Wadih Saadeh, Fabrice Colin, Tobias Sommer, Eino Leino, Serge Pey, Walter Flex, Paul Keller

De Libanees-Australische dichter en schrijver Wadih Saadeh werd geboren in Shabtin in Libanon op 6 juli 1948. Zie ook alle tags voor Wadih Saadeh op dit blog.

 

A Country

It took its name
from water
and started to flow
The foam we saw
riding the waves
was its people
The grass over the dunes
their ribs
A country
whose men all
had departed, and so
the women were wed
to trees

 

Genesis

With what meagre space
remaining between his hands
he tried to reconstruct
a universe: with a tear,
he drew a star, a moon with a glance,
and with a single touch, a sun.
When he closed his eyes,
people commuted to their work
on the sidewalk of his eyelids.

 

Vertaald door Sargon Boulus

 

Wadih Saadeh (Shabtin, 6 juli 1948)

 

De Franse schrijver Fabrice Colin werd geboren op 6 juli 1972 in Parijs. Zie ook alle tags voor Fabrice Colin op dit blog.

Uit: À vos souhaits

« Il bruinait comme jamais sur Phœnix Park et sur l’île aux pélicans où les grands oiseaux parlants retranchés sous les saules pleureurs devisaient en secret, leurs ailes duveteuses repliées dans la froidure.
Il pleuvait à verse sur Strawberry Circus, où le manège pour enfants tournait à vide depuis plusieurs jours, et quelques bonnes mal fagotées, tirant des poussettes soudain trop lourdes, s’arrêtaient un instant devant les fiers chevaux de bois qui tournaient et tournaient pour personne.
Il ruisselait en abondance sur les mégalodons luisants de Graymercy Square, stoïques dans leur mélancolie de bronze, sur la statue de l’astronome, et sur les lourds dragons de la City chargés de garder les portes antiques et qui n’avaient plus bougé depuis des siècles. Il tombait des cordes sur les hauteurs, nuages déchirés flottant dans les collines, et sur le cimetière de Veryhighgate, sombres allées, imaginais-je, où même les morts-vivants ne s’aventuraient qu’à tâtons, préférant aux bourrasques ingrates des allées le confort moussu de leurs cryptes séculaires.
Il pleuvait sur les boutiques du Pont de la Tour et sur les gnomes effarés qui recalculaient pour la énième dois leur chiffre d’affaires de la semaine, et songeaient à la mort. Il pleuvait sur les licornes du zoo royal, sur les grands stades de Quartek ouverts à tous les vents, sur les hauts parcs déserts plantés d’érables et de noyers, sur les bas quartiers et sur les demeures bourgeoises, dans les ruelles et les alcôves, il pleuvait sur les ogres mendiants, sur les gobelins asthmatiques, sur les belles elfes égarées, sur les dragons domestiques, il pleuvait sur les duels, sur les étreintes et sur les fuites, sur les espoirs et les amours, et les cloches de Newdon égrenaient patiemment ces heures de pluie sans fin »

 

Fabrice Colin (Parijs, 6 juli 1972)

 

De Duitse dichter en schrijver Tobias Sommer werd geboren op 6 juli 1978 in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein). Zie ook alle tags voor Tobias Sommer op dit blog.

Uit: Edens Garten

„Ich zerstörte mit einem Wimpernschlag alle Traumgestal-ten und schwankte durch unser Haus. Lena versperrte mir den Weg zum Eisfach, das Licht aus dem Kühlschrank unterstrich ihre bleiche Haut, die dunklen Augenränder und das Pechschwarz ihrer Haare, jede Farbnuance war künstlich und gewollt, als machte sie sich auf zu einem Death-Metal-Konzert und nicht zum Treffen der europäi-schen Außenminister. Lena drückte Filterpapier in unsere Kaffeemaschine, löffelte das Pulver aus einem Meter Höhe dazu und schaute dabei aus dem Fenster, statt zu zählen, trällerte sie einen Song der Toten Hosen, sie sang mit tiefen, kratzenden Tönen, he rides and he rides, he looks through his window, what does he see? Sie war textsicher, und nicht nur das, sie übersetzte ihre Lieblingslieder in zehn Sprachen, sie erzählte gerne, mit den Rock- und Punksongs ihrer Ju-gend in einem Vorort von Budapest hätte sie das Dolmet-schen gelernt und den Job in Brüssel bekommen. Für Lena war diese Erklärung, obgleich übertrieben und falsch, zu schön, um sie zu verschweigen, sie war überzeugt: Hätte sie nicht den staatlichen Bildungsweg bis zum Erbrechen verfolgt, wäre sie die tonangebende Frontfrau einer Rock-band geworden, ihren Vorbildern war sie auf jeden Fall treu geblieben.Ihr Blick zeigte mir, sie hatte letzte Nacht Sex, auch wenn er nur in ihren Gehirnzellen stattgefunden hatte, der Höhepunkt hatte sich in ihren Augen festgezurrt. Unsere Oberschenkel und Hüften berührten sich, Lena antwortete mit der zweiten Strophe, he sees the bright and hollow sky, he sees the stars come out tonight. Ich nahm ihren Geruch auf, bevor er sich mit dem Kaffeearoma vermischen konnte, der Duft der vergangenen Nacht war weggespült, ihre Lotion überdeckte alles, Patschuli und eine Überdosis Cassis.Lena beobachtete vom Küchenfenster aus den beginnen-den Tag, sie suchte nach Sternstraßen oder Regenwolken und strich gedankenverloren mit den Fingern durch ihre kurzen Haare, die Stoppeln zeigten mithilfe von Gelspray in alle Himmelsrichtungen, Lena sagte grundlos, wusstest du, noch heute kann man Neil Armstrongs Fußabdruck auf dem Mond sehen.Wenn er wirklich oben war, ich sah in einen planetenlosen Himmel, morgens um 6.00 Uhr, hast du gut geschlafen?, ich küsste Lena auf die Wange und entschied mich für ein Glas Aspirinwasser mit drei Eiswürfeln.“

 

Tobias Sommer (Bad Segeberg, 6 juli 1978)

 

De Finse dichter en schrijver Eino Leino (eig. Armas Eino Leopold Lönnbohm) werd geboren op 6 juli 1878 in Paltamo. Zie ook alle tags voor Eino Leino op dit blog.

 

Elegia

Youth fading like a rolling stream,
strings of gray push from the golden beam.
In vain, O in vain try I and seize the hour;
no joy in friends, my wine’s going sour.

Gone are my proud days of will.
My spirit burned; now it lies still.
From all vales I rose; O why see I not another mile?
My heart’s wish: less pain but a humble while.

O true I know, peace there is deep in the mold.
The path of a seeker did no mellow rest hold;
stormy clouds cloaking the sun going down,
a fainting red burns like the deepest wound.

Gone in the sea is the blossom of my dreams.
I’m a penniless man; dear the price of the song, it seems.
My all I gave, but a while did I brave,
a grave heart did the gold of my dreams pay.

Tired I am, O my heart to the depths!
More it is than a man and he takes?
Or I’m of them with the will and no more?
All winnings void, yield an undying throe.

So for none did I bear all trouble and ail,
broken chains, burnt dearest ships of sail?
Now I did fall when the demand was my all?
Freezing to ice, scarred to answer the call?

Hopeless the struggle to the divine gate,
heavenly song to its child coming too late.
Queen the winter tears me down with these quills.
In the quiet of the gorge this dying beast stills.

 

Vertaald door Jason Macfear

 

Eino Leino (6 juli 1878 – 10 januari 1926)
Portret door  Axel Gallen-Kallela, 1917


De Franse dichter Serge Pey werd geboren in Toulouse op 6 juli 1950. Zie ook alle tags voor Serge Pey op dit blog.

 

Réveil

1
le ballon que je
pousse avec mes pieds
est une tête perdue
qui cherche au hasard
un corps décapité
pour l’habiter
avec le rire de sa bouche

Je ne peux toucher
ton rêve avec mes mains
car sa tête est un chemin
que tracent mes pieds
dans toutes mes chaussures

Parfois c’est ma tête
qui roule à mes pieds
et un gardien aveugle
la laisse passer dans le filet
quand la foule jette
son silence de vieil os
à un seul chien dans
la poussière

Tu le sais
quand nous jouons
ensemble nous avons deux
têtes
et nous ne savons laquelle
nous devons tirer dans le ciel
en titubant entre
nos pieds nus et nos souliers

Ce ballon que je tiens entre
mes mains
est la tête
que tu veux placer
sur un homme
pour inventer un dieu absent
dans la foule en cendre
d’un seul chapeau

La fenêtre dans laquelle
je tire devient doucement
le corps immense
de ce que je ne sais pas.

 

Serge Pey (Toulouse, 6 juli 1950)

 

De Duitse dichter en schrijver Walter Flex werd geboren op 6 juli 1887 in Eisenach. Zie ook alle tags voor Walter Flex op dit blog.

Uit: Der Kanzler Klaus von Bismarck


„Das Sterbelied der Mark klang und klang… Seit dem rätselhaften Tode des großen Waldemars lag das Land vor den Hunden. Der landfremde Fürst aus Wittelsbachschem Blute, der das verwaiste Erbe der einheimischen Markgrafen aufgenommen hatte, war seinem verwilderten Volke lebenslang fremd geblieben. Im Sterben ließ er dem Bruder einen im tiefsten zerrütteten Staat und leere Kassen. Der neue Herr, Ludwig von Wittelsbach, kam ins Land, aber niemand horchte in Haß oder Hoffnung auf seine Schritte.
Die Pest fraß am Marke Brandenburgs. Hütten und Höfe verödeten. Geißelbruderschaften zogen, irre Lieder auf schäumenden Lippen, blutige Peitschen in Händen, durchs Land und trugen ihren gespenstischen Wahnsinn von Stadt zu Stadt. Das verzweifelte Volk, über dem der Todesvogel seine Kreise zog, raunte von vergifteten Brunnen und suchte in blindem, zähem Haß nach Schuldigen. Judenbrände flammten qualmend auf und warfen flackernde Schatten in die verödeten Gassen. Aber kein Gott sah gnädig auf die blutigen Opfer, die Haß und Verzweiflung ihm darbrachten.
In Haß und Hader war ein Kampf aller gegen alle entbrannt. In dem armen Lande, dem der Herr fehlte, waren die kleinen Herren mächtig geworden und rauften um die Fetzen des Fürstenmantels. Die schloßgesessenen Herren machten als Strauchritter die Straße unsicher und führten auf ihren Burgen von Raubbeute und erpreßtem Geld ein Schmarotzerleben. Kein Kaiser wehrte ihnen. Der Luxemburger Karl wartete, lauernd auf die Todesstunde der Markgrafenherrschaft, in der er als Erbe aufzutreten gedachte. Die Städte griffen zur Selbsthilfe, und die Zunftwehren lagen in zähem Haß um die festen Burgen. Aber innerer Hader machte auch die Städte hilflos und untüchtig. Eifersüchtig hüteten die alten Patriziergeschlechter, die ihre Abkunft von königlichem Schwertadel herleiteten, die ererbten Herrenrechte und wehrten den aufstrebenden Handwerkern Anteil an Rat und Gericht. Die Zünfte schlossen ihre Jungmannschaft zu streitbaren Fußwehren zusammen und zwangen in blutigem Aufruhr die Geschlechter nieder, deren Häupter unter Beil und Mordspieß fielen.“

 

Walter Flex (6 juli 1887 – 16 oktober 1917)
Cover


De Duitse schrijver Paul Keller werd op 6 juli 1873 in Arnsdorf geboren. Zie ook alle tags voor Paul Keller op dit blog.

Uit: Ferien vom Ich (Nach meiner Heimkehr)

“Ich sagte ihr, was ich wusste, auch dass er ein braver Mensch geblieben sei, woran wir beide niemals gezweifelt hatten. Dann, dass er in einer geachteten Stellung und wohl ein reicher Mann sei oder es doch werde. Darauf hörte sie kaum, sondern schlug die Händchen zusammen und jammerte:
»Warum? Warum?«
Das war die schwere Frage, über deren richtige Beantwortung ich mir auf der Heimreise den Kopf zerbrochen hatte. Ganze Abhandlungen hatte ich in meinem Hirn ausgearbeitet, schlagende psychologische Begründungen für eine Mutter, die fragt: Warum gibt mein Sohn keine Nachricht? Warum kommt er nicht zurück? Warum lässt er mich in dieser furchtbaren Einsamkeit und Qual?
Da sagte ich ihr nur die wichtigsten Sätze, die Joachim gesprochen:
»Ich hab wohl hundertmal geschrieben und tausendmal schreiben wollen. Aber ich hab keinen Brief abgeschickt. Ich hatte eine schreckliche Angst, dann schreibt ihr wieder, und dann halte ich’s nicht aus in der Fremde, dann muss ich zurück in diese verfluchte Heimat.«
Sie war ein wenig betäubt über diese Worte; aber dann glomm eine Hoffnung auf in ihren Augen, und sie sagte:
»Aber jetzt wird er schreiben?«
»Ja, jetzt wird er schreiben; das ist das einzige, was ich nach meinem langen Suchen erreicht habe.«
»Ich danke dir, lieber Fritz«, sagte sie und drückte mir schüchtern die Hand.
*
Nun bin ich beinahe eine Woche zu Hause und fange an, mich glücklich zu fühlen und zu freuen. Ich glaube, zu den Freuden, die schwer zu tragen sind, gehört die Heimkehr aus fremden Landen. Und nicht bloß mir in meinem besonderen Falle wird es so gehen, nein, allen, die lange draußen waren und wieder nach Hause kommen. Es ist viel Scheu, viel Bangigkeit in der Seele, die Quellen der Lust und des Schmerzes fließen zusammen wie in einen tiefen Bronnen, aus dem erst langsam, wenn sich der zitternde Spiegel beruhigt hat, das Himmelsgesicht des Glücks auftauchen kann.”

 

Paul Keller (6 juli 1873 – 20 augustus 1932)
Een jonge Paul Keller


The Grandest of Slams (Matt Harvey)

Dolce far niente

 

Wimbledon Tennis Party door Edward Brewtnall, ca. 1890


The Grandest of Slams

Excuse me. I’m sorry. I speak as an
Englishman.
For the game of lawn tennis there’s no
better symbol than Wimbledon,
The place where the game’s flame was
sparked and then kindled in,
Where so many spines have sat straight
and then tingled in

Wimbledon,
Where strawberries and cream have
traditionally been sampled in,
Kids’ eyes have lit up and their cheeks
have been dimpled in

Wimbledon,
Where tough tennis cookies have
cracked and then crumbled in,
Top seeds have stumbled, have
tumbled, been humbled in

Wimbledon,
Where home-grown heroes’ hopes have
swelled up and then dwindled in
Wimbledon.
The Grand Slams’ best of breed – it’s the
whizz, it’s the biz,
The temple where physics expresses
its fizz.
There’s one word for tennis and that
one word is
Wimbledon.

 

Matt Harvey (Cheshire, 1962)
Cheshire


Zie voor de schrijvers van de 5e juli ook mijn vorige blog van vandaag.

Jacob Groot, Josef Haslinger, Barbara Frischmuth, Michael Blake, Jacqueline Harpman, Felix Timmermans, Jean Cocteau, Jean Raspail, Tin Ujević

De Nederlandse dichter en schrijver Jacob Groot werd geboren op 5 juli 1947 in Venhuizen (West-Friesland). Zie ook alle tags voor Jacob Groot op dit blog.

 

Tramlijn Begeerte

Zo gaat het: je hoort een deur bonzen en de schelp van de ruimte
bruist open; de werkelijkheid schampt langs en laat een lege weg
achter zich heel, terwijl je geschiedenis schroeit er vol van dicht
maar de uitspraak wandelt verder omdat je lippen dat afspraken

Zo hoort het: de natuur opent je blad na blad zoals een leerboek
bladert je door tot je dichtgaat onder de avondwijdte, de noordelijke
kroon brandt op je hoofd en je vrucht wil dragen de wind, de Bora
het liefst, of de Harmattan, met hun messen die snijden in het brood

van het donker en geboren worden dan je zaden, de naakten die je kleden,
van de kosmos een zoon, kosmetisch, zoneloos, gemorst als korstmos
langs een rotsblok in een atlas die je leest om te reizen: van de dorpsweg

naar de tramway, vanwaar een twijg loopt uit een steel tot de afdruk
in de tijd dat je waaide, je wiel van spaken, die langzaam smelten door
de drukke lucht, waarin je hoopt, bij de stam, te sterven als geen ander

 

Buig

Ik sprak mijn woorden niet uit.
Ze werden gezegd. Ook ik hoorde ze
En, min of meer verwijfeld, probeerde ik
de bijbehorende bewegingen. Ongeveer
het omgekeerde van hoe een partituur
werkt: niet eerst schrift en dan spel,
maar eerst gespeeld en dan pijlsnel,
vrijwel vergeefs, geschreven. Of een
piano: de toetsen bewegen, en mijn
handen zijn steeds, een fraktie
maar, te laat. Te laat. Ik zat
te doen of deze woorden de mijne
waren. Ik bewoog wanhopig mijn lippen.
Ik schudde met mijn schouders. Ik boog
mij toe naar degene die dezelfde woorden
dacht te horen. Ik boog mij voor diezelfde.
Die was mijn enige geborgenheid.

 

Jacob Groot (Venhuizen, 5 juli 1947)

 

De Oostenrijkse schrijver Josef Haslinger werd op 5 juli 1955 in Zwettl geboren. Zie ook alle tags voor Josef Haslinger op dit blog.

Uit:Jáchymov

„Wie bei der Erstkommunion, denke ich und ziehe ein paar Dor-nen aus den Socken. Ich höre das Motorengeräusch und sehe die Staubfahne auf mich zukommen. Heiliger Thad-däus, mächtiger Fürsprecher, blicke herab auf mich!Ich springe auf und laufe weiter. In meinen Sandalen ver-fängt sich Gestrüpp, das ich mitschleife. Der Jeep kommt näher. Nach kurzer Zeit muss ich die Richtung ändern, denn vor mir tut sich ein tiefer Graben auf, ein Abgrund, in dem ganz unten ein ausgetrocknetes Flussbett liegt. Die Böschung ist zu steil, um hinabsteigen zu können. Ich laufe an diesem Graben entlang. Hier wachsen die Sträucher hö-her und üppiger, und ich kann mich besser verstecken. Der Fahrer hat keinen freien Blick mehr auf mich. Ich laufe von Gebüsch zu Gebüsch und suche nach einer Stelle, an der ich ins Flussbett hinabsteigen kann. Ich finde keine. Trotz-dem fasse ich neuen Mut, denn in der Ferne sehe ich eine Brücke, eine Fachwerkkonstruktion aus vielen ineinander-gefügten Baumstämmen. In der Mitte der Brücke stehen zwei Menschen. Sie tragen lange Kleider und gestikulieren. Ich nehme alle meine Kraft zusammen und laufe auf sie zu. Es sind Männer mit Bärten. Sie heben die Arme, ich glaube sie auch rufen zu hören, beeil dich, aber ich bin nicht si-cher, mein Atem ist laut und hinter mir das Motorenge-räusch. Die vielen Büsche machen es dem Jeep schwerer, mir zu folgen. Gleich werde ich ihn ganz abschütteln kön-nen, denn die Brücke ist zu schmal für ein Fahrzeug. Ich erreiche sie, bevor der Jeep mich einholen kann.Die bärtigen Männer, auf die ich keuchend zugehe, ha-ben runzlige Gesichter. Sie scheinen sich nicht für mich zu interessieren, sie scheinen mich nicht einmal wahrzuneh-men. Ihre Hände, mit denen sie unentwegt gestikulieren, sind knochig und ausgetrocknet.Es ist seine Konstruktion, sagt der eine und holt zu einer weiten Armbewegung aus. Ihm gebührt alle Ehre.Seit es diese Brücke gibt, sagt der andere, ist unser Leben viel einfacher geworden. Ihm gebührt alle Ehre.Und nun erhebt der Erste die Hände zum Himmel und sagt: Herr, du bist Zeuge, er hat uns die Brücke geschenkt, ohne dass wir ihm dafür etwas gegeben haben. Belohne seine Kinder mit Glück.Und nun erhebt der Zweite die Hände zum Himmel und sagt: Herr, du bist Zeuge, es ist eine schöne Brücke, eine stabile Brücke, kein Sturm kann sie wegblasen. Danke es seinen Kindern mit Glück.Ich bin vor den beiden Männern stehen geblieben, und ich weiß, dass sie von meinem Vater reden. Er hat diese ele-gante Brücke gebaut. Aber mich nehmen sie nicht wahr, auch nicht, als ich langsam an ihnen vorbeigehe. Ich höre sie noch weitersprechen. Er hat uns das Leben erleichtert. Er ist ein großer Architekt. Glück seinen Kindern.“

 

Josef Haslinger (Zwettl, 5 juli 1955)

 

De Oostenrijkse schrijfster en vertaalster Barbara Frischmuth werd geboren op 5 juli 1941 in Altaussee. Zie ook alle tags voor Barbara Frischmuth op dit blog.

Uit: Verschüttete Milch

„Das Dorf im Gebirge lebte nicht von seinen Agrarproduk-ten, dafür war das Klima zu rau, sondern vom Salz, das abgebaut, und vom Tourismus, der in den letzten einein-halb Jahrhunderten aufgebaut worden war. Es gab zunehmend mehr Zweithaus- und Zweitwohnungsbesitzer als seit Generationen im Familienbesitz befindliche Bauern- und Bergarbeiterhäuser und wesentlich mehr Gäste, die jahrelang im selben Privatquartier anstatt im Hotel wohn-ten. Mit der Zeit trugen auch weitaus mehr Sommer-frischler ihre Zweitkleidung als die Einheimischen, die sich wenigstens auf diese ihre Kleidung als angestammte Tracht berufen konnten.Sei’s drum, alles fließt, und nichts bleibt, wie es ist, nicht einmal das Wetter. Dem allgemeinen Klimawandel fol-gend, verzichtete das Dorf auf die langen sommerlichen Regenperioden, die mit ihren unwirtlichen Kälteeinbrüchen samt unberechenbaren Überschwemmungen die saisonmäßige Zuwanderung einigermaßen im Zaum gehalten hatten.Die Chancen für einen absichtlich herbeigeführten Sonnenbrand stiegen, wodurch er an Attraktivität verlor, während er noch Jahre zuvor den raren Tagen mit sommerlicher Hitze als Trophäe abgetrotzt worden war. Inzwischen bedurfte es sogar mehrerer Schichten schützender Cremes, so dass die Oberfläche des Sees, aber auch der umliegenden größeren und der höher gelegenen kleineren Seen so gut geölt war, dass sogar Kleinkinder mit empfindlicher Haut gefahrlos, ohne mit unliebsamen Verbrennungen rechnen zu müssen, darin plantschen konnten.Was die Hygiene betrifft, war der See mittlerweile durch effiziente Kanalisierung so perfekt von Abwässern gereinigt, dass man ihm Trinkwasserqualität nachsagte. Wovon aber sollten nun die landesweit bekannten Fischeleben, die sich nicht kannibalisch ernähren, sondern von Exkrementen, die, von Algen weiterverdaut, zu Fischfutter werden? Kein Wunder, dass die Bestände zum Nach-teil der Gastronomie schrumpften, wobei die fortschreitende Erwärmung der Seen, auf denen auch im tiefsten Winter kaum noch Eis wuchs, ihren Teil dazu beitrug.Womit wir wieder bei den Sonnenbränden wären.“

 

Barbara Frischmuth (Altaussee, 5 juli 1941)
Cover

 

De Amerikaanse schrijver Michael Blake werd geboren in Fort Bragg, North Carolina, op 5 juli 1945. Zie ook alle tags voor Michael Blake op dit blog.

Uit: Marching to Valhalla

“MAY 18, 1876
I am as compelled to write as I am to take breath. There is so much in my heart—anger and the deepest pain and love for so many things. Yet it all remains unspoken because emotionally I am mute. I have been as a muzzled dog all my life.
But I can write. I feel I can write all the way through till morning, stopping only at the waking of camp. There is something afoot in me tonight that tells me I am finally writing with my true heart. Not a chatty letter, nor a calculated article, nor a carefully worded report. The constant compulsion to write is now wedded to an impulse to tell all, to tell it simply and without embellishment. To tell the truth.
I will lay this down when we meet the enemy, if we meet him at all, but until that time I will make these nights after tattoo my own—a stool and a tiny desk, a candle and a pen. And I, of course, my brow fully knitted as I try to squeeze something out in ink that I cannot say through the hole in my face. Me. The man from Monroe, the Boy General, Son of the Morning Star, Iron Butt, Old Curly, Long Hair, Fanny and Cinnamon and Autie and Bo. And so much more. And so much less. And like all the great and small of this constantly convulsing world, so alone.
It is terrible to be alone. It leaves a certain part of the human appetite forever unfed. But sitting here by myself in the night, still in my boots, the only sound the mechanical scratching of the pen, makes me feel a king. Strangely, being alone has always filled me with courage, too. Perhaps that is why I have always done so well in battle. I have always felt as alone in the chaos of battle as I do here tonight.
Libbie is gone now. She has been my other life. In lives I have always had two. Life with myself and life with Libbie. I can still feel her breath on my shoulder. It cut through this morning as it always does, cut through the tunic and shirt straight to the skin. Her breath has always burned straight into my flesh.
For a long time we have been experts at separation. She shed no tears as I helped her into the paymaster’s wagon. She smiled her brave smile and said she would listen each night for my step on the stair or the clank of my saber in the hall. She knows that I will come back to her as soon as I can. I have always come to her. She knows I will pay any price to be with her because I have done so many times before. And so has she. We have never been content to be devoted in mind or spirit alone for our marriage has been a marriage of action. We have thrived on demonstrating our devotion and our love has never been at rest.”

 

Michael Blake (5 juli 1945 – 2 mei 2015)
Cover

 

De Franstalige, Belgische schrijfster Jacqueline Harpman werd geboren op 5 juli 1929 in Ukkel. Zie ook alle tags voor Jacqueline Harpman op dit blog.

Uit: Ce que Dominique n’a pas su

“Les héros de romans ne meurent jamais, ils existent dans un univers défini par les mots du livre. Certains prétendent qu’ils sont enfermés dans un temps qui, trois jours ou trente ans, tourne en boucle et se répète de la première à la dernière page, mais que savent les humains ordinaires de leur propre réalité et comment discuteraient-ils de la mienne ? Moi, Julie d’Orsel, j’habite mon histoire, qui poursuit son cours. Oh ! je sais bien qu’elle a été conçue par un certain Eugène Fromentin, qui l’a publiée sous le titre Dominique, mais je sais aussi que je suis moi, dans mon monde, et je ne me soucie pas d’imaginer comment ces deux vérités se conjuguent.
Il se peut que des lecteurs dociles à Dominique qui n’a regardé que ma sœur, Madeleine, ne m’aient pas remarquée : je suis au fond de la scène, toujours présente et toujours en colère. Je continue. Et je vais raconter ce que Dominique n’a pas su ou, s’il le savait, n’a pas dit. C’était un homme – c’est, car lui aussi vit toujours – aux idées étroites qui se croit large d’esprit car il a souffert. Il vient d’un temps où l’on pensait que la souffrance sanctifie : il a fait notre malheur à toutes deux. Il y a eu ce moment terrible où elle a senti qu’elle succombait : le sot aurait dû la prendre par la taille, la jeter sur ses épaules et partir avec elle, au lieu de quoi il n’a pris que son chapeau, ses gants et la porte. Elle ne s’en est jamais remise. Elle est retournée dans une vie sans joie et a pensé à lui jusqu’à son dernier moment.
J’ai relu hier, pour la centième fois, le récit que Dominique a fait à ce monsieur Fromentin – j’allais dire de notre histoire, mais justement, ce n’est pas la nôtre, c’est la sienne. Il est passé à côté de nous en ne voyant que lui, et encore, lui selon la conception étrange qu’il s’en faisait. Il dit, pendant près de trois cents pages, qu’il aime Madeleine : peut-on aimer et être à ce point aveugle à ce que l’on aime? Pour moi, aimer, c’est regarder, je ne l’ai jamais quitté des yeux, et même si depuis des décennies je ne l’ai plus vu, je le regarde toujours. J’ai, comme chaque fois, refermé le livre avec fureur, mais cette fois-ci je me suis dit que je devais rétablir la vérité.
De mon monde, j’ai vu changer le vôtre. Je le comprends sans doute mieux que vous ne comprenez le mien. Beaucoup d’entre vous pensent qu’ils sont libres parce qu’ils ne croient plus en Dieu ni en l’Enfer, les deux mythes qui ont tellement détruit nos vies : vous avez les vôtres. Dans votre grande vanité, vous haussez sans doute les épaules. Ne comptez pas que je tente de vous détromper : je ne suis pas une bonne personne.”

 

Jacqueline Harpman (5 juli 1929 – 24 mei 2012)
Cover

 

De Vlaamse dichter en schrijver Felix Timmermans werd op 5 juli 1886 geboren te Lier. Zie ook alle tags voor Felix Timmermans op dit blog.

 

Menselijkheid

Ik, die mij somtijds klein voel in dit grote Leven
dier duizend zonnen, boven dees mijn doodgaand hoofd,
en moedloos dwaal omdat ik hier als mens moet leven
en mij geen hoger doel van wezen schijnt beloofd….

– Kan plotseling zoals een vuur omhoge klimmen
wanneer ik voel en weet, dat in mijn hert getroond,
standvastig en steeds levend zonder aardse kimmen,
vol ongekende luister Godes beeltnis woont.

Ik voel mij rijzen dan en ken noch tijd, noch dagen.
‘k Ben gans allene, ‘k heb noch vriend noch vijand meer…
De wereld is vergaan, en al het menslijk zeer
en blij mag nutloos van zijn tijdlijk-zijn gewagen!….

En needrig knielt het heelal voor mijn voeten neer!….
Wee! dat ik al die schoonheid in mijn vlees moet dragen!…

 

Verzen

I
De blaadren rijzen door den stuggen nevel,
er zijn geen klanken meer, er is geen lied,
slechts in het dorre riet een vroom geprevel.
Dit is de tijd dat men naar binnen ziet.

Want wij zijn arm, en knagen aan ’t verleden,
en spelen met de kaarten van verdriet.
Het schoonste sprookje stelt ons niet tevreden,
en door de nevel lokt de toekomst niet.

Het leven vlood en d’asch blijft in onz’ handen,
’t verlangen stijgt om mede te vergaan.
Doch in den weemoed blijft één lichtje branden,

het licht dat we in den zomer overslaan,
waarvoor wij slechts, tot onze scha en schande,
rondom den wintertijd om olie gaan.

 

’t Gebergt…

’t Gebergt ligt in den nacht verborgen,
maar d’hoogste toppen zijn verlicht.
Zij zien het worden van den morgen
in ’t aangezicht.

Zoo glinstren de kristallen tinnen
van mijne ziel in Gods gelaat,
terwijl zij zelf in den nacht der zinnen
verdronken staat.

En wijl zij smacht naar ’t eeuwig flonkren,
zuigt zij zich vast aan d’ijdelheid.
En angstig, tusschen licht en donkren,
vergaat mijn tijd.

o Heer, laat mij het nog beleven,
dat Uw genadig morgengoud
door gansch mijn ziele wordt geweven,
want ik word oud.

 

Felix Timmermans (5 juli 1886 – 24 januari 1947)
Op een postzegel uit 1986


De Franse dichter, romanschrijver, toneelschrijver, ontwerper en filmmaker Jean Cocteau werd op 5 juli 1889 in Maisons Lafitte geboren. Zie ook alle tags voor Jean Cocteau op dit blog.

 

Soft Caramel

Take a young girl.
Fill her with ice and gin
shake it all up to make it androgynous
And return her to her family
Hello, hello, operator don’t cut me off
Ah! how sad it is to be the king of animals,
Nobody says a word
Oh! Love is the worst of evils
Take a young girl,
Fill her with ice and gin
Put a slight drop of angostura on her mouth
I knew a man very unhappy in love
Who played Chopin’s nocturnes on the drum
Hello, hello, operator don’t cut me off
I was talking to….I was talking to the….hello, hello?
Nobody says a word.
—don’t you find that art is a bit…..
We tell children wash your hands
We don’t tell ‘em wash your teeth…..
Soft caramel—

 

L’Ange Heurtebise

III
Angel Heurtebise pushes me;
And you, Lord Jesus, mercy,
Lift me, raise me to the corner
Of your pointed knees;
Undiluted pleasure. Thumb, untie
The rope! I die.

IV
Angel Heurtebise and angel
Cegeste killed in the war-what a wondrous
Name-play
The role of scarecrows
Whose gesture no frightens
The cherries on the heavenly cherry trees
Under the church’s folding door
Accustomed to the gesture yes.

 

Jean Cocteau (5 juli 1889 – 11 oktober 1963)


De Franse schrijver Jean Raspail werd geboren in Chemillé-sur-Dême op 5 juli 1925. Zie ook alle tags voor Jean Raspail op dit blog.

Uit: Les Royaumes de Borée

« La frontière courait sur quelque quatre cent soixante-dix lieues face à l’est et au nord-est. Elle franchissait d’interminables forêts, noir et argent durant le long hiver, des plaines spongieuses semées de lacs dont l’eau avait la couleur du plomb, des marécages qui disparaissaient sous des océans de roseaux et des rivières roulant leurs flots boueux vers des destinations incertaines. Elle escaladait des collines au relief tourmenté qu’un ciel bas faisait apparaître comme autant de montagnes infranchissables dont les sommets se confondaient avec l’épais plafond des nuages. Face au nord, elle se perdait dans l’infini d’une taïga au-delà de laquelle s’étendait une mer glauque hérissée de rochers battus par des vents furieux, mais nul voyageur, nul marin, hormis le commodore Liechtenberg en 1631, ne s’était avancé jusqu’à ces rivages.
La frontière, au demeurant, ne portait pas encore ce nom. Aucun pays ne la revendiquait, sinon, de façon toute symbolique, le lointain grand-duché de Valduzia, aux confins septentrionaux de l’Europe, mais ses princes souverains ne s’étaient jamais souciés d’y envoyer qui que ce soit pour en prendre possession. Le jeu n’en valait pas la chandelle. Ils avaient déjà fort à faire avec leur province de l’Est, à peine en voie de peuplement, et sa récente capitale, Ragen, encore à l’état d’ébauche. Au-delà se percevait le vide, et au-delà de ce vide, à une distance hypothétique évaluée en jours de marche, avec une marge de cinquante à cent impossible à préciser, la frontière, appelée plutôt bordures, ou lisières, marquait les approches d’une immense contrée inhabitée, baptisée Borée par des géographes inspirés.
À l’époque où commence cette histoire, le prince souverain de Valduzia était le grand-duc August III. De sa rencontre avec un téméraire cavalier, Oktavius Ulrich de Pikkendorff, alors âgé de vingt-six ans, date le début d’une longue aventure qui vit la frontière sortir des limbes et se dessiner peu à peu.
Oktavius était arrivé à Valduzia un matin de l’année 1658 après avoir traversé toute l’Europe. Il venait d’une principauté minuscule et crottée du haut Danube où son grand-oncle le margrave von Altheim-Neufra und Pikkendorff, aussi endémiquement désargenté que les précédents margraves, se trouvait bien incapable d’entretenir ses fils cadets et encore moins ses nombreux neveux, lesquels n’avaient d’autre ressource que de s’en aller proposer à des monarques étrangers le service de leur épée. Beaucoup firent souche en Angleterre, en France, en Prusse, en Autriche, en Bavière.”

 

Jean Raspail (Chemillé-sur-Dême, 5 juli 1925)
Cover

 

De Kroatische dichter Tin Ujević werd geboren op 5 juli 1891 in Vrgorac in het toenmalige Oostenrijk-Hongarije. Zie ook alle tags voor Tin Ujević op dit blog.

 

Verlängerte Welt

Die Dinge rund um mich sind zutiefst mit Inhalt gefüllt.
Aussage haben, und Worte, die Blumen, die am Wegrand blühn
Aus jedem Wasserlauf nachts geheime Botschaft quillt
und ab und zu flüstert der Wind seltsame Phantasien.

Tieraugen funkeln im Drange sich mitzuteilen,
Sinn und Gestalt erhalt jäh im Gebirge der Stein.
Unbewußt fragt das Bewußtsein: wo ist ein Weg in die Welt
aus diesem Zauberkreis der Gesetze von Vers und von Reim?

Und noch einmal verwandeln Träume die Wirklichkeit
als ging sie entgegen dem tiefsten Herbst ihrer Zeit,
die alle Gekreuzigten von ihren Kruzifixen befreit
als hielt die Natur fiir jeden ein letztes Ruhelager bereit.

Über die Ende wandern, als wären sie trunken, die Dichter,
von leisen Worten heimlich beseligt und reich,
als dächten sie: bald tagt es, bald wird es lichter und lichter –
jetzt, vor einem .Tahr oder einem Jahrhundert, ist es nicht gleich?

Träumer, die nicht gerne reden, allein über die Erde wandeln,
doch was tuts, sie könnten auch trunken sein,
es ist als zög’ ein uraltes Wissen in sie ein:
daß sie schon einmal gelebt und sich in ein andres Wesen verwandelt,
ein zweites, ein drittes? wie schon Menschen zu fühlen pflegen beim Wein.

Die alte Erde empört sich Weil sie so klein,
unhörbar schiebt sie sich immer weiter vor in den Raum.
noch einmal ist sie den Idealen Heimat und Schrein,
das Märchen der Erde reicht his an den blankgescheuertenHimmelssaum.

Träumer, allein, die nicht gerne reden, jedoch im Schreiten
alle Klänge der Welt einschliirfen und dann, nur für sich,
zu keinem anderm, unbewußt, fliisternd erläutern
wie tief doch das Weltall und wie leidenschaftlich, wie unerhört dicht.

 

Vertaald doorIna Jun Broda

 

Tin Ujević (5 juli 1891 – 12 november 1955)
Standbeeld in Zagreb 

 

Zie voor de schrijvers van de 5e juli ook mijn blog van 5 juli 2018 en ook mijn blog van 5 juli 2017 en mijn blog van 5 juli 2013 en mijn blog van 5 juli 2011 deel 1 en eveneens deel 2.

Matt Harvey

Onafhankelijk van geboortedata

De Britse dichter, performance-kunstenaar en humorist Matt Harvey werd geboren in Cheshire in 1962. In zijn jeugd trok hij door Groot-Brittannië en verbleef in Cheshire, Schotland en Ierland; hij vestigde zich in Twickenham, Londen op de leeftijd van 15. Als tiener werd hij beïnvloed door de Mersey Poets, waaronder Adrian Henri, Roger McGough en Brian Patten. Hij had een moeilijke jeugd en als twintiger bezocht de Self Heal Association, een psychotherapeutisch centrum in Devon. Hij werd later helper in het centrum en is blijven spreken en presteren op conferenties over geestelijke gezondheidszorg. Hij begon zijn carrière als performance kunstenaar in 1992 en gaf live optredens aan het publiek in het zuidwesten van Engeland. Hij heeft sindsdien in het hele land op conferenties, cabarets, hogescholen en literaire festivals opgetreden. Harvey werd benoemd tot Official Wimbledon Championship Poet 2010. De taak bestond erin om elke dag van het kampioenschap een gedicht uit te brengen om de toeschouwers te vermaken. Harvey is gastheer van Wondermentalist – het poëziecabaret van Radio 4 – en auteur van o.a. “The Hole in the Sum van my Parts”, “Where Earwigs Dare” “Mindless Body Spineless Mind” en “The Element in the Room”. Hij is getrouwd, met één vrouw. Ze hebben twee zonen.

Where Earwigs Dare

A silver trail across the monitor;
fresh mouse-droppings beneath the swivel-chair;
the view obscured by rogue japonica.
Released into the wild, where earwigs dare –

you first went freelance – and then gently feral.
You worked from home – then wandered out again,
roughed it with spider, ant, shrew, blackbird, squirrel
in your won realm, your micro-Vatican.

No name conveys exactly what it is –
Chalet? Gazebo? You were not misled
by studios, snugs, garden offices,
workshops or outhouses. A shed’s a shed –

and proud of it. You wouldn’t want to hide it.
Wi-Fi-enabled rain-proof wooden box –
a box to sit in while you think outside it.
Self-rattling cage, den, poop-deck, paradox,

hutch with home-rule, cramped cubicle of freedom,
laboratory, thought-palace, bodger’s bower,
plot both to sow seeds and to go to seed in,
cobwebbed, Cuprinol-scented, Seat of Power.

 

Slug

low-born land mollusc
high-impact intruder
easy oozer, slime exuder
free-loader, sprout-spoiler
meandering marauder
disrespecter
of my broad-beans’ border
you’ve a one-track mind
in a one-track bodydiligent pillager
soft-horned invisigoth
slow silver scribbler
paradoxically busy sloth
tithe-taker, hole-maker
indiscriminate direct debitor
bold-as-brass brassica editor

you’re a squishetty spoilsport
a glistening drag
the liquorice all-sort
nobody wants to find in the bag

it’s time that you were brought to book
you’re not as tasty as you look
listen chum, you are disposable
look at my thumb, it is opposable

unwelcome invertebrate
this might just hurt a bit
I pluck you and chuck you
into distant dew-drenched greenery
isn’t that mean of me?

slug, when all is said and done
you can hide but you can’t run

Matt Harvey (Cheshire, 1962)


Neil Simon, Paul de Wispelaere, Ricardo Domeneck, Rob van Erkelens, Christine Lavant, Sébastien Japrisot, Walter Wippersberg, Robert Desnos, Nathaniel Hawthorne

De Amerikaanse toneelschrijver Neil Simon werd op 4 juli 1927 geboren in New York. Zie ook alle tags voor Neil Simon op dit blog.

Uit: Het zomerhuis (Proposals, vertaald door Nicolet Steemers)

“CLEMMA: …Rond deze tijd van het jaar denk ik meestal aan dit huis…en rond deze tijd ’s avonds…en bij dit weer. Als het weer kouder wordt en de warmte uit je botten trekt, als je weet dat de zomer voorgoed voorbij is…Ik weet niet of dit huis er nog staat. Als dat wel zo is, zal het er niet veel anders uitzien dan nu, want het is in al die tweeëntwintig jaar dat ik er geweest ben, geen spat veranderd…Een ding heeft me altijd verbaasd. Er zijn in de wereld zo’n twintig…dertig miljard vogels? Allerlei soorten vogels. Ze worden bij bosjes tegelijk geboren en ze sterven bij bosjes…Hoe kan het dan dat het hier niet helemaal vol ligt met dooie vogeltjes? Ze leven niet zo lang als mensen. Dus je zou toch denken dat je, als je het huis uit kwam, een paraplu zou moeten opsteken om te voorkomen dat ze allemaal op je kop terecht komen…Toen ik hier werkte voor meneer Burt Hines en zijn gezin, barbecue’den we vaak hier. Nog nooit een dooie vogel in mijn barbecue-saus zien vallen…Als mensen sterven, gaat dat niet zomaar aan je voorbij. Er is altijd wel een of ander familielid dat ’s nachts begint te schreeuwen…Toen mijn tijd gekomen was, gleed ik gewoon rustig weg in bed…De meeste mensen zouden een aardig bedrag neer willen tellen om op zo’n manier het tijdelijke met het eeuwige te verwisselen….het probleem met sterven in je slaap is, je weet niet dat je bent dood gegaan. Je hebt het gedeelte van het wegglijden gemist….je probeert de volgende ochtend wakker te worden en het lukt niet…Ik stierf op mijn tweeënnegentigste, en in mijn familie is dat vrij jong…Maar de mensen waarvoor ik werkte, vooral Meneer Hines, was pas vijfenvijftig toen hij ziek werd, en die man deed geen enkele poging om het onvermijdelijke uit te stellen. (Burt Hines, 55, komt het huis uit, kijkt naar de lucht, kijkt dan rond om er zeker van te zijn dat hij alleen is. Hij loopt naar een van de rotan stoelen bij de boomstronk en gaat zitten.)Daar gaat-ie. Let op. (Burt haalt een sigaret uit de zak van zijn overhemd en steekt hem tussen zijn lippen)Begrijpt u wat ik bedoel? Hij had net zo goed gelijk de loop van een geweer in zijn mond kunnen steken. (Burt steekt zijn sigaret aan en neemt een trekje)…Goed, een sigaret werkt dan wel niet zo snel als een kogel…maar hij heeft geen haast. Hij heeft nog wat aardse zaken af te handelen voordat hij in een gat in de grond verdwijnt waar hij nu al voor heeft betaald….dit is allemaal zo’n veertig, vijftig jaar geleden…toen zat de wereld anders in elkaar…in sommige opzichten misschien beter, in sommige misschien slechter….In die tijd was ik een neger…nu zouden ze dat kleurling noemen…of wat dan ook, ik weet het niet precies. Maar nu, op dit moment, ben ik wat ik toen was: een hardwerkende vrouw die haar best deed om het leven te redden van een lieve, goede man, zodat hij niet voortijdig uit de lucht zou vallen. (ze beweegt zich langzaam in de richting van Burt, die staat te roken. Clemma stampt hard met haar voeten op de grond)Betrapt!!…Ik wist het. Ik wist dat als ik maar lang genoeg in de struiken zou wachten, dat ik u zou betrappen met een sigaret in uw mond!”

Neil Simon (4 juli 1927 – 26 augustus 2018)
Poster voor een opvoering in Flat Rock, Michigan, 2019


De Belgische schrijver, criticus en letterkundige Paul de Wispelaere werd geboren in Assebroek op 4 juli 1928. Zie ook alle tags voor Paul de Wispelaere op dit blog.

Uit: Huis van bewaring (Dagboek 1990-1991)

“Ik had Ilse al meer dan eens over de prachtige stranden van Algeciras verteld, en in de uitzonderlijke hitte van het Andalusische binnenland verlangden we naar de zee. Ik weet nog goed dat ik er nog eens op terugkwam de avond dat we in het overdrukke en luidruchtige Jerez de la Frontera op een terras zaten bij een paar glaasjes manzanilla, nadat we de morgen van diezelfde dag al naar hartelust geproefd hadden van de kruidige, amberkleurig ‘oloroso’ in verscheidene van de ‘als kathedralen van de wijn’ beroemde bodegas. Bij Gonzalez Byass hadden we er geproefd uit een reusachtig vat waarin de godendrank meer dan een eeuw lang had liggen rijpen, en waar Byron in 1809 zijn naam op geschreven had. De naderende nacht en de platanen waaronder we zaten boden nauwelijks wat koelte, en de alcohol had ons in een wat landerige stemming gebracht. Ik vertelde Ilse over het strand van Algeciras, waar we enkele dagen later over de ruwe en bloedhete bergweg naar Ronda en via het vissersplaatsje Estepona zouden aankomen. Ik was er vijfentwintigjaar geleden op mijn eerste tocht door Spanje geweest, en ik had er een onvergetelijke herinnering aan bewaard. Het uitgestrekte strand lag in een baai tussen de glanzende zee en een pijnbos, en aan de rand van het water verrezen door de zon gepolijste rotsen waarop ik urenlang naar het lichte klotsen van de golfjes had zitten luisteren. ‘Het moet er wel bijzonder mooi zijn,’ zei Ilse, die voor het eerst met mij in Spanje was, ‘want je kunt er maar niet over zwijgen.’ Ik verzweeg wel een en ander, zoals over mijn reisgezelschap van toen, maar dat had volstrekt geen belang meer, en ik was inderdaad geheel vervuld van het vooruitzicht om haar, Ilse, binnenkort ook van die heerlijkheid te laten genieten. En in feite genoten wij er nu al samen van: ik van mijn herinnering, zij van mijn verhaal en wij beiden van hetgeen ons te wachten stond. ‘Het mooiste is dit,’ vertelde ik nog, ‘je komt over een kronkelend pad uit het pijnbos en daar plotseling ligt de zee voor je, door het licht als in zilver veranderd.’ Ik had er nog allerlei bijzonderheden aan toe kunnen voegen, zo haarscherp zag ik het allemaal nog voor mijn geestesoog.”

Paul de Wispelaere (4 juli 1928 – 2 december 2016)


De Braziliaanse dichter, beeldend kunstenaar en criticus Ricardo Domeneck werd geboren op 4 juli 1977 in São Paulo. Zie ook alle tags voor Ricardo Domeneck op dit blog.

Breviary of Secretions

In a corner of the room, my body
was operating its factory
of relations
Decisions are not self-explanatory,
they resist the questionnaire
of pleasure
and they are
obliged to ignore
consequences of causes,
such as movement and encounter
Hands cupped are raised
to the face at the same time
that it addresses them
without them getting lost
along the way

Breathing through the mouth, with
no time to lose between the
oxygenation of the brain
itself and that of
the environment
generally, he
spoke loudly and precisely:
the sudden steepness that runs
though the mouthline
from the fish to the hand
of the fisherman, a hook:
bait, fish

But this image does not
find an equivalence
in my organism and
once again I look
at my feet

Alone and empty
like one who´s just
given birth like one
who´s just ejaculated
empty and alone

and I only calmed down
upon repeating duration duration
duration movement

slide the letters under
the door if there are any

Unfortunately I shan´t be able
to go to São Paulo for the
time being but surely
we shall see each other
before you go
hugs and kisses

in beams of our departing
in the bams of what awaits us

The progressive emptying
of the lungs restarting
right away

There´s no transition more
subtle than the one forgotten
at midnight

and between epidermis
derma muscle
bone all
expect
a gradation
of the spectacles
of the world

turn out the light you nightman I mean knight man

Breviary of secretions
of the morning:
§ a common salivating indeed
in the midst of
recent dehydration
§ habitual ejaculation
before the fasting
§ a normal bleeding
in the bathroom sink
colors my mouth
sensation of freshness and fear

 

Vertaald door Charles A. Perrone

Ricardo Domeneck (São Paulo, 4 juli 1977)

 

De Nederlandse schrijver Rob van Erkelens werd geboren in Den Haag op 4 juli 1963. Zie ook alle tags voor Rob van Erkelens op dit blog.

Uit: Het uur van lood

`Soit,’ zeg ik. Soit, besluit ook hij zonder iets te zeggen en hij dringt nog wat verder voor. Trekt daarbij een beetje met zijn linkerbeen.
And everytime it rains…
Ik zeg niets meer. Laat de dingen gebeuren zoals ze gebeuren, ik ga me niet hardop opwinden over middenstandersmoeilijkheden. Ik verbaas me er ook niet over. Dat is misschien nog het ernstigste aan mijn toestand: niets verbaast mij meer. Alles heb ik al eens gezien, zo lijkt het. In het echt, in het televisieecht, in het film-echt, in het zelf verzonnen-echt. Wat mij in de beste gevallen overkomt is een immense verveling. Ik ben een neuroticus, wiens zintuigen zijn afgestompt, een neuroticus die niet meer in staat is te ervaren waar hij nu juist zo hardnekkig naar verlangt: die allerzeldzaamste aller gebeurtenissen, een golf adrenaline. Misschien dat alleen smerigheid en misère nog prikkelend op me zullen werken en mijn kwijnende zintuigen kunnen stimuleren. Ik dwaal rond in een gewatteerd, ontvolkt universum en herinner mij hoe ik, zoals meisjes in de puberteit soms onweerstaanbaar kunnen verlangen naar vreemde, walgelijke gerechten, droomde van ongewone erotische betrekkingen en perverse lusten en deze fantasieën ook uitvoerde. Steeds wanstaltiger, steeds perverser, steeds saaier, dus. Dat was het einde. Mijn uitgeputte zintuigen, verzadigd, omdat ze van al het denkbare hadden geproefd, raakten in een toestand van ongevoeligheid; ik was nagenoeg impotent.
Enige tijd geleden was Tsetse er nog wel. Een soort laatste avond, een laatste nacht speelden we na. We gingen dingen doen, dingen zien, dingen horen, dingen ruiken, dingen aanraken. En dansen, dansen in de Hype natuurlijk. Tot we niet meer wisten waar we waren. Daarna begon ze met afwezig zijn. Tsetse moest een vliegtuig halen. Ze had geen tijd om te slapen, deed dat wel in de lucht, in een stoel. Ik bracht haar weg, ik zwaaide haar uit, ze moest weer iets doen in een buitenland. Ze zou minstens een week wegblijven, voor bizniz. Mijn huis uit, de stad uit, het land uit. Maar nog wel op dit werelddeel, dat leek dichterbij dan helemaal Armorica, hoewel het in tijd weinig uitmaakt. Londen of pakweg Boston, een fax doet er niet veel langer over, telefoneren maakt een verschil van hooguit een derde seconde. De telefoon gaat.”

Rob van Erkelens (Den Haag, 4 juli 1963)
Cover


De Oostenrijkse dichteres, schrijfster en kunstenares Christine Lavant werd geboren op 4 juli 1915 in Groß-Edling als Christine Thonhauser. Zie ook alle tags voor Christine Lavant op dit blog.

Uit: Aufzeichnungen aus einem Irrenhaus

„Denn dieses ist nicht das Wahrhafte, dass der Sohn stets eine Zeitung entfaltet und leise daraus vorliest, auch nicht die paar Sätze die sie auf Französisch zueinander sagen, nicht das Klirren des Gitterbettes, wenn eine Bewegung etwas stärker oder jäher ausfällt. Nein, dieses alles geschieht nur außen herum etwa wie ein undurchdringlicher Glassturz über etwas unendlich Kostbarem. Innen haben sie Verzückung aneinander. Ich weiß es, ich spüre es, wenn ich mit geschlossenen Augen in meinem Bett liege. Hier gehen noch Veränderungen vor, die keinem Wunder nachstehen. Das ist nun keine Irre, keine Tobende und Fluchende mehr, nicht der leiseste Hauch von Hass lebt in diesen Stunden in der alten Aristokratin. Wie Christus über das Wasser, geht diese Mutter in der Gegenwart ihres Sohnes über das Meer ihres Irrsinns. Und er glaubt ihr. Er fürchtet keine Sekunde, dass sie plötzlich wieder einbrechen könnte. Und sie bricht nicht ein. Nie bricht sie früher ein, als bis sich die letzte Türe des Irrenhauses hinter dem Sohn geschlossen hat, dann aber wird es furchtbar. Es ist, als ob sich eine ganze Hölle rächen wollte, dass sie für eine Stunde aus ihrem Eigentum verwiesen worden war. Aber das kann man mit Worten nimmer sagen, das ist fast noch schlimmer als der Anblick der Gekreuzigten. Ob ich nach den Wochen hier noch einmal die Lust oder den Mut haben werde zu lachen? Ach, vielleicht sogar sehr? Vielleicht soll man überhaupt an solchen Orten erst das Lachen erlernen, um es ganz unverlierbar in sich zu haben. Eben ging die Krell vorüber und sagte leise, sie werde mich zu Staub und Asche zerreißen. Ich lachte sie an. Aber ich habe Furcht. Vielleicht versuche ich doch einmal an den Lehrerinnentisch vorzudringen? Es geht dort immer so manierlich zu und man fragt sich oft unwillkürlich, warum denn diese eigentlich hier sind. Aber ich werde es nicht leicht haben, als Dritte-Klasse-Patientin und Unstudierte in diesen Kreis der oberen Zehntausend einzudringen. Wenn ich bloß an ihnen vorübergehe, sehen sie mich schon alle so abweisend an, bloß die dicke Goetheanerin, welche in demselben Saal schläft wie ich, lässt sich manchmal zu einem kleinen Lächeln herbei. Ob ich sie um den Wilhelm Meister bitten soll?”

Christine Lavant (4 juli 1915 – 7 juni 1973)
Cover


De Franse schrijver Sébastien Japrisot (pseudoniem van Jean-Baptiste Rossi) werd geboren op 4 juli 1931 in Marseille. Zie ook alle tags voor Sébastien Japrisot op dit blog.

Uit: La dame dans l’auto avec des lunettes et un fusil

“Je n’ai jamais vu la mer.
Le sol carrelé de noir et de blanc ondule comme l’eau à quelques centimètres de mes yeux.
J’ai mal à en mourir.
Je ne suis pas morte.
Quand on s’est jeté sur moi – je ne suis pas folle, quelqu’un, quelque chose s’est jeté sur moi – j’ai pensé : je n’ai jamais vu la mer. Depuis des heures, j’avais peur. Peur d’être arrêtée, peur de tout. Je m’étais fabriqué un tas d’excuses idiotes et c’est la plus idiote qui m’a traversé l’esprit : ne me faites pas de mal, je ne suis pas vraiment mauvaise, je voulais voir la mer.
Je sais aussi que j’ai crié, crié de toutes mes forces, et que mes cris pourtant sont restés enfermés dans ma poitrine. On m’arrachait du sol, on m’étouffait.
Criant, criant, criant, j’ai pensé encore : ce n’est pas vrai, c’est un cauchemar, je vais me réveiller dans ma chambre, il fera jour.
Et puis, ça.
Plus fort que tous les cris, oui, je l’ai entendu : le craquement des os de ma propre main, ma main qu’on écrasait.
La douleur n’est pas noire, n’est pas rouge. C’est un puits de lumière aveuglante qui n’existe que dans votre tête. Et vous tombez quand même dedans.
Frais le carrelage contre mon front. J’ai dû m’évanouir une seconde fois.
Ne pas bouger. Surtout ne bouge pas.
Je ne suis pas allongée sur le sol, mais à genoux, la fournaise de mon bras gauche contre mon ventre, pliée en deux sur la douleur que je voudrais retenir et qui envahit mes épaules, ma nuque, mes reins.
Tout près de mon œil, à travers le rideau de mes cheveux rabattus, une fourmi se déplace sur un carreau blanc. Plus loin, une forme grise, verticale, qui doit être le tuyau du lavabo.”

Sébastien Japrisot (4 juli 1931 – 4 maart 2003)
Cover


De Oostenrijkse schrijver, regisseur, filmmaker en fotograaf Walter Wippersberg werd geboren op 4 juli 1945 in Steyr. Zie ook alle tags voor Walter Wippersberg op dit blog.

Uit: Erik und Roderik

„Schon am nächsten Morgen brachte eine Brieftaube die Nachricht, dass Rodcrik de la Plaine zum Krieg gegen Erik rüste. Mit Gewalt, hieß cs da, wolle cr zuerst alle Schweine aus Eriks Stall treiben und dann den roten Hahn aufs Dach der Burg setzen (was nichts anderes hieß, als dass cr sie anzünden wollte). Für morgen Früh schon sei der Rachefeldzug geplant. Bei dem Gedanken, dass Rodcrik scinc Drohung wahrmachen könnte, schlotterten Eriks Knie so stark, dass ihm die Strümpfe bis zu den Knöcheln hinunter-rutschten. Er verfluchte diese unselige Idee von vor-gestern Abend. Wenn ihm jetzt nicht in allerletzter Stunde noch ein rettender Einfall käme, dann würde er morgen vor den Trümmern seiner Burg stehen — falls cr dann überhaupt noch stehen konnte. Dabei hatte er gerade anfangen wollen, die Burg aus-zubauen. Fürs Erste hätte er cinc Bibliothek errichten lassen wollen, gleich neben dem Rittersaal. Dic Steine und das Bauholz lagen schon im Burghof bereit.
Am liebsten wäre Erik sofort losgeritten, um sich bei Rodcrik zu entschuldigen und ihm die fünfzig Schweine zu ersetzen. Aber Roderik würde ihn gar nicht erst zu Wort kommen lassen, sondern auf der Stelle grün und blau prügeln. Als der erste Schreck soweit verflogen war, dass Erik wieder halbwegs sicher auf den Beinen stand, lief er hinaus, um seine Freunde zusammenzurufen. Rambcrt war fürs Kämpfen und bekam vor lauter Aufregung rote Qhrcn, als cr sich und den anderen ausmalte, wie sie Rodcrik und seine Kumpane in eine Falle locken und dann nach Strich und Faden verhauen würden. Der alte Bonzo widersprach. Er hielt eine solche Taktik für ganz falsch und höchst gefährlich. „Niemals”, sagte er, „können wir in einem Kampf gcgcn Roderik und seine Leute bestehen, schon gar nicht, wenn Berengar und Bertran ihm helfen.” „Am besten wär’s”, überlegte Bonzo weiter, „wenn wir Rodcrik daran hindern könnten, überhaupt loszuziehen.” Dem stimmten auch die andern zu. Aber wie das zu machen sei, wusste keiner. Mit der Brieftaube konnte Erik eine Nachricht an Sigbert schicken. Aber welche Nachricht sollte das sein?“

Walter Wippersberg (4 juli 1945 – 31 januari 2016)


De Franse dichter, schrijver en journalist Robert Desnos werd geboren op 4 juli 1900 in Parijs. Zie ook alle tags voor Robert Desnos op dit blog.

Ebony Life

A frightening stillness will mark that day
And the shadow of streetlights and fire-alarms will exhaust the light
All things, the quietest and the loudest, will be silent
The suckling brats will die
The tugboats the locomotives the wind will glide by in silence
We will hear the great voice which coming from far away will pass over the city
We will wait a long time for it
Then at the rich man’s time of day
When the dust the stones the missing tears
form the sun’s robe on the huge deserted squares
We shall finally hear the voice.
It will growl at doors for a long while
It will pass over the town tearing up flags and breaking windowpanes.
We will hear it
What silence before it, but still greater the silence
it will not disturb but will hold guilty will brand and denounce
Day of sorrows and joys
The day the day to come when the voice will pass over the city
A ghostly seagull told me she loved me as much as I loved her
That this great terrible silence was my love
That the wind carrying the voice was the great revolt of the world
And that the voice would look kindly on me.

 

Sky Song

The flower of the Alps told the seashell: “You’re shining”
The seashell told the sea: “You echo”
The sea told the boat: “You’re shuddering”
The boat told the fire: “You’re glowing brightly”
The fire told me: “I glow less brightly than her eyes”
The boat told me: “I shudder less than your heart does when she appears”
The sea told me: “I echo less than her name does in your love-making”
The seashell told me: “I shine less brightly than the phosphorus of desire in your hollow dream”
The flower of the Alps told me: “She’s beautiful”
I said: “She’s beautiful, so beautiful, she moves me.”

 

Vertaald door William Kulik

Robert Desnos (4 juli 1900 – 8 juni 1945)
Cover


De Amerikaanse dichter en schrijver Nathaniel Hawthorne werd geboren op 4 juli 1804 in Salem, Massachusetts. Zie ook alle tags voor Nathaniel Hawthorne op dit blog.

Uit: The House of the Seven Gables

“With a brief sketch, therefore, of the circumstances amid which the foundation of the house was laid, and a rapid glimpse at its quaint exterior, as it grew black in the prevalent east wind, — pointing, too, here and there, at some spot of more verdant mossiness on its roof and walls, — we shall commence the real action of our tale at an epoch not very remote from the present day. Still, there will be a connection with the long past — a reference to forgotten events and personages, and to manners, feelings, and opinions, almost or wholly obsolete — which, if adequately translated to the reader, would serve to illustrate how much of old material goes to make up the freshest novelty of human life. Hence, too, might be drawn a weighty lesson from the little-regarded truth, that the act of the passing generation is the germ which may and must produce good or evil fruit, in a far distant time; that, together with the seed of the merely temporary crop, which mortals term expediency, they inevitably sow the acorns of a more enduring growth, which may darkly overshadow their posterity.
The House of the Seven Gables, antique as it now looks, was not the first habitation erected by civilized man on precisely the same spot of ground. Pyncheon-street formerly bore the humbler appellation of Maule’s-lane, from the name of the original occupant of the soil, before whose cottage-door it was a cow-path. A natural spring of soft and pleasant water — a rare treasure on the sea-girt peninsula, where the Puritan settlement was made — had early induced Matthew Maule to build a hut, shaggy with thatch, at this point, although somewhat too remote from what was then the centre of the village. In the growth of the town, however, after some thirty or forty years, the site covered by this rude hovel had become exceedingly desirable in the eyes of a prominent and powerful personage, who asserted plausible claims to the proprietorship of this, and a large adjacent tract of land, on the strength of a grant from the legislature. Colonel Pyncheon, the claimant, as we gather from whatever traits of him are preserved, was characterized by an iron energy of purpose.”

Nathaniel Hawthorne (4 juli 1804 – 19 mei 1864) 
Cover


Zie voor nog meer schrijvers van de 4e juli ook mijn blog van 4 juli 2017 en ook mijn blog van 4 juli 2014 en ook mijn blog van 4 juli 2011 deel 2.

John M. Ridland

De Amerikaanse dichter en vertaler John M. Ridland werd geboren in Londen op 4 juli 1933 en groeide op in Californië. Hij behaalde zijn PhD aan Claremont Graduate School en heeft talloze boeken en chapbooks gepubliceerd, waaronder “Odes on Violence” (1969), “In the Shadowless Light” (1978), “Palms: Six ballads” (1993), “Poems of the American West” (2002), “A Brahms Card Ballad” (2007), “Happy in an Ordinary Thing” (2013), en “A. Lincolniad: An epic poem honoring the memory of President Abraham Lincoln”(2014). Met zijn vrouw Muriel schreef hij “And Say What He Is: The Life of a Special Child Together”(1975).  Ridland is ook vertaler en heeft vertalingen van Sir Gawain en de Groene Ridder gepubliceerd, evenals vele werken van de Hongaarse dichters Sándor Márai en Miklós Radnóti. Ridland publiceerde een versvertaling van het Hongaarse volks-epos “János Vitéz” (1999). In 2010 werd Ridland onderscheiden met de Balint Balassi Memorial Sword Award voor zijn vertalingen van Hongaarse literatuur. Ridland ontving ook een gouden medaille van de Arpad Society uit Cleveland, Ohio. Hij gaf meer dan veertig jaar les aan de Universiteit van Californië-Santa Barbara en is momenteel professor emeritus van dat college.

Moving In: Saturday Morning

Young couple lugging your box spring up ten steep steps to a rental,
too tired and sweaty to lie on it now, or to make the day sentimental,

you are us newly married over half a century back,
boxing, lifting, U-Hauling all we owned down the dotted track

to the farthest edge of our newly discovered and little-known universe.
With our mattress we carried many kind blessings and one blind, fatal curse.

Of the pair, you two should repeat and repeat the former, ad lib,
while the latter we pray you’ll be ignorant of—the empty, unportable crib.

You’re young: soon enough you’ll recover from today’s heaty lifting and moving,
and lie down on that bed for what beds are meant for—sleeping and loving.

 

Madrigals for Muriel

1.
Valentine’s Day rain, heavy at times.
The flowers drip, caught out in it,
until they droop. The house is dumb
without you in it. So am I.
not out in rain but caught at home.
The sky—what sky? there is no sky,
nothing but rain, heavy at times,
as I am until you come home
with bread and fruit and cheese and wine.
Till you come home, the rain goes on,
heavy at times.

2.
In the movie of our life
the leading man and his wife
are looking older—the make-up
artists, too quick on the take-up,
have done their job indel-
ibly, credibly well:
the creases don’t iron out
except, a little, at night,
and those afternoons each week
when the old commotion rakes
then smoothes them smooth as the sheet
that rumples underneath.

John M. Ridland (Londen, 4 juli 1933)


Franz Kafka, Christopher Kloeble, Dorota Maslowska, Gerard den Brabander, Tom Stoppard, Andreas Burnier, David Barry, Joanne Harris, William Henry Davies

De Duitstalige schrijver Franz Kafka werd geboren op 3 juli 1883 in Praag, toen een stad gelegen in de dubbelmonarchie Oostenrijk-Hongarije. Zie ook alle tags voor Franz Kafka op dit blog.

Uit: The Trial (Vertaald door David Wyllie)

“Someone
must have been telling lies about Josef K., he knew he had done nothing
wrong but, one morning, he was arrested. Every day at eight in the
morning he was brought his breakfast by Mrs. Grubach’s cook – Mrs.
Grubach was his landlady – but today she didn’t come. That had never
happened before. K. waited a little while, looked from his pillow at the
old woman who lived opposite and who was watching him with an
inquisitiveness quite unusual for her, and finally, both hungry and
disconcerted, rang the bell. There was immediately a knock at the door
and a man entered. He had never seen the man in this house before. He
was slim but firmly built, his clothes were black and close-fitting,
with many folds and pockets, buckles and buttons and a belt, all of
which gave the impression of being very practical but without making it
very clear what they were actually for. “Who are you?” asked K., sitting
half upright in his bed. The man, however, ignored the question as if
his arrival simply had to be accepted, and merely replied, “You rang?”
“Anna should have brought me my breakfast,” said K. He tried to work out
who the man actually was, first in silence, just through observation
and by thinking about it, but the man didn’t stay still to be looked at
for very long. Instead he went over to the door, opened it slightly, and
said to someone who was clearly standing immediately behind it, “He
wants Anna to bring him his breakfast.” There was a little laughter in
the neighbouring room, it was not clear from the sound of it whether
there were several people laughing. The strange man could not have
learned anything from it that he hadn’t known already, but now he said
to K., as if making his report “It is not possible.” “It would be the
first time that’s happened,” said K., as he jumped out of bed and
quickly pulled on his trousers. “I want to see who that is in the next
room, and why it is that Mrs. Grubach has let me be disturbed in this
way.” It immediately occurred to him that he needn’t have said this out
loud, and that he must to some extent have acknowledged their authority
by doing so, but that didn’t seem important to him at the time. That, at
least, is how the stranger took it, as he said, “Don’t you think you’d
better stay where you are?” “I want neither to stay here nor to be
spoken to by you until you’ve introduced yourself.” “I meant it for your
own good,” said the stranger and opened the door, this time without
being asked. The next room, which K. entered more slowly than he had
intended, looked at first glance exactly the same as it had the previous
evening. It was Mrs. Grubach’s living room, over-filled with furniture,
tablecloths, porcelain and photographs.”

 

Franz Kafka (3 juli 1883 – 3 juni 1924)
Cover

 

De Duitse schrijver Christopher Kloeble werd op 3 juli 1982 geboren in München. Zie ook alle tags voor Christopher Kloeble op dit blog.

Uit: Die unsterbliche Familie Salz

„Ihr
Leben reichte so weit zurück, dass die meisten Jahre davon längst in
Geschichtsbüchern standen. Sie war ein lebendes Beispiel dafür, wie
wenig von dem, was wir sind, übrig bleibt. Nicht umsonst bezeichnen wir
das Früher als Geschichte. Mehr als eine Geschichte, die sich die
Lebenden über die Toten erzählen, ist es nämlich nicht.

In
meinem Fall könnte es eine sehr kurze Geschichte werden. Ich weiß
nicht, ob ich nächstes Jahr noch leben werde. Ich glaube daran. Aber ich
weiß es nicht. Deshalb muss ich häufig an meine

Großmutter denken. Was hatte sie mitzuteilen? Und was habe dagegen ich, die beträchtlich jüngere Enkelin, mitzuteilen?
Vielleicht
war ihr Gerede viel mehr, als wir ahnten, vielleicht erzählte sie als
Fast-Tote eine Geschichte über die Lebenden, aus der wir, auch wenn es
nur eine Geschichte war, viel hätten lernen können.

Hätten wir uns mehr Mühe geben sollen, sie zu verstehen?
Meine
Mutter, die ihr nie besonders zugetan gewesen war, nannte den kaum
verständlichen Monolog Lolas Bewerbungsgespräch für den Tod. Den Tod
schien meine Großmutter, anders als ich, allerdings nicht sonderlich zu
interessieren, er ignorierte sie lange Zeit. Was auch immer in Lolas
Kopf vor sich ging, sie driftete viele Jahre lang irgendwo zwischen hier
und dort. Immer im Fürstenhof, der einst das Zuhause ihrer Familie
gewesen war.

Dort
übte sie als untoter Dauergast ihr lebenslängliches Wohnrecht aus – sie
besetzte eine Suite direkt unter dem Dach, auf dem sie gestürzt war.
Und wartete auf ihren zweiten Tod.“

 

Christopher Kloeble (München, 3 juli 1982)


De Poolse schrijfster en journaliste Dorota Masłowska werd op 3 juli 1983 in Wejherowo geboren. Zie ook alle tags voor Dorota Masłowska op dit blog.

Uit: Liebling, ich habe die Katzen getötet (Vertaald door Olaf Kühl)

„Auf
der Straße vor dem Haus lag eine Katze mit wei-ßem Latz, sich in der
Sonne wärmend oder doch eher gar nicht lebend, ausgehend von der
Tatsache, dass die Sonne nicht schien und es auch sonst keinen Grund
gab, mitten zwischen den rasenden Autos zu liegen. Wird ja mal eine
Streife kommen und sie mitnehmen, dachte Farah in die-sem Traum, rückte
das Unterteil ihres Pyjamas, das ihr in die Leiste schnitt, zurecht und
kehrte zur Lektüre der Zeitschrift zurück. Sie war gerade bei einem
Psychotest und … In Ihrem Leben ist vermutlich auch nicht immer Raum
und Zeir, um Sartre im Original mit den Beinen nach oben rückwärts zu
lesen, oder? Sie irrte gerade durch ein Bühnenbild, das aus Teilen des
Universitäts-Campus und Fragmenten früherer Wohnungen, vertrauter
Trep-penhäuser, Straßen und anderen Fetzen der Vergangenheit
zusammengeschustert worden war, als ihr dieses »Yoga-life« in die Hände
fiel. Oh, das neue Heft, dachte sie ver-wunden, denn das letzte war erst
vor wenigen Tagen er-schienen. Sie hatte flüchtig darin geblättert
(»Yogimode«, »Meditation — wir finden das beste Zubehör!«) und war auf
diesen Text gestoßen. »Yoga und du — Freundinnen oder erbitterte
Rivalinnen?«, »Bist du eine sexy Yogini?« und so weiter, ihr kennt das
ja. Kaum jedoch hatte sie die erste Antwort angekreuzt, da fiel ihr ein
kleiner rosa Zet-tel auf, der mit angestrengter Lässigkeit in
stilisierter Hast bekritzelt war. »Ich sehe dich immer mittwochs im
Un-terricht« … verlautete das Briefchen. Danach veränderte sich der
Schrifttyp leicht und alles war in einem heißen Flüstern geschrieben,
gleichsam auf Französisch. F. konnte zwar kein Französisch, doch sie
spürte das genau — im Ohr und noch viel, viel tiefer. »Vielleicht
treffen wir uns auf ei-nen Kaffee, du weißt schon, wo … Ich will
sehen, wie du Cappuccino trinkst und dieser witzige Schaum sich mit dem
Lippenstift am Tassenrand vermischt, genau …« »Je-den Tag will ich dir
einen Blumenstrauß ins Auto werfen und gleich wieder abhauen, wie ein
junger Spund, nur mei-nen Rücken sollst du sehen, wie er irgendwo in der
Menge verschwindet, den Rucksack, der ein bisschen schwerfällig auf-
und abhüpft …« »Aber … aber ich …«, sagte Farah und wendete den
Liebeszettel zwischen den Fingern. Das ließ sie atem-los zurück. All
diese Tage also, die sie fiir leer, vertan und sinnlos hielt, Tage, die
sie wie einen kranken Fisch ans Ufer des einsamen Abends warfen … Dass
sie kein Auto hatte, war ihr erst einmal gar nicht aufgefallen … all
diese verfluchten Tage, deren Tonspur aus dem Teekesselwin-seln und dem
Mikrowellengeklingel der Nachbarn be-stand, das den Übergang ihrer
Tiefkühlhamburger in die Kategorie »scheußlich, aber wenigstens warm«
mel-dete; die durch die Wand dringenden Tischgespräche, de-ren
leidenschaftsloses Timbre an einen Sprachkurs erinnerte, in dem ein und
dieselbe Lektion (»Was gab es in der Schulte« »Reich mir verdammt noch
mal den Käsehobel«) in Endlosschleife abgespult wird, aus Sparsamkeit
oder weil vielleicht die Sprache dieser schläfrigen, verlorenen
Spätseptembernachmittage keine anderen Wörter und Wendungen kennt. Tage,
die sie Rir verloren hielt; Tage, an denen sie sich wie ein Hauch
dichtere, englisch-sprachige Luft fühlte, ausgerechnet da hatte jemand
sie die ganze Zeit angesehen, beobachtet, sich berauscht an ihrem
Dasein, hatte den Verstand über sie verloren und …“

 

Dorota Masłowska (Wejherowo, 3 juli 1983)


De Nederlandse dichter en vertaler Gerard den Brabander (eig. Jan Gerardus Jofriet) werd geboren in Den Haag op 3 juli 1900. Zie ook alle tags voor Gerard Den Brabander op dit blog.

 

Aan een Dame

Je denkt nu wel: jij met je wespentaille,
kartonnen schouders, gesoigneerde broek…
charmant! charmant! maar man, je drift is zoek:
wanneer ik nies, mon p’tit, voilà! dan zeil je

van het buffet naar ’t manlijk urinoir!
Maar je vergist je, opgedirkte deerne:
in zùlk een oord: kroeg, theehuis of taveerne,
voel ik me thuis, of ‘k bij mijn wijfke waar’.

Ik overzie en ik laat u maar praten:
gij zijt nog jong, nòg mooi, licht wat verwaten
en denkt: ik ben ’t, waarom de wereld draait.

Parmi vos gens, uw kerels, wat verwaaid,
wat slap van wil, want wat te veel geaaid,
voel ik mij nog een keizer der piraten.

 

Molens, meiden, melkvee

Molens maaien; meiden slaan het linnen;
visschen schieten bliksems door de vaart;
wolken steigren blindlings hemelwaarts
einders uit en storten einders binnen.

Kerken knielen. Toornig, buffelzwaar,
tarten zij den buik der westenwinden.
Dorpen hurken met geloken blinden
onder eeuwenoud en vaag gevaar…

Boeren, bultig in hun boezeroenen,
vechten stom en wrevlig met den wind:

knokig door vijandige seizoenen;
krom door God, den korzeligen vrind…

Molens, meiden, melkvee: visioenen,
droomen, jeùgd… die men niet wedervindt.

 

Gerard den Brabander (3 juli 1900 – 4 februari 1968)
Cover biografie


De Britse toneelschrijver Tom Stoppard (eig. Tomas Straussler) werd geboren inZlín op 3 juli 1937. Zie ook alle tags voor Tom Stoppard op dit blog.

Uit: The Hard Problem

“SCENE SEVEN
Venice.
Hotel room: a good hotel; a floor-level minibar / fridge with an
interior light. Hilary, wearing a hotel bathrobe, her hair wet from the
shower, is kneeling by the bed, saying her prayers. Sound and spilled
light indicate an active shower, which is soon turned off. Spike enters,
wearing an identical bathrobe, wet from the shower. He is only slightly
wrong-footed by seeing Hilary at her prayers. He begins putting on his
pants and socks. During the scene he puts on the clothes he had taken
off. Hilary stands up. She watches Spike putting on his shirt.

SPIKE So … how’ve you been?
HILARYHave you got a date?
SPIKE
Did have … drinks party for UCL’s new Nobel, but it’s in the hotel
… I’ll catch what’s left of it. I can come back if you like.

HILARY
I’ll be asleep. In case I don’t see you, good luck with the physiology
of – what? I can’t be there. I’ll be at Leo Reinhart’s session.

SPIKE ‘The Physiology of High Stakes’. We took saliva samples at the world poker championship. The cortisol levels went crazy.
HILARY Is that good? I don’t mean good. Spike laughs. A beat.
SPIKE I haven’t heard from you for years.
HILARY I haven’t heard from you at all.
SPIKE Really? That’s bad.
HILARY (laughs) Is the sex better at UCL or Loughborough?
SPIKE UCL. Or it’s to do with being a prof. Won’t I see you on the boat?
HILARY Boat?
SPIKE The Krohl party, it’s on Jerry Krohl’s boat – an eyesore, frankly, but I had an invitation under my door.
HILARY No, I’m taking off after my round table – Florence, Siena, Pisa … on the cheap. Do you want to come?
SPIKE Don’t you have anyone to go with?
HILARY You’re anyone.
SPIKE Hilly.
HILARY Did you read my …
SPIKE Yeah … Let me make three points about your pre-print.”

 

Tom Stoppard (Zlín, 3 juli 1937)
Scene uit een opvoering in New York, 2018

 

De Nederlandse schrijfster Andreas Burnier werd op 3 juli 1931 in Den Haag geboren als Catharina Irma Dessaur. Zie ook alle tags voor Andreas Burnier op dit blog.

Uit: Een tevreden lach (De vrienden van mijn vrienden

“Er
komt een eind aan de solistische extase – voor enkelen pas met de dood,
als de geest hen door de poort haalt die afsnoert van het huisje,
tuintje, hekje, de souvenirs waar de kinderen niet aan mochten komen, de
paperassen die geen mens mocht inzien, de auto die alleen vader kon
besturen, de pedante antiekverzameling, de eigengereide spaarcentjes en
zo veel futiliteiten meer, om hen te baden in het Brahman, de wereldzee
van de gestorven zielen. Voor anderen, bleke, viesruikende oudste
dochters (de ‘bloklucht’ noemde ik dat in de oorlog) van armelijke
gezinnen soms al vóor het tiende jaar, als zij alle verantwoording en
zorg voor vijf kleine broertjes moeten dragen terwijl moeder a. naar
haar werkhuizen is (Ts. v. maatsch. Werk); b. met pa of zijn vervanger
ligt te hoereren op een vuile matras in de achterkamer (gewaagde
zedenschets, Middenstandsreeks, f 4,90).

Nu,
voor mij was het uit, het intellectueel solipsisme achterhaald, de
solo-emoties onverdraaglijk geworden, omstreeks het negentiende
levensjaar. Alles was bekeken, beleefd, uitgeput op het eerste niveau:
het snuffelen aan de wereld met de medemens louter als object.
Stiekemweg kwamen er mensen in mijn leven die een eigen betekenis
hadden, los van die voor mij.

Misschien
was the turning point de ontmoeting met professor W. en zijn lieve
secretaresse. Professor W. was in de eerste plaats een literair
kunstenaar en door een grillig internationaal uitwisselingsprogramma
kwam hij voor enkele maanden in Nederland. Ik stond, tamelijk beschonken
zoals altijd, bij Eylders, terwijl hij met de lieve secretaresse op een
soort verhoging pal boven mijn hoofd zat. Wij raakten in gesprek, in
het Engels, doordat ik hun in de volte een drankje aanreikte of zo.

‘Thank you, my dear. That is very kind of you. Are you a boy or a girl?’
Ik
deed hem denken aan het meisje uit A tree of night van Truman Capote
(toen nog amper ontdekt). Capote was nu juist mijn favoriet. Hij stelde
zich voor: professor W., op hooggeleerd uitwisselingsbezoek. Het was
ongelooflijk: een dichter, niet zo’n grote, maar toch een dichter.
Bovendien een hoogleraar die bij Eylders kwam en daar studenten
aansprak.”

 

Andreas Burnier (3 juli 1931 – 18 september 2002)
Cover

 

De Amerikaanse humoristische schrijver, columnist en bestsellerauteur David Barry, Jr werd geboren op 3 juli 1947 in Armonk, New York. Zie ook alle tags voor David Barry op dit blog.

Uit: Lessons From Lucy: The Simple Joys of an Old, Happy Dog

“People
often ask what kind of dog Lucy is. For years we didn’t know. We
assumed there was some Labrador retriever in her, because Labs are
super-friendly dogs that will mate with anything. There’s probably Lab
DNA in the British royal family.

Lucy
does look vaguely Lab-ish, but not like a purebred Lab. She’s a big,
muscular, short-haired, long-tailed, floppy-eared dog. Before her face
started turning white, she was jet-black except for white patches on her
throat and feet.

After
years of speculating, I finally decided to find out exactly what Lucy
is, so I ordered a genetic testing kit from a company called Wisdom
Panel. Their motto is “Dogs can’t talk, but their DNA can.” For the
record, this is a lie: Lucy can talk. If we ever attempt to sleep past
approximately 7:14 a.m., even on a weekend, Lucy barges into our
bedroom, paws the bed and says, “Wake up! It’s time to feed me and then
take me outside to make an absurd number of separate weewees!” The way
she pronounces this, it sounds like “Arrrooooowwwwrrr!” But there is no
question what she means.

Anyway,
the DNA testing kit was basically two swabs, which, following
instructions, I rubbed against the insides of Lucy’s cheeks, then mailed
back to Wisdom Panel, which conducts laboratory analyses of dog DNA. As
you know, “DNA” stands for
“Deoxyribobananafanafofafeefimoramalamadingdong acid,” which is a kind
of molecule that is found inside every single cell of every single
living criminal, which is why they are always leaving samples of it
behind at crime scenes. It is also found in all living plants and
animals except Madonna, who had all hers surgically removed in an effort
to maintain a more youthful appearance.

About a month later, I received the Wisdom Panel report on Lucy’s DNA. It begins:
Congratulations!
Lucy is a Boxer, Dalmatian, Chow Chow, Golden Retriever Cross.
According
to the DNA analysis, one of Lucy’s parents was a boxer; the other was
half-dalmatian and one-quarter each chow chow and golden retriever. So
Lucy is half boxer, a quarter dalmatian, one-eighth chow chow and
one-eighth golden retriever. Or, to put it in technical dog-breeder
terms, she’s a BoxMatianChowTriever.”

 

David Barry (Armonk, 3 juli 1947)
Cover

 

De Britse schrijfster Joanne Harris werd geboren op 3 juli 1964 in Barnsley, Yorkshire. Zie ook alle tags voor Joanne Harris op dit blog.

Uit: The testament of Loki

“Asgard
was falling. The plain below was cratered with fires and laddered with
smoke. Ragnarók, the End of the Worlds, lay upon us like a pall. Odin
had fallen; and Thor; and Týr. Gullveig-Heid, the Sorceress, stood at
the helm of the Fleet of the Dead. Dark Lord Surt, on dragon’s wings,
approached from out of Chaos, and where his shadow fell, the dark was
absolute, and terrible. Bif-rost was broken, and as I fell, clutching at
the last of my glam, I saw the great bridge come apart at last in a
fractal of brightness, spilling its millions of cantrips and runes into
the wild and shattered air, so that, for a moment, everything was
rainbow. . . . Okay, stop. Stop. Wind back. That’s the official version,
the tourist’s guide to Ragnarók. Bit much to take in all at once, I
know; and yet you’ll need to understand some of what happened in order
to grasp the magnitude of our rise and fall. Luckily–or maybe
not–there’s an official record. Delivered first as a prophecy, it’s now
all that passes for history among what’s left of our followers. The
Prophecy of the Oracle: a poem of thirty-six stanzas, outlining the rise
and fall of the Worlds, and retold through the centuries by every bard
who wielded a lute, or hack with a penchant for drama. That was the
first Age, Ymir’s time. There was no land or sea. Just void between two
darknesses, No stars by which to see. From the birth of the Worlds in
fire and ice, to their end in frozen darkness, the Oracle predicted it
all. The rise of the gods of Asgard, their Golden Age, and their
eventual fall were laid out in those thirty-six stanzas. The struggle
out of Chaos; the quest for the runes of the Elder Script; the many
adventures and exploits of Odin, leader of the clan; of Thor, his
mighty, though somewhat intellectually challenged son; of one-handed
Týr; of Freyja of the falcon cloak, Hawkeye Heimdall, and Balder the
Fair–and of course, Loki, the Trickster (that’s me); recruited from
Chaos by Odin himself, though not given credit in the text for any of
his virtues, his role in the narrative reduced to the series of tragic
events that marred the latter part of his career, much as the Titanic
has unfairly become a byword for disaster, rather than a celebration of
its many sterling qualities. Still, water under the bridge, now.”

 

Joanne Harris (Barnsley, 3 juli 1964)
Cover


De Welshe dichter en schrijver William Henry Davies werd op 3 juli 1871 in Newport, Monmouthshire, geboren. Zie ook alle tags voor William Henry Davies op dit blog.

The Best Friend

Now shall I walk
Or shall I ride?
“Ride”, Pleasure said;
“Walk”, Joy replied.

Now what shall I —
Stay home or roam?
“Roam”, Pleasure said;
And Joy — “stay home.”

Now shall I dance,
Or sit for dreams?
“Sit,” answers Joy;
“Dance,” Pleasure screams.

Which of ye two
Will kindest be?
Pleasure laughed sweet,
But Joy kissed me.

 

Days Too Short

When primroses are out in Spring,
And small, blue violets come between;
When merry birds sing on boughs green,
And rills, as soon as born, must sing;

When butterflies will make side-leaps,
As though escaped from Nature’s hand
Ere perfect quite; and bees will stand
Upon their heads in fragrant deeps;

When small clouds are so silvery white
Each seems a broken rimmed moon–
When such things are, this world too soon,
For me, doth wear the veil of night.

 

William Henry Davies (3 juli 1871 – 26 september 1940)
Portret door William Nicholson, 1921

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 3e juli ook mijn blog van 3 juli 2017 en ook mijn blog van 3 juli 2016 deel 1 en eveneens mijn blog van 11 juli 2015.

Hermann Hesse, Wisława Szymborska, Erik Vlaminck, Pierre H. Dubois, Axel Brauns, Friedrich Klopstock, Johannes Immerzeel, Alekos Panagoulis, Ota Pavel

De Zwitserse (Duitstalige) dichter en schrijver Hermann Hesse werd geboren op 2 juli 1877 in Calw. Zie ook alle tags voor Hermann Hesse op dit blog.

Uit: Siddhartha

„Im
Schatten des Hauses, in der Sonne des Flußufersbei den Booten, im
Schatten des Salwaldes, imSchatten des Feigenbaumes wuchs Siddhartha
auf,der schöne Sohn des Brahmanen, der junge Falke, zu-sammen mit
Govinda, seinem Freunde, dem Brah-manensohn. Sonne bräunte seine lichten
Schulternam Flußufer, beim Bade, bei den heiligen Waschun-gen, bei den
heiligen Opfern. Schatten f loß in seineschwarzen Augen im Mangohain,
bei den Knaben-spielen, beim Gesang der Mutter, bei den heiligenOpfern,
bei den Lehren seines Vaters, des Gelehr-ten, beim Gespräch der Weisen.
Lange schon nahmSiddhartha am Gespräch der Weisen teil, übte sichmit
Govinda im Redekampf, übte sich mit Govindain der Kunst der Betrachtung,
im Dienst der Versen-kung. Schon verstand er, lautlos das Om zu
sprechen,das Wort der Worte, es lautlos in sich hinein zu spre-chen mit
dem Einhauch, es lautlos aus sich heraus zusprechen mit dem Aushauch,
mit gesammelter Seele,die Stirn umgeben veins mit dem Welt-all.
Freude
sprang in seines Vaters Herz über den Sohn,den Gelehrigen, den
Wissensdurstigen, einen großenWeisen und Priester sah er in ihm
heranwachsen, ei-nen Fürsten unter den Brahmanen.Wonne sprang in seiner
Mutter Brust, wenn sie ihnsah, wenn sie ihn schreiten, wenn sie ihn
niedersit-zen und aufstehen sah, Siddhartha, den Starken, denSchönen,
den auf schlanken Beinen Schreitenden,den mit vollkommenem Anstand sie
Begrüßenden.Liebe rührte sich in den Herzen der jungen
Brah-manentöchter, wenn Siddhartha durch die Gassender Stadt ging, mit
der leuchtenden Stirn, mit demKönigsauge, mit den schmalen Hüften.Mehr
als sie alle aber liebte ihn Govinda, seinFreund, der Brahmanensohn. Er
liebte SiddharthasAuge und holde Stimme, er liebte seinen Gang undden
vollkommenen Anstand seiner Bewegungen, erliebte alles, was Siddhartha
tat und sagte, und ammeisten liebte er seinen Geist, seine hohen,
feurigenGedanken, seinen glühenden Willen, seine hohe Be-rufung. Govinda
wußte: dieser wird kein gemeinerBrahmane werden, kein fauler
Opferbeamter, keinhabgieriger Händler mit Zaubersprüchen, kein eit-ler,
leerer Redner, kein böser, hinterlistiger Priester,und auch kein gutes,
dummes Schaf in der Herdeder Vielen. Nein, und auch er, Govinda, wollte
keinsolcher werden, kein Brahmane, wie es zehntausendgibt. Er wollte
Siddhartha folgen, dem Geliebten, dem Herrlichen. Und wenn Siddhartha
einstmals einGott würde, wenn er einstmals eingehen würde zuden
Strahlenden, dann wollte Govinda ihm folgen,als sein Freund, als sein
Begleiter, als sein Diener,als sein Speerträger, sein Schatten.So
liebten den Siddhartha alle. Allen schuf er Freu-de, allen war er zur
Lust.“om Glanz des klardenkendenGeistes. Schon verstand er, im Innern
seines WesensAtman zu wissen, unzerstörbar, eins mit dem Welt-all.

 

Hermann Hesse (2 juli 1877 – 9 augustus 1962)
Cover


De Poolse dichteres Wisława Szymborska werd geboren op 2 juli 1923 in Bnin. Zie ook alle tags voor Wislawa Szymborska op dit blog.

 

Eindelijk

Eindelijk heeft mijn geheugen gevonden wat het zocht.
Moeder is terecht, vader is aan mij verschenen.
Ik droomde een tafel en twee stoelen, en ze gingen zitten.
Weer waren ze van mij, weer leefden ze voor mij.
Met twee lampen van gezichten schitterden ze in de schemer
als voor Rembrandt.

Nu eerst kan ik vertellen
door hoeveel dromen ze hebben gedoold, in hoeveel oploopjes
ik ze onder de wielen vandaan heb moeten trekken,
in hoeveel agonieën ze door hoeveel handen van me zijn gevlogen.
Afgesneden van me groeiden ze scheef aan.
De ongerijmdheid dwong hen tot een maskerade.
Wat hielp het dat ze buiten mij geen pijn meer leden,
als ze pijn leden in mij.
Het droomgepeupel hoorde dat ik mamma riep
tegen iets dat piepend op een takje sprong.
En er werd gelachen omdat mijn vader een kokarde droeg,
Van schaamte brandend werd ik wakker.

Eindelijk dan.
In een gewone nacht
van een doodnormale vrijdag naar een zaterdag,
kwamen ze plotseling zo als ik hen wilde zien.
In een droom, maar als verlost van alle dromen,
alleen zichzelf gehoorzamend, en verder niets.
Achter op het schilderij doofden alle mogelijkheden,
het noodlot had zijn onherroepelijkheid verloren.
Alleen zij lichtten, mooi omdat ze op zichzelf leken.
En lang, lang en gelukkig schenen ze te zijn.

Ik werd wakker. Deed mijn ogen open.
Raakte de wereld aan, een uitgesneden lijst.

 

Vertaald door Gerard Rasch

 

Wislawa Szymborska (2 juli 1923 – 1 februari 2012)


De Vlaamse schrijver Erik Vlaminck werd geboren in Kapellen op 2 juli 1954. Zie ook alle tags voor Erik Vlaminck op dit blog.

Uit: Fire and Air (Brandlucht, vertaald door Paul Vincent)

“I’m woken up by father in the middle of the night.
‘Come on. Buttercup, get dressed! There’s big fire in Talbot Street and we’re going to take
a look.’
I stand by my bed in a daze. I put my shoes on. though I still haven’t taken off my pyjama bottoms. He calls from the hall: ‘I lurry up! They’re not going to keep the fire going until tomorrow morning just for us to look at.’
So I can’t be bothered to take off the pyjama bottoms. I just pull a sweater over my head and get my coat off the hook.
Outside I hear the sirens of a fire engine wailing. We run to Talbot Street.
ICs the Queens I Iotel that’s burning. Though its name is now Red Ted I lotel, everyone calls it the Queens Hotel, because it always used to be called Queens Hotel. The flames are shooting up through the roof, and orange light flickers even through the windows of the top floor.
Firemen, with helmets and shiny leather coats are dashing to and fro. Their engines are parked in the middle of the street with lights flashing. A jet of water is being sprayed from two hoses onto the burning roof.
‘They might just as well try to piss it out. They’re not going to control that fire with that piddling amount of water.’ Father knows everything about everything.

Scores of people are standing watching the spectacle. To my great relief I see that many people. like me. have simply put on a coat over their pyjamas. I also see that there are only grown-ups watching from the pavements. I’m glad father has woken me up. I’ll have plenty to tell them at school tomorrow.
‘Do you think there are any people still in that hotel?’ I ask.”

 

Erik Vlaminck (Kapellen, 2 juli 1954)


De Nederlandse dichter, schrijver en criticus Pierre H. (Hubert) Dubois werd geboren in Amsterdam op 2 juli 1917. Zie ook alle tags voor Pierre H. Dubois op dit blog.

 

Gevangen

Vol van een zachte wanhoop, vol ellende,
maar toch berustend in de stad van steen,
hunker ik, als de nachten lengen en de
vogels fluiten, ik weet niet waarheen.

Naar ’t open veld, een zandpad door de hei,
het bladerdak van een gekroonde eik,
waaronder ik mij op de rustbank vlei,
die voor de oude boerenherberg prijkt.

Een beek die zilver van de heuvels vliet
kabbelt met harpgeluiden naar beneden.
Soms een forel die uit het water schiet…
Werd de natuur een beeld uit het verleden?

Vol van een zachte wanhoop, vol ellende,
maar toch berustend in die stad van steen,
hunker ik, als de nachten lengen en de
vogels gaan fluiten, ik weet niet waarheen…

 

Nachtelijke treinen
                    Voor Jan van Nijlen.

Over de eenzame heide
hoor ik des nachts het stoten van de treinen.
Ik hoor ze aanstomm’len en weer verdwijnen.
Den gansen nacht hoor ik treinen rijden.

Den gansen nacht beluister ik hun fluiten,
dat schril ’t eentonig windgesuis doorbreekt.
Ik weet waarom mijn hart nog niet bezweek:
het slaat wel binnen mij, maar ik leef buiten.

Ik zie de maan, een helle witte schijf.
In haar licht baadt het donkerblauwe bos.
De veren ziel trilt in het zware lijf,
als dat maar stof wordt, raakt zij wel weer los.

 

Pierre H. Dubois (2 juli 1917 – 24 maart 1999) 
Hier met echtgenote Simone in 1969


De Duitse schrijver en filmmaker Axel Brauns werd op 2 juli 1963 geboren in Hamburg. Zie ook alle tags voor Axel Brauns op dit blog.

Uit: Kraniche und Klopfer

»Wieso
mächtig?« »Sie haben die Macht, dich zu rauben. Du sähest deinen Bruder
und mich niemals wieder.« »Ich will nicht geraubt werden.« »Das wirst
du auch nicht, wenn du auf meine Worte hörst.« Adinas Knie wurden
wolkenweich. So gefährlich hatte sie sich das mit der Schule nicht
vorgestellt. Hoffentlich machte ihre Mutter keinen Fehler, wenn sie sie
hinschickte. Als sie die Seestraße entlangging, schöpfte sie aus den
bimssteinguten Gehwegplatten Mut. Adina mochte die vielen Klopferhäuser
und Klopfergärten, wagte aber nicht, das ihrer Mutter zu sagen. Und sie
wusste, so ergiebig die Erkundung des Klopferlandes bisher war, es würde
noch schöner. Bimssteingut – kirschgut – wolkengut: Auf dem
Zebrastreifen stand ein Kellenklopfer. So einen hatte Adina noch nie
gesehen. Ob der auch gefährlich war? Ihre Mutter sagte: »Das ist ein
Schülerlotse. Er passt auf, dass die Autos anhalten. Wenn er euch ein
Zeichen gibt, könnt ihr über die Straße gehen.« Der Kellenklopfer
lächelte Adina an und winkte sie über die Straße. Windmühlenstieg: Ein
paar Klopferkinder in Begleitung trugen Ranzen und Schultüten.
Windmühlenweg: Obwohl es dort einen wolkenguten Zebrastreifen zu
bekucken gab, schaute Adina zu, wie eine Klopfermutter schimpfte:
»Kannst du nicht aufpassen!« Der madenblonde Klopferjunge wimmerte,
verzog das Gesicht, als hätte er ein Amselauge verschluckt. Hilflos
winkelte er sein Bein an und machte ein Igittgesicht nach dem anderen,
dabei rutschte ihm fast seine Schultüte aus den Armen. Die
Schimpfeklopferin bückte sich, griff ein Stöckchen und schabte an der
Schuhsohle herum. Adina vermochte nicht mehr, sich von der
Klopferigittfeier zu lösen. Ausflüge ins Klopferland boten immer wieder
etwas Neues. »Komm, der Schülerlotse winkt«, sagte ihre Mutter. »Carla,
warum machen die Klopfer das?« »Klopfer sind wehleidig.« »Warum schimpft
sie?« »Er ist in einen Hundehaufen getreten.« »Ist das schlimm?«
»Klopferhunde sind noch schlimmer als Klopfer.« Während Bolko gierig an
seiner schokoladengefüllten Schultüte schnüffelte, ging Carla würdevoll
voraus. Gelassen betrat ihre Mutter das Gelände der Grundschule
Windmühlenweg, obwohl es dort vor gefährlichen Schultütenträgern nur so
wimmelte. Sie war nicht im Geringsten wehleidig. Sie war nämlich viel
größer und stärker als die Schimpfeklopferin. Sie konnte die Wagenhütte
in einer Nacht leer räumen und Kisten stemmen, die mehr wogen als Adina.
Auf
den bimssteinguten Gehwegplatten vor der Schule fauchte die
Schimpfeklopferin den madenblonden Igittjungen ein letztes Mal an und
zog ihn am Arm auf das Schulgelände, wo sich immer mehr
Schultütenklopfer sammelten. Adina hielt sich eng an ihre Mutter, die
den Weg bahnte. Je dichter sie standen, desto vorsichtiger wurde Adina.“

 

Axel Brauns (Hamburg, 2 juli 1963)
Cover

 

De Duitse schrijver Friedrich Gottlieb Klopstock werd geboren in Quedlinburg op 2 juli 1723. Zie ook alle tags voor Friedrich Klopstock op dit blog.

Uit: Messias

Erster Gesang

Diese Betrachtung entzückt ihn, er sprach mit zärtlicher Stimme:

Willst du die Nacht, o Göttlicher, hier im Gebete durchwachen,
Oder verlangt dein ermüdeter Leib nach seiner Erquickung?
Soll ich zu deinem unsterblichen Haupt ein Lager bereiten?
Sieh, itzt streckt schon der Sprößling der Zeder den grünenden Arm aus
Und die weiche balsamische Staude. Beim Grabmal der Seher
Wächst dort unten das ruhige Moos im kühlenden Erdreich.
Soll ich hieraus, o Göttlicher, dir ein Lager bereiten?
Wie ist dein Leib, o Erlöser, ermüdet! Wie vieles erträgst du
Hier auf Erden aus brünstiger Liebe zum Menschengeschlechte!

Also sagt er. Der Mittler belohnt ihn mit segnenden Blicken
Und stand voll Ernst auf der Höhe des Bergs am benachbarten Himmel.
Gott war daselbst. Hier betet’ er. Unter ihm tönte die Erde,
Und ein wandelndes Jauchzen durchdrang die Pforten der Tiefen,
Als sie von ihm die gewaltige Stimme tief unten vernahmen;
Denn es war nicht mehr die Stimme des Fluchs, die Stimme von Stürmen,
Furchtbar verkündiget und in donnernden Wettern gesprochen,
Die die Erde vernahm. Sie hörte des Segnenden Rede,
Der mit unsterblicher Schöne sie einst zu verneuen beschlossen.
Um und um lagen die Hügel in lieblicher Abenddämmrung,
Gleich als wären sie schon neu erschaffen und blühend wie Eden.
Jesus redte. Nur er und der Vater durchschauten den Inhalt,
Unbegrenzt. Dies nur vermag die Stimme des Menschen zu sprechen:

»Göttlicher Vater, die Tage des Heils und des ewigen Bundes
Nähern sich mir, die Tage, zu größern Werken erlesen
Als selbst die Schöpfung, die du durch deinen Sohn ehmals vollbrachtest.
Sie verklären sich mir so schön und herrlich als damals,
Da wir die Reihe der Zeiten durchschauten und sie in der Zukunft,
Durch mein göttliches Anschaun vorzüglich bezeichnet, erblickten.
Dir nur ist es bekannt, mit was für Einmut wir damals,
Du, mein Vater, und ich und der Geist, die Erlösung beschlossen.
In der Stille der Ewigkeit, einsam und ohne Geschöpfe,
Waren wir beisammen. Voll unsrer göttlichen Liebe
Sahen wir auf Menschen, die noch nicht waren, herunter.
Ach das arme Geschlecht! Ach unsre Geschöpfe, wie elend
Waren sie, sonst unsterblich, nun Staub, von der Sünde verstellet!
Vater, ich sah ihr Elend, du meine Tränen. Da sprachst du:
Laßt uns das Bild der Gottheit von neuem im Menschen erschaffen!
Also erfanden wir unser Geheimnis, das Blut der Versöhnung,
Und die zum ewigen Bilde verneuerte Schöpfung der Menschen.
Hier erkor ich mich selbst, dies göttliche Werk zu vollenden.
Ewiger Vater, das weißt du, das wissen die Himmel, wie brünstig
Mich seit diesem Entschluß nach meiner Erniedrung verlangte!

 

Friedrich Klopstock (2 juli 1723 — 14 maart 1803)
Cover

 

De Nederlandse dichter en schrijver Johannes Immerzeel werd geboren in Dordrecht op 2 juli 1776. Zie ook alle tags voor Johannes Immerzeel op dit blog.

 

Het ouderlijk huis (Fragment)

Maar ’t kind groeit op; de wereld stelt
Allengs een’ ruimer’ schouwburg open;
De zucht naar eer begint te nopen;
De vlijt doet op bevordring hopen;
De keten der behoefte knelt;
Men ziet nu meer, en leert meer kennen,
En ’t Ouderhuis allengs ontwennen.

Men knoopt nu andre banden aan,
Dan die den zin aan Huis verbonden.
Men heeft een zielsvriendin gevonden,
En voelt, met Hymens krans omwonden,
Het hart aan ’t hare zalig slaan.
Men gaat nu eigen grond betrekken,
En ’t klein gezin ten steun verstrekken;

Of zet, door lust of nood geprest,
Den koers naar afgelegen landen,
Doorwandelt zoete lustwaranden,
En raapt er cijns met volle handen
In ’t heiltrezoor van elk gewest;
En wint er, boven hoop en wenschen,
De gunsten van fortuin en menschen.

Doch waar ’t geval ook henen drijv’,
Wat schat van heil het toe moog deelen,
Bij alle vreugd- en lusttooneelen
Blijft altijd tokklend bovenspelen
’t Geluk van ’t Ouderlijk verblijf;
Daar blijft, op elken trap van ’t leven,
’t Regtschapen kinderhart aan kleven.

 

Johannes Immerzeel (2 juli 1776 – 9 juni 1841)


De Griekse dichter en verzetstrijder Alekos Panagoulis werd geboren op 2 juli 1939 in Glyfada. Zie ook alle tags voor Alekos Panagoulis op dit blog.

Uit: Vi Scrivo da un carcere in Grecia 1974

Mijn adres

Een wedstrijd als een pen
Bloed op de vloer als inkt
De vergeten gaas deksel zoals papier
Maar wat moet ik schrijven?
Ik zou wel eens te beheren mijn adres
Deze inkt is vreemd; Het stolt
Ik schrijf u vanuit een gevangenis
in Griekenland

 

Alekos Panagoulis (2 juli 1939 – 1 mei 1976)
Alekos Panagoulis en Oriana Fallaci


De Tsjechische schrijver en (sport)journalist Ota Pavel (eig. Ota Popper) werd geboren op 2 juli 1930 in Praag. Zie ook alle tags voor Ota Pavel op dit blog.

Uit: The Golden Eels (Vertaald door James Naughton)

“The sky cracked, and darkness sprayed out of it. It struck me: the saints were coming in! Unknown celestial archers shot arrow flashes of lightning into the woods and river. Someone banged on dustbin lids. Water erupted from the sky. The river eddied and bubbles floated on it large as fists. The trees nodded, afraid of breaking and dying.
And somewhere a bird cackled.
Then it occurred to me to look at the rod. The rest signal was down, the gut was unwinding into the stormy river, as if someone in the water were insatiably swallowing it. That’s a fish, running with the bait! And the second rod was rocking like the arm on the pump we got from Grandpa Novák. I jumped up and grabbed the rod to relieve it and stop it snapping. There emerged the mysterious head of an eel. I dragged it across the grass to that puddle full of water. I cut off the line and tossed the eel into the puddle, where it couldn’t do a bunk. I leapt to the second rod and jerked it back. Another eel! I pulled it close in and threw it up on the bank with the strong line. It literally leapt to the puddle. I fastened a hook. Another hook. My hands were shaking with anxious excitement, the water pouring over my face. A third eel. A fourth makes it golden already. I’d been awaiting these moments for years on end…
“They’re here, golden eels!”
One of them got stuck on the river bottom. Pepík Vlku, who rushed down from Luh and saw everything, pelted for a boat. I’d been sitting there waiting for the main rod, I’d lost a good twenty minutes. Now I mustn’t miss even a second. There must have been throngs of them down there. They rose from the bottom like herds of antelope. Every time they found my bait and took it instantly like farmyard hens. Maybe they were afraid that the end of the world was nigh. Maybe it was, and only some power or other prevented it.
A seventh, eighth, ninth, tenth, eleventh.
…Nothing lasts for ever. Neither beauty, nor joy, nor pain. The sky healed over with blue silk and sent a yellow sun down to earth. The thunderburst passed, the eels vanished.
Was it an illusion?
Was it a dream?
I stood over the puddle, and in it the eels writhed and wriggled. They were neither big nor small. They were just right. It was true about the golden eels. I loaded them into my satchel and hurried over the hill of sweet-smelling thyme to Branov. Prosek stood on the doorstep, twisting his military moustache and laughing a foxy grin.”

 

Ota Pavel (2 juli 1930 – 31 maart 1973)


Zie voor nog meer schrijvers van de 2e juli ook mijn blog van 2 juli 2017 deel 2.

Remco Ekkers, F. Starik, Wim T. Schippers, Sascha Reh, J. J. Voskuil, Carry Slee, Denis Johnson, Alun Lewis, George Sand

De Nederlandse dichter en schrijver Remco Ekkers werd geboren op 1 juli 1941 in Bergen. Zie ook alle tags voor Remco Ekkers op dit blog.

 

Brieven aan N.

1.
Er zijn gedichten die niet mogen
omdat ze te naakt zeggen waar het op staat
zo zou ik je willen schrijven maar
ik durf niet, lieve N., zou ik willen
schrijven, ik denk soms aan je
hoe je daar woont in dat kleine vervallen huis
met je kind dat je kind niet is
maar dat moeke zegt en aandacht vraagt
met de man die wel jouw man is
die geen aandacht vraagt maar stilte
die jou alleen laat met je warme lichaam
bij de kolenkachel terwijl je kind speelt
en geen lawaai mag maken, want de man
schrijft zulke ontroerende brieven
aan de jongen die zijn zoon niet is.

2.
Je bent koud geworden van alle kou
die op je afkomt, je verlangt naar de een
terwijl je het kind draagt van de ander
mooi praten kunnen mensen over onfatsoen
maar jij geeft liefde en je krijgt het kind
van een ander en verwijten over nutteloos
gefantaseer, lieve N., hier zit ik ver
van je bed en denk aan warmte
je kind redt zich wel, maar jij N.?

3.
Je kust je moeder niet meer in het ziekenhuis
evenmin je man als je weer thuis bent
thuis in de caravan naast de afbraak
waar de kolenkachel al weg is
was je je handen onder de dunne straal
verpieterd water om de besmetting
weg te wassen. ik hoor je stem door de telefoon
die niet besmet, warmte op afstand
ik denk aan je kind dat niets weet
dat blank in je slaapt, zich vast besloten voedt
laat het huis klaar zijn als het kind komt.

 

Remco Ekkers (Bergen, 1 juli 1941)

 

De Nederlandse dichter, schrijver, beeldend kunstenaar, zanger en fotograaf F. Starik werd geboren in Apeldoorn op 1 juli 1958. Zie ook alle tags voor F. Starik op dit blog.

 

Dode hoek

Mensen die je kent, mensen
die je best had kunnen kennen.
Een mevrouw die op een schoolplein stond
om haar kinderen weg te brengen, op te halen,
net als jij daar wachtte, soms met iemand sprak
maar meestal in gedachten – een gezicht
dat je als je het ergens anders tegenkwam
in verwarring bracht.

Zoals je winkeliers
alleen maar in hun winkel snapt.
Daarbuiten klopt iets niet.

Een gezicht dat jaren later
zomaar ergens op een fietspad fietst,
je was het jaren kwijt,
je weet het weer,
hebt bijna spijt.

 

De danser op de kade

Dagelijks denk ik aan de man
hier in de buurt die als de brug geopend was
wild begon te dansen
langs de Kosterverlorenvaart
en met zijn dans de schepen begeleidde
die zand naar IJburg brachten

hij sliep in een verloren hoekje
naast het skatepark en het hondenveld
in de beschutting van een elektriciteitshuisje
onder een struik en zijn matras
was altijd van urine nat

en sommige baasjes
ruimen de drollen niet op
om goed duidelijk te maken
dat ze schijt aan je hebben
dat het smerig is om buiten te slapen

en mijn man woonde daar
sliep in een klein hoekje
tussen verachting en respect
en nu is hij weg maar

hij danst voort in mijn gedachten.

 

F. Starik (1 juli 1958- 16 maart 2018)


De Nederlandse televisiemaker, schrijver en beeldend kunstenaar Wim T. Schippers werd geboren in Groningen op 1 juli 1942. Zie ook alle tags voor Wim T. Schippers op dit blog.

Uit: Veelbelovend

‘Wat is dat voor geschreeuw, godverdomme!’
Gras schudde het hoofd, ‘Gespreeuw is het. En wat is dat voor gevloek, godverdomme!’
‘Weet u wel hoe laat het is?’
De veelbelovende kunstenaar: ‘Nee!’
‘Het is drie uur in de nacht!’
‘Dankuwel!’
Vandaag
was het halfvijf. Waar was zijn auto. Niet zoals gebruikelijk half op
de stoep voor de deur. Ook niet een eindje verderop met twee wielen in
het gras.

Ach!
Hij had ‘m gisterenochtend vroeg total loss gereden, was hij even
vergeten. Terwijl het toch geen geringe klap was. Meteen maar zelf de
politie gebeld. ‘Betrokken geraakt bij een aanrijdinkje. Zouden we best
samen zonder uw medewerking kunnen regelen, u heeft het tenslotte vast
druk genoeg, nietwaar. Toch zou ik graag zien dat u gauw kwam, anders
ben ik bang dat dit niet tot blikschade beperkt blijft maar dat er ook
een ambulance aan te pas moet komen. Heb me hier verschanst want… Laat
me met rust! Au! Niet doen! Blijf van me af!’

Hij
had gejammerd, en geklapperd met de ijzeren deur van de telefooncel.
‘Waar? Achter het Paleis! Help!’ Hij hing op, belde een taxi en liep
kalm terug naar zijn oude Toyota, die uit elkaar was gevallen. Een
gezette vijftiger in een te krap pak monsterde de glimmende Mercedes die
slechts een geschonden neus leek te hebben opgelopen. De man, een
louche zakentype met zorgvuldig over de kalende schedel gedrapeerde
haarsliertjes, kwam op hem af en beet hem toe: ‘Lijkt mij een duidelijke
zaak, misselijk stuk langharig werkschuw tuig.’

‘Moet u kijken hoe mijn auto erbij ligt. U reed veel te hard!’
‘Kan wel zijn, maar ik werk ook hard en ben elke dag vroeg op pad om zelf mijn brood te verdienen.’
‘Ik had wel dood kunnen zijn.’
‘Dat was dan mooi je eigen schuld geweest. Want jij sloeg links af en ik kwam voor jou van rechts, dus. Nietsvermoedend.’
‘Nietsvermoedend?
Je had gewoon beter uit je doppen moeten kijken, lul. Ik zat al lang en
breed in die bocht toen jij met een noodgang kwam aanzetten.’

‘En volgens mij heb jij een flinke slok op.’

 

Wim T. Schippers (Groningen, 1 juli 1942)

 

De Duitse schrijver Sascha Reh werd geboren op 1 juli 1974 in Duisburg. Zie ook alle tags voor Sascha Reh op dit blog.

Uit: Gegen die Zeit

„Während
draußen geschossen wurde, blieb ich in meinem Zimmer, hungrig, in
dumpfer Sorge vor einer Infektion, in Gedanken bei Ana. Ich tat nichts
als darauf zu warten, dass sie mich holten. Es würde sich nicht
ankündigen. Die Soldaten würden in der Nacht kommen oder am frühen
Morgen, sie wür-den nicht klopfen. Ich malte mir aus, wie sie mich aus
dem Haus schleifen und auf die Ladefläche eines ihrer Trucks prügeln
würden. Ich stellte mir vor, wie ein Gewehrkol-ben meinen Kiefer bräche,
fuhr mit der Zungenspitze über die Stelle, wo ein Zahn gewesen sein
würde. Versucht; mich vorgreifend an den Verlust von Dingen zu
gewöh-nen, die mir bislang selbstverständlich und teuer gewesen waren.
Dachte an meine Freunde, für die meine Gedan-kenspiele womöglich in
diesen Augenblicken Wirklichkeit wurden, an öscar, unser Team im CORPO
und bei INTEC. Meine Sorge lähmte jedes Handeln, betäubte mein Wollen,
sogar den Hunger. Seiiora Lorca, meine Vermieterin, hatte weder Telefon
noch Fernseher, im Radio waren nur schnarrende Anwei-sungen zu hören,
ansonsten Arbeiterlieder oder preußi- sehe Märsche, je nach Sender. Ich
wusste und erfuhr nichts über die Lage draußen, konnte sie nur am
Kreisen der Helikopter ermessen, mit denen man die Einhaltung der
Ausgangssperre kontrollierte, und an der Häufigkeit der Feuergarben. Die
Ereignisse schienen mich zu verhöhnen: Ich hatte im CORFO an der
Beschleunigung unserer Infor-mationen gearbeitet, an einem System, das
alles erfährt und nichts vergisst, einem rauschenden Strom allen
Wissens. Mit einem Mal war dieser Strom versiegt. Sefiora Lorca hatte
das Haus schon vor Monaten in Richtung Punta Arenas verlassen, wo ihr
Bruder wohnte. Ich wusste, das war ein schlechtes Zeichen. Sie hatte am
»Marsch der leeren Töpfe« teilgenommen, den scheinhei-ligen Protesten
gegen die Mangelwirtschaft, vorgebracht von jenen, die die Lebensmittel
in ihren eigenen Kellern und Garagen horteten: den Momios. Sie hatte
sich aus dem Staub gemacht, weil sie wusste, dass etwas bevorstand. Die
Stimme Pinochets im Radio war verzerrt, Frequen-zen pfiffen und
knarzten, doch ich verstand alles, worauf es ankam. Ich redete mir ein,
das Regime sei lediglich ein Provisorium, gültig für eine, vielleicht
zwei Wochen, Dik-tatur auf Zeit. Ich dachte es, ohne daran zu glauben;
mein Körper, von Panik vergiftet bis in die zitternden Nerven-spitzen,
wusste es besser.“

 

Sascha Reh (Duisburg, 1 juli 1974)


De Nederlandse schrijver Johannes Jacobus (Han) Voskuil werd op 1 juli 1926 in Den Haag geboren. Zie ook alle tags voor J. J. Voskuil op dit blog.

Uit: Afgang (Het Bureau 6)

“Hij
schoof zijn bordje in, bekeek het poortje tussen de loge en de keuken,
stapte de keuken in, groette Wigbold, die aan zijn tafel zat en toekeek,
en bekeek het ook aan de andere kant. ‘Zijn ze nu klaar?’ vroeg hij,
zich tot Wigbold wendend. ‘Het moet alleen nog geverfd.’ Maarten knikte.
‘Het is mooi geworden.’

‘Als ze maar niet denken dat ik daar ga zitten.’
‘Dat hoeft ook niet. Als u er maar bij kunt.’
‘En dan almaar heen en weer lopen zeker.’
‘Ik heb er nu drie keer gezeten,’ hij bedwong zijn irritatie, ‘er komen hooguit vijftien telefoontjes op een dag.’
‘Nou, dan hebt u zeker stille dagen gehad.’
‘Dat
kan,’ hij had geen zin daarover in discussie te gaan, ‘maar in ieder
geval hoeft u nu niet meer om te lopen,’ hij wendde zich af, de hal in,
ging de klapdeur door, nam de post van de balie en klom de achtertrap op
naar zijn kamer. Hij sloot de deuren van de bezoekerskamer en de
kaartsysteemkamer, legde de post op zijn bureau, zette zijn tas onder
zijn schrijfmachine, zette het raam op een kier, hing zijn jasje op,
knipte zijn bureaulamp aan en zette zich achter zijn bureau. Hij pakte
zijn briefopener, nam de bovenste brief van de stapel en sneed hem open.
Het was een mededeling van de vereniging voor historici dat ze drs. M.
Grosz bereid hadden gevonden als spreker op te treden op het eind maart
te houden congres over mentaliteitsgeschiedenis, in de plaats van drs.
De Vlaming. Het bericht verraste hem. Hij las het nog een keer over,
zich afvragend waarom Mark hem dat niet gezegd had en herinnerde zich
dat hij hem de laatste weken opvallend onvriendelijk had gevonden.

Terwijl hij daarover nadacht, kwam Joop de kamer in. ‘Morgen,’ zei ze. ‘Dag Joop,’ zei hij afwezig.
Ze
bleef bij zijn bureau staan. ‘Kan ik eigenlijk niet mee naar Münster?’
Hij schudde zijn hoofd. ‘Nee, alleen de mensen van het
boedelbeschrijvingsonderzoek.’ Ze verborg haar teleurstelling. ‘Nou, dan
heb ik het eens een dag lekker rustig.’

‘Ik
denk erover om als dat congres achter de rug is een keer met zijn allen
naar het Zeemuseum te gaan,’ zei hij om haar te troosten. ‘Zoals toen
naar Arnhem.’ Hij knikte. ‘Is dat wat?’

‘Zeker
weten!’ Hij lachte. Terwijl ze zich afwendde en de kaartsysteemkamer
binnenging, legde hij de brief opzij en pakte de volgende.”

 

J. J. Voskuil (1 juli 1926 – 1 mei 2008)


De Nederlandse schrijfster Carry Slee werd geboren op 1 juli 1949 in Amsterdam. Zie ook alle tags voor Carry Slee op dit blog.

Uit: Verdacht

“Victor gooit een kussen naar Brahims hoofd. Dan trekt hij Tess naar zich toe en kust haar. Tess heeft het gevoel alsof ze zweeft. Ze hebben al een halm aar verkering, maar ze kan niet geloven dat het ooit uit zal gaan. Victor streelt Tess’ haar. Ze voelt zich zo gelukkig.
Ze pakt Victors gezicht en kust hem opnieuw.
Ze schrikken op als Rachel de deur opengooit.
‘Nee hè, zijn ze weer aan het zoenen? Ik dacht dat jullie aan het werk waren?’
‘Dat mocht toch niet van jou,’ zegt Tess. ‘We moesten op je wachten.’
‘En dat dóén jullie? Nounou, dat ik zo’n macht heb,’ zegt Rachel. ‘Nooit gedacht. Hé, luilak, wakker worden.’ Ze gaat op Brahims benen staan.
‘Au!’ Kreunend komt Brahim overeind. ‘Wat een beul ben jij.’ Hij grijpt Rachel, smijt haar op de grond en begint haar te kietelen. Maar als Victors moeder binnenkomt met cola en cake houdt hij gauw op.
‘Weten jullie wat ik net hoor?’ Victors moeder kijkt hen aan. ‘De juwelier in de Schoutenstraat is overvallen.’
‘Hè?’ zegt Victor. ‘Daar komen we net vandaan. ‘Is eh… is hij dood?’
‘Die arme man ligt met ernstige verwondingen in het ziekenhuis.’
‘Het is de vader van Fabian,’ zegt Brahim. ‘Wat erg voor hem.’
‘Ik ben er helemaal van in de war,’ zegt Victors moeder. ‘Je hoort dit zo vaak, maar dat het hier zo dichtbij gebeurt.’
‘Hebben ze op hem geschoten?’
‘Nee, de juwelier had een honkbalknuppel voor dit soort gevallen klaarliggen, maar die werd door dat tuig afgepakt. Ze hebben geen enkel spoor.’
‘Had hij geen beveiligingscamera dan?’
‘Geen idee,’ zegt ze. ‘We zullen het vanavond wel uitgebreid horen op het journaal.’ Dan gaat ze weer naar beneden.
Beduusd staren ze voor zich uit.
‘My god! Arme Fabian. Laat die stomme opdracht maar even zitten,’ zegt Brahim. ‘Daar heb ik nu even geen zin meer in.’
De anderen knikken. ‘Waar slaat het allemaal nog op,’ zegt Tess, ‘als je zoiets hoort…?’

 

Carry Slee (Amsterdam, 1 juli 1949)


De Amerikaanse dichter en schrijver Denis Hale Johnson werd geboren op 1 juli 1949 in München. Zie ook alle tags voor Denis Johnson op dit blog.

 

Sonnets Called “On the Sacredness” (Fragment)

Close by the jerkwater rancheros tonight, the round
gloom longs, a window in the gloom, an attitude in the window, a pleading
in the attitude, an unwitnessed
ravishment in the pleading. A man stands there in the window
thinking about how naked the water looks,
thinking the water looks like emptiness, it looks
like nothing. His heart
aches to think how many gamblers have broke down

on this highway? How many princesses of ice?
I know I’m suburban, I’ve got a shitty whiskey in my hand,
I work a job like eating a knife . . .
Everyone’s sperm all over my life,
the sad waiting. Here’s to the simple and endless
desperate person lifting this glass.

• • •

If you imagine you’re at the base of a cross coming out of your chest,
that its vertical beam is a café
and its crossbeam a bar of inebriates running along the rear of the café,
that you’re in a soft booth in the vertical beam of the cross
facing a blonde over whose shoulder you happen to glance
at the instant the TV above the bar
broadcasts the unmistakable image of fate,
the Vietnamese man getting a bullet shot into his ear,
then you understand that I had to stop
eating my squid stew. I started to cry.
Susan tried to make
some gesture, baby
playing in front of the cobra’s den,
and it was enough: I was lodged in the moment, we were the treasure.

 

Denis Johnson (1 juli 1949 – 24 mei 2017)


De Engelse (Welshe) dichter Alun Lewis werd geboren op 1 juli 1915 in Cwmaman, in de buurt van Aberdare in Cynon Valley, Zuid-Wales. Zie ook alle tags voor Alun Lewis op dit blog.

 

Burma Casualty
(To Capt. G.T. Morris, Indian Army)

I

Three endless weeks of sniping all the way,
Lying up when their signals rang too close,
— Voeee, Ooee,’ like owls, the lynx-eyed Jap, —
Sleeplessly watching, knifing, falling back.
And now the Sittang river was there at last
And the shambles of trucks and corpses round the bridge
And the bridge was blown. And he laughed.

And then a cough of bullets, a dusty cough
Filleted all his thigh from knee to groin.
The kick of it sucked his face into the wound.
He crumpled, thinking ‘Death’. But no, not yet.
The femoral artery wasn’t touched.
Great velour cloaks of darkness floated up.
But he refused, refused the encircling dark,
A lump of bitter gristle that refused.
The day grew bloodshot as they picked him up.

 

Alun Lewis (1 juli 1915 – 5 maart 1944)
Cover biografie


De Franse schrijfster George Sand (pseudoniem van Amandine Lucile Aurore Dudevant, geboren Dupin) werd op 1 juli 1804 geboren in Parijs. Zie ook alle tags voor George Sand op dit blog.

Uit: Histoire du Rêveur


« Deuxième partie, Le grillon
– Qu’as-tu, créature mortelle, me dit un soir le bon Tricket, je ne te reconnais plus. D’où vient cet air sombre et abattu ? Quel malheur t’a donc frappée ? quelque argent mal employé, dissipé, perdu ? quelque mortification du sot amour-propre, car, vous autres, voilà vos affaires dans la vie. L’or et la vanité, c’est de quoi vous arracher des larmes et déchirer vos coeurs.
– Injuste ami, lui dis-je, quel plaisir prends-tu à humilier le genre humain dans ma personne, quand tu sais si bien que je n’ai pas l’esprit d’occuper ma vie avec les passions qui remplissent celle de mes semblables ? Un chagrin véritable flétrit mon coeur dans ce moment, et quand je t’en aurai fait le douloureux récit, tu pleureras avec moi.
– Voyons donc, dit Tricket, en s’appuyant sur le lumignon de ma lampe, conte-moi cela.
– Je vais te le lire, lui dis-je.
– Pouah ! dit Tricket ! de la douleur écrite ! ça ne vaudra pas le diable.
– Il ne s’agit pas de ce que tu crois : ce que je vais te lire est tout simplement ma lettre, que j’écris à Jane.
– A Jane ! dit Tricket. Ah ! quand donc le Grand Pouvoir qui dispose de moi m’enverra-t-il habiter le cerveau d’un être comme Jane ?
– C’est trop d’ambition pour toi, petit Tricket ; tu n’y gagnerais au reste pas tant que tu crois, car, avec moi, quelque fou que tu sois, tu conserves toujours une certaine supériorité de raison et de science qui me rend sensible à tes remontrances, au lieu qu’avec Jane tu serais si peu de chose ! Esprit fantasque, tu règnes ici, contente-toi de ma société.
– C’est bon, c’est bon, dit Tricket, mais je ne puis sans soupirer me rappeler Jane aux cheveux noirs, au long regard, à la voix douce, au sourire caressant ; cette créature n’est pas de la même argile que vous, ma chère.
– Aussi, Tricket, mon amitié pour elle est une sorte de culte. Mais écoute ma lettre et sache auparavant que Jane m’ordonna un jour de lui écrire un gros volume sur tel sujet qui me plaisait. Je commençai. Je n’achevai pas.
– C’est pour ne pas changer d’habitude, dit Tricket.
– Sans doute ; maintenant, je tâche d’éluder sa demande, en lui soumettant toutes les difficultés qu’entraîne son exécution. »

 

George Sand (1 juli 1804 – 8 juni 1876)
Hugh Grant als Chopin en Judy Davis als George Sand in de film „Impromptu“ uit 1991


Zie voor nog meer schrijvers van de 1e juli ook mijn blog van 1 juli 2018 en ook mijn blog van 1 juli 2017 deel 2.

Christian Morgenstern, Czeslaw Milosz, Juli Zeh, Yaseen Anwer, José Emilio Pacheco, Dolce far niente

Dolce far niente

 

Sommernacht am Rhein door Christian Eduard Böttcher, 1862


Sommernacht im Hochwald

Im Hochwald sonngesegnet
hat’s lange nicht geregnet.

Doch schaffen sich die Bäume
dort ihre Regenträume.

Die Espen und die Erlen –
sie prickeln und sie perlen.

Das ist ein Sprühn und Klopfen
als wie von tausend Tropfen.

Die Lärchen und die Birken –
sie fühlen flugs es wirken.

Die Fichten und die Föhren –
sie lassen sich betören!

Der Wind weht kühl und leise.
Die Sterne stehn im Kreise.

Die Espen und die Erlen:
sie schaudern tausend Perlen…

 

Christian Morgenstern (6 mei 1871 – 31 maart 1914)
München, de geboorteplaats van Christian Morgenstern


De Poolse dichter, schrijver en Nobelprijswinnaar Czesław Miłosz werd geboren in Šeteniai op 30 juni 1911. Zie ook alle tags voor Czeslaw Milosz op dit blog.

Ars Poetica?

I have always aspired to a more spacious form
that would be free from the claims of poetry or prose
and would let us understand each other without exposing
the author or reader to sublime agonies.

In the very essence of poetry there is something indecent:
a thing is brought forth which we didn’t know we had in us,
so we blink our eyes, as if a tiger had sprung out
and stood in the light, lashing his tail.

That’s why poetry is rightly said to be dictated by a daimonion,
though it’s an exaggeration to maintain that he must be an angel.
It’s hard to guess where that pride of poets comes from,
when so often they’re put to shame by the disclosure of their frailty.

What reasonable man would like to be a city of demons,
who behave as if they were at home, speak in many tongues,
and who, not satisfied with stealing his lips or hand,
work at changing his destiny for their convenience?

It’s true that what is morbid is highly valued today,
and so you may think that I am only joking
or that I’ve devised just one more means
of praising Art with the help of irony.

There was a time when only wise books were read,
helping us to bear our pain and misery.
This, after all, is not quite the same
as leafing through a thousand works fresh from psychiatric clinics.

And yet the world is different from what it seems to be
and we are other than how we see ourselves in our ravings.
People therefore preserve silent integrity,
thus earning the respect of their relatives and neighbors.

The purpose of poetry is to remind us
how difficult it is to remain just one person,
for our house is open, there are no keys in the doors,
and invisible guests come in and out at will.

What I’m saying here is not, I agree, poetry,
as poems should be written rarely and reluctantly,
under unbearable duress and only with the hope
that good spirits, not evil ones, choose us for their instrument.

Vertaald door Czeslaw Milosz en Lillian Vallee

Czeslaw Milosz (30 juni 1911 – 14 augustus 2004)
Geboortehuis – museum Czeslaw Milosz in Šateniai

 

De Duitse schrijfster Juli Zeh werd geboren in Bonn op 30 juni 1974. Zie ook alle tags voor Juli Zeh op dit blog.

Uit: Neujahr

“Ihm tun die Beine weh. An der Unterseite, wo Muskeln liegen, die man selten beansprucht und deren Namen er vergessen hat. Bei jedem Tritt stoßen seine Zehen an das Innenfutter der Turnschuhe, die fürs Joggen, nicht fürs Radfahren gemacht sind. Die billige Radlerhose schützt nicht ausreichend vor dem Scheuern, Henning hat kein Wasser dabei, und das Fahrrad ist definitiv zu schwer. Dafür ist die Temperatur fast perfekt. Die Sonne steht weiß am Himmel, brennt aber nicht. Säße Henning auf einem Liegestuhl im Windschatten, würde ihm warm werden. Liefe er am Meer entlang, würde er eine Jacke überziehen. Radfahren ist pure Entspannung, beim Radfahren erholt er sich, auf dem Rad ist er mit sich selbst allein. Eine schmale Schneise zwischen Beruf und Familie. Die Kinder sind zwei und vier. Der Wind sorgt dafür, dass er nicht schwitzt. Der Wind ist heftig heute, eigentlich zu heftig. Theresa hat schon beim Frühstück zu klagen begonnen, sie klagt gern über das Wetter und meint es nicht böse, ihn nervt es trotzdem. Zu wann, zu kalt, zu feucht, zu trocken. Heute zu windig. Man kann nicht mit den Kindern raus. Den ganzen Tag im Haus bleiben müssen, dafür fährt man doch nicht in die Sonne. Es war Henning, der auf diesem Urlaub bestanden hat. Sie hätten Weihnachten zu Hause feiern können, günstig und gemütlich in ihrer großen Göttinger Wohnung. Sie hätten Freunde besuchen können oder sich im Centerpark einmieten. Aber dann wollte Henning plötzlich nach Lanzarote. Abend für Abend surfte er durchs Internet, betrachtete Fotos von weißer Gischt an schwarzen Stränden, von Palmen und Vulkanen und einer Landschaft, die aussah wie das Innere einer Tropfsteinhöhle. Er studierte Tabellen mit Durchschnittstemperaturen und schickte seine Funde an Theresa. Vor allem klickte er sich durch Bilderserien von weißen Villen, die zur Vermietung standen. Eine nach der anderen, Abend für Abend. Immer wurde es spät. Er nahm sich vor, damit aufzuhören und zu Bett zu gehen, und öffnete dann doch die nächste Anzeige. Betrachtete die Fotos, gierig, süchtig, fast so, als suche er ein bestimmtes Haus. Da stehen sie nun, diese Villen, ein gutes Stück von der Straße entfernt, vereinzelt im Campo verstreut. Aus der Ferne gleichen sie weißen Flechten, die sich auf dem dunklen Boden festgesetzt haben. Bei mittlerer Distanz werden sie zu Anordnungen aus verschieden großen Würfeln.“

Juli Zeh (Bonn, 30 juni 1974)


De Indiase dichter Yaseen Anwer werd geboren op 30 juni 1989 in Patna. Zie ook alle tags voor Yaseen Anwer op dit blog.

A Girl

Long long ago in the month of September
I met a girl whom I still remember
She was friendly, coy and cool
But went away making me fool

And later on, on some certain day
A similar girl passed on my way
Her eyes reminded me all that happened
My sincerity and the way she threatened

Yaseen Anwer (Patna, 30 juni 1989)


De Mexicaanse schrijver, dichter, essayist en vertaler José Emilio Pacheco werd geboren in Mexico City op 30 juni 1939. Zie ook alle tags voor José Emilio Pacheco op dit blog.

DIE SIRENE

Der Jahrmarkt auf dem sonntäglichen Platz
und die Baracke und das Aquarium mit tristen
Plastikalgen und falschen Korallen.
Kopf in der Luft die beschämte Sirene,
Schwester vielleicht von dem, der erzählt.

Doch die Geschichte irrt: von den Sirenen,
welche durch Gottes gerechte Strafe
einst in Ungeheuer verwandelt wurden.

Das Gegenteil ist der Fall: freie Wesen,
sind sie Instrumente der Poesie.
Schlecht ist nur, daß sie nicht existieren.
Verhängnisvoll ist ihre Unmöglichkeit.

 

ANTIPOSTKARTE AUS RIO DE JANERIO

Die Motten, Feinde des Bestehenden,
greifen das Eigentum an.
Planeten sind sie, die tödliche Glut
einer hypnotischen Sonne umkreisend.

Die größten Motten, die ich je sah,
blickten mich an mit leidenden Augen,
als sie auf dem Corcovado den Hitzetod starben.

Nicht die Schönheit Ríos war ihnen bestimmt,
sondern Hunger, Schrecken und Folter.

Was sie sehen, ist der sengende Stein
– und die zu Ende gehende Welt.

Vertaald door Leopold Federmair en Alejandra Rogel Alberdi

José Emilio Pacheco (30 juni 1939 – 26 januari 2014)
Mexico City

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 30e juni ook mijn blog van 30 juni 2018 en ook mijn blog van 30 juni 2014 en eveneens mijn blog van 30 juni 2013 deel 1 en eveneens deel 2.