Wiebke Lorenz, Octave Mirbeau, Joseph von Scheffel, Vyacheslav Ivanov, Marie Noël, Hubert van Herreweghen, Luigi Meneghello, Nikolaj Leskov

De Duitse schrijfster en journaliste Wiebke Lorenz werd geboren op 16 februari 1972 in Düsseldorf. Zie ook alle tags voor Wiebke Lorenz op dit blog.

 

Uit: Allerliebste Schwester 

 

Am 12. Februar beschließt sie, dass es nun an der Zeit ist. In den vergangenen Wochen ging es ihr wieder besser, der Gedanke an das Buch mit der Telefonnummer hat sie gestärkt, außerdem hat Tobias sie weitestgehend in Ruhe gelassen. Sie kann es nun aushalten, eine Antwort abzuwarten. Oder vielleicht überhaupt keine zu bekommen, weil das Geschenk gar nicht so gemeint war. Aber warum sonst die Telefonnummer?
Tobias ist in die Firma gefahren, Eva hat sich für heute frei genommen, in den Wochen vor Weihnachten war sie fast jeden Tag im Geschäft. Zu Beginn des Jahres ist immer am wenigsten zu tun. Sie holt ihr Handy aus der Tasche, beginnt eine Nachricht zu schreiben. Dann schickt sie die SMS an die Nummer, die sie schon so oft im Geiste gewählt hat. Danke für das Buch! Können wir uns treffen?
Barbro Eine Sekunde später ein Piepen, die Nachricht ist beim Empfänger angekommen. Schnell schaltet Eva ihr Handy aus. Sie will es erst in ein paar Stunden wieder einschalten, wenn die Chance größer ist, eine Antwort zu haben. Im Badezimmer lässt Eva Wasser in die Wanne laufen, gießt Öl hinein, legt ein Handtuch bereit. Ihre Kleider stopft sie in den Wäschekorb neben der Heizung. Dann betrachtet sie sich in dem großen Spiegel über dem marmornen Waschtisch mit den zwei eingelassenen Becken.
Nur noch Haut und Knochen, hat ihre Mutter gesagt. Und ihre Mutter hat recht. Zwischen ihren kleinen Brüsten zeichnet sich deutlich das Sternum ab, links und rechts vom Hals liegen zwei tiefe Mulden, jede einzelne Rippe lässt sich zählen, sie hat ein schmales Becken und dürre Beinchen. Nur noch Haut und Knochen, ein Ding ohne Seele. Früher war das anderes. Da war ihr das Leben anzusehen. Aber mit jedem Tag, den sie in diesem gottverdammten Haus mit diesem gottverdammten Mann verbringen musste, ist es mehr und mehr aus ihr entwichen. Wie so oft denkt sie an Lukas.“
 

 

 

Wiebke Lorenz (Düsseldorf, 16 februari 1972)

 

 

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Elke Heidenreich, Hans Kruppa, Chrystine Brouillet, Douglas Hofstadter, Demetrius Vikelas

De Duitse schrijfster, critica en presentatrice Elke Heidenreich werd geboren op 15 februari 1943 in Korbach. Elke Heidenreich viert vandaag haar 70e verjaardag. Zie ook alle tags voor Elke Heidenreich op dit blog.

 Uit: Alte Liebe (samen met Bernd Schröder)

 „Das gibt wieder endlose Diskussionen. Und am Ende werden wir doch hinfahren. Aber zuerst muss ich mir die ganze Litanei anhören, immer und immer – Damit will ich nichts zu tun haben, Das interessiert mich nicht mehr, Natürlich ist sie meine Tochter, aber ihr Privatleben geht mir allmählich am Arsch vorbei, Auf welcher Müllkippe hat sie diesen Kerl nun wieder gefunden … Ich hör es schon. Ich würde ihm am liebsten sagen: Harry, halt jetzt einfach den Mund, sag jetzt einfach gar nichts, nimm den Brief hin, lass uns zu dieser idiotischen Hochzeit fahren, ja, es ist eine idiotische Hochzeit, ja, du hast recht, aber es ist nun mal unsere Tochter und ich finde es völlig müßig, alles jetzt noch mal von vorn durchzukauen. Was für ein Theater aber auch mit diesem Kind. Ich ärgere mich über Harrys Kommentare, die ich schon jetzt höre, als hätte er sie bereits losgelassen, ich kenn doch meinen Harry. Aber er hat recht, verdammt noch mal, er hat recht. Glorias Leben ist eine einzige Katastrophe. Sechsunddreißig Jahre, der dritte Mann, eine entsetzliche Ehe nach der anderen. Und dieser Mann ist auch falsch, ich fühle das. Eine Mutter fühlt so was. Das geht auch schief. Was haben wir bloß falsch gemacht mit diesem Kind. Sie war so ein süßes kleines Mädchen, blonde Locken, diese Sternenaugen, wie schön sie Klavier gespielt hat. Wir haben sie nie zu irgendwas gezwungen. Als sie die Schule abbrechen wollte, haben wir sie gelassen, als sie nach Indien wollte, haben wir sie gelassen, wir haben sie immer gelassen, vielleicht war das falsch. Sie wollte nicht so leben wie wir.“

 


Elke Heidenreich (Korbach, 15 februari 1943)

Elke Heidenreich en Bernd Schröder

 

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Jelena Bonner, Wilhelm Jensen, Jens Baggesen, Wilhelm Heinse, Tobias Amslinger, Dieter Lattmann, Karl Klostermann

De Turkmeens / Russische schrijfster, dissidente en kinderarts Jelena Georgievna Bonner werd geboren in Merv op 15 februari 1923. Zie ook alle tags voor Jelena Bonner op dit blog.

Uit: Auf den Ruinen des Totalitarismus (Vertaald door Hartmut Trepper)

„Zunächst ein Sprung in die Vergangenheit: Bildung und Ausbildung erhielt ich im sowjetischen Schulsystem, in dem obligatorisch Gesellschaftskunde und Geschichte der KPdSU unterrichtet wurden, und danach an der medizinischen Hochschule, wo marxistisch-leninistische Philosophie und Politökonomie Pflichtfächer waren. Damals habe ich mich nie gefragt, ob auch nur ein Körnchen Wahrheit in all dem stecke, was dort gelehrt wurde, und habe es umgehend vergessen, sobald die Reifeprüfung und später die Studienabschlußexamina bestanden waren.

Erst viele Jahre später begriff ich, daß ich mich mit meiner Beschränkung auf dieses offiziell vorgeschriebene Programm um einen wichtigen und vielleicht den wichtigsten Teil dessen, was die Kultur der Menschheit ausmacht, gebracht hatte; ich hatte keine eigene Weltanschauung entwickelt.

Von mir spreche ich hier, weil ich keine Ausnahme war. Was ich gesagt habe, galt für die meisten Menschen der Generation meiner Eltern und meiner eigenen. Wir lebten in einer Atmosphäre totaler Angst, wir wuchsen in sie hinein und begriffen es häufig gar nicht. Von den dreiundzwanzig Schüler in meiner Klasse erlebten elf, wie ihre Eltern verhaftet wurden. “Terror ist das wahre Wesen dieser Führungsform der Gesellschaft”, schrieb Hannah Arendt über den Totalitarismus.

Stalins Tod und der Zusammenbruch des Totalitarismus brachten die Angst nicht zum Verschwinden. Als wäre sie in die Gene eingedrungen, ging sie auf die nächste Generation über. Möglicherweise gab es deshalb in der UdSSR keine Studentenbewegung. Unsere Gesellschaft war und blieb eine Gesellschaft ohne eigene konsistente Weltanschauung. Ich spreche hier nicht von der Staatsideologie, die es heute zum Glück nicht mehr gibt, sondern davon, daß wir keine moralischen Kriterien hatten und nicht in der Lage waren, Wahrheit von Lüge und letztlich das Gute vom Bösen zu unterscheiden.“

 

Jelena Bonner (Merv, 15 februari 1923)
Hier met Andrej Sacharov

 

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Ischa Meijer, Alexander Kluge, Piet Paaltjens, Robert Shea, Frederick Philip Grove, Frank Harris

De Nederlandse journalist, schrijver, dichter, filmacteur en televisiepresentator Ischa Meijer werd geboren in Amsterdam op 14 februari 1943. Zie ook alle tags voor Ischa Meijer op dit blog.

 

Uit: Een jongetje dat alles goed zou maken

 

“Israel.

 De Dikke Man zat deze zomerse namiddag op zijn favoriete bank in het stadsparkje van de betrekkelijke koelte te genieten, toen naast hem een vage joodse kennis plaatsnam.

‘Wat een gedonder nou weer, hè, Met die bom in Argentinië, de Israëli’s en de Palestijnen- bedoel ik,’ sprak Die Vage Joodse kennis.

‘Het houdt ook nooit op.’

De Dikke man glimlachte maar wat.

‘En het begon indertijd zo mooi, herinner ik me,’ vervolgde de Vage Joodse Kennis.

‘O ja,’ barstte De Dikke Man inenen, bijkans tomeloos, los.

‘Ik herinner me nog die avond in mei’48. Mijn vader kwam huilend van vreugde thuis- omdat de Staat Israël was gesticht. En er hing een sfeer van puur vreugdevolle hoop- dat alles goed zou komen; enkel en alleen omdat we nu een eigen land hadden- een eigen land, met eigen postzegels.’

‘Jaja- die postzegels, grinnikte de vage Joodse Kennis, in fijne herinnering verzonken.

‘En die foto’s van de Jonge Staat.’

‘Nou en of!’ riep De Dikke Man, bijkans met overslaande stem.

‘Voormalige hoogleraren in de filosofie uit Duitsland, die op tractoren gezeten Het Nieuwe Land beploegden. Vrolijke jongelui met onveranderlijk stralende gezichtsuitdrukkingen, die onophoudelijk de horra dansten.’

‘O, ja, mijmerde de Vage Joodse Kennis. ‘Die horra! En de eerste Joodse sinaasappeltjes.’

‘Onze eigen, onvolprezen Jaffa!’ exclameerde De Dikke Man.

‘Mijn hemel- wat smaakten die best! Als je eenmaal zo’n joodse citrusvrucht hebt geproefd, begreep je gewoonweg niet meer hoe de niet-joden het in hun hoofd durfden te halen door te gaan met hun productie.’

‘Achja- Israël’, murmelde De Vage Joodse Kennis.”

 

 

Ischa Meijer (14 februari 1943 – 14 februari 1995)

 

 

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Julia de Burgos, Vsevolod Garsjin, Edmond About, Johann Martin Usteri, Pierre-Claude de La Chaussée, Leone Battista Alberti

De Puerto Ricaanse dichteres en schrijfster Julia de Burgos (eig. Julia Constanze Burgos García) werd geboren op 14 februari 1914 in Carolina. Zie ook alle tags voor Julia de Burgos op dit blog.

 

The sea and you

 

The stroke of the sea upon my door
is blue sensation between my toes,
and your impetuous leap through my spirit
is no less blue, an eternal birth.
 

 

All the color of awakened aurora
the sea and you swim to my encounter,
and in the madness of loving me
until the shipwreck
you both go breaking the ports and the oars.

 

If I just had a ship of seagulls,
and could for an instant stop them,
and shout my voice that they fight
in a simple duel of mystery!

 

That one in the other might find
his own voice,
interweave their dreams in the wind,
bind stars in their eyes
so that they give, united, their beams.

 

May there be a duel of music in the air
the opened magnolias of their kisses,
that the waves dress in passions
and the passion dress in sailboats.

 

All the color of awakened aurora
may the sea and you expand it into a dream
that it carry my ship of seagulls
and leave me in the water of two skies.

 


Vertaald door Jack Agueros

 

 

Julia de Burgos (14 februari 1914 – 6 juli 1953)

 

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M. Vasalis, Jan Arends, Irene Dische, Friedrich Christian Delius, Urs Faes, Faiz Ahmed Faiz

De Nederlandse dichteres en psychiater M. Vasalis werd geboren in Den Haag op 13 februari 1909. Dat is vandaag dus precies honderd jaar geleden. Zie ook mijn blog van 13 februari 2007 en ook mijn blog van 13 februari 2008. en ook mijn blog van 13 februari 2009 en ook mijn blog van 13 februari 2010.

Uit de nevel over het weiland

Uit de nevel over het weiland
met half-uitgewiste koeien
komt vandaag het werk van Mauve
bleek, allerzachtzinnigst boven,
daarna de gebroeders Maris,
weiden, bruiden, tederheid
in sluiers – die nog altijd waar is
maar uit een zó andre tijd.
De uil het wit en hol gezicht
van Mankes, eitjes van Verster
de geiten-weitjes – alles vaag
uit het vroegere Den Haag
woont nog in mij – stil en ver
in het land van losse haren
en van wit katoenen jurken
die zo lekker gingen ruiken
in een plotselinge regen.
In het land van vaders vrienden
bijna allemaal met snor
socialisten, debatterend over toekomst
en historie –
En van moeders zwerm vriendinnen
die ons aan haar strakverpakte
borsten, verende ballonnen,
drukten en zo pittig roken
naar de buitenlucht en zweet.

 

In de oudste lagen van mijn ziel

In de oudste lagen van mijn ziel,
waar hij van stenen is gemaakt,
bloeit als een gaaf ontkleurd fossiel,
de stenen bloem van uw gelaat.

Ik kan mij niet van U bevrijden,
er bloeit niets in mijn steen dan Gij,
de oude weelden zijn voorbij.
Maar niets kan mij meer van U scheiden.

 

M. Vasalis (13 februari 1909 – 6 oktober 1998)

Boekomslag

 

 

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Georges Simenon, Nynke van Hichtum, Katja Lange-Müller, Ivan Krylov

De Belgische (Franstalig) schrijver Georges Simenon werd geboren in Luik op 13 februari 1903. Zie ook mijn blog van 13 februari 2007 en ook mijn blog van 13 februari 2008. en ook mijn blog van 13 februari 2009 en ook mijn blog van 13 februari 2010.

 

Uit: Le chien sans maître 

 

„Vendredi 7 novembre. Concarneau est désert. L’horloge lumineuse de la vieille ville, qu’on aperçoit au-dessus des remparts, marque onze heures moins cinq.

C’est le plein de la marée et une tempête du sud-ouest fait s’entrechoquer les barques dans le port. Le vent s’engouffre dans les rues, où l’on voit parfois des bouts de papier filer à toute allure au ras du sol.

Quai de l’Aiguillon, il n’y a pas une lumière. Tout est fermé. Tout le monde dort. Seules, les trois fenêtres de l’Hôtel de l’Amiral, à l’angle de la place et du quai, sont encore éclairées.

Elles n’ont pas de volets mais, à travers les vitraux verdâtres, c’est à peine si on devine des silhouettes. Et ces gens attardés au café, le douanier de garde les envie, blotti dans sa guérite, à moins de cent mètres.

En face de lui, dans le bassin, un caboteur qui, l’après-midi, est venu se mettre à l’abri. Personne sur le pont. Les poulies grincent et un foc mal cargué claque au vent. Puis il y a le vacarme continu du ressac, un déclic à l’horloge, qui va sonner onze heures.

La porte de l’Hôtel de l’Amiral s’ouvre. Un homme paraît, qui continue à parler un instant par l’entrebâillement à des gens restés à l’intérieur. La tempête le happe, agite les pans de son manteau, soulève son chapeau melon qu’il rattrape à temps et qu’il maintient sur sa tête tout en marchant. Même de loin, on sent qu’il est tout guilleret, mal assuré sur ses jambes et qu’il fredonne. Le douanier le suit des yeux, sourit quand l’homme se met en tête d’allumer un cigare.“

 


Georges Simenon (13 februari 1903 – 4 september 1989)

 

 

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Eleanor Farjeon, Ricardo Güiraldes, Antonia Pozzi, Friedrich Adler

De Engelse dichteres en schrijfster Eleanor Farjeon werd geboren op 13 februari 1881 in Londen. Zie ook mijn blog van 13 februari 2007 en ook mijn blog van 13 februari 2009 en ook mijn blog van 13 februari 2010.

  

A Kitten

 

He’s nothing much but fur
And two round eyes of blue,
He has a giant purr
And a midget mew.

 

He darts and pats the air,
He starts and cocks his ear,
When there is nothing there
For him to see and hear.

 

He runs around in rings,
But why we cannot tell;
With sideways leaps he springs
At things invisible –

 

Then half-way through a leap
His startled eyeballs close,
And he drops off to sleep With one paw on his nose.

 

 

Eleanor Farjeon (13 februari 1881 – 5 juni 1965)

 

 

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M. Vasalis, Jan Arends, Irene Dische, Friedrich Christian Delius, Urs Faes, Faiz Ahmed Faiz

De Nederlandse dichteres en psychiater M. Vasalis werd geboren in Den Haag op 13 februari 1909. Dat is vandaag dus precies honderd jaar geleden. Zie ook mijn blog van 13 februari 2007 en ook mijn blog van 13 februari 2008. en ook mijn blog van 13 februari 2009 en ook mijn blog van 13 februari 2010.


Uit de nevel over het weiland

Uit de nevel over het weiland
met half-uitgewiste koeien
komt vandaag het werk van Mauve
bleek, allerzachtzinnigst boven,
daarna de gebroeders Maris,
weiden, bruiden, tederheid
in sluiers – die nog altijd waar is
maar uit een zó andre tijd.
De uil het wit en hol gezicht
van Mankes, eitjes van Verster
de geiten-weitjes – alles vaag
uit het vroegere Den Haag
woont nog in mij – stil en ver
in het land van losse haren
en van wit katoenen jurken
die zo lekker gingen ruiken
in een plotselinge regen.
In het land van vaders vrienden
bijna allemaal met snor
socialisten, debatterend over toekomst
en historie –
En van moeders zwerm vriendinnen
die ons aan haar strakverpakte
borsten, verende ballonnen,
drukten en zo pittig roken
naar de buitenlucht en zweet.

 

In de oudste lagen van mijn ziel

In de oudste lagen van mijn ziel,
waar hij van stenen is gemaakt,
bloeit als een gaaf ontkleurd fossiel,
de stenen bloem van uw gelaat.

Ik kan mij niet van U bevrijden,
er bloeit niets in mijn steen dan Gij,
de oude weelden zijn voorbij.
Maar niets kan mij meer van U scheiden.

 


M. Vasalis (13 februari 1909 – 6 oktober 1998)
Boekomslag

 

De Nederlandse schrijver en dichter Jan Arends werd geboren op 13 februari 1925 in Den Haag. Zie ook mijn blog van 13 februari 2007 en ook mijn blog van 13 februari 2008. en ook mijn blog van 13 februari 2009 en ook mijn blog van 13 februari 2010.

 

Ach er komen wel weer bloemen

Ach
er komen
wel weer bloemen.

Heb je ooit
zoveel honger gehad
als nu?

Als er weer bloemen komen
zal het brood zijn.

Dan komen alle dromen
terug.

Boze dromen
van honger
zullen weer terugkomen.

Er komen weer bloemen
van lente
en angst voor de winter.

 


Jan Arends (13 februari 1925 – 21 januari 1974)

 

De Duits-Amerikaanse schrijfster Irene Dische werd op 13 februari 1952 in New York geboren. Zie ook mijn blog van 13 februari 2009 en ook mijn blog van 13 februari 2010.

Uit: Die Decke

„Einer der Risse war seit letzten Sonntag breiter geworden. Ein halber Zentimeter in drei Tagen, mal nachrechnen, sagte sich Simone. Sie hatte viel Zeit. Dieser Riss bildete die lange Seite von einem unordentlichen Trapez aus lauter Rissen direkt über ihrem Bett. Sie hatte dem Trapez den Namen von Max gegeben, der vor ein paar Jahren verschwunden war. Sein Gesicht hatte eine ähnliche Form gehabt, aber geliebt hatte sie ihn trotzdem. Ein hässliches Gesicht war ihr lieber als ein hässlicher Körper, und Max war drahtig gewesen. Drahtig und amüsant. Wenn sie ihn an der Decke sah, amüsierte sie sich noch immer.

Max war da oben nicht allein. Die Lampe leistete ihm Gesellschaft – der Kleine Raik, wie Simone sie nannte, weil aus dem mit Gips verkleisterten Loch in der Decke mehrere Kabelenden hervortraten und die Lampe unansehnlich herunterbaumelte, eigentlich bloß ein Kabel mit einer nackten Glühbirne, die ein grelles, dummes Licht verstrahlte. Seit Jahren wollte sie sie herunternehmen und etwas Hübscheres anbringen, aber sie war nie dazu gekommen. Die Decke war sehr hoch, und um die Lampe zu erreichen, brauchte sie eine höhere Leiter. Ein halber Zentimeter in drei Tagen bedeutete, dass sich der Stuck pro Tag um fast zwei Millimeter verschob. Vielleicht war in der Wohnung darüber jemand herumgehopst und hatte den Vorgang beschleunigt.

Vielleicht würde er sich jetzt wieder verlangsamen. Raik, ihr Mann, war groß genug. Er konnte die Lampe erreichen, der sie den Spitznamen Kleiner Raik gegeben hatte. Aber er ließ sich nicht dazu bringen, etwas zu reparieren, das sie repariert haben wollte. Er bastelte gern an irgendwelchen Sachen herum, aber nicht wenn sie ihn darum bat, und sie hatte den Fehler gemacht, ihn zu bitten, und damit nur seinen Unwillen geweckt.”

 


Irene Dische (New York,  13 februari 1952)

 

De Duitse schrijver Friedrich Christian Delius werd geboren in Rome op 13 februari 1943. Zie ook mijn blog van 13 februari 2007 en ook mijn blog van 13 februari 2008.en ook mijn blog van 13 februari 2009 en ook mijn blog van 13 februari 2010.

Uit: Selbstporträt mit Schimpansen

„Wenige Tage nach dem Ende der Schlacht von Stalingrad nicht weit vom Vatikan in das warme Frühlingslicht von Rom geboren, die Mutter eine milde Mecklenburgerin, der Vater ein westfälischer Pfarrer, zwischen hessischen Wäldern und Fachwerkhäusern, Bücherregalen und Fußballplatz Lesen und Schreiben gelernt und zugleich stotternd und stumm geworden – wo fängt es an, das Ich, das mit gelähmter Zunge zur Sprache drängt und im Alter von zehn Jahren mit der Schreibmaschine des gefürchteten Vaters sich einen “Weltplan” tippt? Und als “Beruf” angibt: Dichter.
Dies Rätsel habe ich auch in der Erzählung “Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde” nicht gelöst, und ich will es nicht lösen, denn es treibt mich voran. Wer schweigt und stottert, mag, im Idealfall, ein besonders glühender Liebhaber der Sprache sein. Widerspruch – erst gegen die Sprache der Väter und Götter, dann gegen die Sprachen der Floskeln, der Macht, der Ideologie. Sich am Schopf der eigenen Lyrik aus dem Sumpf ziehen – mit solchem Sublimationsgewinn läßt sich wuchern. Es zog mich ins Zentrum der deutschen Widersprüche, anderthalb Jahre nach dem Mauerbau. Aber was wäre Berlin gewesen ohne den Weg durch die Mauer, ich brauchte Gesprächspartner in beiden Berlins. Doch bei allem bescheidenen Größenwahn hätten wir uns nie vorgestellt, uns 30 Jahre später in einer Akademie wiederzutreffen.
Der politische Schub von 1965, 1966, 1967, 1968 hat mich nicht gehindert, zehnmal mehr Jean Paul und Fontane zu lesen als Marx. Theorie war meine Sache nie, und der Höhepunkt meiner Studentenbewegung war eine Dissertation über “Der Held und sein Wetter”. Eine Maxime von Friedrich Schlegel begleitet mich seit 1965: “Jeder Satz, jedes Buch, so sich nicht selbst widerspricht, ist unvollständig.””

 


Friedrich Christian Delius (Rome, 13 februari 1943)

 

De Zwitserse schrijver Urs Faes werd geboren op 13 februari 1947 in Aarau. Zie ook mijn blog van 13 februari 2009 en ook mijn blog van 13 februari 2010.

Uit: Paarbildung

“„Vor sieben Uhr dämmerte das Institut vor sich hin; die ersten Patientengespräche und die ersten Bestrahlungen waren auf halb acht angesetzt. Noch waren keine Schritte, keine Stimmen zu hören; in den langen Fluren lag ein Warten. Meist war er vor den andern da. Er schätzte diese Momente vor der Betriebsamkeit des Spitalalltags, ging langsam durch die Korridore. Sein Blick folgte dem Einfall des Lichts, das über die Wände kroch, in den Bronzereliefs aufleuchtete, in schmalen Bahnen über die

Schwellen zu den Behandlungsräumen lief, dort auf die bereitstehenden Apparate fiel.

In dieser Stille sah er die Patienten und Patientinnen deutlicher vor sich als am Tag, wenn sie wirklich da waren und auf den Bildschirmen ihre von der Krankheit befallenen Körper sichtbar wurden, eine Brust, ein Kehlkopf, ein Lymphknoten, befallenes und bestrahltes Gewebe.

An diesem Montag war er besonders zeitig in die Klinik gefahren, er wollte vor dem Achtuhrrapport die Patientenblätter durchsehen, um vorbereitet zu sein. Wie jeden Tag war er auf dem Weg vom Parkplatz zum Institut durch das Eingangstor geschritten: vorbei an zwei hochaufragenden weißen Säulen. Auf ihnen waren alle Geburten der letzten Wochen verzeichnet. Er hatte es sich angewöhnt, einen Augenblick stehenzubleiben und die Namen der Neugeborenen zu lesen: Myriam, Ralf, Zaid, Liliane, Jan.

Wenn auf seiner Station ein Exitus gemeldet wurde, dachte er an den Namen eines der Neugeborenen und gewann darin wieder so viel Festigkeit, daß es ihm leichter fiel, sich bei den Besprechungen den letalen Verlauf einer Krankheit anzuhören, ohne leer zu schlucken. Seit einiger Zeit fragte er nicht mehr insistierend nach oder fing gar in der Mittagspause nochmals über den Todesfall zu sprechen an.”

 


Urs Faes (Aarau,13 februari 1947)

 

De Pakistaanse (Urdu) dichter Faiz Ahmed Faiz werd geboren op 13 februari 1911 in Sialkot. Zie ook mijn blog van 13 februari 2009 en ook mijn blog van 13 februari 2010.

 

It Is Spring Again

It is spring, And the ledger is opened again.
From the abyss where they were frozen,
those days suddenly return, those days
that passed away from your lips, that died
with all our kisses, unaccounted.
The roses return: they are your fragrance;
they are the blood of your lovers.
Sorrow returns. I go through my pain
and the agony of friends still lost in the memory
of moon-silver arms, the caresses of vanished women.
I go through page after page. There are no answers,
and spring has come once again asking
the same questions, reopening account after account.

 

Stanza

If they snatch my ink and pen,
I should not complain,
For I have dipped my fingers
In the blood of my heart.
I should not complain
Even if they seal my tongue,
For every ring of my chain
Is a tongue ready to speak.

 


Faiz Ahmed Faiz (13 februari 1911 – 20 november 1984)

Zie voor nog meer schrijvers van de 13e februari ook mijn vorige blog van vandaag en eveneens mijn eerste blog van vandaag.

Barbara Honigmann, Detlev Meyer, Lou Andreas-Salomé, Janwillem van de Wetering, Hans Dieter Baroth, Reinhard Federmann

De Duitse schrijfster Barbara Honigmann werd geboren op 12 februari 1949 in Oost-Berlijn. Zie ook mijn blog van 12 februari 2007 en ook mijn blog van 12 februari 2008. en ook mijn blog van 12 februari 2009 en ook mijn blog van 12 februari 2010.

 

Uit: Roman von einem Kinde

 

„Lieber Josef!

Ich möchte Dir einen Brief schreiben. Einen langen Brief, in dem alles drinsteht. So lang wie ein Roman. Ein Roman von einem Kinde.

Du sagst bestimmt, da muß man schon ganz schön tief unten sein, wenn man mit so was anfängt, mit langen Briefen und Romanen. Ich weiß auch, daß Du denkst, daß das alles nichts hilft, aber Du weißt auch, daß ich denke, es hilft doch. Und wie kommt es denn, daß wir alle so von Gott verlassen dastehen? Manchmal habe ich auch Angst, daß es eine richtige Erlösung gar nicht gibt, denn das müßte doch ein Geschenk sein, aber wir müssen ja alles kaufen, kaufen.

Lieber Josef, ich möchte, daß unsere Freundschaft

nie aufhört und daß wenigstens irgendein Ichweiß-nichtwas immer noch dableibt zwischen uns. In den

ganzen Jahren, in denen wir uns nicht gesehen haben, ist es doch leichter geworden zwischen uns, nein? Ich meine, leicht schwer im Gegensatz zu schwer schwer, denn alles andere ist so schwer schwer. Ich denke so oft an Dich, und ich möchte Dich oft. bitten, daß Du mir sagst, wie ich alles machen soll. Ich möchte Dir schreiben, wie es mir geht und wie alles gekommen ist

und wie alles geworden ist. Manchmal habe ich Angst, daß Du mir böse bist. Ich möchte soviel er-

zählen, erzählen, alles erzählen, und Du möchtest immer stumm sein. Warum?

Siehst Du mich, ich liege krank im Bett, und ich liege schon so lange im Bett, daß es mir manchmal scheint, als ob ich gar nicht mehr aufstehen kann und nie mehr gesund werde. Natürlich, eine richtige Krankheit habe ich gar nicht, und es ist ja lächerlich, daß einem ein Arzt helfen soll.“

 

 barbara_honigmann

Barbara Honigmann (Oost-Berlijn, 12 februari 1949)

 

 

Lees verder “Barbara Honigmann, Detlev Meyer, Lou Andreas-Salomé, Janwillem van de Wetering, Hans Dieter Baroth, Reinhard Federmann”