Pablo Neruda, Carla Bogaards, Stefan George

De Chileense dichter Pablo Neruda (eig. Ricardo Eliecer Neftalí Reyes Basoalto) werd geboren in Parral op 12 juli 1904. Zie ook alle tags voor Pablo Neruda op dit blog.

 

Uit: Honderd liefdessonnetten

XCIV

Als ik sterf, overleef me met zo’n zuivere kracht
dat je de woede wekt van de flauwte en de koude,
verhef naar wijd en zijd je onuitwisbare blikken,
speel met je gitaarmond van ’s ochtends tot ’s avonds.

Ik wil niet dat je lach en je stappen aarzelen,
ik wil niet dat mijn blije nalatenschap sterft,
klop niet aan mijn hart, ik zal er niet zijn.
Leef in mijn afwezigheid als in een huis.

De afwezigheid is een huis zo onmetelijk,
dat je er dwars door de muren zult binnenkomen
en de kaders in de lucht zult ophangen.

De afwezigheid is een huis zo transparant,
dat ik, zelf levenloos, jou zal zien leven
en als je lijdt, liefste, opnieuw zal sterven.

 

XX

Lelijk lief, je bent een verwaaide kastanje,
Mooi lief, je bent zo mooi als de wind,
Lelijk lief, je hebt een mond als twee monden,
Mooi lief, je zoenen zijn koel als watermeloenen.

Lelijk lief, waar heb je je borsten verborgen?
Ze zijn zo miniem als twee maatjes koren.
Ik had op je borst graag twee manen zien rijzen:
De reusachtige torens van je heerschappij

Lelijk lief, de zee biedt je nagels niet te koop,
Mooi lief, bloem na bloem, ster om ster,
Golf om golf, liefste, ik heb je lichaam geteld:

Lelijk lief, ik heb je lief om je gouden taille,
Mooi lief, ik heb je lief om een frons op je voorhoofd,
Liefste, ik heb je lief om donker en om licht.

 

Vertaald door Willy Spillebeen

 

Tie Your Heart at Night to Mine

Tie your heart at night to mine, love,
and both will defeat the darkness
like twin drums beating in the forest
against the heavy wall of wet leaves.

Night crossing: black coal of dream
that cuts the thread of earthly orbs
with the punctuality of a headlong train
that pulls cold stone and shadow endlessly.

Love, because of it, tie me to a purer movement,
to the grip on life that beats in your breast,
with the wings of a submerged swan,

So that our dream might reply
to the sky’s questioning stars
with one key, one door closed to shadow.

 

Vertaald door A. S. Kline

 

Pablo Neruda (12 juli 1904 – 23 september 1973)
Standbeeld in Valparaiso
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Bruno Schulz, Driek van Wissen, Peter Edel, Ludwig Rubiner

De Poolse schrijver, schilder en graficus Bruno Schulz werd geboren op12 juli 1892 in Drohobycz, in Galicië. Zie ook alle tags voor Bruno Schulz op dit blog.

Uit: Das Sanatorium zur Sanduhr (Vertaald door Doreen Daume)

»Sie wollen sich für die erste Klasse anmelden, Herr Rat?« fragte er. »Das ist sehr löblich und anerkennenswert. Wenn ich recht verstehe, dann wollen Sie Ihre Edukation von Grund auf wieder rekonstruieren. Ich sage immer wieder: Grammatik und Einmaleins, das sind die Fundamente jeder Ausbildung. Natürlich können wir Sie, Herr Rat, nicht genauso behandeln wie einen Schüler, der den schulischen Zwängen unterliegt. Eher schon wie einen Hospitanten, einen Veteranen des Alphabets, der gewissermaßen, nach langem Vagabundieren, noch einmal in der Schulbank gelandet ist. Der sein angeschlagenes Schiff sozusagen in diesen Hafen gelenkt hat.
Ja, ja, Herr Rat, es gibt nicht viele, die uns solche Dankbarkeit erweisen, die unsere Verdienste anerkennen und nach lebenslanger Arbeit, nach lebenslangen Mühen zu uns zurückkommen und sich hier für immer niederlassen, als freiwilliger und lebenslanger Repetent. Sie, Herr Rat, werden hier im Zuge einer Ausnahmeregelung sein. Ich habe immer gesagt …«
»Entschuldigen Sie«, unterbrach ich ihn, »aber ich möchte dazu nur kurz sagen: Was Ausnahmeregelungen betrifft, so werde ich ganz auf diese verzichten … ich wünsche keine Privilegierung. Ganz im Gegenteil … ich möchte mich durch nichts unterscheiden, ja mir liegt daran, mich einzufügen, in der grauen Masse der Klassen unterzugehen. Mein ganzes Trachten hätte sein Ziel verfehlt, wenn ich bei irgend etwas im Vergleich zu den anderen privilegiert behandelt werden würde. Selbst wenn es um körperliche Züchtigung geht«, hier hob ich den Finger, »erkenne ich zur Gänze ihre erlösende und moralisch erbauende Wirkung an – ich möchte mir ausdrücklich verbitten, daß in dieser Hinsicht für mich irgendwelche Ausnahmen gemacht werden.”

 

Bruno Schulz (12 juli 1892 – 19 november 1942)
Zelfportret

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Max Jacob, Henry David Thoreau, Hermann Conradi, Hans Koning, Willem Abma

De Franse dichter en schrijver Max Jacob werd op 12 juli 1876 geboren in Quimper. Zie ook alle tags voor Max Jacob op dit blog.

Poème

Quand le bateau fut arrivé aux îles de l’Océan Indien, on s’aperçut qu’on n’avait pas de cartes. Il fallut descendre. Ce fut alors qu’on connut qui était à bord: il y avait cet homme sanguinaire qui donne du tabac à sa femme et le lui reprend. Les îles étaient semées partout. En haut de la falaise, on aperçut à de petits nègres avec des chapeaux melon: “Ils auront peut-être des cartes.” Nous prîmes le chemin de la falaise: c’était une échelle de corde; le long de l’échelle, il y avait peut-être des cartes! des cartes même japonaises! Nous montions toujours. Enfin, quand il n’y eut plus d’échelons (des cancres en ivoire quelque part), il fallut monter avec les poignets. Mon frère l’Africain s’en acquitta très bien, quant à moi, je découvris des échelons où il n’y en avait pas. Arrivés en haut, nous sommes sur un mur; mon frère saute. Moi, je suis à la fenêtre! Jamais je ne pourrai me décider à sauter: c’est un mur de planches rouges. “Fais le tour”, me crie mon frère l’Africain. Il n’y a plus ni étages, ni passagers, ni bateau, ni petit nègre: il y a le tour qu’il faut faire. Quel tour! c’est décourageant.

Die Bettlerin von Neapel

Als ich in Neapel lebte, stand an der Tür meines Palastes eine Bettlerin, der ich stets vor dem Einsteigen in den Wagen Kleingeld zuwarf. Erstaunt, weil nie ein Dank kam, schaute ich die Bettlerin eines Tages an. Als ich sie so betrachtete, sah ich, daß das, was ich für eine Bettlerin gehalten hatte, ein grün angestrichener Holzkasten war, der rote Erde und einige halb verfaulte Bananen enthielt.


Vertaald door
Johannes Beilharz

 

Max Jacob (12 juli 1876 – 5 maart 1944)
Portret door Picasso, 1907
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Pai Hsien-yung, Helmut Krausser, Giuseppe Bonaviri, Herman de Man, Kurt Klinger, Henri Coulonges

De Taiwanees-Amerikaanse schrijver Pai Hsien-yung werd geboren op 11 juli 1937 in Guilin, Guangxi in China. Zie ook alle tags voor Pai Hsien-yung oo dit blog.

Uit: Crystal Boys (Vertaald door Howard Goldblatt)

„Little Jade, Mousey, and Wu Min were sitting around the table eating and arguing about something. The sight of the food reminded me that I was hungry. Might as well eat something before going to the hospital.When Little Jade saw me he pointed and laughed:
“Here comes another one! What’ll we call him? How about a carp fairy!”
Mousey and Wu Min laughed.
“What the hell is that supposed to mean?” I sat down and slid Little Jade’s bowl and chopsticks over. I quickly shoveled some rice into my mouth. “I think you’re a fox fairy!”
Mousey jumped up and pointed at Little Jade.
“See there, Wu Min and I said you were a fox fairy, but you didn’t believe us. Now it’s unanimous!”
“Okay, okay, then I’m a fox fairy,” Little Jade said as he thumped his chest. “You’re a rat fairy.
And you,” he pointed at Wu Min, “you’re a rabbit fairy.” Then he turned to me. “You’re a carp fairy, the chief’s an old tortoise fairy, and A-xiong’s a gorilla fairy . . . so our ‘den of fairies’ has one of every kind.
Tonight if people come over to gawk at the fairies, we’ll sell tickets at a hundred yuan apiece. If they look too long it’ll be another hundred. That way we won’t have to sell booze to stay in business.” Little Jade snatched Mousey’s chopsticks out of his hand, banged them against the side of his bowl, and sang the children’s song “Two Little Tigers” with new words:

Four little fairies
Four little fairies
All the same height
All the same height
This one has no pecker
That one has no nuts
Isn’t that wonderful
Isn’t that wonderful

We laughed like crazy and joined in the next chorus of our “Fairy Song.”

 


Pai Hsien-yung (Guilin, 11 juli 1937)

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Ronald M. Schernikau, Marjan Berk, Luis de Góngora, Léon Bloy, Johanna Schouten-Elsenhout, Richard Beer-Hofmann, Jean-François Marmontel

De Duitse dichter en schrijver Ronald M. Schernikau werd geboren op 11 juli 1960 in Magdeburg. Zie ook alle tags voor Ronald M. Schernikau op dit blog.

Uit: Kleinstadtmovelle

“denn natürlich ist b. schwul. er geht mit den mädchen auf den schulhof, sieht sich um, grüßt, bleibt stehen und ist schwul. meine damen und herren, sie hören jetzt die sendung: ein homosexueller ist immer verdächtig, johanna müller berichtet über vorurteile gegen eine minderheit. welche vorurteile wir gegen homosexuelle haben und wie die damit umgehen, das soll in dieser sendung verhandelt werden. die originaltöne sind so entstanden: fünf homosexuelle männer haben sich interviews mit zwei heterosexuellen männern angehört und sind anschließend auf einige aussagen eingegangen. b.s bekanntenkreis ist groß, er gerät durch eine männergruppe in ein rundfunkstudio des örtlichen dritten programms mit eindrucksvoller toilette, in der man tanzen kann: mal sehen, ob ich auf die damen? oder die herrentoilette gehe!, verkündet er, ein lacherfolg, er flirtet mit dem leitenden redakteur, der germanistische kolumnen im stern schreibt und ihnen, zitat, mit warmherziger sympathie zugehört hat, wie er nach der aufnahme versichert. sie sitzen in der kantine des funkhauses, und b. langweilt das tuscheln der anderen: hast du den?, guck mal der!, ist das nicht?, weil er keinen von denen kennt. auf der fahrt hierher hat er martina getroffen und es ihr in wagemutiger stimmung erzählt: also, da wird ne sendung gemacht, fünf schwule in nem studio, und wieso dann du?, ganz einfach, achso. und sie wird vor dem radio sitzen wie alle aus der schule, und es wird bekannt sein danach. und wenn einer sagt, ich tue nichts gegen das bekanntwerden meiner homosexualität aber auch nichts dafür, dann ist das zu einfach. vielleicht ist das bewußte tragen des rosa winkels, der kennzeichen der schwulen in kzs war, die nur komische überschätzung der eigenen isolation, aber es gibt diffamierung in jeder form.”

 

Ronald M. Schernikau (11 juli 1960 – 20 oktober 1991)

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Marcel Proust, Salvador Espriu, Hermann Burger, Gerhard L. Durlacher

De Franse schrijver Marcel Proust werd geboren in Auteuil op 10 juli 1871. Zie ook alle tags voor Marcel Proust op dit blog.

Uit: Op zoek naar de verloren tijd, De kant van Swann (Vertaald door Thérèse Cornips)

„In mijn oren gonsde het van de geur van de meidoorn. De haag leek op een lange rij kapellen die onder een dikke laag op het altaar gestrooide bloemen verdwenen; daaronder tekende de zon op de grond en scherp traliewerk, alsof haar licht door een kerkram viel: de geur breidde zich net zo olieachtig en vol, alsof het een vaste vorm geworden was uit, als toen ik voor het altaar van de Heilige Maagd stond en de net zo opgeschikte bloemen droegen elk op dezelfde nonchalante wijze hun glinsterende meeldraden, fijne stervormige ribben in laat-gotische stijl zoals in de kerk de ajouren balustrade van de galerij of de stijlen van de gebrandschilderde ramen en die hier ontloken in de witte zinnelijkheid van bloeiende aardbeien. […]
Maar ik kon nog zo lang voor de meidoorns blijven staan om mij door hen te laten bezielen , hun een plaats geven in mijn geest die er niets mee wist te beginnen, hun onzichtbare onveranderlijke geur te verliezen en weer terugvinden, mij één voelen met hun ritme dat hun bloemen, hier en daar, met een jeugdige opgewektheid en op onverwachte afstanden zoals bepaalde muzikale intervallen, vormden, ze boden me tot in ’t oneindige dezelfde charme met een onuitputtelijke overvloed, maar zonder dat ik dieper in hen kon doordringen, zoals er bepaalde melodieën zijn, die men honderdmaal achtereen speelt zonder ook maar iets meer achter hun geheim te komen.“

(…)

‘Je houdt toch zo veel van meidoorns, kijk dan eens naar deze met roze bloemen; wat is die mooi! ‘ Inderdaad was het een meidoorn, maar dan roze, nog mooier dan de witte. Ook deze was voor een feest versierd – voor een van die echte feesten wat alleen kerkelijke feesten kunnen zijn, omdat ze immers niet zoals de wereldlijke door een gril van het toeval aan een of andere willekeurige dag geplakt worden, die er niet speciaal toe voorbestemd is en die niet iets essentieel feestelijks heeft- maar nog rijker, want de bloemen die zo dicht op elkaar aan de takken zaten dat ze, zoals de pompons rondom een rococo herdersstaf, geen plaats onversierd lieten, waren ‘in kleur’

 

Marcel Proust (10 juli 1871 – 18 november 1922)

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Alice Munro, Jürgen Becker, Nicolás Guillén, Kurt Bartsch

De Canadese schrijfster Alice Munro werd geboren op 10 juli 1931 in Wingham, Ontario. Zie ook alle tags voor Alice Munro op dit blog.

Uit: Too Much Happiness

„On the first day of January, in the year 1891, a small woman and a large man are walking in the Old Cemetery, in Genoa. Both of them are around forty years old. The woman has a childishly large head, with a thicket of dark curls, and her expression is eager, faintly pleading. Her face has begun to look worn. The man is immense. He weighs 285 pounds, distributed over a large frame, and being Russian, he is often referred to as a bear, also as a Cossack. At present he is crouching over tombstones and writing in his notebook, collecting inscriptions and puzzling over abbreviations not immediately clear to him, though he speaks Russian, French, English, Italian and has an understanding of classical and medieval Latin. His knowledge is as expansive as his physique, and though his speciality is governmental law, he is capable of lecturing on the growth of contemporary political institutions in America, the peculiarities of society in Russia and the West, and the laws and practices of ancient empires. But he is not a pedant. He is witty and popular, at ease on various levels, and able to live a most comfortable life, due to his properties near Kharkov. He has, however, been forbidden to hold an academic post in Russia, because of being a Liberal.
His name suits him. Maksim. Maksim Maksimovich Kovalevsky.
The woman with him is also a Kovalevsky. She was married to a distant cousin of his, but is now a widow.
She speaks to him teasingly.
“You know that one of us will die,” she says. “One of us will die this year.”
Only half listening, he asks her, Why is that?
“Because we have gone walking in a graveyard on the first day of the New Year.”
“Indeed.”
“There are still a few things you don’t know,” she says in her pert but anxious way. “I knew that beforeI was eight years old.”
“Girls spend more time with kitchen maids and boys in the stables—I suppose that is why.”
“Boys in the stables do not hear about death?”
“Not so much. Concentration is on other things.”
There is snow that day but it is soft. They leave melted, black footprints where they’ve walked.“

 

Alice Munro (Wingham, 10 juli 1931)

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Paul Wühr, Aphra Behn-Johnson, Frederick Marryat, Günther Weisenborn

De Duitse dichter en schrijver Paul Wühr werd geboren op 10 juli 1927 in München. Zie ook alle tags voor Paul Wühr op dit blog.

 

NICHT

einmal will ich dich anders
als du bist sagt sie ich

will so weit mit mir in dir
eine Andere sein bis

ich am anderen Ende von mir
du sein werde was wird

aus dir werden willst du so weit
mit mir in mir dieser

Andere sein bis du am anderen
Ende von dir ich sein wirst

 

WO

sag mir höre ich auf in Hinsicht
auf dich das Andere

zu sein bis zu dir bin ich
gegenüberin dir

bin ich ganz Mann als eine
ganze Frau stell

dir vor uns hat noch nichts
geschieden von einem

Ende zum anderen Ende werden
wir immer das Andere

werden von dem wir das Eine
gar nicht sein müssen

ich sagt sie mit mir anfange
würdest du

nicht etwa aufhören der Mann
zu sein wenn

du enden könntest in mir
immer mit

dir zusammen bist du am
Ende von dir

was ich von Anfang an bin

 

Paul Wühr (München, 10 juli 1927)
Hier met de literatuurwetenschapper Jörg Drews (links)

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Gerard Walschap, Hans Arnfrid Astel, June Jordan, Mervyn Peake, Jan Neruda

De Vlaamse schrijver Gerard Walschap werd geboren op 9 juli 1898 in Londerzeel. Zie ook alle tags voor Gerard Walschap op dit blog.

Uit: Belijdenis

„Heer, alles wat Gij mij liet aandoen door uw tuig, de menschen, en door uw dienaars, de duivelen, is mij ten goede geworden.

Gisteren was het een donkerblauwe avond waarin ik lang gewerkt heb tot het nachtte en ik moe was. Heer, Gij weet hoe moe. Ik doofde mijn licht en stond aan het raam. Ik zag de rustige benedictie van uw weidschen nacht hangen over de dwaze stad die maar niet stil kan worden (alsof onder de rust van uwe nachten haar geweten nog maar pijnlijkst knaagt). En ik dacht hoe soeverein van vrede die nacht wel staan moest over ’t stille dorpke waar mijn gelieven wonen. Vooral dacht ik, Heer, hoe die nacht wel zijn moest nog veel vender, waar zij toen rustte en sliep die ik zeer liefheb.

Het was of ik sinds lang niet meer gebeden had, niet meer gesproken met U. Nu waart Gij opeens mij nabij in de sereenheid van uw koele nachten en het peiselijk licht dat vloeit uit uw goudene sterren. Alsof ik weer, gelijk in dagen van afzondering, voelbaar uw milde handen kon drukken, werd mijn hart opeens van alle weelde warm, en ik leunde moe, met schouder en hoofd, tegen de raamkozijnen, alsof ik aanleunde tegen uw schouder en kon fluisteren aan uw oor veel innigs uit mijn ziel dat ik zelden kan zeggen: mijn eenzaamheid, Heer, en veel snikkend verlangen. Gij zult nog weten dat ik toen vroeg dien nacht zacht te maken en vol zoete vertroosting voor mijn gelieven hier en ginder in het lieve landeke, Vlaanderen, en voor de geliefde gansch bizonder.

Toen stond ik rustiger tegen het raamkozijn. De stad werd niet stil. Rilde rees op de lucht ’t zwartkanten silhouet der kathedraal. In verveling, maar met deernis, bleven de straatlantarens waken, omdat anders de stad met haar slecht geweten te bang zou worden.

Ik heb u bedankt voor de rust die in mij was en omdat Gij mijn avondlange eenzaamheden verlucht met intieme verblijdenissen. Ik heb u nogmaals beloofd wat ik U dikwijls toezeg, vooral als ik moe ben, dat ik me wil afsloven voor U en voor haar.“

 

Gerard Walschap (9 juli 1898 – 25 oktober 1989)

In 1952

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Peter Märthesheimer, Ann Radcliffe, John Heath-Stubbs, Jean Cassou

De Duitse schrijver, draaiboekauteur en producent Peter Märthesheimer werd geboren op 9 juli 1937 in Kiel. Zie ook alle tags voor Peter Märthesheimer op dit blog.

Uit: Das forschende Kind

„Ende 1969 traf ich Fassbinder zum ersten Mal. Ich war damals Dramaturg beim Westdeutschen Rundfunk und hatte eine Fernsehserie über eine Arbeiterfamilie im Kopf. Dass ich sie im Kopf hatte und nirgend anderswo, war zugleich auch mein Problem: mein Kopf war ein Soziologenkopf, und der konnte mir nur allzu genau beweisen, dass das, was ich vorhatte, nicht zu machen war. Was ich vorhatte, war quasi die Verfilmung einer Kategorie von Ernst Bloch, Der aufrechte Gang nämlich. Nur war offensichtlich, dass die proletarische Wirklichkeit durch das buchstäbliche Gegenteil dieser Maxime gekennzeichnet war: eine düstere, graue, kraftlose, perspektivlose Wirklichkeit, eingezäunt von Tarifverträgen, Arbeitszeitabkommen, Überstundenregelungen, verwaltet von Gewerkschaften, Betriebsräten und Ortskrankenkassen – da war weit und breit kein autonom handelndes Subjekt zu finden, wie ich es mir für eine solche Serie gewünscht hätte, sondern nur passiv reagierende Objekte, über diehinweg der Alltag sich widerstandslos vollzog. Die schlechten Verhältnisse durch einen Film aber einfach noch einmal zu verdoppeln, wollte ich nicht, also war ich drauf und dran, mein Projekt zu begraben. Da sah ich Katzelmacher und schickte spontan mein gesammeltes Elendsmaterial an dessen Regisseur: wenn schon, könnte der vielleicht Rat wissen, denn sein Film, der zwar auch von der schlechten Realität handelte, hatte mich wenigstens wütend auf die Realität gemacht. Und sein Handwerk schien der junge Mann, der mir bisher hauptsächlich auf Illustriertenfotos aufgefallen war, auf denen er gelangweilt neben gerade schrottreif gefahrenen Sportwagen posierte, ja auch halbwegs zu beherrschen.“

Peter Märthesheimer (9 juli 1937 – 18 juni 2004)
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