Ovidius, Friedrich Hölderlin, Henrik Ibsen, David Malouf, Christoph Ransmayr, Henning Heske, Jens Petersen, Gerard Malanga, Touré

De Romeinse dichter Publius Ovidius Naso werd geboren op 20 maart 43 v. Chr. uit een welgestelde ridderfamilie te Sulmo, nu het stadje Sulmona. Zie ook mijn blog van 20 maart 2007.

 

Uit: Metamorphoses

Orpheus en Euridyce

 

Van Kreta vloog hij, krokusgeel gesluierd, door het luchtruim
en haastte zich – hij, Hymenaeus, huwelijksgod – naar ‘t land
der Thraciërs. Voor niets, helaas! Orpheus had hem geroepen
en daarom kwam hij, maar hij liet geen plechtig bruiloftslied,
geen vrolijke gezichten toe, geen enkel voorspoedteken [5]
en zelfs de fakkel die hij droeg deed niets dan sissen met
veel rook, tot tranen toe; zwaaien hielp niets, hij wou niet vlammen –
een droevig teken met nog droever afloop. Want terwijl
de jonge bruid zich met haar nimfenschaar in ’t gras vermeide,
liep ze een gifbeet van een slang op, in haar hiel, en stierf. [10]

De zanger van het Thracisch bergland heeft eerst tot de goden
geklaagd; toen, om ook hulp te zoeken in het dodenrijk,
waagde hij zich bij Taenarum de poort door, naar de Styx
en liep tussen de lichaamloze langbegraven schimmen
tot vóór Persephone met naast haar de gebieder over [15]
het somber rijk des doods. Zich begeleidend op zijn lier
zong hij hen toe: “Ach, goden van de onderaardse wereld,
waar iedereen die sterflijk is zijn eindbestemming vindt –
als u mij toestaat zonder omhaal en vertoon van woorden
waarheid te spreken… Nee, ik ben hier niet gekomen om [20]
de donkere Tartarus te zien, niet om de drie behaarde
slangehondkoppen van de Cerberus te ketenen;
mijn komst betreft mijn vrouw: nadat zij op een slang getrapt had,
beet deze haar zijn gif in en ontnam haar levensbloei.

 

 

Vertaald door  M. d’Hane-Scheltema

ovidius

Ovidius (20 maart 43 v. Chr. – 17 na Chr.)

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Christian Friedrich Hölderlin werd geboren op 20 maart 1770 in Lauffen am Neckar in het Hertogdom Württemberg. Zie ook mijn blog van 20 maart 2007.

Uit: Hyperion

Hyperion an Bellarmin

Der liebe Vaterlandsboden gibt mir wieder Freude und Leid.

Ich bin jetzt alle Morgen auf den Höhn des Korinthischen Isthmus, und, wie die Biene unter Blumen, fliegt meine Seele oft hin und her zwischen den Meeren, die zur Rechten und zur Linken meinen glühenden Bergen die Füße kühlen.

Besonders der Eine der beeden Meerbusen hätte mich freuen sollen, wär ich ein Jahrtausend früher hier gestanden.

Wie ein siegender Halbgott, wallte da zwischen der herrlichen Wildnis des Helikon und Parnaß, wo das Morgenrot um hundert überschneite Gipfel spielt, und zwischen der paradiesischen Ebene von Sicyon der glänzende Meerbusen herein, gegen die Stadt der Freude, das jugendliche Korinth, und schüttete den erbeuteten Reichtum aller Zonen vor seiner Lieblingin aus.

Aber was soll mir das? Das Geschrei des Jakals, der unter den Steinhaufen des Altertums sein wildes Grablied singt, schröckt ja aus meinen Träumen mich auf.

Wohl dem Manne, dem ein blühend Vaterland das Herz erfreut und stärkt! Mir ist, als würd ich in den Sumpf geworfen, als schlüge man den Sargdeckel über mir zu, wenn einer an das meinige mich mahnt, und wenn mich einer einen Griechen nennt, so wird mir immer, als schnürt’ er mit dem Halsband eines Hundes mir die Kehle zu.

Und siehe, mein Bellarmin! wenn manchmal mir so ein Wort entfuhr, wohl auch im Zorne mir eine Träne ins Auge trat, so kamen dann die weisen Herren, die unter euch Deutschen so gerne spuken, die Elenden, denen ein leidend Gemüt so gerade recht ist, ihre Sprüche anzubringen, die taten dann sich gütlich, ließen sich beigehn, mir zu sagen: klage nicht, handle!

O hätt ich doch nie gehandelt! um wie manche Hoffnung wär ich reicher! –

Ja, vergiß nur, daß es Menschen gibt, darbendes, angefochtenes, tausendfach geärgertes Herz! und kehre wieder dahin, wo du ausgingst, in die Arme der Natur, der wandellosen, stillen und schönen.

 

holdelinPor

Friedrich Hölderlin (20 maart 1770 – 7 juni 1843)

 

De Noorse toneelschrijver en dichter Henrik Johan Ibsen werd geboren op 20 maart 1828. Zie ook mijn blog van 20 maart 2007.

Uit: G e s p e n s t e r (Vertaald door M. von Borch)

“E i n  g e r ä u m i g e s  G a r t e n z i m m e r

mit einer Thür auf der linken Seitenwand und zwei Thüren auf der rechten Wand. In der Mitte des Zimmers ein runder Tisch, um diesen Stühle; auf dem Tische liegen Bücher, Zeitschriften und Zeitungen. Im Vordergrunde links ein Fenster, an diesem ein kleines Sopha, vor dem ein Nähtisch steht. Den Hintergrund bildet ein offenes, schmäleres Blumenzimmer, das nach außen durch Glaswände mit großen Scheiben abgeschlossen wird. Auf der rechten Seitenwand des Blumenzimmers befindet sich eine Thür, die zum Garten hinunter führt. Durch die Glaswände unterscheidet man eine düstere Fjordlandschaft, welche durch einen gleichmäßigen Regen verschleiert wird.

 

=Tischler Engstrand= steht oben an der Gartenthür. Sein linkes Bein ist

etwas krumm; unter der Stiefelsohle hat er einen Holzklotz. =Regine= mit

einer leeren Blumenspritze in der Hand hindert ihn am Näherkommen.

 

=Regine= (mit gedämpfter Stimme). Was willst du? Rühr’ dich nicht von

der Stelle. Du triefst ja von Regen.

 

=Engstrand.= Das ist ja der Regen unseres H e r r g o t t s, mein Kind.

 

=Regine.= Des Teufels Regen ist es.

 

=Engstrand.= Wie du doch sprichst, Regine. (Hinkt ein paar Schritte

weiter ins Zimmer hinein.) Ja, d a s war es, was ich sagen wollte — —

 

=Regine.= Stoß nicht so mit dem Fuße auf, Mensch! Der junge Herr liegt

oben und schläft.

 

=Engstrand.= Jetzt liegt er und schläft? Am helllichten Tage?“

 

HenrikIbsen

Henrik Johan Ibsen (20 maart 1828 – 23 mei 1906)

 

De Australische schrijver David Malouf werd geboren op 20 maart 1934 in Brisbane. Zie ook mijn blog van 20 maart 2007.

Uit: Dream Stuff

 

At Schindler’s Jack woke early. The sound of the sea would find its way into his sleep. The little waves of the bay, washing in and receding, dragging the shell-grit after them, would hush his body to their rhythm and carry him back to shallows where he was rolled in salt. It was his own sweat springing warm where the sun struck the glass of his sleepout, which was so much hotter than the rest of the house that he might, in sleep, have drifted twenty degrees north into the tropics where the war was: to Borneo, Malaya, Thailand. He would throw off even the top sheet then to bake in it, till it was too hot, too hot altogether, and he would get up, go down barefoot to pee in a damp place under one of the banana trees and take a bit of a walk round the garden. Until Dolfie, the youngest of the Schindlers, came out bad-tempered and sleepy-eyed to chop wood, he had the garden’s long half-acre to himself.
There was a pool at Schindler’s. In the old days Jack and his father had swum there each morning. Jack would cling to the edge and kick, while his father, high up on the matted board, would leap, jackknife in the air, hang a moment as if he had miraculously discovered the gift of flight, then plummet and disappear. Then, just when Jack thought he was gone altogether, there would be a splash and he would reappear, head streaming, a performance that gave Jack, after the long wait in which his own breath too was held, a shock of delighted surprise that never lost its appeal.
Schindler’s was a boarding house down the ‘Bay’ at Scarborough. They went there every holidays.
The pool these days was empty, closed, like so much else, for the ‘duration’. But Jack, who this year would have been old enough to use the board, liked each morning to walk out to the end and test its spring. Toes curled, arms raised, beautifully balanced between the two blues, the cloudless blue of the early-morning sky and the painted one that was its ideal reflection, he would reach for what he remembered of his father’s stance up there, grip the edge, strain skywards with his fingertips, push his ribcage out till the skin felt paper-thin, and hang there, poised.
He had got this part of it perfect. For the rest he would have to be patient and wait.”

 

malouf

David Malouf (Brisbane, 20 maart 1934)

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Christoph Ransmayr werd geboren op 20 maart 1954 in Wels. Zie ook mijn blog van 20 maart 2007.

Uit: Der Fliegende Berg (fragment)

 

Ich starb

6840 Meter über dem Meeresspiegel

am vierten Mai im Jahr des Pferdes.

Der Ort meines Todes

lag am Fuß einer eisgepanzerten Felsnadel,

in deren Windschatten ich die Nacht überlebt hatte.

Die Lufttemperatur meiner Todesstunde

betrug minus 30 Grad Celsius,

und ich sah, wie die Feuchtigkeit

meiner letzten Atemzüge kristallisierte

und als Rauch in der Morgendämmerung zerstob.

Ich fror nicht. Ich hatte keine Schmerzen.

Das Pochen der Wunde an meiner linken Hand

war seltsam taub.

Durch die bodenlosen Abgründe zu meinen Füßen

trieben Wolkenfäuste aus Südost.

Der Grat, der von meiner Zuflucht

weiter und weiter

bis zur Pyramide des Gipfels emporführte,

verlor sich in jagenden Eisfahnen,

aber der Himmel über den höchsten Höhen

blieb von einem so dunklen Blau,

daß ich darin Sternbilder zu erkennen glaubte:

den Bärenhüter, die Schlange, den Skorpion.

Und die Sterne erloschen auch nicht,

als über den Eisfahnen die Sonne aufging

und mir die Augen schloß,

sondern erschienen in meiner Blendung

und noch im Rot meiner geschlossenen Lider

als weiß pulsierende Funken.

Selbst die Skalen des Höhenmessers,

der mir irgendwann aus dem Klumpen

meines Handschuhs gefallen

und in die Wolken hinabgesprungen war,

blieben wie eingebrannt in meine Netzhaut:

Luftdruck, Meereshöhe, Celsiusgrade . . .

jeder Meßwert des verlorenen Instruments

eine glühende Zahl.

Als zuerst diese Zahlen

und dann auch die Sterne verblaßten

und schließlich erloschen, hörte ich das Meer.

Ich starb hoch über den Wolken

und hörte die Brandung,

glaubte die Gischt zu spüren,

die aus der Tiefe zu mir emporschäumte

und mich noch einmal hochtrug zum Gipfel,

der nur ein schneeverwehter Strandfelsen war,

bevor er versank.

 

ransmayr

Christoph Ransmayr (Wels, 20 maart 1954)

 

 

De Duitse dichter en essayist Henning Heske werd geboren op 20 maart 1960 in Düsseldorf. Zie ook mijn blog van 20 maart 2007.

LÖSSWOLKE

 

Die andere Antike: ein Paralleluniversum jenseits der Wüste.
Eine mannshohe Terrakotta-Armee aus Untoten,
präpariert für den Kampf gegen das Ego,
aufgebahrt in einem Labyrinth der Finsternis.
Ein Jenseitsgeleit mit Akrobaten, Löwenstatuen,
geflügelten Pferden und Kultkesseln. Lampen mit Walöl
spenden ewiges Licht für den Drachenthron.
Keine Götzenbildnisse.
Bronzekraniche zieren eine unterirdische Uferlandschaft
mit einem Styx aus Quecksilber. Gesichert
mit automatischen Armbrüsten. Jadeflöten, glasierte Kamele,
Rhinozerosse aus Eisen, Penisse aus Bronze, alles
ein vergeblicher Kotau vor der Unsterblichkeit,
nur ein Ton im Klang der großen Kakofonie.

 

Heske

Henning Heske (Düsseldorf,  20 maart 1960)

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 20 maart 2007.

De Duitse schrijver en arts Jens Petersen werd geboren op 20 maart 1976 in Pinneberg.

De Amerikaanse dichter en fotograaf Gerard Joseph Malanga werd geboren
op 20 maart 1943 in New York.

De Afrikaans-Amerikaanse schrijver, journalist en cultuurcriticus Touré werd geboren op 20 maart 1971 in Milton, Massachusetts.

In Memoriam Hugo Claus

In Memoriam Hugo Claus

In het Middelheimziekenhuis in Antwerpen is vanmiddag Hugo Claus overleden. De Belgische schrijver-kunstenaar-filmer leed aan Alzheimer en heeft zelf het tijdstip van zijn dood gekozen, zo maakte zijn weduwe, Veerle Claus, bekend. Zie ook mijn blog van 5 april 2007.

Dichter

Herfst. Hoor. Geknetter. Hoor je dat zwaar geratel?

Het nadert in onze kleren, in onze haren.

Luizen van geluid. Wat is dit melaats geprevel?

Kind, het zijn de dichters buiten die klappertanden.

 

Hoe dichter de dichters bij hun sterven geraken

Des te grimmiger kermen zij naar de sterren.

In de ochtendmist waarin hun beelden smelten

Bevriezen de dichters in een herkenbaar colbert.

 

Hoor hoe koortsig zij hun naderend vergaan verklaren

Want hun laatste gereutel moet doorzichtig zijn,

Hun weduwen van lezers doen snikken.

 

‘O, ons ego was te duister!’ klagen zij.

‘Dat vroeg de tijd, polyinterpretabel als wij!’

En kijk, zij kruipen uit de windsels van hun ziel,

De mond vol kroket en gebed om genade

Voor hun prostaat, hun plagiaat.

 

Ei op sterven na ontdekken de dichters plots

De bedarende mirakels van goden, aforismen,

Aspirines, tederheden. Voor het eerst kan hun lief

Iets van haar lief met haar lippen lezen.

 

En voordat de dichters, loze winterappels

Door de plukkers als ondermaats versmaad

Uiteindelijk ook vallen in november

Willen zij voor eeuwig voor de buren verstaanbaar

Vallen. In melkboerentaal, als ooft natuurlijk beurs.

Zij blijven bitter luisteren
naar het gefrommel

Van de krant die hun naam verkeerd blijft spellen

En zij vullen hun kruiswoordraadsels in

Vol anekdotes, angst en struikelende liefdes.

 

Maar te laat, te doof, worden de dichters gewaar

Dat wat duister en bot was in hun verzen

Niet lichter wordt door sleet, door de duur,

Maar dat het blijft bederven. Ondoorgrondelijk

Blijven hun huis, hun woord, de evenaar, het azuur.

Hun stuurse donkerte blijft gemeen als geld

En als de dood zo vluchtig.

 

‘Maar apropos, jij zelf? Ja, jij! Vereerde jij ook niet

De splitsing, de gisting eerder dan het monument?

Zocht jij ook niet in elk motet een epitaaf?

Wrong jij niet een embleem uit elk letsel?

Vond jij je geblutste ik niet in elk bord zwezerik?’

 

– ‘Jawel. Nog overeind droom ik van het letterlijke.

Zeker. Tot het einde toe die muizenissen, rozen,

Paradijzen, radijzen, voze gelijkenissen. Met

Tot op dit papier deze lijken van letters.’

 

Adieu schrijven de dichters een leven lang

En vergrijzend als lavendel in november

Blijven zij, gangreen en grap een raadsel,

Erbarmelijk bedelen om mededogen,

Zoals ik voor de sleet op mijn oren en ogen

Die jou beminden, beminnen.

 

 

 

Het Land (Egyptisch)

De wondere wagens der zon gaan onder,
Bereiken nog – de wind wordt lichter en dit gerstig land is
laag –
De vluchtelingen, gedoken in hun nood.

Nederknielende, sparende, biddende, buigende
Zijn zij steeds ongedeerd.
Hun spaden staan, hun spannen rijden.

Maar wacht, wacht. Als een schot in de twijgen
Waarin geofferd wordt, gesmeekt, gehunkerd,
Slaat het uur der huursoldaten.

Ietwat later – vloeit de beek? en de halmen, de zachte, buigen zij?
En de stemmen, sterven zij? – schrijven de laatste bevlekte
vingers
Letters en namen van kindermoordenaars.

Weerloos is de tijd, ongenadig de aarde.

In de straat van genade. De parkiet schreeuwde
De nacht lang. Wie weet wat de wezel riep?
De parkiet schreeuwde en vijf soldaten braakten.

In de straat van genade een uil en een rat.
De dieren wankelden in hun schonken, de rechter was verschrikt
Toen zijn bebloede dochter vluchtte over de vlammende weide.

In hun korenbed liggen de boeren. Gesloten is hun bi
ddend oog.
Hun land kraakt.
Het water vloeit er niet meer binnen.

 

De moeder

Ik ben niet, ik ben niet dan in uw aarde.
Toen gij schreeuwde en uw vel beefde
Vatten mijn beenderen vuur.

(Mijn moeder, gevangen in haar vel,
Verandert naar de maat der jaren.

Haar oog is licht, ontsnapt aan de drift
Der jaren door mij aan te zien en mij
Haar blijde zoon te noemen.

Zij was geen stenen bed, geen dierenkoorts,
Haar gewrichtn waren jonge katten,

Maar onvergeeflijk blijft mijn huid voor haar
En onbeweeglijk zijn de krekels in mijn stem.

‘Je bent mij ontgroeid’, zegt ze traag mijn
Vaders voeten wassend, en zij zwijgt
Als een vrouw zonder mond.)

Toen uw vel schreeuwde vatten mijn beenderen vuur.
Gij legde mij neder, nooit kan ik dit beeld herdragen,
Ik was de genode maar de dodende gast.

En nu, mannelijk word ik u vreemd.
Ge ziet mij naar u komen, gij denkt: ‘Hij is
De zomer, hij maakt mijn vlees en houdt
De honden in mij wakker.’

Terwijl gij elke dag te sterven staat, niet met mij
Samen, ben ik niet, ben ik niet dan in uw aarde.
In mij vergaat uw leven wentelend, gij keert
Niet naar mij terug, van u herstel ik niet.

hugo_claus

Hugo Claus (5 april 1929 – 19 maart 2008)

 

Zie voor de schrijvers van vandaag mijn vorige bericht.

Hans Mayer, Philip Roth, William Allingham, Lina Kostenko, Irving Wallace, Rosalie Loveling, Ion Barbu, Tobias Smollett

De Duitse literatuurwetenschapper, schrijver, criticus, jurist en socioloog Hans Mayer werd geboren op 19 maart 1907 in Keulen. Hij studeerde rechts –en staatswetenschappen, geschiedenis en filosofie in Keulen, Bonn en Berlijn en promoveerde in 1930. Omdat hij zowel jood als marxist was kreeg hij in 1933 een beroepsverbod. Hij vluchtte naar Frankrijk en in 1934 naar Zwitserland. Na de oorlog keerde hij naar Duitsland en terug en trok samen met vriend Stephan Hermlin in 1948 naar de Russische zone. Hij aanvaardde een hoogleraarschap literatuurwetenschap in Leipzig en werd een van de invloedrijkste critici van de nieuwe Duitse literatuur. Hij wisselde gemakkelijk tuusen de West –en Oostduitse leefwereld, was een graag geziene gast bij de Gruppe 47 en had gedurende deze jaren ook contact met Bertolt Brecht. Vanaf 1956 verslechterde zijn relatie met de machthebbers in de DDR. Uiteindelijk keerde hij in in 1963 niet van een reis naar de BRD terug. Het werk van Mayer omvat meer dan veertig boeken. Hij schreef o.a. studies over Büchner, Goethe,Thomas Mann, Montaigne, Robert Musil, James Joyce, Uwe Johnson, Günter Grass en Hans Henny Jahnn.

 

Uit: Goethe

 

„Just dieser fleißige und praktische Mann wurde früh schon von vielen Zeitgenossen als müßiggängerische Hofschranze mißbilligt: als Liebediener, wo nicht gar Verführer eines blutjungen und libertinistischen Monarchen. Verdorrte Freundschaften die Fülle in Goethes Leben: mit den Stolbergs, Lavater, später mit Herder. Schillers langwieriges, nie ganz überwundenes Befremden vor dem Machthaber im Herzogtum. Goethe unterzeichnet das Todesurteil einer Kindsmörderin und empfiehlt die Exekution. Vertreibung des »atheistischen« Professors Fichte aus Jena, später des »Demagogen« Fries; Konflikte mit Männern der Universität wie Oken oder Luden. Der Freund aus Straßburger Zeiten, Jakob Michael Reinhold Lenz, kommt ungeladen nach Weimar und wird schließlich, man ahnt bis heute nur, aus welchen Gründen, aus dem Herzogtum weggeschafft.

Jede neue Etappe in diesem Leben und jede neue Geschichtskonstellation bringt neue Feindschaften, oft pervertiert aus einstiger Sympathie. Die Frommen aller Observanz verurteilen den weimarischen »Heiden«: von Lavater bis zu Friedrich Heinrich Jacobi. Dann die katholischen Konvertiten der Romantischen Schule. Zeloten ereifern sich über die Unmoral der Wahlverwandtschaften. Dezidierte Gegner jedoch der feudalen und klerikalen Restauration, wie Börne oder auch Heine, unternehmen keineswegs eine Verteidigung des verkannten Aufklärers, religiösen Indifferentisten und Napoleonverehrers am Frauenplan in Weimar. Im Gegenteil: der berühmte Frankfurter Landsmann bleibt für Börne ein Fürstenknecht. Goethe und Hegel bindet Ludwig Börne – antithetisch und insgeheim solidarisch – aneinander als den »gereimten und den ungereimten Knecht«. Heinrich Heine kommt als Lyriker niemals los von Goethe, insbesondere nicht vom Westöstlichen Divan. Auch stört ihn nicht, wie den Patrioten Börne, der Kosmopolitismus des alten Mannes. Abstand bewirken bei ihm, und polemische Distanz, die klassizistischen Gebärden und Theorien. Die »Wolfgang Goethesche Kunstperiode« sei zu Ende, diagnostiziert Heine noch zu Lebzeiten des Gegenspielers.”

 

Mayer

Hans Mayer (19 maart – 1907 – 19 mei 2001)

 

De Amerikaanse schrijver  Philip Roth werd geboren op 19 maart 1933 in Newark. Zie ook mijn blog van 19 maart 2007.

Uit: The Human Stain

It was in the summer of 1998 that my neighbor Coleman Silk—who, before retiring two years earlier, had been a classics professor at nearby Athena College for some twenty-odd years as well as serving for sixteen more as the dean of faculty—confided to me that, at the age of seventy-one, he was having an affair with a thirty-four-year-old cleaning woman who worked down at the college. Twice a week she also cleaned the rural post office, a small gray clapboard shack that looked as if it might have sheltered an Okie family from the winds of the Dust Bowl back in the 1930s and that, sitting alone and forlorn across from the gas station and the general store, flies its American flag at the junction of the two roads that mark the commerci
al center of this mountainside town.

Coleman had first seen the woman mopping the post office floor when he went around late one day, a few minutes before closing time, to get his mail—a thin, tall, angular woman with graying blond hair yanked back into a ponytail and the kind of severely sculpted features customarily associated with the church-ruled, hardworking goodwives who suffered through New England’s harsh beginnings, stern colonial women locked up within the reigning morality and obedient to it. Her name was Faunia Farley, and whatever miseries she endured she kept concealed behind one of those inexpressive bone faces that hide nothing and bespeak an immense loneliness. Faunia lived in a room at a local dairy farm where she helped with the milking in order to pay her rent. She’d had two years of high school education.”

 

Philip_Roth

Philip Roth  (Newark, 19 maart 1933)

 

De Ierse dichter William Allingham werd geboren op 19 maart 1824 in Ballyshannon, Donegal. Zie ook mijn blog van 19 maart 2007.

The Boy

The Boy from his bedroom-window
Look’d over the little town,
And away to the bleak black upland
Under a clouded moon.

The moon came forth from her cavern,
He saw the sudden gleam
Of a tarn in the swarthy moorland;
Or perhaps the whole was a dream.

For I never could find that water
In all my walks and rides:
Far-off, in the Land of Memory,
That midnight pool abides.

Many fine things had I glimpse of,
And said, “I shall.find them one day.”
Whether within or without me
They were, I cannot say.

 

Allingham

William Allingham (19 maart 1824 – 18 november 1889)

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 19 maart 2007.

 

De Oekraïense schrijfster en dichteres Lina Kostenko werd op 19 maart 1930 geboren in Rzhyshchiv.

De Amerikaanse schrijver Irving Wallace werd geboren op 19 maart 1916 in Chicago, Illinois.

De Vlaamse schrijfster en dichteres Rosalie Loveling werd geboren op 19 maart 1834.

De Roemeense dichter en wiskundige Ion Barbu (eig. Dan Barbilian) werd geboren op 19 maart 1895 in Câmpulung.

De Schotse romanschrijver Tobias George Smollett werd geboren op 19 maart 1721 in Dalquhurn in het tegenwoordige West Dunbartonshire.

John Updike, Wilfred Owen, Héctor Bianciotti, Stéphane Mallarmé, Christa Wolf, Friedrich Hebbel, Hellema, Max Barry, Richard Condon, Wolfgang Bauer

De Amerikaanse schrijver John Updike werd geboren in Shillington, Pennsylvania, op 18 maart 1932. Zie ook mijn blog van 18 maart 2007.

Uit: Licks of Love

Pierce Junction was an isolated New Hampshire town somewhat dignified by the presence of a small liberal-arts college; we survived by clustering together like a ball of snakes in a desert cave. The Sixties had taught us the high moral value of copulation, and we were slow to give up on an activity so simultaneously pleasurable and healthy. Still, you couldn’t sleep with everybody: we were bourgeoisie, responsible, with jobs and children, and affairs demanded energy and extracted wear and tear. We hadn’t learned yet to take the emotion out of sex. Looking back, the numbers don’t add up to what an average college student now manages in four years. There were women you failed ever to sleep with; these, in retrospect, have a perverse vividness, perhaps because the contacts, in the slithering ball of snakes, were so few that they have stayed distinct.

“Well, Martin,” Audrey Lancaster murmured to me toward the end of a summer cruise on a boat hired out of Portsmouth in celebration of somebody or other’s fortieth birthday, “I see what they say about you, at last.” The “at last” was a dig of sorts, and the “they” was presumably female in gender. I wondered how much conversation went on, and along lines how specific, among the wives and divorcées of our set. I had been standing there by the rail, momentarily alone, mellow on my portion of California Chablis, watching the Piscataqua River shakily reflect the harbor lights as the boat swung to dock and the loudspeaker system piped Simon and Garfunkel into the warm, watery night.”

updike

John Updike (Shillington, 18 maart 1932)

 

De Engelse dichter en schrijver Wilfred Owen werd op 18 maart 1893 geboren in Oswestry in Shropshire. Zie ook mijn blog van 18 maart 2007.

 

Greater Love

Red lips are not so red

      As the stained stones kissed by the English dead.

Kindness of wooed and wooer

Seems shame to their love pure.

O Love, your eyes lose lure

      When I behold eyes blinded in my stead!

 

Your slender attitude

      Trembles not exquisite like limbs knife-skewed,

Rolling and rolling there

Where God seems not to care;

Till the fierce Love they bear

      Cramps them in death’s extreme decrepitude.

 

Your voice sings not so soft, — –

      Though even as wind murmuring through raftered loft, — –

Your dear voice is not dear,

Gentle, and evening clear,

As theirs whom none now hear

      Now earth has stopped their piteous mouths that coughed.

 

Heart, you were never hot,

      Nor large, nor full like hearts made great with shot;

And though your hand be pale,

Paler are all which trail

Your cross through flame and hail:

      Weep, you may weep, for you may touch them not.

 

Owen

Wilfred Owen (18 maart 1893 – 4 november 1918)

 

De Argentijnse schrijver Héctor Bianciotti werd geboren op 18 maart 1930 in Córdoba. Zie ook mijn blog van 18 maart 2007.

 

Uit: Wie die Spur des Vogels in der Luft (Vertaald door Uli Wittmann)

Der Abt gab mir ein wenig Geld und sagte: Du kannst einmal im Monat nach Cordoba gehen und dir Bücher kaufen. Aber nur unter der Bedingung, dass du sie nicht an deine Kameraden ausleihst. (kichert) Außerdem lag im Kloster die Sonntagszeitung aus, in der viel über Literatur stand. Und da habe ich eines Tages über den Tod eines Unbekannten gelesen: Paul Valery. Und Paul Valery wurde für mich zu einem Erlebnis – er ist es immer noch. Seine Werke stehen dort im Regal. Die Bücher sind fast zerr
issen, weil ich sie immer wieder lese. Sie sind für mich wie eine Bibel. Und damals habe ich Lust bekommen, ihn im Original, auf französisch zu lesen. Es gab nur zwei Prosabände von Valery, die ins Spanische übertragen waren. Die anderen habe ich mir beschafft und mit Hilfe eines zweisprachigen Wörterbuchs übersetzt.”

bianciotti

Héctor Bianciotti (Córdoba, 18 maart 1930)

 

De Franse dichter Stéphane Mallarmé werd geboren in Parijs op 18 maart 1842. Zie ook mijn blog van 18 maart 2007.

Cantique de saint Jean

Le soleil que sa halte
Surnaturelle exalte
Aussitôt redescend
Incandescent

je sens comme aux vertèbres
S’éployer des ténèbres
Toutes dans un frisson
A l’unisson

Et ma tête surgie
Solitaire vigie
Dans les vois triomphaux
De cette faux

Comme rupture franche
Plutôt refoule ou tranche
Les anciens désaccords
Avec le corps

Qu’elle de jeûnes ivres
S’opiniâtre à suivre
En quelque bond hagard
Son pur regard

Là-haut où la froidure
Éternelle n’endure
Que vous le surpassiez
Tous ô glaciers

Mais selon un baptême
Illuminée au même
Principe qui m’élut
Penche un salut.

 

Salut

Rien, cette écume, vierge vers
A ne désigner que la coupe ;
Telle loin se noie une troupe
De sirènes mainte à l’envers.

Nous naviguons, ô mes divers
Amis, moi déjà sur la poupe
Vous l’avant fastueux qui coupe
Le flot de foudres et d’hivers ;

Une ivresse belle m’engage
Sans craindre même son tangage
De porter debout ce salut

Solitude, récif, étoile
A n’importe ce qui valut
Le blanc souci de notre toile.

mallarme1

Stéphane Mallarmé (18 maart 1842 – 9 september 1898)

 

De Duitse schrijfster Christa Wolf werd geboren op 18 maart 1929 in het huidige Poolse Gorzów Wielkopolski. Zie ook mijn blog van 18 maart 2007.

Uit: Medea (Vertaald door John Cullen)

“So this is how it is: either I’m out of my mind, or their city is founded on a crime. No, believe me, I’m quite clear on this point, what I say or think about it is quite clear to me, for I’ve found the proof, yes, I’ve touched it with my own hands. Oh, it’s not arrogance that threatens to undo me now. The woman — I simply followed her. Perhaps I just wanted to teach Jason a lesson, since he’d stood by and let them seat me at the end of the table among the servants, that’s it, I didn’t dream that, that was yesterday. At least they’re the highest-ranking servants, he said pathetically, don’t cause a scandal, Medea, please, not today, you know what’s at stake, the King can’t lose face in front of all his foreign guests. Ah, Jason, save your breath. He still hasn’t understood that King Creon can’t grieve me anymore, but that’s not what I’m talking about, I have to clear my head. I have to promise myself never to speak about my discovery to a living soul. The best thing would be to do what Chalciope and I used to do with secrets when we were children, do you know what that was, Mother? We’d wrap our secret up tight in a leaf and eat it up while staring into one another’s eyes. Our childhood — or rather everything in Colchis — was full of dark secrets, and when I arrived here, a refugee in King Creon’s gleaming city-state of Corinth, I had an envious thought: these people have no secrets. And that’s what they think too, that’s what makes them so convincing; with every look, with every one of their measured movements, they’re drumming it into you: Here’s one place in the world where a person can be happy. It was only later that I realized how much they hold it against you if you express doubts about their happiness. But that’s not what I’m talking about either, what’s the matter with my head? It’s buzzing with a whole swarm of thoughts, why is it so hard for me to reach into the swarm and snatch out the one thought I need?”

wolf

Christa Wolf (Gorzów Wielkopolski, 18 maart 1929)

 

De Duitse schrijver Christian Friedrich Hebbel werd geboren in Wesselburen op 18 maart 1813. Zie ook mijn blog van 18 maart 2007.

Uit: Agnes Bernauer

 

Zweite Szene

 

Agnes(tritt ein mit einer Suppe). Guten Morgen, Theobald!

Theobald. Danke schön, Jungfer, danke schön! Wohl geschlafen?

Agnes. So sollt’ ich Euch fragen! Ihr werdet oft herausgeklopft, wenn sie gerauft haben, und ein Pflaster brauchen.

Theobald. Das bemerkt Ihr? (Für sich.) Ich geb ihr den Strauß und bestelle alles! Wenn sie dann ein Gesicht macht und pfui sagt und mich anfährt: dazu gibst du dich her –

Agnes. Was verbergt Ihr denn hinter dem Rücken?

Theobald(zeigt den Strauß). Ja so, das hätt’ ich bald vergessen!

Agnes. Ah, der ist schön! Gebt ihn mal her! (Sie riecht.) Wenn wir doch auch einen Garten hätten! Wessen Namensfest ist denn heute? (Sie will ihn zurückgeben.)

Theobald. Behüte, er gehört Euch!

Agnes. Mir? Oh, da dank ich! Aber da geht’s mit Eurem alten Ohm wohl bald zu Ende?

Theobald. Mit meinem Ohm?

Agnes. Nun ja, weil er seine Blumen zu verschenken anfängt, das pflegt ein Gärtner nicht zu tun, und gekauft habt Ihr sie doch gewiß nicht?

Theobald. Er ist nicht von mir!

Agnes. Nicht von Euch? Von wem denn?

Theobald. Ratet!

Agnes. Von – – Nein, Barbara kann’s nicht sein, die sieht mich nicht mehr an, ich weiß zwar nicht, warum.

Theobald. Es ist keine Sie!

Agnes. Keine Sie? Und Ihr seid’s auch nicht? (Sie legt den Strauß auf den Tisch.)

Theobald. Gottlob, ihr fällt sonst niemand ein!

Agnes. Aber, da muß ich Euch doch fragen – –

Theobald. Scheltet nur! Ich wollt’s bloß wissen!

Agnes. Was?

Theobald. Ob Ihr vielleicht in der Kirche nach ihm geblinzelt, oder ihm wohl gar bei einem Tanze die Hand gedrückt hättet!

Agnes. Wem denn?

Theobald. Es ist schon gut, wenn Ihr nicht von selbst auf ihn kommt! (Er nimmt den Strauß.) Ha, unserer alten Gertrud will ich ihn jetzt verehren, die soll ihn an die platte Brust stecken, wenn sie auf den Markt humpelt, und sich mit einem Knicks bedanken, wenn sie sich an dem Hause vorbeischiebt! (Er springt.) Ich könnte jetzt – – (Er singt.)”

 

hebbell

Friedrich Hebbel (18 maart 1813 – 13 december 1863)

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 18 maart 2007.

De Nederlandse schrijver Hellema (pseudoniem voor Alexander Bernard (Lex) van Praag) werd geboren in Amsterdam op 18 maart 1921.

De Australische schrijver Max Barry werd geboren op 18 maart 1973 in Melbourne.

De Amerikaanse romancier Richard Thomas Condon werd geboren op 18 maart 1915 in New York.

De Oostenrijkse schrijver en dichter Wolfgang Bauer werd geboren op 18 maart 1941 in Graz.

William Gibson, Siegfried Lenz, Urmuz, Hans Wollschläger, Paul Green, Jean Ingelow, Patrick Hamilton

De Amerikaanse  schrijver William Ford Gibson werd geboren in Conway (South Carolina) op 17 maart 1948. In 1984 won hij met zijn debuut Neuromancer de Nebula Award en de Philip K. Dick Memorial Award, het jaar daarop de Hugo Award. Neuromancer werd gevolgd door Count Zero en Mona Lisa Overdrive, en vormt daarmee een trilogie die bekend staat als de Sprawl-serie. Gibson verwierf meteen na zijn debuut de status van cultauteur, maar toch hoort hij volgens velen eerder thuis in het vakje van de literatuur dan de zgn. lectuur. Gibson gebruikte als eerste de term cyberspace en matrix (verwijzend naar iets dat lijkt op wat wij nu het internet noemen), en beschreef op visionaire wijze de (extreme) mogelijkheden van het internet, lang voor het internet algemeen bekend raakte. Zijn werk inspireerde o.a. de makers van de film The Matrix (Neo en Trinity uit de film The Matrix zijn gebaseerd op Case en Molly uit Neuromancer), een kort verhaal van Gibson lag aan de basis van de film Johnny Mnemonic, en Gibson zelf schreef het scenario van een X-Files aflevering (over online gaming).

 

Uit: Neuromancer

 

“The sky above the port was the color of television, tuned to a dead channel.

“It’s not like I’m using,” Case heard someone say, as he shouldered his way through the crowd around the door of the Chat. “It’s like my body’s developed this massive drug deficiency.” It was a Sprawl voice and a Sprawl joke. The Chatsubo was a bar for professional expatriates; you could drink there for a week and never hear two words in Japanese.

Ratz was tending bar, his prosthetic arm jerking monotonously as he filled a tray of glasses with draft Kirin. He saw Case and smiled, his teeth a webwork of East European steel and brown decay. Case found a place at the bar, between the unlikely tan on one of Lonny Zone’s whores and the crisp naval uniform of a tall African whose cheekbones were ridged with precise rows of tribal scars. “Wage was in here early, with two joeboys,” Ratz said, shoving a draft across the bar with his good hand. “Maybe some business with you, Case?”

Case shrugged. The girl to his right giggled and nudged him.

The bartender’s smile widened. His ugliness was the stuff of legend. In an age of affordable beauty, there was something heraldic about his lack of it. The antique arm whined as he reached for another mug. It was a Russian military prosthesis, a seven-function force-feedback manipulator, cased in grubby pink plastic. “You are too much the artiste, Herr Case.” Ratz grunted; the sound served him as laughter. He scratched his overhang of white-shirted belly with the pink claw. “You are the artiste of the slightly funny deal.”

“Sure,” Case said, and sipped his beer. “Somebody’s gotta be funny around here. Sure the fuck isn’t you.”

The whore’s giggle went up an octave.

“Isn’t you either, sister. So you vanish, okay? Zone, he’s a close personal friend of mine.”

She looked Case in the eye and made the softest possible spitting sound, her lips barely moving. But she left.

“Jesus,” Case said, “what kinda creepjoint you running here? Man can’t have a drink?”

 

William-Gibson

William Gibson (Conway, 17 maart 1948)

 

De Duitse schrijver Siegfried Lenz werd op 17 maart 1926 in Lyck, in de landstreek Masuren in Oostpruisen geboren. Zie ook mijn blog van 17 maart 2007.

Uit: Fundbüro

 

“Endlich hatte Henry Neff das Fundbüro entdeckt. Heiter betrat er den kahlen Vorraum, in dem nur ein schwarzes Schreibpult stand, setzte die Segeltuchtasche ab, zwischen deren Griffen ein Hockeyschläger lag, und nickte dem alten Mann zu, der vor dem breiten Schiebefenster stand und -anscheinend zum wiederholten Mal – einen Klingelknopf drückte. Hinter dem Schiebefenster, in der Tiefe eines nur ahnbaren Raumes, ertönte ein seltsam schepperndes Geräusch, es hörte sich an, als hakte der Klöppel mitunter und drosch danach besonders eilig auf der Glocke, und nach einer Weile näherten sich Schritte, die aus großer Ferne zu kommen schienen. Der alte Mann, der dunkel gekleidet war und zu weißem Hemd eine schwarze Krawatte trug, sah Henry erleichtert an, er bewegte die Lippen so -, als probierte er vorsorglich Wörter -, er beklopfte seine Taschen, ohne zu finden, was er suchte, und als eine dunkle Silhouette hinter der Milchglasscheibe erschien, strich er sich übers Haar und zog seine Krawatte nach.
Das Fenster wurde hochgewuchtet, und Henry erblickte zum ersten Mal Bußmann, Albert Bußmann mit seinem verdrossenen Gesicht, in dem zu weiten fleckigen Blaumann, der ihn bei gewissen Bewegungen zu umwehen schien. Auf seinen anfragenden Blick ließ Henry dem alten Mann den Vortritt – er hier, der Herr war vor mir da -, lehnte sich gegen das Schreibpult, sah mit vergnügter Neugierde einer Verhandlung zu, die er demnächst vermutlich selbst führen würde – fast kam es ihm so vor, als sollte er noch vor
seinem Einstellungsgespräch Anschauungsunterricht erhalten.“

 

SiegfriedLenz

Siegfried Lenz (Lyck, 17 maart 1926)

 

 

De Roemeense schrijver en avantgardist Urmuz (eig. Demetru Dem. Demetrescu-Buzău) werd geboren op 17 maart 1883 in Curtea de Argeş. Zie ook mijn blog van 17 maart 2007.

Uit: ALGAZY & GRUMMER (Vertaald door Julian Semilian)

 

Algazy is a pleasant old man, gap toothed and grinny, with sparse and silky beard, neatly placed upon a gridiron screwed under the chin and hedged with barbed wire…

Algazy speaks no European language… But if you wait for him in the dawn of day, at the break of morn, and say to him: “What goez, Algazy!” dwelling on stressing the sound of Z, Algazy grins, and so as to manifest his gratitude, pushes his mitt in his pocket and yanks at the start of a string, prompting his beard to jump for joy an entire quarter of an hour… Unscrewed, the gridiron serves to resolve any quandary, pertinent to the harmony or hygiene of the home…

Algazy never accepts bribes. Once only he lowered himself to this mode of demeanor, when he was a copyist for the Church Notary, and even then he took no cash but only a few crock shards, eager to endow with dowry several of his indigent sisters who were about to become betrothed the very next day…

Algazy’s greatest bliss — along with his customary tasks at the store — is to harness himself of his own good will to a wheelbarrow, and tagged at the distance of two meters by his crony Grummer — to hop at a gallop, with the singular ambition of collecting old rags, punctured vegetable oil tins, but notably, knucklebones, which then the two gobble together, after midnight, under the most sinister silence…“

 

Urmuz

Urmuz (17 maart 1883 – 23 novemmber 1923)

 

De Duitse schrijver, essayist, vertaler, uitgever, historicus, organist en muziekwetenschapper Hans Wollschläger werd geboren op 17 maart 1935 in Minden. Zie ook mijn blog van 17 maart 2007.

Uit: Kleine Mauerschau des Alterns

 

Über die ganz ernsten Dinge läßt sich eigentlich bloß ernst nicht mehr reden, schon gar nicht über das komplizierte und unabsehbar implizierende Ernsteste Ding überhaupt, den Tod. Sein Dasein allein läßt einem derart die Luft wegbleiben, daß die Wörter nicht mehr von der Zunge kommen: eine Lebe-Welt, in der Alles, aber auch Alles von ihm abgeschlossen wird, und zumeist auch noch auf die haarsträubendste Weise, ist das unglaubliche Absurdum selber. Man kann imgrunde gar nicht davon reden und müßte, wollte man’s wenigstens versuchen, einen eigenen Zynismus dafür ersinnen: eine Satire-Form, die das Große Gelächter wie ein Stück Eis über den Rücken schöbe; Karl Kraus hätte sie schreiben können. Unser tod-ernstes Mienenspiel ist zu sehr kompromittiert durch die Alfanzereien, die wir täglich damit begleiten, als daß es für das wüste Un-Ding noch ausreichte, von dem wir’s haben.

Spätestens seit der Tod nicht als Person mehr vorstellbar ist, mit der man Bergman’sche (oder sogar noch bessere) Dialoge führen könnte, ist auch die Vorstellung dahin, er wäre als Nebenwesen überlistbar, zu besiegen, gar selber sterblich; die Religionen, die ihn früher so wohlgemut nach seinem Stachel gefragt haben, werden in Kürze nur noch eine liebenswürdige Erinnerung sein. Selbst Bazon Brock, der seinerzeit, mit meinem ungeteilten Beifall, eine Liga zu seiner Abschaffung gegründet hat, war ohne Fortune, wenn man ihm nicht als Teilerfolg anrechnen will, daß er selber trotz seiner Werke noch da ist. Die Situation ist tatsächlich absurd, empörend, unerhört: das Leben als nun wirklich prädestinierter Kreuzweg aufs Grab zu stellt eine derartige Zumutung des Großen Ganzen an uns Kleine Teilchen dar, daß mir schon in der Wiege die mir dort beigebrachte, ebenso stark geglaubte wie schwach beglaubigte Vorstellung von einem allmächtigen und allgütigen Schöpfer, egal ob Gott, Allah oder das Tetragrammaton geheißen, schier zum Kopfschütteln war. Jedenfalls mutete mich auch später, als ich mit seinem sympathischen – und, bitteschön, durchaus denkbar möglichen – Endzweck, der Evolution, bekannt gemacht wurde, die Wahl eines so flüchtigen Baustoffs, wie Wir ihn mit unserer

kurzen Zerfallszeit darstellen, eher als ungeschickt und keineswegs als Zureichender Grund zum Loben und Preisen an, und das überlieferte Eigenlobs-Prädikat (»tob meod – sehr gut«) schien mir vorschnell erteilt.”

 

Wollschlaeger

Hans Wollschläger (17 maart 1935 – 19 mei 2007)

 

Zie voor onderstaande scjrijvers ook mijn blog van 17 maart 2007.

De Amerikaanse toneelschrijver Paul Green werd geboren op 17 maart 1894 in Lillington, North Carolina.

De Engelse dichteres en schrijfster Jean Ingelow werd geboren op 17 maart 1820 in Boston, Lincolnshire.

De Engelse schrijver Patrick Hamilton werd geboren op 17 maart 1904 in Hassocks, Sussex

Bredero, Pieter Cornelisz. Hooft, Sully Prudhomme, César Vallejo, Hooshang Golshiri, Haldun Taner, Zoë Jenny, René Daumal, Jakob Haringer

De Nederlandse dichter en toneelschrijver Gerbrand Adriaensz. Bredero werd geboren op 16 maart 1585 in Amsterdam. Zie ook mijn blog van 16 maart 2007.

SONNET.

 

Aerdtsche Goddin, alleen besitster van mijn hert
En ziele van mijn ziel, meestersche der ghedachten,
Wiens schoonheyts klaren glants en heusheyt my verkrachten,
Als in den blonden strick mijn hert ghevanghen wert.

 

Soo ghy niet aensien wilt de wreedheyt van mijn smert
En stoppen u ghehoor voor mijn bedruckte clachten,
Van my hebdy dan niet als droefheyt te verwachten
En afghesloofde dood, daer ick in blijf verwart.

 

Maar gaedy tot ghenae u goedertieren wennen
En wilt de trouwe Min uws dienaers recht bekennen,
Dan sal ick sijn verlost van droefheyt, sorgh en pijn.

 

Mijn hert dat stadelijck en altoos sou verteeren
En sal dan nimmermeer in assche konnen keeren,
Maer in een soeten brandt altoos onsterflijck zijn.

 

Bredero

Gerbrand Bredero (16 maart 1585 – 23 augustus 1618)

 

De geschiedkundige, dichter en toneelschrijver Pieter Cornelisz. Hooft werd geboren in Amsterdam op 16 maart 1581. Zie ook mijn blog van 16 maart 2007.

 

Sonnet

Mijn lief, mijn lief, mijn lief; soo sprack mijn lief mij toe,
Dewijl mijn lippen op haer lieve lipjes weiden.
De woordtjes alle drie wel claer en wel bescheiden
Vloeiden mijn ooren in, en roerden (‘ck weet niet hoe)

Al mijn gedachten om staech maelend nemmer moe;
Die ’t oor mistrouwden en de woordtjes wederleiden.
Dies jck mijn vrouwe bad mij claerder te verbreiden
Haer onverwachte reên; en sij verhaelde’ het doe.

O rijckdoom van mijn hart dat over liep van vreuchden!
Bedoven viel mijn siel in haer vol hart van deuchden.
Maer doe de morgenstar nam voor den dach haer wijck,

Is, met de claere son, de waerheit droef verresen.
Hemelsche Goôn, hoe comt de Schijn soo naer aen ’t Wesen,
Het leven droom, en droom het leven soo gelijck?

 

portret_hooft

Pieter Cornelisz. Hooft (16 maart 1581 – 21 mei 1647)

 

De Franse schrijver en dichter Sully Prudhomme (eig. René François Armand Prudhomme) werd geboren op 16 maart 1839 in Parijs. Zie ook mijn blog van 16 maart 2007.

LE LONG DU QUAI

Le long des quais les grands vaisseaux,
Que la boule incline en silence,
Ne prennent pas garde aux berceaux
Que la main des femmes balance.

Mais viendra le jour des adieux ;
Car il faut que les femmes pleurent
Et que les hommes curieux
Tentent les horizons qui leurrent.

Et ce jour-là les grands vaisseaux,
Fuyant le port qui diminue,
sentent leur masse retenue
Par l’âme des lointains berceaux.

SullyPrudhomme

Sully Prudhomme (16 maart 1839 – t september 1907)

 

De Peruaanse dichter César Vallejo werd geboren op 16 maart 1892 in Santiago de Chuco, Peru. Zie ook mijn blog van 16 maart 2007.

 

Black Stone Lying On A White Stone

I will die in Paris, on a rainy day,
on some day I can already remember.
I will die in Paris–and I don’t step aside–
perhaps on a Thursday, as today is Thursday, in autumn.

It will be a Thursday, because today, Thursday, setting down
these lines, I have put my upper arm bones on
wrong, and never so much as today have I found myself
with all the road ahead of me, alone.

César Vallejo is dead.  Everyone beat him

although he never does anything to them;

they beat him hard with a stick and hard also


with a rope.  These are the witnesses:

the Thursdays, and the bones of my arms,

the solitude, and the rain, and the roads.

 

 

Vertaald door Robert Bly

vallejo

César Vallejo (16 maart 1892 – 15 april 1938)

 

 

De Iraanse schrijver Hooshang Golshiri werd geboren op 16 maart 1938 in Isfahan. Zie ook mijn blog van 16 maart 2007.

Uit: King of the Benighted:

 

Again this morning as he opened his eyes, he saw that Farkhondeh’s mother was not staring or even glancing furtively, as the living do, but looking at him from the depth of the two glazed eyes that were left of her in the picture, with that grey and limpid color of a much reprinted black and white picture. Her hair was disheveled, and she was looking at him. She had said, “What’s the meaning of it all?”

By the bedside, standing there, perhaps on top of the dressing table, and frameless, between the two silvery hooks of a light wooden base, in such a way that it occasionally seemed to quiver.

The picture had been taken years ago, when Farkhondeh was probably only five or six; it had stood there on the dressing table for fifteen or sixteen years. When Grandfather died, she put his picture in the lower corner of the mirror. When her brother disappeared (they still say he might be a prisoner of war, although there has been no news of him or about a year), his picture was added to the other two. It is in the upper right hand corner of the mirror. The nice thing about Grandfather’s picture is that it doesn’t seem to stare at him, although you can see his eyes. When Grandfather died, he was already blind, with dark glasses. His eyes, or whatever is left of them in the photograph, don’t say anything.

He turned his back to the picture, and said, “What a graveyard they’ve made.”

He rolled over. Maybe it was all because of the hejleh he had seen on the street corner yesterday afternoon. A martyred soldier or a revolutionary guard. He no longer remembered names. It might still be there. A little boy, plate in hand, was giving out dates as alms. All around the glittering hejleh hung pictures of the young martyr. Youthful, smiling, beardless. Perhaps he had been only old enough to have had down on his face. He must have just shaved to leave a hint of beard on his countenance. That was it. Two other young men, dressed completely in black, sat on the front step of the closed store. They were talking. That’s it. A young man, barely bearded, and dressed in black, was looking at him.”

 

Golshiri-Esfahan-1975

Hooshang Golshiri (16 maart 1938 – 5 juni 2000)

 

De Turkse schrijver Haldun Taner werd geboren op 16 maart 1915 in Istanboel. Zie ook mijn blog van 16 maart 2007.

Uit: THE BALLAD OF ALI OF KESHAN

 

SCENE 4

ALI OF KESHAN, CHIEF OF THE SHANTYTOWN
OR IN UNION THERE IS STRENGTH

Temel: Let’s be quiet, friends! Our new headman Ali of Keshan will deliver his first inaugural address.
Drunken Rasih: When did he write it?
Nuri: He wrote it last night with help from Uncle Dervish, the public letter-writer.
Sipsi:
I didn’t know he was that eager.

Ali: Quiet everybody!
First Citizen: We’ve got democracy here, haven’t we? Can’t I express my opinions?
Temel: Shut your big mouth. Stop twaddling!
Nuri: Democracy was for the campaign period.
Ali: If I wanted, I wouldn’t consult you at all. I’d do what I pleased. I counted you as human and decided to read it to you.
Lutfiye: Read it, son, read it. Don’t mind them.
Ali: (starts to read the draft that he wrote on a roll of toilet paper): Article one: A regime of peace and order has been established at Fly Mountain. Anyone who acts contrary and tries to disturb that peace will be made good and sorry and his seven generations before him will be damned and cursed. His house will be made one with the ground with the argument that the building is in dangerous condition and all his estate – real or unreal – will be confiscated.
Voices: Good! Wonderful!
First Citizen: You said there would be an end to bullying.
Chorus: Well, you can’t have everything.
Ali: I’ve appointed Mr. Thirty Percent Temel as my financial advisor and the Letter-Writer Dervish as my legal advisor.
Voices: Congratulations! (TEMEL and DERVISH are congratulated.)
Ali: In all games played in all coffee houses I shall have my cut. If anyone fails to pay up, I’ll make him wear the coast of a porcupine. I want no killjoy around here.
Drunken Rasih: You said there would be no more such things.”

 

halduntaner

Haldun Taner (16 maart 1915 – 7 mei 1986)

 

 

De Zwitserse schrijfster Zoë Jenny werd geboren op 16 maart 1974 in Basel. Zie ook mijn blog van 16 maart 2007.

Uit: Ein schnelles Leben

 

Ich wollte fortkommen, so weit weg wie nur irgend möglich. Aber nicht dorthin, nicht an den Ort, an den man geplant hat, mich hinzuschicken, wenn meine Zeit hier zu Ende geht. Auf keinen Fall werde ich ihnen folgen und tun, was sie verlangen. Das aber werde ich niemandem sagen, auch Matteo nicht.
Die Morgendämmerung ist noch nicht hereingebro-chen, das Fenster ein schwarzes Rechteck. Die Bettdecke hinter mir ist zurückgeschlagen, die Innenseite warm und feucht. Ich wünschte, ich würde noch dar-unter liegen und schlafen; nicht hier am Tisch sitzen, nicht wach sein, nicht in diesem Haus. Es ist völlig still, alle schlafen. Aber manchmal denke ich, daß Ata die ganze Nacht wach oben unterm Dach sitzt, wie ein lauerndes Tier mit geöffneten Augen. Ich stelle sie mir wie einen Vogel mit riesigen Schwingen vor. Sie hockt auf ihren roten Kelimkissen vor dem kleinen Fenster, starrt in den Nachthimmel und wartet auf mich. In dem Moment, wenn ich ins Zimmer komme, regen sich ihre Schwingen und falten sich auf. Auf ihrem breiten weißen Rücken wird sie mich mitnehmen. Gemeinsam reisen wir ins Innere der Nacht, die eine Höhle ist, aber so weit, daß man keine “Zeit haben wird, bis an ihr Ende zu kommen.
Aber wahrscheinlich schläft Ata, tief in ihren Decken und Kissen versunken, und denkt überhaupt nicht daran, das Haus zu verlassen. Tatsächlich wäre sie die letzte, die gehen würde, sie wird auch bleiben, wenn ich und Zafir schon längst woanders sind. Sie wird im Haus zurückbleiben wie in einer Festung. Wird wie immer für die Mahlzeiten und die frische Wäsche sorgen und der Mutter abends die Haare kämmen. Sie wird mein Zimmer und das Zafirs genau so belassen, wie wir es zurückgelassen haben.

 

ZoeJenny

Zoë Jenny (Basel, 16 maart 1974)

 

Zie voor de volgende schrijvers ook mijn blog van 16 maart 2007.

De Franse schrijver en dichter René Daumal werd geboren op 16 maart 1908 in Boulicourt in de Ardennen.

De Duitse dichter Jakob Haringer werd als Johann Franz Albert geboren op 16 maart 1898 in Dresden.

Louis Paul Boon, Ben Okri, David Albahari, Andreas Okopenko, Kurt Drawert, Franz Schuh, An Rutgers van der Loeff, Paul Heyse, Ángelos Sikeliános

De Vlaamse dichter, schrijver en kunstschilder Louis Paul Boon werd geboren in Aalst op 15 maart 1912. Zie ook alle tags voor Louis Paul Boon op dit blog.

Uit: Verscheurd jeugdportret

“Ach, we woonden in een dezer kleine arbeidershuisjes, en plaats om er koetsen en auto’s in onder te brengen had hij vader niet. Maar hij mocht de poort en de schuur van de teloorgaande boerderij van Sander Koppes gebruiken.

Oorspronkelijk moet de straat aan de uitkant der stad gewoon een veldweg geweest zijn, met aan de ene kant het oude huis van Leonie (van Geem) en aan de andere kant de twee boerenhoeven, deze van Hortence de Boerin en deze van Sander Koppes. Hortence de Boerin verdween en zocht een nieuw boerenbestaan ver buiten de stad. Sander Koppes bleef.

Naast het scheefgezakte en ingevallen huis van Leonie lag het Donker Straatje, waar we als kinderen een voorraad avontuur, romantiek en seks opdeden waar we nog steeds op teren kunnen. Eeuwen geleden was het gewoon een veldwegel, maar nu lag daar smal en donker als een stadsader, met aan de ene zijde de hoge en blinde achtermuur van de rijkswacht en aan de andere zijde de eeuwenoude en nimmergesnoeide haag van Leonie.”

 

BoonZelf

Louis Paul Boon (15 maart 1912 – 10 mei 1979)
Zelfportret

 

De Nigeriaanse dichter en romanschrijver Ben Okri werd geboren op 15 maart 1959 in Minna, Nigeria. Zie ook mijn blog van 15 maart 2007.

 

The Awakening Age

O ye who travel the meridian line,
May the vision of a new world within you shine.

 

May eyes that have lived with poverty’s rage,
See through to the glory of the awakening age.

 

For we are all richly linked in hope,
Woven in history, like a mountain rope.

 

Together we can ascend to a new height,
Guided by our heart’s clearest light.

 

When perceptions are changed there’s much to gain,
A flowering of truth instead of pain.

 

There’s more to a people than their poverty;
There’s their work, wisdom, and creativity.

 

Along the line may our lives rhyme,
To make a loving harvest of space and time.

 

An African Elegy

 

We are the miracles that God made
To taste the bitter fruit of Time.
We are precious.
And one day our suffering
Will turn into the wonders of the earth.

 

There are things that burn me now
Which turn golden when I am happy.
Do you see the mystery of our pain?
That we bear the poverty
And are able to sing and dream sweet things.

 

And that we never curse the air when it is warm
Or the fruit when it tastes so good
Or the lights that bounce gently on the waters?
We bless the things even in our pain.
We bless them in silence.

 

That is why our music is so sweet.
It makes the air remember.
There are secret miracles at work
That only Time will bring forth.
I too have heard the dead singing.

 

And they tell me that
This life is good
They tell me to live it gently
With fire, and always with hope.
There is wonder here

 

And there is surprise
In everything the unseen moves.
The ocean is full of songs.
The sky is not an enemy.
Destiny is our friend.

 

okri

Ben Okri (Minna,15 maart 1959)

 

De Servische schrijver David Albahari werd op 15 maart 1948 geboren in Pec in Sevie. Zie ook mijn blog van 15 maart 2007.

Uit: Gotz and Meyer

 

Götz and Meyer. Having never seen them, I can only imagine them. In twosomes like theirs, one is usually taller, the other shorter, but since both were SS non-commissioned officers, it is easy to imagine that both were tall, perhaps the same height. I am assuming that the standards for acceptance into the SS were rigorous, below a certain height you most certainly would not qualify. One of the two, or so witnesses claim, came into the camp, played with the children, picked them up, even gave them chocolates. We need so little to imagine another world, don’t we? But Götz, or Meyer, then went off to his truck and got ready for another trip. The distances were not long, but Götz, or Meyer, was looking forward to the breeze that would play through the open truck window. As he walked towards the truck, the children returned, radiant, to their mothers. Götz and Meyer were probably not novices at the job. Though the assignment was not a big one – we are talking of no more than five thousand souls – the efficiency required meant that only trusted colleagues could handle it. It is entirely possible that Götz and Meyer wore decorations of some sort on their non-commissioned officers’ lapels. I wouldn’t be surprised. I’d be more surprised if one of them had a moustache. I cannot picture Götz, or Meyer, with
facial hair. In fact, I cannot picture them at all. The moustaches are no help. It is simplest, of course, to fall back on stereotypes – blond hair, fair complexion, pale face and steely eyes – but I would only be demonstrating my vulnerability to propaganda. The chosen race had barely got off the ground, Götzand Meyer represented only one link in a chain stretching far into the future. But what a link they were! Sometimes it is precisely the little tasks such as theirs that form the cornerstone of a vast edifice; their sturdiness ensures the stability of the foundations. I am not saying that Götz and Meyer dwelt on this – perhaps they merely did their job conscientiously as they might have done any other – but they did, undoubtedly, know what their work was for. Their job, more precisely, that was how they referred to it, their assignment, their order, their command. Military terminology cannot be avoided here.”

 

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David Albahari (Pec, 15 maart 1948)

 

De Oostenrijkse schrijver Andreas Okopenko werd als zoon van een Oekraïense arts en zijn Oostenrijse vrouw in Košice (Slowakije) geboren op 15 maart 1930. Zie ook mijn blog van 15 maart 2007.

Uit: Kindernazi

 

Palmenhaus. Bald wirds womöglich keine Schule mehr geben. Schule kann man das eh nicht nennen. Wenn kein Luftangriff ist, ist Bergungseinsatz, heute gar Bergungseinsatz bei Luftgefahr 15, die paar Buben, die noch nicht eingerückt sind. Wir sitzen auf Ziegelhaufen in Schönbrunn, vorm zerbombten Palmenhaus, bei prächtiger Sonne, und klopfen Ziegel. Retten, was zu retten ist. Antschi greift die Klampfe an und hat schon eine blutige Hand. Ich hab ihm überhaupt erst zeigen müssen, was eine Klampfe ist und wie man damit den Mörtel abklopft. Dafür glaubt er noch an den Sieg. Den Endsieg, die große Wende. Die Wunderwaffe. Ists nicht die V3, die sich kühl lächelnd Zeit läßt mit ihrem rettenden Autritt (Aristoteles, Moment der letzten Spannung), wirds halt die V4, allerdings gibts dann wohl kein Reichsgebiet mehr unter ihrem Hintern, und dann startet sie eben der Plutokrat gegen den Bolsche. Wir sind bis dahin eh alle hin, Antschi, sag ich. “Im Ural gibts Berge mit endlosen Stollen”, zitiert er fehlerfrei seinen Goebbels, vom Scheißpropagandaplakat merkt er sich alles bis zum nackten Odysseus vor der Nausikaa. Aber jetzt ist der Hautfetzen ganz weg. Ich geb ihm Jod drauf, habs seit dem Kasperltheater am Ostwall (dens nicht gibt) immer mit. Antschi macht keinen Muckser. Ich seh ihn schon beim großen Brandmarken käsweiß ohne Muckser zusammenfallen. Morgenthau will uns Deutsche auf ein Zehntel vermindern, und dieser Rest soll fischen und ackern gehn. FRIEDE steht jetzt weiß auf jeder Hausmauer, viel zu spät. KAMPF – SIEG – flicken die Unentwegten, die jetzt ihre Schrappen auf “Sirene” und “Granate” taufen lassen, mit der Schablone dazu. Hast du Kalk zuhaus, Fuxl, fragt Antschi, den Pappendeckel kann ich mir selber schneiden. Bist teppert, sag ich.”

 

okopenko

Andreas Okopenko (Košice, 15 maart 1930)

 

De Duitse dichter en schrijver Kurt Drawert werd geboren op 15 maart 1956 in Henningsdorf. Zie ook mijn blog van 15 maart 2007.

Engel

 

Die Engel des Glücks,
Zentimeter für Zentimeter
gehen sie von mir.

Die einen stilvoll,
das Gesicht noch zu mir gewandt
und in sanfter Verneigung,

die anderen wortlos,
mit kalter Schulter
am Standort des Gläubigers vorbei.

Und was gestern noch zählte,
ist heute der Schnee
auf den sinkenden Armen der Tanne.

 

 

Was passiert morgen?

 

Aus den Kronen der Bäume vor meinem Fenster
sinkt langsam das Gold in den See. Der Schwan
ist wieder ein Tier unter anderen Tieren.

Das war vorauszusehen.

Und was passiert morgen?

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Kurt Drawert (Henningsdorf, 15 maart 1956)

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 15 maart 2007.

De Oostenrijkse schrijver en  essayist Franz Schuh werd geboren op 15 maart 1947 in Wenen.

De Nederlandse schrijfster An Rutgers van der Loeff werd geboren in Amsterdam op 15 maart 1910.

De Duitse schrijver en essayist Paul Heyse werd geboren in Berlijn op 15 maart 1830.

De Griekse dichter Ángelos Sikeliános werd geboren op 15 maart 1884 op het eiland Lefkas.

Pam Ayres, Volker von Törne, Jochen Schimmang, Albert Robida, Theodore de Banville, Horton Foote

De Britse dichteres van humoristische poëzie Pam Ayres werd geboren op 14 maart 1947 in Stanford in the Vale in Berkshire (tegenwoordig Oxfordshire). Zie ook alle tags voor Pam Ayres op dit blog.

 

Yes, I’ll Marry You.

Yes, I’ll marry you, my dear,
And here’s the reason why;
So I can push you out of bed
When the baby starts to cry,
And if we hear a knocking
And it’s creepy and it’s late,
I hand you the torch you see,
And you investigate.

Yes I’ll marry you, my dear,
You may not apprehend it,
But when the tumble-drier goes
It’s you that has to mend it,
You have to face the neighbour
Should our labrador attack him,
And if a drunkard fondles me
It’s you that has to whack him.

Yes, I’ll marry you,
You’re virile and you’re lean,
My house is like a pigsty
You can help to keep it clean.
That sexy little dinner
Which you served by candlelight,
As I do chipolatas,
You can cook it every night!

It’s you who has to work the drill
and put up curtain track,
And when I’ve got PMT it’s you who gets the flak,
I do see great advantages,
But none of them for you,
And so before you see the light,
I do, I do, I do!

 

 

Like You Would

Well I got up in the morning,
Like you would.
And I cooked a bit of breakfast,
Like you would
But at the door I stopped.
For a message had been dropped,
And I picked it up, and read it,
Like you would

“Oh Blimey!” I said,
Like you would,
“Have a read of this,
This is good!”
It said: “I live across the way,
And admire you every day,
And my heart, it breaks without you.”
Well, it would.

It said: “I’d buy you furs and jewels,
If I could,”
And I go along with that,
I think he should,
It said: “Meet me in the Park,
When it’s good and dark,
And so me wife won’t see,
I’ll wear a hood.”

Oh, I blushed with shame and horror,
Like you would,
That a man would ask me that,
As if I could!
So I wrote him back a letter,
Saying “No, I think it’s better,
If I meet you in the Rose and Crown,
Like we did last Thursday.”

 

pam_ayres

Pam Ayres (Stanford in the Vale, 14 maart 1947)

 

De Duitse dichter Volker von Törne werd geboren op 14 maart 1934 in Quedlinburg. Zie ook alle tags voor Volker von Törne op dit blog.

 

Uit: Halsüberkopf: Arkadische Tage

 

3
Weinlaubumrankt: ein Dionys
Will ich mit Wünschen nicht mehr geizen
Schon wächst mir aus der Hand der Weizen
Und aus der Zunge sprudelts süß

 

Nie wieder will ich im Gedicht
Mit Preußens sauren Gurken handeln
Mein Wort soll Stein in Brot verwandeln
Und Mitternacht in Mittagslicht

 

Heb deinen Kopf: sieh die Raketen
Die schon von Schiffen unter Dampf
Auf unsre Augen, unsre Zähne zielen

 

Schon spielt der Tod mit uns in heißen Drähten
Daß ich uns Hoffnung aus dem Boden stampf
Will ich die Stirn an deiner kühlen4

 

 

4

Will ich die Stirn an deiner kühlen
Und meinen Mund an deinem stehn
Bis Meer und Himmel mich durchwehn
Auf deines Atems Flügeln

 

Schon ist die Erde aufgebrochen
Des Hades Tiefen finster qualmend
Ein Räderwerk zu Staub zermalmend
Des Tantalos verfluchte Knochen

 

Ich aber lebe, weil ich euch
Ihr Götter, mein verkauftes Fleisch
Aus euren Zähnen reiße

 

Im Licht, das meine Schulter kaut
Wächst mir eine neue Haut
Und ich will Pelops heißen

 

 

VonToerne

Volker von Törne ( 14 maart 1934 – 30 december 1980)

 

De Duitse schrijver Jochen Schimmang werd geboren op 14 maart 1948 in Leer, Ostfriesland. Zie ook alle tags voor Jochen Schimmang op dit blog.

Uit: Der schöne Vogel Phönix

 

“»Ich bin nun 26 Jahre alt. Inzwischen habe ich einen akademischen Titel, mit dem ich vermutlich kaum etwas anfangen kann. Trotzdem stellt er zunächst eine gewisse Beruhigung dar.
      
   Mehr als fünf Jahre habe ich in Berlin gelebt, das ich übermorgen endgültig verlassen werde. Mein Gefühl gegenüber der Zukunft ist am besten wohl als ein gewisses Desinteresse zu beschreiben, da ich selber nicht ganz begreife. Wie die meisten Leute, die ich kenne, habe ich in den letzten fünf Jahren versucht herauszufinden, wie man einigermaßen richtig lebt und es ist mir bisher nicht gelungen. Ich bezweifle, daß es mir in absehbarer Z
eit gelingen wird. Es würde gültige Kriterien voraussetzen, und die sehe ich derzeit nicht.

      
   Natürlich möchte ich am liebsten glücklich sein, auch wenn klar ist, daß alles Glück bis heute sehr zufällig, sehr partikular und sehr falsch ist. Mein sogenanntes Privatleben war in den letzten Jahren überwiegend ein Scheitern. Von den Beziehungen hier in Berlin sind viele im Lauf der Zeit abgestorben. Das ist nicht schlimm, weil ich sowieso fortgehe. Andere haben sich erhalten, manche sogar verbessert. Die wichtigste, die vielleicht langfristig alles hätte ändern können, ist mir einfach abhanden gekommen.
      
   Als ich vor über fünf Jahren nach Berlin kam, war ich noch gewissermaßen Teil eines Aufbruchs, einer Bewegung, die aber schon beinahe das Stadium ihrer Ebbe erreicht hatte. Woran ich aktiv teilnahm, zum Teil unter großer Kraftanstrengung und unter Aufbietung aller verfügbaren Irrtümer, war allein die Ebbe, auch wenn ich sie lange Zeit für die Flut hielt. Natürlich hoffen wir alle darauf, und mancher sieht in jedem kleinen Aufflackern gleich den Beginn einer neuen Bewegung (…). Aber in Wahrheit versuchen wir vor allem zu überwintern, und der Winter kann ewig dauern. (Noch immer) Berlin, im September 1974. Murnau.«”

 

Schimmang

Jochen Schimmang (Leer, 14 maart 1948)

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 14 maart 2007.

De Franse schrijver, tekenaar, schilder, karikaturist en journalist Albert Robida werd geboren op 14 maart 1848 in Compiègne.

De Franse dichter Theodore Faullain de Banville werd geboren op 14 maart 1823 in Moulins in de Auvergne.

De Amerikaanse schrijver en draaiboekauteur Horton Foote werd geboren op 14 maart 1916 in Wharton, Texas.

Melih Cevdet, Oskar Loerke, Paul Morand, Yuri Andrukhovych, Hugh Walpole, Hermine de Graaf, W.O. Mitchell

De Turkse dichter Melih Cevdet (eig. Melih Cevdet Anday) werd geboren op 13 maart 1915 in Istanboel Zie ook mijn blog van 13 maart 2007.

Foto

Zo te zien hebben wij vieren hem
In het park laten maken:
Oktay, Orhan, Şinasi en ik.
Het is duidelijk herfst,
Een paar van ons hebben een overjas aan,
De anderen alleen een jasje.
De bomen achter ons zijn kaal.
Oktay’s vader is nog niet gestorven,
Ik heb nog geen snor en
Orhan heeft Süleyman Efendi nog niet ontmoet.

Maar ik heb me nooit zo triest gevoeld.
Wat is het aan deze foto
Dat mij doet denken aan de dood?

 

Vertaald door  Erik Jan Zürcher

 

Barefoot

The top part of this piece of writing
Couldn’t be read; no one knows who wrote it either.
Never mind, what matters is the words, not the sound.

“…Then I ate whatever I found in the house:
“Bread, almonds, dill.
Barefoot I jumped on the horse,
The wine of the morning was raving mad
So I dashed through the people and went away
Full gallop.”

 

ARE WE GOING TO LIVE WITHOUT AGING?

At dawn, a throng came out
Of the skies: Convex shields, glittering
Tattoos, a rose, a daggered
Heart, bows of wheat,
Aquariums emptying out, a king,
A turkey’s crest, a fresh corpse,
Brass-footed horses, a wine in a glazed jug
Waiting to be poured into the sea.
A tumult arose from the roots of the trees,
Eyeless monsters emerged from the sea.
What’s that? Should we believe in rapacious beaks?
Or in thin axes, in grass burned at night
Or in tree-shaped wings?
I pay no heed to clouds, I don’t care
If they go south along the river
Or to the slow lakes set afire by towers.
Let them go…Are we going to live without aging?
Come, let’s go and see the dawn’s spider.

 

Vertaald door Talat Sait Halman

 

Cevdet

Melih Cevdet (13 maart 1915 – 28 november 2002)

 

 

De Duitse dichter Oskar Loerke werd geboren op 13 maart 1884 in Jungen. Zie ook alle tags voor Oskar Loerke op dit blog.

     Hinterhaus

     

      In kalten, steifen Engen,

      An gelben Schornsteinlängen,

      Verirrten Schieferdächern,

      Verstaubten Lukenfächern,

      An braunen glatten Röhren,

      An roten Drahtes Öhren,

      Verblichnen blauen Flecken

      Und blechbehuften Ecken

 

Liegt Sonne, wie nach Winkelmaß gemessen

Und wie von einem Handwerksmann vergessen.

 

      Hier hinter Luken wimmeln,

      In Kellerlöchern schimmeln

      Und tanzen unter Sparren

      Wir galgenfrohen Narren,

      Die sich in Kammern bücken,

      Doch ihre Wände schmücken

      Mit goldnen Sterntapeten,

      Weil wir vom Himmel wehten,

 

Wir Fetzen Licht, nach Winkelmaß gemessen,
Und wie von einem Handwerksmann vergessen.

Loerke

Oskar Loerke (13 maart 1884 – 24 februari 1941)

 

De Franse dichter, schrijver en diplomaat Paul Morand werd geboren op 13 maart 1888 in Parijs. Zie ook alle tags voor Paul Morand op dit blog.

Uit: Die Kunst, Coco Chanel zu sein

 

Was verstand ich denn eigentlich von meinem neuen Metier? Gar nichts. Ich wußte nicht einmal, daß es den Beruf “Schneiderin” gab. Und war ich mir etwa bewußt
, daß ich die Bekleidungsordnung revolutionierte? Nicht im geringsten. Eine Welt ging zu Ende, eine andere entstand. An diesem Übergang befand ich mich, eine Chance bot sich, und die ergriff ich. Ich hatte das richtige Alter für dieses neue Jahrhundert. Es wandte sich logischerweise an mich, um sich in der Kleidung zum Ausdruck zu bringen. Es brauchte Schlichtheit, Bequemlichkeit, klare Linien. Dies alles konnte ich bieten, und ich bot es, fast unbewußt. Echte Erfolge sind häufig schicksalhaft.

Die unteren Tribünen vor 1914! Ich ahnte doch nicht, daß ich bei den Pferderennen dem Untergang des Luxus, der Agonie des neunzehnten Jahrhunderts, dem Ende einer Epoche beiwohnte. Einer Epoche, großartig, doch dekadent, letzter Abklatsch eines barocken Stils, bei dem das Ornament die klare Linie überdeckte, der überladene Schmuck die Architektur erdrückte und der Körper keine Luft mehr bekam, ähnlich dem von Parasiten befallenen Baum der Tropenwälder. Die Frau war nur mehr ein Vorwand, sollte Reichtum vorführen, Spitzen, Zobel, Chinchilla, das Kostbarste vom Kostbaren. All diese komplizierten Motive, der übertriebene Aufwand an Spitzen, Gaze, Volants, Farbtupfern hatten das Kleid zum Monument eines späten Flamboyant-Stils gemacht. Die Schleppen fegten durch den Staub, all diese Pastellschattierungen zerlegten den Regenbogen in tausenderlei Farbtupfer. Das war so gekünstelt, daß es manieriert wirkte. Die Sonnenschirmchen warfen Schatten über Gärtchen, Volieren, Treibhäuser. Das Ausgefallene war banal geworden, Reichtum so alltäglich wie Armut. (…)”

 

morand

Paul Morand (13 maart 1888 – 23 juli 1976)

 

De Oekraïense schrijver Yuri Andrukhovych werd geboren op 13 maart 1960 in Iwano-Frankiwsk. Zie ook mijn blog van 13 maart 2007.

 

Without you

From Songs For the Dead Rooster

 

Again, damn it, radio, television, the papers.

The powers that be, as expected, are consummate crooks.

Those back in the days at least had some fear, today’s are no better.

 

I’d forbid the days to pass without you,

their pitiful sum total – you don’t come,

in the morning you are not to be found even in any of the mirrors,

you don’t arrive at noontime with a purse, a vagina,

an underarm, skin, a scent, an apple –

what should I do between noon and the evening?

 

In the evening you also do not come.

I want to know what has happened. Maybe you were on your way here,

perhaps they were running after you, maybe they raped you.

I think they cannot not rape you.

 

All this is radio, television, the papers.

The day without you is my untalented loneliness.

I lie under the ceiling, I pass.

Nothing has happened anywhere, you aren’t here.

 

A few armed conflicts,

a couple of traitors on TV.

The dollar exchange rate grew,

no trading in rubles today.

 

 

 

I Wanna Woman

From Songs For the Dead Rooster

 

Today they talked again about the masturbator.

Summer heat attracts plenty of womenfolk to the riverbank,

they display all body parts without exception

with a greater or lesser degree of openness

and inattentiveness.

Some of them have shaved armpits,

others have bruised hips.

 

“Careful, that guy’s there again,”

warned a granny with goats,

nodding towards a willow thicket –

as if this were our problem.

As if he was looking at us through his binoculars,

his breath halting from excitement.

 

We are always ready to chase him away with sticks

and whistles.

Or, if need be, smash his skull

with an axe or

gouge his eyes with skewers –

let him only try!

 

But – rest assured –

even after all of this,

already without his binoculars, with empty eye sockets

he will all the same crawl into these thickets,

sniff the hot body of air,

sculpt out of it wet women to spy after,

moan and hum a tune

he heard on the radio this morning,

“We yearned so much for the warmth . . .”

 

A few more weeks, and August will come to an end,

A few more tries, and the abyss will open.

 

Vertaald door Vitaly Chernetsky

 

YuriAndrukhovych2007

Yuri Andrukhovych (Iwano-Frankiwsk, 13 maart 1960)

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 13 maart 2007.

 

De Britse schrijver Hugh Seymour Walpole werd geboren op 13 maart 1884 in Auckland, Nieuw Zeeland

 

De Nederlands schrijfster Hermine de Graaf werd geboren in Winschoten op 13 maart 1951. Zie ook mijn blog van 13 maart 2007.

 
De Canadese schrijver W.O. Mitchell werd geboren op 13 maart 1914 in Weyburn, Saskatchewan.

 

Henrike Heiland, Jack Kerouac, Edward Albee, Gabriele d’Annunzio, De Schoolmeester, Dave Eggers, Irving Layton, Sergej Michalkov, Helga Goetze

De Duitse schrijfster Henrike Heiland werd geboren op 12 maart 1975 in Solms. Na haar eindexamen gymnasium studeerde zij in Gießen, Bonn en Durham Duitse en Engelse literatuur. Na haar studie, die zij afsloot met een werk over Elizabeth George, was zij lector en tv-producente bij verschillende filmbedrijven in München. Ook was zij werkzaam als dramaturg en schrijfster voor theater en film. Sinds 2004 is zij zelfstandig schrijfster en woont zij afwisselend in Berlijn en in Schotland. Haar eerste detective „Späte Rache” verscheen in 2006.

 Uit: Blutsünde

 “Sie stand im Hinterhof und übergab sich gerade, als er zu ihr trat.

„Bist du krank?“ Er klang besorgt und reichte ihr sein Taschentuch. Sie nahm es nicht. „Ich habe deine Nachricht gerade erst gefunden.“

„Lass uns schnell hineingehen. Ich muss dir etwas sagen.“

„Was ist denn mit dir, bist du krank?“, fragte er wieder, als er ihr in das Versteck auf dem Dachboden gefolgt war.

„Warum bist du nicht in der Schule?“

Sie drehte ihren Kopf schnell zur Seite, als er ihr wie sonst auch immer einen Kuss geben wollte.

„Wir müssen weg, hat mein Vater gesagt.“ Sie spürte, wie sich ihr Magen wieder zusammenzog, wie die Übelkeit in ihrer Kehle aufstieg. Doch diesmal kam die Übelkeit von der Aufregung.

„Weg?“ Ernst sah sie ängstlich an. „Wieso? Hat man euch …“

„Gestern Nacht ist der Cousin meiner Mutter abgeholt worden.“

„Oh Gott!“ Ernst ließ sich auf eine große Holztruhe sinken. Er blickte unruhig umher, als fürchtete er, jemand könnte sie entdecken. Dabei hatte sie noch nie jemand erwischt, in dem ganzen Jahr nicht.

„Vater hat etwas organisiert. Er hat schon im letzten Jahr damit angefangen, Sachen zu verkaufen“, sagte sie, während sie unsicher vor ihm stand. „Aber er erzählt mir nichts. Er hat nur heute Morgen zu Mutter gesagt, keiner von uns soll aus dem Haus gehen, er kommt am Abend wieder. Bis dahin sollen wir das Wichtigste gepackt haben.“

Ernst nickte langsam. „Soll ich mit meinem Vater reden?

Er ist mit dem Gauleiter befreundet und …“

„Auf keinen Fall“, rief sie, und war selbst darüber erschrocken, wie heftig ihre Stimme klang. „Auf keinen Fall“, wiederholte sie etwas leiser und ruhiger. „Selbst wenn er es könnte, würde uns dein Vater nicht helfen. Er hasst uns.“

„Er kennt euch doch gar nicht!“ Ernst stand auf, und für einen Moment sah es so aus, als wollte er sie in seine Arme nehmen. Doch fast sofort ließ er seine Hände wieder sinken, steckte sie in die Hosentaschen und begann, auf und ab zu gehen.

HenrikeHeiland

Henrike Heiland (Solms, 12 maart 1975)

 

De Amerikaanse schrijver Jack Kerouac werd geboren op 12 maart 1922 in Lowell, in de Amerikaanse staat Massachusetts. Zie ook mijn blog van 12 maart 2007.

 

Uit: The Subterraneans

 

“So there we were at the Red Drum, a tableful of beers a few that is and all the gangs cutting in and out, paying a dollar quarter at the door, the little hip-pretending weasel there taking tickets, Paddy Cordavan floating in as prophesied (a big tall blond brakeman type subterranean from Eastern Washington cowboy-looking in jeans coming in to a wild generation party all smoky and mad and I yelled, “Paddy Cordavan?” and “Yeah?” and he’d come over)–all sitting together, interesting groups at various tables, Julien, Roxanne (a woman of 25 prophesying the future style of America with short almost crewcut but with curls black snaky hair, snaky walk, pale pale junky anemic face and we say junky when once Dostoevski would have said what? if not ascetic but saintly? but not in the least? but the cold pale booster face of the cold blue girl and wearing a man’s white shirt but with the cuffs undone untied at the buttons so I remember her leaning over talking to someone after having been slinked across the floor with flowing propelled shoulders, bending to talk with her hand holding a short butt and the neat little flick she was giving to knock ashes but repeatedly with long long fingernails an inch long and also orient and snake-like)–groups of all kinds, and Ross Wallenstein, the crowd, and up on the stand Bird Parker with solemn eyes who’d been busted fairly recently and had now returned to a kind of bop dead Frisco but had just discovered or been told about the Red Drum, the great new generation gang wailing and gathering there, so here he was on the stand, examining them with his eyes as he blew his now-settled-down-into-regulated-design “crazy” notes–the booming drums, the high ceiling–Adam for my sake dutifully cutting out at about 11 o’clock so he could go to bed and get to work in the morning, after a brief cutout with Paddy and myself for a quick ten-cent beer at roaring Pantera’s, where Paddy and I in our first talk and laughter together pulled wrists–now Mardou cut out with me, glee eyed, between sets, for quick beers, but at her insistence at the Mask instead where they were fifteen cents, but she had a few pennies herself and we went there and began earnestly talking and getting hightingled on the beer and now it was the beginning–returning to the Red Drum for sets, to hear Bird, whom I saw distinctly digging Mardou several times also myself directly into my eye looking to search if I was really the great writer I thought myself to be as if he knew my thoughts and ambitions or remembered me from other night clubs and other coasts, other Chicagos–not a challenging look but the king and founder of the bop generation at least the sound of it in digging his audience digging his eyes, the secret eyes him-watching, as he just pursed his lips and let great lungs and immortal fingers work, his eyes separate and interested and humane, the kindest jazz musician there could be while being and therefore naturally the greatest–watching Mardou and me in the infancy of our love and probably wondering why, or knowing it wouldn’t last, or seeing who it was would be hurt, as now, obviously, but not quite yet, it was Mardou whose eyes were shining in my direction, though I could not have known and now do not definitely know—“

 

decoration

Jack Kerouac (12 maart 1922 – 21 oktober 1969)

 

De Amerikaanse schrijver Edward Albee werd geboren op 12 maart 1928 in Washington DC. Zie ook mijn blog van 12 maart 2007.

 

Uit: The Zoo Story

 

It is Central Park; a Sunday afternoon in summer; the present. There
are two park benches, one towards either side of the stage;  they both
face, the audience. Behind than: foliage, trees, sky.

[At the beginning PETER is seated on one of the benches. As the
curtain rises, PETER is seated on the bench stage-right. He is
reading a book. He stops reading, cleans his glasses, goes back to
reading. JERRY enters.]

JERRY: I’ve been to the zoo. [PETER doesn’t notice.] I said, I’ve been
to the zoo. MISTER, I’VE BEEN TO THE ZOO!
PETER: Hm? . . . What? . . . I’m sorry, were you talking to me?
JERRY: I went to the zoo, and then I walked until I came here. Have
I been walking north?
PETER: [puzzled] North? Why . . I . . . I think so. Let me see.
JERRY: [pointing past the audience] Is that Fifth avenue?
PETER: Why ya; yes, it is.
JERRY: And what is that cross street there; that one, to the right?
PETER: That? Oh, that’s Seventy-fourth Street.
JERRY: And the zoo is around Sixty-5fth Street; so, I’ve been walking
north.
PETER: [anxious to get back to his reading] Yes; it would seem so.
JERRY: Good old north.
PETER: [lightly, by reflex] Ha, ha.
JERRY: [after a slight pause] But not due north.
PETER: I … well, no, not due north; but, we … call it north. It’s
northerly.
JERRY: [watches as PETER, anxious to dismiss him, prepares his pipe]
Well, boy, you’re not going to get lung cancer, are you?
PETER: [looks up, a little annoyed, then smiles] No, sir. Not from this.
JERRY: No, sir. What you’ll probably get is cancer of the mouth, and
then you’ll have to wear one of those things Freud wore after
they took one whole side of his jaw away, What do they call
those things ?
PETER: [uncomfortable] A prosthesis?
JERRY: The very thing! A prosthesis. You’re an educated man, aren’t
you ? Are you a doctor ?
PETER: Oh, no; no. I read about it somewhere: Time magazine, I think.
[He turns to his book.]
JERRY: Well, Time magazine isn’t for blockheads.
PETER: No, I suppose not.
JERRY: [after a pause] Boy, I’m glad that’s Fifth Avenue there.
PETER: [vaguely] Yes .
JERRY: I don’t like the west side of the park much.
PETER: Oh? [Then, slightly wary, but interested] Why?
JERRY: [offhand] I don’t know.
PETER: Oh. [He returns to his book.]
JERRY: [stands for a few seconds, looking at PETER, who finally looks
up again, puzzled] Do you mind if we talk?
PETER: [obviously minding] Why . . . no, no.
JERRY: Yes you do; you do.
PETER: [puts his book down, his pipe out and away, smiling] No, I
really; I don’t mind.
JERRY: Yes you do.
PETER: [finally decided] No; I don’t mind at all, really.
JERRY: It’s … it’s a nice day.

 

albee2008

Edward Albee (Washington DC, 12 maart 1928)

 

De  Italiaans schrijver, dichter en politicus Gabriele d’Annunzio werd geboren in Pescara op 12 maart 1863. Zie ook mijn blog van 12 maart 2007.

 

Der Regen im Pinienhain       

 

Schweige. Auf der Schwelle
des Waldes höre ich
die menschlichen Worte nicht,
die du sagst. Aber ich höre
neue Worte;
die von weit entfernten Tropfen und Blättern erzählen.
Höre. Es regnet
aus zerrissenen Wolken.
Es regnet
auf salzige, trockene
Tamarisken,
Es regnet
auf die schuppigen und stacheligen Pinien;
Es regnet
auf die göttliche Myrthe,
auf die unzähligen Blüten des leuchtenden Ginsters,
auf Wacholder voller duftenden Beeren,
Es regnet
auf unsere waldesgleichen Gesichter,
Es regnet
auf unsere bloßen Hände,
auf unser leichtes Gewand,
auf die reinen Gedanken,
die den neuen Geist erwachen lassen,
auf das schöne Märchen,
das gestern dich verzauberte, das heute mich verzaubert.
Oh Ermione.

Hörst du? Der Regen fällt,
auf das verlassene Grün,
Mit einem endlosen, wechselnden Plätschern in der Luft,
je nachdem ob das Laub dichter ist
oder weniger dicht.
Höre. Es antwortet
auf den Regen der Gesang
der Zikaden,
die sich weder durch südliches Rauschen
noch durch den grauen Himmel
abschrecken lassen.
Und die Pinie
erklingt und die Myrte
erklingt anders und der Wacholder
wieder anders, verschiedene Instrumente
unter unzähligen Fingerschlägen.
Und verschlungen
sind wir im Waldgeist,
eines Baumes gleich lebend;
Und dein nasses Gesicht
gleicht einem von Regentropfen
bespicktem Blatt,
und deine Haare
verbreiten den Duft
leuchtendes Ginsters,
ich du Nymphe des Waldes,
die du den Namen Ermione trägst

Höre, höre. Der Ton
der luftigen Zikaden
wird nach und nach
dumpfer
unter heftigerem Regen;
aber ein Gesang mischt sich ein
der rauer ist
und von dort hinten kommt,
aus feuchten verborgenen Schatten.
Dumpfer und schwächer werdend
verklingt er.
Nur eine Note
schwingt noch und verklingt,
blüht wieder auf, schwingt und verklingt.
Man hört das Rauschen der Wellen nicht.
Jetzt hört man auf allen Blättern
den silbernen Regen prasseln,
der wäscht,
und das Prasseln
das sich im dichter
oder weniger dichten Laub verändert.
Höre.
Die Tochter der Lüfte schweigt, die Tochter der Erde jedoch,
die Unke,
singt im entfernten Schatten!
Wo nur – wo?
Und der Regen fällt auf deine Wimpern,

Ermione!

Er benetzt deine schwarzen Wimpern,
als weintest du aus Freude;
einem Baum entsprungen scheinst du.
Und das ganze Leben in uns ist jung und frisch,
und das Herz wie eine unberührte Frucht,
deine Augen gleichen Quellen in der Wiese,
deine Zähne bitt’ren Mandeln.
Eng umschlungen oder gelöst
wandeln wir durch das Dickicht.
Fast umschlingt das kräft’ge Grün uns’re Knöchel,
rankt sich um uns’re Knie
wo nur – wo?
Es regnet
auf unsere waldesgleichen Gesichter,
es regnet auf unsere bloßen Hände,
auf unser leichtes Gewand,
auf die reinen Gedanken,
die den neuen Geist erwachen lassen,
auf das schöne Märchen,
das gestern dich verzauberte,
das heute mich verzaubert.
Oh Ermione.

 

dannunzio

Gabriele d’Annunzio (12 maart 1863 – 1 maart 1938)

 

De Nederlandse dichter De Schoolmeester (Gerrit van de Linde) werd geboren op 12 maart 1808 in Rotterdam. Zie ook mijn blog van 12 maart 2007.

 

De Leeuw

Een leeuw is eigentlijk iemand,
Die bang is voor niemand,
Zijne oogen en zijn neus
Zijn grooter dan die van een reus;
En zijn muil
Is een ware moordkuil;
Met zijn klaauw
Is een leeuw geweldig gaauw;
Met zij staart
Gooit hij een schutter van zijn paard;
En met zijn tanden
Durft hij de heele schutterij wel aanranden.
Enfin
, hij is altijd het verscheurendste beest
Onder de dieren geweest
Onlangs heeft hij immers in Londen
Nog een juffrouw verslonden;
Doch, nu ik mij bezin,
Was hij het niet: het was de leeuwin.

 

De leeuw wordt viervoetig geboren:
Twee van achteren en twee van voren;
Of, volgens anderen, twee aan zijn rechterhand:
En de andere twee aan deze kant.

 

De leeuw zijn gemalin
Is mevrouw de leeuwin,
En de jongelui, zoolang zij zich met de borst behelpen,
Noemt men gewoonlijk: welpen.

 

Gouden leeuwen en leeuwen van hout,
Mitsgaders de Hollandsche, worden heel oud;
Men ziet ze nog wel op uithangborden en schilden, doch
[zeldzaam in ’t woud.
Komt ooit de ware leeuw rechtstreeks op u aan,
Dan is ’t beste om maar regelrecht uit den weg te gaan.
Doch niet als hij opgezet of dood is,
Daar er in dat geval volstrekt geen nood is.

 

De Schoolmeester (12 maart 1808 – 27 januari 1858)

 

De Amerikaanse schrijver Dave Eggers werd geboren op 12 maart 1970 in Chicago. Zie ook mijn blog van 12 maart 2007.

 

Uit: What Is the What

 

The walk to Ethiopia, Julian, was only the beginning. Yes we had walked for months across deserts and wetlands, our ranks thinned daily. There was war all over southern Sudan but in Ethiopia, we were told, we would be safe and there would be food, dry beds, school. I admit that on the way, I allowed my imagination to flower. As we drew closer to the border, my expectations had come to include homes for each of us, new families, tall buildings, glass, waterfalls, bowls of bright oranges set upon clean tables.

But when we reached Ethiopia, it was not that place.

— We are here, Dut said.

— This is not that place, I said.

— This is Ethiopia, Kur said.

It looked the same. There were no buildings, no glass. There were no bowls of oranges set upon clean tables. There was nothing. There was a river and little else. — This is not that place, I said again, and I said it many times over the coming days. The other boys tired of me. Some thought I had lost my mind.

I will admit that when we did cross into Ethiopia, there was a measure of safety, and some rest. We were able to stop, and this was strange. It was strange not to walk. That first night, we slept again where we sat. I was accustomed to walking every day, to walking at night and at the first light of morning, but now, when the sun rose, we stayed. There were boys spread all over the land, and all that was left to do, for some, was to die.

The wails came from everywhere. In the quiet of the night, over the hum of the crickets and frogs, there were the screams and moans, spreading over the camp like a storm. It was as if so many of the boys had been waiting to rest, and now that they had settled at Pinyudo, their bodies gave out. Boys died of malaria, of dysentery, of snake bites, of scorpion stings. Other illnesses were never named.

We were in Ethiopia and there were too many of us. Within days there were thousands of boys and soon after the boys arrived, there were adults and families and babies and the land was crowded with Sudanese. A city of refugees rose up within weeks. It is something to see, people simply sitting, surrounded by rebels and Ethiopian soldiers, waiting to be fed. This became the Pinyudo refugee camp.

Because so many had lost or bartered their clothing along the way, only half of us wore any garments at all. There sprung up a class system, whereby the boys who had shirts and pants and shoes were considered the wealthiest, and next were those who had two of the three. I was lucky to be considered upper-middle-class, with one shirt and two shoes and a pair of shorts. But too many boys were naked, and this was problematic. There was no protection from anything.”

 

dave_eggers

Dave Eggers (Chicago, 12 maart 1970)

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 12 maart 2007.

 

De Canadese schrijver Irving Layton werd geboren als Israel Pincu Lazarovici op 12 maart 1912 in Tîrgu Neamt, Roemenië.

 

De Russische dichter Sergej Michalkov werd geboren op 12 maart 1913 in Moskou.

 

De Duitse dichteres, kunstenares en politiek activiste Helga Goetze werd geboren op 12 maart 1922 in Magdeburg.