De Duitse dichter, schrijver, vertaler, essayist en uitgever Robert Wohlleben werd geboren op 15 juli 1937 in Rahlstedt. Zie ook alle tags voor Robert Wohlleben op dit blog en ook mijn blog van 15 juli 2010.
An mich
Lasierter Himmel ohne große Farben
bleicht langsam hin – das sagt mir wohl was jetzt?
Ich spür zu scharf das Kinn, rasurverletzt.
Verheilen tuts bereits für weitre Narben.
Der Schmerz ebbt weg, wie andre längst verdarben,
in Hirnverliesen erst mal weggeätzt.
Da steh ich da: versetzt, verpetzt, vergrätzt
und weiß nicht mal, wohin die Schmerzen starben.
Die Bomben, schlechte Zeit, die jungen Jahre
verschwimmen kaum und gehn doch in die Binsen,
vom Rand her nimmt die Schärfe mählich ab.
Sie solls nicht – doch wie oft ich mich auch paare
und fruchtbar bin: Mein väterliches Grinsen
geht schief, weil ich zu knapp nach Atem schnapp.
Altwerden
In Kladde ohne Ton gefragt: was war?
Den Tigern springen Funken von den Ketten.
Die Stadt brennt. Schwarzgepudert die Reinetten.
Der Sterne flic flac. Falsch und wunderbar.
Mit Flügeln schlägt ein abgeknallter Star.
Den Triggerfinger kann nu nix mehr retten.
Dann dreh die Platte um. Laß Ella scatten.
Im Jive verkettet jetzt sich Paar um Paar.
Im Schädel bleicht die Mahd der Bordgeschütze.
Kartoffelsackbedeckte Haufen. Kamen
von fern hierher. Wo Tod das Leben frißt.
Ich leb. Den Schädel deckt die Baskenmütze.
Die Bilder führ ich mit. Und all die Namen.
Von der und dem. Da weiß ich doch: was ist.









