Antoine Blondin, Luise Gottsched, Lev Blatný, Anastasius Grün, Johann Heinrich Merck, Christopher Smart

De Franse schrijver Antoine Blondin werd geboren op 11 april 1922 in Parijs. Zie ook mijn blog van 11 april 2009.

Uit: L’humeur vagabonde

«Il commence par une phrase d’une banalité sidérante, jetée à la désespérée après des heures de méditation, entrecoupées de coups d’yeux perplexes sur l’asile de fous, qui donne la réplique au Grand Hôtel, de l’autre côté de la rivière. La voici: “Après la Seconde Guerre mondiale, les trains recommencèrent à rouler.” Telle quelle, elle précise pourtant mes horizons: je sais que l’histoire ne se passera pas sous la Révolution ou sous les croisades. Je continue sur ma lancée ferroviaire: “On rétablit le tortillard qui reliait la préfecture à mon village natal.” Ainsi le narrateur sera-t-il un campagnard. Mais je n’ai aucune expérience rurale, fuyons: “J’en profitai pour abandonner ma femme et mes enfants qui ne parlaient pas encore.” Ce campagnard est un père de famille vraisemblablement jeune et instable. […]

Blondin

Antoine Blondin (11 april 1922 – 7 juni 1991)

 

De Duitse schrijfster en vertaalster Luise Adelgunde Victorie Gottsched werd in april 1713 geboren in Danzig. Zie ook mijn blog van 11 april 2007 en ook mijn blog van 11 april 2009.

 

Uit: Der Witzling

 

Jungfer Lottchen sitzt auf einem Stuhle und macht Knötchen. Bald darauf kömmt Herr Reinhart.

Herr Reinhart. Nun, wie stehts, Jungfer Lottchen? Ich habe heute zu Mittage unmöglich zu Hause speisen können. Ich fand auf der Börse einen guten Freund aus Siebenbürgen, den ich mit in den blauen Engel nahm: denn ich bin meiner Frauen nicht gern mit unerwarteten Gästen beschwerlich. Ist Ihnen auch bey Tische die Zeit sehr lang geworden?

Jungfer Lottchenlacht. Ach nein! mir zum mindesten nicht! So lange wir ein so abgeschmacktes Thier am Ti
sche haben, als der junge Vielwitz ist; so wird mir die Zeit wohl nicht leicht lang werden.

Herr Reinhart. Ey, was sagt Sie, Jungfer Lottchen! der junge Vielwitz sollte abgeschmackt seyn? Sein Vater ist ein so reicher Mann! ich wollte ihm wohl mein ganzes Vermögen creditiren.

Jungfer Lottchenlacht sehr. Der Reichthum hilft so wenig für Thorheit, als das Alter. Sein Vater sey so reich als er wolle: sein Herr Sohn ist ein Geck.

Herr Reinhartsich verwundernd. Ich weis doch nicht! mir kömmt es vor, daß der junge Mensch recht sehr klug thut.

Jungfer Lottchen. Eben darinn besteht seine Thorheit. Glauben Sie mirs nur, Herr Reinhart, nichts steht einem jungen Menschen närrischer, als wenn er klüger thun will, als alle andere. Er ist ein rechter großer Verehrer von seiner Wenigkeit; sie lacht, er ist aber, meines Wissens, auch der einzige.

Herr Reinhart. Es ist wohl wahr, er redet immer von sich selbst, und von seiner Gelehrsamkeit; und vergißt bey Tische fast das Essen darüber, daß er uns immer seine Verse herbethet, die er auf Schulen gemacht hat. Allein es ist die liebe Jugend; solche Fehler geben sich mit den Jahren.

 

gottsched

Luise Gottsched (11 april 1713 – 26 juni 1762)
Portret door Elias Gottlob Haussmann, rond 1740

 

De Tsjechische dichter, schrijver en criticus Lev Blatný werd geboren op 11 april 1894 in Brno. Van 1915 tot 1918 diende hij als soldaat in Galicië, de Bukovina, Siebenbürgen en Albanië. Na WO I maakte hij zijn studie rechten af in Praag en werd hij aangesteld bij de Tsjechische spoorwegen. Kort daarna begon hij echter voor het theater te werken, eerst als dramaturg. Reeds als jongeman had hij gedichten en korte prozawerken gepubliceerd. Zijn succesvolste stuk is de komedie Kokoko-dák. Blatný schreef ook expressionistische verhalen. Hij stier al op 36-jarige leeftijd aan tbc. Lev Blatný is de vader van de dichter Ivan Blatný.

 

Uit: Lev Blatný and his Prosaic Writings (door Jitka Málková)

 

Blatný entered the world of literature fully and vigorously at the beginning of the twenties at the twentieth century with his expressionistic prose, which reflected his own oppressive experience with First World War battlefields and was focused on feelings of dispossession of man within indifferent society. His literary debut was indeed the book of poetry called Vzkazuji (Giving to know) issued already in 1912. However, he had not dwelt on poetry anymore, because it was a drama and prose which became his domain and went hand in hand with all his creative maturing. By the twenties Blatný´s initial extremely expressionistic expression was changing and became more restrained. Though, it worked more with the ironic hyperbole and clearer targeting the problems of the time. In the second half of twenties its prose, while losing its previous powder, concisely pointed to the problems of the time. Under the influence of New Objectivity Blatný gravitated towards more realistic view of reality, which is also closely linked to more cogent characteristics of the environment, characters and storyline. However, it is not exception that in this period his prose contained the relics of expressionism and elements of idealization, which entirely vanished after completing his nouvelle Trestanec (Prisoner). This nouvelle originated at the very end of his life, but its complete edition was published up in 1961 thanks to Milan Suchomel in time, when Lev Blatný and his work were gradually fallin
g into oblivion. His partial rehabilitation, however, didn´t last long. Perhaps nowadays, in the period which is in many ways similar to the twenties of the last century, his work could speak to wider audience.“

 

BlatnyLev1923

Lev Blatný (11 april 1894 – 21 juni 1930)

 

De Oostenrijkse dichter en politicus Anastasius Grün (eig. Anton Alexander Graf von Auersperg)  werd geboren op 11 april 1808 in Laibach (tegenwoordig Ljubljana, Slovenië) Vanaf 1824 studeerde hij rechten in Wenen en Graz. Om financieel onafhankelijk te zijn werkte hij op zij erfgoed Thurn am Hart. In de winterperiode verbleef hij in Wenen, waar hij omging met dichters als Bauernfeldt, Castelli en Seidl. De publicatie van zijn politieke gedichten leidden in 1838 tot een onderzoek, waarbij zijn ware naam onthuld werd. Hij werd door Metternich voor de keuze gesteld om niet meer te publiceren of te emigreren. Hij koos voor het eerste en werd later lid van het Frankfurter parlement. In 1851 gaf hij het nagelaten werk van zijn vriend Lenau uit, in 1855 diens verzamelde werk.

 

Blätter und Lieder

 

Frühling ist’s in allen Räumen!

Blüth’ und Blume taucht empor,

Und aus Standen und aus Bäumen

Sprießen Blätter grün hervor.

 

Jugend blüht auf meiner Wange,

Jugend glüht in meiner Brust;

Blättern gleich im Frühlingsdrange

Blühn mir Lieder aus der Brust.

 

Blätter sangen aus der Erde

Leben, Farbe, Glanz und Saft,

Flattern wieder zu der Erde,

Wenn sie knickt des Sturmes Kraft.

 

Aus der Lieb’ erblühen Lieder,

Blühn und sprossen auf zum Licht,

Flüchten zu der Liebe wieder,

Wenn der Zeiten Arm sie bricht.

 

Wenn ein neuer Lenztag blinket,

Blühn die Blätter wieder auf,

Und wenn neue Liebe winket,

Leben neu die Lieder auf.

 

gruen
Anastasius Grün (11 april 1808 – 12 september 1876)

 

De Duitse schrijver en criticus Johann Heinrich Merck werd geboren op 11 april 1741 in Darmstadt. Hij studeerde rechten in Gießen, en werd daarna hofmeester. Voor een aantal jaren oefende hij behoorlijk invloed uit op het literaire leven in Duitsland. In 1773 vergezelde hij de landgravin Karoline of Hesse-Darmstadt naar Sint Petersburg. Onfortuinlijke speculaties brachten hem in 1788 in ernstige problemen. Vrienden, waaronder Goethe, schoten hem wel te hulp, maar zijn verlies – en ook nog de dood van vijf van zijn kinderen, drukten zo zwaar op hem dat hij in 1791 zelfmoord pleegde.

 

Uit: Geschichte des Herrn Oheims

 

Diesesmal, liebster Freund, erhalten Sie von meiner letzten Reise kein Geschenk mineralogischen Inhalts und Gewichts, sondern es ist eine andere Seltenheit womit ich Sie unterhalten will, die nicht so leicht sich auf den Landstraßen aufsammlen läßt. Es ist die Geschichte eines Mannes der die sonderbare Entschließung gefaßt, und die blendende Szene von Ansehn und Gewalt gegen das Leben des Landmanns vertauscht, und zwar freiwillig vertauscht hatte. Schon ehe ich Heilbronn verließ hörte ich von ihm reden, und zwar aus so verschiedenen Gesichtspunkten von seinem Charakter urteilen, daß ich bald merkte es müßte mehr als eine Alltagsgeschichte sein. Allgemein aber war doch die Sage, daß er ehedessen, Minister gewesen, das Vertrauen des Fürsten in einem sehr hohen Grade besessen, und nun auf dem Lande als Bauer lebte. Jeder kolorierte das Ding wie er’s gut fand. Dem einen war’s unbegreiflich. Der andere fand’s lächerlich. Die Damen fanden’s abscheulich. Die Herren, die sich die weisesten dünkten, sahen es als eine Sucht an, auf eine neue Art brillieren zu wollen, den Sonderbaren zu spielen, und nach Mönchenweise die Welt zu verlassen, weil sie uns verlassen hatte. Das Scheußlichste, was man am meisten ausstieß, war, daß er allen Umgang mit der honetten Welt aufgehoben hatte, selbst Bauernarbeit tat, sein Gesinde am Tisch essen ließ, usw. – Diese letzten Züge waren nun freilich ein wenig frappant. –

Weil ich diesmal fest entschlossen war, nicht durch das Gläschen aller dieser Herrn und Damen zu sehen, sondern mein Paar Augen selbst zu brauchen, so erkundigte ich mich eben wie weit es von meiner Straße nach Ulm bis an sein Dorf abwärts sein möchte, und sprach meinem Braunen zu. Ich kam den andern Tag, vormittags um neun Uhr an, und gab einen Brief des Herrn von Meyer, aus Heilbronn, an den Pfarrer des Orts ab, der sein Freund sein sollte.“

 

Merck

Johann Heinrich Merck (11 april 1741 – 27 juni 1791)
Portret door J. H. Strecker, 1770

 

De Engelse dichter Christopher Smart werd geboren op 11 april 1722 in Shipbourne. Jarenlang werd hij door zijn schoonvader John Newberry vanwege zijn zogenaamde religieuze manie weggestopt in een tehuis voor geesteszieken. Zijn bekendste werken zijn A Song to David en Jubilate Agno, die grotendeels tijdens zijn opsluiting zijn ontstaan. Zijn tijdgenoten kenden hem vooral door zijn bijdragen in tijdschriften als The Midwife en The Student.

 

The Sweets of Evening 

 

The sweets of evening charm the mind,

Sick of the sultry day;

The body then no more confin’d,

But exercise with freedom join’d,

When Phoebus sheathes his ray.

 

While all-serene the summer moon

Sends glances thro’ the trees,

And Philomel begins her tune,.

And Asteria too shall help her soon

With voice of skillful ease.

 

A nosegay, every thing that grows,

And music, every sound

To lull the sun to his repose;

The skies are colour’d like the rose

With lively streaks around.

 

Of all the changes rung by time

None half so sweet appear,

As those when thoughts themselves sublime,

And with superior natures chime

In fancy’s highest sphere. 

 

-Christopher_Smart

Christopher Smart (11 april 1722 – 21 mei 1771)
Portret door onbekende schilder, rond 1745

95 Jaar Leo Vroman, Paul Theroux, Claudio Magris, Bella Akhmadulina, Stefan Heym, Richard Wagner

De Nederlandse dichter Leo Vroman werd op 10 april 1915 in Gouda geboren. Zie ook alle tags voor Leo Vroman op dit blog.

 

Vrede

Komt een duif van honderd pond,
een olijfboom in zijn klauwen,
bij mijn oren met mijn mond
vol van koren zoete vrouwen,
vol van kirrende verhalen
hoe de oorlog is vedwenen
en herhaalt ze honderd malen:
alle malen zal ik wenen.

Sinds ik mij zo onverwacht
in een taxi heb gestort
dat ik in de nacht een gat
naliet dat steeds groter wordt,
sinds mijn zacht betraande schat,
droogte blozend van ellende
staan bleef, zo bleef stilstaan dat
keisteen ketste in haar lenden,
ben ik te dicht en droog van vel
om uit te zweten in gebeden,
kreukels knijpend evenwel,
en ‘vrede’ knarsend, ‘vrede, vrede’,

Liefde is een stinkend wonder
van onthoofde wulpsigheden
als ik voort moet leven zonder
vrede, godverdomme, vrede ;
want het scheurende geluid
waar ik van mijn lief mee scheidde
schrikt mij nu het bed nog uit
waar wij soms in dromen beiden
dat de oorlog van weleer
wederkeert op vilten voeten,
dat we, eigenlijk al niet meer
kunnend alles, toch weer moeten
liggen, rennen en daarnaast
gillen in elkanders oren,
zo wanhopig dat wij haast
dromen ons te kunnen horen.

Mag ik niet vloeken als het vuur
van een stad, sinds lang herbouwd,
voortrolt uit een kamermuur,
rondlaait en mij wakker houdt ?
Doch het versgebraden kind,
vuurwerk wordend, is het niet
wat ik vreselijk, vreselijk vind:
het is de eeuw dat niets geschiedt,
nadat eensklaps, midden door een huis,
een toren is komen te staan van vuil,
lang vergeten keldermodder,
snel onbruikbaar wordend huisraad,
bloedrode vlammen en vlammend
rood bloed, de lucht eromheen behangen
met levende delen van dode doch
aardige mensen, de eeuwlange stilte voor-
dat het verbaasde kind in deze zuil
gewurgd wordt en reeds de armpjes
opheft.

Kom vanavond met verhalen
hoe de oorlog is verdwenen,
en herhaal ze honderd malen:
alle malen zal ik wenen.

 

Biologie voor de jeugd

Hoofdhaar is een knolgewas.
Jij hebt knolletjes in je huid,
Taai en herfstachtig gras
komt daar geregeld uit.
En ieder knolletje is een knoest
van o wel duizend cellen.
Studeerde je histologie
dan moest je die allemaal tellen.
Ik echter zeg alleen maar dit:
dat onder haar en schedelbeen
een buidel hersencellen zit,
en dat daarvan één cel alleen
wel duizend gedachten wekt.
(Dit vriend zij u ten teken
dat een en ander wel eens lekt;
wij spreken dan van Spreken.)
Eén haartje uit je wonderhoofd
gerukt, ware zij uit je brein ontsproten,
zou je dus van een knol ter grootte
van een miljoen gedachten
hebben ontroofd;
en kon ik je zachte hersenen strelen
zoals ik nu je kruintje strijk,
dan stond wat je nu voelde gelijk
aan tien biljoen tafrelen.

Ontstelt u dus zulk vergezicht,
houd dan uw schedeldoosje dicht.

 

De kwal en het water

Een kwal die vond dat het water stonk
sprong aan wal, waar hij verdronk.

MORAAL
Wie al te grote afstand neemt
was van tevoren al wat vreemd.
OF
Voor al te fijn besnaarde kwallen
kan evolutie tegenvallen.

 

Vroman_Tineke

Leo Vroman (Gouda, 10 april 1915)
Vroman met zijn echtgenote Tineke

 

De Amerikaanse schrijver Paul Edward Theroux werd geboren op 10 april 1941 in Medford, Massachusetts. Zie ook alle tags voor Paul Theroux op dit blog.

 

Uit: A Dead Hand

 

“The envelope had no stamp and only my name underlined on the front; it had somehow found me in Calcutta. But this was India, where big pink foreigners were so obvious we didn’t need addresses. Indians saw us even if we didn’t see them. People talked grandly of the huge cities and the complexity, but India in its sprawl seemed to me less a country than a bloated village, a village of a billion, with village pieties and village pleasures and village peculiarities and village crimes.

A letter from a stranger can be an irritation or a drama. This one was on classy Indian handmade stationery, flecks of oatmeal in its weave and reddish threads like blood spatter, with assertive handwriting in purple ink. So I dramatized it, weighed it in my hand and knifed it open slowly, as though I were being watched. In populous Calcutta, city of deformities, my being watched was highly likely. But how did anyone know I was at the Hotel Hastings, east of Chowringhee, in an obscure lane off Sudder Street, in every sense buried alive?

I happened to be looking for a story, but Calcutta had started to creep on my skin, and I had even begun to describe how the feel of this city in its exhalations of decay in the months before the monsoon was like the itch you experience when you empty an overfull vacuum cleaner’s dirt bag, packed with hot grit and dead hair and dust bunnies and dander, and you gag and scratch at the irritation and try to claw the tickle and stink off your face – one of my arresting openings.

As I was rereading the letter to see if it was authentic, a wasp began to swing in short arcs and butt the windowpane, seeing only daylight. I opened the window to release it, but instead of flying out it drowsed to another window and butted it – stupid! – then settled on my damp arm. I flicked at it. It made an orbit around my head and finally, though I’d tried to save it, did not fly out of the window but seemed to vanish somewhere in my room, where it would buzz and sting me in the night.

I remembered how my friend Howard at the American consulate had asked me the day before if I’d ever been married. I said, ‘No, and I’m at that stage in my life when I no longer see a woman and say to myself, “Maybe she’s the one for me.”‘

 

paul theroux

Paul Theroux (Medford, 10 april 1941)

 

De Italiaanse schrijver en vertaler Claudio Magris werd geboren op 10 april 1939 in Triëst. Zie ook alle tags voor Claudio Magris op dit blog.

 

Uit: Utopie und Entzauberung (Vertaald door Karin Krieger, Ragni Maria Gschwend)

 

„Ein Papierkügelchen oderÜber das Vorurteil

Es muß im April oder Mai 1956 in Triest gewesen sein. Wir waren etwa in der fünften Gymnasialklasse, und in der Griechischstunde hatte einer meiner Kameraden namens Cecovini ein Papierkügelchen abgeschossen, das unvermutet auf dem kahlen Schädel des am Pult über das Klassenbuch gebeugten Lehrers gelandet war. Der blickte auf, sah vor sich in der ersten Reihe den Schüler De Cola sitzen und machte ihn sofort und ohne zu zögern als den Schützen aus. “Du,

mein lieber De Cola, der du dich damit amüsierst, Papierkügelchen zu schießen…” Der Beschuldigte beteuerte heftig seine Unschuld, doch vergebens, denn der Lehrer fuhr, gutmütig zwar, aber unbeirrt,

fort, auf ihn einzureden: “Tja, mein lieber De Cola, du hast nun mal die Angewohnheit, Papierkügelchen zu schießen, ich weiß… dir macht es Spaß, den Pandaros zu spielen, den trojanischen Bogenschützen, wie?”

Nach ein paar Minuten erhob sich der wahre Schuldige, Ehrenmann, der er war, und sagte: “Herr Professor, das war ich.” Worauf der Lehrer einen zerstreuten Blick auf ihn warf und erwiderte: “Ach, du warst das, na gut… aber auch du, De Cola, mit deiner Neigung, Papierkügelchen zu schießen…” Von diesem Tag an wandte sich unser Griechischlehrer, ein großer Kenner und Vermittler seines Fachs, jedesmal, wenn er das Klassenzimmer be-trat, sofort an De Cola: “Du, der immer Papierkügelchen

schießt… ich weiß, ich weiß, neulich ist es Cecovini gewesen, aber auch du, mit dieser schlechten Angewohnheit…”

Diese Unterrichtsstunde, die den Mechanismus eines Vorurteils aufdeckte und zeigte, wie tief es sich in uns einnistet, ohne sich von den Dementis der Realität beirren zu lassen, habe ich nie mehr vergessen. Die Tatsache, daß De Cola dieses eine Mal keine Papierkügelchen geschossen hatte, war für den Lehrer etwas ebenso Zufälliges und Unwesentliches wie die, daß es dieses eine Mal Cecovini gewesen war.“

 

Magris

Claudio Magris (Triëst, 10 april 1939)

 

De Russische dichteres Bella Akhmadulina werd geboren op 10 April 1937 in Moskou. Zie ook alle tags voor Bella Akhmadulina op dit blog.

 

Features of an Artist’s Studio
for Boris Messerer

O future guest, guest most gentle!
Beneath this dear sublunar roof,
which only the unending bottom
of the All-mighty haze surmounts,
where from their pulpit four Victrolas
train their lordly eyes on you,
rejoice and sing to times a-passing,
to all Victrolas and me, too!
Better not think about
the unimaginable distance
I’m these days! Who’s spare a penny
for a candle for my soul
since I can’t entertain your party
with a sepulchral joke of two
and, unlike Virgil the Omniscient,
am not at the door to welcome you?

Come into the fantastic house
where daily life is universal,
where things and people are familiar
with a sudden shudder of forever
and the splash of little silver hearts
mysteriously sends signals through
about the drafts from outer space
to guests who used to sit here, too.

At the feet that mounted Calvary,
trust in the words I say to you
and guide yourself upstairs slowly
past the sixth floor, singing praises
to every doodad and gilhickey,
revere the fantasticality
of things, and don’t let the barrel organ’s
childlike spirit be scared of you.

Perhaps the sunset’s in the window,
or the music box in shedding tears,
or for the Mournful Specter of the North
yellow stands on end among the gray-
long may the house, like a lost balloon,
flutter over Boredom Valley
so you, O artless guest of mine,
may reach this strange land in the sky.

 

BellaAkhmadulina

Bella Akhmadulina (Moskou, 10 april 1937)

 

De Duitse dichter en schrijver Stefan Heym (eig. Hellmuth Flieg) werd geboren op 10 april 1913 in Chemnitz. Zie ook alle tags voor Stefan Heym op dit blog.

 

Uit: Schreiben nach Auschwitz

 

„Nichts ist mehr, nach Auschwitz, so wie es vorher war. Der Rauch aus den Öfen hat das Blau des Himmels für immer getrübt; der Gestank des Orts wird über uns hängen bis ins dritte und vierte Geschlecht.

Nicht daß ich Anklage erhöbe gegen die, denen der Dr. Kohl die von ihm entdeckte Gnade der späten Geburt zugute kommen läßt. Es ist nicht meine Aufgabe, heute und hier Anklage zu erheben; und wer bin ich, mit Steinen um mich zu werfen, die wohl die Richtigen treffen würden, man kann sie gar nicht verfehlen – aber doch auch Falsche.

Die Anklage möge jeder gegen sich selbst erheben. Jeder möge sich prüfen: Wo stehe ich, mit Namen Soundso, und geboren nach Auschwitz, an diesem Herbsttag des Jahres 1988, und wo hätte ich damals gestanden, als die Opfer zusammengetrieben und auf die Reise geschickt wurden zu den Rampen des Dr. Mengele? Hätte ich mich erhoben in Protest? Hätte ich auch nur versucht, eine Rinde Brotes durch die Vergitterung der Güterwaggons zu schieben beim Halt der traurigen Züge auf irgendeinem der Bahnhöfe, durch die sie kamen? Oder mich abgewandt, mit geducktem Kopf, nur nichts sehen und hören – oder hätte ich mitgehöhnt gar und mitgeschrien?

Denn Auschwitz wird auch noch sein, ein Menschheitsalpdruck, nachdem der letzte verscharrt ist, der sich mitschuldig gemacht hat durch sein Reden und Tun, und durch sein Schweigen – durch Schweigen die Mehrzahl.“

 

Stefan_Heym

Stefan Heym (10 april 1913 – 16 december 2001)

 

De Duitse schrijver Richard Wagner werd geboren op 10 april 1952 in Lovrin, in Roemenië. Zie ook alle tags voor Richard Wagner op dit blog.

 

Uit: Habseligkeiten

 

Die Landschaft ist wie im Banat, die Häuser auch, nur die Straßen sind besser, sie waren schon im Kommunismus besser. So ist das mit den Ungarn. Egal, was ihnen zustößt, sie richten es immer so ei
n, daß es etwas besser aussieht, als bei ihren Nachbarn. Das macht die Nachbarn rasend, die Rumänen, die Serben, die Slowaken. Egal. Wie sie es auch drehen und wenden, die Ungarn sind stets besser dran.“

(…)

 

„Und sie nannten Beispiele aus dem Dorf , Beispiele von Frauen, die bei Kriegsende einen Rumänen geheiratet hatten, um nicht nach Rußland verschleppt zu werden. Diese hatten sich ein schweres Schicksal eingehandelt. Wenn man meine Großmutter so reden hörte, konnte man denken, die Frauen wären besser zur Zwangsarbeit nach Russland gegangen.“

 

Wagner

Richard Wagner (Lowrin, 10 april 1952)

 

 Zie voor nog meer schrijvers van de 10e april ook mijn vorige blog van vandaag.

 

Marcel van Maele, William Hazlitt, Lew Wallace, Eric Knight, Forceythe Willson

De Vlaamse dichter en beeldhouwer Marcel van Maele werd geboren in Brugge op 10 april  1931. Van Maele was een zwerver en diende onder meer in de Koreaanse Oorlog. Hij werd een van de leidende figuren van het magazine Labris (gesticht in 1962), waarin een experimentele stijl werd gepropageerd. Hij was tevens lid van de schrijversgroep van de Zestigers. Hij werkte – naar eigen zeggen – “in een niemandsland tussen literatuur en plastische kunsten”. Van Maele werd in de loop der jaren een cultfiguur en kreeg in 1972 de Arkprijs van het Vrije Woord voor Ik ruik mensenvlees, zei de reus. Als dichter was hij gekend om zijn opgemerkte optredens op poëzieavonden. Door zijn overmatig drank-, medicijnen- en druggebruik had hij het regelmatig aan de stok met politie en gerecht. De laatste twintig jaar van zijn leven was hij volledig blind.

De pantoffelheld

1
Amper halfweg,
na een lange tocht met vermolmde spanen,
kroop de zeerover op een verlaten strand
aan land en riep:
‘Hoera, hier ben ik!’

Maar niemand
wou z’n ooglap
ruilen voor een bedelstaf.

Nu zit hij hier als een blinde vink
op een betonnen muur
z’n verleden te bezingen.

 

marcel-van-maele

Marcel van Maele (10 april 1931 – 24 juli 2009)

 

De Engelse schrijver en essayist William Hazlitt werd geboren op 10 april 1778 in Maidstone. Zie ook alle tags voor William Hazlitt op dit blog.

 

Uit: Pomp and Ignorance

 

The Spirit of Monarchy is nothing but the craving in the human mind after the sensible and the One. It is not so much a matter of state-necessity or policy, as a natural infirmity, a disease, a false appetite in the popular feeling, which must be gratified. Man is an individual animal with narrow faculties, but infinite desires, which he is anxious to concentrate in some one object within the grasp of his imagination, and where, if he cannot be all that he wishes himself, he may at least contemplate his own pride, vanity, and passions, displayed in their most extravagant dimensions in a being no bigger and no better than himself.

Man is a poetical animal, and delights in fiction. We make kings of men, and gods of stocks and stones: we are not jealous of the creatures of our own hands. We only want a peg or loop to hang our idle fancies on, a puppet to dress up, a lay-figure to paint from. We ask only for the stage effect; we do not go behind the scenes, or it
would go hard with many of our prejudices. We see the symbols of majesty, we enjoy the pomp, we crouch before the power, we walk in the procession, and make part of the pageant, and we say in our secret hearts: there is nothing but accident that prevents us from being at the head of it.

From the most absolute despot to the lowest slave there is but one step (no, not one) in point of real merit. As far as truth or reason is concerned, they might change situations tomorrow – they constantly do so without the smallest loss of benefit to mankind. Tyranny, in a word, is a farce got up for the entertainment of poor human nature; and it might pass very well, if it did not so often turn into a tragedy.

The world has been doing little else but playing at make-believe all its lifetime. For several thousand years its chief rage was to paint large pieces of wood and smear them with gore and call them gods and offer victims to them – slaughtered hecatombs, the fat of goats and oxen, or human sacrifices – showing its love of show, of cruelty, and imposture; and woe to him who should peep through the blanket of the dark to cry: hold, hold.“

 

William_Hazlitt_self-portrait_(1802)

William Hazlitt (10 april 1778 – 18 september 1830)
Zelfportret uit 1802

 

De Amerikaanse schrijver Lew Wallace werd geboren in Brookville, Indiana, op 10 april 1827. Zie ook alle tags voor Lew Wallace op dit blog.

 

Uit: Ben-Hur

 

„The Jebel es Zubleh is a mountain fifty miles and more in length, and so narrow that its tracery on the map gives it a likeness to a caterpillar crawling from the south to the north. Standing on its red–and–white cliffs, and looking off under the path of the rising sun, one sees only the Desert of Arabia, where the east winds, so hateful to vinegrowers of Jericho, have kept their playgrounds since the beginning. Its feet are well covered by sands tossed from the Euphrates, there to lie, for the mountain is a wall to the pasture–lands of Moab and Ammon on the west—lands which else had been of the desert a part.

The Arab has impressed his language upon everything south and east of Judea, so, in his tongue, the old Jebel is the parent of numberless wadies which, intersecting the Roman road—now a dim suggestion of what once it was, a dusty path for Syrian pilgrims to and from Mecca—run their furrows, deepening as they go, to pass the torrents of the rainy season into the Jordan, or their last receptacle, the Dead Sea. Out of one of these wadies—or, more particularly, out of that one which rises at the extreme end of the Jebel, and, extending east of north, becomes at length the bed of the Jabbok River—a traveller passed, going to the table–lands of the desert. To this person the attention of the reader is first besought.

Judged by his appearance, he was quite forty–five years old. His beard, once of the deepest black, flowing broadly over his breast, was streaked with white. His face was brown as a parched coffee–berry, and so hidden by a red kufiyeh (as the kerchief of the head is at this day called by the children of the desert) as to be but in part visible. Now and then he raised his eyes, and they were large and dark. He was clad in the flowing garments so universal in the East; but their style may not be described more particularly, for he sat under a miniature tent, and rode a great white dromedary.“

 

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Lew Wallace (10 april 1827– 15 februari 1905)

 

De Amerikaanse schrijver Eric Knight werd geboren op 10 april 1897 in Menston in Yorkshire, Engeland. Zie ook alle tags voor Eric Knight op dit blog.

 

Uit: Lassie Come-Home

 

„Lassie was a well-loved figure in the daily life of the village. Almost everyone knew her. But, most of all, the people of Greenall Bridge were proud of Lassie because she stood for something they could

not have explained readily. It had something to do with their pride. And their pride had something to do with money.

Generally, when a man raised an especially fine dog, some day it would stop being a dog and instead would become something on four legs that was worth money. It was still a dog, of course, but now

it was something else, too, for a rich man might hear of it, or the alert dealers or kennelmen might see it, and then they would want to buy it. While a rich man may love a dog just as truly as a poor man, and there is no difference in them in this, there is a difference between them in the way they must look at money. For the poor man sits and thinks about how much coal he will need for that winter, and how many pairs of shoes will be necessary, and how much food his children ought to have to keep them sturdy– and then he will go home and say: “Now, I had to do it, so don’t plague me! We’ll raise another dog some day, and ye’ll all love it just as much as ye did this one.”

That way, many fine dogs had gone from homes in Greenall Bridge. But not Lassie!

Why, the whole village knew that not even the Duke of Rudling had been able to buy Lassie from Sam Carraclough–the very Duke himself who lived in his great estate a mile beyond the village and who had his kennels full of fine dogs. For three years the Duke had been trying to buy Lassie from Sam Carraclough, and Sam had merely stood his ground.“

 

Eric_Knight

Eric Knight (10 april 1897 – 14 januari 1943)

 

 

De Amerikaanse dichter Byron Forceythe Willson werd geboren op 10 april 1837 in Little Genesee, New York. Zie ook alle tags voor Forceythe Wilson op dit blog. 

 

The Old Sergeant (Fragment)

 

The Carrier cannot sing to-day the ballads

With which he used to go, Rhyming the glad rounds of the happy New Years

That are now beneath the snow :

For tie same awful and portentous Shadow

 

    That overcast the earth,

And smote the land last year with desolation,

Still darkens every hearth.

 

And the carrier hears Beethoven’s mighty deathmarch

 

   Come up from every mart;

And he hears and feels it breathing in his bosom,

And beating in his heart.

 

And to-day, a scarred and weather-beaten veteran,

 

    Again he comes along,

To tell the story of the Old Year’s struggles

In another New Year’s song.

 

And the song is his, but not so with the story ;

 

    For the story, you must know,

Was told in prose to Assistant-Surgeon Austin,

By a soldier of Shiloh :

 

By Robert Burton, who was brought up on the Adams,

 

With his death-wound in his side ;

And who told the story to the Assistant-Surgeon,

On the same night that he died.

 

But the singer feels it will better suit the ballad,

 

     If all should deem it right,

To tell the story as if what it speaks of

Had happened but last night.

 

 

wilson

Forceythe Willson (10 april 1837 – 2 februari 1867)
Hotel en postkantoor in Ceres, rond 1914
Vlakbij Little Genesee (Geen portret beschikbaar)

 

Jan van Mersbergen

De Nederlandse schrijver.Jan van Mersbergen werd geboren in Gorinchem 10 april 1971. Hij studeerde HBO Cultuur en Beleid en Cultuursociologie aan de Universiteit van Amsterdam. Hij werkte onder andere als stratenmaker, als opperman in de bouw, als proefdierverzorger, als postbode, maar voornamelijk in het theater; als producent, productieleider, decorbouwer, fondsenwerver en administrateur. Sinds 2000 houdt hij zich serieus bezig met schrijven. In 2001 debuteerde van Mersbergen met de roman De grasbijter, die genomineerd werd voor de jaarlijkse Debutantenprijs. In 2003 verscheen zijn tweede roman De macht over het stuur, in 2005 gevolgd De hemelrat en Morgen zijn we in Pamplona in 2007. Zijn vijfde roman, Zo begint het, verscheen in 2009.  Sinds januari 2010 is hij redactielid van literair tijdschrift De Revisor.

Uit: De grasbijter

“Bij de knotwilg met de brandnetels gooide hij de emmer in het gras, schopte de brandnetels en de distels uit elkaar en bukte zich. In de holte onderin de boom vond zijn hand vier grote eieren. Hij kwam moeizaam overeind. Verdomde kippen, zei hij. Hij liet de eieren door zijn hand rollen en keek de boomgaard in. Cees, riep hij. De hond kwam aangerend. Hij liet hem de eieren zien.
Wat zijn dat? Nou?
Cesar stond voor hem.
Nou?
Cesar keek hem recht aan, met zijn gele holle ogen, zijn voorpoten op een tak van de oude dooie appelboom.
Eieren. Het zijn eieren. Van kippen heb ik eieren. En van jou? Niks. Drollen. En een dot herrie. Verder niks.
Hij nam een ei in zijn rechterhand en slingerde het de boomgaard in. De hond rende er achteraan. Sukkel, zei hij en hij draaide zich om en hoorde het ei kapot vallen. De hond blafte. Hij nam de emmer op, legde de eieren erin en liep naar het hek. Toen hij het touw van de spijker haalde keek hij om. De hond blafte tegen het kapotte ei. Enorme sukkel, mompelde hij. En harder: Cees, eten.
De hond rende naar hem toe en ging hem voor door het hek. Een van de schapen blaatte luid. Jullie komen straks aan de beurt, dacht hij en tegen Cesar zei hij: Die schapen daar die vreten wel veel maar daar heb ik wol van, eens in de zoveel tijd.
In de keuken draaide hij een blik voer open en met een vork schepte hij wat in een metalen bak en prakte het fijn. De hond stond piepend en kwispelend naast hem.
Hier.
Hij zette de bak op de plavuizen.
Bedankt hè.
Hij legde de eieren op het aanrecht. Toen hij zich naar de koelkast boog zag hij de moddersporen op de vloer. Godsamme, zei hij en hij opende de deur, schopte zijn laarzen uit tegen de dorpel, sloot de deur weer en veegde de stukken modder met zijn sokken aan de kant. Hij nam de koffiekan, goot er water in, zette een bruin filter in de houder en vulde het met koffie. Het oranje lichtje brandde. In de koelkast vond hij een flink stuk kaas. Er lag nog brood in de kist en hij bakte de eieren in een grote pan met kaas en met veel peper. Het koffiezetapparaat pruttelde en vanuit de verte klonk het donkere geblaat van het schaap. Langzaam dronk hij de koffie, zijn handen om de warme beker.“

 
Jan van Mersbergen (Gorinchem, 10 april 1971)

Charles Baudelaire, Joolz Denby, Albert von Schirnding, Johannes Bobrowski, Julius Hart

De Franse dichter Charles Baudelaire werd geboren in Parijs op 9 april 1821. Zie ook mijn blog van 9 april 2007 ,mijn blog van 25 juli 2006 en ook mijn blog van 9 april 2008 en ook mijn blog van 9 april 2009.

L’Albatros

Souvent, pour s’amuser, les hommes d’équipage
Prennent des albatros, vastes oiseaux des mers,
Qui suivent, indolents compagnons de voyage,
Le navire glissant sur les gouffres amers.

À peine les ont-ils déposés sur les planches,
Que ces rois de l’azur, maladroits et honteux,
Laissent piteusement leurs grandes ailes blanches
Comme des avirons traîner à côté d’eux.

Ce voyageur ailé, comme il est gauche et veule!
Lui, naguère si beau, qu’il est comique et laid!
L’un agace son bec avec un brûle-gueule,
L’autre mime, en boitant, l’infirme qui volait!

Le Poète est semblable au prince des nuées
Qui hante la tempête et se rit de l’archer;
Exilé sur le sol au milieu des huées,
Ses ailes de géant l’empêchent de marcher.

 

De albatros

De leden der bemanning vangen op de boten
Vaak albatrossen en verdrijven zo de tijd
Met deze wijdgewiekte lome reisgenoten
Die ’t zeilschip volgen dat op zilte diepten glijdt.

Eenmaal aan dek gestald, nadat hij is gegrepen,
Laat deze vorst van het azuur beschaamd en plomp
Zijn brede witte vlerken deerniswekkend slepen
Als werkeloze riemen, hangend langs de romp.

Die hemelvaarder wekt een lachen en ontstellen!
Wat is hij log en lomp die eerst zo sierlijk was!
De één reikt met zijn smoelenschroeier, om te kwellen,
De ander aapt de kranke na met manke pas!

De dichter lijkt die prins der hoogste regionen
Die elke schutter tart en rijdt op de orkaan;
Verbannen aan de grond, waar bek en vuilbek wonen,
Kan hij door reuzenvleugels amper staan of gaan.

 

Vertaald door Petrus Hoosemans

 

L’aube spirituelle

Quand chez les débauchés l’aube blanche et vermeille
Entre en société de l’Idéal rongeur,
Par l’opération d’un mystère vengeur
Dans la brute assoupie un ange se réveille.

Des Cieux Spirituels l’inaccessible azur,
Pour l’homme terrassé qui rêve encore et souffre,
S’ouvre et s’enfonce avec l’attirance du gouffre.
Ainsi, chère Déesse, Être lucide et pur,

Sur les débris fumeux des stupides orgies
Ton souvenir plus clair, plus rose, plus charmant,
A mes yeux agrandis voltige incessamment.

Le soleil a noirci la flamme des bougies ;
Ainsi, toujours vainqueur, ton fantôme est pareil,
Ame resplendissante, à l’immortel soleil !

Baudelaire

Charles Baudelaire (9 april 1821 – 31 augustus 1867)
Gefotografeerd in 1854 door Felix Nadar

 

De Engelse dichteres,schrijfster en “spoken-word artist” Joolz Denby werd geboren op 9 april 1955 in Colchester. Zie ook mijn blog van 9 april 2007  en ook mijn blog van 9 april 2008 en ook mijn blog van 9 april 2009.

 

Uit: Murder

 

You’d have thought I’d recognise murder when I saw it; after all, it’s the stuff of films, TV plays, novels—it’s everywhere, a national obsession, even then. But I didn’t. There it was, happening on the cruddy old sofa as I half-rose from the armchair, still laughing, my voice a weak little thing saying stop it, stop it, guys, and not realising what I was witnessing.

So long ago, now. Looking back it’s easier to remember other things than that moment; things like the hot rush of youth, and the way none of us cared about being cold, or poor, or even hungry sometimes. I remember us making stuff and rushing to wake up sleepy friends at four in the morning so they could mumble yeah, yeah, t’riffic when you read them your new poem, or they listened to your new song, or stared blurrily at your new painting. Our favourite guessing game was: Who’d play us in the Hollywood film of our brilliant lives? And passing round the bottle of cheap, filthy British wine, so pink and false it coated your teeth with an acidic fur, we’d laugh ourselves into stomach-ache and hiccups – and still secretly believe it was only a matter of time.

Man, so many people living in that house, and no-one paying the rent. Musicians, poets, artists, piss-artists and fashion freaks. All the raggle-taggle, backcombed, dancers and thieves, the bright-eyed and the chancers, the lost and the ruined. A river of voices flowed in through the blistered front door and out into the back yard, pooling in the sitting room to eat scavenged leftovers and talk until sleep knocked you sideways on the heaps of Oxfam overcoats and fag-burned doss-bags. Even now, there are some faces I can’t put a name to and some names that bring back faces from the depths of memory like pale fish swimming up through the black peat-water of a deep tarn.“

 

Denby

Joolz Denby (Colchester, 9 april 1955)

 

De Duitse dichter, schrijver, essayist en criticus Albert von Schirnding werd geboren op 9 april 1935 in Regensburg. In 1951 publiceerde hij zijn eerste gedichten. Na zijn afstuderen aan de oude middelbare school, studeerde hij klassieke filologie bij Rudolf Pfeiffer in München en Walter Jens in Tübingen. Een deel van het semester bracht hij door als een “vakantie secretaris“’met Ernst Jünger in Wilflingen. Van 1965 tot 1998 doceerde hij in München aan het Ludwig Gymnasium. Als freelancer voor de Süddeutsche Zeitung in 1970 engageerde hij zich voor een aan het humanisme en de Verlichting georiënteerde pedagogiek en tegen een “conservatieve trendbreuk ‘in het onderwijs. Hij staat bekend als een productief literair criticus , als tolk van de Griekse filosofie en als auteur van autobiografische proza schetsen die hij vanaf de late jaren 1980 in verhalenbundels publiceerde.

 

Uit:Alphabet meines Lebens

 

„Schwierige Sätze und Menschen sind nicht sein Fall. Zu lange hat er sich mit ihnen herumgeschlagen, Tiefe vermutet, wo nur Dunkel und Unordnung herrschten, Aufschlüsse erhofft im Unwegsamen. Er kann auch nicht das Bedauern darüber teilen, dass die Originale im Aussterben sind, und wenn ihn jemand mit einem “interessanten”, gar “bedeutenden” Menschen bekannt machen will, geht er in Deckung. Licht ist sein Lieblingswort, das Licht auf den Dingen verleiht ihnen erst ihren Wert; wenn er jemanden liebt, liebt er das Licht, das von diesem Menschen auf die Welt fällt und ihn alles mit anderen Augen sehen lässt. Er neigt dazu, Kinder und Künstler maßlos zu überschätzen. Warum? Kinder können so unleidlich sein, ihre Unbarmherzigkeit hat jeder einmal zu spüren bekommen. Aber sein Vorurteil für den Zauber des Anfangs konnte durch Erfahrungen nicht erschüttert werden. Im Anfang steckt das Gute, das Goldene Zeitalter liegt hinter uns. Das Kind gilt ihm als sein Abgesandter, als Bote und Bürge morgendlicher Erneuerung.Auch Jugendlichen gegenüber droht sein kritisches Vermögen zu versiegen. Ihn fasziniert ihre Unverfangenheit in das, was die älteren, ihn selber eingeschlossen, bändigt: die Fesseln des Habens, des Sicherheitsstrebens, der Sorge. Mit der Option für das Helle hängt seine Parteinahme für die Vernunft, sein hartnäckiger Glaube an die Macht der Aufklärung zusammen. Als Mangel empfindet er seine Hemmung, sich vorbehaltlos von Zeit zu Zeit dem Gefolge des Dionysos anzuschließen, in einer kollektiven Stimmung, im Rausch eines Festes das eigene Ich zu vergessen, überhaupt sich einfach einmal gehen zu lassen; das Auge des Bewusstseins schließt sich nie. Immerhin ist es gut, gegen Gespensterfurcht gefeit zu sein, vor allem, wenn man einen Teil seiner Zeit in einem mittelalterlichen Schloss verbringt. Endzeit-Gesichte und Jenseitsvisionen bedrücken ihn nicht. Auch bleiben ihm die Sterne jede Auskunft auf Schicksalsfragen schuldig. Klarheit ins Dunkel bringen, Hand an die Fesseln legen, die den Kopf der Höhlenbewohner am Umdrehen, die Beine am Aufstehen und Gehen hindern – was kann es, denkt er, Höheres geben? Er ist nämlich Lehrer. Das war schon der glühende Wunsch des Jungen, der immer nur lernen konnte, indem er, weithin hörbar, einer imaginären Schülerzahl den Stoff beibrachte. Er lernte für die Schule, nicht fürs Leben. Auch das Studium bedeutete ihm, obwohl er seine Lieblingsfächer: die alten Sprachen und deutsche Literatur gewählt hatte, für sich genommen, nichts. Ungeduldig absolvierte er die Semester, um wieder an den Ort zurückkehren zu können, den er nur widerwillig verlassen hatte.“

 

Schimding

Albert von Schirnding (Regensburg, 9 april 1935)

 

De Duitse schrijver, dichter en essayist Johannes Bobrowski werd geboren op 9 april 1917 in Tilsit. Zie ook mijn blog van 9 april 2007  en ook mijn blog van 9 april 2008 en ook mijn blog van 9 april 2009.

 

Der Ilmensee 1941

 

Wildnis. Gegen den Wind.

Erstarrt. In den Sand

eingesunken der Fluß.

Verkohltes Gezweig:

das Dorf vor der Lichtung.

Damals sahen wir den See

Tage den See. Aus Licht.

In der Wegspur, im Gras

draußen der Turm,

weiß, fort wie der Tote von seinem

Stein. Das geborstene Dach

im Krähengeschrei.

Nächte den See. Der Wald.

In die Moore hinab

fällt er. Den alten Wolf,

fett von der Brandtstatt,

schreckte ein Schattengesicht.

Jahre den See. Die erzene

Flut. Der Gewässer steigende

Finsternis. Aus den Himmeln

einmal

schlägt sie den Vogelsturm.

Sahst du das Segel? Feuer

stand in der Weite. Der Wolf

trat auf die Lichtung.

Hört nach des Winters Schellen,

heult nach der ungeheuren

 

 

Die Heimat des Malers Chagall

 

Noch um die Häuser

der Wälder trockener Duft,

Rauschbeere und Erdmoos.

Und die Wolke Abend,

sinkend um Witebsk, aus eigener

Finsternis tönend. Ein schütt’res

Lachen darin, als der Ahn

lugte vom Dach

in den Hochzeitstag.

Und wir hingen in Träumen.

Aber es ist Verläßliches

um unsrer Väter Heimatgestirne gegangen,

bärtig, wie Engel, und zitternden Mundes,

mit Flügeln aus W eizenf eidern:

Nähe des Künftigen, dieser

brennende Hörnerschall,

da es dunkelt, die Stadt

schwimmt durch Gewölk,

rot.

 

Bobrowski

Johannes Bobrowski (9 april 1917 – 2 september 1965)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Julius Hart werd geboren op 9 april 1859 in Münster. Zie ook mijn blog van 9 april 2009.

 

Nachtwache

 

Um Haupt und Leib mir wallen

Dunkle Nebel der Nacht,

Auf Herz und Sinne fallen

Finsternisse mit Macht.

 

Die düst’ren Wolken schreiten

Drohend über das Land,

Schatten vorübergleiten

Und fassen mein Gewand.

 

Sie fassen an meine Seele

Und greifen in mein Hirn,

O lösche in Nacht und Schwele –

Verlösche nicht mein Gestirn.

 

O wasche mit Feuerwellen

Von meinem Busen die Schuld,

Ström’ über mich den hellen

Glanz deiner Gnade und Huld.

 

Ich bin eine zitternde Leuchte,

Ich bin ein schwaches Rohr –

Du, schau meiner Augen Feuchte,

Gnade führ’ mich empor!

 

Hart

Julius Hart (9 april 1859 – 7 juli 1930)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 9e april ook mijn vorige blog van vandaag.

Arnold Stadler, Bernard-Marie Koltès, Lev Kopelev, Carl Amery, Leonard Wibberley

De Duitse schrijver Arnold Stadler werd geboren op 9 april 1954 in Meßkirch. Zie ook mijn blog van 9 april 2007  en ook mijn blog van 9 april 2008 en ook mijn blog van 9 april 2009.

 

Uit: Salvatore

 

»Daraus könnte ein ganzes Buch werden!«, sagte Bernadette immer dann, wenn sie nicht mehr weiterwusste. Und Salvatore? Immer noch wartete er, wenn er auch schon lange nicht mehr genau wusste, worauf.

Aber das war es ja gerade, was sein Warten ausmachte. Das hatte Salvatore mit der Zeit herausgefunden. Er wartete auf alles, als wäre es auf nichts. Als wäre es nicht nichts,

sondern etwas. Und dieses Etwas wäre nicht nichts, sondern alles. Worauf er wartete. Je mehr er wartete, desto mehr wartete er. Jeder Tag konnte der erste sein. So wartete Salvatore immer noch, wenn er seine Tage hatte. Und doch mit einer Ungeduld: Noch bei der einen Zigarette, dachte er schon wieder an die nächste. Und so ein Tag war wieder einmal heute.

Wie jeden Morgen, wenn er nicht zu Hause war, rief er Bernadette an, um sich mit einem schönen Gedanken von ihr in den Tag hinein zu verabschieden – und auch, um ihr und sich Mut zu machen, als wäre das Leben etwas, das nur mit Mut und einer richtigen Verhaltenstherapie bewältigt werden könnte. Und das richtige Verhalten benötigte die richtige Einstellung: das positive Denken. Heute Morgen hatte er ihr gesagt: »Ich sehe auf einen blühenden Kirschbaum!

«, und sie hatte geantwortet: »Und ich sehe auf ein schmutziges Fenster. Ich werde heute ranmüssen!« So war sie. Und so war er. Linkshändig und ein Träumer, schon am Morgen. So einer wie er liebte so eine wie sie. Auch das war ihm wieder eingefallen. Zunächst war noch gar nichts gewesen.

Zeit des inneren Auges, voller Nachtgespenster. Es war noch stockfi nster gewesen in seinem Zimmer, und auch in ihm, als er beschloss, aufzustehen, damit es mit dem Sichhin-und-her-Wälzen ein Ende hätte. Oftmals war er ganz schnell eingeschlafen, und dann aber, besonders wenn es ein

Alkoholabend gewesen war, den Bernadette, die sich mit dem Trinken zurückhalten konnte, »schön« nannte, schon nach einer Stunde aufgeschreckt, und ihm war alles eingefallen, wer alles dabeigesessen hatte, wie mit ihm wieder einmal die Pferde durchgegangen waren, wie er sich um Kopf und Kragen geredet hatte, ja, er kam sich immer sehr ausgelauscht vor, die anderen sagten nichts, er sagte alles, je weniger die anderen überhaupt etwas sagten, desto mehr sagte er alles,

gab er alles bekannt, bis hin zur Höhe seiner Schulden bei der Sparkasse und bis hin zu der Partei, die er gewählt hatte, nämlich: gar keine.“

 

ArnoldStadler

Arnold Stadler (Meßkirch, 9 april 1954)

 

De Franse toneelschrijver Bernard-Marie Koltès werd geboren in Metz op 9 april 1948. Zie ook mijn blog van 9 april 2007  en ook mijn blog van 9 april 2009.

 

Uit: Sallinger

 

Al : Mais je suis Al tout de même, ancien soldat de l’armée américaine, et si vous n’en croyez rien, si mon allure vous égare, moi, je m’y reconnais très bien. Ne vous y trompez pas : il est des généraux, même, qui dans le civil ont des allures curieuses, un genre à la française, des allures de poules ; eh bien, voyez les dieux qu’ils sont sur un champ de bataille. Or moi, deux mots à la radio m’ont brusquement remis dans le nez cette odeur familière, nocturne, si lointaine déjà, des campements de guerre – l’odeur d’homme et de forêt – et dans mes oreilles, les bruits profonds et inquiets de la jungle piégée et des hommes en éveil ; et, au fond de mes yeux, l’infini dessin des cercles des avions qui tournent en silence, et vous tiennent debout ; oh, le goût de la guerre, le vrai goût de l’Amérique, que j’ai bien reconnu. Il faut s’être trouvé, un matin, après l’affrontement, seul, égaré, épuisé, sur un terrain inconnu et hostile, tout fumant encore et couvert de cadavres, et se réveiller là d’un évanouissement ; il faut avoir voulu mourir, un jour, dans l’enfer étranger ; alors soudain, c’est là que votre oreille frémit, que votre cœur se réchauffe ; tout à coup, dans cette plaine ennemie chaude encore de sang, quand vous vous croyiez seul et appeliez la mort, il résonne près de vous quelques mots dits tout bas, un juron de chez nous, quelque chose comme “What a mess !” ou “Where are my boots ?”, n’importe quoi, mais soudain cet accent familier, le goût de notre Amérique au fin fond de l’enfer, qui vous ramène à la vie, et que j’ai reconnu, ce soir.“

 

bernard-marie_koltes

Bernard-Marie Koltès (9 april 1948 – 15 april 1989)

 

De Russische schrijver Lev Zinovevitsj Kopelev werd op 9 april 1912 in Kiev geboren. Zie ook mijn blog van 9 april 2007 en ook mijn blog van 9 april 2009.

 

Uit: Aufbewahren für alle Zeit (Vertaald door Heddy Pross-Weerth)

 

“Grausame Feiglinge – das ist ein ganz besonders übler Menschenschlag. Feigheit gebiert viele Laster. Ein gutmütiger Feigling wird niemals niederträchtige Handlungen anstiften, wird niemanden absichtlich dem Henker zutreiben. Der gute Feigling fürchtet nicht nur den eigenen Schmerz, den eigenen Tod, er fürchtet auch für andere. Der grausame Feigling ist von Grund auf schlecht, er rächt sich für ausgestandene eigene Angst, sobald er sicher ist, dass er ungestraft quälen, erniederigen, töten kann.

Es sind archaische Instinkte, die Kinder zu Tierquälereien veranlassen, grausame Instinkte – bei Knaben häufiger als bei Mädchen -, vormenschliches, animalisches Erbe aus der allerfrühesten Beziehung zur Welt. In ihrer vollsten Ausprägung treten diese Instinkte beim grausamen Feigling in Erscheinung. Und am schändlichsten , am gemeinsten ist jene Feigheit, die nicht nur grausam, sondern auch ehrgeizig ist, die sich prunkvoll ideologisch verbrämt. Sie erzeugt lebensfrohe Mörder und wollüstige Henker, die nicht nur schamlos und skrupellos zu Werke gehen, sondern sich dessen auch noch stolz-bescheiden rühmen, mit ihrer eigenen Grausamkeit prahlen in der Überzeugung, dem Staat, dem Vaterland, dem Gesetz oder sonst einem hohen abstrakten Begriff zu dienen.”

  

kopelew
Lev Kopelev (9 april 1912 – 18 juni 1997)

 

 

De Duitse schrijver en milieu-acrivist Carl Amery werd als Christian Anton Mayer op 9 april 1922 in München geboren. Zie ook mijn blog van 9 april 2009.

Uit: Global Exit

“Unsere Lebenswelt könnte untergehen. Dies wäre die Folge unserer Fortschritte in der Naturbeherrschung und unserer Unfähigkeit (oder Unwilligkeit), diese Fortschritte lebensgerecht zu ordnen und zu überwachen.
Daß es dazu kommen kann, ist nicht unlogisch. Aber daß es dazu kommen muß, ist nicht zwingend.
Homo sapiens sapiens, erst vor kurzem in die Lebenswelt entbunden, begriff diese als Gefahr und Beute. Was er zum Überleben benötigte, fand er zur Not in seinem Kopf und in den Sinnen vor, und er folgte (was blieb ihm anderes übrig?) zunächst dem Programm alles Lebendigen, gespeichert im limbischen Reptiliengehirn: Nähre dich redlich oder unredlich, hol dir, was du schnappen kannst, multipliziere dich, mach’s dir so bequem, wie’s dir die Welt erlaubt, mit den dir erreichbaren Ressourcen. (So weiß es schon und so handelt, viel tiefer unten auf der Skala des Lebendigen, das Programm der Bierhefe: Sein folgerichtiger Endpunkt, kulturell vom Brauer herbeigeführt, ist der Erstickungstod in den eigenen Exkrementen. Causa finalis, Endziel: Das könnten wir durchaus erleben.)

Homo sapiens – homo demens
Daneben aber, vielmehr darüber, das eigentliche Humane -und das ist nicht die Einbrecher- und Diebesgeschicklichkeit des homo oeconomicus: Kisten aufeinanderstapeln, um an die Bananen zu kommen, dergleichen schafft Vetter Schimpanse allemal. Das spezielle Humanum, die wirkliche Differenz zur Zoologie, das ist die Reflexion der eigenen Lust und Pein, der Blick auf die Schatten an der Höhlenwand – und der Versuch, dies alles (das Fressen, das Gefressenwerden, den Auf- und Untergang der Sonne, das Traumgespräch mit dem verstorbenen Vater, die Angst vor den tausend Augen von den nahen Hügeln, den unentrinnbaren Tod) zum verständlich-verständigen Muster zu ordnen – to establish order out of noise. So entstehen Epen und Kathedralen, so entstehen aber auch Wahnsinnssysteme und Wahnsinnstaten der verschiedensten Art und Schattierung, der homo sapiens ist unvermeidlich und von Anfang an auch der homo demens, der Verrückte in Zeit und Raum.“

 

Amery

Carl Amery (9 april 1922 – 24 mei 2005)

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 9 april 2009.

 De Iers-Amerikaanse schrijver Leonard Wibberley werd geboren op 9 april 1915 in Dublin.

Herinnering aan Gerard Reve, Hanz Mirck, Christoph Hein, Nnedi Okorafor, Barbara Kingsolver

Herinnering aan Gerard Reve

Vandaag is het precies 4 jaar geleden dat de Nederlandse dichter en schrijver Gerard Reve overleed. Zie over Reve ook mijn blog van 14 december 2007,  mijn blog van 14 december 2006. en mijn blog van 9 april 2006 , mijn blog van 14 december 2009 en ook mijn blog van 14 december 2008. Alle bijdragen over Reve zijn te vinden via de tags.

Graf te Blauwhuis
voor buurvrouw H. te G.

Hij rende weg, maar ontkwam niet,
en werd getroffen, en stierf, achttien jaar oud.
Een strijdbaar opschrift roept van alles,
maar uit een bruin geëmailleerd portret
kijkt een bedrukt en stil gezicht.
Een kind nog. Dag lieve jongen.

Gij, die koning zijt, dit en dat, wat niet al,
ja ja, kom er eens om,

Gij weet waarom het is, ik niet.
Dat Koninkrijk van U, weet U wel, wordt dat nog wat?

 

reve

Gerard Reve (14 december 1923 –  8 april 2006)

 

De Nederlandse dichter Hanz Mirck werd geboren op 8 april 1970 te Zutphen. Zie ook mijn blog van 8 april 2007 en mijn blog van 3 april 2007  en ook mijn blog van 8 april 2008 en ook mijn blog van 8 april 2009.

 

Het geluk weet niets van mij

Het geluk weet niets van mij:
het woont, denk ik, teruggetrokken op het land.
Niemand vertelt het geluk ooit over
het nut van telfoonboeken. Of over regenjassen,
het lover van geboomte, of de liefde.
Niets weet het, helemaal niets. (Het meisje
tegenover me in de trein slaapt
zonder te hebben gezegd waar ze er uit moet.)

Kent het geluk de reeën met gespitst oor
die ik gezien heb langs het spoor?

 

Nachtwacht

’s Nachts als ik slaap laat ik ze me dolen
door haar binnenste, geeft mijn voetstappen
terug, weerspiegelt me in de donkere etalage
van de lampenzaak – stil, maak haar iet wakker

Straks kun je de plek in de uiterwaarden nog zien
waar ze heeft liggen dromen van een grootse toekomst,
een keizespaleis op het ’s Gravenhof, de nachtmerrie
van bevolkingsoverschot brengt grootheidswaan

Als ze opschrikt wordt ze de eerste stad die in de IJssel
sprong. Later als ze groot is gaat ze uit , de schouwbrg,
concerten, poëzie, maar nu slaapt ze nog, murmelend

onder putdeksels, fantaseert een dakgoot vol chocola,
misselijk schmiert ze zich de geschiedenis in. Ik ga nu
weg, zacht. Vaarwel, saluut aan de aflossing van de wacht

hanzmirck

Hanz Mirck (Zutphen, 8 april 1970)

 

 

De Duitse schrijver, essayist en vertaler Christoph Hein werd geboren op 8 april 1944 in Heinzendorf in Silezié. Zie ook mijn blog van 8 april 2007 en ook mijn blog van 8 april 2008.en ook mijn blog van 8 april 2009.

 

Uit: Frau Paula Trousseau

 

Drei Wochen zuvor hatte sich Paula bei ihm gemeldet, so erschien es ihm jedenfalls. Er war derart merkwürdig und unerklärlich auf ihren Namen gestoßen, dass er den ganzen Tag immer wieder an sie denken musste und schließlich mit einem befreundeten Computerspezialisten telefonierte, um von ihm eine Erklärung für das Geschehene zu bekommen.

An jenem Tag hatte Sebastian Gliese an seinem Schreibtisch vor der geöffneten Adressendatei gesessen, um eine Telefonnummer zu suchen. Die Sekretärin hatte zwei Jahre zuvor sämtliche Namen und Anschriften seiner alten Rolodex-Kartei in den Computer übertragen. Es war eine Liste von mehreren hundert Namen, da
er nie eine Adresse löschte, auch wenn es seit Jahren keinen Kontakt mehr gab und die Angaben möglicherweise überholt waren. Als er die Namen durchrollen ließ, stutzte er. Der Name Paula Trousseau war zweimal vorhanden. Er öffnete nacheinander beide Adresskarten, sie waren identisch, seine Sekretärin musste aus Versehen die Adresse zweimal abgeschrieben haben. Er erinnerte sich an Paula, die er ein halbes Leben lang nicht gesehen hatte, dann löschte er die Dublette. Der Computer fragte, ob dieser Eintrag tatsächlich gelöscht werden solle, er drückte nochmals die Taste, und auf dem Bildschirm erschien für Sekunden der Vermerk: gelöscht am 22. Mai.

Als er sich vergewissern wollte, dass ihre Adresse nur noch einmal vorhanden ist, war ihr Name nicht mehr zu finden. Beide Einträge waren verschwunden, Paula Trousseau existierte in seinem Computer nicht mehr. Er versuchte, die Löschung rückgängig zu machen, aber das war nicht möglich oder er dafür zu ungeschickt. Er grübelte, worin der Fehler bestanden haben könnte. Ein Freund, den er anrief, weil er sich von ihm eine Lösung des Problems erhoffte, erklärte ihm lediglich, so etwas komme vor, er solle eben stets eine Sicherheitsdatei anlegen, um sich vor solchen Überraschungen zu schützen.“

 

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Christoph Hein (Heinzendorf, 8 april 1944)

 

De Afrikaanse-Amerikaanse schrijfster Nnedi Okorafor werd geboren op 8 april 1974 in Cincinnati, Ohio. Zie ook mijn blog van 8 april 2009.

 

Uit: Amphibious Green

 

„The little girl in the car sat quietly in a sea of daisies staring at the tiny white frog in the plastic bag. The African clawed frog was a gift from her mother. Nevertheless, it simply would never replace Baxter, even if it was from the same place as her parents. Ada poked at the plastic bag sending the frog into a fit of watery energy. When it tired, it slowly sank back to the bottom of the bag, motionless again.

From the driver’s seat, her mother smiled. Ada was her most sensitive child. She was like a human tuning fork. Maybe Ada wouldn’t forget about the toad but at least her attention would be occupied for a while.

“You guys look look!” Ada exclaimed bursting into the living room, the pet shop plastic bag shaking violently in her tight grip. “Mommy got me this!”

Her oldest sister, Chinyere, who sat in front of the wide screen television only grunted. She was too grown up for such childish nonsense. Iheoma sat at the family computer. She glanced at Ada with a hint of interest. She was in the midst of her most wonderful poem ever and was a little annoyed at the interruption. She squinted at the bag. “Why the thing is almost, like, microscopic!” she said. She turned back to her poem. “Now quit bugging me. A poet is not to be interrupted.”

Ada set up the aquarium with shaking hands. No, the frog wasn’t Baxter but it sure was cute. It had beady black eyes and a permanent smile stretched across its face. The twelve-gallon aquarium decorated with plastic sea plants and blue stones was a paradise for the tiny frog. She sat and watched its stop-go movements for hours. The transparent smooth skinned creature pumped its legs, its eyes brooding and its short hands limp. Every so often a bubble of air would escape its tight lips.“

 

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Nnedi Okorafor (Cincinnati, 8 april 1974)

 

 

De Amerikaanse schrijfster Barbara Kingsolver werd geboren op 8 april 1955 in Annapolis, Maryland. Zie ook mijn blog van 8 april 2007 en ook mijn blog van 8 april 2008 en ook mijn blog van 8 april 2009.

 

Uit: Small Wonder

 

„I have places where all my stories begin.

One is a log cabin in a deep, wooded hollow at the end of Walker Mountain. This stoic little log house leans noticeably uphill, just as half the tobacco barns do in this rural part of southern Appalachia, where even gravity seems to have fled for better work in the city. Our cabin was built of chestnut logs in the late 1930s, when the American chestnut blight ran roughshod through every forest from Maine to Alabama, felling mammoth trees more extravagantly than the crosscut saw. Those of us who’ll never get to see the spreading crown of an American chestnut have come to understand this blight as one of the great natural tragedies in our continent’s history. But the pragmatic homesteaders who lived in this hollow at that time simply looked up and saw a godsend. They harnessed their mule and dragged the fallen soldiers down off the mountain to build their home.

Now it’s mine. Between May and August, my family and I happily settle our lives inside its knobby, listing walls. We pace the floorboards of its porch while rain pummels the tin roof and slides off the steeply pitched eaves in a limpid sheet. I love this rain; my soul hankers for it. Through a curtain of it I watch the tulip poplars grow. When it stops, I listen to the woodblock concerto of dripping leaves and the first indignant Carolina wrens reclaiming their damp territories. Then come the wood thrushes, heartbreakers, with their minor-keyed harmonies as resonant as poetry. A narrow beam of sun files between the steep mountains, and butterflies traverse this column of light, from top to bottom to top again, like fish in a tall aquarium.“

 

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Barbara Kingsolver (Annapolis, 8 april 1955)


Zie voor nog meer schrijvers van de 8e april ook mijn vorige blog van vandaag.

 

Martin Grzimek, John Fante, Glendon Swarthout, Hégésippe Moreau, Johann Christian Günther

De Duitse schrijver Martin Grzimek werd geboren op 8 april 1950 in Trutzhain, Hessen. Zie ook mijn blog van 8 april 2009.

Uit: Die unendliche Straße

„Wo warst du heute Nachmittag, Hagen?«
Malte hatte wieder diese nervige Quetschstimme, als er mich das fragte.
»Weg«, sagte ich.
»Wo denn weg?«
»In der Hölle?«
Mir fiel nichts Besseres ein. Ich war damals fast dreizehn Jahre alt und mein Bruder gerade erst sechs. Er saß auf der Schaukel im Garten, wippte vor und zurück, wobei er versuchte, sich mit den Füßen vom Boden abzustoßen, den er aber mit seinen kurzen Beinen nur ab und zu erreichte, und fragte: Wo warst du heute Nachmittag? — Was für eine blöde Frage. Er wusste doch, wo ich gewesen war.
»Soll ich dich ein bisschen anstoßen, Malte?«
»Ja, gern.«
Ich drückte ihm mit den Händen in den Rücken, so dass er mehr Schwung bekam.
»Gefällt dir das?«, fragte ich.
»Toll«, sagte er.
Und noch ein Stoß und noch einer.
»Hui?«, schrie er.
»Ich bin beim Sport gewesen, in der Basketball- AG«, sagte ich.
Das war für mich wirklich die Hölle. Ich brachte einfach keinen Korb zu Stande. Das ärgerte mich schon selbst genug. Und dann kommt auch noch Malte mit seinem: Wo warst du heute Nachmittag?
»Hör auf1.«, schrie ei . »Das reicht’«
»Warum?«, fragte ich.
»Nicht so hoch. Ich hab Angst!«
Angst? Jeder hat Angst. Auch ich hatte manchmal Angst, aber ich hätte das niemals zugegeben.
Malte schaukelte schon in ziemlich hohen Bögen. Ich stupste ihn immer heftiger von mir weg, und er flog davon, so :hoch, dass er nicht mehr hätte abspringen können.
»Hör aufl«, schrie err in Panik.
»Das ist nur die Vorhölle!«, sagte ich.“

MartinGrzimek

Martin Grzimek (Trutzhain, 8 april 1950)

 

De Amerikaanse schrijver John Fante werd geboren in Colorado op 8 april 1909. Zie ook mijn blog van 8 april 2007 en ook mijn blog van 8 april 2009.

Uit: Ask the Dust

„One night I was sitting on the bed in my hotel room on Bunker Hill, down in the very middle of Los Angeles. It was an important night in my life, because I had to make a decision about the hotel. Either I paid up or I got out. that was what the note said, the note the landlady had put under my door. A great problem, deserving acute attention. I solved it by turning out the lights and going to bed.
In the morning I awoke, decided that I should do more physical exercise, and began at once. I did several bending exercises. Then I washed my teeth, tasted blood, saw pink on the toothbrush, remembered the advertisements, and decided to go out and get some coffee.
I went to the restaurant where I always went to the restaurant and I sat down on the stool before the long counter and ordered coffee. It tasted pretty much like coffee, but it wasn’t worth the nickel. Sitting there I smoked a couple of cigarets, read the box scores of the American League games, scrupulously avoided the box scores of National League games, and noted with satisfaction that Joe DiMaggio was still a credit to the Italian people, because he was leading the league in batting.
A great hitter, that DiMaggio. I walked out of the restaurant, stood before an imaginary pitcher, and swatted ahome run over the fence. Then I walked down the street toward Angel’s Flight, wondering what I would do that day. But there was nothing to do, and so I decided to walk around the town.
I walked down Olive Street past a dirty yellow apartment house that was still wet like a blotter from last night’s fog, and I thought of my friends Ethie and Carl, who were from Detroit and had lived there, and I remembered the night Carl hit Ethie because she was going to have a baby, and he didn’t want a baby. But they had the baby and that’s all there was to that. And I remembered the inside of that apartment, how it smelled of mice and dust, and the old women who sat in the lobby on hot afternoons, and the old woman with the pretty legs. Then there was the elevator man, a broken man from Milwaukee, who seemed to sneer every time you called your floor, as though you were such a fool for choosing that particular floor, the elevator man who always had a tray of sandwiches in the elevator, and a pulp magazine.“

john-fante

John Fante (8 april 1909 – 8 mei 1983)

 

De Amerikaanse schrijver Glendon Fred Swarthout werd geboren op 8 april 1818 in Pinckney, Michigan. Zie ook mijn blog van 8 april 2007 en ook mijn blog van 8 april 2009.

 

Uit: Skeletons

 

„I love GOOD and hate EVIL.

One thing I get a bang out of is reading aloud to a roomful of middle-aged children, ten to fourteen. I need to see how they react.  What makes them laugh or cry, what grabs and engrosses them.

I was about to read a few pages, but first I had to set the stage.

“How many of you have flown?” I asked. Of the seventeen in the room, sixteen raised hands. Not surprising in New York. “Okay,” I said. “Now, how many have ever seen a fly on a plane?” Two raised hands, a few made faces. “Well, probably most of you have, and never thought about it. Next time you fly, notice. Usually you’ll see a fly or two hanging around the galley, where the stewardesses prepare meals. And why do flies fly? Why, because they enjoy travel, just as you do. And think of it–all a fly has to do is look at a schedule, decide where he’d like to go, pick his flight, fly to that gate, buzz aboard, and away he goes. No X-ray, no hand-luggage inspection.  Free. And first-class, too, because the food and booze are better.

The phone rang.

“Jimmie?”

I went weak. Tyler Vaught.

“Wrong number,” I said.

I hung up on her, resumed. “Excuse me, kids, just my ex-wife. Where were we? Oh yes. I suppose most of you have seen JFK. Well, the next time you go out there, go to the TWA terminal, stand in the center of the big room, and look up near the ceiling, in the northeast corner. If you have good eyes, you’ll–“

The phone rang.

“Jimmie, this is Tyler.”

“I know.”

“Max is dead.”

 

Swarthout

Glendon Swarthout (8 april 1918 – 23 september 1992)

 

De Franse dichter en schrijver Hégésippe Moreau (eig. Pierre-Jacques Roulliot) werd geboren op 8 april 1810 in Parijs. Zie ook mijn blog van 8 april 2007 en ook mijn blog van 8 april 2009.

 

Dix-huit ans

 

J’ai dix-huit ans : tout change, et l’Espérance

Vers l’horizon me conduit par la main.

Encore un jour à traîner ma souffrance,

Et le bonheur me sourira demain.

Je vois déjà croître pour ma couronne

Quelques lauriers dans les fleurs du printemps ;

C’est un délire… Ah ! qu’on me le pardonne ;

J’ai dix-huit ans !

 

J’aime Provins, j’aime ces vieilles tombes

Où les Amours vont chercher des abris ;

Ces murs déserts qu’habitent les colombes,

Et dont mes pas font trembler les débris.

Là, je m’assieds, rêveur, et dans l’espace

Je suis des yeux les nuages flottants,

L’oiseau qui vole et la femme qui passe :

J’ai dix-huit ans !

 

Bercez-moi donc, ô rêves pleins de charmes !

Rêves d’amour !… Mais l’aquilon des mers

A jusqu’à moi porté le bruit des armes :

La Grèce appelle en secouant ses fers.

Loin de la foule et loin du bruit des villes,

Dieux ! laissez-moi respirer quelque temps,

Le temps d’aller mourir aux Thermopyles :

J’ai dix-huit ans !

 

Mais quel espoir ! la France, jeune et fière,

S’indigne aussi de vieillir en repos ;

Des cieux, émus par quinze ans de prière,

La Liberté redescend à propos.

Foudre invisible et captif dans la nue,

Hier encor, je te disais : Attends !

Mais aujourd’hui, parais ; l’heure est venue :

J’ai dix-huit ans !

 

Moreau

Hégésippe Moreau (8 april 1810 – 20 december 1838)

 

 

De Duitse dichter Johann Christian Günther werd geboren op 8 april 1695 in Stiergau. Zie ook mijn blog van 8 april 2007. Zie ook mijn blog van 8 april 2007 en ook mijn blog van 8 april 2009.

 

Mein Herz  

Breslau, den 25. Dezember 1719

 

Mein Herz, was fangen wir noch miteinander an?

Es scheint, wir werden bald dem Kummer weichen müssen;

Vor alles, was wir sonst dem Nächsten Guts getan,

Muß uns’re Redlichkeit mit Not und Elend büßen.

Die Weisheit bringt kein Brot, die Arbeit keine Lust,

Uns jagt des Himmels Zorn durch Ruten, Land und Jahre.

Ein Fehltritt, den du nur aus Übereilung tust,

Wird, ob er dich gleich reut, ein neuer Schritt zur Bahre.

Der Eltern Angst ist dein, der Schwester Gram trifft mich;

Die Lästrer plagen uns mit unverschämten Zungen,

Die Armut macht mich auch den Toren lächerlich

Und was nur Schaden bringt, das wird mir aufgedrungen.

Du kannst das von Natur dir anvertraute Pfund

Aus Mangel hoher Gunst auf keinen Wucher legen;

Kein Zufall macht den Wert von meinem Wissen kund

Und was dir gütig scheint, wird elend meinetwegen.

Man würdigt meine Not der Untersuchung nicht,

Die Spötter nennen sie teils Strafe, teils Gedichte;

Und wer in Gegenwart auch noch so freundlich spricht,

    ……. mir hinterwärts ein…….

         Gerichte.

Nunmehr ist endlich auch der Jahre Lenz vorbei;

Wem will ein solches Kreuz nicht die Geduld ermüden?

Die Musen sind mir hold, und Lorchen bleibt noch treu,

Mein Herz, was wilt du mehr? Ich gebe mich zufrieden.

 

Guenther

Johann Christian Günther (8 april 1695 – 15 maart 1723)

William Wordsworth, Victoria Ocampo, Gabriela Mistral, Donald Barthelme, Johannes Mario Simmel

De Engelse dichter William Wordsworth werd geboren op 7 april 1770 in Cumberland. Zie ook mijn blog van 7 april 2007 en ook mijn blog van 7 april 2008 en ook mijn blog van 7 april 2009.

 

A Night-Piece

 

——THE sky is overcast

With a continuous cloud of texture close,

Heavy and wan, all whitened by the Moon,

Which through that veil is indistinctly seen,

A dull, contracted circle, yielding light

So feebly spread, that not a shadow falls,

Chequering the ground–from rock, plant, tree, or tower.

At length a pleasant instantaneous gleam

Startles the pensive traveller while he treads

His lonesome path, with unobserving eye

Bent earthwards; he looks up–the clouds are split

Asunder,–and above his head he sees

The clear Moon, and the glory of the heavens.

There, in a black-blue vault she sails along,

Followed by multitudes of stars, that, small

And sharp, and bright, along the dark abyss

Drive as she drives: how fast they wheel away,

Yet vanish not!–the wind is in the tree,

But they are silent;–still they roll along

Immeasurably distant; and the vault,

Built round by those white clouds, enormous clouds,

Still deepens its unfathomable depth.

At length the Vision closes; and the mind,

Not undisturbed by the delight it feels,

Which slowly settles into peaceful calm,

Is left to muse upon the solemn scene.

 

 

“A SLUMBER DID MY SPIRIT SEAL”

 

A SLUMBER did my spirit seal;

I had no human fears:

She seemed a thing that could not feel

The touch of earthly years.

 

No motion has she now, no force;

She neither hears nor sees;

Rolled round in earth’s diurnal course,

With rocks, and stones, and trees.

 

wordsworth

William Wordsworth (7 april 1770 – 23 april 1850)
Portret door Henry Edridge, 1806

 

De Argentijnse schrijjfster Victoria Ocampo werd geboren op 7 april 1890 in Buenos Aires. Zie ook mijn blog van 7 april 2009.

 

Uit: This America of Ours. The Letters of Gabriela Mistral and Victoria Ocampo (Introductie door Elizabeth Horan and Doris Meyer)

 

Victoria Ocampo was the oldest of six girls born in the heart of Buenos Aires into a patrician family of successful businessmen and nation builders. She grew up trilingual as a consequence of her traditional home education provided by French and English governesses and lengthy stays in Europe with her family. She read voraciously in these languages, and her self-image was formed under their influence. By the time she was in her teens, however, Ocampo had already developed an aversion to the values of her social class vis-à-vis women’s status, and she determined to resist its dictates. Against the expectation of a traditional marriage and children, Victoria Ocampo quickly rejected the callow husband she had married in 1912 in a misguided effort to gain freedom from parental constraints. Thereafter she had a secret love affair for many years; since no public separation from her husband was possible without wounding her family, she never married again. Eventually, this relationship ended as well, and Ocampo then had a number of other affairs, often with men much younger than herself.”

In her elegant public profile, Ocampo reflected her class and era. She was strikingly beautiful well into middle age, which was noted even by her enemies, who use
d it to mock her. Photos of Ocampo in her twenties through her fifties show her dressed in couture clothes in the latest European fashions. A lover of avant-garde music and the arts, Ocampo chose a modernist design inspired by Le Corbusier for the first home she built for herself in 1927. The total effect of her bearing and appearance was the very opposite of Mistral’s impromptu style and disregard for formal attire. As often happens with women of power, Ocampo’s beauty, wealth, and cultural sophistication sparked resentment among those in Argentina who coveted her privilege while condemning the oligarchy. In fact, under the military dictatorship of Juan Domingo Perón, Ocampo was persona non grata in her own country, the complete antithesis of Evita, who dominated headlines with her defense of the
descamisados.“

 

Victoria_Ocampo

Victoria Ocampo (7 april 1890 – 27 januari 1979)

 

De Chileense dichteres en diplomate Gabriela Mistral werd geboren in Vicuña, Chili op  7 april 1889. Zie ook mijn blog van 7 april 2007 en ook mijn blog van 7 april 2008 en ook mijn blog van 7 april 2009.

 

The Sad Mother

 

Sleep, sleep, my beloved,

without worry, without fear,

although my soul does not sleep,

although I do not rest.

 

Sleep, sleep, and in the night

may your whispers be softer

than a leaf of grass,

or the silken fleece of lambs.

 

May my flesh slumber in you,

my worry, my trembling.

In you, may my eyes close

and my heart sleep.

 

 

To See Him Again

 

Never, never again?

Not on nights filled with quivering stars,

or during dawn’s maiden brightness

or afternoons of sacrifice?

 

Or at the edge of a pale path

that encircles the farmlands,

or upon the rim of a trembling fountain,

whitened by a shimmering moon?

 

Or beneath the forest’s

luxuriant, raveled tresses

where, calling his name,

I was overtaken by the night?

Not in the grotto that returns

the echo of my cry?

 

Oh no. To see him again —

it would not matter where —

in heaven’s deadwater

or inside the boiling vortex,

under serene moons or in bloodless fright!

 

To be with him…

every springtime and winter,

united in one anguished knot

around his bloody neck!

 

AncudGabrielaMistral

Gabriela Mistral (7 april 1889 – 10 januari 1957)
Monument in Ancud

 

De Amerikaanse schrijver Donald Barthelme werd geboren op 7 april 1931 in Philadelphia. Zie ook mijn blog van 7 april 2007 en ook mijn blog van 7 april 2008.en ook mijn blog van 7 april 2009.

 

Uit: The Dead Father’s Head

 

The Dead Father’s head. The main thing is, his eyes are open. Staring up into the sky. The eyes a two-valued blue, the blues of the Gitanes cigarette pack. The head never moves. Decades of staring. The brow is noble, good Christ, what else? Broad and noble. And serene, of course, he’s dead, what else if not serene? From the tip of his finely shaped delicately nostriled nose to the ground, fall of five and one half meters, figure obtained by triangulation. The hair is gray but a young gray. Full, almost to the shoulder, it is possible to admire the hair for a long time, many do, on a Sunday or other holiday or in those sandwich hours neatly placed between fattish slices of work. Jawline compares favorably to a rock formation. Imposing, rugged, all that. The great jaw contains thirty-two teeth, twenty-eight of the whiteness of standard bathroom fixtures and four stained, the latter a consequence of addiction to tobacco, according to legend, this beige quartet to be found in the center of the lower jaw. He is not perfect, thank God for that. The full red lips drawn back in a slight rictus, slight but not unpleasant rictus, disclosing a bit of mackerel salad, lodged between two of the stained four. We think it’s mackerel salad. It appears to be mackerel salad. In the sagas, it is mackerel salad.”

 

Barthelme

Donald Barthelme (7 april 1931 – 23 juli 1989)

 

De Oostenrijkse schrijver Johannes Mario Simmel werd op 7 april 1924 in Wenen geboren. Zie ook mijn blog van 7 april 2007,  mijn blog van 5 januari 2009 en ook mijn blog van 7 april 2008 en ook mijn blog van 7 april 2009.

 

Uit: Hurra wir leben noch

 

“Der Hase musste sich an seinem Fahrrad festhalten und dreimal ansetzen, bevor er flüsterte: „Vierzigtausend?“
„Ja“, sagte Jakob mit einem freundlichen Blick seiner tiefdunklen Augen. „Und du radelst sofort weiter nach Theresienkron und alarmierst sämtliche Bauern. Sie sollen sich darauf vorbereiten, dass die vierzigtausend kommen – im Lauf der Nacht!“
„Aber das ist doch Diebstahl, Bärchen!“ sagte der Hase.
„Jetzt gilt Moral nur für die Sieger!“
„Da hast du natürlich auch wieder recht“, sagte der Hase.
Das Gespräch zwischen dem Bären und dem Hasen fand außerhalb des Fliegerhorsts statt, neben dem oben Strom geladenen Stacheldrahtzaun. Gleißendes Licht warfen Scheinwerfer über das ganze Gelände, über Tower, Hangars, Mannschaftsunterkünfte und draußen, weit entfernt, am Ende einer Landebahn, über die ‚Fliegende Festung’. Denn da in der Nähe, auf einem Flecken ausgedörrten Ackers, sollte nun auf Befehl des Cononel Hobson die gesamte Fracht der Eins-acht-eins mit Benzin übergossen und verbrannt werden.
Der Hase war schlank, hatte aufregende Kurven genau dort, wo sie hingehören, außerdem rehbraune Augen mit langen Wimpern und braunes Haar. Die Hase Hieß Julia Martens. Er trug ein Kornblumenblaues Kleid mit weißen Abnähern und weiße Schuhe. Der Hase hatte am 3. November 1946 nur ein einziges Kleid und ein einziges Paar Schuhe. Sonst besaß er noch selbst gefertigte, einigermaßen abenteuerlich aussehende Hosenanzüge. Und für seinen Bären hatte der Hase einen ebenso abente
uerlichen Anzug genäht. Derselbe war jedoch so beschaffen, dass Jakob – Multimillionär von 1965 – doch lieber in seinen eingefärbten Sachen herumlief. Im übrigen ist es jedermann bekannt, dass Verliebte sich zärtlich Tiernamen geben. Und Julia, genannt Hase, und Jakob, genannt Bär, liebten einander.
Jakob hatte aus Gründen, über die noch zu sprechen sein wird, seine Stellung als Dolmetscher bei der amerikanischen Militärpolizei in Wien Knall und Fall aufgegeben und mit Hilfe des Liebenswerten Generals Mark Clark in einer Verbindungsmaschine nach Linz fliegen müssen.”

 

Simmel

Johannes Mario Simmel (7 april 1924 – 1 januari 2009)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 7e april ook mijn vorige blog van vandaag.

 

 

Jens Peter Jacobsen, Gustav Landauer, Roger Lemelin, Hervé Bazin, Flora Tristan

De Deense dichter en schrijver Jens Peter Jacobsen werd geboren op 7 april 1847 in Thisted. Zie ook mijn blog van 7 april 2007 en ook mijn blog van 7 april 2009.

 

Uit: Niels Lyhne (Vertaald door Paul Volk)

 

Sie hatte der Blider schwarze, strahlende Augen mit den feinen, schnurgeraden Brauen, sie hatte ihre stark ausgebildete Nase, ihr kräftiges Kinn und ihre schwellenden Lippen. Auch den seltsamen, schmerzlich sinnenden Zug um die Mundwinkel und die unruhigen Kopfbewegungen hatte sie geerbt; ihre Wange aber war bleich und weich wie Seide war ihr Haar, das sich glatt und leicht um die Form des Kopfes legte.

So waren die Bliders nicht; ihre Farben waren Rosen und Bronze. Ihr Haar war struppig und kraus, wie eine Mähne so dicht; und tiefe, volle, biegsame Stimmen hatten sie, seltsame Zeugnisse für die Überlieferungen ihrer Familie – von lärmenden Jagdfahrten, feierlichen Morgenandachten und den tausend Liebesabenteuern ihrer Vorfahren. Aber ihre Stimme war matt und klanglos.

Ich erzähle von ihr, wie sie als Siebzehnjährige war; ein paar Jahre später, als sie verheiratet war, hatte ihre Stimme mehr Fülle, die Farbe der Wangen war frischer, und das Auge zwar matter, zugleich aber größer und dunkler geworden.

Mit siebzehn Jahren aber war sie sehr verschieden von ihren Geschwistern, und es bestand auch eigentlich kein nahes Verhältnis zwischen ihr und ihren Eltern. Die Bliders nämlich waren ein praktisches Geschlecht und nahmen das Leben so, wie es war; sie taten ihre Arbeit, schliefen ihren Schlaf und verlangten nie nach anderen Vergnügungen als nach dem Erntefest und drei, vier Weihnachtsschmäusen. Religiös bewegt waren sie nicht; aber es hätte ihnen ebenso leicht einfallen können, ihre Steuern nicht zu zahlen, als Gott nicht zu geben, was Gott gebührte; und deshalb sprachen sie ihr Abendgebet, gingen an hohen Feiertagen in die Kirche, sangen am Weihnachtsabend ihren Choral und nahmen zweimal im Jahr das heilige Abendmahl. Sie waren auch nicht wißbegierig, aber ihr Sinn war durchaus nicht unempfänglich für kleine, sentimentale Lieder, und wenn der Sommer kam, und das Gras dicht und üppig auf den Wiesen wuchs, und die Ähren auf den weiten Äckern wogten, dann sagten sie wohl zueinander, daß die Zeit schön sei, um über Land zu fahren; aber sie waren keine besonders poetischen Naturen; Schönheit berauschte sie nicht, sie hatten keine unbestimmte Sehnsucht, kannten keine wachen Träume.

Aber mit Bartholine war es anders; sie hatte durchaus kein Interesse für die Ereignisse im Stall und auf den Feldern, kein Interesse für Meierei und Haushalt – nicht das geringste. Sie liebte Gedichte.“

 

Jens_Peter_Jacobsen

Jens Peter Jacobsen (7 april 1847 – 30 april 1885)

 

De Duitse schrijver, vertaler, anarchistisch politicus en joods denker  Gustav Landauer werd geboren in Karlsruhe op 7 april 1870. Zie ook mijn blog van 7 april 2009.

 

Uit: Arnold Himmelheber

 

Schon seit einer halben Stunde stand in der Mitte des Gemachs ein ausgewachsenes Menschenkind und sang in bald schwermütigen, bald jubelnden, aber immer eigenen Weisen: lalala, lalalala, lala, lalalala. Das Zimmer war sonst leer, und das Menschenkind war ein schönes Mädchen.

Es klang nicht kindisch, dazu sang sie zu kunstvoll; aber es war weder eine Melodie noch hatte je ein Komponist diese Weise gesetzt. Auch kam es ihr nicht darauf an, plötzlich abzubrechen, um dann wieder ganz leise anzuheben, und zwar diesmal vermischt mit dem Gesang der Worte: »Bald kommt Vater – freu’ dich, Seele – Vater kommt!«

Aber er schien lange ausbleiben zu wollen, und das blasse Mädchen hörte endlich auf, seine sehnsüchtige Unruhe tönen zu lassen; sie seufzte und trat ans Fenster.

Die Berge drüben waren im Schnee begraben; auf den Bäumen im Garten unten lag aber nur eine dünne silberne Schicht, und die Straße war trocken und klirrte bei den Schritten der rasch Vorbeigehenden in eisiger Härte.

Das Mädchen faltete die Hände über dem Busen und ließ den Kopf hängen; ihr Mund verzog sich klagend, und es fehlte nicht viel, so wäre ihr das Weinen gekommen.

Da klingelte es außen an der Korridortüre. »Vater, Lieber, endlich, Vater!« rief sie jubelnd und eilte hinaus. Sie öffnete und schrie unterdrückt auf, laut genug. Dabei ward sie sehr blaß. Doch sagte sie fast augenblicklich, ehe der junge Mann, der außen stand, Zeit hatte zu reden:

»Sie sind’s. Gegrüßt, vielmals. Das heißt überrascht. Kommen Sie. Wie wird sich Vater freuen. Legen Sie doch ab.«

»Grüß Sie, Fräulein Suse. Wie geht’s? Hab’ ich Sie so sehr erschreckt?«

»Ich glaubte sicher, Vater käme. Die Überraschung, wie Sie so unvermutet – nun, kommen Sie ins warme Zimmer. Vater wird kommen – bald.«

Die beiden traten ins Zimmer und setzten sich einander gegenüber an den Tisch. Er stand aber sofort wieder auf und blickte rasch im Gemach umher. Derweil sah sie zu Boden und schaute auch nicht auf, als sie seinen Blick auf sich gerichtet ahnte. Langsam war ihr das Blut wieder gekommen, und jetzt blieb sie glühend rot. Dabei zuckte es ihr wieder hilflos, weinerlich um die Lippen.“

 

Landauer

Gustav Landauer (7 april 1870 – 2 mei 1919)

 

De Franse schrijver Hervé Bazin werd geboren in Angers op 7 april 1911. Zie ook mijn blog van 7 april 2007.

 

Uit: Vipère au poing (1948)

 

„L’été craonnais, doux mais ferme, réchauffait ce bronze impeccablement lové sur lui-même : trois spires de vipère à tenter l’orfèvre, moins les saphirs classiques des yeux, car, heureusement pour moi, cette vipère, elle dormait.

Elle dormait trop, sans doute affaiblie par l’âge ou fatiguée par une indigestion de crapauds. Hercule au berceau étouffant les reptiles : voilà un mythe expliqué ! Je fis comme il a dû faire : je saisis la bête par le cou, vivement. Oui, par le cou et, ceci, par le plus grand des hasards. Un petit miracle en somme et qui devait faire long feu dans les saints propos de la famille.

Je saisis la vipère par le cou, exactement au-dessus de la tête, et je serrai, voilà tout. Cette détente brusque, en ressort de montre qui saute hors du boîtier – et le boîtier, pour ma vipère, s’appelait la vie – ce réflexe désespéré pour la première et pour la dernière fois en retard d’une seconde, ces enroulements, ces déroulements, ces enroulements froids autour de mon poignet, rien ne me fit lâcher prise. Par bonheur, une tête de vipére, c’est triangulaire (comme Dieu, son vieil ennemi) et montée sur cou mince, où la main peut se caler. Par bonheur, une peau de vipère, c’est rugueux, sec d’écailles, privé de la viscosité défensive de l’anguille. Je serrais de plus en plus fort, nullement inquiet, mais intrigué par ce frénétique réveil d’un objet apparemment si calme, si digne de figurer parmi les jouets de tout repos. Je serrais. Une poigne rose de bambin vaut un étau. Et, ce faisant, pour la mieux considérer et m’instruire, je rapprochais la vipère de mon nez, très près, tout près, mais, rassurez-vous, à un nombre de millimètres suffisant pour que fût refusée leur dernière chance à des crochets tout suintants de rage.“

 

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Hervé Bazin (7 april 1911 – 17 februari 1996)

 

De Canadese schrijver en essayist Roger Lemelin werd geboren op 7 april 1919 in Quebec. Zie ook mijn blog van 7 april 2007.

 

Uit : Les Plouffe

 

Ô surprise! Dès qu’il fut question de prouesses sportives, la figure de Rita, jusque-là impassible devant des noms comme Thill et Caruso, s’était tendue d’intérêt. Plus réjoui d’avoir décroché l’attention de la jeune fille qu’humilié du peu d’importance qu’elle attachait à l’opéra, Ovide se mit à parler du tournoi d’anneaux de fer auquel Guillaume participait, et qui devait décider du championnat de la ville le soir même. «  Comment, c’est votre frère? Emmenez-moi à ce match, voulez-vous? s’était-elle écriée. Je connais bien l’arbitre… Stan Labrie, le fameux lanceur de baseball. »
Qu’importaient les anneaux et le baseball, puisqu’elle marcherait à son bras? Les grandes fortunes comme celle-là débordent leur homme. Mais leur halo de joie s’évaporant, elles décroissent et réintègrent les cadres de l’amour-propre, qui a tôt fait de les mettre à son diapason.
Ovide, la figure crispée par une mauvaise humeur soudaine, se dirigea enfin vers la maison paternelle. Il marmottait: – Toujours le sport, les athlètes, les champions. Partout ! Mais la musique!“

 

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Roger Lemelin (7 april 1919 – 16 maart 1992)

 

De Franse schrijfster en strijdster voor vrouwenrechten Flora Tristan werd geboren op 7 april 1803 in Parijs. Zie ook mijn blog van 7 april 2007.

 

Uit: l’Union Ouvriere (Vertaald door Doris en Paul Beik)

 

What happened for the proletarians is surely a good omen for the future of women when their ’89 will have rung. By a very simple calculation it is obvious that wealth will increase indefinitely when women (half of the human race) are summoned to bring into social service their intelligence, strength, and ability. This is as easy to understand as that two is double one. But alas! We are not there yet and while waiting for that happy ’89 let us note what is happening in 1843.

The church having said that woman was sin; the legislator, that by herself she was nothing, that she was not to enjoy any rights; the wise philosopher, that because of her structure she had no intelligence, it has been concluded that she is a poor creature disinherited by God, and men and society have treated her accordingly.

I know of nothing so powerful as the forced, inevitable logic that issues from a principle laid down or from the hypothesis that represents it. Once woman’s inferiority is proclaimed and posed as a principle, see what disastrous consequences result for the universal well-being of all men and all women.“

 

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Flora Tristan (7 april 1803 – 14 november 1844)