Alice Munro, Jürgen Becker, Nicolás Guillén, Kurt Bartsch

De Canadese schrijfster Alice Munro werd geboren op 10 juli 1931 in Wingham, Ontario. Zie ook alle tags voor Alice Munro op dit blog.

Uit: Too Much Happiness

„On the first day of January, in the year 1891, a small woman and a large man are walking in the Old Cemetery, in Genoa. Both of them are around forty years old. The woman has a childishly large head, with a thicket of dark curls, and her expression is eager, faintly pleading. Her face has begun to look worn. The man is immense. He weighs 285 pounds, distributed over a large frame, and being Russian, he is often referred to as a bear, also as a Cossack. At present he is crouching over tombstones and writing in his notebook, collecting inscriptions and puzzling over abbreviations not immediately clear to him, though he speaks Russian, French, English, Italian and has an understanding of classical and medieval Latin. His knowledge is as expansive as his physique, and though his speciality is governmental law, he is capable of lecturing on the growth of contemporary political institutions in America, the peculiarities of society in Russia and the West, and the laws and practices of ancient empires. But he is not a pedant. He is witty and popular, at ease on various levels, and able to live a most comfortable life, due to his properties near Kharkov. He has, however, been forbidden to hold an academic post in Russia, because of being a Liberal.
His name suits him. Maksim. Maksim Maksimovich Kovalevsky.
The woman with him is also a Kovalevsky. She was married to a distant cousin of his, but is now a widow.
She speaks to him teasingly.
“You know that one of us will die,” she says. “One of us will die this year.”
Only half listening, he asks her, Why is that?
“Because we have gone walking in a graveyard on the first day of the New Year.”
“Indeed.”
“There are still a few things you don’t know,” she says in her pert but anxious way. “I knew that beforeI was eight years old.”
“Girls spend more time with kitchen maids and boys in the stables—I suppose that is why.”
“Boys in the stables do not hear about death?”
“Not so much. Concentration is on other things.”
There is snow that day but it is soft. They leave melted, black footprints where they’ve walked.“

 

Alice Munro (Wingham, 10 juli 1931)

Lees verder “Alice Munro, Jürgen Becker, Nicolás Guillén, Kurt Bartsch”

Paul Wühr, Aphra Behn-Johnson, Frederick Marryat, Günther Weisenborn

De Duitse dichter en schrijver Paul Wühr werd geboren op 10 juli 1927 in München. Zie ook alle tags voor Paul Wühr op dit blog.

 

NICHT

einmal will ich dich anders
als du bist sagt sie ich

will so weit mit mir in dir
eine Andere sein bis

ich am anderen Ende von mir
du sein werde was wird

aus dir werden willst du so weit
mit mir in mir dieser

Andere sein bis du am anderen
Ende von dir ich sein wirst

 

WO

sag mir höre ich auf in Hinsicht
auf dich das Andere

zu sein bis zu dir bin ich
gegenüberin dir

bin ich ganz Mann als eine
ganze Frau stell

dir vor uns hat noch nichts
geschieden von einem

Ende zum anderen Ende werden
wir immer das Andere

werden von dem wir das Eine
gar nicht sein müssen

ich sagt sie mit mir anfange
würdest du

nicht etwa aufhören der Mann
zu sein wenn

du enden könntest in mir
immer mit

dir zusammen bist du am
Ende von dir

was ich von Anfang an bin

 

Paul Wühr (München, 10 juli 1927)
Hier met de literatuurwetenschapper Jörg Drews (links)

Lees verder “Paul Wühr, Aphra Behn-Johnson, Frederick Marryat, Günther Weisenborn”

Gerard Walschap, Hans Arnfrid Astel, June Jordan, Mervyn Peake, Jan Neruda

De Vlaamse schrijver Gerard Walschap werd geboren op 9 juli 1898 in Londerzeel. Zie ook mijn blog van 9 juli 2010 en eveneens alle tags voor Gerard Walschap op dit blog.

 

Uit: Belijdenis

„Heer, alles wat Gij mij liet aandoen door uw tuig, de menschen, en door uw dienaars, de duivelen, is mij ten goede geworden.

Gisteren was het een donkerblauwe avond waarin ik lang gewerkt heb tot het nachtte en ik moe was. Heer, Gij weet hoe moe. Ik doofde mijn licht en stond aan het raam. Ik zag de rustige benedictie van uw weidschen nacht hangen over de dwaze stad die maar niet stil kan worden (alsof onder de rust van uwe nachten haar geweten nog maar pijnlijkst knaagt). En ik dacht hoe soeverein van vrede die nacht wel staan moest over ’t stille dorpke waar mijn gelieven wonen. Vooral dacht ik, Heer, hoe die nacht wel zijn moest nog veel vender, waar zij toen rustte en sliep die ik zeer liefheb.

Het was of ik sinds lang niet meer gebeden had, niet meer gesproken met U. Nu waart Gij opeens mij nabij in de sereenheid van uw koele nachten en het peiselijk licht dat vloeit uit uw goudene sterren. Alsof ik weer, gelijk in dagen van afzondering, voelbaar uw milde handen kon drukken, werd mijn hart opeens van alle weelde warm, en ik leunde moe, met schouder en hoofd, tegen de raamkozijnen, alsof ik aanleunde tegen uw schouder en kon fluisteren aan uw oor veel innigs uit mijn ziel dat ik zelden kan zeggen: mijn eenzaamheid, Heer, en veel snikkend verlangen. Gij zult nog weten dat ik toen vroeg dien nacht zacht te maken en vol zoete vertroosting voor mijn gelieven hier en ginder in het lieve landeke, Vlaanderen, en voor de geliefde gansch bizonder.

Toen stond ik rustiger tegen het raamkozijn. De stad werd niet stil. Rilde rees op de lucht ’t zwartkanten silhouet der kathedraal. In verveling, maar met deernis, bleven de straatlantarens waken, omdat anders de stad met haar slecht geweten te bang zou worden.

Ik heb u bedankt voor de rust die in mij was en omdat Gij mijn avondlange eenzaamheden verlucht met intieme verblijdenissen. Ik heb u nogmaals beloofd wat ik U dikwijls toezeg, vooral als ik moe ben, dat ik me wil afsloven voor U en voor haar.“

 

Gerard Walschap (9 juli 1898 – 25 oktober 1989)

In 1952

Lees verder “Gerard Walschap, Hans Arnfrid Astel, June Jordan, Mervyn Peake, Jan Neruda”

Peter Märthesheimer, Ann Radcliffe, John Heath-Stubbs, Jean Cassou

De Duitse schrijver, draaiboekauteur en producent Peter Märthesheimer werd geboren op 9 juli 1937 in Kiel. Zie ook mijn blog van 9 juli 2009 en ook mijn blog van 9 juli 2010

Uit: Das forschende Kind

„Ende 1969 traf ich Fassbinder zum ersten Mal. Ich war damals Dramaturg beim Westdeutschen Rundfunk und hatte eine Fernsehserie über eine Arbeiterfamilie im Kopf. Dass ich sie im Kopf hatte und nirgend anderswo, war zugleich auch mein Problem: mein Kopf war ein Soziologenkopf, und der konnte mir nur allzu genau beweisen, dass das, was ich vorhatte, nicht zu machen war. Was ich vorhatte, war quasi die Verfilmung einer Kategorie von Ernst Bloch, Der aufrechte Gang nämlich. Nur war offensichtlich, dass die proletarische Wirklichkeit durch das buchstäbliche Gegenteil dieser Maxime gekennzeichnet war: eine düstere, graue, kraftlose, perspektivlose Wirklichkeit, eingezäunt von Tarifverträgen, Arbeitszeitabkommen, Überstundenregelungen, verwaltet von Gewerkschaften, Betriebsräten und Ortskrankenkassen – da war weit und breit kein autonom handelndes Subjekt zu finden, wie ich es mir für eine solche Serie gewünscht hätte, sondern nur passiv reagierende Objekte, über diehinweg der Alltag sich widerstandslos vollzog. Die schlechten Verhältnisse durch einen Film aber einfach noch einmal zu verdoppeln, wollte ich nicht, also war ich drauf und dran, mein Projekt zu begraben. Da sah ich Katzelmacher und schickte spontan mein gesammeltes Elendsmaterial an dessen Regisseur: wenn schon, könnte der vielleicht Rat wissen, denn sein Film, der zwar auch von der schlechten Realität handelte, hatte mich wenigstens wütend auf die Realität gemacht. Und sein Handwerk schien der junge Mann, der mir bisher hauptsächlich auf Illustriertenfotos aufgefallen war, auf denen er gelangweilt neben gerade schrottreif gefahrenen Sportwagen posierte, ja auch halbwegs zu beherrschen.“

Peter Märthesheimer (9 juli 1937 – 18 juni 2004)
Lees verder “Peter Märthesheimer, Ann Radcliffe, John Heath-Stubbs, Jean Cassou”

Johanna Schopenhauer, Johann Götz, Alexis Piron, Matthew Lewis, Barbara Cartland, Robert Gratzer

De Duitse schrijfster Johanna Schopenhauer werd geboren in Danzig op 9 juli 1766. Zie ook mijn blog van 9 juli 2009 en ook mijn blog van 9 juli 2010

 

Uit: Jugendleben und Wanderbilder

Am fernen Strande der Ostsee, in der alt-ehrwürdigen damals noch freien Reichsstadt Danzig, erblickte ich am neunten Juli des Jahrs siebenzehn hundert sechs und sechzig das Licht der Sonne zum ersten Mal. Ich kam an einem Posttage, deren es damals nur zwei, und nicht wie jetzt, sieben in der Woche gab, zur Welt, deshalb wollten Einige behaupten, meine Ankunft sei an diesem Tage meinem Vater nicht ganz bequem gewesen, weil sie in seinen Geschäften ihn störte; demohnerachtet erregte sie große Freude, um so mehr, da sie meinen Eltern für den Verlust ihres Erstgebornen, eines Knaben, wenigstens einigen Ersatz bot.

Ich erhielt in der Taufe den Namen Johanna Henriette, denn meine Mutter hatte auf ihrer großen und einzigen Reise von zwei und zwanzig Meilen, von der sie immer gern erzählte, in Königsberg ein kleines allerliebstes Mädchen gesehen, das Johanna hieß und Hänschen genannt wurde. Und so hieß denn auch ich ein paar Jahre hindurch Hänschen, bis man es für an ständiger hielt, mich in eine französische Jeannette zu übersetzen.

Zu meinem sehr großen Glücke blieb ich nicht lange das einzige Kind; während des Verlaufs von sieben Jahren wurden mir noch drei Schwestern geboren, von denen zwei mir schon in die Ewigkeit vorangegangen sind, die jüngste aber noch in Danzig lebt.

Christian Heinrich Trosiener, mein Vater, zählte sich zwar nicht zu den reichsten, aber doch zu den angesehenen und wohlhabenden Kaufleuten der großen Handelsstadt. Der in Rußland wurzelnde, damals sehr blühende Zweig seines Geschäftes, der jetzt ganz verdorrt ist, ließ keine Art von Sorge in ihm aufkommen. Auch war er fröhlicher und lebhafter Gemüthsart, dabei verständig, von unbestechlicher Redlichkeit und unbeugsam republikanischem Sinne. Angebornes Talent und wohlbenutzte Lebenserfahrungen ließen den fast gänzlichen Mangel gelehrter Schulkenntnisse bei ihm wenig gewahren; als Mann des Volks stand er bei seinen Mitbürgern aus dem Mittelstande in Ehren und Ansehen, denn wann hätte wohl jemals eine Republik, selbst die kleinste, ohne Oppositionspartei bestehen können?“

 

Johanna Schopenhauer (9 juli 1766 – 17 april 1838)

Tekening van Gus. Guibert, 1794

Lees verder “Johanna Schopenhauer, Johann Götz, Alexis Piron, Matthew Lewis, Barbara Cartland, Robert Gratzer”

Maria van Daalen, Walter Hasenclever, Richard Aldington, Jean Ray, Julius Mosen

De Nederlandse dichteres en schrijfster Maria van Daalen werd geboren op 8 juli 1950 in Voorburg. Zie ook alle tags voor Maria van Daalen op dit blog.

 

Rozen

voor je verjaardag koop ik 42 rozen
ik zet ze op mijn altaar neer ik geef ze water
en dan laat ik ze drinken en verwelken later
nog wacht ik tot de cirkel van verdorde loze

blaadjes bruin en knisperend is ik tel hun broze
stiltes dat weet je niet je viert het niet je gaat er-
van uit dat ik er niet meer ben de waarheid staat er
te lezen blad na rozenblad tijd die gekozen

is nu ga ik weg ga jij weg als ik dood kus ken
ik verlangen het blijft over in krullend rood en
geur het verwelkt nog niet het is ingehouden meer

van mij als alle stelen kaal zijn leg ik ze neer
in een vuilniszak in een krant voorzichtig dorens
niet scheuren ik mag vergeten ik ben geboren.

 

Nieuwsdienst

Hij staat met een plastic tas in zijn hand
en weet niet welke kant hij uit moet.
Linksonder loopt de klok met grote snelheid door.

Later zie ik hem met geopende mond
achterover liggen: een paardebloem
bloeit tot pluis toe tussen zijn lippen.

Het is diep geworteld: werkelijkheid,
verval, eierdoppen die krakend
barsten onder schoenzolen.

Van karton ben ik, bespat aan twee kanten,
met druppels die kleurstof achterlaten.
Ik kan nat worden, en zachtjes gaan liggen.

 

Knekel

hoofd dat mijn beenderas bevat voor later
spreek met een mond vol aarde van het leven
ik voel de zon en ja, ik blijf nog even
mijn ogen tranen maar ook dat is water

woorden bewogen door de wind – dat staat er
in elke beendervel volop geschreven –
vormen de liefste zin aan mij gegeven
zolang mijn schedelmond nog praat – ik schater

mij schuimend, bottend, brandend, stormend naar de
vier elementen die zich zingend mengen
met mij, de lichtste, aether, als hun hemel

die schedeldak mag vullen met gewemel
van wormen, rijmend kronkelend in strengen
ten slotte is mijn vruchtbaarheid mijn waarde.

 

Maria van Daalen (Voorburg, 8 juli 1950)

Lees verder “Maria van Daalen, Walter Hasenclever, Richard Aldington, Jean Ray, Julius Mosen”

Jean de La Fontaine, Martin Jankowski, Wouter van Heiningen, Thijs Zonneveld, Mart Smeets, Eva Roman, Hanns Johst

De Franse dichter en schrijver Jean de La Fontaine werd op 8 juli 1621 geboren in Château-Thierry in Champagne. Zie ook alle tags voor Jean de La Fontaine op dit blog.

 

De twee muilezels

Muilezels, twee. Haver droeg ’t eerre dier,
Belastinggeld droeg d’andre van de muilen.
Het rijksbeest had, op ’t rijksvertrouwen fier,
Voor nog zoo veel zijn last niet willen ruilen.
Het stapte, rink’lend met zijn bellen van pleizier.
Tot plotsling een troep oorlogslién,
Die ’t op het rijksgeld had voorzien,
Den ezel overvalt, hem bij den teugel pakt,
Hem tegenhoudt, met knuppels op hem hakt.
Het arme dier, mishandeld, half gesmoord,
Zucht: „Dat is anders, dan ‘k had kunnen drooment
Mijn makker, die mij volgde, is aan ’t gevaar ontkomen,
Ik loop erin en word vermoord.”
„Vriend,” riep zijn kameraad hem tegen,
„Een hooge post brengt niet altoos geluk. voorwaar;
Was jouw baas, als de mijne, een simpel molenaar,
je hadt ’t niet zóó te kwaad gekregen.”

Jean de La Fontaine (8 juli 1621 – 13 april 1695)
Beeld van Pierre Julien in het Louvre, Parijs


Lees verder “Jean de La Fontaine, Martin Jankowski, Wouter van Heiningen, Thijs Zonneveld, Mart Smeets, Eva Roman, Hanns Johst”

Lion Feuchtwanger, Vladimir Majakovski, Jeff VanderMeer, Reinhard Baumgart, Kuno Bärenbold, János Székely

De Duitse schrijver Lion Feuchtwanger werd geboren in München op 7 juli 1884. Zie ook alle tags voor Lion Feuchtwanger op dit blog.

Uit: Die Geschwister Oppermann

“Plötzlich wurde die Tür aufgerissen. Stürmisch, in breiter Front, brach Donnerwölkchen in den Raum ein. Gewaltig kam sie auf den schmalen François zu, umbauscht von ihrem Schlafrock. So erfüllt war sie von dem, was sie zu sagen hatte, daß es ihr die Sprache verschlug. Wortlos knallte sie ein großes, entfaltetes Zeitungsblatt auf den Schreibtisch, so daß es das Manuskript, die Bände der alten Klassiker, den Klopstock fast völlig überdeckte.

Es war die heutige Ausgabe des Berliner Organs der Völkischen. „Da“, brachte Frau Emilie François heraus, nichts weiter, uind stand da, dasleibgewordene Verhängnis. François las. Es war ein Artikel über die Zustände am Königin-Luise-Gmnasium. Diese Schule, längst eine Züchtungsanstalt von Landesverrätern, hieß es, sei jetzt vollends verrottet. Ein jüdischer Schüler, ein hoffnungsvoller Sproß der Familie Oppermann, habe in einem Schulvortrag vor versammelter Klasse Hermann den Befreier aufs wüstete geschmäht, ohne daß es bis jetzt seinem nationalen Klassenlehrer geglückt wäre, das Früchtchen zur Rechenschaft zu ziehen. Beschützt von dem verwelschten Vorstand der Anstalt, einem typischen Vertreter des Systems, spreitzte sich noch immer der freche Judenjunge in der Glorie des Landesverrats. Wann endlich werde die nationale Regierung diesen unerhörten Zuständen ein Ende bereiten?

François nahm die Brille ab, blinzelte. Er fühlte sich sehr elend. „Nun?“ fragte drohend Donnerwölkchen. François wußte nicht, was antworten. „Was für ein entsetzliches Deutsch“, sagte er nach einer Weile.

Er hätte es besser nicht gesagt. denn diese Äußerung endlich entfesselte Donnerwölkchen. Was? Der Mann hat sich und seine Familie durch seine ewige, phlegmatische Unentschlossenheit ruiniert, und jetzt hat er gegen den Angreifer nichts vorzubringen, als daß sie schlechtes Deutsch sprachen? War er wahnsinnig?

Die Portiersfrau hat ihr den Artikel gebracht, morgen werden ihr zehn Freundinnen den Artikel bringen. Sieht er denn nicht, daß es aus ist? Mit Schmach und Schande wird man ihn aus dem Amt jagen.

Fraglich, ob man ihm Pension zuerkennt. Was dann? Zwölftausendsiebenhundert Mark haben sie auf der Bank. Die Papiere stehen nicht mehr ihre vollen Hundert. Wovon soll man leben? Er, sie und die Kinder? „Von dem da?“ fragte sie und schlug mit der Hand auf sein Manuskript; sie erreichte aber nur das Zeitungsblatt.“

 

Lion Feuchtwanger (7 juli 1884 – 21 december 1958)
Hier met de schrijver Bertolt Brecht (links)

Lees verder “Lion Feuchtwanger, Vladimir Majakovski, Jeff VanderMeer, Reinhard Baumgart, Kuno Bärenbold, János Székely”

Miroslav Krleza, Clemens Haipl, Ludwig Ganghofer, Joseph Winckler, Hasan Abidi

De Kroatische schrijver Miroslav Krleza werd geboren op 7 juli 1893 in Zagreb. Zie ook alle tags voor Miroslav Krleza op dit blog.

Uit: The Banquet in Blitva (Vertaald door Edward Dennis Goy and Jasna Levinger)

„But who are we who live while our Blitva has not perished? I, Nielsen, and that Blitvinian they’ve arrested and whom they’re leading in chains across the empty square, under the monument of the Blitvinian genius. In a rubber raincoat that poor bugger passed by, pale and upright, defiant, surrounded by a patrol of cuirassiers, and from under his left shoulder blade, as though drawn in bright red lipstick (almost cadmium), over the muddy and drenched rubber flowed perpendicularly an intensely red stream of fresh human blood. It was morning. A gray, dark, guttering, slimy, antipathetic, muddy Blitvinian morning, and in the distance, from around the corner, where stood the frowning scaffolding of a new five-story building, from the new Blitvinian corso came the sound of “Tango-Milango” from the Hotel Blitvania. That the Hotel Blitvania, as Barutanski’s headquarters, had served as a central torture chamber during the years ’17, ’18, and ’19 and that in the cellars of that accursed hotel several hundred people had been slaughtered was known to all in the city and over the whole of Blitva, and for years people made a detour around it in silence and with bowed heads, but today, on that very same place of execution, they were dancing the Tango-Milango.

In the newspapers of that mythical period, when Barutanski ruled from that accursed hotel as the first Protector, one might read in some texts consisting of cleverly infiltrated lines, between two or three words, timidly and cautiously, hints that once again someone had been massacred in the Hotel Blitvania, that someone had given evidence in court from a stretcher, that someone had been blinded, that someone had had needles stuck under his nails, and another with broken joints, but today it was all forgotten, today the Hotel Blitvania had been renovated as a first-class hotel. Today the Hotel Blitvania was a center for tourist traffic. Today rich foreigners and foreign diplomats of high rank stayed there. Today, for whole nights, they danced the Tango-Milango. And in general, in all Europe there wasn’t a square centimeter on which somebody had not been blinded or had his joints broken or been beaten to death like a dog.“

 

Miroslav Krleza (7 juli 1893 – 29 december 1981)
Buste in Pecs

Lees verder “Miroslav Krleza, Clemens Haipl, Ludwig Ganghofer, Joseph Winckler, Hasan Abidi”

Ivo Victoria

De Vlaamse schrijver Ivo Victoria (pseudoniem van Hans van Rompaey)werd op 7 juli 1971 geboren in Edegem(Antwerpen) Hij studeerde communicatiewetenschappen aan de Katholieke Universiteit Leuven. Als zanger van de inmiddels ter ziele gegane popband Kamino bracht hij diverse albums uit en toerde hij door de Benelux. Hij werkte bij verschillende Belgische platenmaatschappijen en was betrokken bij de organisatie van het Lowlands-festival. Tegenwoordig werkt hij als freelanceprojectmanager om meer tijd te kunnen maken voor zijn ware passie: schrijven.

 

Uit: Gelukkig zijn we machteloos

`Billie was door het dolle heen. Regenwater en modder spatten op haar broek en shirt iedere keer wanneer haar voeten in het gras landden. Ze kronkelde als een bergrivier, haar handen gleden als vissen langs haar gezicht over haar kleine boezem en haar gladde buik, over haar buik naar haar voeten tot ze opgekruld als een egel dicht tegen de grond zat en dan sprong ze weer op en spreidde haar armen en benen, strekte haar lichaam zo ver ze kon en het leek alsof ze minutenlang in de lucht bleef hangen, gedragen door de wind en de regen – en ze zong.`

(…)

De waarheid is een schuinsmarcheerder. Een hypocriet. Zo eentje die lacht en beweert dat hij het alleen maar zegt in mijn eigen belang. De waarheid heeft geen belang. Ze bestaat niet eens echt, ze sluipt door ons leven als een dief, een stille zucht- niemand heeft haar ooit gezien. We kennen haar van horen zeggen: dat is de basis van elk geloof.”

 


Ivo Victoria (Edegem, 7 juli 1971)