Patrick Besson, John Masefield, Ferdinand Raimund, Peter de Mendelssohn, Petra Morsbach, Colleen McCullough, Macedonio Fernández, Wilfred Campbell, Vicky Francken

De Franse schrijver en journalist Patrick Besson werd geboren op 1 juni 1956 in Montreuil. Zie ook alle tags voor Patrick Besson op dit blog.

Uit: Tout le pouvoir aux soviets

« Ma dernière nuit à Moscou, capitale de la Russie lubrique et poétique. La ville où les piétons sont dans les escaliers des passages souterrains et les automobilistes au-dessus d’eux dans les embouteillages. Avenues larges et longues comme des pistes d’atterrissage. Retrouver la chambre 5515 du Métropole ou aller boire un verre ailleurs ? J’aime sortir, mais aussi rentrer. Il y a ce club libertin sur Tverskaïa, où mes clients étaient sans moi hier soir, après la signature de notre contrat. Jamais dans un club libertin avec des clients, même après la signature d’un contrat : photos, puis photos sur les réseaux sociaux. Je travaille dans l’argent, et l’argent, c’est la prudence.
Va pour le club. Dans le goulet d’étranglement de l’entrée, un distributeur de billets qui annonce la couleur : celle de l’argent. L’air mélancolique des deux gros videurs. À droite le bar, à gauche des seins. Il y a aussi des seins au bar. Je compte – c’est mon métier – quatorze filles nues ou en sous-vêtements pornographiques. Peaux d’enfant, visages d’anges. Elles me dansent dessus à tour de rôle. Obligé d’en choisir une pour échapper aux autres. Je prends la plus habillée, ça doit être la moins timide. Et j’aurai une occupation : la déshabiller. C’est une Kazakh ne parlant ni anglais ni français, dans une courte robe qui, dans la pénombre, semble bleue. On discute du prix à l’aide de nos doigts. Je l’emmène dans une chambre aux murs noirs et sans fenêtres qui se loue à la demi-heure. Le cachot du plaisir. Le point faible de la prostitution moderne : l’immobilier. Les bordels de nos grands-pères avaient des fenêtres. Et parfois des balcons.
Au cours des trente minutes suivantes, m’amuserai à soulever puis à rabaisser la robe de la Kazakh sur ses fesses rondes et fraîches. Je veux bien payer une femme à condition de ne pas coucher avec elle. La fille m’interroge, par petits gestes inquiets, sur ce que je veux. Étonnée d’échapper à l’habituel viol. Je ne lui ai pas dit que je parle russe. Tout le monde n’a pas eu la chance d’avoir un papa communiste. S’il s’était douté que la langue de Lénine me servirait autant dans la finance, mon père m’aurait obligé à en apprendre une autre.
C’était juste après la mort de maman qui m’a toujours parlé français par haine de sa terre natale soviétique.”

 

 
Patrick Besson (Montreuil, 1 juni 1956)
Cover

 

De Engelse dichter en schrijver John Edward Masefield werd geboren op 1 juni 1878 in Ledbury, in Herefordshire. Zie ook alle tags voor John Masefield op dit blog.

 

The Racer

I saw the racer coming to the jump,
Staring with fiery eyeballs as he rusht,
I heard the blood within his body thump,
I saw him launch, I heard the toppings crusht.
And as he landed I beheld his soul
Kindle, because, in front, he saw the Straight
With all its thousands roaring at the goal,
He laughed, he took the moment for his mate.
Would that the passionate moods on which we ride
Might kindle thus to oneness with the will;
Would we might see the end to which we stride,
And feel, not strain in struggle, only thrill,
And laugh like him and know in all our nerves
Beauty, the spirit, scattering dust and turves.

 

I never see the red rose crown the year

I never see the red rose crown the year,
Nor feel the young grass underneath my tread,
Without the thought “This living beauty here
Is earth’s remembrance of a beauty dead.
Surely where all this glory is displayed
Love has been quick, like fire, to high ends,
Here, in this grass, an altar has been made
For some white joy, some sacrifice of friends;
Here, where I stand, some leap of human brains
Has touched immortal things and left its trace,
The earth is happy here, the gleam remains;
Beauty is here, the spirit of the place,
I touch the faith which nothing can destroy,
The earth, the living church of ancient joy.”

 

 
John Edward Masefield (1 juni 1878 – 12 mei 1967)
Portret door Jack B. Yeats, 1905

 

De Oostenrijkse schrijver Ferdinand Raimund werd geboren op 1 juni 1790 in Wenen. Zie ook alle tags voor Ferdinand Raimund op dit blog.

Uit: Der Diamant des Geisterkönigs

„FEUERGEIST (ganz rot gekleidet, rotes Gesicht und rote Hände; er hat die ganze Szene behorcht). Potz Pech und Schwefel, das ist zuviel! Ich bin Feuergeist, Oberfeuerwerker und Kanonier des Zauberkönigs! Wer kann sagen, daß seit drei Jahren eine menschliche Seele in seinen Palast gekommen ist? Bin ich nicht auf seine Kosten nach Neapel gereist, um den Vesuv aufzunehmen und einen ähnlichen über seinen Palast zu bauen? Ist das nicht geschehen? Blausäure und Vitriolöl!
FEE APRIKOSA. Und warum ist es geschehen? Damit wir ihn nicht sooft belästigen und mit unserm Wolkenwagen jetzt durch den Krater fahren müssen, wie die Hexen durch den Rauchfang.
FEUERGEIST. Nein! Potz Pech und Schwefel! Damit er von der Menschheit, die sich durch verschiedene magische Künste in sein Reich filoutiert hatte, um ihn mit Betteleien zu belästigen, Ruhe bekomme.
ZWEITER ZAUBERER. Ja, ja, so ist der Kaffee.
ERSTER ZAUBERER. Das müssen Sie Narren weismachen.
FEUERGEIST. Aber, ins Geiers Namen, das tue ich ja; und wer’s nicht glauben will, den sollen alle kongreveschen Raketen –
ZWEITER ZAUBERER (gleich einfallend). Nun, nun, mein Herr Feuergeist und Oberkanonier, moderieren Sie sich nur! Sie zünden ja sonst den Palast an mit Ihren Raketen.
ALLE Werft ihn hinaus! Hinaus mit ihm!
FEUERGEIST. Was? Einen Feuergeist hinauswerfen?
ZWEITER ZAUBERER. Da haben wir schon andere hinausgeworfen.
FEUERGEIST. Beim Brand von Moskau, das ist zuviel! (Mit geballter Faust) Wer mir in die Nähe kommt, dem werf’ ich eine Leuchtkugel an den Kopf, daß ihm das bengalische Feuer aus den Augen spritzen soll.“

 

 
Ferdinand Raimund (1 juni 1790 – 5 september 1836)
Cover

 

De Duitse schrijver, essayist, journalist, biograaf en uitgever Peter de Mendelssohn werd op 1 juni 1908 in München geboren. Zie ook alle tags voor Peter de Mendelssohn op dit blog.

Uit: Der Zauberer

“Der Krieg war rundherum und ganz und gar verloren. Das große Rückzugsgefecht des Unpolitischen, mit Bravour und im nahezu sicheren Wissen um seinen schlechten Ausgang geführt, war zu Ende. Die heile Welt der machtgeschützten Innerlichkeit, das festgefügte wilhelminische Obrigkeits-Deutschland, in welchem der Künstler Thomas Mann sich an seinem legitimen Platz gewußt hatte, zerbarst Stück für Stück vor seinen Augen. Die »Katastrophe und Weltniederlage dieser Geistesrichtung und Sympathie« des konservativen Deutsch-land, so schrieb er am 5. Oktober 1918, sei da, und fügte hinzu: »Es ist auch die meine. « Freilich, »so lange noch ein Kaiser an der Spitze steht«, meinte er zwölf Tage später, »ist das roman-tische, das mittelalterliche Deutschland nicht tot«. Aber er wußte und notierte für sich: »Der Kaiser wird abdanken.« Hellsichtig war er nicht; aber er war auch nicht vor Gram und Enttäuschung blind. Am z1. Oktober notierte er: »Wilhelm II. als Privatmann in Civil an einem Schweizer See spazieren ge-hend ist auch eine wunderliche Vorstellung«. Die ganze Welt war ihm zu einer wunderlichen Vorstellung geworden. Im Sturm der politischen Ereignisse des Winters 1918-1919, in dem aus den Trümmern des Kaiserreichs notge-drungen und widerwillig die Republik hervorkam, und noch lange danach, war er, nicht anders als viele Deutsche, wohl gar die meisten, eine schwankende Gestalt. Er mußte seinen Standort von Woche zu Woche, ja von einem Tag zum näch-sten neu zu bestimmen suchen. »Man sieht heute keine drei Schritte weit, wer weiß denn, was in 8 Monaten sein wird …«, schrieb er. Indessen erwies sich ihm allmählich, daß die zerbro chene, unheile Welt, in der er sich fand, noch genug unver-sehrte Elemente der heilen enthielt, damit er sie, zumindest für sich selbst und vielleicht auch für andere, wieder zusammen-fügen und womöglich in nicht allzu veränderter Gestalt wie-der heilen konnte. In einer Trümmerwelt konnte und wollte er weder leben noch schaffen. Seine ganze zweite Lebenshälfte ist ein einziges, viele Phasen der Hoffnung und Enttäuschung durchlaufendes verbissenes Streben, für sich und sein Werk die Ordnung einer heilen Welt wiederzugewinnen, in Deutsch-land, in der Schweiz, in Amerika und endlich, an seinem Lebensabend, abermals in der Schweiz. Wenn diese Lebenshälfte überhaupt auf eine Kurzformel zu bringen ist, dann wäre es am ehesten noch diese.“

 

 
Peter de Mendelssohn (1 juni 1908 – 10 augustus 1982)
Cover

 

De Duitse schrijfster Petra Morsbach werd geboren op 1 juni 1956 in Zürich. Zie ook alle tags voor Petra Morsbach op dit blog.

Uit: Dichterliebe

“Eine Frau kommt über den Rasen auf mich zu und fragt: »Ist das hier das Künstlerhaus?. Ich muß in der Hitze eingenickt sein auf meinem Plastestuhl, das Hemd klebt mir am Rücken, Schweiß rinnt in die Augen. Vor dem weißen Rock die dunk-len Schlieren eines Traums. Alptraum, was sonst … Ich kam zu spät zur Lesung, suchte vergeblich den Ort, landete in der fal-schen Stadt, rannte durch einen Bahnhof ohne Anzeigetafeln. Eine Durchsage meldete zwanzig Minuten Verspätung, aber von welchem Zug? Bahnbedienstete standen herum und er-klärten: -Das alles geht uns nichts mehr an.• Eine Schaffnerin rief: •Geschieht Ihnen recht!. Endlich fand ich die Bibliothek, Zuhörer waren auch da, aber es stellte sich heraus, ich war gar nicht eingeladen. Der weiße Rock jetzt vor mir. Eine blaue Bluse mit silbernen Blättchen auf der Brust — die Silhouette eines Einhorns. Wieso Einhorn? Frau mit Sonnenbrille, Typ Westschnepfe: So stelle ich mir eine Zahnarztgattin auf Kulturtourismus vor. »Ja«, seufze ich, •das ist das Künstlerhaus.• »Dann sind Sie sicher ein Künstler?. »Ja.« Was sonst? »Ich auchl« Sie strahlt mich an. Streckt mir die Hand entge-gen: »Sidonie Fellgiebel. Ich trete heute mein Stipendium an!. Eine Mitbewohnerin, o Gott. Ich stehe mühsam auf und reiche ihr die Hand. »Heinrich Steiger?. Den Namen hört sie sichtlich zum ersten Mal. Natürlich hört sie ihn zum ersten Mal. Deine Zeit ist vorbei, gewöhne dich daran. •Sonntags ist das Büro nicht besetzt•, bemerke ich lahm. »Ich weiß. Irene Ammann vom Appartement vier soll meinen Schlüssel haben. Aber vorn macht niemand auf. Das ist doch das Haupthaus? Wohnen Sie auch dort?. Nein, ich wohne nicht don, ich wohne hier im Schafstall, im sogenannten. Und was geht mich Irene Ammann an? Wahr-scheinlich ist sie drüben bei den Bildenden Künstlern und kocht. Warum kocht sie nicht mit mir? Seit Tagen habe ich sie nicht gesehen, immer hockt sie auf ihrer Bude, na, vielleicht ist sie krank. Bei schönem Wetter sitzt sie manchmal abends mit ei-nem Schreibblock auf dem Mäuerchen und notiert Einfälle für ihre Extremlyrik. Aber noch ist nicht Abend. •Was ist Extremlyrik?. Habe ich laut gesprochen? Auch das noch. »Vielleicht erklärt Ihnen besser Irene selbst … Entschuldigen Sie mich, ich bin … Hof der Bildenden Künstler ist das nächste große Haus, die Straße entlang links …« »Vielen Dank!« Die Schnepfe hüpft davon. Nicht mehr ganz jung, Mitte Dreißig vielleicht, etwas schwerer Hintern. Wirkt wie eine Anfängerin. Westanfängerin. Wehe, sie schenkt mir ihr Erstlingswerk. Zwei Stunden später taucht sie wieder auf und erkundigt sich, wo sie was zu essen bekäme.“

 

 
Petra Morsbach (Zürich, 1 juni 1956)

 

De Australische schrijfster Colleen McCullough werd geboren op 1 juni 1937 in Wellington. Zie ook alle tags voor Colleen McCullough op dit blog.

Uit: The Thorn Birds

“She was yanking inexpertly at a large knot when the dreadful thing happened. Off came the hair, all of it, dangling in a tousled clump from the teeth of the comb. Above Agnes’s smooth broad brow there was nothing; no head, no bald skull. Just an awful, yawning hole. Shivering in terror, Meggie leaned forward to peer inside the doll’s cranium. The inverted contours of cheeks and chin showed dimly, light glittered between the parted lips with their teeth a black, animal silhouette, and above all this were Agnes’s eyes, two horrible clicking balls speared by a wire rod that cruelly pierced her head.
Meggie’s scream was high and thin, unchildlike; she flung Agnes away and went on screaming, hands covering her face, shaking and shuddering. Then she felt Frank pull at her fingers and take her into his arms, pushing her face into the side of his neck. Wrapping her arms about him, she took comfort from him until his nearness calmed her enough to become aware of how nice he smelled, all horses and sweat and iron.
When she quietened, Frank made her tell him what was the matter; he picked up the doll and stared into its empty head in wonder, trying to remember if his infant universe had been so beset by strange terrors. But his unpleasant phantoms were of people and whispers and cold glances. Of his mother’s face pinched and shrinking, her hand trembling as it held his, the set of her shoulders.
What had Meggie seen, to make her take on so? He fancied she would not have been nearly so upset if poor Agnes had only bled when she lost her hair. Bleeding was a fact; someone in the Cleary family bled copiously at least once a week.
“Her eyes, her eyes!” Meggie whispered, refusing to look at the doll.
“She’s a bloody marvel, Meggie,” he murmured, his face nuzzling into her hair. How fine it was, how rich and full of color!
It took him half an hour of cajoling to make her look at Agnes, and half an hour more elapsed before he could persuade her to peer into the scalped hole. He showed her how the eyes worked, how very carefully they had been aligned to fit snugly yet swing easily opened or closed.”

 


Colleen McCullough (1 juni 1937 – 29 januari 2015)
Cover Azerbeidzjaanse uitgave

 

De Argentijnse schrijver Macedonio Fernández werd geboren op 1 juni 1874 in Buenos Aires. Zie ook alle tags voor Macedonio Fernández op dit blog.

Uit: From The Museum of Eterna’s Novel (Vertaald door Margaret Schwartz)

“I leave only the title finished, since:
A prologue that starts right away is really sloppy: the perfume of its preceding is lost, just as I said that futurism can only be genuinely practiced by leaving it for later.
I will also have said, earlier, that this is one of the twenty-nine prologues of a novel that’s impossible to prologue, as a critic, who surely born in that tranquil country of “ask questions later,” has recently predicted; there’s another, more sympathetic, book, that is, one that’s more given to length and limited in prologues—which can still be remedied—which was going to be called “The Man Who Would Be President But Wasn’t.”
* * *

Or, an equivalent:
“Buenos Aires hysterical, torn between the hilarious faction and the faction of eternity, and saved by its splendid compatriot, who unifies humorism and passion.” But the title I’ve got left for “the novel permitted a beginning,” which although it begins late has no less of a beginning, and, if he reads it, the reader will wish it were all made of continuations, such as “Novel of Eterna, and of the Child of Melancholy, Sweetheart, of-a-love that was kept unknown.”
This last is the title a certain gentleman preferred; he began to read it and promised to come
back right away, to finish finding out how the novel is named.”

 

 
Macedonio Fernández (1 juni 1874 – 10 februari 1952)
Cover

 

De Canadese dichter en schrijver William Wilfred Campbell werd geboren rond 1 juni 1858 in Berlin, Ontario, tegenwoordig Kitchener. Zie ook alle tags voor William Campbell op dit blog.

 

An October Evening

The woods are haggard and lonely,
The skies are hooded for snow,
The moon is cold in Heaven,
And the grasses are sere below.

The bearded swamps are breathing
A mist from meres afar,
And grimly the Great Bear circles
Under the pale Pole Star.

There is never a voice in Heaven,
Nor ever a sound on earth,
Where the spectres of winter are rising
Over the night’s wan girth.

There is slumber and death in the silence,
There is hate in the winds so keen;
And the flash of the north’s great sword-blade
Circles its cruel sheen.

The world grows agèd and wintry,
Love’s face peakèd and white;
And death is kind to the tired ones
Who sleep in the north to-night.

 

 
Wilfred Campbell (1 juni 1858 – 1 januari 1918)

 

Onafhankelijk van geboortedata

De Nederlandse dichteres Vicky Francken werd geboren op 18 maart 1989 in Boxmeer. Zie ook alle tags voor Vicky Francken op dit blog.

 

[de lucht vouwt zich een]

de lucht vouwt zich een
zakdoek om onze hoofden
zoals de wind zich bolt
in de holten van was, we
neuriën absurde melodietjes

zoals in oude films van kleine
meisjes rennen we rond met
emmertjes om de regen op te vangen
voordat we de jongste uit het

oog verliezen, zij met haar
mooiste kaplaarsjes de vijver
instapt en zich afvraagt hoeveel
belletjes ze maakt op het

wateroppervlak dat zich boven
haar hoofd als een deur sluit

 

 
Vicky Francken (Boxmeer, 18 maart 1989)

Arie van den Berg

De Nederlandse dichter en essayist Arie van den Berg werd geboren in Alkmaar op 1 juni 1948. Hij studeerde Nederlands aan de Universiteit van Amsterdam en was vervolgens een tijd lang redacteur bij een uitgeverij. Voor zijn dichtbundel “Mijn broertje kende nog geen kroos” ontving Van den Berg in 1970 de Reina Prinsen Geerligsprijs. Het gedicht “IJsvogel” raakte bekend onder een breed publiek: het verscheen op het laatste Nederlandse bankbiljet van tien gulden. In 1976 publiceerde hij zijn volgende bundel “De kapper spreekt tegen zijn spiegel.” Daarna zouden er met tussenpozen van vaak enkele jaren nog 9 bundels verschijnen, de laatste “De tomaten tovenaar: in 2006. In 1994 verzamelde hij zijn gedichten van 1968 tot 1978 in “Om wat blijvend wil ontroeren”. Van den Berg is naast schrijver en dichter als docent verbonden aan de Schrijversvakschool te Amsterdam. Ook is hij als onder meer poëziecriticus werkzaam voor NRC Handelsblad. Van den Berg was bijna tien jaar voorzitter van de Amsterdamse kunstenaarssociëteit Arti et Amicitiae en is daar sinds november 2016 erelid van.

 

IJsvogel

dolk op wieken in een jasje van kobalt,
buik oranje…maar de oogwenk ziet
even maar een blauwe vlam

voor hogere jagers zo blauw als het water;
voor wie daaronder huist (de voorn, de bliek)
het grauw oranje van dor blad

totdat de twijg kort neerbuigt, terugveert,
vleugels vinnen blijken en de dolk
zich om de schubben schaart, waarvan

de tak straks glinstert, na de slacht wanneer
het wapen drooggepoetst, de slokop zit en
schokkend kleur geeft aan de winter

 

Northern cardinal

vanmorgen brengt de kardinaal zijn gade
een proeve van de oogst van vorig jaar –
zij, goedgebekt, begroet zijn offer
kort,
want voor een nest is haar de struik te kaal

te kaal want amper maart: die zit
te kil, haar kuif nog niet
zo gloedvol als de liefde wil,
dus wil
zij op dit vroege uur geen liefde

geen liefde tot jong blad verhult
dat met de sneeuw het dons is afgeschud,
en dat de huiver die het lijf bekruipt
geen kou
want hartstocht is, dat is

geen tocht, maar adem voor een lied
dat ingehouden in de borst
de witte maanden uit moet snikken tot
de twijg
het ei wil dragen

dan presenteert de kardinaal zijn gade
opnieuw een staaltje van de oogst, en zij,
de muts vol vuur, beproeft zijn offer
kort en slikt
en bukt, en maakt zich gretig breed

 

 
Arie van den Berg (Alkmaar, 1 juni 1948)

 

C. Buddingh’-prijs voor Radna Fabias

 C. Buddingh’-prijs voor Radna Fabias

De Nederlandse dichteres Radna Fabias heeft de C. Buddingh’-prijs 2018 gekregen voor de bundel “Habitus”. De prijs voor het beste poëziedebuut werd uitgereikt op het festival Poetry International in Rotterdam. Aan de prijs is een bedrag van 1.200 euro verbonden. Radna Fabias werd geboren in Curaçao in 1983 en groeide op op de Nederlandse Antillen. Ze studeerde aan de Hogeschool voor de Kunsten Utrecht en de Universiteit van Amsterdam. Eerder won ze de poëzieprijs van de stad Oostende. In februari 2018 debuteert ze als dichteres met de bundel “Habitus”  bij uitgeverij De Arbeiderspers.

 

richtlijnen voor vergelding

noem het ding bij de naam: beest
draag je kroon

leer alles over dwangvoer
draag je kroon

maak een voodoopop
geef hem drie poten
zie hem hinkelen
draag je kroon

laat minstens tien jaar lang de woede
aankoeken de nagels groeien
slik veel calcium
verlaat de toren

vijl de nagels elke nacht bij het ontwaken – kalm – tot scherpe harken
draag je kroon

Snijd de draak open met je harken
(puntig sexy scherp en vinnig)
draag je glitterende feestjurk

zeg
‘maar je hebt woorden, beest, gebruik ze’
draag je kroon

laat het hurken laat het
hoesten tot het teruggeeft
wat niet van hem was

 

adam spoelt aan

op zondagochtend op het kerkplein
in de stad – het is herfst er ligt blad
het toeval is van overheidswege
afgeschaft – ik raap hem op ik dep hem
droog ik houd hem om hem om hem
heen schrijf ik een zin waarin zijn knapzak past

adam rekt zich uit de verdrinking
heeft hem goed gedaan wat is hij
schoon hij heeft zes maskers hij
draagt er één dat heeft hij mee
uit de woestijn waar hij alleen was toen
intact nog en droog

 


Radna Fabias (Curaçao, 1983)

Wiel Kusters

De Nederlandse dichter, schrijver en letterkundige Wiel Kusters werd geboren in Spekholzerheide op 1 juni 1947. Kusters studeerde Nederlandse taal- en letterkunde in Nijmegen en gaf van 1972 tot 1978 les op een middelbare school. Hij was recensent en columnist voor NRC/Handelsblad en de Volkskrant en maakte literaire programma’s voor de KRO. Van 1976 tot 1982 was hij redacteur van de kunstprogramma’s van de Regionale Omroep Zuid. Kusters was van 1983 tot 1994 mederedacteur van De Gids en van 1993 tot 1994 van Dietsche Warande & Belfort. Hij vervulde verschillende functies voor de Maatschappij der Nederlandse Letterkunde en in 1995 werd hij lid van de Raad voor Cultuur. In 1985 promoveerde Kusters op “De killer”, een proefschrift over de poëzie en de poëtica van Gerrit Kouwenaar. In 1989 werd hij hoogleraar aan de Rijksuniversiteit van Limburg, eerst buitengewoon hoogleraar en vanaf 1992 gewoon hoogleraar. Als dichter debuteerde Kusters in het tijdschrift Contour in 1964. In 1978 verscheen zijn eerste bundel poëzie, “Een oor aan de grond”. Daarin is zijn verbondenheid met de Limburgse mijnstreek, waar hij opgroeide en zijn vader als mijnwerker werkte, één van de belangrijkste thema’s. In zijn essays in “Tegen de verstening, tegen het gruis” (1993) zet hij zich af tegen de heersende opvattingen van het postmodernisme. Kusters verzamelde zijn poëzie en zijn poëtische notities uit de jaren 1975-1989 in “Zegelboom” (1998). Samen met Huub Beurskens schreef Kusters een dialoog in dichtvorm die werd gepubliceerd onder de titel “In duizend kamers” (2006). Aan Kusters werd in 1990 de Sphinx-Cultuurprijs toegekend vanwege zijn verdiensten als dichter en essayist, maar vooral als stimulator van het literaire leven in Limburg.

 

Margraten

Als je zo’n klein wit steentje was van nu
dat in een grote wei werd neergezet
bij al die andere stenen, rijen lang,
dan had je ons, maar niet jezelf gered.

Als je zo’n bange jongen was van toen
die in het gelid moet staan met vlees en bloed
dat je thuis achterliet, en in een heg
voorovervalt, waar je dan hangen moet,

je gezicht vol in de doorns, terwijl je sterft,
dan moeten wij toch even blijven staan
en vragen wie wij zijn, toen, nu, hier, daar.

Daar regent het. Je schuilt. Ik kam mijn haar.
Zon op je steen. Zij wandelt door de laan.
Het waait. De wereld heeft zich rood geverfd.

 

Vader Aarde, Moeder Wereld

Ik moet de wegen tonen die mijn vader liep,
maar ook de plaatsen die mijn moeder meed.
Die diepte waarin vader zich versliep
was voor mijn moeder eerder lang en breed:
de maten van haar waken in hun bed.

Haar wereld was niet groot, tien straten nauw.
De kleine dingen waar je dan op let.
Bewuste rondgang. God en wereld trouw.

De diepte en het oppervlak, het waken en de slaap.
De wouden van de droom, de perken van het licht.
Ik houd die twee maar moeilijk uit elkaar.

Maar nu ik hier mijn woorden samenraap,
ontbindt zich, vader, moeder, haast uw paar.
Kom toch te bed, en slaap en waak in dit gedicht.

 

Kerkraadse gedichten

Voor mij was glück auf
een nachtgroet, in het donker
gesproken door mannen

voor hun behoefte zittend
op de schop terwijl muizen
brood uit hun jaszak vraten

geen treffender beeld
voor de komende slaap
wanneer ik in bed
mijn vader groette
voor hij de deur sloot.

 

 
Wiel Kusters (Spekholzerheide, 1 juni 1947)

Love’s Choice (Malcolm Guite)

 

Bij Sacramentsdag

 

 
La Bénédiction des blés dans l’Artois door Jean Breton, 1857


Love’s Choice

This bread is light, dissolving, almost air,
A little visitation on my tongue,
A wafer-thin sensation, hardly there.
This taste of wine is brief in flavour, flung
A moment to the palate’s roof and fled,
Even its aftertaste a memory.
Yet this is how He comes. Through wine and bread
Love chooses to be emptied into me.

He does not come in unimagined light
Too bright to be denied, too absolute
For consciousness, too strong for sight,
Leaving the seer blind, the poet mute;
Chooses instead to seep into each sense,
To dye himself into experience.


Malcolm Guite (Ibanda, 12 november 1957)
First Baptist Church in Ibadan, Nigeria, de geboorteplaats van Malcolm Guite

 

Zie voor de schrijvers van de 31e mei ook mijn vorige blog van vandaag.

Mariae Heimsuchung (Rainer Maria Rilke)

 

Bij Maria Visitatie

 


Visitatie door Sebastiano del Piombo, 1518-19

 

Mariae Heimsuchung

Noch erging sie’s leicht im Anbeginne,
doch im Steigen manchmal ward sie schon
ihres wunderbaren Leibes inne, –
und dann stand sie, atmend, auf den hohn

Judenbergen. Aber nicht das Land,
ihre Fülle war um sie gebreitet;
gehend fühlte sie: man überschreitet
nie die Größe, die sie jetzt empfand.

Und es drängte sie, die Hand zu legen
auf den andern Leib, der weiter war.
Und die Frauen schwankten sich entgegen
und berührten sich Gewand und Haar.

Jede, voll von ihrem Heiligtume,
schützte sich mit der Gevatterin.
Ach der Heiland in ihr war noch Blume,
doch den Täufer in dem Schoß der Muhme
riss die Freude schon zum Hüpfen hin.

 


Rainer Maria Rilke (4 december 1875 – 29 december 1926)
De Sint Vituskathedraal in Praag, de geboortestad van Rainer Maria Rilke

 

Zie voor de schrijvers van de 31e mei ook mijn vorige blog van vandaag.

Walt Whitman, Frank Goosen, Gabriel Barylli, Konstantin Paustovski, Svetlana Alexievich, Ludwig Tieck, Gerd Hergen Lübben, Saint-John Perse, T. T. Cloete

De Amerikaanse dichter Walt Whitman werd geboren op 31 mei 1819 in Westhills, Long Island, New York. Zie ook alle tags voor Whalt Whitman op dit blog.

 

Zang van de open weg

3
Jij, lucht die me adem schenkt om te spreken!
Jullie, voorwerpen die mijn intenties uit hun verstrooiing oproepen en vorm geven!
Jij, licht dat mij en alle dingen hult in tere, gelijkmatige vloed!
Jullie, paden, uitgesleten in de hobbelige gaten aan de kant van de weg!
Ik geloof dat er ongeziene bestaansvormen in jullie schuilen, jullie zijn me zo lief.

Jullie, geplaveide voetpaden in de steden! Jullie, sterke banden aan de rand!
Jullie, veerboten! Jullie, planken en palen van werven! Jullie, houtberande zijden! Jullie, verre schepen!
Jullie, huizenrijen! Jullie, raam-doorstoken gevels! Jullie, daken!
Jullie, veranda’s en ingangen! Jullie, muurkappen en ijzeren ankers!
Jullie, ramen wier doorzichtige vliezen soms zoveel blootgeven!
Jullie, deuren en oplopende treden! Jullie, gewelven!
Jullie, grijze stenen van eindeloze straten! Jullie, uitgetrapte kruispunten!
Ik geloof dat jullie jezelf verrijkt hebben aan alles wat jullie raakte, en dat jullie daarmee heimelijk nu ook mij verrijken,
Uit levenden en doden hebben jullie je onbewogen oppervlak bevolkt, en hun geesten komen me nu als vrienden begroeten.

 

Vertaald door Jabik Veenbaas

 

I Saw in Louisiana A Live-Oak Growing

I saw in Louisiana a live-oak growing,
All alone stood it and the moss hung down from the branches,
Without any companion it grew there uttering joyous leaves of dark green,
And its look, rude, unbending, lusty, made me think of myself,
But I wonder’d how it could utter joyous leaves standing alone there without its friend near, for I knew I could not,
And I broke off a twig with a certain number of leaves upon it, and twined around it a little moss,
And brought it away, and I have placed it in sight in my room,
It is not needed to remind me as of my own dear friends,
(For I believe lately I think of little else than of them,)
Yet it remains to me a curious token, it makes me think of manly love;
For all that, and though the live-oak glistens there in Louisiana solitary in a wide flat space,
Uttering joyous leaves all its life without a friend a lover near,
I know very well I could not.

 

Uit: Calamus Poems (Fragment)

3.
Whoever you are holding me now in hand,
Without one thing all will be useless,
I give you fair warning, before you attempt me
further,
I am not what you supposed, but far different.

Who is he that would become my follower?
Who would sign himself a candidate for my affec-
tions? Are you he?

The way is suspicious—the result slow, uncertain,
may-be destructive;
You would have to give up all else—I alone would
expect to be your God, sole and exclusive,
Your novitiate would even then be long and ex-
hausting,
The whole past theory of your life, and all conformity
to the lives around you, would have to be aban-
doned;
Therefore release me now, before troubling yourself
any further—Let go your hand from my
shoulders,
Put me down, and depart on your way.

 

 
Walt Whitman (31 mei 1819 – 26 maart 1893)
Standbeeld in Philadelphia

 

De Duitse schrijver en cabaretier Frank Goosen werd geboren op 31 mei 1966 in Bochum. Zie ook alle tags voor Frank Goosen op dit blog.

Uit: Pokorny lacht

„Zu Hause riss er zuerst die Fenster auf. Die Luft war abgestanden und muffig, wie immer, wenn er drei Wochen auf Tournee gewesen war. Die dicke Frau Sander, seine Putzfrau, hatte hier zwar einmal in der Woche nach dem Rechten gesehen, dabei aber wieder nicht gelüftet. Er ging in die Küche und machte sich einen doppelten Espresso. Sein Blick fiel auf den Haufen Post, den Frau Sander auf dem Tisch deponiert hatte. Das hatte Zeit. Das waren sowieso nur Rechnungen, Programme von Kleinkunsttheatern und Post von Veranstaltern, die seinen Agenten umgehen wollten, weil sie glaubten, dann kriegten sie Friedrich Pokorny billiger. Mit der Tasse in der Hand ging er nach draußen.
Der Garten war in einem schlimmen Zustand. In den nächsten Tagen würde er Maus anrufen müssen, den pensionierten Gärtner, der ihm das Grünzeug in Ordnung hielt.
Er zog seine Schuhe aus und ging über den Rasen. Er liebte das. Manchmal erwischte er sich dabei, wie er schon im Zug, lange vor der Ankunft am heimischen Bahnhof, diesem Moment entgegenfieberte.
Er trank den Espresso im Stehen und dachte an nichts. Dann ging er wieder hinein und packte seinen Koffer aus. Im Keller warf er die Leibwäsche in die Waschmaschine und stopfte den Rest in den großen Stoffsack, den die Reinigung am nächsten Morgen abholen würde.
Jetzt wäre Zeit für die Post gewesen, aber ihm ging nun die Stille im Haus ein wenig an die Nerven. Das passierte meistens eine bis anderthalb Stunden, nachdem er von einer Reise zurückgekommen war. Er legte A Man alone von 1969 in den CD-Player, die Platte, die Rod McKuen eigens für Sinatra komponiert hatte. Wahre Fans hielten nicht viel von dieser Schaffensphase des Meisters. Zu viele sentimentale Balladen, kein Biss, kein Swing. Friedrich fand, es war die richtige Musik für einen einsamen Mann, der gern heimlich in Selbstmitleid versank.
Er wollte gerade in die Küche gehen und sich endlich der Post zuwenden, als das Telefon klingelte. Es war sein Vater.
»Bist du wieder zu Hause?«
Sag bloß nicht Guten Tag, alter Mann, dir könnte die Zunge im Maul verdorren. »Hallo Papa, wie geht es dir?”

 

 
Frank Goosen (Bochum, 31 mei 1966)

 

De Oostenrijkse schrijver, toneelspeler en regisseur Gabriel Barylli werd geboren op 31 mei 1957 in Wenen. Zie ook alle tags voor Gabriel Barylli op dit blog.

Uit: Paradies

“Ich kenne den Weg dorthin und ich möchte davon erzählen, wie dieser Weg aussieht.
Den ersten Schritt habe ich vor zwei Jahren getan — ohne es zu wissen.
Mein Leben war zu dieser Zeit das Leben einer alleinlebenden Frau. Ich arbeitete in einem Kindergarten und war dabei, in meiner Freizeit Sportmassagen zu erlernen. Nachdem ich diese Ausbildung abgeschlossen hatte, machte ich mich auf die Suche nach einem Arbeitsplatz, an dem ich mein neues Können anwenden durfte.
Ich hatte die Vision, dass ich die eine Hälfte meines Arbeitstages mit meinen Kindern und die zweite Hälfte mit Massagen verbringen konnte Ich entschied mich fier einen unüblichen Weg und besuchte mehrere Wochen lang die
besten Hotels der Stadt. Ich wusste, dass diese luxuriösen Häuser einen Spa-Bereich haben, und so stellte ich mich der Reihe nach bei allen Managern vor. Nach drei Wochen hatte ich tatsächlich Glück.
Im größten Hotel der Stadt war ein Job im Saunabereich frei geworden. Dieses Hotel hatte so viel Personal, dass eine ständige Rotation stattfand, und ich war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort.
Ich zeigte meine Zeugnisse vor, absolvierte eine Probemassage bei dem Spa-Manager und dann hatte ich den Job. Ich bat darum, hauptsächlich am Wochenende eingeteilt zu werden, und auch dieser Wunsch ging in Erfüllung. Ich hatte mit einem Mal ein Leben, das rund um die Uhr mit Arbeit ausgetillt war. Das erstaunte mich und ließ meine schon etwas mutlos gewordene Stimmung wieder steigen.
Ich arbeitete so viel und vor allem tat ich Dinge, die mich mit Freude erfüllten, dass ich keine Zeit hatte, an etwas anderes zu denken. Etwas anderes wie in meinem Fall die Tatsache, dass ich 32 Jahre alt geworden war und nach wie vor ohne Mann lebte. Hie und da schoss mir diese Erkenntnis durch den Kopf, wenn sich an einem Samstagabend ein attraktiver Geschäftsmann von mir durchkneten ließ. Dabei blieb es aber dann auch. Ich hatte eine eigenartige Einstellung zu Männern bekommen_ Zu ihrer Art, die Welt zu sehen, ihrer Art mit Frauen umzugehen und in der Folge auch zu ihren Körpern.
Es schien mir so als würden sie durch die unsexuelle Nähe, die ich erlebte, wenn ich sie massierte, zu einer stillen Distanz gebracht. Es war seltsam, Dutzende nackte Männer auf einem schmalen Tisch liegen zu sehen, sie einzuölen und eine Stunde lang anzugreifen.“

 


Gabriel Barylli (Wenen, 31 mei 1957)

 

De Russische schrijver Konstantin Paustovski werd geboren op 31 mei 1892 in Moskou. Zie ook alle tags voor Konstantin Paustovski op dit blog.

Uit: Goudzand (Vertaald door Wim Hartog)

“Nooit eerder heeft Rusland zo’n godverlaten, gietijzeren tijd gekend. Zelfs de aarde leek zwart te zijn geworden van al het aangekorste vergoten bloed. De grijns op de bek van de eeuwige bruut.
In Petersburg, een dodenstad, worden geen kinderen meer geboren. De mannen zijn er impotent. In de zes dagen dat hij* er was, heeft hij geen glimlach gezien, geen lach gehoord, zelfs geen koetsier horen roepen. Liefde bestaat niet meer. Het verschil tussen een man en een vrouw is uitgevlakt door de honger, het vuil en de ondraaglijke last van het leven. Wat vroeger flirten heette, bestaat niet meer. De monotonie is als van rubber. Het leven in deze monotonie, grauw en met de ammoniakgeur van de plee, is als een uitgedroogd elastiekje dat wordt gerekt tot het knapt.
Mannen lijken geen mannen meer en vrouwen geen vrouwen. Je ziet een wezen met uitgedoofde blik, een in een voddige bontjas gehulde hongerlijder. En als de meesten zich hoogstens eens in de twee maanden wassen – de waterleidingen zijn bevroren – kan er dan nog sprake zijn van liefde. Vrouwelijkheid, het teken van een levendig, vrij en rijk leven, is verschraald als een verdroogde rivier. De vrouwen wekken door hun vieze, rafelige kleding en tranende ogen al evenzeer walging op als de mannen met hun onfrisse, langharige luizenbos.
Lieve God, tot waar hebt Gij Rusland gebracht? Kon ik maar bidden in warme, van mat goud glanzende, halfduistere kerken. Bidden, wetende dat je, als je straks het kerkportaal uitloopt, op stille, met een blauwig licht beschenen pleinen van het Kremlin komt, donzige sneeuwvlokjes neerdwarrelen op de fluwelen wintermantel van een jonge vrouw en het leven zijn vaste loop heeft. Bidden voor ons reusachtige volk dat stervende is, blindelings rondtastend in het laatste schijnsel van troebel licht, zoekend naar een droge broodkorst. Duizeligheid en misselijkheid zijn ons nationale gevoel geworden. Er gaan meer mensen dood aan geestelijke misselijkheid, verdriet en eenzaamheid dan aan tyfus en honger.”

 

 
Konstantin Paustovski (31 mei 1892 – 14 juli 1968)
Cover

 

De Wit-Russische schrijfster en onderzoeksjournaliste Svetlana Alexandrovna Alexievich werd geboren op 31 mei 1948 in Stanyslaviv (sinds 1962 Ivano – Frankivsk). Zie ook alle tags voor Svetlana Alexievich op dit blog.

Uit: Secondhand Time: The Last of the Soviets (Vertaald door Bela Shayevich)

“After perestroika, no one was talking about ideas anymore — instead it was credit, interest, and promissory notes; people no longer earned money, they ‘made’ it or ‘scored’ it. Is all this here to stay? ‘The fact that money is a fiction is ineradicable from the Russian soul,’ wrote Marina Tsvetaeva. But it’s as though Ostrovsky and Saltykov-Shchedrin characters have come to life and are promenading down our streets.
I asked everyone I met what ‘freedom’ meant. Fathers and children had very different answers. Those who were born in the USSR and those born afterwards do not share a common experience. They’re people from different planets.
For the fathers, freedom is the absence of fear; the three days in August when we defeated the putsch. A man with his choice of a hundred kinds of salami is freer than one who only has ten to choose from. Freedom is never being flogged, although no generation of Russians has yet avoided a flogging. Russians don’t understand freedom, they need the Cossack and the whip.
For the children: freedom is love; inner freedom is an absolute value. Freedom is when you’re not afraid of your own desires, it’s having lots of money, so that you’ll have everything; it’s when you can live without having to think about freedom. Freedom is normal.
In the 90s… yes, we were elated; there’s no way back to that naiveté. We thought that the choice had been made and that communism had been defeated forever. But it was only the beginning…
Twenty years have gone by… ‘Don’t scare us with your socialism,’ children tell their parents.
From a conversation with a university professor: ‘At the end of the 90s, my students would laugh when I told them stories about the Soviet Union. They were sure that a new future awaited them. Now, it’s a different story… Today’s students have truly seen and felt capitalism: the inequality, the poverty, the shameless wealth. They’ve witnessed the lives of their parents, who never got anything out of the plundering of our country. And they’re oriented toward radicalism. They dream of their own revolution and wear red t-shirts with pictures of Lenin and Che Guevara.”

 

 
Svetlana Alexievich (Stanyslaviv, 31 mei 1948)

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Tieck werd op 31 mei 1773 geboren in Berlijn. Zie ook Zie ook alle tags voor Ludwig Tieck op dit blog.

 

Der Dichter

Wie sehnsuchtsvoll fühlt sich mein Herz gezogen,
Dem frischen grünen Walde zugelenket,
Von Bächen wird das neue Gras getränket,
Die Blumen schauen sich in klaren Wogen.

Ein blau Krystall erscheint der Himmelsbogen,
Zur blühenden Erde liebend hergesenket,
Die Sonne zeigt, daß sie der Welt gedenket,
Sie hat die Blumen küssend aufgesogen.

Die Pflanzen glänzen, Wasserwogen lachen,
Die muntern Thiere regen sich in Sprüngen,
Der Vogel singt, vom grünen Zweig umrauschet.
Wenn Thiere, Wasser, Blumen, Flur’ erwachen,
Läßt höher noch der Mensch die Stimm’ erklingen,
Der Dichter fühlt von Gottheit sich berauschet.

 

Wandern

Wohlauf! es ruft der Sonnenschein
Hinaus in Gottes Welt!
Geht munter in das Land hinein,
Und wandert über Feld!
Es bleibt der Strom nicht ruhig stehn,
Gar lustig rauscht er fort;
Hörst du des Windes muntres Wehn?
Er braust von Ort zu Ort.

Es reist der Mond wohl hin und her,
Die Sonne ab und auf,
Guckt überm Berg und geht ins Meer,
Nie matt in ihrem Lauf:
Und Mensch, du sitzest stets daheim,
Sehnst dich nicht nach der Fern’?
Sei frisch, und wandle durch den Hain
Und sieh die Fremde gern.

Wer weiß, wo dir dein Glücke blüht,
So geh und such es nur!
Der Abend kommt, der Morgen flieht,
Betrete bald die Spur.
So weit dich schließt der Himmel ein,
Gerät der Liebe Frucht,
Und jedes Herz wird glücklich sein
Und finden, was es sucht.

 

Trost

Wenn die Ankerstricke brechen,
Denen du zu sehr vertraust,
Oft dein Glück so sicher schaust,
Zornig nun die Wogen sprechen, –
O so laß das Schiff den Wogen,
Mast und Segel untergehn,
Laß die Winde zornig wehn,
Bleibe dir nur selbst gewogen,
Von den Tönen fortgezogen,
Wirst du schön’re Lande sehn:
Sprache hat dich nur betrogen,
Der Gedanke dich belogen,
Bleibe hier am Ufer stehn. –

 

 
Ludwig Tieck (31 mei 1773 – 28 april 1853)
Plaquette aan de woning in Dresden, waar Tieck woonde van 1819 tot 1842.

 

De Duitse dichter en schrijver Gerd Hergen Lübben werd geboren op 31 mei 1937 in Sillenstede. Zie ook alle tags voor Gerd Hergen Lübben op dit blog.

 

Für einen redenden Gott

tu nichts verkehrts
dreh um den spieß
vergiss gut herz
bös blut vergieß
an strang gebannt
vor schand durchs land
aus angst die wand
vergessen herz
vergossen blut
wen wetter scherts
obs bös obs gut
am strange zerrt
der wind gekreisch
brich ab es dörrt
das falsche fleisch…

 

 
Gerd Hergen Lübben (Sillenstede, 31 mei 1937)
Sillenstede, St.-Florian-Kirche

 

De Franse dichter en diplomaat Saint-John Perse (eigenlijk Marie-René-Alexis Saint-Léger) werd geboren op 31 mei 1887 in Saint-Léger-les-Feuilles op Guadeloupe. Zie ook alle tags voor Saint-John Perse op dit blog.

 

Et vous, mers (Fragment)

Poésie pour accompagner la marche d’une récitation en l’honneur de la
Mer.

Poésie pour assister le chant d’une marche au pourtour de la
Mer.

Comme l’entreprise du tour d’autel et la gravitation du chœur au circuit de la strophe.

Et c’est un chant de mer comme il n’en fut jamais chanté, et c’est la
Mer en nous qui le chantera :

La
Mer, en nous portée, jusqu’à la satiété du souffle et la péroraison du souffle,

La
Mer, en nous, portant son bruit soyeux du large et toute sa grande fraîcheur d’aubaine par le monde.

Poésie pour apaiser la fièvre d’une veille au périple de mer.
Poésie pour mieux vivre notre veille au délice de mer.

Et c’est un songe en mer comme il n’en fut jamais songé, et c’est la
Mer en nous qui le songera :

La
Mer, en nous tissée, jusqu’à ses ronceraies d’abîme, la
Mer, en nous, tissant ses grandes heures de lumière et ses grandes pistes de ténèbres –

Toute licence, toute naissance et toute résipiscence, la
Mer ! la
Mer ! à son afflux de mer,

Dans l’affluence de ses bulles et la sagesse infuse de son lait, ah ! dans l’ébullition sacrée de ses voyelles -les saintes filles! les saintes filles ! –

 

 
Saint-John Perse (31 mei 1887 – 20 september 1975)

 

De Zuid-Afrikaanse dichter, vertaler en wetenschapper Theunis Theodorus Cloete werd geboren in Vredefort op 31 mei 1924, in de toenmalige Oranje Vrijstaat. Zie ook alle tags voor T. T. Cloete op dit blog.

 

Boomstudies

I
eerste skets
uit die aarde kom die stam,
word boom en
stoot sy takke op
óp in die lug:
hy teken skadu’s op sy eie lyf
én staan teen die hemel uitgeskryf

II
tweede skets
die witstinkhoute is lankal kaal
tot bruin en silwer skraalte afgeskaal
dan is die akkers nog
’n vuurgeel storm oor die straat
die swaar gekrulde donker balke hou
– goud teen blou, goud teen blou –
’n koepel sierlik op
ornaat in hoog barok
dié borne uit europa bou
uit eie bodem weggehaal
op afrika se oerou grond
’n outochtone katedraal

III
derde skets
lentetyd verdwyn my boom in groen
mis, groen wolk, groen grofgebreide mus
die sterk getekende taktiek van die
oorwintering – niks is ooit alles nie –
’n onderliggende herinnering

 

 
T. T. Cloete (31 mei 1924 – 29 juli 2015)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 31e mei ook mijn blog van 31 mei 2017 en ook mijn blog van 31 mei 2015 deel 2.

Summer Storm (Bliss Carman)

 

Dolce far niente

 

 
Summer Storm door Romona Youngquist, 2015

 

Summer Storm

The hilltop trees are bowing
Under the coming of storm.
The low gray clouds are trailing
Like squadrons that sweep and form,
With their ammunition of rain.
Then the trumpeter wind gives signal
To unlimber the viewless guns;
The cattle huddle together;
Indoors the farmer runs;
And the first shot lashes the pane.
They charge through the quiet orchard;
One pear tree is snapped like a wand;
As they sweep from the shattered hillside,
Ruffling the blackened pond,
Ere the sun takes the field again.

 


Bliss Carman (15 april 1861 – 8 juni 1929)
Fredericton, de geboorteplaats van Bliss Carman

 

Zie voor de schrijvers van de 30e mei ook mijn vorige blog van vandaag.

Elizabeth Alexander, Oscar van den Boogaard, Countee Cullen, Emmanuel Hiel, Martin Jankowski, Alfred Austin, Eddy Bruma, Henri François Rikken, Jan Geerts

e Amerikaanse dichteres en schrijfster Elizabeth Alexander werd geboren op 30 mei 1962 in New York. Zie ook alle tags voor Elizabeth Alexander op dit blog.

 

Minnesota Fats Describes His Youth

I’ve been eating
like a sultan
since I was two days old.

I had a mother
and three sisters
who worshipped me.

When I was two years old
they used to plop me
in a bed with a jillion

satin pillows
and spray me
with exotic perfumes

and lilac water,
and then
they would shoot me the grapes.

 

Narrative: Ali
a poem in twelve rounds

1.
My head so big
they had to pry
me out. I’m sorry
Bird (is what I call
my mother). Cassius
Marcellus Clay,
Muhammad Ali;
you can say
my name in any
language, any
continent: Ali.
2.
Two photographs
of Emmett Till,
born my year,
on my birthday.
One, he’s smiling,
happy, and the other one
is after. His mother
did the bold thing,
kept the casket open,
made the thousands look upon
his bulging eyes,
his twisted neck,
her lynched black boy.
I couldn’t sleep
for thinking,
Emmett Till.

One day I went
Down to the train tracks,
found some iron
shoe-shine rests
and planted them
between the ties
and waited
for a train to come,
and watched the train
derail, and ran,
and after that
I slept at night.

 


Elizabeth Alexander (New York, 30 mei 1962)

 

De Nederlandse schrijver Oscar van den Boogaard werd geboren in Harderwijk op 30 mei 1964. Zie ook alle tags voor Oscar van den Boogaard op dit blog.

Uit: Kindsoldaat

“Laten we beginnen bij de bron die om onverklaarbare redenen precies hier ontsprong – en niet ergens anders – midden tussen met eiken en beuken begroeide heuveltjes in het noorden van Nederlands- Limburg, in het moerassig gebied tussen de Maas en een hogergelegen rivierterras. De bron lag zo volmaakt ingebed tussen drie steenblokken dat haar ligging noodzakelijk leek.
De blokken die sterfelijke handen niet zouden kunnen verplaatsen, werden in de volksmond, dat wil zeggen door de dorpelingen die op het landgoed geen zaken hadden, cycloopstenen genoemd. In een ver verleden zou een eenogige reus ze vanuit de Alpen woedend weggeslingerd hebben. Andere waren bij de monding van de Geul in de buurt van Aken terechtgekomen, maar deze drie waren door een overschot aan toorn nog eens honderd kilometer verder geland in deze perfecte compositie rond het opborrelende water.
Het verontrustende aan het verhaal van eenoog is dat razernij de laatste hand heeft gelegd aan het paradijs, want zo zou je deze plek kunnen noemen. Herten, everzwijnen, eekhoorns, vogels en konijnen deelden de bron gebroederlijk met de bewoners van kasteel Metternich, die al honderden jaren hun flessen met het bronwater lieten vullen en er heilzame werking aan toekenden. Het was alsof zij behoorden tot dezelfde goddelijke natuur.
Omdat Metternich in het grensgebied tussen Nederland en Duitsland lag, beschikte het over een Limburgse en een Pruisische poort. In hun hart waren de bewoners, die pas sinds de Franse tijd officieel aan Nederlandse zijde woonden, evenzeer met het Duitse achterland verbonden.
Zo kon het gebeuren dat de Pruisische generaal Maximiliaan die vlak over de grens op een buitenplaats woonde, op een zomerse middag in 1884 toen hij op Metternich kwam jagen op goed geluk zijn dochter meenam om aan de enige zoon van de kasteelheer voor te stellen.
Terwijl ze zich in het koetsje over de dijk onder de steilrand door het moeras lieten rijden, lag haar vaders hand in Hermines ranke nek. Ze liet haar hoofd nog even zorgeloos achterover rusten, maar bij de grenspaal trok haar vader zijn hand weg.
Toen ze de Pruisische poort binnenreden en de hoektorens van Metternich in zicht kwamen, rechtte ze haar rug en bond haar haren samen.
‘Twee verwante zielen,’ merkte Arnold op toen zijn zoon Edmond en Hermine elkaar op het voorplein een hand gaven. Het klonk niet als een vaststelling maar als bevel.
‘Onze jongelui zijn veel te gevoelig voor de jacht,’ had Maximiliaan geconstateerd.
De vaders sloegen elkaar op de schouder en liepen met hun geweren in de aanslag de slotbrug over.”

 

 
Oscar van den Boogaard (Harderwijk, 30 mei 1964)

 

De Afro-Amerikaanse dichter Countee Cullen werd geboren als Countee LeRoy Porter op 30 mei 1903 in Louisville, Kentucy, of Baltimore. Zie ook alle tags voor Countee Cullen op dit blog.

 

She Of The Dancing Feet Sings

And what would I do in heaven pray,
Me with my dancing feet?
And limbs like apple boughs that sway
When the gusty rain winds beat.

And how would I thrive in a perfect place
Where dancing would be a sin,
With not a man to love my face,
Nor an arm to hold me in?

The seraphs and the cherubim
Would be too proud to bend,
To sing the faery tunes that brim
My heart from end to end.

The wistful angels down in hell
Will smile to see my face,
And understand, because they fell
From that all-perfect place.

 

Tableau

Locked arm in arm they cross the way
The black boy and the white,
The golden splendor of the day
The sable pride of night.

From lowered blinds the dark folk stare
And here the fair folk talk,
Indignant that these two should dare
In unison to walk.

Oblivious to look and word
They pass, and see no wonder
That lightning brilliant as a sword
Should blaze the path of thunder.

 


Countee Cullen (30 mei 1903 – 9 januari 1946)
Cover

 

De Vlaamse dichter en schrijver Emanuel Hiel werd geboren in Sint-Gillis-bij-Dendermonde op 30 mei 1834. Zie ook alle tags voor Emanuel Hiel op dit blog.

 

Kom, lieve mei

Kom lieve lente, tover
de bomen weder groen,
dan kan ik, onder ’t lover,
een wandelingske doen.

Laat weer aan ’t beekje groeien
de kleine violet,
ik zie zo geerne bloeien
wat zedig is en net.

’t Is waar, de winterdagen
verschaffen ook plezier,
men kan door ’t ijs dan jagen
in tomeloze zwier.

Maar de arme mensen strijden
zo fel met hongerpijn,
waar mijne broeders lijden
kan ik niet lustig zijn.

Doch ’t geen mij meest doet treuren
is Liza’s droefenis,
ze smacht naar ’t bloemengeuren
gelijk de snoek naar vis.

Nu zit zij op haar bankske
als ’t hoentje op zijn ei;
ik kus haar blozend wangske
en spreek haar van de mei.

De mei, die bloem en lover,
verspreidt door ’t kale land,
die als een vogelrover
zijn wondernetten spant,

die lokt met gulle zangen
en streelt met zoele wind,
om ’t jonge hert te vangen,
dat hij vol liefde vindt.

O, schone mei wil komen,
wil komen, schone mei!
dan kan mijn Liza dromen
zo zalig in de wei.

En breng ook met u mede
het honigzoet jolijt,
geluk, en spijs en vrede
voor al wie hier nog lijdt.

 

 
Emanuel Hiel (30 mei 1834 – 27 augustus 1899)
Cover

 

De Duitse dichter en schrijver Martin Jankowski werd op 29 mei 1965 in Greifswald geboren. Zie ook alle tags voor Martin Jankowski op dit blog.

Uit: Leck mich auf

“Ich gehe gern ins Kino. Aber nur alleine und in einen Film, der schon seit Wochen läuft, bevorzugt am Nachmittag.
Dann habe ich oft Glück und bin die einzige Zuschauerin. Heute sehe ich mir einen Liebesfilm mit Julia Roberts und Jude Law an.
Ich sitze in der letzten Reihe, ausgerüstet mit Popcorn und Cola, freue mich über die Ruhe. Die Werbung läuft, ich guck immer mal wieder zur Tür. Hoffentlich kommt keiner.
Es ist ein kleines Kino, acht Reihen. Billig, die Stühle haben hinten nicht mal n durchgängigen Rücken.
Da kommt einer rein, ein Junge, sicher zehn Jahre jünger als ich – zu alt, um meinen Mutterinstinkt zu wecken und zu jung, um begehrenswert zu sein.
Er ist klein, ein Weißer, mehr erkenne ich bei dieser Dunkelheit nicht.
Er geht in meine Richtung
Es sind ungefähr 42 andere Plätze frei, aber er wählt den direkt vor mir.
Ich bin entsetzt. Dass ich jetzt selber den Sitz wechsle, kommt nicht in Frage.
Er ist nicht groß genug und hat nicht einmal knisternde Chips dabei, trotzdem bin ich wütend – so eine Provokation kann ich mir nicht gefallen lassen.
Ich überlege schon, wie ich mich räche und kann mich nicht auf den Film konzentrieren. Julia Roberts und Jude
Law sind nicht mehr wichtig, Mister Blond und Jung vor mir ist es.
Ich starre auf seinen Rücken, dann sehe ich es und beiße mir auf die Lippen, um nicht laut loszulachen.
Er ist wohl einer von diesen Ich komme aus Hellersdorf, höre den ganzen Tag Eminem und kann genauso schnell sprechen wie Thomas D-Jugendlichen. Einer von denen, die weite Hosen tragen, die erst an den Kniekehlen beginnen. Ich kann es sehen, weil die Sitze in diesem Kino im unteren Teil der Rückenlehne eine größere Aussparung besitzen. Sei- ne Poritze ist jedenfalls sehr interessant. Poritze ist eindeu- tig untertrieben. Ich kann seinen Hintern bis zum After se- hen – gut, den After sehe ich nicht, da sind ja seine Backen davor. Aber was für Backen! So was krieg ich bei Männern in meinem Alter kaum mehr zu sehen.“

 

 
Martin Jankowski (Greifswald, 29 mei 1965)

 

De Engelse dichter Alfred Austin werd geboren in Headingley, Leeds, op 30 mei 1835. Zie ook alle tags voor Alfres Austin op dit blog.

 

A Country Nosegay

Where have you been through the long sweet hours
That follow the fragrant feet of June?
By the dells and the dingles gathering flowers,
Ere the dew of the dawn be sipped by noon.

And sooth each wilding that buds and blows
You seem to have found and clustered here,
Round the rustic sprays of the child-like rose
That smiles in one’s face till it stirs a tear.

The clambering vetch, and the meadow-sweet tall,
That nodded good-day as you sauntered past,
And the poppy flaunting atop of the wall,
Which, proud as glory, will fade as fast.

The campion bladders the children burst,
The bramble that clutches and won’t take nay,
And the pensive delicate foxgloves nursed
In woods that curtain from glare of day.

The prosperous elder that always smells
Of homely joys and the cares that bless,
And the woodbine’s waxen and honeyed cells,
A hive of the sweetest idleness.

And this wayside nosegay is all for me,
For me, the poet-the word sounds strong;-
Well, for him at least, whatever he be,
Who has loitered his morning away in song.

And though sweetest poems that ever were writ,
With the posy that up to my gaze you lift,
Seem void of music and poor of wit,
Yet I guess your meaning, and take your gift.

For ’tis true among fields and woods I sing,
Aloof from cities, and my poor strains
Were born, like the simple flowers you bring,
In English meadows and English lanes.

If e’er in my verse lurks tender thought,
‘Tis borrowed from cushat or blackbird’s throat;
If sweetness any, ’tis culled or caught
From boughs that blossom and clouds that float.

No rare exotics nor forced are these;
They budded in darkness and throve in storm;
They drank their colour from rain and breeze,
And from sun and season they took their form.

They peeped through the drift of the winter snows;
They waxed and waned with the waning moon;
Their music they stole from the deep-hushed rose,
And all the year round to them is June.

So let us exchange, nor ask who gains,
What each has saved from the morning hours:
Take, such as they are, my wilding strains,
And I will accept your wilding flowers.

 


Alfred Austin (30 mei 1835 – 2 juni 1913)
Cover

 

De Surinaamse jurist, schrijver en politicus Eduard Johan (Eddy) Bruma werd in Paramaribo geboren op 30 mei 1925. Zie ook alle tags voor Eddy Bruma op dit blog.

Uit: De fuik

“Zou ze nog iets zachter hebben gesproken dan had geen van hen haar kunnen verstaan. Een ogenblik zelfs dachten de beide mannen, die vlak bij haar stonden, dat Oom Safrie haar niet hoorde. Hij zoog zo heftig aan zijn pijp, twee, drie keer, zo dat de pijpekop wel een smokopatoe [ijzeren pot, waarin een vuurtje wordt gestookt om door de rook de muggen te verdrijven] leek. Toen draaide hij zich om en begon met langzame stappen de dam af te lopen. De anderen volgden hem; zo bewogen ze zich als zwarte geesten onder de kokospalm voort. Elk van hen diep in gedachten. Oom Safrie, begon de vrouw weer. Toen, terwijl hij zich omdraaide en aan zijn pijp zoog, zodat de gloed zijn oude gezicht verlichtte, zei ze snel: Oom, weet je wel, dat Joewan naar de stad wil? Ik en Lodie zijn ten einde raad! Als door een dolkmes getroffen stond Oom Safrie stil. Zijn pijp viel op de dam, maar hij verzette geen voet om hem op te rapen. Als een stenen beeld stond hij daar en het was of iemand hem de keel dichtkneep, toen hij vroeg: Joewan, zeg je? Joewan?
Ja, Oom Safrie, Joewan! Al dagen geleden wou ik het je zeggen, maar ik wist niet hoe. Joewan zegt, dat hij weg gaat. Hij is dit leven moe, Oom Safrie! Oom Safrie zuchtte. Hij had iets dergelijks al verwacht. Hij was er al lang bang voor geweest. Een jaar voor de droogte begon had er een soort spanning over Coronie gelegen. Op een dag was er een auto naar Coronie gekomen, die een stevig gebouwde stedeling naar de plantage had gebracht. Ze wisten niet wie het was, maar op een vroege morgen zat Oom Safrie op zijn eigen wagen en was onderweg naar Totness om aan het kanaal zijn watervaten te vullen, want net als alle andere Coronianen placht hij water uit het kanaal te halen om de kokoskoeken voor zijn varkens te kunnen weken en ’s morgens voor hij ging planten zijn olie te koken. Die dag stonden de watervaten bij hem op de wagen en ze denderden en slingerden maar heen en weer. Nog maar net was hij de oude kokosvelden van Djanie voorbij of hij zag een grote troep mensen op de weg staan. Nou, nou, dacht hij, terwijl hij de os aan zijn staart rukte om hem wat harder aan het lopen te krijgen. Nou, nou! Wat zouden die mensen daar moeten? Hoe komt het dat die dwazen al zo vroeg buiten zijn en daar nu als vlooien op de weg staan? Die negers zijn me toch ook rare mensen, kijk ze nu eens! Gestaag trok hij de leidsels aan toen hij zijn streekgenoten naderde.”

 

 
Eddy Bruma (30 mei 1925 – 6 november 2000)

 

De Surinaamse schrijver Henri François Rikken werd geboren in Paramaribo op 30 mei 1863. Zie ook alle tags voor Henri François Rikken op dit blog.

Uit: Ma Kankantrie

‘Misgeene heeft de kamp tegen Falsi Lobi aanvaard’, ziedaar het grote nieuws, dat de bewoners van Paramaribo in januari 1800 in beweging bracht. Indien wij zeggen ‘de bewoners van Paramaribo’ dan is deze uitdrukking in zoverre juist, dat zij de slavenbevolking, immers verreweg het grootste gedeelte der stadsbewoners, betreft.
‘Mi sisa’, riepen de slavinnen elkaar uitgelaten van vreugde op straat toe, ‘heb je ’t al gehoord, Misgeene heeft ’t tegen Falsi Lobi opgenomen. Dat zal me eens wat worden! Mijn benen beginnen mij nu al te jeuken!’ Bij deze laatste woorden maakten zij dansende een paar passen, draaiden lustig enige keren in ’t rond en vervolgden weer opgewekt hun weg, terwijl zij het blijde nieuws aan allen, die zij tegenkwamen, met luidruchtige blijdschap mededeelden. Het rumoerigst echter werd dit grote nieuws verbreid en besproken op de Oude Oranjetuin, waar niet alleen de slavenmarkt gehouden, maar ook allerlei levensmiddelen ten verkoop werden aangeboden. Dit fraaie plein, dat een regelmatig vierkant vormde, was met oranjebomen beplant en ter weerszijden met nette huizen bezet. Van de kant der Heerenstraat uit gezien had men, iets verder dan waar thans de Hervormde kerk staat, het stadhuis of zoals ’t in de wandeling genoemd werd: het Hof. Het behoorde tot de oudste gebouwen der stad en mocht eveneens onder de aanzienlijkste en grootste van Paramaribo gerekend worden. Het was een groot langwerpig vierkant met twee verdiepingen, dat hoog van de grond geheel uit zware ‘klipstenen’ was opgetrokken, terwijl de ‘gevels van Mopstenen opgemetseld’ waren en het met singels gedekt was. Volgens Stedman bezat het bovendien een spitse toren met een uurwerk. In het bovengedeelte werden de godsdienstoefeningen der Hervormde kerk gehouden en het benedengedeelte diende tot vergaderzaal van het ‘Hof van Politie en Criminele Justitie’, meer algemeen echter het ‘Rode Hof’ genoemd naar de rode kostuums der rechters.”

 

 
Henri François Rikken (30 mei 1863 – 17 mei 1908)
Cover

 

Onafhankelijk van geboortedata:

De Vlaamse dichter Jan Geerts werd geboren in Hoogstraten in 1972. Zie ook alle tags voor Jan Geerts op dit blog.

 

Vergeet

me en vind me jaren later terug
vouw me open als was mijn huid
van papier en de stad van je nachten
lees wat je kwijt raakte, wat achterbleef
in de binnenzak van een oude jas
terwijl onder een brug de regen
wacht op de laatste bus en op de tijd
die ons ontbrak en weer samenveegt
als een hand de kruimels van de tafel
maak me weer onmisbaar, geen leven
zonder en de wetenschap dat alles blijft
zoals het voorbijgaat, nauwelijks nog
aanraakbaar en spaar met je vinger
op mijn lippen de woorden die je wil
horen, besta mij opnieuw op de stoep
die ons tekent tussen stad en tijd
loop me tegen het lijf om de hoek
van het vergeten en spreek
me tegen als ik het niet ben

 


Jan Geerts (Hoogstraten, 1972)
Cover

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 30e mei ook mijn blog van 30 mei 2017 en ook mijn blog van 30 mei 2015.

Summer in the City, 1949 (Ernest Farrés)

 

Dolce far niente

 

 
Summer in the City door Edward Hopper, 1949

 

Summer in the City, 1949

The man is looking for trouble,
thrills, sublime ecstasies, places
devoid of folklore, deals,
calculated approximations, objects
of desire that hold
your attention and help you
keep your cool, the latest rage
at your fingertips, binges,
infatuations, sexual icons,
irrefutable proofs, joyrides, advice
within parentheses, green lights, comfy shoes,
forms of expression that presume
supremacy, free tickets to the game,
ways of killing time that are reckless and frenzied,
the upper hand before bellyaching, straight
answers. The woman, however, is looking for love.

 

Vertaald door Lawrence Venuti

 

 
Ernest Farrés (Igualada, 21 juli 1967)
Igualada, de geboorteplaats van Ernest Farrés, tijdens een ballonfestival

 

Zie voor de schrijvers van de 29e mei ook mijn vorige blog van vandaag.