer Schrift mit Greifbarkeiten höht. Schreiben Sie also, daß ich 87 zu Wien als Sohn einfacher, mir aber höchst bedeutender Leute, geboren worden bin. Im besten und edelsten Maaße typisch für den kleinbürgerlichen, mir so liebenswerten „Nachsommer“ Österreichs, der  ranzjosefinischen Epoche lehrten sie mich durch ihr einfaches Dasein die Fundamente und Requisiten des realistischen Romans, wie ich ihn schreiben will, kennen. Väterlicherseits aus dem Waldviertel, von der Mutter her aus dem flachen Oberösterreich stammend, einer großen Familie von Bauern, Handwerkern, Geistlichen und Offizieren zugehörend wollte ich ursprünglich meines Vaters verfehlten Beruf, den priesterlichen, erreichen, verfehlte ihn aber gleich ihm. Damit, durch die falsche Stellung zur Welt, der ich verfallen, bei durchaus sazerdotaler Verfassung aber ohne Gnade, hatte ich meine und meiner Bücher Urprobleme ein für alle Mal aufgeregt.“

 

Guetersloh

Albert Paris Gütersloh (5 februari 1887 – 16 mei 1973)
Zelfportret uit 1915

 

De Fins-Zweedse dichter en schrijver Johan Ludvig Runeberg werd geboren op 5 februari 1804 in Jakobstad. Zie ook mijn blog van 5 februari 2009.

 

Das Grab zu Perrho (fragment)

 

Ich will dir Ihr schönes Schicksal singen,
Während auf der Heid’ der Thau noch glänzet
Und des Abhang’s Föhr’ die Sonn’ umschleiert.
Hane, Er von finnischem Stamme, lebt’ schon
Siebzig Winter,anf der Väter Erbgut.
Selbst zwar alt, begast Er rüst’ge Söhne,
Drei der Zwillingspaar’, das ält’ste siebzehn
Und das jüngste zählt’ der Jahre fünfzehn.
Schon und rüstig waren sie zwar alle,
Gleich den Bächen, die der Regen anschwellt;
Doch, war einer schöner als die andern«
War’s gewiss der junge Thomas Hane,
Er, des zweiten Paares ält’rer Zwilling.
Ging Er auch gehüllt in Lumpen, war Er
Schön, gleichwie ein Steril in Wolkenfetzeii,
Und was Er auch hätte treiben mögen,
Niemand hätte je Ihn hassen können.
Doch es schien als liasste Ihn der Vater,
Aber Ihn nicht nur,- nein auch die Brüder.
Nicht als Söhne wurden sie behandelt
Nicht als Tröster seiner alten Tage;
Nein, als Knechte, strenger noch denu Knechte,
Gleichwie Wesen ohne Seel’ und Freiheit.

 

 

Vertaald door Carl Eduard Elfström

 

Johan_Ludwig_Runeberg_1837

Johan Ludvig Runeberg (5 februari 1804 – 6 mei 1877)

 

De Franse schrijfster Madame de Sévigné werd op 5 februari 1626 in Parijs geboren. Zie ook mijn blog van 5 februari 2007 en ook mijn blog van 5 februari 2009.

 

Uit: Lettres  (de Madame de Sévigné à Coulange)

 

„3 février 1695

Mme de chaulnes me mande que je suis trop heureuse d’être ici avec un beau soleil; elle croit que nos jours sont cousus d’or et de soie. Hélas mon cousin, nous avons cent fois plus froid ici qu’à Paris. Nous sommes exposés à tous les vents. C’est le vent du midi, c’est la bise, c’est le diable, c’est à qui nous insultera; ils se battent entr’eux pour avoir l’honneur de nous r enfermer dans nos chambres. Toutes nos rivières sont prises, le Rhône, ce Rhône si furieux n’y résiste pas. Nos écritoires sont gelées ; nos plumes ne sont plus conduites par nos doigts, qui sont transis. Nous ne respirons que la neige; nos campagnes sont charmantes dans leur excès d’horreur. Je souhaite tous les jours un peintre pour bien représenter l’étendue de toutes ces épouvantables beautés.Contez un peu cela à notre duchesse de Chaulnes, qui nous croit dans ces prairies, avec des parasols, nous promenant à l’ombre des orangers.“

 

Sevigne

Madame de Sévigné (5 februari 1626 – 18 april 1696)
Anoniem portret, Musée de Versailles

 

De Franse dichter en toneelschrijver Honorat de Bueil, seigneur de Racan  werd geboren op kasteel La Roche-Racan op 5 februari 1589. Zie ook mijn blog van 5 februari 2007 en ook mijn blog van 5 februari 2009.

 

Les Bergeries – Alcidor


Que cette nuit est longue et fâcheuse à passer !
Que de sortes d’ennuis me viennent traverser !
Depuis qu’un bel objet a ma raison blessée,
Incessamment je vois des yeux de ma pensée
Cet aimable soleil auteur de mon amour,
Qui fait qu’incessamment je pense qu’il soit jour,
Je saute à bas du lit, je cours à la fenêtre,
J’ouvre et hausse la vue, et ne vois rien paraître,
Que l’ombre de la nuit, dont la noire pâleur
Peint les champs et les prés d’une même couleur :
Et cette obscurité, qui tout le monde enserre,
Ouvre autant d’yeux au ciel qu’elle en ferme en la terre.
Chacun jouit en paix du bien qu’elle produit,
Les coqs ne chantent point, je n’entends aucun bruit,
Sinon quelques zéphirs, qui le long de la plaine
Vont cajolant tout bas les nymphes de la Seine.
Maint fantôme hideux, couvert de corps sans corps,
Visite en liberté la demeure des morts.
Les troupeaux, que la faim a chassés des bocages,
À pas lents et craintifs entrent dans les gagnages.
Les funestes oiseaux, qui ne vont que la nuit,
Annoncent aux mortels le malheur qui les suit.
Les flambeaux éternels, qui font le tour du monde,
Percent à longs rayons le noir cristal de l’onde,
Et sont vus au travers si luisants et si beaux
Qu’il semble que le ciel soit dans le fond des eaux.
Ô nuit ! dont la longueur semble porter envie
Au seul contentement que possède ma vie :
Retire un peu tes feux, et permets que le jour
Vienne sur l’horizon éclairer à son tour,
Afin que ces beaux yeux pour qui mon coeur soupire
Sachent avant ma mort l’excès de mon martyre.

 

Bueil

Honorat de Bueil (5 februari 1589 – 21 januari 1670)

 

 

Zie voor onderstaande schrijver ook ook mijn blog van 5 februari 2009.

 

De Zwitserse schrijver Reto Finger werd geboren op 5 februari 1972 in Bern.

 

Geert Buelens

De Vlaamse dichter, essayist, columnist Geert Buelens werd geboren in Duffel op 5 februari 1971. Buelens debuteerde in 2002 met de bundel Het is. Dit debuut werd bekroond met de Lucy B. en C.W. Van der Hoogtprijs 2003 en werd genomineerd voor de C. Buddingh’prijs 2002. Drie jaar later verscheen de opvolger: Verzeker u. In december 2003 ontving Buelens van toenmalig Vlaams minister van cultuur Paul Van Grembergen de Vlaamse Cultuurprijs voor Essay 2000-2002 voor Van Ostaijen tot heden: zijn invloed op de Vlaamse poëzie. Met deze omvangrijke geschiedenis van de Vlaamse poëzie sleepte hij ook de Prijs van de Provincie Antwerpen voor Essay in de wacht. Voor een apart verschenen essay over dichtende politici kreeg hij de ‘kleine’ Jan Hanlo – essayprijs in 2003. Buelens werkte samen met Jan Goossens en David Van Reybrouck mee aan Waar België voor staat (2007). Buelens schreef voor De Morgen en was jarenlang redacteur van het literaire tijdschrift Yang, waarin hij gedichten en essays publiceerde. Dit was ook het geval voor onder meer Bzzlletin en Het liegend konijn. Buelens was gedurende enkele jaren docent aan de Universiteit Antwerpen. In mei 2005 maakte hij een overstap naar de Universiteit van Utrecht waar hij werd aangesteld als hoogleraar Nederlandse letterkunde.

Represaille 1

Het is een vorm van Japan
die gevuld wil
Hij wordt eruit gezet
en vecht zich dan terug naar binnen
Hij is bijzonder kwetsbaar
vooral aan de hoeken
waar nagels zitten

Wat doet hier toch dat leger
buigzwammen?
Maken ze geen misbruik
van hun peen en van hun
slag?
O – het leeuwendeel van de overmacht
plooit zich dubbel en dan
terug

Weer komt het goed

We slapen uit tot morgenvroeg

 

Verwant

Jij bent de engel die neemt
die altijd opnieuw door hologige blikken staart
en het leven afroept als een vraag

Wat als we het aflopen als een berg
wat als een teken dat verwijst en dan toch
het hart doorboort

Wat als een oord dat door geen mens bezocht
verkapt een dak aanbiedt

Ik schroef het hoofd eraf en giet het leeg
genoeg gekelderd en gekraakt

Ik stel de vraag opnieuw
en verwacht niet langer wat
als dit wat als dat

De wagen rijdt voor en kan zo vertrekken
de deur staat zo open als

 

 

Geert Buelens (Duffel, 5 februari 1971)

 

Louis Ferron, Robert Coover, Stewart O’Nan, Werner Schwab, Norman Ohler, E. J. Pratt

De Nederlandse dichter en schrijver Louis Ferron werd op 4 februari 1942 geboren in Leiden. Zie ook alle tags voor Louis Ferron op dit blog.

 

Uit: Het stierenoffer

 

„Van ons regiment was kapitein von Salz de enige officier die te paard, fier rechtop, met de ene hand aan het gevest van zijn sabel, en met de andere losjes de teugel houdend, zijn troep aanvoerde. Dat hij een forse buik had en, naar ik van zijn verzorger gehoord had, aan aambeien leed, liet zich nauwelijks raden. Als eerst opgericht monument voor een verloren oorlog, leken het hoongelach en gefluit van het op de stoepen samengedromde thuisfront hem niet te deren.

Andere officieren waren, soms samen met hun manschappen, gedrost op het moment dat ze de Rijn waren overgestoken. Of ze hadden hun distinctieven afgescheurd om niet naar de keel gevlogen te worden. En die angst gold zowel het volk als de soldaten die, al tijdens de terugtocht, pogingen in het werk stelden soldatenraden op te richten. Sommigen van ons raakten, nog aan het front, maar al te begeesterd door de berichten over matrozen die in de havensteden de macht zouden hebben gegrepen. Er waren er bij ons die daar wel oren naar hadden.

Op het moment dat de wapenstilstand getekend werd,dreigde de troosteloze stemming zelfs even om te slaan in een algemene euforie, die ons nog éénmaal naar de wapens deed grijpen, al was het maar om onze officieren neer te leggen. Niet omdat wij hún de schuld van de nederlaag gaven – wij begrepen wel dat daar hogere goden voor aansprakelijk waren – maar omdat je je geweer nu eenmaal niet graag leegschiet op je eigen makkers. Misschien hadden we dat nu juist maar beter wel kunnen doen. O, er waren er zoveel die de nederlaag tot zo een bittere maakten; die de vijand zoveel nader stonden dan de eigen mensen.

Hoe dan ook, bij ons had von Salz het tij weten te keren. Op het vernemen van de overgave had hij ons laten aantreden. ‘Tegen de muur met dat kapitalistenzwijn,’ had het uit de achterste rijen geklonken en ‘de macht aan het volk’, en ‘soldatenraad, soldatenraad’, terwijl anderen dat weer probeerden te overstemmen met een gescandeerd ‘leve de keizer, leve von Salz’.

‘Bek houden, allemaal,’ had von Salz gebruld. ‘Wie nog één keer zijn smoel opentrekt knal ik eigenhandig neer.’ En na enige tijd zwijgend, met zijn rijzweep tegen zijn dij kletsend, voor de troep heen en weer gelopen te hebben, was hij verder gegaan. ‘Leve de keizer is onzin, de keizer heeft zijn congé gekregen. Het volk dat sommigen van jullie aan de macht willen hebben, heeft zijn buik vol van het geteisem dat jullie zijn en tenslotte is het zo dat het eerste waarvan een soldatenraad doordrongen behoort te zijn is dat men zijn officieren gehoorzaamt, anders is er van een soldatenraad geen sprake. Een soldatenraad? Wat mij betreft, best, maar dan één waarin alle hiërarchieën van het leger vertegenwoordigd zijn.“

 

 

Ferron

Louis Ferron (4 februari 1942 – 26 augustus 2005)

 

De Amerikaanse schrijver Robert Coover werd geboren op 4 februari 1932 in Charles City, Iowa. Zie ook alle tags voor Robert Coover op dit blog.

 

Uit: Pricksongs and Descants

 

Once upon a time there was a beautiful young Princess in tight gold pants, so very tight in fact that no one could remove them from her. Knights came from far and wide, and they huffed and they puffed, and they grunted and they groaned, but the pants would not come down. One rash Knight even went so far as to jam the blade of his sword down the front of the gold pants, striving to pry them from her, but he succeeded only in shattering his sword, much to his lifelong dismay and ignominy. The King at last delivered a Proclamation. “Whosoever shall succeed in pulling my daughter’s pants down,” he declared, “shall have her for his bride!” Since this was perhaps not the most tempting of trophies, the Princess having been married off three times already in previous competitions, the King added: “And moreover he shall have bestowed upon him the Magic Poker, whose powers and prodigies are well known in the Kingdom!” “The Old Man’s got his bloody cart before his horse,” one Knight complained sourly to a companion upon hearing the Proclamation. “If I had the bloody Poker, you could damn well bet I’d have no trouble gettin’ the bloody pants off her!” Now, it chanced that this heedless remark was overheard by a peculiar little gnome-like creature, huddling naked and unshaven in the brush alongside the road, and no sooner had the word been uttered than this strange fellow determined to steal the Magic Poker and win the beauty for himself. Such an enterprise might well have seemed impossible for even the most dauntless of Knights, much less for so hapless a creature as this poor naked brute with the shaggy loins, but the truth, always stranger than fiction, was that his father had once been the King’s Official Caretaker, and the son had grown up among the mysteries and secret chambers of the Court. Imagine the entire Kingdom’s astonishment, therefore, when, the very next day, the Caretaker’s son appeared, squat, naked, and hirsute, before the King and with grunts and broad gestures made manifest his intention to quit the Princess of her pants and win the prize for himself! “Indeed!” cried her father. The King’s laughter boomed throughout the Palace, and all the Knights and Ladies joined in, creating the jolliest of uproars. “Bring my daughter here at once!” the King thundered, delighted by the droll spectacle.“

 

Coover

Robert Coover (Charles City,  4 februari 1932)

 

De Amerikaanse schrijver Stewart O’Nan werd geboren op 4 februari 1961 in Pittsburgh, Pennsylvania. Zie ook alle tags voor Stewart O’Nan op dit blog.

 

Uit: The Night Country

 

„Come, do you hear it? The wind — murmuring in the eaves, scouring the bare trees. How it howls, almost musical, a harmony of old moans. The house seems to breathe, an invalid. Leave your scary movie marathon; this is better than TV. Leave the lights out. The blue glow follows you down the hall. Go to the window in the unused room, the cold seeping through the glass. The moon is risen, caught in nodding branches. The image holds you, black trunks backlit, one silver ray fallen across the deck, beckoning. It’s a romance, this invitation to lunacy (lycanthropy, a dance with the vampire), elemental yet forbidden, tempting, something remembered in the blood.

Don’t you ever wonder?

Don’t you want to know?

Come then, come with us, out into the night. Come now, America the lovesick, America the timid, the blessed, the educated, come stalk the dark backroads and stand outside the bright houses, calm as murderers in the yard, quiet as deer. Come, you slumberers, you lumps, arise from your legion of sleep and fly over the wild woods. Come, all you dreamers, all you zombies, all you monsters. What are you doing anyway, paying the bills, washing the dishes, waiting for the doorbell? Come on, take your keys, leave the bowl of candy on the porch, put on the suffocating mask of someone else and breathe. Be someone you don’t love so much, for once. Listen: like the children, we only have one night.

It’ll be fun, trust me. We’re not going to get caught. It’s a game anyway, a masquerade. This is the suburbs; nothing happens here.

So come, friends, strangers, lovers, neighbors. Come out of your den with the big-screen TV, come out of your warm house and into the cool night. Smell the wet leaves crushed to mush on the driveway, a stale mix of dust and coriander in the wind. It’s the best time of year up here, the only season you want from us, our pastoral past — witch hunts and woodsmoke, the quaintly named dead in mossy churchyards. Never mind that it’s all gone, the white picket fences easy-to-clean vinyl, the friendship quilts stitched in the Dominican, this is still a new England, garden-green, veined with black rivers and massacres.“

 

StewartO'Nan

Stewart O’Nan (Pittsburgh,  4 februari 1961)

 

De Oostenrijkse toneelschrijver Werner Schwab werd geboren in Graz op 4 februari 1958. Zie ook alle tags voor Werner Schwab op dit blog.

 

Uit: Abfall Bergland Cäsar

 

„Ds augenlicht bestrahlt bereits abwechselnd den lippenst
ift und den nagellack einer damenhaften dame, die am anderen ende des tresens lacht und trinkt und spricht. vorsichtig reguliert D seine scheinwerfer und verarbeitet, verwurstet und verdaut die roten eindrücke in der wirbelsäule, die sich prompt durch ein heftiges jucken bemerkbar macht und Ds gesicht verzieht.

verzogene gesichter werfen allerlei prozesse an, und D faßt sich heimlich und interessiert ans hosenschlitzterrain, um euphorisch die gewölbte erkenntnis abzuziehen, daß er wieder obenauf ist, daß er wieder teil hat an der welt. selbstverständlich weiß D nichts von der welt und von den welten, von denen selbst einer wie D eine ist. einer wie D definiert sich ausschließlich über die durchblutung seiner mitte und durch fleischfarbene unterstellungen. an einer solchen stelle empfindet D sich als heilig, unabwendbar. D ist nichts als der blickgeschmack einer flüssigkeit, die einmal vor D, aber D verursachend: ohne ergreifenden appell an irgendwelchen vorfremden beinen heruntergeflossen sein muß.

D nimmt einen großen schluck wein und beginnt ein neues leben. D beschießt die angepeilte leiblichkeit mit Ds Blick, bis das gesehene erst irritiert und schließlich entsetzt zurückschaut. das gesehene ist entsetzt und gebannt, weil es plötzlich nichts als das von D gesehene ist, weil es merkt, daß es nicht überleben können wird, wenn es von Ds blick geschlachtet wird.

selbstverständlich grinst D jetzt zärtlich, rühmt sich seines instinkts und hebt ebenso zärtlich sein fast geleertes glas, um dem gesehenen: abermals zärtlich: zuzuprosten.“

 

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Werner Schwab (4 februari 1958 – 1 januari 1994)

 

De Duitse schrijver en journalist Norman Ohler werd geboren op 4 februari 1970 in Zweibrücken. Zie ook alle tags voor Norman Ohler op dit blog.

 

Uit:  Ein großes Stück Wasser (Logbuch)

 

Brahe, km 8. Bydgoszcz. Die Bromberger Brücken. Auf einen Stein gefahren: lauter Schlag. Nach Anlegen beim lokalen Bootsklub: Hochtrimmung des Motors. Es fehlt ein ganzes Stück an einem der Propellerblätter. Da kann nur der Honda-Kundendienst helfen, und tatsächlich taucht wenig später ein dickbäuchiger Mann namens Prezemek auf, evaluiert das Problem und begibt sich sofort an die Arbeit, zieht sich direkt am Steg bis auf Unterhose und Socken aus, damit nichts dreckig wird, und schraubt eine Viertelstunde lang herum – tauscht die Propeller aus.

»Du fährst auf die Weichsel? Die Weichsel ist meine Geliebte. Sie ist sehr, sehr schön, sehr wild und ein wenig gefährlich«, sagt Prezemek nach getaner Arbeit und führt mich in den Bauch eines stillgelegten polnischen Frac
htkahns hinab. Auf die Begegnung mit jener Geliebten wolle er mich zumindest theoretisch vorbereiten. Er zeigt mir ein angestaubtes Modell der Weichsel, mit geschnitzten Holzbötchen und Schifffahrtszeichen in Miniatur: das diagonale Kreuz am Backbordufer, das aufrechte Kreuz steuerbords. Ob ich denn wisse, was es mit diesen Zeichen auf sich habe? Also auf diese Zeichen müsse ich immer direkt zufahren. Und dabei den Blick auf die andere Seite richten, um dort, hoffentlich, ein korrespondierendes Zeichen zu entdecken, und dann schnurgerade dorthin, wobei generell darauf zu achten sei, immer die Kurven auszufahren, denn da grabe sich der Fluss das tiefste Bett. So fahre man also Zickzackkurs, weshalb es von Bydgoszcz bis Krakau zwar reichliche 700 Flusskilometer seien, man aber mindestens das Doppelte an Strecke zurücklegen müsse. Er habe noch nie gehört, dass das jemand gemacht habe. Für einen Moment hält er mich für verrückt, doch gleichzeitig klart seine Miene auf: so viel Zeit mit der Geliebten.“

 

ohler

Norman Ohler (Zweibrücken,  4 februari 1970)

 

De Canadese dichter E. J. Pratt werd op 4 februari 1882 geboren in Western Bay, Newfoundland. Zie ook alle tags voor E. J. Pratt op dit blog.

 

Uit: The Titanic

 

HARLAND & WOLFF WORKS, BELFAST, MAY 31, 1911

The hammers silent and the derricks still,
And high—tide in the harbour! Mind and will
In open test with time and steel had run
The first lap of a schedule and had won.
Although a shell of what was yet to be
Before another year was over, she,
Poised for the launching signal, had surpassed
The dreams of builder or of navigator.
The Primate of the Lines, she had out—classed
That rival effort to eliminate her
Beyond the North Sea where the air shots played
The laggard rhythms of their fusillade
Upon the rivets of the Imperator.
The wedges in, the shores removed, a girl’s
Hand at a sign released a ribbon braid;
Glass crashed against the plates; a wine cascade,
Netting the sunlight in a shower of pearls,
Baptized the bow and gave the ship her name;
A slight push of the rams as a switch set free
The triggers in the slots, and her proud claim
On size — to be the first to reach the sea —
Was vindicated, for whatever fears
Stalked with her down the tallow of the slips
Were smothered under by the harbour cheers,
By flags strung to halyards of the ships.

 

pratt

E. J. Pratt (4 februari 1882 – 26 april 1964)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 4e februari ook mijn vorige blog van vandaag.

 

Georg Brandes, Grigore Vieru, Alfred Andersch, Jacques Prévert, Jean Richepin, Carl Michael Bellman

De Deense schrijver, criticus en filosoof Georg Brandes werd geboren op 4 februari 1842 in Kopenhagen. Zie ook alle tags voor Georg Brandes op dit blog.

 

Uit: Nietzsche

 

„In der Literatur des gegenwärtigen Deutschlands scheint Friedrich Nietzsche mir der interessanteste Schriftsteller zu sein. Obgleich selbst in seinem Vaterlande wenig gekannt, ist er ein Geist von bedeutendem Rang, der es vollauf verdient, daß man ihn studiert, erörtert, bekämpft und sich aneignet. Unter anderen guten Eigenschaften besitzt er die, Stimmung mitzuteilen und Gedanken in Bewegung zu setzen.

Während achtzehn Jahren hat Nietzsche eine lange Reihe Bücher und Hefte geschrieben. Die meisten dieser Bände bestehen aus Aphorismen, und die meisten und neuesten dieser Sprüche beschäftigen sich mit den moralischen Vorurteilen. Im übrigen aber hat er die verschiedenartigsten Fragen behandelt und über Kultur und Geschichte, Kunst und Frauen, ge selliges und einsames Leben, Staat und Gesellschaft, Lebenskampf und Tod seine wechselnden Ansichten geäußert.

In einem Brief vom 10. April 1888 schrieb Friedrich Nietzsche aus Turin als Antwort auf die Mitteilung, daß in Kopenhagen eine Reihe öffentlicher Vorträge über seine Schriften angekündigt sei :

»Aber, verehrter Herr, was ist das für eine Ueberraschung !

Wo haben Sie den Mut hergenommen, von einem vir obscurissimus öffentlich reden zu wollen ! Denken Sie vielleicht, dass ich im lieben Vaterland bekannt bin ? Man behandelt mich daselbst, als ob ich etwas Absonderliches und Absurdes wäre, etwas, das man einstweilen nicht nötig hat, ernst zu nehmen.

Offenbar wittern sie, dass auch ich sie nicht ernst nehme, und wie sollte ich’s auch, heute, wo ›deutscher Geist‹ ein contradictio in adjecto geworden ist ! –

Anbei folgt eine kleine vita, die erste, die ich geschrieben habe . . . . . .

Vita. Ich bin am 15. Oktober 1844 geboren, auf dem Schlachtfelde von Lützen. Der erste Name, den ich hörte, war der Gustav Adolfs. Meine Vorfahren waren polnische Edelleute (Niëzky) ; es scheint, dass der Typus gut erhalten ist, trotz dreier deutscher ›Mütter‹.

 

michael-peter-ancher_georg-brandes

Georg Brandes (4 februari 1842 – 19 februari 1927)
Portret door Michael Ancher, 1883

 

De Moldavische dichter en schrijver Grigore Vieru werd geboren in Pereita op 4 februari 1935. Zie ook alle tags voor Grigore Vieru op dit blog.

 

Century in a Hurry

Friends, hurry up and wonder that snow is still white. – Mircea Dinescu

It’s morning
And my umbrella
Is on another trolley-bus.
One person forgets his umbrella,
Another his gloves. The one,
The inviting open door. The other,
The biting north wind.
On one, from the floor above,
Boiling hot water is poured over his head.
On the other, refuse.
In the department store
A young woman loses her fortune
Wrapped in foil.
A surgeon leaves his scissors
In my abdomen.
A construction crew
Leaves the road unfinished.
A sales clerk
Forgets to give me my change.
The echo forgets how to reply,
Repeating ‘bowwow!’ instead of ‘boohoo!’
A lie forgets where it came from
And says that it came from heaven.
The riddle forgets its answer,
The fool his question.
Someone forgets the piece of meat in his mouth,
Someone else the mouth of his piece of meat.
Someone can be very smart
But forget to heed his heart.
A poet forgets to beget himself,
A hangman forgets to die.
It’s raining
And my umbrella is on another trolley-bus.
A young heart forgets to beat,
A boot
Forgets to remove its spurs
From the palms of the fallen leaf.
One person sleeps
With his chest a void,
Forgetting the heavens above,
Another grasps his broadsword’s edge
With his bare hand,
Forgetting that it’s unsheathed.
One forgets the beginning of the song.
Another the rest of the words. Still another
Forgets his mother.
It’s raining
And my umbrella
Is on another trolley-bus.
One loses his eyes to the other.
The other – his ear under the door.
Someone forgets where he’s going. Someone else
Where he comes from.
The mouth forgets the light.
The idea – whoever conceived it.
One person forgets at the heart of Hiroshima
The atom bomb.
Another forgets how to get out of the cave.
A promise is forgotten,
An oath.
Flowers
Forget to sprout,
Springs forget to flow.

 

Vertaald door Cristina Cirstea e.a.

 

vieru

Grigore Vieru (4 februari 1935 – 18 januari 2009)

 

De Duitse schrijver Alfred Andersch werd geboren op 4 februari 1914 in München. Zie ook alle tags voor Alfred Andersch op dit blog.

 

Uit: Die Rote

 

Womit kann ich Ihnen dienen, Signora?”
“Ich möchte einen Ring verkaufen”, sagte Franziska.
“Eine schlechte Zeit dafür”, sagte er sogleich, ohne den jähen Wechsel von Beflissenheit zur Abwehr zu verbergen. “Im Winter haben wir hier kaum Kundschaft.”
Eine Ausländerin, die Schmuck verkaufen will, im Winter, in Venedig. Eine Rote, sie sieht gut aus. Wenn eine Frau, die so gut aussieht, Schmuck verkaufen will, so muss sie ihn verkaufen.
Ich habe es nicht unbedingt nötig, den Ring zu verkaufen […] Aber der Ring müsste eigentlich siebenhundert Mark bringen, achtzigtausend Lire […] Herbert hat sechzehnhundert Mark dafür bezahlt, bei Carstens in Düsseldorf […] sie öffnete ihre Handtasche, nahm den Ring heraus und zeigte ihn dem Juwelier.
Er nahm ihn gelangweilt entgegen, hielt ihn zwischen Daumen und Zeigefinger […]
“Kein besonders guter Ring”, sagte der Juwelier. “Ein bisschen Gold und ein paar Diamantsplitter.”
Ich muss bald wieder arbeiten. Man muss arbeiten, wenn man dieser Welt nicht ausgeliefert sein will. Der Welt des Handels, der tausendjährigen Händlerniedertracht. Wenn man arbeitet, verkauft man nichts außer sich selbst. In der übrigen Zeit ist man Käufer. Käufer und frei.
“Aber hören Sie”, sagte sie, “das sind doch keine Diamantsplitter. Es sind sehr hübsch geschliffene kleine Brillanten.”
“Wenn Sie meinen”, erwiderte er kalt.
“Was würden Sie mir denn für den Ring geben?”, fragte sie.
“Fünfzehntausend”, sagte er, “fünfzehntausend äußersten Falles.”
“Der Ring hat sechzehnhundert Mark gekostet. Hundertfünfzigtausend Lire. Bei Carstens in Düsseldorf. Das ist für uns in Deutschland ein Name wie für Sie Faraone in Mailand.”
Das ist eine, die sich auskennt. Eine Erfahrene, man sieht es ihr an. Aber nicht so erfahren, um sich wirklich wehren zu können, auch das sieht man ihr an. Eine Rote, wenn ihr Haar nicht gefärbt ist, eine sehr schöne Rote aus Deutschland, die Roten sollen gut sein im Bett, sie ist eine Feine, eine squisita, und sie kann sich nicht wehren. Ihr Haar ist nicht gefärbt und ihre Brillanten waren lupenrein.“

 

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Alfred Andersch (4 februari 1914 – 21 februari 1980)

 

 

De Franse dichter Jacques Prévert werd geboren in Neuilly-sur-Seine op 4 februari 1900. Zie ook alle tags voor Jacques Prévert op dit blog.

 

L’école des beaux-arts

 

Dans une boîte de paille tressée
Le père choisit une petite boule de papier
Et il la jette
Dans la cuvette
Devant ses enfants intrigués
Surgit alors
Multicolore
La grande fleur japonaise
Le nénuphar instantané
Et les enfants se taisent
Émerveillés
Jamais plus tard dans leur souvenir
Cette fleur ne pourra se faner
Cette fleur subite
Faite pour eux
A la minute
Devant eux.

 

 

 

Dimanche       

 

Entre les rangées d’arbres de l’avenue des Gobelins

Une statue de marbre me conduit par la main

Aujourd’hui c’est dimanche les cinémas sont pleins

Les oiseaux dans les branches regardent les humains

Et la statue m’embrasse mais personne ne nous voit

Sauf un enfant aveugle qui nous montre du doigt.

 

prevert

Jacques Prévert (4 februari 1900 – 11 april 1973)

 

De Franse dichter en schrijver Jean Richepin werd geboren op 4 februari 1849 in Médéa, Algerije. Zie ook alle tags voor Jean Richepin op dit blog.

 

La neige est belle

La neige est belle. Ô pâle, ô froide, ô calme vierge,
Salut ! Ton char de glace est traîné par des ours,
Et les cieux assombris tendent sur son parcours
Un dais de satin jaune et gris couleur de cierge.

Salut ! dans ton manteau doublé de blanche serge,
Dans ton jupon flottant de ouate et de velours
Qui s’étale à grands plis immaculés et lourds,
Le monde a disparu. Rien de vivant n’émerge.

Contours enveloppés, tapages assoupis,
Tout s’efface et se tait sous cet épais tapis.
Il neige, c’est la neige endormeuse, la neige

Silencieuse, c’est la neige dans la nuit.
Tombe, couvre la vie atroce et sacrilège,
Ô lis mystérieux qui t’effeuilles sans bruit !

jean_richepin

Jean Richepin (4 februari 1849 – 12 december 1926)

 

De Zweedse Rokoko-dichter en componist Carl Michael Bellman werd geboren op 4 februari 1740 in Stockholm. Zie ook alle tags voor Carl Michael Bellman op dit blog.

 

Epistle No. 39 

 

Storm and wave their tumult cease.

See, the heav’nly galaxies,

Fainter, even dimmer

Is their golden glimmer

As the morning

Softly dawning

Of the sun’s wan ray gives warning.

Asp and maple sighing,

Stream and marsh replying,

Woodcock buzzes,

Peasant passes

Round his filly’s neck her harness.

Now in our stove

When it is lit,

Grasses and twigs

Crackle and spit,

Soon our porridge will be boiling.

Now with tousled brow

Cottager, I trow,

Seeks to light his pipe,

And out in the field

Leaning on a stone,

Dalesman lifts anew his spade.

 

Carl_Michael_Bellman

Carl Michael Bellman (4 februari 1740 – 11 februari 1795)
Portret door Pehr Hilleström

Georg Trakl, Gertrude Stein, Ferdinand Schmatz, Michael Scharang

De Oostenrijkse dichter Georg Trakl werd op 3 februari 1887 in Salzburg geboren. Zie ook alle tags voor Georg Trakl op dit blog.

 

Melancholie des Abends

Der Wald, der sich verstorben breitet –
Und Schatten sind um ihn, wie Hecken.
Das Wild kommt zitternd aus Verstecken,
Indes ein Bach ganz leise gleitet

Und Farnen folgt aus alten Steinen
Und silbern glänzt aus Laubgewinden.
Man hört ihn bald in schwarzen Schlünden –
Vielleicht, daß auch schon Sterne scheinen.

Der dunkle Plan scheint ohne Maßen,
Verstreute Dörfer, Sumpf und Weiher,
Und etwas täuscht dir vor ein Feuer.
Ein kalter Glanz huscht über Straßen.

Am Himmel ahnet man Bewegung,
Ein Heer von wilden Vögeln wandern
Nach jenen Ländern, schönen, andern.
Es steigt und sinkt des Rohres Regung.

 

Allerseelen

An Karl Hauer

Die Männlein, Weiblein, traurige Gesellen,
Sie streuen heute Blumen blau und rot
Auf ihre Grüfte, die sich zag erhellen.
Sie tun wie arme Puppen vor dem Tod.

O! wie sie hier voll Angst und Demut scheinen,
Wie Schatten hinter schwarzen Büschen stehn.
Im Herbstwind klagt der Ungebornen Weinen,
Auch sieht man Lichter in die Irre gehn.

Das Seufzen Liebender haucht in Gezweigen
Und dort verwest die Mutter mit dem Kind.
Unwirklich scheinet der Lebendigen Reigen
Und wunderlich zerstreut im Abendwind.

Ihr Leben ist so wirr, voll trüber Plagen.
Erbarm’ dich Gott der Frauen Höll’ und Qual,
Und dieser hoffnungslosen Todesklagen.
Einsame wandeln still im Sternensaal.

 

De herfst van de eenzame

De herfst komt donker en vervuld van vruchten,
Vergeelde glans van mooie zomerdagen.
Uit dood omhulsel treden blauwe luchten;
De vlucht der vogels gonst van oude sagen.
Geperst is nu de wijn, het milde zuchten
Vol zachte antwoorden op donkere vragen.

En hier en daar een kruis op kale heuvel;
In ’t rode bos een kudde die verdwaalde.
De wolk trekt heen over de vijverspiegel;
Nu rust de landman die hier kalm gebaarde.
Heel zachtjes raakt de blauwe avondvleugel
Een dak van stro, verdord, de zwarte aarde.

Dra nestelen sterren in vermoeide brauwen;
In koele kamers komt een stil verglijden,
Zacht treden er engelen uit de blauwe
Ogen der geliefden die teerder lijden.
Het ruisend riet; invalt een benig grauwen
Wanneer zwart dauwdruppels van wilgen glijden.

 

Vertaald door Frans Roumen

 

TRAKL

Georg Trakl (3 februari 1887 – 4 november 1914)

 

De Amerikaanse dichteres en schrijfster Gertrude Stein werd geboren op 3 februari 1874 in Allegheny (Pennsylvania). Zie ook alle tags voor Gertrude Stein op dit blog.

 

Uit: The Autobiography of Alice B. Toklas

 

BEFORE I CAME TO PARIS
I was born in San Francisco, California. I have in consequence always preferred living in a temperate climate but it is difficult, on the continent of Europe or even in America, to find a temperate climate and live in it. My mother’s father was a pioneer, he came to California in ’49, he married my grandmother who was very fond of music. She was a pupil of Clara Schumann’s father. My mother was a quiet charming woman named Emilie.
My father came of polish patriotic stock. His granduncle raised a regiment for Napoleon and was its colonel. His father left his mother just after their marriage, to fight at the barricades in Paris, but his wife having cut off his supplies, he soon returned and led the life of a conservative well to do land owner.
I myself have had no liking for violence and have always enjoyed pleasures of needlework and gardening. I am fond of paintings, furniture, tapestry, houses and flowers and even vegetables and fruit-trees. I like a view but I like to sit with my back turned to it.
I led in my childhood and youth the gently bred existence of my class and kind. I had some intellectual adventures at this period but very quiet ones. When I was about nineteen years of age I was a great admirer of Henry James. I felt that The Awkward Age would make a very remarkable play and I wrote to Henry James suggesting that I dramatise it. I had from him a delightful letter on the subject and then, when I felt my inadequacy, rather blushed for myself and did not keep the letter. Perhaps at that time I did not feel that I was justified in preserving
it, at any rate it no longer exists.
Up to my twentieth year I was seriously interested in music. I studied and practised assiduously but shortly then it seemed futile, my mother had died and there was no unconquerable sadness, but there was no real interest that led me on. In the story Ada in Geography and Plays Gertrude Stein has given a very good description of me as I was at that time.“


 

Stein

Gertrude Stein (3 februari 1874 – 27 juli 1946)
Gefotografeerd door Man Ray. 1922

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Ferdinand Schmatz werd geboren op 3 februari 1953 in Korneuburg. Zie ook alle tags voor Ferdinand Schmatz op dit blog.

 

das grosse babel,n (fragment)

 

das grosse babel,n jetzt

nichts,
dass alles
ringt sich,
achsengebeugt,
im wehdrang klagbar hoch
jammergestockt, ein höchnis –
so
ständig wellts stimmwogen
bänderlos nach unterst,
doch dieses mal,
eingruben sie sich,
in die rammlücken
schalten sie bloss,
nicht nur ab
geblockt stossen
sie nicht nur hochhimmelnd
laut
vielmehr bäumen sie
– am rücken des lamms –
asteinwärts stammsüchtig verkorkst,
im zirkel-wurf
ohne zustich,
durch spatenzunge
aufgeladenen turf,
so in etwa, hoch
dreck hebts,
drängt nach das eingelippte
bröselt in sich auf
bricht es, alles, sonnenwonne
stochert zwischen den brauen
stehen auf, das bringt:
die gesichter – aus dem gleichen
ins wanken, das heisst:
zeichen müssen die blicke decken,
und prasseln auch schon nieder,
einknirsche trotz achselschmalz
und armklatsche lautet nach,
o, name beführ
alles oder nichts wortet,
drallt durch die gänge,
ein hörfang ablass,
also: wo ohr schall dort rahmt,
bleich, die felle und trommelt
der bänder flucht ins gewirksame,
ein mit spiel im auftaumel,
das rutscht, was wog, weg
das heisst im wortgezitter:
begreif es doch,
nimm spur aus atem,
ein er begriff,
nie sie, aber all, also es,
durch noch mal,
durch dieses mal:
so spragelts sich,
was zu erwarten war
hüpft, amselzitterich
von einem ast
zum nächsten wir,rnis hoch
festigt das feste gar und nicht
blitzt auf im farbenwusch, geziert
zwingt es hinter das bein ins geh,irn
und steigt, und steigt, dass es nur fallen muss,
frucht, mensch auch, tier in der falle dazu,
fall gesagt, aber (gedacht)
zu spät

 

schmatz

Ferdinand Schmatz (Korneuburg, 3 februai 1953)

 

De Oostenrijkse schrijver Michael Scharang werd geboren in Kapfenberg in de provincie Steiermark op 3 februari 1943. Zie ook alle tags voor Michael Scharang op dit blog.

 

Uit: Komödie des Alterns

 

Es waren zwei Männer, ein Ägypter und ein Österreicher, die verband von Jugend an eine tiefe Freundschaft. Daß ihre Wege sich trennten, so zufällig wie sie sich gekreuzt hatten, blieb ohne Einfluß auf ihre Freundschaft. Selbst wenn das Meer zwischen ihnen lag, gewöhnlich das Mittelmeer, manchmal der Atlantik, hatten sie doch das Empfinden, miteinander verbunden zu sein, spürbar, wie damals in der Jugend, als sie Felswände durchkletterten, der bergkundige Alpenbewohner am oberen, der sternenkundige Wüstenbewohner am unteren Ende des Seils.

Sofern kein Gewitter aufzog – im Sommer fuhren Blitze nieder mit einer Angriffslust, daß man sich, die beiden waren einmal in ein Unwetter geraten, freiwillig hinwarf und das Gesicht ins Geröll drückte – und sofern im Winter der Fels nicht mit Eis überzogen war, unternahmen die beiden jeden Sonntag eine Klettertour auf den Hochschwab, ein Kalkmassiv inmitten der Steiermark, nur zweitausend Meter hoch, aber überreich an zerklüfteten Felstürmen und lotrechten Wänden.

Zu dem Empfinden der beiden, entfernt voneinander zu sein und doch Seite an Seite zu leben, gesellte sich die Gewißheit, daß sie, indem sie einander schrieben, in stetem Austausch standen. Briefe zu schreiben bedeutete für sie nicht, das Sprechen zu ersetzen, denn sie schrieben nicht im Plauderton, sondern wohlüberlegt, und suchten für die Sache, um die es ging, den schönsten Ausdruck, der Sache wegen, aber auch aus Lust am Klang der Wörter, den sie, wenn einmal ein Satz gelungen war, in ihrem Überschwang für die Sache hielten.

Das erforderte Zeit. Einen Brief zu schreiben hieß, sich einen Tag freizuhalten. Und da keine Woche verging, ohne daß sie einander schrieben, verwandten sie in einem Monat vier, manchmal fünf ganze Tage auf nichts anderes als auf ihre Korrespondenz. Entsprechend knapp faßten sie sich im Umgang mit der übrigen Welt.”

 

 

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Michael Scharang (Kapfenberg, 3 februari 1943)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 3e februari ook mijn twee vorige blogs van vandaag.

Johannes Kühn, Paul Auster, Andrzej Szczypiorski, Lao She, Henning Mankell

De Duitse dichter en schrijver Johannes Kühn werd geboren op 3 februari 1934 in Bergweiler, gemeente Tholey in het Saarland. Zie ook alle tags voor Johannes Kühn op dit blog.

 

Uit: Ein Ende zur rechten Zeit

 

Wenn ich früher gelebt hätte, vor zwei Jahrhunderten etwa, vielleicht hätte ich alles, was ich in meinen Ferien erlebt, einem Freunde geschrieben, deren viele in der Welt wohnen. Aber ich schrieb alles nur für mich selbst auf in dem Gedanken: Ruhe und wirble nach deinem Wesen! Warum’ Der Freund gibt die Briefe weiter, wem kann man trauen! Die Menschen sind so schlau geworden; sie haben gelernt zu spotten. Und die Analytiker, welche die Seele nach einem Wort der Griechen nennen, bei denen sie noch etwas galt, würden mit ihrer Wissenschaft meine Erfahrungen und Regungen zerlegen. Ihre

Messer schleifen sie oft an dem alten, uralten Sandstein der Eitelkeit und ihre Mäuler posaunen.So dacht ich, als ich daranging aufzuschreiben, was mich bewegte: Wenn gar nach Mode diese Briefe herausgebracht würden! Eines Morgens erwachten meine Eltern, würden, wie gewohnt, ihre Zeitung lesen und plötzlich erschrocken absetzen: Mein Name würde dastehn, so wie sie ihn ins Taufbuch geschrieben, dazu Ausdrücke gepaart wie: erotische Überempfindlichkeit, neurotische Komplexe. Die Zeilen, die vor diesen Worten dienerten, als seien es Könige, spöttelten, ihnen wäre gewiß, in den Ausdrücken selbst würde ich endgültig verdammt. Sie sind nicht hochgebildet, meine Eltern, verständen die Ausdrücke nicht. Aber die Schullehrer, welche auch die Zeitung lesen, in Dörfern achtungswürdige Personen, ja, in jeder Frage anzusprechen, grüßten höhnisch, und wenn sie besonders gut gelaunt wären, erklärten sie gar, gespreizt, daß die guten Leutchen so am Ende wüßten, ich streckte mich vergeblich nach Ruhm aus. Das Wissen und der Stand machen den Menschen dünkelhaft, blähen ihm Anmaßung und Hochmut auf, Netze, die ein gutes Herz rasch

einschnüren. Das waren meine Gedanken damals: Nein, nein, so möchte ich niemals in die Zeitung geschleift werden, und außerdem ist es auch nicht nötig. Ist dies vielleicht mein Fehler, an einem Windzipfel ein Gewitter herbeizuziehen’ Möglich, daß es falsch ist, sich zu fürchten, es ist möglich.“

 

 

johannes-kuehn

Johannes Kühn (Bergweiler, 3 februari 1934)

 

De Amerikaanse dichter, schrijver en essayist Paul Auster werd geboren op 3 februari 1947 in Newark, New Jersey. Zie ook alle tags voor Paul Auster op dit blog.

 

Uit: Invisible

 

„I shook his hand for the first time in the spring of 1967. I was a second-year student at Columbia then, a know-nothing boy with an appetite for books and a belief (or delusion) that one day I would become good enough to call myself a poet, and because I read poetry, I had already met his namesake in Dante’s hell, a dead man shuffling through the final verses of the twenty-eighth canto of the Inferno. Bertran de Born, the twelfth-century Provencal poet, carrying his severed head by the hair as it sways back and forth like a lantern — surely one of the most grotesque images in that book-length catalogue of hallucinations and torments. Dante was a staunch defender of de Born’s writing, but he condemned him to eternal damnation for having counseled Prince Henry to rebel against his father, King Henry II, and because de Born caused division between father and son and turned them into enemies, Dante’s ingenious punishment was to divide de Born from himself. Hence the decapitated body wailing in the underworld, asking the Florentine traveler if any pain could be more terrible than his.

When he introduced himself as Rudolf Born, my thoughts immediately turned to the poet. Any relation to Bertran’ I asked.

Ah, he replied, that wretched creature who lost his head. Perhaps, but it doesn’t seem likely, I’m afraid. No de. You need to be nobility for that, and the sad truth is I’m anything but noble.

I have no memory of why I was there. Someone must have asked me to go along, but who that person was has long since evaporated from my mind. I can’t even recall where the party was held — uptown or downtown, in an apartment or a loft — nor my reason for accepting the invitation in the first place, since I tended to shun large gatherings at the time, put off by the din of chattering crowds, embarrassed by the shyness that would overcome me in the presence of people I didn’t know. But that night, inexplicably, I said yes, and off I went with my forgotten friend to wherever it was he took me.“

 

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Paul Auster (Newark, 3 februari 1947)

 

De Poolse schrijver Andrzej Szczypiorski werd geboren op 3 februari 1928 in Warschau. Zie ook alle tags voor Andrzej Szczypiorski op dit blog.

 

Uit: Die schöne Frau Seidenman (Vertaald door Klaus Staemmler)

 

„Die Welt log. Jeder Blick tückisch, jede Geste niederträchtig, jeder Schritt gemein. Gott hatte die schwerste Prüfung zurückgehalten, das Joch der Sprache. Noch hatte er die Meute der unermüdlichen, mit dem Schaum der Heuchelei bedeckten Wörter nicht von der Kette gelassen. Die Wörter kläfften hier und da, kraftlos an der Leine. Nicht die Wörter töteten damals, erst später sollte aus ihnen eine Mörderbande erwachsen. Das Joch der Wörter war noch nicht gekommen, als sich Bronek Blutman vor dem Angesicht Stucklers befand. Stuckler stand im hellen Fensterrechteck. Draußen vor dem Fenster bewegte sich ein frisch begrünter Zweig im Wind.

“Sie hat gelogen”, sagte Blutman. “Ich kenne sie aus der Zeit vor dem Krieg.”

Stuckler schüttelte den Kopf.

“Ein Jude darf die Worte eines Deutschen nicht in Zweifel ziehen”, sagte er ruhig. “Es geht nicht um den Irrtum, obwohl keiner passieren darf, sondern um den Trotz und die Selbstsicherheit.”
“Herr Sturmführer, mein Gedächtnis trügt nicht. Bevor wir hierher kamen, hat sie überhaupt nicht so getan, als ob…”
Stuckler schlug ihm ins Gesicht. Bronek Blutman trat zurück, ließ den Kopf sinken und verstummte. Die Welt log. Ihre Fundamente waren von Lüge, Hinterlist und Gemeinheit zerfressen. Die Doppeldeutigkeit der Lüge, ihre Vieldeutigkeit und Vielfalt machten ihn schwindlig. Eine Unmenge Verräterreien und Erniedrigungen. Die Unterschiedlichkeit der Verfahren, Methoden und Verkörperungen des Verrats. Ich habe diese Jüdin verraten, aber auch sie mich. Das hat nicht einmal Christus voraus- gesehen. Er war gradlinig. Zu Judas sagte er: “Mein Freund” und Petrus rief er zu “Hebe dich, Satan, von mir!” Vielleicht war das seine Art von Humor’

 

andrzejszczypiorski

Andrzej Szczypiorski (3 februari 1928 – 16 mei 2000)

 

De Chinese schrijver Lao She (pseudoniem voor Shu Qingchun) werd geboren op 3 februari 1899 in Beijing.Zie ook alle tags voor Lao She op dit blog.

 

Uit: La philosophie de Lao Zhang (Vertaald door Claude Payen)

 

« La philosophie de Lao Zhang est fondée sur l’argent et la trinité. Trois religions : l’islamisme, le christianisme et le bouddhisme. Trois activités : l’armée, l’enseignement et le commerce. Trois langues : la langue des mandarins, celle de Fengtian et celle du Shandong. Trois’ Trois’ Chez Lao Zhang, tout marche par trois. Il n’a même droit qu’à trois bains pour toute sa vie, ce qui n’est certes qu’un petit détail, mais n’est pas dépourvu d’importance pour la compréhension de son comportement et de sa pensée. Il nous faut donc nous attarder sur ce point.
Trois bains seulement pour toute une vie et il en a déjà pris deux. Quant au troisième, bien qu’il soit né en Chine, pays où tout le monde est prophète, nul ne peut prédire s’il le prendra. Le premier lui fut administré, à son insu, trois jours après sa naissance par la sage-femme dans une cuvette en cuivre alors qu’il ressemblait à un petit rat. Il prit le deuxième dans un bain public la veille de son mariage et déboursa, à cette occasion, deux sapèques, dépense dûment consignée dans son livre de comptes qui en fait un événement historiquement indéniable. Pour le troisième, la majorité des prophètes s’accordent à penser que s’il prend ce bain, il sera certainement passif puisque ce sera tout simplement lors de sa toilette mortuaire.
Cette toilette mortuaire, appelée “lavage du cadavre” est une coutume musulmane, mais Lao Zhang croit-il vraiment
en Mahomet ? »

 

 

LaoShe

Lao She (3 februari 1899 – 24 augustus 1966)

 

De Zweedse schrijver Henning Mankell werd geboren in Stockholm op 3 februari 1948. Hij woont afwisselend in Mozambique en in zijn vaderland Zweden. Zie ook alle tags voor Henning Mankell op dit blog.

 

Uit: Die Brandmauer (Vertaald door Wolfgang Butt)

 

Am Abend flaute der Wind plötzlich ab und schlief dann völlig ein.
Er war auf den Balkon getreten. Am Tage konnte er zwischen den gegenüberliegenden Häusern das Meer erkennen.
Aber jetzt war es dunkel. Manchmal nahm er sein altes englisches Miniaturfernglas mit hinaus und schaute in die erleuchteten Fenster des Hauses auf der anderen Straßenseite. Aber es endete immer damit, daß ihn das Gefühl beschlich, jemand habe ihn entdeckt. Der Himmel war sternenklar. Schon Herbst, dachte er. Vielleicht bekommen wir heute nacht Frost. Obwohl es für Schonen ziemlich früh ist. Irgendwo in der Nähe fuhr ein Auto. Ihn fröstelte, und er ging wieder hinein. Die Balkontür klemmte. Auf dem Block neben dem Telefon auf dem Küchentisch notierte er sich, daß er am nächsten Tag die Tür reparieren mußte. Dann ging er ins Wohnzimmer. Einen Augenblick blieb er in der Tür stehen und ließ seinen Blick durch das Zimmer wandern. Weil Sonntag war, hatte er geputzt. Es gab ihm stets ein Gefühl von Zufriedenheit, sich in einem vollkommen sauberen Zimmer zu befinden. An der einen Schmalseite stand ein Schreibtisch. Er zog den Stuhl vor, knipste die Arbeitslampe an und holte das dicke Logbuch heraus, das er in einer der Schubladen aufbewahrte. Wie üblich begann er damit, das am Abend zuvor Geschriebene durchzulesen. Samstag, der 4. Oktober 1997. Der Wind war den ganzen Tag böig. Laut Wetterdienst 8-10 Meter pro Sekunde. Wolkenfetzen jagten über den Himmel. Temperatur um sechs Uhr früh sieben Grad. Um zwei Uhr war sie auf acht Grad gestiegen. Am Abend auf fünf gesunken. Danach hatte er nur noch vier Sätze geschrieben.“

 

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Henning Mankell (Stockholm, 3 februari 1948)

 

Sarah Kane, Richard Yates, James A. Michener, Annette Kolb, Ernst von Wildenbruch

De Britse toneelschrijftster Sarah Kane werd geboren op 3 februari 1971 in Essex. Zie ook alle tags voor Sarah Kane op dit blog.

 

Uit: Phaedra’s Love

 

„Phaedra: You’re difficult.  Moody, cynical, bitter, fat, decadent, spoilt.  You stay in bed all day then watch TV all night, you crash around this house with sleep in your eyes and not a thought for anyone.  You’re in pain.  I adore you. 

Hippolytus:  Not very logical.

Phaedra:  Love isn’t.

Phaedra: Have you ever thought about having sex with me?

Hippolytus:  I think about having sex with everyone.

Phaedra:  Would it make you happy?

Hippolytus: That’s not the word exactly.

Phaedra:  No, but-Would you enjoy it?

Hippolytus: No, I never do.

Phaedra:  Then why do it?

Hippolytus:  Life’s too long. 

 

 

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Sarah Kane (3 februari 1971 – 20 februari 1999)

 

De Amerikaanse schrijver Richard Yates werd geboren op 3 februari 1926 in Yonkers, New York. Zie ook alle tags voor Richard Yates op dit blog.

 

Uit: Easter Parade

 

Neither of the Grimes sisters would have a happy life, and looking back it always seemed that the trouble began with their parents’ divorce. That happened in 1930, when Sarah was nine years old and Emily five. Their mother, who encouraged both girls to call her “Pookie,” took them out of New York to a rented house in Tenafly, New Jersey, where she thought the schools would be better and where she hoped to launch a career in suburban real estate. It didn’t work outvery few of her plans for independence ever did-and they left Tenafly after two years, but it was a memorable time for the girls.
“Doesn’t your father ever come home?” other children would ask, and Sarah would always take the lead in explaining what a divorce was.
“Do you ever get to see him?”
“Sure we do.”
“Where does he live?”
“In New York City.”
“What does he do?”
“He writes headlines. He writes the headlines in the New York Sun.” And the way she said it made clear that they ought to be impressed. Anyone could be a flashy, irresponsible reporter or a steady drudge of a rewrite man; but the man who wrote the headlines! The man who read through all the complexities of daily news to pick out salient points and who then summed everything up in a few well-chosen words, artfully composed to fit a limited space-there was a consummate journalist and a father worthy of the name.
Once when the girls went to visit him in the city, he took them through the Sun plant and they saw everything.
“The first edition’s ready to run,” he said, “so we’ll go down to the pressroom and watch that; then I’ll show you around upstairs.” He escorted them down an iron stairway that smelled of ink and newsprint, and out into a great underground room where the high rotary presses stood in ranks. Workmen hurried everywhere, all wearing crisp little squared-off hats made of intricately folded newspaper.“

 

 

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Richard Yates (3 februari 1926 – 7 november 1992)
De schrijver van „Revolutionary Road“ in zijn jonge jaren.

 

De Amerikaanse schrijver James A. Michener werd geboren op 3 februari 1907 in New York. Zie ook alle tags voor James A. Michener op dit blog.

 

Uit: Chesapeake

 

FOR SOME TIME NOW THEY HAD BEEN SUSPICIOUS OF HIM. SPIES had monitored his movements, reporting to the priests, and in the tribal councils his advice against going to war with those beyond the bend had been ignored. Even more predictive, the family of the girl he had chosen to replace his dead wife had refused to accept the three lengths of roanoke he had offered as her purchase price.

    Reluctantly he was coming to the conclusion that he must leave this tribe which had done everything but outlaw him publicly. As a child he had watched what happened to men declared outcasts, and he had no desire to experience what they had suffered: the isolation, the scorn, the bitter loneliness.

    So now, as he fished along the great river or hunted in the meadows or merely sat in contemplation, always alone,, he felt he must go. But how? And where?

    The trouble had started that day when he voiced his apprehension over a raid proposed by, the high chief. For more than a year now relations with tribes beyond the northern bend had been amicable, and during this interval the river had known prosperity, with more than normaltrade passing north and south. But the Susquehannocks of the middle section had never in Pentaquod’s life been easy in times of peace; they felt intuitively that they should be on the warpath, proving their manhood. So it was within tradition for the high chief to devise justifications for sending his warriors forth: if they triumphed, their victory would redound on him; and if they lost, he would claim that he was merely protecting the boundaries of the tribe.

    Pentaquod had argued, “Those of the northern bend have respected their promises. They have not stolen our beaver nor trespassed on our gardens, To fight them now, with no reason, would be infamous, and our warriors would go into battle knowing that the gods could not be with them.”

 

 

michener

James A.  Michener (3 februari 1907 – 16 oktober 1997)

 

De Duitse schrijfster Annette Kolb werd geboren op 3 februari 1870 in München. Zie ook alle tags voor Annette Kolb op dit blog.

 

Uit: Wege und Umwege

 

“„Je hübscher wir waren, desto incompriser durften wir dann sein, desto eifriger erklärten andere Männer sich bereit, uns für unergründlich halten zu wollen und zu ergründen. Und dabei brauchten wir weiter garnichts zu tun, als zu bescheinigen, was sie in uns hineinlegten, und uns für rein nichts zu interessieren, als für das Interesse, das wir hervorriefen. Es war so furchtbar nett!“

(…)

 

„In den Köpfen der Mädchen wurde ja die Leere prinzipiell gezüchtet, und durch das bißchen Geographie und Klavier der bedauerlichen Tatsache ihres Nichtbeschäftigtseins nur noch mehr Nachdruck verliehen.“

(…)

 

„Also solche junge Männer[…]sehen auf den ersten Blick mit nichten wie die ausgemachten Narren aus, die sie doch sind. Oft manierlich und gut gekleidet […], können sie sogar durch eine gewisse sterile Urteilsschärfe in belanglosen Dingen, eine scheinbare Kompetenz in nichtssagenden Details über ihren vollkommenen Mangel an Verständnis recht glücklich hinwegtäuschen.“

 

 

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Annette Kolb (3 februari 1870 – 3 december 1967)

 

De Duitse dichter en schrijver Ernst von Wildenbruch werd op 3 februari 1845 geboren in Beiroet. Zie ook alle tags voor Ernst von Wildenbruch op dit blog.

 

Uit: Die letzte Partie

 

Alte Männer –

Wenn man solch einem alten Manne auf der Straße begegnet, mit langwallendem oder kurzgeschnittenem oder ganz ohne Bart, so daß er wie ein flechtenbehangener Baum aussieht, oder wie ein rauhes Roggenfeld, oder wie ein Brachland, auf dem nichts mehr wächst, dann macht man, um an ihm vorüberzukommen, unwillkürlich einen Bogen. »Da kommt etwas, das niemandem wohlwill,« sagt man sich, indem man seine Augen sieht, die sinnend in sich hinein, oder gleichgültig geradeaus, oder feindselig umherblicken. »Etwas Kaltes, woran man sich die Finger erfriert, etwas Hartes, woran man sich die Kleider zerreißt, wenn man zu nahe kommt.«

Denn so sind wir Menschen. Obschon alle Egoisten, verlangen wir unwillkürlich vom Nebenmenschen Teilnahme, und wenn nicht wirkliche Teilnahme, doch den Anschein davon, Freundlichkeit. Einen aber, der den Mangel an beiden offen vor sich herträgt, mögen wir nicht leiden, dem gehn wir aus dem Weg.

Arme alte Männer –

Tut man euch unrecht? Wenn man euch nur von außen ansieht, sicherlich nicht. Wenn man sich die Mühe nähme, in euch hineinzublicken, vielleicht.

Aber wer hat Zeit und gibt sich die Mühe, in den Nebenmenschen hineinzublicken? –

Wer sagt sich, wenn so ein Alter an ihm vorüberwandelt, daß da eine Last von Lebensjahren ihm vorübergeht, die zu schwer auf dem Genick liegen, als daß das Haupt sich noch zu einem jugendlichen »Guten Morgen« emporheben könnte? Daß da ein Meer von Erinnerungen und Vergangenheit an ihm vorüberrauscht, so tief und breit, daß die Augen nicht mehr daraus auftauchen können, der Gegenwart zu geben, was der Gegenwart gehört! Wer sagt sich, wenn in ihm selbst die Lebensflamme noch hell und lustig brennt, daß da ein Lämpchen an ihm vorübergetragen wird, das an seinem letzten Dochte zehrt, das mit seinen Strahlen sparen muß, wenn sie noch irgend jemandem leuchten, irgend noch jemanden erwärmen sollen?“

 

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Ernst von Wildenbruch (3 februari 1845 – 15 januari 1909)