Jostein Gaarder, Klaus Ebner, Birgit Vanderbeke, Gernot Wolfram, Nina Berberova

De Noorse schrijver Jostein Gaarder werd geboren op 8 augustus 1952 in Oslo. Zie ook alle tags voor Jostein Gaarder op dit blog.

 

Uit: Das Kartengeheimnis

 

Ich war einer von vielen, die nach dem Zweiten Weltkrieg einen neuen Zufluchtsort suchten. Halb Europa hatte sich in ein Flüchtlingslager verwandelt. Ein ganzer Erdteil lebte im Zeichen des Aufbruchs. Aber wir waren nicht nur politische Flüchtlinge, wir waren auch heimatlose Seelen, auf der Suche nach uns selber.
Ich mußte Deutschland verlassen, um mir ein neues Leben aufzubauen, aber für einen Unteroffizier der Armee des Dritten Reiches gab es nicht viele Fluchtmöglichkeiten. Ich gehörte nicht nur einer zerschlagenen Nation an; aus dem Land im Norden hatte ich auch eine zerschlagene Liebe mitgebracht. Die ganze Welt um mich herum lag in Scherben.
Ich wußte, ich würde nicht in Deutschland leben können, aber ich konnte auch nicht nach Norwegen zurückkehren. Am Ende schlug ich mich durch die Berge und gelangte iJ;l die Schweiz. Ich irrte einige verwirrte Wochen umher, doch dann kam ich nach Dorf und lernte den alten Bäcker Albert Klages kennen.
Ich kam aus den Bergen und war entkräftet vom Hunger und von den vielen Tagen meiner Wanderung, als ich das kleine Dorf entdeckte. Der Hunger ließ mich wie ein gehetztes Reh durch den dichten Laubwald rennen, dann brach ich vor einem alten Holzhaus zusammen. Ich hörte die Bienen summen und roch den Duft von Milch und Honig.
Der alte Bäcker muß es geschafft haben, mich ins Haus zu tragen. Als ich auf einer Pritsche erwachte, sah ich einen weißhaarigen Mann in einem Schaukelstuhl sitzen und Pfeife rauchen. Als er sah, daß ich die Augen öffnete, stand er sofort neben mir.
»Du bist nach Hause gekommen, lieber Sohn«, sagte er tröstend. »Ich wußte, daß du eines Tages an meine Tür kommen würdest. Um den Schatz zu holen, mein Junge.«
Dann muß ich wieder eingeschlafen sein. Als ich erwachte, war ich allein. Ich stand auf und ging hinaus auf die Vordertreppe. Dort beugte sich der Alte über einen Tisch aus Steinen. Auf der schweren Tischplatte stand ein schönes Glasgefäß. Darin schwamm ein bunter Goldfisch. Es kam mir gleich sehr seltsam vor, daß ein kleiner Fisch aus einem weit entfernten Meer so munter hier oben in den Bergen mitten in Europa herumschwimmen konnte. Ein Stück des lebendigen Meeres war in die Schweizer Alpen getragen worden”

 

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Jostein Gaarder (Oslo, 8 augustus 1952)

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Sara Teasdale, Hieronymus van Alphen, Marjorie Kinnan Rawlings, Zofia Kossak-Szczucka, Hitomi Kanehara, Flavia Bujor, Franco Biondi, Reinhold Hauschka

De Amerikaanse dichteres Sara Teasdale werd geboren op 8 augustus 1884 in St. Louis. Zie ook alle tags voor Sara Teasdale op dit blog.

 

Because

Oh, because you never tried
To bow my will or break my pride,
And nothing of the cave-man made
You want to keep me half afraid,
Nor ever with a conquering air
You thought to draw me unaware —
Take me, for I love you more
Than I ever loved before.

And since the body’s maidenhood
Alone were neither rare nor good
Unless with it I gave to you
A spirit still untrammeled, too,
Take my dreams and take my mind
That were masterless as wind;
And “Master!” I shall say to you
Since you never asked me to.

 

 

Gray Eyes

It was April when you came
The first time to me,
And my first look in your eyes
Was like my first look at the sea.

We have been together
Four Aprils now
Watching for the green
On the swaying willow bough;

Yet whenever I turn
To your gray eyes over me,
It is as though I looked
For the first time at the sea.

 

 

Sara Teasdale (8 augustus 1884 – 29 januari 1933)

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Michael Roes, John Birmingham, Vladimir Sorokin, Cees Buddingh’, Garrison Keillor

De Duitse dichter, schrijver en filmmaker Michael Roes werd geboren op 7 augustus 1960 in Rhede. Zie ook mijn blog van 7 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Michael Roes op dit blog.

 

Uit: Geschichte der Freundschaft

 

Wir sitzen am Strand reden über sein Studium, über Literatur und Philosophie und über die Schwierigkeiten des Übersetzens. Plötzlich ändert sich sein Ton. Heute Nacht habe ich von dir geträumt, sagt er. Im Traum hattest du die Gestalt eines Elefanten. Aber ich wusste von Anfang an, dass du es warst. Zunächst fürchtete ich, du würdest alles zertrampeln, die Obstkisten vor den Geschäften, die Tische und Stühle vor den Cafés. Doch du bewegst dich ganz vorsichtig durch die enge Straße, lässt dich von den Kindern streicheln und hebst die Mutigeren von ihnen mit deinem Rüssel sogar auf deinen Rücken. Als du dann mich packst, bekomme ich doch Angst. Ich will etwas rufen, aber halte dann lieber den Mund, um den Elefanten nicht zu erschrecken.”

 

 

 

Michael Roes (Rhede, 7 augustus 1960)

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Joachim Ringelnatz, Heinz Rudolf Unger, Dieter Schlesak, Hermione von Preuschen, Joseph Rodman Drake, Carl Brosbøll

De Duitse dichter, schrijver, cabaretier en schilder Joachim Ringelnatz (eig. Hans Bötticher) werd geboren op 7 augustus 1883 Wurzen bij Leipzig. Zie ook alle tags voor Joachim Ringelnatz op dit blog en ook mijn blog van 7 augustus 2010.

 

 

Ohrwurm und Taube

Der Ohrwurm mochte die Taube nicht leiden.
Sie haßte den Ohrwurm ebenso.
Da trafen sich eines Tages die beiden
in einer Straßenbahn irgendwo.

Sie schüttelten sich erfreut die Hände
und lächelten liebenswürdig dabei
und sagten einander ganze Bände
von übertriebener Schmeichelei.

Doch beide wünschten sie sich im stillen,
der andre möge zum Teufel gehn,
und da es geschah nach ihrem Willen,
so gab es beim Teufel ein Wiedersehn.

 

 

 

Überall

Überall ist Wunderland
Überall ist Leben
Bei meiner Tante im Strumpfenband
wie irgendwo daneben.
Überall ist Dunkelheit
Kinder werden Väter.
Fünf Minuten später
stirbt sich was für einige Zeit.
Überall ist Ewigkeit.

Wenn Du einen Schneck behauchst
Schrumpft er ins Gehäuse,
Wenn Du ihn in Kognak tauchst,
Sieht er weiße Mäuse.

 

 

 

Ein Pflasterstein, der war einmal

Ein Pflasterstein, der war einmal
Und wurde viel beschritten.
Er schrie: “Ich bin ein Mineral
Und muss mir ein für allemal
Dergleichen streng verbitten!”

Jedoch den Menschen fiel’s nicht ein,
Mit ihm sich zu befassen,
Denn Pflasterstein bleibt Pflasterstein
Und muss sich treten lassen.

 

 

 

 

Joachim Ringelnatz (7 augustus 1883 – 17 november 1934)

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Kjell Westö, Christoph Simon, Diane DiPrima

De Finse schrijver Kjell Westö werd geboren op 6 augustus 1961 in Helsinki. Zie ook alle tags voor Kjell Westö op dit blog.

 

Uit: Das Trommeln des Regens  (Vertaald door Ebba Segerberg)

 

In einer Novembernacht vor knapp drei Jahren klingelte das Telefon im Flur. Meine Ehefrau Gabriella, die einen leichteren Schlaf hat als ich, wurde davon geweckt und rüttelte heftig an mir. Ich habe seit jeher die tiefe Vertrautheit meines Freundes und Kollegen Lang mit den unvermittelt eintreffenden Ereignissen und zufälligen Zusammentreffen des großstädtischen Lebens geteilt. Gabi dagegen ist bis heute von ihrer Kindheit in einem verschlafenen Schärendörfchen geprägt. Sie ist ein willensstarker und robuster Mensch, neigt jedoch dazu, sich durch Unerwartetes bis ins Mark erschüttern zu lassen. Außerdem durchlebten wir damals gerade einen Herbst voller Veränderungen und Sorgen. Mattias, Gabis Sohn, den sie schon mit 19 zur Welt gebracht hatte, war nach Abo gezogen, um dort an der schwedischsprachigen Universität zu studieren. Kurz darauf hatte Gabis Vater einen leichten Herzinfarkt erlitten. Als Gabi mich in jener Novembernacht weckte, war sie deshalb sehr erregt. Es ist jemand gestorben!, stotterte sie. Wach auf, Konni! Papa oder Matti, einer von ihnen ist gestorben. Ich weiß es, das ist so eine Nacht! Widerwillig schlug ich die Augen auf und fand mich in einem alten film noir wieder: der Wind, der an den Dachziegeln rüttelte, das Trommeln des Regens gegen das Schlafzimmerfenster, die halb offen stehende Tür zum Flur und zum Wohnzimmer, das Telefon, das klingelte, Motorengeräusche, die näher kamen, der Lichtstreifen, der über die Wohnzimmerwand wanderte, wenn sich ein Nachtbus die Topeliusgatan zum Platz hinaufquälte, um anschließend zu erlöschen, wenn der Bus in den Schacht der Runebergsgatan abtauchte. Wenn du schon wach bist, kannst du doch auch selber drangehen, murrte ich ärgerlich, jedoch vergeblich, denn Gabi saß wie angewurzelt aufrecht im Bett und schien vor Angst wie gelähmt zu sein, ihre nackten Füße lugten unter der Decke hervor, die sie eng um sich geschlagen hatte. Das Telefon klingelte beharrlich weiter. Ich begab mich auf steife.”

 

 

 

Kjell Westö (Helsinki, 6 augustus 1961)

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Jean Carrière, Alfred Lord Tennyson, Paul Claudel

De Franse schrijver en essayist Jean Carrière werd geboren op 6 augustus 1928 in Nîmes. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2009 en ook mijn blog van 6 augustus 2010.

 

Uit: L’épervier de Maheux

 

 « Eh bien quoi, la pauvreté? Vous avez tous ce mot-là à la bouche. Comme s’il ne vaut pas mieux manger un fruit sauvage assis devant sa porte et en étant un homme libre, que de se nourrir de langouste en prison ; car enfin, ne me dites pas que ces gens-là ne sont pas en prison. Ne me dites pas que ces gens-là sont heureux. Ils ont beau être habillés comme des milords, rouler en voiture, aller au cinéma, faire des tas de trucs extraordinaires, ils ont l’air triste, ils sont toujours malades, ou en colère après quelqu’un : ils se battent pour un oui ou pour un non, des guerres et des révolutions en veux-tu en voilà ; quand on les voit marcher dans la rue, collés les uns contre les autres, on se demande où ils vont, en tout cas ça n’a pas l’air de leur faire plaisir, d’aller là où ils vont et de faire ce qu’ils font, et c’est peut-être pour ça qu’à la fin ils se battent. Ils se battent parce qu’ils s’ennuient, et ils veulent qu’on aille se battre à leur côté ; ils n’ont qu’à se battre tout seuls si ça leur chante : est-ce qu’ils s’intéressent à nous, le reste du temps? L’été on en voit rappliquer quelques-uns par ici, ils se promènent dans la forêt, ils laissent traîner des papiers gras, des fois ils mettent le feu, et ils disent en regardant les montagnes : que c’est beau, ah ! que c’est beau ! Qu’est-ce que ça veut dire : c’est beau ? Ils disent n’importe quoi. »

 

 


Jean Carrière (6 augustus 1928 – 7 mei 2005)

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John Middleton Murry, Christa Reinig, Isabel Bolton,Conor McPherson, János Rózsás, Yacine Kateb, Rolf Boldrewood, Jiri Weil

De Engelse schrijver, criticus, vertaler en dichter John Middleton Murry werd geboren op 6 augustus 1889 in Londen. Zie ook mijn blog van 6 augustus 2009 en ook mijn blog van 6 augustus 2010.

Uit: Aspects of Literature

Tchehov was aware of the gulf that separated him  from the great men before him, and he knew that it  yawned so deep that it could not be crossed. He  belonged to a new generation, and he alone perhaps  was fully conscious of it. ‘ We are lemonade,’ he  wrote in 1892.
* Tell me honestly who of my contemporaries —  that is, men between thirty and forty-five — have given  the world one single drop of alcohol ? . . . Science  and technical knowledge are passing through a great  period now, but for our sort it is a flabby, stale, dull  time. . . . The causes of this are not to be found  in our stupidity, our lack of talent, or our insolence,  but in a disease which for the artist is worse than  syphilis or sexual exhaustion. We lack ” something,”  that is true, and that means that, lift the robe of our  muse, and you will find within an empty void. Let  me remind you that the writers who we say are for  all time or are simply good, and who intoxicate us,  have one common and very important characteristic:  they are going towards something and are summoning  you towards it, too, and you feel, not with your mind  but with your whole being, that they have some object,
just like the ghost of Hamlet’s father, who did not  come and disturb the imagination for nothing. . . .
And we } We! We paint life as it is, but beyond  that — nothing at all. . . . Flog us and we can do  more! We have neither immediate nor remote aims,  and in our soul there is a great empty space. We  have no politics, we do not believe in revolution, we  have no God, we are not afraid of ghosts, and I  personally am not afraid even of death and blindness”.



John Middleton Murry (6 augustus 1889 – 12 maart 1957)

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Richard Preston, Sergio Ramírez, Conrad Aiken, Gunter Haug

De Amerikaanse schrijver Richard Preston werd geboren op 5 augustus 1954 in Cambridge, Massachusetts. Zie ook mijn blog van 5 augustus 2007 en ook mijn blog van 5 augustus 2008 en ook mijn blog van 5 augustus 2009 en ook mijn blog van 5 augustus 2010.

 

Uit: The Wild Trees

 

“Steve Sillett had feathery light-brown hair, which hung out from under a sky-blue bandanna that he wore tied around his head like a cap. He had flaring shoulders, and his eyes were dark brown and watchful, and were set deep in a square face. The Sillett brothers stood shoulder to shoulder, looking at the birds. Their bodies were outlined against decks of autumn rollers coming in, giving off a continual roar. Scott handed the binoculars to his younger brother, and their hands touched for an instant. The Sillett brothers’ hands had the same appearance-fine and sensitive-looking, with deft movements.

Scott turned to Marwood: “Marty, I think your car should be called the Blue Vinyl Crypt. That’s what it will turn into if we fall off a cliff or get swiped by a logging truck.”

“Dude, you’re going to get us into a crash that will be biblical in its horror,” Steve said to Marwood. “You need to let Scott drive.” (Steve didn’t know how to drive a car.)

Marwood didn’t want Scott’s help with the driving. “It’s a very idiosyncratic car,” he explained to the Sillett brothers. In theory, he fixed his car himself. In practice, he worried about it. Lately he had noticed that the engine had begun to give off a clattering sound, like a sewing machine. He had also become aware of an ominous smell coming from under the hood, something that resembled the smell of an empty iron skillet left forgotten on a hot stove. As Marwood contemplated these phenomena and pondered their significance, he wondered if his car needed an oil change. He was pretty sure that the oil had been changed about two years ago, in Alaska, around the time the license plates had expired. The car had been driven twenty thousand miles since then, unregistered, uninsured, and unmaintained, strictly off the legal and mechanical grids. “I’m worried you’ll screw it up,” he said to Scott.

Steve handed the binoculars to his brother and climbed into the back of the Blue Vinyl Crypt. “Dudes, let’s go,” he said. “We need to see some tall redwoods.”

 

 

 

Richard Preston (Cambridge, 5 augustus 1954)

Bewaren

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Wendell Berry, Guy de Maupassant, Ron Silliman, Christian Wagner

De Amerikaanse dichter, schrijver, essayist en criticus Wendell Berry werd geboren op 5 augustus 1934 in Henry County, Kentucky. Zie ook mijn blog van 5 augustus 2007 en ook mijn blog van 5 augustus 2008 en ook mijn blog van 5 augustus 2009 en ook mijn blog van 5 augustus 2010.

 

  

In A Motel Parking Lot, Thinking Of Dr. Williams

 

I.

 

The poem is important, but

not more than the people

whose survival it serves,

 

one of the necessities, so they may

speak what is true, and have

the patience for beauty: the weighted

 

grainfield, the shady street,

the well-laid stone and the changing tree

whose branches spread above.

 

For want of songs and stories

they have dug away the soil,

paved over what is left,

 

set up their perfunctory walls

in tribute to no god,

for the love of no man or woman,

 

so that the good that was here

cannot be called back

except by long waiting, by great

 

sorrows remembered and to come

by invoking the thunderstones

of the world, and the vivid air.

 

II.

 

The poem is important,

as the want of it

proves. It is the stewardship

 

of its own possibility,

the past remembering itself

in the presence of

 

the present, the power learned

and handed down to see

what is present

 

and what is not: the pavement

laid down and walked over

regardlessly–by exiles, here

 

only because they are passing.

Oh, remember the oaks that were

here, the leaves, purple and brown,

 

falling, the nuthatches walking

headfirst down the trunks,

crying “onc! onc!” in the brightness

 

as they are doing now

in the cemetery across the street

where the past and the dead

 

keep each other. To remember,

to hear and remember, is to stop

and walk on again

 

to a livelier, surer measure.

It is dangerous

to remember the past only

 

for its own sake, dangerous

to deliver a message

you did not get.

 

 



Wendell Berry (Henry County, 5 augustus 1934)

Bewaren

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Rutger Kopland, Witold Gombrowicz, Tom Bresemann, Tim Winton

De Nederlandse dichter en schrijver Rutger Kopland (eig. Rutger Hendrik van den Hoofdakker) werd geboren in Goor op 4 augustus 1934. Zie ook mijn blog van 4 augustus 2010 en ook alle tags voor Rutger Kopland op dit blog.

 

 

De vraag wie ze is

Intussen huist ze al zo lang in mijn hoofd
en al zo bijna overal – maar wie ze is

een zinloze vraag, je zoekt in je herinneringen
naar iets onvoorstelbaars, ik weet het, maar
ook zinloze vragen vragen een antwoord

eigenlijk is ze nog steeds die jonge vrouw
die ik ooit voevallig ergens tegenkwam
– maar wie ze is – in mijn hoofd
vind ik haar niet terug

er zijn momenten dat ik ineens weer weet
dat de mens eenzaam is, ook ik

en dat ik naar haar kijk en denk: zij daar
dat is ze, zo zichtbaar, zo sterfelijk

 

een merel

Er is iets in de zang van een merel
het is voorjaar, je wordt wakker

je ligt te denken in de nacht
het raam staat open – er is iets

waarvan de vogel zingt
en je denkt aan wat je moet opgeven

er is iets in je dat leeg is en het stroomt vol
met het zingen van die merel

 

De rode beuk

Hier staat de rode beuk
met het eindeloos grote
geduld van een boom.

Hier staat de rode beuk
hij ziet en hij hoort ons
en is ons vergeten.

Hier staat de rode beuk
voor hem is het altijd altijd
en hier is het nergens

 

 

 

 

Rutger Kopland (Goor, 4 augustus 1934)

Portret door Trudy Kramer 2002

 

Bewaren

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